Hallo Gustav.
Gustav G. schrieb:
Eben. Der Erfolg oder Misserfolg der Maßnahmen, der sich bei den
Messungen zeigt, wird natürlich durch Deine Erfahrung beeinflusst.
Ich dachte eben es gibt schon fertige Maßnahmen wie diese Textil- oder
Stahldichtungen. Ich verstehe den Designgedanken bei solchen Gehäusen
nicht ganz. Warum nur einen Teil abdecken wenn man doch über die ganze
Höhe dichten könnte.
Aufwandsfrage. Das so hinzukriegen dass es wirklich lückenlos ist, ist schwer, und oft auch sehr empfindlich.
Wenn die Lücken klein sind, ist das meist nicht so schlimm. Schau Dir mal Fingerstockmaterial an. Das sind Arsen- oder Phosphorbronzefederchen in einem Streifenmuster nebeneinander. Und zwischen den Streifen sind Lücken.
Wenn Du das Federstockmaterial in der selbstklebenden Variante hast, sind die
Streifen mit einem Klebstoff am Gehäuse befestigt. Der Klebstoff ist schlecht leitend, und so koppelst Du halt kapazitiv vom Gehäuse auf die Streifen.
Wobei der Klebstoff dann als Widerstand mehr oder weniger guter Dämpfungswiderstand in erster Linie paralell zum kondensator liegt.
Federstockmaterial ist auch ein gutes Beispiel für Empfindlichkeit. Du musst bei den Gehäusen oft sehr aufpassen, dass Du beim öffnen und Schliessen die Federchen nicht zerknickst und Beschädigst.
Das Metallgewebe ist meistens leichter in der Handhabung. Aber, von der Rolle ist es eben schwer, das komplett lückenlos, meist bleibt ein Spalt da, wo die Enden zusammenkommen, herzustellen.
Dazu müsstest Du entweder extrem genau arbeiten und die Enden fixieren, oder das Metallgewebe längstelastisch machen, und die Enden miteinander verbinden und die Nut so gestalten, dass das Band nicht von selber herausspringt, oder das Abschirmgeflecht passgenau zum Gehäuse fertigen, ähnlich wie z.B. bei einer Zylinderkopfdichtung.
Das alles ist aber Aufwand, und wird nur gemacht, wenn es anders nicht mehr geht.
Mit freundlichem Gruß
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de