Forum: Offtopic Arcade Game bei Aldi Süd


von Georg B. (diereinegier)


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Hallo,

seit Montag gibt es bei Aldi-Süd diese Mini-Arcade-Spiele-Konsole für 
8€.

https://www.aldi-sued.de/de/p.000000000679364001.html

Hat schon jemand hineingeschaut, wieviel davon man für eigene Projekte 
nutzen könnte?

Selbst wenn man "nur" Gehäuse, Joystick, Buttons, Lautsprecher und 
Display verwenden könnte und den µC ersetzen müßte, wäre das ja ein 
Schnäppchen!

Gruß
Georg

von Rene K. (xdraconix)


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Gibt's auch für fünf Euro bei uns bei Action.

Aber ich glaube du überschätzt das Gerät. Das ist nicht größer als ne 
Zigarettenschachtel. Das ist dir bewusst oder?!

von Mario M. (thelonging)


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Georg B. schrieb:
> für eigene Projekte nutzen

Ich sag nur "BLOB".

von Thomas G. (Firma: Frickelhauptquartier) (taximan)


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Das Display entspricht dem C64, ich vermute mal, die Spiele und die 
Grafik auch.

von Rbx (rcx)


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Thomas G. schrieb:
> Das Display entspricht dem C64, ich vermute mal, die Spiele und die
> Grafik auch.

Oben ging es ja um die Ausschlachtung ;)
Zur Not kann man sich immer noch einen MAME-Emulator besorgen, und ein 
paar passene Roms, sofern man weiß, welche Spiele wirklich merkwürdig 
sind.

Im letzten Linux-Softwarekatalog sind auch Spiele-Emulatoren 
aufgetaucht, darüber hinaus gab es ja vor einiger Zeit auch noch einen 
schönen c't Artikel, wie man aktuell Arcadegames spielen könnte und 
aufpeppt.
(Build a Roland MT-32 emulator on a Pi for retro gaming and recording!
https://www.youtube.com/watch?v=0iLsZnv8cFY)

von Harald K. (kirnbichler)


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Thomas G. schrieb:
> Das Display entspricht dem C64

Nö, es hat eine höhere Auflösung, nämlich 320 x 240, statt 320 x 200.

von Keks F. (keksliebhaber)


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Ist irgendein Alikram.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Keks F. schrieb:
> Ist irgendein Alikram.

*Aldikram

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ein Farb-LCD für € 7,99, das wäre früher mal ein Schnäppchen gewesen.
"Und den Rest den wirft er weg".
https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Haarmann#Haarmann-Lied

: Bearbeitet durch User
von Tim 🔆 (solarlicht)


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Keks F. schrieb:
> Ist irgendein Alikram.

So ist es, aber viel teurer dort:
https://de.aliexpress.com/item/32950683000.html

von Keks F. (keksliebhaber)


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Ich tippe auf (Rest)bestände vom Baba selber.

von Rbx (rcx)


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Tim 🔆 schrieb:
> So ist es, aber viel teurer dort:
> https://de.aliexpress.com/item/32950683000.html

Bei Amazon ist es auch nochmal teurer. Die Angebotsmenge bei Aldi schien 
mir aber im Gegensatz zu den "Airfryern" da eher ziemlich klein gewesen 
zu sein.
Für "Jung und Alt" würde ich auch nicht behaupten, eher für kleine Hände 
- und wenn dann die Angebotsmenge eher mickerig ist - wer wollte da den 
Kleinen etwas wegnehmen wollen?
Bei uns ging der Preis mit 11.99.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Im Walmart gab es solchen Schnarpel schon für 2 Euro.
Mit 6502-Klon unter Epoxy-Klecks, und einem mickrigen Winz-TFT.
Das TFT hätte man wohl sogar nebst Controller "heraussägen" können.

Aber:
Wer braucht denn sowas?

von Christopher H. (chtech)



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Diese Mini-Arcade-Spiele-Konsole habe ich heute im Aldi Nord (Thüringen) 
gesehen, allerdings für 12€.

Und habe sie mir heute aus reiner Langeweile/Neugier spontan gekauft.

Naja, ist im Grunde exakt genau das was ich (und viele andere Leute 
hier)  erwartet haben.

Eine billige Mini-Retro-Arcade-Console, wie man sie beim Ali-Händler für 
weniger Geld, aber mit deutlich mehr Spielen bekommt... denn lizenzierte 
und bekannte Games/Titel namenhafter Hersteller findet man auf dieser 
Console offensichtlich nicht, weil halt Copyright usw.

