In der jüngsten Lidl Werbung sind diverse "Edelstahl" Verbinder (Schäkel, Karabiner) zu sehen. Tatsächlich sind diese schon rein optisch hoch Nickel legiert aber der Magnettest bringt seltsame Resultate. An einem Karabiner sind die stark umgeformten Stellen etwas magnetisch, die "geraden" Teile jedoch überhaupt nicht.
Aus den Vorlesungen Werkstoffkunde kann ich mich dunkel an Effekte durch Kaltumformung erinnern. Kann das hier auch sein und man daraus evtl. Rückschlüsse auf den genauen Werkstoff ziehen?
... der Magnettest bringt seltsame Resultate. An
einem Karabiner sind die stark umgeformten Stellen etwas magnetisch, die
"geraden" Teile jedoch überhaupt nicht.
Dieses Verhalten kenne ich von Standard-Niro 1.4301.
Es gibt nun mal auch eutektoidischen nicht rostenden Edelstahl, der ist leicht magnetisch. Andersrum gibt's aber auch rostenden Edelstahl, der nicht magnetisch ist. Aber im allgemeinen ist reiner Edelstahl, sowohl V2A als auch V4A, nicht magnetisch und nicht rostend und läuft unter der Bezeichnung CrNi-Stahl (Chrom-Nickel Stahl)!
Ja, ich habe davon zwei Dutzend gekauft. Selbst wenn das "nur" 1.4301 wäre, würde es für meine Süßwasserunternehmungen wohl reichen. Am Schiff sind zwei Bleche in sehr exponierter Lage verbaut die nachweislich aus 1.4301 bestehen (Halbzeug selbst gekauft) und nun schon 4 Jahre der Witterung trotzen (Binnen/Ostsee).
Die kleinen Karabiner tragen die Beschriftung "WWS 120kg max."
Nach etwas Recherche im Netz dürfte das ein austenitischer "Feld-Wald-und-Wiesen" rostfreier Stahl sein. Diese weisen genau dieses Verhalten bei starker Kaltumformung auf.
Reiner Edelstahl ist sicher nichtrostend.
Aber viel zu weich und zu nichts zu gebrauchen.
Ist aber auch unmagnetisch.
Die Legierung macht das I-Tüpfelchen.
Ist halt ein Kompromiss zwischen Korrosionsbeständigkeit und Zugfestigkeit.
Hier mal so ein PDF.
OK, ist teurer Werkzeugstahl.
Ist ja nur ein Anhaltspunkt.
Reiner Edelstahl ist sicher nichtrostend.
Aber viel zu weich und zu nichts zu gebrauchen.
Ist aber auch unmagnetisch.
Vorsicht mit Pauschalaussagen! Hier liegt zufällig eine M6-Schraube auf dem Tisch, die nicht magnetisch ist. Ich vermute mal, dass die doch zu etwas zu gebrauchen ist.
Reiner Edelstahl ist sicher nichtrostend.
Aber viel zu weich und zu nichts zu gebrauchen.
Sehe ich anders. Anlässlich einer Erneuerung des flachen Garagendaches habe ich vor ca. 20 Jahren eine Rundumverkleidung aus Eternitplatten abnehmen müssen, welche mit Schrauben (5x50mm? und Kreuzschlitz) befestigt waren. Nervig, weil die überwiegende Zahl der Schrauben verrottet war.
Nach Erneuerung des Flachdaches wurden die Eternitplatten mit A2-Schrauben und Torx-Kopf befestigt. Die sehen heute noch aus wie neu.
Mein Telefon. Das hat manchmal eigene Vorstellungen.
Doof dabei, es ändert den Text,wenn ich schon in der nächsten Zeile bin.
Eine Freundin von mir hat eine Ferienwohnung direkt am Jadebusen.
Die ganzen Geländer und Lampen haben Rostflecken.
Früher wäre das auch nicht mit A2 passiert.
Dieser Stahl kommt mittlerweile nahezu komplett aus China (sagte zumindest der Gutachter) und seit dem gibt es Probleme mit Rost.
Der perfekte Weg, ein Auto schnellstmöglich zur Rostkarre zu machen.
Wieviel zahlen wohl WV, Daimler, BMW & Co an St. Peter-Ording für diesen stark beschleunigten Rostfraß, damit die Faulpelze, die direkt am Strand parken wollen, sehr bald eine neue Karre brauchen?
Hallo,
die Definition „Edelstahl“ alleine sagt nur aus, dass der Stahl in Hinsicht unerwünschter Begleitstoffe besonders rein ist. Dass dieser nicht ferritisch oder „nicht rostend“ ist, hängt damit erstmal nicht zusammen.
Der perfekte Weg, ein Auto schnellstmöglich zur Rostkarre zu machen.
Wieviel zahlen wohl WV, Daimler, BMW & Co an St. Peter-Ording für diesen
stark beschleunigten Rostfraß, damit die Faulpelze, die direkt am Strand
parken wollen, sehr bald eine neue Karre brauchen?
Dämlicher gehts wohl nicht.
Demnächst kommst Du noch mit Bestechungszahlungen der Kfz-Industrie an die Streusalzbetriebe..
"Edelstahl" ist ein Sammelbegriff. Etwas enger gefasst als "Metall", aber immer noch sehr umfassend.
"V2A" und "V4A" sind Handelsmarken von Krupp Nirosta. Bei Thyssen hiess das "Remanit". Mittlerweile alles ein Konzern, aber es sind Markennamen und keine Produktkategorien. Und sie beschreiben Produktfamilien, also nicht nur exakt ein Material.
Wer Stähle eindeutig bezeichnen will, nimmt die Legierungsbezeichung, also sowas wie "SS 316" (USA) oder "1.4304" (DIN).