Hallo zusammen, gibt es einen Ringkern mit der Bezeichnung G2-3/FT16? Der wird in Elektors 304 Schaltungen, 55, Kurzwellen-Preselector als Ausgangsübertrager am Drain vom BF982 vorgeschlagen und ich möchte gerne etwas damit experimentieren. Vielen Dank schon mal und viele Grüße
Dirk schrieb: > gibt es einen Ringkern mit der Bezeichnung G2-3/FT16? Ferritrohrkern G2/3-FT16 12x5mm Loch 2mm μ850 AL530 Breitband
Vielen Dank! Wo hast du diese Informationen gefunden und kann man diesen Kern auch durch einen besser verfügbaren Kerntyp ersetzen? Z.B. durch FT82-43? Typ: Ferritkern Material 43 Elektrische Werte: Permeabilität 800 L, Windung 557 nH Der ist zwar relativ groß, aber die Werte scheinen sich nahe zu kommen.
Für so etwas (RX-Filter, Breidbandverstärker, usw.) benutze ich seit Jahren die Doppellochkerne BN43-2402. Sind schön klein und besitzen gegenüber Ringkernen einen deutlich besseren Koppelfaktor. Die etwas größere Version ist BN43-202, aber für RX-Zwecke nicht unbedingt nötig. Für höhere Frequenzen (>30MHz) gibt's die gleichen Kerne mit anderem material (BN61-...) Gibt's bei Tante R.
Dirk schrieb: > Wo hast du diese Informationen gefunden Hallo, https://electronicparts-outlet.com/en/ferriet-tube-core-g23-ft16-12x5mm-hole-2mm-850-al530-broadband.html aber leider nicht auf Lager z.Z. Gruß bastler2022 Hier könntest noch Glück haben. TORES FERRITE - Holdelec ElecDif-Pro http://www.elecdif-pro.com · TORE REF : G 2-3 FT 16 DIM : 14X9X5, HFTO1320, TORE REF : G 2-3 FT 16 DIM : 14X9X5, Produit en stock, 2.74 EUR HT. TORE REF : 43220209706 DIM : 14X9X5, HFTO1330 ...
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Hallo, Danke! Horst S. schrieb: > Für so etwas (RX-Filter, Breidbandverstärker, usw.) benutze ich seit > Jahren die Doppellochkerne BN43-2402. Sind schön klein und besitzen > gegenüber Ringkernen einen deutlich besseren Koppelfaktor. Es ist für einen Breitbandverstärker und einen BN43-2402 habe ich zufällig hier. Wenn der genau so gut funktioniert, nehme ich den einfach. Er soll mit 12 Windungen primär und 4 Windungen sekundär bewickelt werden. Wie macht man das bei so einem Doppellochkern? Einfach 4 mal durch beide Löcher und darüber noch 12 mal das gleiche für die primäre Wicklung?
Ja, so ist es ok. Bei den 12+4 wdg muss der Draht natürlich dünn genug sein. Mit 0,15mm CuL dürfte es gut gehen. Noch bessere Kopplung bei weniger Gesamtwindungszahl ist ein Autotrafo mit 12wdg und einem Anzapf bei 4wdg. Durch die dadurch vorhandene galvanische Verbindung muss die Auskopplung dann eventuell über ein C erfolgen. Da die BN43-2402 einen deutlich höheren AL-Wert (1250) als die G2/3-FT16 (530) aufweisen, könntest du auch die Windungszahl versuchsweise auf 9:3 reduzieren. Das wäre für die obere Frequenzgrenze gut.
