Moin, Wer von Euch kennt die zweilöchrigen Schraubenköpfe wie sie oft in Kameras und hochwertigen mechanischen Feinmechanikgeräten als Zierschraubenbefestigungen eingesetzt werden (wurden)? (Siehe erstes Bild die Befestigung des Verschlusszeits Einsteller) bitte beachten, daß ich absichtlich keine sogenannten "Sicherheitsschrauben" meine. Hintergrund: Ich machte kürzlich meine alte Konica T3 Autoreflex Camera oben auf, um die Camera von Quecksilber Zellen (1.35V, PX675) auf Silberoxyd Typen (1.55V, LR44) umzustellen. Dazu schleife ich zwei kleine Schottky Dioden in Serie mit den Zellen ein. Das lässt sich bequem über dem Pentaprisma wo sich eine kleine LP befindet, durchführen. Falls es interessiert, diese Änderung funktioniert vorzüglich und Calibrierung wurde von dieser Änderung nicht beeinflusst. Ich wollte ein für allemal das leidige Stromversorgungsproblem älterer Kameras mit Hg Zellen beheben. Auf einen Micropower LDO zuzugreifen ist wegen der positiven Gehäuse "Erdung" umständlich. Der Schottky Dioden Junktions Abfall ist konstant genug. Der Hersteller gibt ohnehin im Service Manual eine gewisse Spannungstoleranz an. Zurück zur Frage. Um das Oberteil der Kamera zu entfernen, müssen zwei solcher Schrauben gelockert werden. Ich machte das behelfsmässig mit einer Messingpinzette, um nichts zu zerkratzen. Das ging, aber es widerstrebt mir, so arbeiten zu müssen. Bevor ich mir solche Schraubendreher selber bastle, will ich gerne herausfinden, ob jene im Handel einigermassen erschwinglich erhältlich sind. Überschlägig mit Schiebelehre erfasst, scheint der Abstand der Löcher 3.5mm und die Löcher Dm. um 1mm zu sein. Falls ich mir das selber baue, würde ich mir zwei passende HSS Bohrer besorgen und sie entsprechend im richtigen Abstsnd zu befestigen. Das würde einigermassen machbar sein. Aber kaufen wäre mir lieber. Lasst mich bitte wissen, wenn ihr solche Werkzeuge kennt und wo man sie vielleicht beziehen kann. https://www.filmshooterscollective.com/analog-film-photography-blog/konica-autoreflex-t3-review-brett-rogers-3-30 Gruß, Gerhard
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Spanner 2-Loch (Pig nose, 2-hole, Twin hole)
H. H. schrieb: > Spanner 2-Loch (Pig nose, 2-hole, Twin hole) Danke. Die habe ich auch schon bemerkt. Nur dachte ich, sie sind nur für (stärkere) Sicherheitsschraubenköpfe vorgesehen. Die Schraubenköpfe auf den Kameras sehen eher zierlicher und filigran aus. Aber vielleicht besteht da kein Unterschied solange Stiftabstand und Stift DM. passt. Werde mir es noch einmal ansehen. Hoffentlich gibt es mechanische Maße zum Vergleich. Bilder sind diesbezüglich nicht genug aussagekräftig;-)
PB Swiss Tools Spanner Größe 4? Ansonsten ein verstellbarer Stirnlochschlüssel mit entsprechend dünnen Zapfen. Oder die blöden Schrauben entfernen und durch irgendwas Vernünftiges mit Torx ersetzen.
Gerhard O. schrieb: > Bevor ich mir solche Schraubendreher selber > bastle, will ich gerne herausfinden, ob jene im Handel einigermassen > erschwinglich erhältlich sind. Ein 6-mm-Rund abdrehen, zwei 1-mm-Löcher im Abstand 3,5 mm rein, 2x 1-mm-Drähte reinkleben und Überstand auf notwendige Länge kürzen.
Stephan S. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Bevor ich mir solche Schraubendreher selber >> bastle, will ich gerne herausfinden, ob jene im Handel einigermassen >> erschwinglich erhältlich sind. > > Ein 6-mm-Rund abdrehen, zwei 1-mm-Löcher im Abstand 3,5 mm rein, 2x > 1-mm-Drähte reinkleben und Überstand auf notwendige Länge kürzen. Danke Euch beiden. Stirnlochschlüssel nennt man also diese. Gut zur Suche zu wissen. Ich bin fast geneigt mir nur für die Kamera ein passendes Werkzeug, wie von Dir vorgeschlagen, selber anzufertigen. Grüße, Gerhard
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Das Teil, in das die beiden Stifte eingeklebt werden, lässt sich aber auch per 3D-Druck herstellen. Die Löcher kann man dank 3D-Druck problemlos sehr tief gestalten und ich kann mir kaum vorstellen, dass da wahnsinnige Kräfte übertragen werden müssen.
