Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Heizschwert - Phasenschnittsteuerung oder einfach ganze (Halb-)Wellen auslassen


von Wolfgang M. (wolfgam)


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Hallo,

ich möchte für mein Heizschwert eine Steuerung mit Arduino Schnittstelle 
bauen. Soweit ich informiert bin, ist das Heizschwert eine ohmische Last 
mit nur geringem kapazitiven/induktiven Anteil. Also kommt eine einfache 
Phasenschnittsteuerung mit Thyristor und Moc3021 (o.ä.) und Schaltung im 
Nulldurchgang in Frage.

Könnte man nicht -bei einem trägen Verbraucher (Heizschwert)- ganze 
(Halb-)Wellen auslassen und so die Energie über die Zeit regeln?
Bsp: jede zweite Halbwelle auslassen = 50% etc....

Gruß
Wolfgam

von Jan H. (j_hansen)


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Ja kann man.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Wolfgang M. schrieb:
> Könnte man nicht -bei einem trägen Verbraucher (Heizschwert)- ganze
> (Halb-)Wellen auslassen und so die Energie über die Zeit regeln?

Nennt sich Wellenpaketsteuerung und ist gebräuchlich für deine 
Anwendung. Lass ruhig immer ganze Wellenpakete durch, also positive und 
negative Halbwelle.
MOC3021 ist nicht ausreichend für 230V~
Mit eingebauten Nulldurchgangsdetektor gibts den MOC3081/3083. Wenn du 
den Nulldurchgang selber machen willst - MOC3071/3073

: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Moc3021 ist nur für 400V Spitze vorgesehen. Das ist für hiesige 230VAC 
Netzspannung zu knapp. Die sind für 120V-Netze gedacht.

Nimm einen aus der MOC306x oder MOC308x-Serie

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Schon wieder ein Einspeiseschmerzthread.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Heizschwert? Neudeutsch für Heizstab?
Ja, wird wohl um "verschenkte" Einspeisevergütung gehen. Ehrlich gesagt: 
manchmal ist verschenken einfach die beste Alternative.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H. H. schrieb:
> Schon wieder ein Einspeiseschmerzthread.

Daran ist ja nichts ehrenrühriges.

von Lu (oszi45)


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Wolfgang M. schrieb:
> mein Heizschwert

Da es nicht nur um wenige Watt geht, ist Paketsteuerung angesagt. Trafos 
mögen keinen Gleichstromanteil. Da steht hier im Forum einiges.

von Ralf X. (ralf0815)


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H.Joachim S. schrieb:
> Heizschwert? Neudeutsch für Heizstab?
> Ja, wird wohl um "verschenkte" Einspeisevergütung gehen. Ehrlich gesagt:
> manchmal ist verschenken einfach die beste Alternative.

Vorstufe vom Heiz-Säbelzahn.
Letzterer zeichnet sich durch eine höhere Feinfühligkeit und 
Regelvermögen aus.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Matthias S. schrieb:
> Daran ist ja nichts ehrenrühriges.

Ne, aber sinnlos. Ob Paket, Phasenanschnitt oder -abschnitt. 
Funktioniert nur mit Zwischenspeicherung (Akku, ausreichend C)
Statt sich das anzutun sollte man gleich über eine 
Brauchwasserwärmepumpe nachdenken.
Oder eben schmerzlos verschenken :-)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H.Joachim S. schrieb:
> Ne, aber sinnlos.

Das können wir gar nicht wissen. Immerhin fragt der TE nur, wie man am 
besten ein Heizschwert steuert. Daraus einen Rattenschwanz an 
Vermutungen zu generieren, ist hier zwar üblich, aber führt zu nichts.

von H. H. (hhinz)


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Matthias S. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Schon wieder ein Einspeiseschmerzthread.
>
> Daran ist ja nichts ehrenrühriges.

Ich ging auch nicht von Selbstbeleidigung aus.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Strom kann mehr machen als nur warm.