Die Ali-Variante schert sich dagegen einen Dreck und bietet 999tausend 
bekanntere Games.

Und wie viel davon kann man für eigene Projekte realistisch verwenden?
Vielleicht das Display, denn es verwendet einen üblichen 
FPC/FFC-Connector. Ich persönlich finde das Display eher unbrauchbar und 
dem Kaufpreis nicht ansatzweise wert für ein Hobbyprojekt. Egal aus 
welchem Winkel oder mit welchem Abstand ich dieses kleine Display 
betrachte, es erzeugt permanenten Augenkrebs. Selbst meine gefühlten 10 
Smartphone-Kamera-Modi-Auswahl konnten sich nicht vernünftig auf das 
Display fokussieren.

Also was haben wir hier? ...
Mir fehlt anscheinend spezielles Wissen? oder Werkzeug? ... oder einfach 
der Elan, so dass ich dieses Mainboard nicht ohne Weiteres 
zerstörungsfrei demontieren kann.
Aber im Grunde ist auf dem Board irgendwo noch der gewohnte Blob. Das 
aufgelötete Trägerboard ist wohl der Flash-Speicher. Ich konnte auf die 
Schnelle nix finden, aber bin mir recht sicher.

Und was kann ich jetzt damit machen? ...
Ich könnte das Display-Protokoll analysieren und für ein Hobby-Projekt 
nutzen. Aber das Display ist grottig.

Ich könnte etwas mehr Recherche betreiben über den Speicher und Images 
von den Games ziehen? ... Ein schlechter, aber spielbarer Klon von einem 
Klon von einem uralten Game? Das ist halt eine weitere Mini-Console mit 
eher schlechten Kopien von Retro-Games auf dem Markt. Mir nicht mal 
ansatzweise irgend eine Mühe wert.

Kann man realistisch von diesem Produkt irgendwas für ein Hobby-Projekt 
verwenden? ...

Ja, die mitgelieferten Batterien kann man für aktuelle 
Weihnachts-LED-Dekoration noch sinnvoll nutzen. Das Display eigentlich 
nur, wenn man ein Masochist ist.

von Christopher H. (chtech)


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Ein einziges paar AA-Batterien. Und ein unnützes Produkt.

von Kilo S. (kilo_s)


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Und der TV00560002CDGB von "Toshiba".

Nuja..

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Christopher H. schrieb:
> Ich persönlich finde das Display eher unbrauchbar und
> dem Kaufpreis nicht ansatzweise wert für ein Hobbyprojekt. Egal aus
> welchem Winkel oder mit welchem Abstand ich dieses kleine Display
> betrachte, es erzeugt permanenten Augenkrebs. Selbst meine gefühlten 10
> Smartphone-Kamera-Modi-Auswahl konnten sich nicht vernünftig auf das
> Display fokussieren.

Konnte man sich auch schon aus den Bewertungen bei Amazon & Co ersehen, 
wo die identischen Teile auch gehandelt werden, dort aber eher um 20,-€.
Und wenn man dann sieht, dass man ordentliche 2,4" TFT mit Touchscreen 
und Cardreader beim Ali je nach Angebot unter 1,50€ bekommt, dazu nen 
Nanoclone, etc., ist man damit als Bastler bedeutend besser bedient.

von Christopher H. (chtech)


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Mein persönliches Fazit: Rausgeworfenes Geld.

Bei dem Ali-Bruder bekommt man für deutlich weniger Geld die 
nicht-wirklich-legal-offiziellen und bekannten Spiele inklusive.
Beim Aldi-Konzern hat man halt den Lizenz-Downgrade ... weil halt 
diverse Prolemantiken und teils mehr oder weniger sinnvolle DE- und 
EU-Rechte.

: Bearbeitet durch User
von Tim 🔆 (solarlicht)


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von StefanK (stefanka)


Angehängte Dateien:

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Habe mir aus Neugier und Spieltrieb letzte Woche die flache 
Gameboy-artige Toylino Spielekonsole bei Aldi geholt. Hatte dabei auch 
den Hintergedanken, entweder weitere  Spiele draufzuladen, ev eigene 
Spiele zu entwickeln oder die Konsole zweckzuentfremden. Hat sich schon 
jemand näher mit der Technik beschäftigt?

Im Gegensatz zur weiter oben geäußerten Meinung finde ich die 
Bildqualität des Displays gut. Es trägt die Bezeichnung BL-28B9029-A1.

Der Prozessor ist mit schwarzem Resin auf der Hauptplatine vergossen. 
Der Chip auf dem Platinensockel - vermulich das RAM - hat folgende 
Bezeichnung: (Symbol einer kursiven stilisierten 5) 1037 KLD 
V00570002CDGB ZQ8118.