Gerhard O. schrieb: > Hintergrund: > Ich machte kürzlich meine alte Konica T3 Autoreflex Camera oben auf, um > die Camera von Quecksilber Zellen (1.35V, PX675) auf Silberoxyd Typen > (1.55V, LR44) umzustellen. Dazu schleife ich zwei kleine Schottky Dioden > in Serie mit den Zellen ein. Das lässt sich bequem über dem Pentaprisma > wo sich eine kleine LP befindet, durchführen. Du koenntest auch Wein-Zellen (Wein-Cell 625) verwenden: Sie geben ca. 1.4V Spannung ab (nicht so schoen konstant wie Hg-Zelle), sind fast im Supermarkt verfuegbar (Hoergeraete-Batterie). Die Wein-Cell (Zink/Luft) kannst Du in der Schublade lagern und nach Aktivierung hat die Zelle eine "Lebensdauer" von drei - vier Monate. Gibt es auch in der Bauform der PX625. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Zink-Luft-Batterie Die englische Version ist etwas besser: https://en.wikipedia.org/wiki/Zinc%E2%80%93air_battery
Messingrohr 4x3mm, Feile, Feilenheft aufbohren, einkleben...
Gerhard O. schrieb: > Ich bin fast geneigt mir nur für die Kamera ein passendes Werkzeug, wie > von Dir vorgeschlagen, selber anzufertigen. F. schrieb: > Das Teil, in das die beiden Stifte eingeklebt werden, lässt sich aber > auch per 3D-Druck herstellen. Die Löcher kann man dank 3D-Druck > problemlos sehr tief gestalten und ich kann mir kaum vorstellen, dass da > wahnsinnige Kräfte übertragen werden müssen. Ich wollte gerade noch ergänzen, dass der Draht sehr hart sein sollte, Du könntest z.B. Federstahldraht nehmen oder 1mm-Stahlnägel, die Du dann mit einem Dremel nd Trennscheibe o.ä. kürzt. Ich hätte Dir auch gern ein paar cm Federstahldraht per Brief zugeschickt, aber das scheitert wohl an der doch recht grossen Distanz.
Gerhard O. schrieb: > von Dir vorgeschlagen, selber anzufertigen. In solchen speziellen Fällen habe ich alten Schraubendreher passend gefeilt. Das ging schneller als bei Ama* zu suchen.
Gerhard O. schrieb: > Ich bin fast geneigt mir nur für die Kamera ein passendes Werkzeug, wie > von Dir vorgeschlagen, selber anzufertigen. Kann man auch aus FR4 machen lassen: mehrere Daumenradscheiben mit zwei Bohrungen, zwei Bohrer einkleben, fertig. Und die Platinchen lässt man sich natürlich fertig liefern...
Früher haben wir für diese Zweilochschrauben den Zirkel aus der Naviecke vom Segelboot genommen: https://www.hansenautic.de/22929/marinezirkel-messing-verchromt/ Heute hat man GPS...
Beitrag #7973229 wurde vom Autor gelöscht.
