Ich habe hier eine Kleinbohrmaschine die an ihrem regelbaren Thyristornetzteil bei geringer Last oder im Leerlauf ruckelt. Schaltplan anbei. Am Labornetzteil läuft die Maschine ruhig.
Kann man da was verbessern? 18k oder die 10nF ändern? Elko an den Ausgang? Kleine Mindestlast an den Ausgang?
Der C106D ist ein sensitiver Typ, der nur wenig Triggerstrom braucht:
https://www.sigmaelectronica.net/manuals/C106D.pdf
Bei Thyristorstellern mit Lastausregelung ruckelt das im Leerlauf immer etwas.
Ist normal.
Zumindest wenn da EMK im Spiel ist.
Am Labornetzteil hast Du ja auch nur DC.
Deine Schaltung hab ich noch nie gesehen.
Ist das eine Proxxon oder irgend ein Dremel?
Gib mal nen Tipp.
PWM Regler nutzen. Also bisherige Regelung komplett ersetzen. Und da PWM Regler glatte Gleichspannung benötigen entweder ein anderes Netzteil oder Gleichrichter und Siebelko hinter den Trafo .
Ich kann Dir jetzt nur die Schaltung für 230V zur Verfügung stellen.
Die für 12 oder 24 Volt ist im Prinzip das Gleiche.
Vielleicht finde ich den Schaltplan noch.
Ich sehe schon, defekt by design.
Meine Hoffnung war auf eine einfache Modifikation. Wenn es da nichts gibt:
Der "Maschinenraum" im Trafogehäuse ist 50x55 und 22mm tief. Kann jemand eine fertige Chinareglerplatine (24V) empfehlen die reinpasst?
Der vielleicht? https://de.aliexpress.com/item/1005006402560064.html
Interessantes Konzept, mehr Bauteile, aber dafuer vermutlich kein Kuehlkoerper notwendig.
Kann jemand
eine fertige Chinareglerplatine (24V) empfehlen die reinpasst?
Das kann so einfach nicht funktionieren. Wenn der Regler gut sein soll dann muss er an deinen Motor angepasst werden. In dem von mir angebrachten Link wird dir sogar die Funktion und die Parametrierung erklaert.
Das ist einer der Momente im Leben wo kopieren ohne denken nix bringt. Schoen das es sie noch gibt oder? :)
Dann könnte der Thread vielleicht später auch anderen nützen.
Ist doch egal, Motor bleibt Motor. Ich hab die oben von mir verlinkte Schaltung mit Proxon und mit einem Faulhabermotor genutzt.
Es sollte nur ein Gleichstrommotor sein. Also auch ein 230V Proxon wuerde eher nicht gehen.
Wo in dem gezeigten Schaltplan siehst du eine Lastausregelung?
Ich sehe die darin, dass die Kathoden der Thyristoren nicht auf Masse gehen, sondern auf den Motor. Damit haengt der Zuendzeitpunkt auch davon ab, wieviel Spannung der generiert, was Lastabhaengig ist.
Ich sehe die darin, dass die Kathoden der Thyristoren nicht auf Masse
gehen, sondern auf den Motor. Damit haengt der Zuendzeitpunkt auch davon
ab, wieviel Spannung der generiert, was Lastabhaengig ist.
Ist das eine Proxxon oder irgend ein Dremel?
Das Teil ist ein Transformator 50600 der Firma Variat Electronic aus dem 220V Zeitalter, vertrieben unter der ehr unbekannten Marke Maxicraft.
Vermutlich sind ähnliche Thyristorsteller auch in vielen anderen Trafonetzteilen mit Drehzahlversteller für Minibohrmaschinen verbaut, die keine PWM oder einen Kühlkörper für die vorgeschlagenen, viel besseren linearen Schaltungen haben.
Wenn es ruckelt, schaukelt sich sicher irgendeine Instabilität auf. Schade, dass keiner eine einfache Idee hat, wie man die bestehende Schaltung beruhigt.
Foto wäre auch nicht schlecht.
Von oben und unten.
Wenn das Gerät schon älter ist...
Ehrlich gesagt ich würde pauschal mal die Kondensatoren austauschen.
Die Dioden kann man mit Multimeter testen.
Widerstände, ein Bein raus und messen.
Wird doch THT sein.
PS:
Eine Fehlerquelle wäre noch das Poti.
Mal schauen ob das kratzig ist.
Die Drehzahlsteller im "Abzug" der billigen Bohrmaschinen (AEG, Bosch, B&D) arbeiteten aber alle ohne Ruckeln, die Maschine knurrte bei kleinen Drehzahlen nur. Bei einem Defekt wurden sie einfach getauscht.