Kennt jemand die Komponenten?

Nachtrag:
The TV00570002/003CDGB is a mixed multi-chip package containing a 
33,554,432-bit pseudo static RAM and a 134,217,728-bit Nor Flash Memory.

: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


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StefanK schrieb:
> Habe mir aus Neugier und Spieltrieb letzte Woche die flache
...
> The TV00570002/003CDGB is a mixed multi-chip package containing a
> 33,554,432-bit pseudo static RAM and a 134,217,728-bit Nor Flash Memory.

Ja, dann flugs ans Werk, und einen Dump vom Flash ziehen!
Es sind nur 16 MB.
Oder ist die Neugier schon aufgebraucht?

von StefanK (stefanka)


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Muss erstmal das Datenblatt lesen und sehen, wie der FlashRom 
angesteuert wird. Dann überlegen, wie man das HW-mäßig macht und welches 
Equipment nötig ist. Habe ausser einem alten Dataman S3 nämlich nichts 
mehr da. Es sei denn, es ginge mit einem Arduino/ESP 🤔

von Cartman E. (cartmaneric)


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StefanK schrieb:
> Muss erstmal das Datenblatt lesen und sehen, wie der FlashRom
> angesteuert wird. Dann überlegen, wie man das HW-mäßig macht und welches
> Equipment nötig ist. Habe ausser einem alten Dataman S3 nämlich nichts
> mehr da. Es sei denn, es ginge mit einem Arduino/ESP 🤔

Den Dataman kannst du wohl im Schrank lassen.

Wenn die "Reset"-Taste wirklich einen harten Reset macht, kannst
du den Käfer in der Schaltung auslesen. Üblicherweise lässt ein
harter Reset auch die Adress-,Daten- und Steuerleitungen eines
Prozessors in den hochohmigen Tristatezustand gehen, so lange der
Reset aktiv ist.

von StefanK (stefanka)


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@Cartman

Danke für den Hinweis zu reset. Die Konsole hat neben der Joystick 
Kreuzwippe zwei kleine Tasten "Reset" und "Start". Wenn man den Reset 
Knopf kurz drückt, wird zunächst das Display dunkel und die Musik hört 
auf. Nach ca. einer Sekunde erscheint das Haupt- oder Spielewahl Menü 
und das Gedudel geht weiter. Drückt man den Reset Knopf dauernd, 
herrscht Ruhe bis man wieder loslässt. Ist das ein echter Prozessor 
Reset?

Sehe grad im Datenblatt, dass der RAM/ROM Multi Chip 23 Adress- und 16 
Datenleitungen hat. Too much. Habe leider nichts geeignetes zum 
Adressieren und Auslesen. Vermutlich hat die 🎮 auch einen Prozessor mit 
mehr als 8bit.

: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


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StefanK schrieb:
> @Cartman
>
> Danke für den Hinweis zu reset. Die Konsole hat neben der Joystick
> Kreuzwippe zwei kleine Tasten "Reset" und "Start". Wenn man den Reset
> Knopf kurz drückt, wird zunächst das Display dunkel und die Musik hört
> auf. Nach ca. einer Sekunde erscheint das Haupt- oder Spielewahl Menü
> und das Gedudel geht weiter. Drückt man den Reset Knopf dauernd,
> herrscht Ruhe bis man wieder loslässt. Ist das ein echter Prozessor
> Reset?
>
> Sehe grad im Datenblatt, dass der RAM/ROM Multi Chip 23 Adress- und 16
> Datenleitungen hat. Too much. Habe leider nichts geeignetes zum
> Adressieren und Auslesen. Vermutlich hat die 🎮 auch einen Prozessor mit
> mehr als 8bit.

Wer wird denn den Korn so schnell in die Flinte kippen...
Bereits zwei kaskadierte 4040 bieten genug Ansteuerung für jedes
Adresspin.

Vorher musst du natürlich erst prüfen, ob die Prozessorpins
wirklich tristate/hochohmig sind. Der Widerstandsbereich eines
Multimeter eignet sich nicht dafür. ☺
Hat man einen vertrauenswürdigen Funktions-/Pulsgenerator, legt
man den über 10 kΩ an das interessierende Pin und oszillografiert
das Signal. Der Ausgangspegel des Generators sollte sich an den
Werten des Prozessors orientieren.
Hat Mann solchen Luxus nicht, baut man sich einen Testgenerator
mit einem CMOS Schmitt-Trigger/Inverter zusammen. Wenn der aus
der Schaltung versorgt wird, hat der den Vorzug automagisch die
richtigen Pegel zu erzeugen...
Sieht man den Puls des eigenen Generators, kann Mann wohl annehmen,
dass der Prozessor im Reset hängt.

