Forum: Offtopic suche schnellen Bewegungsmelder


von Muck (Gast)


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Vor dem Schlafzimmerfenster flitzen morgens zwei Eichkatzerl am Stamm 
einer gesunden, alten Fichte herum, ca. ~ 1m überm Boden. Ich will Fotos 
machen, aber die Viecher sind zu flink und ich bin kein D-Zug.

Erste Idee war Bewegungsmelder und ich sah das:
https://kinder.wdr.de/tv/die-sendung-mit-der-maus/av/video-wie-funktioniert-ein-bewegungsmelder-100.html

Hab sowas da, von einem alten Fluter, aber bevor ich bastele: Wie träge 
ist dieser Bewegungsmelder oder wie flink ist eine sog. Wildkamera?

: Verschoben durch Moderator
von Uwe (uhi)


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Vielleicht mit einem Zweithandy oder so auf Stativ ein Video machen, 
eine Stunde reicht ja wenn man die Zeiten der Tiere kennt, und daraus 
anschließend die besten Fotos rausschneiden. Oder gibt es vielleicht 
sogar eine App, die automatisch "bei Tier Foto" erledigt?

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Das sind Eichhörnchen?
Bisschen Anfüttern, und dann ein paar angeklebte/angeschraubte Walnüsse 
verteilen. Die sind unglaublich erfinderisch und ausdauernd um an ihre 
Lieblingsbeute zu kommen. Solange nicht gerade Paarungszeit ist wirst du 
alle Zeit der Welt haben die zu beobachten und zu fotografieren. Macht 
grossen Spass. Manche werden sehr zutraulich, andere nicht.

von Muck (Gast)


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Uwe schrieb:
> auf Stativ ein Video machen

Gute Idee, ein Minidreibein dafür ist sogar da.

H.Joachim S. schrieb:
> Macht
> grossen Spass.

Danke, werde ich dann geniessen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Eine Webcam im Dauermodus aufzeichnen und mit dem Bewegungsmelder die 
Zeitpunkte erfasssen, wo auf drm Video etwas zu sehen ist.

von Muck (Gast)


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Dieter D. schrieb:
> Eine Webcam im Dauermodus aufzeichnen

ja, das Paar spielt aber nur vormittags. Wenn die sich an den Stamm 
krallen spannen die Eichkatzerl ihr Fell zwischen Vorder- und 
Hinterbeine und sehen fast aus wie Flughunde, als ob sie damit so beim 
Sprung navigieren könnten.

Vlt. gibts noch einige Gemeimnisse, die nur so ein Katzerl kennt.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Oarchkaterlschwoaf

Es gibt verschiedene Bewegungsmelder, der hier arbeitet mit infraroter 
Wärmestrahlung, es gibt auch Radarverfahren mit dem Dopplereffekt.

Das geht wie bei dem blöden Witz "Neger auf Zebrastreifen" "man sieht 
mich - man sieht mich nicht" (das sollte mit uns Bleichgesichtern 
genauso funktionieren). Eine Blende in der Optik sorgt für eine 
schwankende Amplitude des Infrarotlichts. Die Auswertung der Schwingung 
im Hertz-Bereich und Gleichrichtung der Amplitudeninformation braucht 
eine Tiefpassfilterung, die die Ansprechgeschwindigkeit bestimmt.

Radar-Bewegungsmelder erfassen die Niederfrequenzschwankungen des 
reflektierten Signals bei 10 oder 24 GHz und werten sie aus, ebenfalls 
mit einem Tiefpass gefiltert. Man kann die Differenzfrequenz hörbar 
wiedergeben, ein brummelndes Geräusch. Das dürfte eine ähnliche 
Ansprechgeschwindigkeit ergeben, vielleicht etwas schneller.

