Daten zu kapazitivem Zangengeber zu uraltem Bosch MOT002 Motortester "Oszilloskop" gesucht

#7925826
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Hi Ihrs, mir ist ein alter und verschlonzter Bosch Motortester zugelaufen, der nach großer Kondensatorkur* nun zumindest ansatzweise wieder läuft. Es ist ein MOT002, ähnlich ist aber auch der MOT206. Zündstroboskoplampe und induktiver Sensor sind dabei. Für die Nutzung des Zündoszilloskops ist aber ein kapazitiver Sensor nötig, der beim Vorbesitzer verschwunden ist. Dazu suche ich Daten, in der Anleitung vom MOT206 sind Schaltbilder der Peripherie enthalten, dort ist einfach ein Kondensator parallel zur Sensor - Coaxial- Anschlußleitung abgebildet - und dann die beiden Elektroden, die wäscheklammerartig ca. 5..8cm breit um die Zündleitung gelegt werden. Anschluß über DIN -4Pol, Stecker habe ich schon rausgesucht. --> Ich suche nun einen groben Anhaltswert für die Kapazität und auch möglichst für die Elektrodenform. Ob die dick isoliert gegen Durchschläge vom damit gegriffenen Zündkabel sind, oder als Metall direkt aufliegen? Wie groß sie wohl sind?
Vielleicht hat ja von Euch jemand solch einen Tester und kann ein paar Detailphotos schießen oder gar den Kondensatorwert mitteilen? <-- Die Bilder bei Kleinanzeigen sind leider nicht aussagekräftig. Die Bosch Bestellnummer lautete wohl 1 687 224 660. Ahjo - und falls irgendwer das Reparaturhandbuch zu dem Tester hat - ich würde mich über eine Kopie riesig freuen.

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*In dem Gerät waren Unmengen dieser gefürchteten dunkelbraunen 80ger Jahre Kunstoffbecher- Elkos verbaut. Auf deren Becher - Oberfläche waren immer Spuren des ausdiffundierten Elektrolyten. Man hat dann nacher einen apfelgroßen Berg an getauschten Kondensatoren, ähnlich einer Restaurierung eines Röhrenfersehers... Die normalen axialen Elkos habe ich dann auch gleich miterneuert. Im Bildschirmteil war noch ein kleiner 47nF von Wima warm geworden und verformt. Hatte ich so noch nicht gesehen. Ist Fleißarbeit von einigen Stunden - aber war zumindest zunächst erfolgreich, so dass Die Anzeigen wieder tun, das Stroboskop schonmal blitzte und der Bildschirm eine Ruhelinie bringt. Vorher war irgendein Netzteil am jaulen und der Bildschirmteil aufgrund oxydierter Sicherung komplett funktionslos. Ein genauer Test steht noch aus.
Zusätzlich hab ich auch den zugehörigen ETT Abgastester in die Mangel genommen. Darin sind ca. 10 dieser eckig kunstoffumspritzten Siemens Tatalkondensatoen auf der Analogplatine verbaut. Ersetzt und die drei Axialen gleich mit - und schon läuft der auch wieder.

P.S. natürlich ist dieses "Zündoszilloskop" grundsätzlich auch mit (m)einem modernen Oszilloskop und einem Hochspannnungstastkopf ersetzbar. Aber so ein alter Tester-Rollwagen hat ja nunmal auch was. Zumindest als Messgeräte und Oldtimerfreund. Und wenn man nur sein weiteres Werkstattzeugs drin abstellt und die Oberseite als Schreibpult nutzt ;)

vg

Maik

#7925837
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Leider habe ich das wohl alles im Zuge der Scheidung weggeworfen. Hatte gerade danach gesucht. Aber vielleicht wirst du hier fündig: https://www.bosch-classic.com/de/de/produkte/historische-werkstattausruestung/

Kannst du da kaufen: https://dmt-onlineshop.de/KFZ-NFZ-Technik/BOSCH-Original-Teile/Diagnostic-Hardware/Ersatzteile/Ersatzteile-Komponentenpruefung/Induktiver-Impulsgeber-Bosch-Nr-1687224833::87858.html?srsltid=AfmBOor5LugFyHDX9gawyrcCsx4DXATm45JXP4CnYeALdyyJCH9Dwu7K

Der orginale hat aber eine etwas andere Nummer. 1687224560 induktiver Zangengeber bosch

: Bearbeitet durch User
#7925875
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Mani W. schrieb:

Von dort geht es über ein geschirmtes Kabel weiter zum Oszi...

