Das Display entspricht dem C64, ich vermute mal, die Spiele und die
Grafik auch.
Oben ging es ja um die Ausschlachtung ;)
Zur Not kann man sich immer noch einen MAME-Emulator besorgen, und ein paar passene Roms, sofern man weiß, welche Spiele wirklich merkwürdig sind.
Im letzten Linux-Softwarekatalog sind auch Spiele-Emulatoren aufgetaucht, darüber hinaus gab es ja vor einiger Zeit auch noch einen schönen c't Artikel, wie man aktuell Arcadegames spielen könnte und aufpeppt.
(Build a Roland MT-32 emulator on a Pi for retro gaming and recording!
https://www.youtube.com/watch?v=0iLsZnv8cFY)
Bei Amazon ist es auch nochmal teurer. Die Angebotsmenge bei Aldi schien mir aber im Gegensatz zu den "Airfryern" da eher ziemlich klein gewesen zu sein.
Für "Jung und Alt" würde ich auch nicht behaupten, eher für kleine Hände - und wenn dann die Angebotsmenge eher mickerig ist - wer wollte da den Kleinen etwas wegnehmen wollen?
Bei uns ging der Preis mit 11.99.
Im Walmart gab es solchen Schnarpel schon für 2 Euro.
Mit 6502-Klon unter Epoxy-Klecks, und einem mickrigen Winz-TFT.
Das TFT hätte man wohl sogar nebst Controller "heraussägen" können.
Diese Mini-Arcade-Spiele-Konsole habe ich heute im Aldi Nord (Thüringen) gesehen, allerdings für 12€.
Und habe sie mir heute aus reiner Langeweile/Neugier spontan gekauft.
Naja, ist im Grunde exakt genau das was ich (und viele andere Leute hier) erwartet haben.
Eine billige Mini-Retro-Arcade-Console, wie man sie beim Ali-Händler für weniger Geld, aber mit deutlich mehr Spielen bekommt... denn lizenzierte und bekannte Games/Titel namenhafter Hersteller findet man auf dieser Console offensichtlich nicht, weil halt Copyright usw.
Die Ali-Variante schert sich dagegen einen Dreck und bietet 999tausend bekanntere Games.
Und wie viel davon kann man für eigene Projekte realistisch verwenden?
Vielleicht das Display, denn es verwendet einen üblichen FPC/FFC-Connector. Ich persönlich finde das Display eher unbrauchbar und dem Kaufpreis nicht ansatzweise wert für ein Hobbyprojekt. Egal aus welchem Winkel oder mit welchem Abstand ich dieses kleine Display betrachte, es erzeugt permanenten Augenkrebs. Selbst meine gefühlten 10 Smartphone-Kamera-Modi-Auswahl konnten sich nicht vernünftig auf das Display fokussieren.
Also was haben wir hier? ...
Mir fehlt anscheinend spezielles Wissen? oder Werkzeug? ... oder einfach der Elan, so dass ich dieses Mainboard nicht ohne Weiteres zerstörungsfrei demontieren kann.
Aber im Grunde ist auf dem Board irgendwo noch der gewohnte Blob. Das aufgelötete Trägerboard ist wohl der Flash-Speicher. Ich konnte auf die Schnelle nix finden, aber bin mir recht sicher.
Und was kann ich jetzt damit machen? ...
Ich könnte das Display-Protokoll analysieren und für ein Hobby-Projekt nutzen. Aber das Display ist grottig.
Ich könnte etwas mehr Recherche betreiben über den Speicher und Images von den Games ziehen? ... Ein schlechter, aber spielbarer Klon von einem Klon von einem uralten Game? Das ist halt eine weitere Mini-Console mit eher schlechten Kopien von Retro-Games auf dem Markt. Mir nicht mal ansatzweise irgend eine Mühe wert.
Kann man realistisch von diesem Produkt irgendwas für ein Hobby-Projekt verwenden? ...