Der vermeintliche Resetknopf könnte ja auch nur einen z.B.
pegelgesteuerten NMI auslösen. Das wäre dann Pech.

von StefanK (stefanka)


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Habe tatsächlich auf die Schnelle noch ein einsames MC14040BCP gefunden, 
immerhin :-)

Wie würde denn so eine Schaltung aussehen, mit der man 22bit Adressen 
erzeugen und 16bit Daten auslesen könnte? Wie hoch wäre der Aufwand?

Mal angenommen, es gelänge, die 16MByte auszulesen, wie ginge es dann 
weiter? Könnte man anhand des Binary auf den Prozessor schließen? Man 
müsste das Binary wohl dissassemblieren, Ressourcen extrahieren und 
verstehen, wie man ein Game programmiert. Anschließend müsste man ein 
neues Game compilieren/assemblieren, in das Binary "einhängen" und das 
neue Binary Flaschen ev. mit einer weiteren Schaltung zum flashen. Sehe 
ich das richtig ;-)

von Cartman E. (cartmaneric)


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StefanK schrieb:
> Habe tatsächlich auf die Schnelle noch ein einsames MC14040BCP gefunden,
> immerhin :-)

Immerhin reicht nicht. Es braucht zwei.

> Wie würde denn so eine Schaltung aussehen, mit der man 22bit Adressen
> erzeugen und 16bit Daten auslesen könnte? Wie hoch wäre der Aufwand?

Man zählt mit den 4040 die Adressen durch. Dazu muss man sie,
wohl oder übel, über Vorwiderstände an die Adresspins des Flashs
anschliessen.

Das ganze ist nur sinnvoll, wenn der Prozessor tatsächlich
im Reset ist, und er seine Anschlüsse auf Tristate schaltet.

Also erst das testen. Am besten gleich bei allen Pins des
Flash/RAM-Surrogats.

von Hans W. (hanswieland)


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StefanK schrieb:
> Könnte man anhand des Binary auf den Prozessor schließen?

Anders herum. Der Prozessor muss bekannt sein, um den Code zu 
disassemblieren. Irgendwie musst du dem Disassembler auch vorger 
mitteilen, welche Abschnitte nicht Binärcode sind. Woher weisst du das?

Eventuell enthält der Speicher gar komprimierte und/oder verschlüsselte 
Bilder/Sounds/Programme/Scripte. Der Hersteller höchstwahrscheinlich 
Maßnahmen ergriffen, damit der Chinese nebenan das Produkt nicht 
kopieren kann.

Was willst du  mit ein paar hundert tausend Zeilen "kryptischen" 
Assembler Code anfangen? Wenn du dazu keinen Plan (und sehr viel 
Erfahrung) hast, dann schraube das Ding direkt wieder zu.

: Bearbeitet durch User
von StefanK (stefanka)


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Cartman E. schrieb:
> Also erst das testen

Verstanden. Ich gehe da bei gedrücktem reset Knopf mit dem Multimeter 
mal ran und messe die Spannung an verschiedenen Pins des RAM/ROM. Vlt 
gibt das eine erste Erkenntnis.

Hans W. schrieb:
> Der Prozessor muss bekannt sein, um den Code zu disassemblieren

Idealerweise schon, aber der Prozessor gibt sich nicht zu erkennen. Er 
ist als dice aufs Board geklebt und mit Resin übergossen.

Vlt gibt's ja hier einen Prozessorflüsterer, der es dem Binary ansieht 
für welchen Prozessor es ist ;-) Cyblord vielleicht???

> damit der Chinese nebenan das Produkt nicht kopieren kann

Ist die Welt bereits so schlecht,  dass sich die Schinetzen schon 
gegenseitig bescheissen?

von Hans W. (hanswieland)


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StefanK schrieb:
> Ist die Welt bereits so schlecht,  dass sich die Chinesen schon
> gegenseitig bescheissen?

Definitiv ja

Die deutschen betrügen sich auch gegenseitig.

von Uwe (uhi)


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StefanK schrieb:
> Vlt gibt's ja hier einen Prozessorflüsterer, der es dem Binary ansieht
> für welchen Prozessor es ist

Die Chancen stehen gut. Hatte neulich mal Claude (online, free) ein paar 
Hexdump-Schnipsel gezeigt, und bei einem hat er spontan erkannt, dass 
das ARM-Thumb ist. Stimmte perfekt.

