Moin, ich möchte eine Sensorplatine (Industriebereich) bauen, welche später im EMV-Labor geprüft wird. Also wird hier später mit 2kV Burst geprüft. Meine Leitung ist geschirmt (auf Schaltschrankseite mit PE / Masse verbunden; Sensorseite floatend) und hat 4 Adern: - Versorgung 15 bis 30 V DC - GND - Sensorausgang (0-5V DC) - Schaltausgang (~ 500 mA nach Versorgung schaltend) Länge ca. 5m Ich denke, dass bei der Prüfung die gesamte Leitung in die Koppelzange kommt und zusätzlich die Versorgung + GND direkt an das Koppelnetzwerk vom Generator. Wie bekomme ich den Eingang meiner Versorgung "Safe"? Da ich aufgrund des Schaltausgangs umsymmetrische GND / Versorgung belaste würde ich eine eine Längsdrossel und KEINE CM Choke in die Versorgungsleitung einbauen. Zusätzlich eine TVS. Aber reicht hier eine "kleine" SMA oder muss es mehr Power sein? Ich hätte die Hoffnung, dass wenn ich erst die Drossel Schalte, dann die TVS + parallelen Kondensator die TVS überleben könnte. TVS hätte ich bidirektional ausgeführt. Habt ihr Erfahrungswerte die ihr teilen könnt? Vielen Dank
J. schrieb: > Aber reicht hier eine "kleine" SMA oder muss es mehr Power sein? Das kommt auf die Energie des "2kV Burst" an. Wie sehen die Prüfbedingungen genau aus?
J. schrieb: > Ich denke, dass bei der Prüfung die gesamte Leitung in die Koppelzange > kommt ja, so kenne ich das. > und zusätzlich die Versorgung + GND direkt an das Koppelnetzwerk > vom Generator. Bis Du Dir da sicher? Ich weiß nicht was für ne Norm es bei Dir genau ist, aber das erscheint mir unwahrscheinlich. Auf der Seite des Stromnetzes ja. Aber nicht auf einem Sensorkabel. Denn da hängt ja nichts dran was direkt den Burst auslösen könnte. Der kann nur vor außen eingekoppelt werden und das ist eben das, was mit der Koppelzange simuliert wird. Was für ein Bewertungskriterium muss Du erreichen? A, B, C? Also muss es nur nicht zerstört werden? Oder muss es sich von selbst wieder in voll funktionsfähigen Zustand bringen etc.?
Rainer W. schrieb: > Das kommt auf die Energie des "2kV Burst" an. Wie sehen die > Prüfbedingungen genau aus? Muss ich nachschauen / recherchieren. Gerd E. schrieb: >> und zusätzlich die Versorgung + GND direkt an das Koppelnetzwerk >> vom Generator. > > Bis Du Dir da sicher? Nein :) Ich habe hier eine alte Ausgabe der Fachgrundnorm (61000-6-2 - Störfestigkeit für Industriebereich von August 2002). Hier steht in Tabelle 2 (Störfestigkeit Signalanschlüsse), dass hier 1kV mit Koppelzange und Kriterium B gefordert ist. Tabelle 3 ist für Gleichstrom Ein- und Ausgänge. Hier ist 2kV mit Kriterium B gefordert. Mit Anmerkung, dass das nicht für Leitungen gilt, die an eine Batterie angeschlossen werden UND Ahhhh, danke dir für den Hinweis: Es steht noch, dass die Prüfung nicht auf Gleichstrom-Netzeingänge anzuwenden ist, die dafür vorgesehen sind, dauerhaft mit Leitungen verbunden zu werden, deren Länge kleiner als 10! Meter ist. Ggf. ist das der richtige Aufhänger, da ich unter 10m bin und dauerhaft angeschlossen - also ohne Stecker? Vielleicht kann das nochmal wer bestätigen, dass das auch noch nach aktuellerer Norm so ist?! Wenn nur mit Koppelzange geprüft wird, dürfte es das Ganze deutlich entschärfen, oder?
- Wohin soll die Ladung abgeleitet werden ? - Wodurch soll die Ladung abgeleitet werden ? Durch Leiterplatte, Metallgehauese - Womit soll die Ladung abgeleitet werden ? Ein Ladungspuls kann auf einen Cao geleidet werden, wo er eine kleine Spannung erzeugt. Falls der Burst von einem Cap kommt, mit 10pF auf 2kV, kann man den auf einen Cap ableiten imit 10nF, wo die Spannung dann noch 2V betraegt. Dabei sollte der Strom nichts beschaedigen auch nicht per Kopplung. Den Stromanstieg kann man mit einer Induktivitaet limitieren.
J. schrieb: > Ggf. ist das der richtige Aufhänger, da ich unter 10m bin und dauerhaft > angeschlossen - also ohne Stecker? Vielleicht kann das nochmal wer > bestätigen, dass das auch noch nach aktuellerer Norm so ist?! Ja das ist so. Entweder wird eine Leitungslänge <10 m dadurch sichergestellt, dass das Kabel fester Bestandteil des Geräts ist und/oder, dass dem Anwender in der Betriebsanleitung untersagt wird Kabel >10 m zu verwenden. Nun ist es aber das eine was in einer (generischen Fachgrund-)Norm steht und das andere welchen Störungen dein spezielles Produkt in seinem Einsatzbereich ausgesetzt ist. Wenn bei deiner EMV-Risikoanalyse, die du für CE als Teil deiner technischen Unterlagen sowieso machen musst, herauskommt, dass Burst auch ein Thema sein könnte, solltest du auch dagegen prüfen. Erfahrungsgemäß ist es meist ratsam das Produkt gegen Burst zu immunisieren, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Burst ist für viele Produkte im Industrieumfeld schon ein eher realistisches Störszenario. Störaussendung und gesetzliche Vorgaben sind das eine. Aber bei Problemen mit der Störfestigkeit steht der Kunde tendenziell am ehesten bei dir auf der Matte. Wenn es also ratsam ist irgendwo mehr als das unbedingt nötige zu machen, dann bei der Störfestigkeit. Und ja, solche Leitungen werden bei der Burst-Prüfung üblicherweise als ganzes einfach in die Koppelzange gelegt.
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