Einen kleinen Unterschied macht die Bewegungsrichtung. Der 
Infrarotsensor erfasst Bewegungen quer zur Richtung, Doppler in der 
Sensorrichtung.

von Muck (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> katerlschwoaf

Katz oder Kater mag sein - nicht erkennbar, wer was jagt, ;)

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Die Dopplerfrequenz lässt sich abschätzen.
10 GHz hat eine Wellenlänge von 3cm, also eine Bewegung auf den Sensor 
zu oder davon weg um 1,5 cm ergibt eine einzelne Schwingung (durch die 
Reflektion die doppelte Anzahl).
Beim Infrarotsensor hängt es von der Zahl der Querrillen der Optik ab 
und der durchquerten Anzahl Rillen. Das dürfte niederfrequenter sein als 
die Dopplerfrequenzen des Radarsensors.
Daher sollte ein Radarsensor schneller ansprechen.

von Muck (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Daher sollte ein Radarsensor schneller ansprechen.

Bin auch schon angehalten worden, kostete damals nur 50 DM.

der ADAC nennt diesen Link:
https://www.bussgeldkatalog.org/geschwindigkeitsueberschreitung/

A Oachkatzerl schaffts ohne fremde Hilfe nicht - "meine" laufen um den 
Baum, aber nicht auf die Straße, die ist ca 8 m weiter. Die Blöden 
werden überfahren und die Klugen (oft auch nur die Angstbesetzten) 
bleiben übrig - soll nicht heissen, dass Angst klug macht, aber Neugier 
erzeugt manchmal tote Katz und dann ists klüger, dumm zu sein ;)

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Auf jeden Fall genauer. Frequenzen kann man sehr präzise messen, die 
Dauer von Schwingungen bei der kleinen Anzahl wird ungenau, oder der 
Aufwand größer.

Früher gab es diese Radarmodule in Hohlleitertechnik mit Gunn-Dioden als 
Oszillatorbauteil, heute sind das eher Platinen wie hier:
https://www.mouser.de/c/?m=OmniPreSense
Datenblatt: 
https://www.mouser.de/datasheet/3/2632/1/OPS243-Product-Brief_004-E.pdf
https://www.mouser.de/manufacturer/acconeer/product-line/
ziemlich happige Preise. Vielleicht auf einem Flohmarkt suchen.

von Muck (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Hohlleitertechnik mit Gunn-Dioden


Japp und sowas [drittes Bild] sah ich live zur Kopernikuszeit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gunndiode

Einer Kundin hab ich ein LNB an die Schüssel montiert und zerlegte das 
vorherige LNA, da war sowas drin, mangels Verwendung weg.

LNB-Vorteil - spart die Versorgungsader zum Polarisationsschalter.

von Chris K. (kathe)


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H.Joachim S. schrieb:
> Das sind Eichhörnchen?
> Bisschen Anfüttern, und dann ein paar angeklebte/angeschraubte Walnüsse
> verteilen.

Cam mit Aufzeihnung auf Karte in dauerschleife. Kontrolle wenn die Nüsse 
weg sind, Karte herausholen und analysieren. (Uhrzeit ...)

Die Tiere gewöhnen sich an die Anwesenheit des Menschen. Also fleißig 
weiter füttern.

Meinem Buntspecht kann ich jeden Tag morgens bis spät nachmittags 
zuschauen, und der schimpf nur wenn unsere Katzen drausen sind.
Eichkatzerl hab ich dieses Jahr noch net gesehen da ich zu sehr in der 
Ortsmitte bin, aber die sind auch schon vorbeigekommen.

von Muck (Gast)


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Chris K. schrieb:
> Meinem Buntspecht kann ich jeden Tag morgens bis spät nachmittags
> zuschauen, und der schimpf nur wenn unsere Katzen drausen sind.

