Kühlkonzept eines Induktionsmotors

OP #7921556
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Hallo

Ich habe einen kleinen 0,22kW Motor und verstehe nicht wo der die Luft durchzieht und warum.

Hinten unter der Abdeckung ist ein rudimentärer Lüfter, die Abdeckung ist gelocht und etwas größer als das Gehäuse.

Durch das Gehäuse kann auch Luft durch, aber warum sollte sie...

Es fühlt sich so an, das die Luft hinten abgesaugt wird und am Gehäuse vorbei strömt.

Irgendwie klappt das mit dem Upload der Fotos nicht, sorry.

Meine Frage, warum strömt die Luft nicht durch den Motor, sondern außen am Gehäuse entlang?
Kühlrippen gibt es keine.

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Beitrag #7921566 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7921575
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Kolja L. schrieb:

Meine Frage, warum strömt die Luft nicht durch den Motor, sondern außen am Gehäuse entlang? Kühlrippen gibt es keine.

IC Code 411 oder 416 nach IEC 60034-6

siehe zB: https://www.menzel-motors.com/de/kaefiglaeufer/ic411-ic416/

oder: https://www.w-winkelmann.de/fileadmin/user_upload/w-winkelmann/images/pdf_dokumente/technische_Erlaeuterungen/kuehlarten.pdf

Beitrag #7921672 wurde von einem Moderator gelöscht.
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#7921702
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Harald K. schrieb:

Welchen Microcontroller verwendest Du dafür?

Welche Hilfestellung bietet dein Beitrag?

Andreas M. schrieb:

Das Finden des richtigen Bereichs auch nicht!

Genau wie dir das Finden der Tasten die einen hilfreichen Beitrag ergeben mißlungen ist.

Hahaha watt waren wir wieder witzig.

An den TO:

Wenn so ein Motor so ein rudimentäres Lüfterrad hat, mag er es meist nicht so gern blockiert zu werden.

Evtl ist das bisschen Luftstrom ums Gehäuse schon das gesamte Kühlkonzept, wird schon etwas mehr als stehende Luft sein. Dafür brauchts ne Mindestdrehzahl.

Je nachdem was für ein Motor es ist, wird bei steigender Last die Drehzahl einbrechen, auf jeden Fall aber wird der Strom ansteigen. Mehr Strom = mehr warm. Wenn dann noch die Drehzahl einbricht -> mehr Strom -> weniger Drehzahl -> noch mehr warm.

Aber so dramatisch wirds schon nicht werden und wie es scheint misst du ja auch die Leistung.

OP #7922168
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J. T. schrieb:

Wenn so ein Motor so ein rudimentäres Lüfterrad hat, mag er es meist nicht so gern blockiert zu werden.

Dank Dir Chaoskind 👍,

blockieren wird der wohl nicht, es soll nur ne Schleifscheibe drauf.

Aber ich habe den heute noch mal laufen lassen, leider ohne die Kappe über dem Lüfter.
Als ich nach ca 10 Minuten gemessen habe, hatte das Gehäuse 90 Grad.
Es sind hier aber auch fast 30 Grad Lufttemperatur.

Nach ein paar Stunden zur Abkühlung waren Drehzahl und Stromaufnahme noch genauso wie vorher (1490 U/min und 0,5A).

Jetzt überlege ich, ne aktive Lüftung einzubauen.

#7922205
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Ein Blick auf das Typenschild:

  • Elektrisch: 230Volt x 1.1Amps = 253 VA
  • Mechanisch: 220W
  • Isolation Klasse E = 120°C
  • Kühlmitteltemp. max 60°C

Messungen im Leerlauf 10min; 90°C an der Oberfläche bei 30°C Umgebung

Also aus der Distanz hätte ich dem Ding einen Wirkungsgrad im Bereich von <70% zugeteilt. Hier jedoch nahe 90% - und hohe Erwärmung?

Irgendwas passt hier nicht.

Zeig bitte mal ein Bild vom Lüfter mit demontierter Kappe.

Angehängte Dateien:
OP #7923053
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Armin X. schrieb:

Dann betreibe den Motor doch mal unter Last.

Okay, mache ich später.
Last erzeugen durch Reibung, bis 150W benötigt werden?

Habe das mit der (zusätzlichen) Fremdbelüftung probiert.
80mm PC Lüfter mit 1500 U/min.
Es wird fühlbar mehr Luftstrom erzeugt, aber nach 15 Minuten erreicht das Gehäuse außen wieder 60°C.

Nach dem Abkühlen wiederhole ich das nochmal mit abgeklebtem Spalt zwischen Lüfter und Gehäuse.

Angehängte Dateien:
#7923198
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Es ist eine Mischung zwischen IC01 (Eigeninnenkühlung) und IC411 (Eigenoberflächenkühlung). Durch die Zentrifugalwirkung wird die von hinten angesaugte Luft nach außen gedrückt, sie fließt

  • außen am Motor vorbei.
  • durch die 4 Schlitze in das Innere des Motors und kommt vorne wieder heraus. Giovanni, wie kommst Du auf IC416 (Fremdoberflächenkühlung)? Es ist kein fremdangetriebener Lüfter vorhanden, außer dem später erwähnten 80mm-PC-Lüfter.

60°C finde ich noch unbedenklich. Wenn Du nicht viel Leistung brauchst und Dich die Erwärmung stört, baue einen echten (keinen elektronischen) 12V oder 24V-Halogentrafo als Spartrafo davor (alternativ einen 20-50µF-Motor-Betriebs-Kondensator), dann läuft der Motor mit 218 oder 206V kühler. Wenn Du Drehstrom zur Verfügung hast: ein echter 3phasiger hat einen deutlich besseren Wirkungsgrad als dieser Kondensatormotor. Wie immer ist die Dimensionierung eines Antriebes ein Kompromiss aus Kosten, Effizienz (Betriebskosten) und Lebensdauer.

OP #7923227
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Torsten B. schrieb:

60°C finde ich noch unbedenklich.

In den letzten beiden Tests heute, habe ich den Motor bei 60 Grad (nach 15min) ausgestellt.
Der wird bestimmt noch wärmer.

Torsten B. schrieb:

alternativ einen 20-50µF-Motor-Betriebs-Kondensator

Genau das wollte ich noch fragen, ob eine geringere Kapazität ein wenig die Leistung reduziert.

Aber warum vergrößern?

#7923241
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Kolja L. schrieb:

In den letzten beiden Tests heute, habe ich den Motor bei 60 Grad (nach 15min) ausgestellt. Der wird bestimmt noch wärmer.

Wenn der Motor nicht all zu groß ist, könnte er nach 15min schon nahe am thermischen Äquilibrium sein.

Die Temperatur steigt ja mit dem Einschalten am schnellsten, um dann asymptotisch dem Endwert entgegenzukriechen.

#7923265
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Ich meinte natürlich den Zusatz-C als Vor"widerstand" zu verwenden. Oder denkt ihr, dass es Resonanz-Probleme geben könnte? Hinz, genau das habe ich schon oft gemacht. Man könnte den jeweiligen Spulenstrom als DC einprägen und die Spannung messen und daraus den Widerstand und daraus Delta-T und daraus und Tamb Tspule berechnen. Aber aufpassen, der Betriebskondensator sperrt DC, also die Hilfswicklung getrennt messen. Vorteil ist, dass die Wicklung während der Messung kaum abkühlt.

#7923290
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Warum verdient dieser Motor soviel Aufmerksamkeit? Ein neuer 4-poliger 0.22kW kostet 3~ <100€ und 1~ <150€.

Ober wurde er aus einem Gerät ausgebaut (Vermutung) und soll jetzt eine neue Verwendung finden?

Auffällig ist das Typenschild, die hohe Erwärmung und das unklare Kühlkonzept.

Ist der Kondensator OK? Der Leerlaufstrom liegt bei 50% (bei 100W aufgenommen) - ist schon hoch.

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#7923681
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Kolja L. schrieb:

Zum Glück, denn der Motor ist gefühlt zu langsam mit seinen 1500 U/min.

Stand denn bei der Schleifscheibe eine Drehzahl/Schnittgeschwindigkeitsangabe?

Sieht mir aus wie so ne Diamanttrennscheibe für den Dremel, nur in nicht ganz so winzig.

Dimantschleifmittel mögens gern gekühlt, sonst brennen dir die Diamanten weg (bei hohen Drehzahlen).

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