Vielen Dank für die Hinweise.
Der MOC mit 600V ist natürlich Blödsinn wenn es quasi den gleichen für 800V gibt. Und auch alles zum VDR ist korrekt.
Vor 4 Tagen hatte ich noch keine Ahnung von Triacs. Nach nun intensivem Studium diverser App-Notes etc. hat sich das verbessert.
Michael B. schrieb:
Deine Widerstandswerte sind viel zu klein.
Hier kann ich nun definitiv sagen, abgesehen von Nuancen: Nein.
Viele dieser "Internet-Schaltungen" und "Daumenregeln" für Triacs sind mit heutigen Triacs und EMV-Bedingungen einfach nicht vereinbar. Es hat sich in den Jahren einfach viel zu viel getan.
Man muss sich einfach mal vor Augen führen, dass bestimmte Werte von Triacs heute um den Faktor 300 (!) besser sind, als noch vor 30 Jahren. Vertragen alte Triacs nur 5V/us, gibt es für wenig mehr Geld heute Triacs die 1500V/us abkönnen!
EMV ist auch so ein Thema: Man muss heute mit mehr Schmutz auf dem Netz rechnen und darf/soll deutlich weniger selbst einbringen.
Meine Anpassungen sind:
- Triac: ACST610-8 und dafür den VDR raus.
- Widerstand R1 sicherheitshalber von 47 auf 51 Ohm erhöht.
- Widerstand R2 von 330 auf 390 erhöht.
Gründe:
Der Triac ACST610-8 hat einen eingebauten Überspannungsschutz. Der fehlerträchtige VDR wird hiermit hinfällig.
R1 und C1 sind ein Snubber. Eigentlich will man R1 bei resistiver (und kleiner induktiver) Last aus EMV-Gründen so klein wie möglich, allerdings setzt das dI/dt vom Triac hier Grenzen. Gewickelte Drahtwiderstände ermöglichen kleinere Werte. Und wenn notwendig, kann man auch eine kleine Induktivität (nH) in Reihe schalten.
R2 begrenzt den Strom durch den Opto-Triac falls der durch irgendeinen Fehler beim Netzspannungsscheitelpunkt fälschlicherweise zündet. Aus EMV-Gründen sollte er möglichst klein sein, die untere Grenze ist aber durch den Maximalstrom durch den MOC vorgegeben.
R3 nimmt Leckströme vom Opto-Triac auf. Aus EMV-Gründen sollte er möglichst groß sein aber die möglichen Leckströme limitieren das.
Der Rest bleibt. Evtl. bau ich noch eine kleine Drossel dazu, das muss ich noch weiter evaluieren.
Und zu meiner Ursprünglichen Frage:
Michael B. schrieb:
Die Widerstände müssen keine Sicherungswiderstände sein.
Diese Widerstände müssen (sollen) sehr wohl Sicherungswiderstände sein. Durch Defekte können diese Widerstände an 230V liegen und werden somit zu wunderbarer Brandbomben.
Auch hier bin ich schlauer: Z.b. Vishay NFR25 und Yageo FKN100 sind passend.