Sogar ein Rotkehlchen schimpfte auf Nachbars Kater, obwohl er nur Mäuse 
jagte, die Federn ums Maul waren ihm zuwider, hat sichs abgewöhnt.

von Christian M. (likeme)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Neger auf Zebrastreifen

schon mal einen N* in einem Auto gesehen? Ich sehe oft nur eine Reihe 
Zähne... in unseren Breitengraden sehe ich aufgrund der 
Helligkeitsverhältnisse spätnachmittags / nachts unsere Nachbarn nicht, 
vor allem wenn sie mit schwarzen Arbeitsklamotten zu Arbeit gehen. Die 
Gefahr eines Unfalls durch Übersehen ist leider sehr erheblich. -> 
Dinoeffekt.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Die Freitagsloesung:
Probiere es mal mit Hypnose bei den Eichhoernchen. "Ihr seid nun von der 
Stadtverwaltung" Wenn Du es aber übertreibst, dann musst Du langsameren 
Bewegungsmelder suchen.

von Fred F. (fred08151)


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Nimm doch eine Lichtschranke.

von Stefan M. (derwisch)


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Wildtierkamera kaufen?
Gibt aber in dunkler Umgebung nur schwarz-weiß Bilder (IR Scheinwerfer).

Hab damit in diesem Jahr bereits Marder, Waschbären etc. abgelichtet, 
die in der Nacht um das Haus schleichen.
Fehlt nur noch eine auf dem Dach, der Marder sucht immer einen Eingang 
um seinen Ar... zu wärmen.

von Nemopuk (nemopuk)


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Stefan M. schrieb:
> der Marder sucht immer einen Eingang um seinen Ar... zu wärmen.

Baue ihm eine beheizte Hütte :-)

von Muck (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Fehlt nur noch eine auf dem Dach, der Marder sucht immer einen Eingang
> um seinen Ar... zu wärmen.

OK, Auch eine Story:

In der vorigen Wohnung oberste Etage klapperte es öfters, nur einmal hab 
ich vergessen, die Klappe zum Dachboden zu schließen und bekam kurzen 
Besuch vom Marder.

Kurz darauf hat er sich mit dem Nachbarkater gebissen - kur&laut Krawall 
und seitdem Ruhe, der Kater hatte seitdem eine Narbe am Ohr. 
Mittlerweile verstarb auch dieser Veteran, immerhin fast zwei Jahrzehnte 
wurde er, war unkastriert und vmtl. auch Katzlmacher.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Neben Radar und Infrarot gibt es auch noch Ultraschall. Mit einem 
billigen Piezo-Hochtonautsprecher als Lautsprecher und einem zweiten als 
Mikrofon könnte das auch funktionieren.

von Michael B. (alter_mann)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> gibt es auch noch Ultraschall

Gute Idee, um Viecher aller Art zu verscheuchen.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Ja, Ultraschall und ständiges Nachtlicht im Garten - uns Menschen stört 
weder das eine noch das andere. Im Fall von Licht (der ganze chinesische 
Solarausschuss, der hier landet) finden wir das sogar noch nett und 
dekorativ..., die wenigsten denken wirklich drüber nach.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Den Hörfrequenzbereich eines Eichhörnchens kenne ich leider nicht, das 
könnte natürlich ein Problem sein. Die Ultraschall-Alarmanlagen arbeiten 
üblicherweise um 30 kHz.
https://www.einbruchschutz-fenster.de/infraschall/

Ich habe den Eindruck, dass Ultraschall-Sensoren aus der Mode gekommen 
sind. Vermutlich ist das Risko für einen Fehlalarm zu hoch. Man findet 
eher Ultraschall zum Verjagen von Tieren.
https://www.netzshopping.de/alarmanlage-ultraschall/
nirgends Ultraschall, eher "Körperschall" oder "Katzenschreck" oder 
"Infraschall".

https://de.wikipedia.org/wiki/Ultraschall#Ultraschall_in_der_Tierwelt
also Fledermäuse könnte man schon damit ärgern.
Hunde hören anscheinend eher noch 12..22kHz

: Bearbeitet durch User
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