Dirk schrieb: > gibt es einen Ringkern mit der Bezeichnung G2-3/FT16? Dieser 'G2-3/FT16' (Elektor schreibt manchmal auch 'G.2-3/FT16') ist schon ein mysteriöser Ringkern. Daten findet man weder im Internet noch beim angeblichen Hersteller Micrometals (s. unten). In den 1980er Jahren habe ich von einem Elektronik-Händler (einer von denen, die seinerzeit Elektor-Bausätze, Platinen und Spezialbauteile verkauft haben) folgende Info bekommen: - Hersteller: Micrometals - Permeabilität: 4300 - Al-Wert: 3280 - 5500 - Frequenzbereich: 0,1 - 50 MHz Die Größe, falls von Interesse, habe ich eben mal nachgemessen: - Außendurchmesser: 17 mm - Innendurchmesser: 9 mm - Höhe: 7 mm Dieser Ringkern wurde von Elektor in den 1980er/90er-Jahren vielfach eingesetzt. Bei der Suche nach einem Ersatz (AL-Wert bzw. Frequenzbereich), hilft dir vielleicht diese Diskussion: https://www.radiomuseum.org/forum/richtige_ferritkerne_fuer_loop_antennenverstaerker.html?language_id=1
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Stephan schrieb: > Dieser 'G2-3/FT16' (Elektor schreibt manchmal auch 'G.2-3/FT16') ist > schon ein mysteriöser Ringkern. Daten findet man weder im Internet noch > beim angeblichen Hersteller Micrometals (s. unten). Hier ist er gelistet. https://electronicparts-outlet.com/en/ferriet-tube-core-g23-ft16-12x5mm-hole-2mm-850-al530-broadband.html Hier auch nochmal. http://www.elecdif-pro.com Hier auch nochmal die Daten dazu. Ferritrohrkern G2/3-FT16 12x5mm Loch 2mm μ850 AL530 Breitband Stephan schrieb: > In den 1980er Jahren habe ich von einem Elektronik-Händler (einer von > denen, die seinerzeit Elektor-Bausätze, Platinen und Spezialbauteile > verkauft haben) folgende Info bekommen: > > - Hersteller: Micrometals > - Permeabilität: 4300 > - Al-Wert: 3280 - 5500 > - Frequenzbereich: 0,1 - 50 MHz > > Die Größe, falls von Interesse, habe ich eben mal nachgemessen: > > - Außendurchmesser: 17 mm > - Innendurchmesser: 9 mm > - Höhe: 7 mm Was nun richtig ist von den Daten her, wäre ja mal Interessant. https://electronicparts-outlet.com/media/catalog/product/cache/42b6c79bd71fbdee74f1f0c8a498c234/7/6/7694.jpg Gruß bastler2022
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Hobby B. schrieb: > Hier ist er gelistet. > > https://electronicparts-outlet.com/en/ferriet-tube-core-g23-ft16-12x5mm-hole-2mm-850-al530-broadband.html Der G2-3/FT16 ist ein Ringkern und kein Ferritrohr. Im Anhang kannst du ein Bild vom Original sehen. Die habe ich in den 1980er Jahren bei dem Händler gekauft, der mir auch die technischen Daten gegeben hat. Das andere Bild (Elektor) zeigt die Platinen zu einer Loop-Antenne aus Elektor 3/95 bei der zwei G2-3/FT16 auf der Verstärker-Platine zu sehen sind.
Horst S. schrieb: > Ja, so ist es ok. Bei den 12+4 wdg muss der Draht natürlich dünn genug > sein. Mit 0,15mm CuL dürfte es gut gehen. Noch bessere Kopplung bei > weniger Gesamtwindungszahl ist ein Autotrafo mit 12wdg und einem Anzapf > bei 4wdg. Durch die dadurch vorhandene galvanische Verbindung muss die > Auskopplung dann eventuell über ein C erfolgen. > > Da die BN43-2402 einen deutlich höheren AL-Wert (1250) als die G2/3-FT16 > (530) aufweisen, könntest du auch die Windungszahl versuchsweise auf 9:3 > reduzieren. Das wäre für die obere Frequenzgrenze gut. Vielen Dank, lieber Horst für die nützlichen Hinweise. Das werde ich so machen. Stephan schrieb: > Der G2-3/FT16 ist ein Ringkern und kein Ferritrohr. In dem Elektor-Buch steht auch das Wort Ringkern. Deshalb denke ich auch, dass kein Ferritrohr gemeint ist. https://www.mikrocontroller.net/attachment/678190/G23FT16.jpg So sehen sie also aus. Auch von meiner Seite Danke für das Foto! > Das andere Bild (Elektor) zeigt die Platinen zu einer Loop-Antenne aus > Elektor 3/95 bei der zwei G2-3/FT16 auf der Verstärker-Platine zu sehen > sind. Aus Neugier gefragt, ist es diese Antenne hier? https://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Ludger-Kreuz-Loop-Antenne/Schaltung.jpg Die dort verwendeten Ringkerne sind andere, sie kommen mir aber auch bekannt vor (also die roten). Das dürften TN14-Kerne von Philips sein, Material 3C85, Ferroxcube (wahrscheinlich TN14/9/5 - AL = 885). Die gibt es als Modell auch im Mini Ringkernrechner. https://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Ludger-Kreuz-Loop-Antenne/DSCF0010.jpg Tolle Antenne. Großartig wäre, wenn sie auch für Kurzwelle funktionieren würde (wobei ich nicht verstehe, warum sie nur bis 1,6MHz arbeitet).
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Dirk schrieb: > Aus Neugier gefragt, ist es diese Antenne hier? > https://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Ludger-Kreuz-Loop-Antenne/Schaltung.jpg Ja > Die dort verwendeten Ringkerne sind andere Zu den roten Ringkernen kann ich nichts sagen. Ich denke mal, daß das ein Ersatz für den G2-3/FT16 sein soll. > Tolle Antenne. Großartig wäre, wenn sie auch für Kurzwelle funktionieren > würde (wobei ich nicht verstehe, warum sie nur bis 1,6MHz arbeitet). Elektor schreibt: 100 kHz...50 MHz. Aber die Schaltung ist tricky, weil die einen DG-Mosfet einsetzen. Daher das Gefrickel mit L1, L2, L3, R5 und R6. Für eine Breitband-Loop findest du im Internet wesentlich bessere Schaltungen oder auch was fertiges: https://active-antenna.eu/amplifier-kit/
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Stephan schrieb: > Zu den roten Ringkernen kann ich nichts sagen. Ich denke mal, daß das > ein Ersatz für den G2-3/FT16 sein soll. Das glaube ich auch. Habe es hier einfach mal ausführlich erwähnt, weil diese Info zum roten Ringkern vielleicht noch irgendwann für jemanden nützlich sein könnte. > Elektor schreibt: 100 kHz...50 MHz. Auf der anderen Homepage stand nur bis 1,6MHz, das hatte mich gewundert. Bis 50MHz ist ja schon was anderes. > Für eine Breitband-Loop findest du im Internet wesentlich > bessere Schaltungen oder auch was fertiges: https://active-antenna.eu/amplifier-kit/ Danke für den Link. Kann sein, dass ich mir sowas in Zukunft mal zulege.
Stephan schrieb: > Der G2-3/FT16 ist ein Ringkern und kein Ferritrohr. Im Anhang kannst du > ein Bild vom Original sehen. Die habe ich in den 1980er Jahren bei dem > Händler gekauft, der mir auch die technischen Daten gegeben hat. Auf der Suche nach einem Ferritkern Typ G2-3/FT16 bin ich hier gelandet. So ein Teil hab ich schon lange auf meiner VielleichtIrgendwannmalProjektUnobtainiumBauteilesSucheListe stehen... .. um vielleicht mal eine ELEKTOR Schaltung namens "Audio-Wattmeter" (aus 04/1993) zu bauen in der so ein G2-3/FT16 Ferritkern in der BOM Liste steht. Sowohl auf dem Foto der Schaltung wie auch auf dem Bestückungsplan ist zu sehen (Screenshots anbei), dass es sich dabei in der Tat um einen Ringkern und nicht wie hier zunächst vermutet um ein Ferritrohr handelt. Die hier genannten Bezugsquellen (aus Frankreich): http://www.elecdif-pro.com/index.php?cPath=105_1018_1035cPath=105_1018_1035&products_id=96988 http://www.elecdif-pro.com/product_info.php? ...hatte ich schon vorher gefunden bevor ich hier gelandet bin aber die liefern leider nur an Gewerbetreibende + min. Auftragswert 100€... Deshalb wollte ich fragen ob hier vielleicht jemand so EIN Teilchen rumliegen hätte das ich käuflich erwerben könnte?
Chris schrieb: > .. um vielleicht mal eine ELEKTOR Schaltung namens "Audio-Wattmeter" > (aus 04/1993) zu bauen in der so ein G2-3/FT16 Ferritkern in der BOM > Liste steht. Du kannst da auch einen kleinen Topfkern nehmen, und die Windungsanzahl anpassen. Selbst Reichelt hat da welche aus T38 mit ca 15mm Durchmesser.
Die Bezeichnung FT16 stammt wohl von der kalifornischen Firma Amidoncorp: Amidon Associates, Inc. 240 Briggs Ave Costa Mesa, CA 92626 https://www.amidoncorp.com/ https://amidoncorp.com/ft-16-61/ Es gibt einen deutschen Einzelhändler, der unter http://amidon.de/ firmiert, aber die Website scheint spätestens aus den 2010ern zu stammen: "Der HF-Bereich wurde 1992 verselbstständigt , es entstand die Firma - Amidon.de-Profi-Electronic" Vor allem gibt es dort kein Material "FT16". Auch Reichelt hat einiges von Amidoncorp: https://www.reichelt.de/de/de/shop/suche/Amidon?GROUPINDEX=0&search=Amidon&PAGE=1
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Christoph db1uq K. schrieb: > Die Bezeichnung FT16 stammt wohl von der kalifornischen Firma > Amidoncorp: Nö, die haben das nur vom Hersteller so übernommen.
Und wie heißt der Hersteller? Dass amidon.de nur ein Trittbrettfahrer ist scheint klar zu sein. Früher hieß der Laden mal Elektronikladen Gießler & Danne. Der "aktuelle" Katalog von amidon.de ist von 2008. Aber irgendwo muss doch noch ein echter Hersteller sitzen. Vielleicht in China?
Christoph db1uq K. schrieb: > Und wie heißt der Hersteller? Amidon verkauft Metallpulverkerne von Micrometals und Ferritkerne von Fair-Rite an Hobbyfunker.
Stephan schrieb: > - Permeabilität: 4300 > - Al-Wert: 3280 - 5500 > - Frequenzbereich: 0,1 - 50 MHz > > Die Größe, falls von Interesse, habe ich eben mal nachgemessen: > > - Außendurchmesser: 17 mm > - Innendurchmesser: 9 mm > - Höhe: 7 mm Das klingt doch sehr nach TDK/Epcos/Siemens R17 aus N30.
Christoph db1uq K. schrieb: > Dass amidon.de nur ein Trittbrettfahrer ist scheint klar zu sein. Früher > hieß der Laden mal Elektronikladen Gießler & Danne. Der "aktuelle" > Katalog von amidon.de ist von 2008. Das verhält sich etwas anders. Amidon ist eine US-Firma Die Amidon Associates inc. in Kalifornien und die deutsche Firma Profi-Elektronik (ehemals Elektronikladen Gießler & Danne), die heute noch die altertümliche Webseite "Amidon.de" betreibt, sind weder geschäftlich noch rechtlich miteinander verbunden. Die Domain "Amidon.de" ist ein Relikt aus früheren Zeiten, als Gießler und Danne als Franchisenehmer die Exklusiv-Vertretung für Amidonprodukte in Deutschland hatten. Das ist heute nicht mehr der Fall, nur die Domainrechte verblieben bei Profi-Elektronik und werden genutzt. Die Amidon Corporation wurde 1963 von William Amidon in Kalifornien gegründet, sie ist eine "Fabless Company", das heißt sie unterhält keine eigene Fabrikation, sondern bezieht Produkte von unterschiedlichen Herstellern und vertreibt sie als OEM unter eigenem Namen. So stammen die Eisenpulverkerne vom Hersteller Micrometals, Inc in Anaheim/CA. Ferrit Bauteile und Ringkerne stammten früher überwiegend von Fair-Rite NY, und heute zunehmend auch von National Magnetics, inc PA. https://amidoncorp.com/ Von Fair Rite wurde damals auch die Namensgebung der Ferritbauteile wie T50-43 übernommen. T = Toroid (Ringkern) 50 = 0,5 Zoll Durchmesser 43 = Produktnummer der verwendeten Ferritmischung
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Chris schrieb: > .. um vielleicht mal eine ELEKTOR Schaltung namens "Audio-Wattmeter" > (aus 04/1993) zu bauen in der so ein G2-3/FT16 Ferritkern in der BOM > Liste steht. Im Schaltplan steht dazu 4,6 mH, 0,23 Ohm. Dicht dran an Standard 4,7 mH. Damit müsste sich passender Ersatz (Fertigspule?) finden lassen. Du könntest auch mal die gesamte Eingangsstufe mit dem LT1028 in LTSpice simulieren um zu sehen ob das mit den Werten Sinn ergibt. Oder rechne dir das Filter aus R2, C2, L2 von Hand aus. Überschlägig nur C2, L2 betrachtet kommt einen Eigenfrequenz von 100 Hz raus. Zufall? Ich glaube nicht :) > Sowohl auf dem Foto der Schaltung wie auch auf dem > Bestückungsplan ist zu sehen (Screenshots anbei), Im Bestückungsplan steht 40 Wdg. Mit Al = L / N^2, ergibt das Al = 2875 nH/Wdg^2. Auf dem Foto zähle ich allerdings 41 Wdg. und damit AL = 2736 nH / Wdg^2. Ziemlich dicht dran an H. H. schrieb: > Das klingt doch sehr nach TDK/Epcos/Siemens R17 aus N30. AL / nH = 2710 +/-25%
Die bei Elektor haben früher oft seltsame verschleierte Bauteile verwendet um den Nachbau ohne Geist Elektronik zu erschweren. Ich erinnere mich noch an Spulen und Fest-Induktivitäten.
Danke Almond für die Ausführungen. Daraus folgt, die 16 in FT16 bedeuten 0,155 inch oder 3,94mm Außendurchmesser. Das eigentlich noch wichtige Material fehlt in der Angabe. Ich habe den Eindruck, die Ferrithersteller verschleiern die Daten ihrer Produkte absichtlich mit einem Brimborium und Hokuspokus um zu vertuschen, dass das alles nicht so wissenschaftlich ist wie sie vorgeben. Man hat ein Material entwickelt und misst nachträglich dessen Eigenschaften. Womöglich ist sogar die Reproduzierbarkeit der Daten nicht so toll, die nächste Charge hat wieder andere.
Somit wäre ein *F*errite*T*orroid-16 ein ringkern mit einem Durchmesser von 0.16 Zoll, also nur 4millllimeterchen. Passt nicht. FT37-77 könnte man nehmen. Wenn bei den paar Windungen, die man auf dem Foto sieht, schon 4Milli(!)Henry zusammenkommen, geht der Kern nie im Leben bis 50Mhhz. Erinnert mich dann doch eher an MF183er Material. https://www.mikrocontroller.net/attachment/298300/Ferite_eljabu_1978.PDF
Vier Millimeter Durchmesser ist der Gewindeschaft einer M4 Schraube. Jetzt schauen wir nochmal aufs Titelbild, wo der Kern abgebildet ist. Da kann man ne M4 Schraube locker durchstecken.