Da war auch nur eine einfache Thyristor/Triac-Schaltung drin, die war aber wohl richtig dimensioniert. Vielleicht ist in älterer Literatur etwas zu finden. Im Netz sind alte Unterlagen kaum mehr präsent, weil sie von den Firmen gelöscht wurden.
Die Drehzahlsteller im "Abzug" der billigen Bohrmaschinen (AEG, Bosch,
B&D) arbeiteten aber alle ohne Ruckeln, die Maschine knurrte bei kleinen
Drehzahlen nur.
Der Wolf hat es nicht nötig, seine "Kleinbohrmaschine" konkret zu beschreiben. Damit ist alles hier nur Raterei.
Die Drehzahlsteller im "Abzug" der billigen Bohrmaschinen (AEG, Bosch,
B&D) arbeiteten aber alle ohne Ruckeln, die Maschine knurrte bei kleinen
Drehzahlen nur.
Der Wolf hat es nicht nötig, seine "Kleinbohrmaschine" konkret zu
beschreiben. Damit ist alles hier nur Raterei.
Sehe ich auch so.
Ggf. wäre es gut, wenn der Wolf einfach mal die Daten von Bohrmaschine und NT abschätzt und sich nach erschwinglicher Neuware umschaut.
Die Drehzahlsteller im "Abzug" der billigen Bohrmaschinen (AEG, Bosch,
B&D) arbeiteten aber alle ohne Ruckeln, die Maschine knurrte bei kleinen
Drehzahlen nur.
Das sind andere Motore (*) und die Einstellung der Drehzahl ist das IMHO ziemlich schlecht weil staerker lastabhaengig. Proxon verwendet in ihren Niederspannungsteilen einen Steller der mit einem Thyristor arbeitet.
Diese RxI Regler haben einen weiteren Arbeitsbereich, so bis zu 10-20% der Maximaldrehzahl und sind viel besser bei der Lastausregelung.
Ich finde die von HH gepostete Schaltung eigentlich interessant weil man sie eventuell in so eine Proxon einbauen kann. Man muesste sich nur mal aufraffen...
Vanye
*: Ich gebe aber zu das ich die Vorlesung "Elektrische Maschinen" im Studium echt gehasst habe. Ihr könnt mich also verbessern. :)
Sehe ich auch so.
Ggf. wäre es gut, wenn der Wolf einfach mal die Daten von Bohrmaschine
und NT abschätzt und sich nach erschwinglicher Neuware umschaut.
Nachdem Manfred und Ralf so tun, als ob sie nach Nennung der Maschinendaten eine ruckelbeseitigende Modifikation präsentieren können, hier die Daten, ich freue mich schon auf die Lösung:
Das Maxicraft Motoretikett ist altersbedingt beschädigt, man erkennt aber noch 12-18V. Im Leerlauf messe ich bei 12V 1,25A, bei blockierter Achse bei 1,0V 1,2A, bei 2,0V 2,8A. L160mm D41,5mm 300g
Ach ja, einfach Neukaufen zähle ich nicht zu einer gesuchten Lösung!
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Danke an hhintz und Vanye für die links auf gute Reglerkonzepte und APPCHP6.
Das einfachste erscheint mir, ein Labornetzteil zu verwenden
Das einfachste erscheint mir, ein Labornetzteil zu verwenden
Ja, das ist am einfachsten, aber halt auch kacke weil du dann keinerlei Lastausregelung hast und mit der Drehzahl auch die Kraft zurueckgeht. ES gibt ja Gruende warum man sowas einbaut...
Den PWM Steller habe ich probiert. Damit läuft der Motor am Labornetzteil ruhig. Allerdings passt das Modul nicht ohne weiteres in das Netzteilgehäuse.
Die Untersuchung des Ruckelns ergab am Speicheroszi, dass ständig zufällig einige aufeinanderfolgende Halbwellen fehlen. Eine Erhöhung des Ruhestroms mit einem Parallelwiderstand bis 18 Ohm brachte keine wirkliche Verbesserung. Die brachten erst 2200µF am Ausgang. Im engen Netzeilgehäuse fand sich noch Platz für 2x1000µF. Damit läuft der Motor ausreichend ruhig. Nur gelegentlich fehlen bei langsamen Leerlauf zwei Halbwellen. Problem gelöst.
p.s. wie schafft man es eigentlich alle bisherigen 24 Beiträge in diesen Thread einheitlich mit -1 zu bewerten? Wo sind die für eine Negativbewertung notwendigen positiven Gegenbewertungen versteckt? Oder hat da jemand die Forumssoftware gehackt?