Der nächste Schritt ist dann, das Binary in Ghidra zu laden, und dort 
den vorher bestimmten Prozessor zu wählen (oder ein paar typische zu 
probieren). Dann gibt's nicht nur Assemblercode, sondern auch 
decompilierten C-Code. Die Funktions- und Variablennamen sind natürlich 
erst mal wenig aussagekräftig, aber aus der Struktur lässt sich viel 
ableiten. Auch hier unterstützt Claude recht gut, "was macht diese 
Funktion?", kopieren, einfügen, staunen :-)

von StefanK (stefanka)


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@Uwe
Das sind ja mal gute Nachrichten, Uwe! So ein Binary ist schließlich der 
genetische Fingerabdruck des Prozessors. Zunächst der erste Schritt, wie 
Cartman vorgeschlagen hat.

von Norbert (nfet)


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Tschuldigung, wenn ich doof Frage, aber einfach den Vergiss vom Chip zu 
kratzen ist keine Option?

von Norbert (der_norbert)


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Insgesamt 8€ für Hardware, Software, Verpackung, Transport und 
Sonstiges.

Welche ›Gems‹ erwartet ihr denn zu finden, welche den Aufwand 
rechtfertigen?

von StefanK (stefanka)


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Brauchst dich nicht zu tschuldign, aber um dadurch den Proz zu 
enttarnen, bräuchte ich definitiv ein Labor und ein gutes Mikroskop. 
Aber eine KI könnte so ein Foto einer Chipoberfläche vlt identifizieren.

Hans W. schrieb:
> Was willst du  mit ein paar hundert tausend Zeilen "kryptischen"
> Assembler Code anfangen?

Ich nichts, aber vlt die KI? Abgesehen davon und so wie die Spiele 
aussehen, vermute ich viel eher, dass hier originale uralt 8bit 
Spielebinarys drin stecken, die einfach nur interpretiert werden und 
sich ev im Aldi-binary identifizieren lassen. Ausserdem wollten wir uns 
den Korn ja erstmal in den Kopp und nicht in die Flinte kippen ;-)

von StefanK (stefanka)


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Norbert schrieb:
> Insgesamt 8€ für Hardware, Software, Verpackung, Transport und Sonstiges

Den Toylino gab's hier für 6,49 Euro, ein echtes Schnäppchen 😁 Und da 
kann man sich ja mal fragen, ob sich das als Plattform für was anderes 
eignet oder was man sonst damit anfangen könnte. Vor vielen Jahren wurde 
hier mal so eine Minikonsole für ein Euro zurückentwickelt.

von Cartman E. (cartmaneric)


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StefanK schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Also erst das testen
>
> Verstanden. Ich gehe da bei gedrücktem reset Knopf mit dem Multimeter
> mal ran und messe die Spannung an verschiedenen Pins des RAM/ROM. Vlt
> gibt das eine erste Erkenntnis.

Was soll das denn werden?
Wie Mann es richtig macht: s.o.

von Norbert (nfet)


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Bist du sicher, dass der Chip unter dem Verguss kein Gehäuse hat?

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Norbert schrieb:
> Bist du sicher, dass der Chip unter dem Verguss kein Gehäuse hat?

Hätte er ein Gehäuse, bräuchte er keinen Verguss.
Der Chip wird direkt auf die Platine geklebt und auf die Pads gebondet.
Billiger geht nicht.

von Norbert (nfet)


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Ich weiß es passt nicht ganz zum Thema, aber es würde mich dann doch 
interessieren:
Ist es wirklich billiger den Chip ohne Gehäuse auf die Leiterplatte zu 
kleben und dort zu binden?
Ich kann mir das irgendwie kaum vorstellen. Zum einen sind das ja 
zusätzliche Prozessschritte an der Leiterplatte, zum anderen stell ich 
mir bonden in Kleinserie doch ziemlich aufwendig vor. Ein Chip mit 
Gehäuse hingegen ist doch kaum teurer als ohne.

Und so ganz auf Low Cost ist doch der Rest der Leiterplatte auch nicht. 
Ich sehe Bestückungsdruck, und "Modul" mit eigenem PCB.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Norbert schrieb:

> Ist es wirklich billiger den Chip ohne Gehäuse auf die Leiterplatte zu
> kleben und dort zu binden?

Ist bei der Fertigung eine Maschine mehr.

Das bei der IC-Fertigung der Halbleiter an sich, und das Gehäuse
komplett andere Baustellen, und damit Kostenfaktoren sind, hat man
ja bei Nexperia sehr schön sehen können.

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