Moin, Vielen Dank für alle Eure hilfreichen Vorschläge und Gedanken und Stephans Vorschlag mit den Drähten. Stahldraht in geeigneten Durchmessern habe ich auf Vorrat. Nach einigen Überlegen werde ich mir auf alle Fälle ein Werkzeug fertigen. Ich mag das Verhunzen von hochwertigen Sachen nicht. Den Vorschlag mit FR4 Scheiben finde ich auch nicht schlecht, weil man dann gleich etwas Hebelwirkung hat. Einen Schraubenzieher passend feilen behagt mir da weniger, weil es schwierig ist die Zinken rund genug und im korrekten Abstand zu platzieren. 3D Anfertigung wäre auch eine Möglichkeit, weil wir das in der Firma tun könnten. OK, werde berichten wenn sich was getan hat. Schönes W.E. noch, Gerhard
Ich würde mal einen Rundgang durch den Baumarkt machen! 1 - 2 dünne Bohrer im Lochdurchmesser. 1 Rohr (Alu, Messing oder so) Innendurchmesser etwa Außendurchmesser der Schraube. Relativ unkritisch. Kunststoff könnte problematisch sein. 1 Tube 2-Komponentenkleber. Nichts flüssiges, nur zähflüssig. Die Bohrer (der Schaft wird gebraucht - nicht die Schneide) verkürzen. Die Teile in die Schraube stellen. Sollte nach oben zeigen. Das Röhrchen kürzen und auf etwas Abstand flachdrücken (Schraubstock/ Hammer/Zange). Letzteres, damit man es besser packen kann. Wer eine mehr oder weniger gut sortierte Werkstatt hat kann das Röhrchen auch mit einem Loch versehen und später einen Stift oder Nagel als Griff verwenden. Hierbei kann auch der oft überschüssige Kleber verwendet werden. Eventuell etwas Tesafilm auf die Schraube, damit der Kleber nicht das Ganze auf der Schraube fixiert. Kleber anrühren und in das Röhrchen pressen. Das gefüllte Röhrchen baldigst auf die zwei "Spitzen" stellen. Warten bis das Teil ordentlich ausgehärtet ist. Oder auch nicht.
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Sebastian S. schrieb: > Ich würde mal einen Rundgang durch den Baumarkt machen! > 1 - 2 dünne Bohrer im Lochdurchmesser. > 1 Rohr (Alu, Messing oder so) Innendurchmesser etwa Außendurchmesser > der Schraube. Relativ unkritisch. Kunststoff könnte problematisch > sein. > 1 Tube 2-Komponentenkleber. Nichts flüssiges, nur zähflüssig. > > Die Bohrer (der Schaft wird gebraucht - nicht die Schneide) verkürzen. > Die Teile in die Schraube stellen. Sollte nach oben zeigen. > Das Röhrchen kürzen und auf etwas Abstand flachdrücken (Schraubstock/ > Hammer/Zange). Letzteres, damit man es besser packen kann. Wer eine mehr > oder weniger gut sortierte Werkstatt hat kann das Röhrchen auch mit > einem Loch versehen und später einen Stift oder Nagel als Griff > verwenden. Hierbei kann auch der oft überschüssige Kleber verwendet > werden. > Eventuell etwas Tesafilm auf die Schraube, damit der Kleber nicht das > Ganze auf der Schraube fixiert. > Kleber anrühren und in das Röhrchen pressen. > Das gefüllte Röhrchen baldigst auf die zwei "Spitzen" stellen. > Warten bis das Teil ordentlich ausgehärtet ist. > Oder auch nicht. Da hast Du mich auf einem Gedanken gebracht: Konstruktion ähnlich wie von Dir vorgeschlagen mit 6.35mm Röhrchen und 1/4" Drehknopf. Im oberen Teil ein passendes Stück Rundstab einpassen, sodaß die Feststellschraube des Drehknopfs nicht das Rohr beschädigt. Das lässt sich dann angenehm anfassen und mit Gefühl losdrehen oder wieder festschrauben. Ich hätte für diese Art der Konstruktion alles anhand. Nur die Stifte müsste ich erst messen oder testen, damit sie einigermassen an den DM der Schraublöcher angepasst sind. Auch sollte man die scharfen Ecken der Stiftenden etwas wegnehmen, damit sie leichter in die Löcher finden.
Gerhard O. schrieb: > Konstruktion ähnlich wie von Dir vorgeschlagen mit 6.35mm Röhrchen und > 1/4" Drehknopf. Im oberen Teil ein passendes Stück Rundstab einpassen, > sodaß die Feststellschraube des Drehknopfs nicht das Rohr beschädigt. Was für ein Aufriss. Ich habe dafür ein Kunststoffstäbchen, in das passende Löcher in passendem Abstand gebohrt sind. In meinem Fall 1mm oder 0,9mmm, weiß ich nicht mehr so genau, ich habe das Teil schon länger nicht mehr gebraucht. Die Bohrer werden dann rückwärts durch den Stab und in die Löcher gesteckt. Dann wird leicht gedreht, und zwar leicht. Man kann "leicht" gar nicht oft genug schreiben. Das Material der Schrauben ist vermutlich Messing oder Aluminium und das Gewinde, zumindest bei meinen Schrauben, kleiner/gleich 2mm. Wer da mehr als leicht dreht, hat den Schraubenkopf ohne Gewinde in der Hand. Man kann zur Not auch einen "Griff", also irgendein Stückchen Material mit Superkleber auf die Schraube kleben, losdrehen und den "Griff" mit Kleber mittels Wärme wieder entfernen. So mancher Superkleber löst sich ja in heißem Wasser.
