Huawei PV Batterie - FI Auslösung bei min SOC

#7924432
Lesenswert?

Hallo,

Ich habe seit zwei Tagen meine PV Anlage laufen. Da mein Solateur jetzt auch keine Lösung mehr hat und jetzt mit Komponenten tauschen anfangen will, probier ich vorher mein Glück hier.

Details zur Anlage: Wechselrichter Huawei Sun2000 Map0 5kw; Batterie Huawei Luna2000 S0 5Kw; FI Schalter: v-bcfo-40/4/003-G/A; WR und Battery sind mit PE verbunden

Die Anlage läuft gut, Akku wird geladen und entladen, wenn notwendig.

Problem: Sobald der Akku den untersten SoC Wert erreicht, löst immer der FI aus. Habe verschiedene SoC probiert (15,10,5%) aber immer das Gleiche.

Hat jemand von euch eine Ahnung an was das liegen könnte bzw. ob es wirklich Sinn macht, die Komponenten zu tauschen?

LG Dennis

#7924464
Lesenswert?

https://solar-distribution.baywa-re.de/out/media/29-SUN2000-5-12K-MAP0_SUN2000-5K-12K-MAP0-Serie_Benutzerhandbuch.pdf

Seite 47: FI muss >=300mA sein (1 WR), ist bei dir nicht der Fall. Hier wurde ein normaler Fi für Endstromkreise verwendet (und wieso auch immer ein zeitverzögernder (Bauart G)...)

Type steht nicht dabei, Typ A sollte jedoch passen. WR hat eine RCMU integriert, das sollte vermutlich passen für trafolose WR (ausser dein VNB fordert explizit einen FI Typ B was er hoffentlich nicht tut, das würde dich nochmal 600€ kosten...)

FI gegen einen 300mA Typ A tauschen und sollte passen.

#7924465
Lesenswert?

Dieser WR braucht KEINEN FI am Ausgang sondern hat eine eingebaute Fehlerstromüberwachung. Sollte dennoch ein FI angeschlossen werden so muß dieser gemäß Anleitung ein 300mA Typ sein.

In der Anleitung ist immer von einem Trennschalter die Rede, NICHT von einem RCD/FI. Da würde ein einfacher dreipoliger LS reichen.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#7924473
Lesenswert?

Thomas R. schrieb:

Dieser WR braucht KEINEN FI am Ausgang sondern hat eine eingebaute Fehlerstromüberwachung. Sollte dennoch ein FI angeschlossen werden so muß dieser gemäß Anleitung ein 300mA Typ sein.

Technisch korrekt von der WR Seite, es kann jedoch sein, dass der VNB dennoch einen fordert. Bzw. das müsste auch der Elektriker (welcher es anschließt und abnimmt) wissen obs hier andere Normen gibt die einen FI für die Leitung. Nicht aus WR perspektive (weil RCMU), aber aus normativen, länderspezifischen sicht.

In AT müssts (für fix verkabelte Kreise) nicht ver Fall sein. Dachte in DE müssen alle Stromkreise mit einem FI zumindest zwecks Brandschutz versehen sein?

#7924521
Lesenswert?

Noch ein Hinweis: die meisten WR haben eine eingebaute Fehlerstromüberwachung und dafür gibt es dann auch eine Erklärung des Herstellers die man ggf. dem Energieversorger vorlegen muß. Beispiel für einen Deye WR anbei.

Gerade gesehen: auch dort steht ausdrücklich 300mA Nennfehlerstrom bei zusätzlichem RCD.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#7924821
Lesenswert?

Rolf schrieb:

Brandschutz = LS, Personenschutz = FI.

Selten so einen Schrott gelesen...

RCD <= 30mA machen Personen- und Brandschutz, 300mA für den Brandschutz, 500mA sorgen für die Einhaltung der Abschaltbedingungen bei Erdschluss im TT.

Wie soll ein LS denn bitte Brandschutz machen? ein LS schützt vor den Folgen von Überlast und Kurzschluss, wobei das Auslöseverhalten je nach Überlast sehr träge ist.

#7924848
Lesenswert?

Stefan K. schrieb:

Sven L. schrieb:

Wie soll ein LS denn bitte Brandschutz machen? ein LS schützt vor den Folgen von Überlast und Kurzschluss, wobei das Auslöseverhalten je nach Überlast sehr träge ist.

Überlastete Leitungen können einen Brand auslösen, ein passend dimensionierter Leitungsschutzschalter verhindert das.

Nicht wirklich, wenn der LS auslöst, dann steht vermutlich das Haus schon in Flammen. Wenn "richtiger Brandschutz" gefordert ist, dann werden Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung verbaut, auch als Brandschutzschalter oder AFDD (Arc Fault Detection Device) bezeichnet.

#7924864
Lesenswert?

Boris schrieb:

Überlastete Leitungen können einen Brand auslösen, ein passend dimensionierter Leitungsschutzschalter verhindert das.

Nicht wirklich, wenn der LS auslöst, dann steht vermutlich das Haus schon in Flammen.

Genau das, weil bei z.B. Isolationsfehlern schon lange vorher genug Leistung für einen Brandherd anliegt. Da kommt seit Jahrzehnten der 300mA-FI ins Spiel, speziell im Bereich der Landwirtschaft.

Der kann nicht alles verhindern, aber vieles.

Wenn "richtiger Brandschutz" gefordert ist, dann werden Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung verbaut, auch als Brandschutzschalter oder AFDD (Arc Fault Detection Device) bezeichnet.

Das ist die moderne Variante, die nicht ganz unumstritten ist.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren