EMV-Optimierung bei Spannungswandlung (24 V → 5 V → 3,3 V)

(Firma: dieFirma) #7959042
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Sonnige Grüße ins Forum!

Ich arbeite derzeit an einer kleinen Steuerplatine und möchte die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) meines Aufbaus verbessern. Dazu habe ich folgenden Entwurf mit Kondensatoren und Spulen erstellt: [Schaltbild / Layout siehe Anhang]

Hat jemand von euch, der regelmäßig mit EMV-Optimierung zu tun hat, spontane Anmerkungen, Hilfestellungen oder Kritik zu meinem Aufbau?

Rahmenbedingungen:

Versorgung: 24 V / 1 A (Steckernetzteil)

Relais-Steuerung: 24 V-Ebene

Mikrocontroller: Raspberry Pi Pico, gespeist über VSYS = 5 V

Logik-Komponenten: 3,3 V

Wandlerkette:

Aus den 24 V erzeugt ein Traco TSR 1-2450 die 5 V.

Aus den 5 V erzeugt ein LDO (LD1117V33) die 3,3 V.

Ziel / Fragestellung:

Die 24 V- und 3,3 V-Leitungen sollen über die gesamte Platine verteilt werden, um verschiedene Komponenten zu versorgen. Dabei möchte ich die EMV-Belastung so gering wie möglich halten.

Ich bin mir unsicher, ob mein Filter- und Entkopplungskonzept (Kombination aus Ferriten, Spulen und Kondensatoren) eventuell überdimensioniert ist oder an bestimmten Stellen verbessert werden sollte. Freue mich über Hinweise zu:

geeigneten LC-/RC-Kombinationen für Eingangsfilter,

optimaler Platzierung von Abblockkondensatoren,

eventuell typischen Fallstricken bei der Spannungswandlung 24 V → 5 V → 3,3 V.

Danke im Voraus für euer Feedback!

Viele Grüße romo

Angehängte Dateien:
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#7959059
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Zuerst anforderungen klären. Leitungsgebundene störlevel, ggf auch Surge-beständigkeit erforderlich?

Paar Daumenregeln: Spannungsrails, die innerhalb der Schaltung bleiben, besser nicht mit drosseln versehen. L2 und L3 wären nur sinnvoll, wenn dahinter ggf eine analogschaltung/ ADC o.ä. liegt.

Lange versorgungsleitungen mit filter (auch commonmode) gegen leitungsgebundene abstrahlung und mit TVS diode, überstromsicherung und ggf verpolschutz ausrüsten.

Die einzige RF-quelle ist der TSR 1-2450, da nach herstellerangabe filter davor.

In Schaltplänen GND nach unten, positive spannungen darüber zeichnen.

(Firma: dieFirma) #7959067
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Flip B. schrieb:

Zuerst anforderungen klären. Leitungsgebundene störlevel, ggf auch Surge-beständigkeit erforderlich?

Spannungsspitzen könnten durch schalten der Relais entstehen, sind aber bereits durch verschiedene Maßnahmen gepuffert, denn Rest sollte die TVS-Diode D1 schlucken.

Paar Daumenregeln: Spannungsrails, die innerhalb der Schaltung bleiben, besser nicht mit drosseln versehen. L2 und L3 wären nur sinnvoll, wenn dahinter ggf eine analogschaltung/ ADC o.ä. liegt.

Ok

Lange versorgungsleitungen mit filter (auch commonmode) gegen leitungsgebundene abstrahlung und mit TVS diode, überstromsicherung und ggf verpolschutz ausrüsten.

Die einzige RF-quelle ist der TSR 1-2450, da nach herstellerangabe filter davor.

Dankeschön

In Schaltplänen GND nach unten, positive spannungen darüber zeichnen.

: Bearbeitet durch User
#7959112
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Mir fällt auf, das der 24V-Zweig parallel zum Eingang des Spannungsreglers liegt. Die sehen sich also gegenseitig, störungsmäßig.

Gleiches gilt für 5V und LDO-Eingang.

Ich hätte die 5V an den TSR-Eingang gelegt, da dort ja wieder ein LDO dranhängt evtl. mit Filter davor. Die 24V je nach Verwendung direkt an 24V in, z.B. bei Relais stört das nicht.

Roland M. schrieb:

Ansonsten kommen sich die Regler gegenseitig in die Quere (auf dem Pico Board sitzt ein LDO)

Was meint das? Der PiPico-LDO ist eigentlich sehr gutmütig.

#7959128
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Roland M. schrieb:

Spannungsspitzen könnten durch schalten der Relais entstehen, sind aber bereits durch verschiedene Maßnahmen gepuffert

Warum lässt du die Spannungsspitzen überhaupt zu. Bei einem mit Gleichspannung betriebenen Relais gehört für Standardanwendungen eine Freilaufdiode rein. In Sonderfällen (schnelle Abschaltung) kann man z.B. Z-Dioden verwenden und damit Spannungsspitzen in wohl definierten Grenzen zulassen.

#7959145
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Roland M. schrieb:

Dabei möchte ich die EMV-Belastung so gering wie möglich halten.

Hinweg des Stroms genau parallel zum Ruckweg.

Roland M. schrieb:

möchte die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) meines Aufbaus verbessern.

Derzeit schlecht ?

Roland M. schrieb:

spontane Anmerkungen, Hilfestellungen oder Kritik zu meinem Aufbau?

Der PiPico arbeitet mit 3.3V. Lediglich USB würde 5V benötigen wenn der PiPico UDB Master spielen muss. Muss er ?

Der PiPico enthält selbst einen Regler von 1.8-5.5V auf 3.3V und braucht nur etwa 20mA.

ENTWEDER also man regelt direkt auf 3.3V und das geht bei 20mA sehr gut mit einem 7833 Linearregler und hat danach gar keinen Schaltregler im System, ODER man regelt auf unwichtige 5V (Vorwiderstand und 5V1 Z-Diode?) und lässt den PiPico die 3.3V erzeugen, die man für die Peripherie auch abzweigen kann. Dann gibt es wenigstens nur 1 Schaltregler.

#7959192
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Die beste Möglichkeit, die EMV (Emission) zu verbessern (=verkleinern) ist, den Traco rauszuwerfen! Gute, selbst designte Schaltungen sind eigentlich immer besser. Einzige Ausnahme ist, wenn galvanische Trennung (mit Brief und Siegel) gefordert ist. Dann greifen auch wir in der Firma auf Handelsware zurück.

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