gute Bohrer sind teurer aber mittlerweile sind auch schlechte Bohrer teuer, sodass der Preis kein Kriterium ist.
Ich arbeite in meiner Hobbywerkstatt natürlich auch mit Metall und habe von meinem Vater/Opa ein ganzes Magazin Bohrer übernommen, wobei mittlerweile nicht mehr alle Größen vorliegen.
Neulich musste ich eine 11.9 Schraube am AGR-Kühler ausbohren und hab dafür extra neue Bohrer gekauft. Nach dem fünften und letzten Bohrer war ich gerade einmal halb durch. 1mm schnitten sie, danach war's eher Reibschweißen.
Hab dann einen uralten HSS aus den Schubladen gezogen, der auch nicht mehr sonderlich scharf war, und habe mit einem Bohrer die anderen 5mm geschnitten.
Da hat also ein bestimmt 40-50 Jahre alter, stinknormaler, schwarzer HSS-Bohrer 5+ Superduper-Titan/Cobalt-Gelumpe-Bohrer in die Tasche gesteckt.
Und genau solche Bohrer suche ich nun. Wenn ich allerdings bei den üblichen verdächtigen so schaue, werde ich erschlagen von einer Vielfalt an Bohrern, die mich als Amateur ehrlichgesagt gar nicht so recht interessieren (einfach, weil ich sie nicht richtig einordnen kann).
Kann mir daher jemand empirisch einen Bohrertyp nennen, von dem er weiß, dass er wirklich gut ist? Ich brauche kein Titan oder Cobalt, sondern einfach nur stinknormale HSS Bohrer, die nicht 15 Euro pro Stück kosten, und in normal-harten legiertem Stahl nicht sofort die Grätsche machen.
wohl eher 12.9?
Zugfestigkeit 1200N/mm²
Streckgrenze 1080N/mm²
Die ganzen aktuellen rollgewalzten Bohrer sind wirklich nicht mehr besonders gut.
Ich kaufe daher nur noch die geschliffene Variante und dann von namhaften Werkzeugherstellern z.B. Gühring, Hoffmann oder viele andere. Also Hersteller, welche ihren Kundenstamm in Personen sehen, die täglich damit arbeiten und nichts Richtung Hobby. Nur da kostet die Kassette halt auch direkt 100 EUR plus.
Ich bohre 12.9 nur noch mit VHM Bohrern. Ich will ja fertig werden und mit nicht damit beschäftigen. Da ist 12.9 wie Butter :)
Neulich musste ich eine 11.9 Schraube am AGR-Kühler ausbohren und hab
dafür extra neue Bohrer gekauft. Nach dem fünften und letzten Bohrer war
ich gerade einmal halb durch. 1mm schnitten sie, danach war's eher
Reibschweißen.
haben auch 12.9er Schrauben eine Rockwellhärte von nicht mehr als 39-44.
Ein HSS Bohrer sollte (wenn ich mich richtig erinnere) irgendwo im Bereich 60-62 liegen.
Wären genau die Bohrer, die ich suche (wenn sie dann auch was taugen). Aber leider halt wieder keine Preise online. Und mit deren tollen Typenbezeichnung bekommt man keine gescheite Suche zustande.
Wir haben diese hier seit einigen Jahren für diverse Edelstähle, Titan und hochlegiertes Alu im täglichen Einsatz in der Säulenbohrmaschine und auch in Handgeräten (Akkuschrauber, Handbohrmaschine). Gute Qualität für einen vernünftigen Preis:
Je nach dem wo Du wohnst, kannst Du schauen ob es im Gewebegebiet/Industriegebiet einen Werkzeughandel gibt.
Es gibt welche, die verkaufen nicht an Privatpersonen und haben wirklich nur sehr spezielles Industriezeug da.
Dann gibt es Werkzeughändler, die viel Handwerker und Mittelständler bedienen. Die suchst Du, denn viele davon verkaufen auch an Privat. Die haben notgedrungen (fast) alle eine Kasse da sie einige ihrer Kunden nur gegen Barzahlung bedienen. Dort gibt es dann "Hausmarken" wie "Promat" u.ä. Das kannst Du völlig problemlos kaufen.
Aufpassen musst Du bei Werkzeugläden die sich hauptsächlich auf Privatkunden spezialisieren. Dort gibt es viel Schrott zum Kaufen. Aber solche Läden gibt es wohl nicht mehr viele; die wurden alle von den Baumärkten platt gemacht. Der letzte dieser Art hier um Umfeld hat vor 3 Monaten dicht gemacht.
Alpen nehme ich auch. Die sind gut, aber auch nicht ganz billig.