Früher brauchten wir eigentlich selten mehr als eine Zündpistole und Schließwinkelmessgerät war auch schön, aber selbst das war nicht immer nötig. Selbst die Zündung habe ich oft so eingestellt, bei Autos die ich schon öfter in den Fingern hatte. Vermutlich könnte ich das heute nicht mehr. Aber ich bin auch froh, dass es heute schöne Tester gibt. Ich habe ein kleine nLaunch Tester, der immer im Auto ist und seit ganz kurz auch ein X431. Keine dreckigen Finger mehr und keine langen Suchen.

#7925896
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Früher brauchten wir...

Ja ja, aber es ist schon schoen die Zuendspannung sehen zu koennen!

Ich hab mir so eine kapazitive Zange selber gebaut. Besteht aus Waescheklammer mit etwas aufgesaegtem Kupferrohr, einem Kondensator und ich meine auch noch einer Angst-Transil-Diode. Wert weiss ich jetzt leider nicht mehr. Ich meine so 47pF. Bosch wird da auch nicht viel anders sein. Das ganze ist ja ein kapazitiver Spannungsteiler und die Kapazitaet der Klemme ist klein. Notfalls mit 1nF anfangen und runtergehen bis das Signal passt.

Und ich wuerde keinen Kondensator nehmen der nicht wenigstens 100V kann, eher mehr. Veraendert sich der Wert mit ansteigender Spannung hat das ja Einfluss auf die Kurvenform.

Vanye

: Bearbeitet durch User
#8028980
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Vanye R. schrieb:

Ich hab mir so eine kapazitive Zange selber gebaut.

Ich hatte mir mal einen Zündspannungstastkopf gebaut, mit dem man direkt auf der Hochvoltseite messen kann und ins Oszi per BNC geht. Der erste Kondensator des Spannungsteilers war selbstgebaut. Messingrohr mit Stift innen drinnen, isoliert mit POM. Der zweite war was gekauftes. Und dann auch ein Angst-Transil.

Das Ganze wiederum in einem POM-Gehäuse und vergossen. Obwohl alles nur gerechnet war, bin ich auf 10% hingekommen. Der erste Versuch war ... sehr spannend. Hat alles gepasst.

Den ersten Versuch lieber mit einem billigen Scope. :-))

Mit der kapazitiven Einkopplung hat man halt keine Angaben zum Dielektrikum und damit weiß man das Übsetzungsverhältnis nicht. Aber zum nur-mal-anschauen gut genug.

#8042191
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Falls die Suche noch aktuell ist, ich habe ein Mot002 mit der kap. Zange. die Ersatzteilnr : 1 687 224 592 0792. Von Hantek gibt es eine entsprechende Zange mit verhältnis 1:10000 mit BNC Anschluss. Die Mot-Zange ist innen mit Kunstoff ausgekleidet, aufgeschraubt habe ich sie bislang nicht, ansonsten sieht sie wie die Hantek Zange aus, nur deutlich stabiler.

#8042205
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Werner schrieb:

Von Hantek gibt es eine entsprechende Zange mit verhältnis 1:10000 mit BNC Anschluss.

Da ist halt ein Kondensator drinnen als Spannungsteiler. Aber Danke für den Hinweis auf Hantek. Die ca. 20 € pro Zange sind günstig.

Vor Jahrzehnten hatte ich mir sowas mal aus einer Batterieklemme (eines Ladegerätes) zurechtgedengelt. Hat auch funktioniert, hatte aber keinen Spannungsteiler. Das ging direkt auf den Zündeingang einer Blitzröhre.

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