Ja, die mitgelieferten Batterien kann man für aktuelle Weihnachts-LED-Dekoration noch sinnvoll nutzen. Das Display eigentlich nur, wenn man ein Masochist ist.
Ich persönlich finde das Display eher unbrauchbar und
dem Kaufpreis nicht ansatzweise wert für ein Hobbyprojekt. Egal aus
welchem Winkel oder mit welchem Abstand ich dieses kleine Display
betrachte, es erzeugt permanenten Augenkrebs. Selbst meine gefühlten 10
Smartphone-Kamera-Modi-Auswahl konnten sich nicht vernünftig auf das
Display fokussieren.
Konnte man sich auch schon aus den Bewertungen bei Amazon & Co ersehen, wo die identischen Teile auch gehandelt werden, dort aber eher um 20,-€.
Und wenn man dann sieht, dass man ordentliche 2,4" TFT mit Touchscreen und Cardreader beim Ali je nach Angebot unter 1,50€ bekommt, dazu nen Nanoclone, etc., ist man damit als Bastler bedeutend besser bedient.
Bei dem Ali-Bruder bekommt man für deutlich weniger Geld die nicht-wirklich-legal-offiziellen und bekannten Spiele inklusive.
Beim Aldi-Konzern hat man halt den Lizenz-Downgrade ... weil halt diverse Prolemantiken und teils mehr oder weniger sinnvolle DE- und EU-Rechte.
Habe mir aus Neugier und Spieltrieb letzte Woche die flache Gameboy-artige Toylino Spielekonsole bei Aldi geholt. Hatte dabei auch den Hintergedanken, entweder weitere Spiele draufzuladen, ev eigene Spiele zu entwickeln oder die Konsole zweckzuentfremden. Hat sich schon jemand näher mit der Technik beschäftigt?
Im Gegensatz zur weiter oben geäußerten Meinung finde ich die Bildqualität des Displays gut. Es trägt die Bezeichnung BL-28B9029-A1.
Der Prozessor ist mit schwarzem Resin auf der Hauptplatine vergossen. Der Chip auf dem Platinensockel - vermulich das RAM - hat folgende Bezeichnung: (Symbol einer kursiven stilisierten 5) 1037 KLD V00570002CDGB ZQ8118.
Kennt jemand die Komponenten?
Nachtrag:
The TV00570002/003CDGB is a mixed multi-chip package containing a 33,554,432-bit pseudo static RAM and a 134,217,728-bit Nor Flash Memory.
Muss erstmal das Datenblatt lesen und sehen, wie der FlashRom angesteuert wird. Dann überlegen, wie man das HW-mäßig macht und welches Equipment nötig ist. Habe ausser einem alten Dataman S3 nämlich nichts mehr da. Es sei denn, es ginge mit einem Arduino/ESP 🤔
Muss erstmal das Datenblatt lesen und sehen, wie der FlashRom
angesteuert wird. Dann überlegen, wie man das HW-mäßig macht und welches
Equipment nötig ist. Habe ausser einem alten Dataman S3 nämlich nichts
mehr da. Es sei denn, es ginge mit einem Arduino/ESP 🤔
Den Dataman kannst du wohl im Schrank lassen.
Wenn die "Reset"-Taste wirklich einen harten Reset macht, kannst
du den Käfer /in/ der Schaltung auslesen. Üblicherweise lässt ein
harter Reset auch die Adress-,Daten- und Steuerleitungen eines
Prozessors in den hochohmigen Tristatezustand gehen, so lange der
Reset aktiv ist.
Danke für den Hinweis zu reset. Die Konsole hat neben der Joystick Kreuzwippe zwei kleine Tasten "Reset" und "Start". Wenn man den Reset Knopf kurz drückt, wird zunächst das Display dunkel und die Musik hört auf. Nach ca. einer Sekunde erscheint das Haupt- oder Spielewahl Menü und das Gedudel geht weiter. Drückt man den Reset Knopf dauernd, herrscht Ruhe bis man wieder loslässt. Ist das ein echter Prozessor Reset?