Die Bohrer von Heller funktionieren auch gut. Die gibt's bei Reichelt. Preislich ist das eine gute Alternative.
Dort gibt es dann "Hausmarken" wie "Promat" u.ä. Das kannst Du völlig
problemlos kaufen.
Ich kaufe (per eBay) viel gebraucht, da sind immer mal Gühring, Promat, H+K dabei. Ich kann nicht erkennen, dass die irgendwie besser wären als Baumarktware (Betreff Bohrer, Feilen, Messwerkzeuge, Gewindewerkzeug, Sägen,...) Nur ihr UVP ist höher. Deutlich höher. Ich weiss, dass 50% Rabatt nicht unüblich sind, gern auch als cash back, insofern ist der UVP nur zur Übervorteilung dummer Einzelkunden.
Ich kann nicht erkennen, dass die irgendwie besser wären als
Baumarktware
Naja also bei Holzbohrern verwende ich auch die billigen von der Norma. Und wenn sie stumpf werden, schmeiße ich sie weg. Dass ein Loch 1/10 größer wird, als erwartet, fällt bei Holz gar nicht auf (das Holz quillt alleine schon durch die Luftfeuchtigkeit um rund 5% quer zu Faser).
Bei Metall hab ich mittlerweile nahezu alle billigen Bohrer weggeworfen.
Ich hab noch nen alten Metabo-Bohrersatz. Ist natürlich auch nur Labelware, und die waren sehr gut. Die neuen ist ein reines Glücksspiel, aus welcher Chinaschmiede die kommen.
DeWalt Bohrer (aus Deutschland) sind sehr gut, aber im Preis ja noch höher, als Gühring.
Ich finde die Preise hier nicht gerade billig, aber irgendwo noch vertretbar:
Aber leider halt wieder keine Preise online. Und mit deren tollen
Typenbezeichnung bekommt man keine gescheite Suche zustande.
Naja, Gühring ist einer DER grossen Bohrerhersteller. Da musst du halt ein Konto eroeffnen und es kann auch sein das die Endkunden keine Einzelstuecke verkaufen. Ich denke mal das die je nach Kunde auch unterschiedliche Preise haben. Ich hab die Bohrer von denen aber auch schon bei Delker gesehen.
Bin jetzt gerade über Projahn gestolpert. Zumindest die alten Bohrer aus meinem Fundus sind noch wirklich brauchbar und liegen preisleich auch deutlich unter Gühring.
Ich denke ich muss einfach mal den Schuss ins blaue wagen, wobei das Seit oben vom Preis her schon interessant ist. Knapp 70 Euro scheint mir nicht viel für 1,0 bis 5,9 in 1/10 Teilung.
Wichtig ist, dass man geschliffene kauft und keine rollgewalzten.
Wer eine Kassette kauft sollte alle Bohrer auf Rundlauf prüfen denn es gibt auch geschliffene die eiern. Leider. Wer spezielles Material Kunststoff oder Alu in größeren Mengen bohrt sollte auch entsprechende Bohrer haben. Den Unterschied bemerkt man schnell, bessere Spanabfuhr und geringere Wärmeentwicklung inkl. besserer Maßhaltigkeit.
In der Handbohrmaschine kann man auch die weniger runden gewalzten Bohrer verwenden.
Gühring kann ich auch empfehlen. Im Vergleich zu meinen vorigen Heller HSS Bohreren (Reichelt) ein völlig neues "Locherlebnis", geht rein wie Butter. Ich habe mir einen 1-5.9mm Satz 0.1mm steigend gegönnt, Kostenpunkt in 2022 waren EUR 77.80 brutto (bei banemo.de).
Kann mir daher jemand empirisch einen Bohrertyp nennen, von dem er weiß,
dass er wirklich gut ist? Ich brauche kein Titan oder Cobalt, sondern
einfach nur stinknormale HSS Bohrer, die nicht 15 Euro pro Stück kosten,
und in normal-harten legiertem Stahl nicht sofort die Grätsche machen.
Bei den Anforderungen liegst Du mit Standart HSS Bohrern falsch.
Wieder das wichtigste vergessen! Ein Bohrer der nicht eiert bohrt auch maßhaltige Bohrungen und verläuft auch nicht. Er bohrt auch sauberer in vorgebohrten Löcher an. Man kann mit ihm auch sauberer entgraten /ansenken, während ein schlagender Bohrer schon mal eckiges zaubert.
Ich hab bei Contorion die HSS-Co Bohrer von Stier (is wohl deren Hausmarke) gekauft. Damit bin ich zurfrieden. Da gabs das Set 1-13mm in 0,5mm für 55euro.