So scheidet hier der Strom aus'nem Akku gerade Gold ab.
Passiert auch in Abwesenheit und daher muss der Aufbau
relativ klein bleiben.

von Michael B. (laberkopp)


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Matthias S. schrieb:
> Immerhin fragt der TE nur, wie man am besten ein Heizschwert steuert.
> Daraus einen Rattenschwanz an Vermutungen zu generieren

Man könnte also mal fragen, was seiner  Meinung nach ein Heizschwert 
denn überhaupt sein soll.

https://www.gastro-meurer.de/blu---box-Heizschwert.html

und hier eine Totgeburt vor 12 Jahren
https://www.energie-experten.org/news/intelligentes-heizschwert-koennte-200-euro-heizkosten-sparen

Matthias S. schrieb:
> gebräuchlich für deine Anwendung

Woher kennst du seine Anwendung ? Die hat er bisher tunlichst 
verschwiegen zu nennen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Michael B. schrieb:
> Woher kennst du seine Anwendung ?
Steht doch da oben:
Wolfgang M. schrieb:
> Soweit ich informiert bin, ist das Heizschwert eine ohmische Last
> mit nur geringem kapazitiven/induktiven Anteil.

Also die übliche Problemstellung: Heizwiderstand steuern.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Matthias S. schrieb:
> Also die übliche Problemstellung: Heizwiderstand steuern.

Das geht seit Jahrzehnten durch wechselndes Ein- und Ausschalten. Sogar 
ohne Elektronik, z.B. per Synchronmotor im Taktschalter des 
Mikrowellenofens oder per Bimetall hinter dem Drehknopf am Küchenherd.

von Michael B. (laberkopp)


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Matthias S. schrieb:
> Steht doch da oben:

Nein, steht nirgends, denn das ein Heizdings wohl heizt ist 
verständlich, aber es kommt nicht nur auf technische Möglichkeiten und 
Leistung und Spannungsquelle an sondern auch gesetzliche Vorgaben und 
die kann man daraus nicht ableiten.

Aber der Fragende hat sich eh schon getrollt.

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


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denke bei Heizschwert eher z.B. an einen Styroporschneider?

von Nemopuk (nemopuk)


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Wolfgang M. schrieb:
> jede zweite Halbwelle auslassen = 50% etc....

Noch lange nicht jedes Heizelement verträgt Gleichstrom.

Du nimmst Impulsweise 100% Strom auf. Ein halb beleuchtetes Solarpanel 
liefert aber keine 100%. Auch nicht "nur" für kurze Zeit.

von Thomas (kosmos)


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H.Joachim S. schrieb:
> Ehrlich gesagt: manchmal ist verschenken einfach die beste Alternative.

der verschenkte Strom geht dann ins Ausland und die wollen dann noch 
Geld für die Abnahme, muss also auch wieder bezahlt werden und das wir 
auf dann auf alle umgelegt. Deswegen verbrät man den Strom lieber selber 
wenn man ihn nicht speichern kann als ihn "teuer" zu verschenken.

Wenn du dir einen 3 phasigen Heizstab holst hast du auch ein paar 
Möglichkeiten der Leistungsanpassung z.B. jede Phase einzeln schalten = 
33,33... 66,66... 100%.
Oder einzelne Heizwendeln in Reihe schalten = 33,3... 16,6.. 11,1...%
und dann noch so Kombinationen wie 2 in Reihe plus eine parallel = 50%.

von Thomas B. (thombde)


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Für solche trägen Heizgurken nehme ich einfach ein Relais.
Alle par Minuten an, und dann wieder aus.
Je nach Hysterese für die Temperatur.

von Ralf X. (ralf0815)


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Thomas B. schrieb:
> Für solche trägen Heizgurken nehme ich einfach ein Relais.
> Alle par Minuten an, und dann wieder aus.
> Je nach Hysterese für die Temperatur.

Tolle PV-Leistungsanpassung ohne Akku...
Denk nochmal über den Unsinn nach.

von Rainer W. (rawi)


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Gerd E. schrieb:
> Moc3021 ist nur für 400V Spitze vorgesehen. Das ist für hiesige 230VAC
> Netzspannung zu knapp. Die sind für 120V-Netze gedacht.