Ein Material 16 taucht im Katalog von amidon.de auch nicht auf: http://amidon.de/contents/de/otherurl.html?url=http://amidon.de/katalog.pdf Hier stehen übrigens gleich zwei Jahresangaben, 2018 und 2008-2. Die FT-Kerne beginnen auf Seite 14 "Ferrit-Ringkerne sind in zahlreichen Größen von 2,5 mm bis 127 mm Außendurchmesser und mit Permeabilitäten von µ=20 bis mehr als µ=10.000 lieferbar." Die Liste beginnt aber erst mit FT23, mit 5,8mm Außendurchmesser. Das Material soll laut einer Tabelle aus der Farbe hervorgehen.
Christoph db1uq K. schrieb: > Ein Material 16 taucht im Katalog von amidon.de auch nicht auf: Die Kernbezeichnung im Titel hat nichts mit Amidon zu tun!
Christoph db1uq K. schrieb: > Womöglich ist sogar die Reproduzierbarkeit der Daten > nicht so toll, die nächste Charge hat wieder andere. >> AL / nH = 2710 +/-25% => 2033 ...3388 Niemand mag Spulen. Das ist einer der vielen Gründe warum. +/- 25% ist schlechter als E6 (+/- 20%) Bauelemente. Das ist E3, mit gerade mal den Abstufungen 1,0, 2,2 und 4,7 in einer Dekade. Wie mir mal jemand sagte, Kondensatoren werden bestellt, Spulen werden selektiert.
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Hannes J. schrieb: > Niemand mag Spulen. Welches andere elektronische Bauelement kann man so einfach kundenspezifisch anfertigen?
Meine Literatursammlung zu Induktivitäten ist recht überschaubar. RPB-Band 80 "Das Spulenbuch" von Hans Sutaner 6.Auflage 1972 ISBN 3-7723-0806-6 noch viele Röhrenschaltungen https://de.book-info.com/isbn/3-7723-0806-6.htm Alte Kataloge von Neosid, Vogt (heute Sumida), Kaschke (zu Bourns), Hartmann (heute PTR) und Vacuumschmelze. https://neosid.de/ https://www.sumida.com/about/index.php?categoryId=5&parentId=110&aboutId=331e https://www.bourns.com/de/products/magnetic-products/kaschke-components https://www.ptr-hartmann.com/de/komponenten/induktivitaeten/ https://vacuumschmelze.de/ Dazu die Würth Trilogie der Bauelemente. https://www.we-online.com/de/components/products/TRILOGY_OF_MAGNETICS_DE
Christoph db1uq K. schrieb: > Ich habe den Eindruck, die Ferrithersteller verschleiern die Daten ihrer > Produkte absichtlich mit einem Brimborium und Hokuspokus um zu > vertuschen, dass das alles nicht so wissenschaftlich ist wie sie > vorgeben. Die Ferrithersteller verstehen schon ihr Geschäft ganz ohne Brimborium und Hokus-Polus und entwickeln Werkstoffe spezifisch nach den Anforderungen. Ferrit ist ein sehr komplexes Material. Ein EMV Ferrit hat andere Anforderungen wie ein Trafo in einem Schaltnetzteil und ander Anforderungen wie eine HF-Spule. Der Markt für Ferrite ist riesig: Ferrite für EMV Drosseln, Speicherdrosseln in Wandlern, Schaltnetzteile, HF-Spulen, SMD-Ferritperlen für in circuit EMV etc. Da die großen Kunden sich oft nicht auf einen einzigen Ferrit-Lieferanten verlassen, gibt es bei den Ferritherstellern meist Mischungen, die mit denen der Konkurrenz vergleichbar oder gar austauschbar sind. Ein Beispiel: Die Ferritmischung von Amidon / Fair-Rite #43 ist fast kompatibel mit dem Würth Material 4W620 oder dem "H" Material von National Magnetics. Das zeigt ein Blick in die Datenblätter mit den Kurven. https://fair-rite.com/43-material-data-sheet/ https://www.magneticsgroup.com/wp-content/uploads/2019/07/H.pdf Oder das Amidon/FairRite Material #61 ähnelt sehr dem Material 4C65 von Ferroxcube. Bemerkung am Rande: die meisten Ferrite der westlichen Markenfirmen werden mittlerweile in China gefertigt. Weil die das besser und billiger können.