Sehe grad im Datenblatt, dass der RAM/ROM Multi Chip 23 Adress- und 16 Datenleitungen hat. Too much. Habe leider nichts geeignetes zum Adressieren und Auslesen. Vermutlich hat die 🎮 auch einen Prozessor mit mehr als 8bit.
Danke für den Hinweis zu reset. Die Konsole hat neben der Joystick
Kreuzwippe zwei kleine Tasten "Reset" und "Start". Wenn man den Reset
Knopf kurz drückt, wird zunächst das Display dunkel und die Musik hört
auf. Nach ca. einer Sekunde erscheint das Haupt- oder Spielewahl Menü
und das Gedudel geht weiter. Drückt man den Reset Knopf dauernd,
herrscht Ruhe bis man wieder loslässt. Ist das ein echter Prozessor
Reset?
Sehe grad im Datenblatt, dass der RAM/ROM Multi Chip 23 Adress- und 16
Datenleitungen hat. Too much. Habe leider nichts geeignetes zum
Adressieren und Auslesen. Vermutlich hat die 🎮 auch einen Prozessor mit
mehr als 8bit.
Wer wird denn den Korn so schnell in die Flinte kippen...
Bereits zwei kaskadierte 4040 bieten genug Ansteuerung für /jedes/
Adresspin.
Vorher musst du natürlich erst prüfen, ob die Prozessorpins
wirklich tristate/hochohmig sind. Der Widerstandsbereich eines
Multimeter eignet sich /nicht/ dafür. ☺
Hat man einen vertrauenswürdigen Funktions-/Pulsgenerator, legt
man den über 10 kΩ an das interessierende Pin und oszillografiert
das Signal. Der Ausgangspegel des Generators sollte sich an den
Werten des Prozessors orientieren.
Hat Mann solchen Luxus nicht, baut man sich einen Testgenerator
mit einem CMOS Schmitt-Trigger/Inverter zusammen. Wenn der aus
der Schaltung versorgt wird, hat der den Vorzug automagisch die
/richtigen/ Pegel zu erzeugen...
Sieht man den Puls des eigenen Generators, kann Mann wohl annehmen,
dass der Prozessor im Reset hängt.
Der vermeintliche Resetknopf könnte ja auch nur einen z.B.
pegelgesteuerten NMI auslösen. Das wäre dann Pech.
Habe tatsächlich auf die Schnelle noch ein einsames MC14040BCP gefunden, immerhin :-)
Wie würde denn so eine Schaltung aussehen, mit der man 22bit Adressen erzeugen und 16bit Daten auslesen könnte? Wie hoch wäre der Aufwand?
Mal angenommen, es gelänge, die 16MByte auszulesen, wie ginge es dann weiter? Könnte man anhand des Binary auf den Prozessor schließen? Man müsste das Binary wohl dissassemblieren, Ressourcen extrahieren und verstehen, wie man ein Game programmiert. Anschließend müsste man ein neues Game compilieren/assemblieren, in das Binary "einhängen" und das neue Binary Flaschen ev. mit einer weiteren Schaltung zum flashen. Sehe ich das richtig ;-)
Könnte man anhand des Binary auf den Prozessor schließen?
Anders herum. Der Prozessor muss bekannt sein, um den Code zu disassemblieren. Irgendwie musst du dem Disassembler auch vorger mitteilen, welche Abschnitte nicht Binärcode sind. Woher weisst du das?
Eventuell enthält der Speicher gar komprimierte und/oder verschlüsselte Bilder/Sounds/Programme/Scripte. Der Hersteller höchstwahrscheinlich Maßnahmen ergriffen, damit der Chinese nebenan das Produkt nicht kopieren kann.
Was willst du mit ein paar hundert tausend Zeilen "kryptischen" Assembler Code anfangen? Wenn du dazu keinen Plan (und sehr viel Erfahrung) hast, dann schraube das Ding direkt wieder zu.
