Abweichung/Genauigkeit Spectrum Analyzer IFR 2398 A

OP #7911605
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Hallo in die Runde, ich befasse mich gerade mit einem älteren (Bj.ca. 2003) Spectrum Analyzer IFR 2398 A. Das interne Kalibriersignal (angegeben im Handbuch 40 MHz, -30dBm) wird auf dem Bildschirm bei entsprechend gesetztem Marker mit 40,0002 MHz und -30,22 dBm angezeigt. Wie beurteilt Ihr diese Abweichung der Amplitude von 0,22 dBm, kann man damit leben?. Ich will keine hoch präzise Militärelektronik entwickeln.

#7911634
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Damit kennst du möglicherweise den Fehler der Anzeige bei 40 MHz. Willst du damit denn immer nur Signale mit 40 MHz messen? ☺

Ich habe hier einen HF-Tastkopf, der bis 700 MHz eine maximale Abweichung von 1 dB spezifiziert hat. Darauf kann ich mich verlassen. Wie gross der Fehler deines SA bei 700 MHz ist, weisst du nichtmal.

Die Frage wirst du dir wohl selbst beantworten müssen.

Beitrag #7911652 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7911696
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Andreas U. schrieb:

Das interne Kalibriersignal (angegeben im Handbuch 40 MHz, -30dBm) wird auf dem Bildschirm bei entsprechend gesetztem Marker mit 40,0002 MHz und -30,22 dBm angezeigt. Wie beurteilt Ihr diese Abweichung der Amplitude

dBm und dB sind logarithmische "Relative-Angaben". Die Einheit dBm bezieht sich auf 1 Milliwatt. d.h.:

+30 dBm = 1000 mW +20 dBm = 100 mW +10 dBm = 10 mW 0 dBm = 1 mW -10 dBm = 0.1 mW -20 dBm = 0.01 mW -30 dBm = 0.001 mW

Wenn man zwei dBm-Werte voneinander abzieht, bekommt man kein neuen dBm-Wert, sondern ein dB-Wert heraus. Das ist das Verhältnis der beiden Leistungen, also ein Faktor. d.h.:

+30 dB = 1000 +20 dB = 100 +10 dB = 10 0 dB = 1 -10 dB = 0.1 -20 dB = 0.01 -30 dB = 0.001

Wenn Du also -30 dBm erwartest, aber -30.22 dBm misst, musst Du subtrahieren. Und zwar: Unterschied = Ist - Soll, also:

-30.22 dBm - (-30 dBm) = -0.22 dB (ohne "m" am Ende!)

Um den db-Wert in einen Faktor umzurechnen, muss man potenzieren:

Faktor = 10 ^ (dB-Wert / 10)

Also: 10 ^ (-0.22 / 10) = ca. 0.95

Das bedeutet, eigentlich erwartest Du -30 dBm = 0.001 mW. Es kommen davon aber nur der 0.95te Teil an, als0 0.001 mW * 0.95 = 0.00095 mW.

Man kann die -30.22 dBm auch direkt in Milliwatt umrechnen:

10 ^ (-30.22 dBm / 10) = ca. 0.00095 mW

D.h. der Fehler beträgt etwa 5%. Ob Du damit Leben kannst, musst Du selbst beurteilen.

#7912251
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Ich denke, das passt schon.

Ein Keysight CXA ist z.B. mit ±0.5 dB spezifiziert: https://allice.de/wp-content/uploads/2019/04/Keysight-Signal-Analysatoren-Spektrumanalysatoren-CXA-EXA-MXA-PXA-Web.pdf (Seite 4)

Bei Deinem IFR gibt es noch ganz andere Quellen für Pegelabweichungen:

  • Frequency Response ±1.5 dB
  • Attenuator, Accuracy ±0.5 dB/step
  • Resolution Bandwidth, Switching Error ±1.0 dB

Quelle: https://www.testequipmenthq.com/datasheets/Aeroflex-IFR-Marconi-2398-Datasheet.pdf

#7912955
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Andreas U. schrieb:

Das interne Kalibriersignal (angegeben im Handbuch 40 MHz, -30dBm) wird auf dem Bildschirm bei entsprechend gesetztem Marker mit 40,0002 MHz und -30,22 dBm angezeigt. Wie beurteilt Ihr diese Abweichung der Amplitude von 0,22 dB

Wenn in dem Kalibrator noch niemand herumgepfuscht hat, würde ich dessen -30dBm mehr vertrauen als der Anzeige. Dioden sind nämlich temperaturempfindlich und über weitere Fehlerquellen haben andere schon etwas geschrieben. Nicht zu vergessen: Das Kabel mit Steckern vom Kalibratorausgang zum SA-Eingang. Das kann durchaus für die 0,2dB Dämpfung verantwortlich sein.

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