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Chris schrieb: > Auf der Suche nach einem Ferritkern Typ G2-3/FT16 bin ich hier gelandet. > > Deshalb wollte ich fragen ob hier vielleicht jemand so EIN Teilchen > rumliegen hätte das ich käuflich erwerben könnte? Die sechs abgebildeten G2-3/FT16 habe ich noch, aber die sind schon lange verplant. Ich schau mal nach, ob ich noch eine alte Testplatine habe, die mit einem G2-3/FT16 bestückt ist... Übrigens der Ferrit-Ringkern B64290-L45-X830 von EPCOS ist eine Alternative und sollte gut passen: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/Ferritkern_5_75_h_material_n30-245926
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Stephan schrieb: > Übrigens der Ferrit-Ringkern B64290-L45-X830 von EPCOS ist eine > Alternative und sollte gut passen: Hatte ich ja schon bemerkt. Allerdings ist N30 nicht gerade ein HF-Material. > https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/Ferritkern_5_75_h_material_n30-245926 Und sogar bei Reichelt gibts den. Hätte ich nicht erwartet.
Stephan schrieb: > Die sechs abgebildeten G2-3/FT16 habe ich noch, aber die sind schon > lange verplant. Ich schau mal nach, ob ich noch eine alte Testplatine > habe, die mit einem G2-3/FT16 bestückt ist... Das wär prima, ich sag schon mal vorab dankeschön auch für den Fall das sich nix findet... > > Übrigens der Ferrit-Ringkern B64290-L45-X830 von EPCOS ist eine > Alternative und sollte gut passen: Danke auch für alle Alternativvorschläge. Die Sache ist die. Normalerweise hab ich eine einigermaßen gute Vorstellung davon welche alternativen Bauteile man in einer elektronischen Schaltung oder Gerät evtl. verwenden könnte, wenn das an einer bestimmte Stelle vorhandene oder genau dafür spezifizierte nicht aufzutreiben ist. Von Induktivitäten mit anderem Kernmaterial als Luft habe ich allerdings Null Plan...
Chris schrieb: > Danke auch für alle Alternativvorschläge. > > Von Induktivitäten mit anderem Kernmaterial als Luft > habe ich allerdings Null Plan... Ist das hier der original Elektor-Artikel? http://www.hifimuseum.de/das-elektor-wattmeter-1993.html
Stephan schrieb: > Ist das hier der original Elektor-Artikel? > > http://www.hifimuseum.de/das-elektor-wattmeter-1993.html Ja, das isser (bis auf den Schalt- und Bestückungsplan und die Teileliste die bei dem Artikel unter dem Link fehlt). Hier nochmal rauskopiert was darin bezüglich der besagten Ferritkern Induktivität (L2) steht. In der Teileliste ist die bezeichnet als "G2-3/FT16" (4mH6, 40 Windungen CuL. 0,3mm, 0,23R): "Zunächst montiert man die Drahtbrücken (inklusive JP1 und JP2), dann ist L2 an der Reihe. Verwenden Sie nur den in der Stückliste angegebenen Ringkern. Andere, auch Äquivalent-Typen sind angesichts des Frequenzbereichs von 20 Hz bis 20 kHz nicht geeignet. Auch der Drahtdurchmesser und die Windungszahl darf nicht verändert werden, da dem ohmschen Widerstand des Drahtes eine wichtige Rolle beim Integrieren zukommt."
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Hallo Chris, sorry für die späte Rückmeldung, aber die letzten Tage waren stressig. Da wir die exakten Daten von dem Ringkern nicht wirklich kennen, lassen wir das Geschreibsel von Elektor einfach mal so stehen. :-) Ich habe die alte Testplatine mit dem G2-3/FT16 gefunden. Daher kann ich dir einen von den unbenutzten Ringkernen überlassen, dann bist du auf der sicheren Seite. Schreib mir eine PN zwecks Klärung...
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