Damit ist auch klar, warum im Datenblatt des MOC3021 steht: "Interfacing 
Microprocessors to 115 Vac Peripherals", aber beim MOC3071 "Interfacing 
Microprocessors to 240 VAC Peripherals" ;-)

von Heinz R. (heijz)


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Thomas schrieb:
> Wenn du dir einen 3 phasigen Heizstab holst hast du auch ein paar
> Möglichkeiten der Leistungsanpassung z.B. jede Phase einzeln schalten =
> 33,33... 66,66... 100%.
> Oder einzelne Heizwendeln in Reihe schalten = 33,3... 16,6.. 11,1...%
> und dann noch so Kombinationen wie 2 in Reihe plus eine parallel = 50%.

so habe ich auch gedacht, mir einen 3phasigen Heizstab eingebaut, 2 
Stäbe in Reihe, somit kann er 1 ; 2 oder 3 kW

Ich miss aus der bisherigen Beobachtung sagen:  einfach einer mit nur 
1kW hätte auch gereicht

von Hardy F. (hflor)


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Gerd E. schrieb:
> Moc3021 ist nur für 400V Spitze vorgesehen. Das ist für hiesige 230VAC
> Netzspannung zu knapp. Die sind für 120V-Netze

Warum?
Wurzel(2)*230V ist doch nur 325V, selbst bei +10% sind das 360V. Das ist 
doch kleiner als 400V.

von H. H. (hhinz)


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Hardy F. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Moc3021 ist nur für 400V Spitze vorgesehen. Das ist für hiesige 230VAC
>> Netzspannung zu knapp. Die sind für 120V-Netze
>
> Warum?
> Wurzel(2)*230V ist doch nur 325V, selbst bei +10% sind das 360V. Das ist
> doch kleiner als 400V.

Netztransienten!

von Hardy F. (hflor)


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H. H. schrieb:
>
> Netztransienten!

Und da helfen jetzt die 200V mehr? Gehen die Dinger den kaputt, wenn mal 
so eine kleine Spannungspitze kommt?

von Manfred P. (pruckelfred)


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H. H. schrieb:
>> Warum?
>> Wurzel(2)*230V ist doch nur 325V, selbst bei +10% sind das 360V. Das ist
>> doch kleiner als 400V.
> Netztransienten!

Vom Preis her ist es ziemlich egal, mitunter ist der MOC3083 billiger 
als ein MOC3043 zu bekommen. Auch bei anderen Bauteilen haben die Preise 
keinen Bezug zur Spannungsfestigkeit, bei der mehr niemals schadet.

Wer nach " Wolfgang M. (wolfgam)" sucht, stellt fest, dass der sich 
nicht mehr meldet. Also mal wieder erfolgreich vertrollt !

von Michael B. (laberkopp)


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Ralf X. schrieb:
> Denk nochmal über den Unsinn nach.

Hier wird weder vom TO noch von den Antwortenden überhaupt nachgedacht.

Die siehst die Ahnungslosigkeit:

Hardy F. schrieb:
> Warum

Hardy F. schrieb:
> Und da helfen jetzt die 200V mehr?

Netztransienten dürfen auch mal auf 2500V oder gar 4500V gehen. Daher 
baut man bei empfindlicher Elektronik VDR Überspannungsschutz ein. Und 
so ein 300V~ VDR begrenzt auf 775V. Daher überlebt hinter ihm ein 800V 
OptoTriac und ein 600V OptoTriac stirbt vielleicht, ein 400V stirbt 
bestimmt.

https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.25

Wenn du natürlich eine gefilterte saubere 230V~ Sinusspannung im 
Laborbetrieb hast ohne Verbindung zum echten Stromnetz und ohne jede 
Chance einer induzierten Uberspannung reicht auch der 3021.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (thosch)


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Manfred P. schrieb:
> . Also mal wieder erfolgreich vertrollt !

Oder, je nach Sichtweise, den Einhundertdrölfzigsten akkulosen 
Solar-Nulleinspeisetroll erfolgreich nicht in seinem Sinne gefüttert...

von Nemopuk (nemopuk)


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Hardy F. schrieb:
> Und da helfen jetzt die 200V mehr?

Ja definitiv.

In den 90er Jahren war ich als Servicetechniker für einen Hersteller von 
Fotokopierer tätig. Ich musste in diesen Geräten jede Woche MOC302x und 
400 Volt Thyristoren in den Dimmer-Schaltungen austauschen. Wenn 
möglich, habe ich 800V Typen verwendet, und notfalls 600V. Soweit ich 
mich erinnere, musste ich keine Platine ein zweites mal reparieren.

Also: 400V ist definitiv zu wenig. 600V genügt offenbar meistens.

: Bearbeitet durch User
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