Verstanden. Ich gehe da bei gedrücktem reset Knopf mit dem Multimeter mal ran und messe die Spannung an verschiedenen Pins des RAM/ROM. Vlt gibt das eine erste Erkenntnis.
Vlt gibt's ja hier einen Prozessorflüsterer, der es dem Binary ansieht
für welchen Prozessor es ist
Die Chancen stehen gut. Hatte neulich mal Claude (online, free) ein paar Hexdump-Schnipsel gezeigt, und bei einem hat er spontan erkannt, dass das ARM-Thumb ist. Stimmte perfekt.
Der nächste Schritt ist dann, das Binary in Ghidra zu laden, und dort den vorher bestimmten Prozessor zu wählen (oder ein paar typische zu probieren). Dann gibt's nicht nur Assemblercode, sondern auch decompilierten C-Code. Die Funktions- und Variablennamen sind natürlich erst mal wenig aussagekräftig, aber aus der Struktur lässt sich viel ableiten. Auch hier unterstützt Claude recht gut, "was macht diese Funktion?", kopieren, einfügen, staunen :-)
@Uwe
Das sind ja mal gute Nachrichten, Uwe! So ein Binary ist schließlich der genetische Fingerabdruck des Prozessors. Zunächst der erste Schritt, wie Cartman vorgeschlagen hat.
Brauchst dich nicht zu tschuldign, aber um dadurch den Proz zu enttarnen, bräuchte ich definitiv ein Labor und ein gutes Mikroskop. Aber eine KI könnte so ein Foto einer Chipoberfläche vlt identifizieren.
Was willst du mit ein paar hundert tausend Zeilen "kryptischen"
Assembler Code anfangen?
Ich nichts, aber vlt die KI? Abgesehen davon und so wie die Spiele aussehen, vermute ich viel eher, dass hier originale uralt 8bit Spielebinarys drin stecken, die einfach nur interpretiert werden und sich ev im Aldi-binary identifizieren lassen. Ausserdem wollten wir uns den Korn ja erstmal in den Kopp und nicht in die Flinte kippen ;-)
Insgesamt 8€ für Hardware, Software, Verpackung, Transport und Sonstiges
Den Toylino gab's hier für 6,49 Euro, ein echtes Schnäppchen 😁 Und da kann man sich ja mal fragen, ob sich das als Plattform für was anderes eignet oder was man sonst damit anfangen könnte. Vor vielen Jahren wurde hier mal so eine Minikonsole für ein Euro zurückentwickelt.
Verstanden. Ich gehe da bei gedrücktem reset Knopf mit dem Multimeter
mal ran und messe die Spannung an verschiedenen Pins des RAM/ROM. Vlt
gibt das eine erste Erkenntnis.
Was soll das denn werden?
Wie Mann es richtig macht: s.o.
Ich weiß es passt nicht ganz zum Thema, aber es würde mich dann doch interessieren:
Ist es wirklich billiger den Chip ohne Gehäuse auf die Leiterplatte zu kleben und dort zu binden?
Ich kann mir das irgendwie kaum vorstellen. Zum einen sind das ja zusätzliche Prozessschritte an der Leiterplatte, zum anderen stell ich mir bonden in Kleinserie doch ziemlich aufwendig vor. Ein Chip mit Gehäuse hingegen ist doch kaum teurer als ohne.
Und so ganz auf Low Cost ist doch der Rest der Leiterplatte auch nicht. Ich sehe Bestückungsdruck, und "Modul" mit eigenem PCB.
Ist es wirklich billiger den Chip ohne Gehäuse auf die Leiterplatte zu
kleben und dort zu binden?
Ist bei der Fertigung eine Maschine mehr.
Das bei der IC-Fertigung der Halbleiter an sich, und das Gehäuse
komplett andere Baustellen, und damit Kostenfaktoren sind, hat man
ja bei Nexperia sehr schön sehen können.