Frank O. schrieb: > Gerhard, dafür gibt es Bits. Aber nur für Klempner, die sich die Schrauben ruinieren wollen.Und außerdem passen die nicht.
Ich hab' für die paar Male, die ich derartige Schrauben lösen musste, eine Rundspitzzange verwendet ... das ging ohne sichtbare Schäden zu hinterlassen. Wenn die Schrauben sehr festsitzen und aus eher weichem Material gefertigt sind, mag das anders aussehen. Wichtig übrigens ist die Auswahl des passenden Werkzeugs an ganz anderer Stelle: Kreuzschlitzschrauben an derartigen Kameras sind in der Regel keine Phillips-Schrauben (PH), sondern JIS (japanischer Standard). Es lohnt, dafür einen Satz JIS-Schraubenzieher zu haben, denn Phillips in JIS versaut recht schnell die Schraubenköpfe.
Harald K. schrieb: > Ich hab' für die paar Male, die ich derartige Schrauben lösen musste, > eine Rundspitzzange verwendet ... das ging ohne sichtbare Schäden zu > hinterlassen. Du hast schon einmal eine Kleinbildkamera der gehobenen Preisklasse gesehen?
Irgendwann hab ich für sowas mal meine Sprengringzangen missbraucht. Da hab ich hier mehrere mit verschiedenen Dorndurchmessern. Sollte natürlichbsonstabil sein, dass man auch etwas Druck ausüben kann damit man nicht abrutscht. Ist aber auch ein fauler Kompromiss. Grundsätzlich lieber ein passendes Werkzeug anfertigen. Ich hab hier noch eine Zylinderkopfleiche mit Riss, wo der Vorbesitzer zu faul war ein passendes Werkzeug mit 4 Stiften zum Ausdrehen eines Froststopfens anzufertigen und wohl mit einem kleinen Meißel versucht hatte eine ähnliche Schraube mit 2cm Durchmesser zu lösen. Das Ende war ein gerissener 80 Jahre alter Zylinderkopf, der als Nachfertigung fünfstelliges Geld kostet. Also: auch immer drüber nachdenken, was falsch eingeleitete Kräfte an Schäden anrichten können, die über die Schraube hinausgehen.
Manfred P. schrieb: > Du hast schon einmal eine Kleinbildkamera der gehobenen Preisklasse > gesehen? Auf jeden Fall keine Konica. Die waren in meiner Kindheit billige Kameras. Erster Blick bei eBay sagt, zwischen 30 und 70 Euro. Zum Vergleich habe ich mal Leica geguckt. Eine Freundin von mir hat davon noch die edelsten Stücke. Die weiß gar nicht, dass sie womöglich eine halbe Million oder mehr da liegen hat. Ihr Vater war mal Chef von dem Laden. Jedenfalls ist das die "gehobene Preisklasse".
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Frank O. schrieb: > Zum Vergleich habe ich mal Leica geguckt. Eine Freundin von mir hat > davon noch die edelsten Stücke. Die weiß gar nicht, dass sie womöglich > eine halbe Million oder mehr da liegen hat. Ihr Vater war mal Chef von > dem Laden. > Jedenfalls ist das die "gehobene Preisklasse". Oberste Preisklasse: https://www.nasa.gov/wp-content/uploads/static/history/alsj/a11/a11-hass10.jpg
H. H. schrieb: > Oberste Preisklasse: Ja klar! Aber es ging vor allem darum, dass hier eine wirkliche Billigkamera, die auch in meinen frühen Kindheitsjahren billig war, hier auf einmal zu einem wertvollen Kleinod stilisiert wird.
Frank O. schrieb: > H. H. schrieb: >> Oberste Preisklasse: > > Ja klar! Aber es ging vor allem darum, dass hier eine wirkliche > Billigkamera, die auch in meinen frühen Kindheitsjahren billig war, hier > auf einmal zu einem wertvollen Kleinod stilisiert wird. Die kann durchaus wertvoll sein, wenn Erinnerungen dran hängen.
H. H. schrieb: > wenn Erinnerungen dran hängen. Ja natürlich! Nur wenn von "obere Preisklasse" geschrieben wird, dann stimmt das einfach nicht. Und gerade Manfred, der doch so besonderen Wert auf Genauigkeit legt. Ist aber auch egal.
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