Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Acrylglas-Halbkugel bearbeiten


von Micha (michael_schwaer)


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Hi,

wie kann man ein Loch mit ca. 27 mm Durchmesser in eine Halbkugel aus 
Acrylglas machen? Das Loch soll in die Mitte - siehe Bild, da ist die 
Achse der Bohrung  angedeutet). Die Halbkugel hat einen Durchmesser von 
300 mm. Ausgangsstärke ist 3 mm an der Krempe. Die Halbkugel ist 
vermutlich durch Tiefziehen entstanden, das heißt, die gewölbte Fläche 
ist dadurch entsprechend dünner als die 3 mm.

Aus Erfahrung ist Acrylglas (=Plexiglas) bei der Bearbeitung recht 
empfindlich und reißt/bricht schnell. Leider gibt es solche Halbkugeln 
nicht aus bruchsicherem Polycarbonat.

Micha

von Hans-Ulrich G. (hans-ulrich)


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Hallo,
Ich habe eine Lochkreissäge benutzt.

––
Hans-Ulrich aus der Oberlausitz

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von GHz N. (ghz-nerd)


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Acrylglas lässt sich hervorragend mit CO2 Laser schneiden... vielleicht 
kennst du jemanden, der Zugang zu einem Lasercutter hat?
Gibt nebenbei auch gleich schön abgerundete Kanten

: Bearbeitet durch User
von Micha (michael_schwaer)


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Hans-Ulrich G. schrieb:
> Ich habe eine Lochkreissäge benutzt.

Auch im Zusammenhang mit einer Halbkugel?

von Micha (michael_schwaer)


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GHz N. schrieb:
> Acrylglas lässt sich hervorragend mit CO2 Laser schneiden... vielleicht
> kennst du jemanden, der Zugang zu einem Lasercutter hat?

Leider kenne ich niemanden, der sowas hat. Der Lieferant der Halbgugeln 
bietet auch Laserbearbeitung an, aber er kann nur Platten damit 
schneiden, die Halbgugel ist mit ca. 150 mm viel zu hoch, um sie unter 
die Maschine zu bringen.

: Bearbeitet durch User
von Oliver R. (orb)


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Micha schrieb:
> Leider gibt es solche Halbkugeln nicht aus bruchsicherem Polycarbonat.

Doch, als Kuppeln für Kameras. Es wird nur nicht ganz einfach sein, den 
für Dich passenden Druchmesser zu finden.

von Micha (michael_schwaer)


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Oliver R. schrieb:
> Doch, als Kuppeln für Kameras. Es wird nur nicht ganz einfach sein, den
> für Dich passenden Druchmesser zu finden.

Ich habe bisher, trotz intensiver Suche, nichts gefunden.

von Clemens S. (zoggl)


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Auf der Planscheibe der Drehbank aufspannen und mit einem scharfen 
Drehmeißel ausdrehen.

: Bearbeitet durch User
von Einhart P. (einhart)


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Scharfer Schäl- oder Stufenbohrer?

von Gustav (ne-555)


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Meiner Erfahrung nach ist Plexiglas eine Nummer empfindlicher als 
Acrylglas. Würde auch wie oben genannt Lochsäge nutzen. Vorbohrer ein 
paar Zehntel größer als Querschneide des Zentrierbohrers der Lochsäge. 
Das Teil mit der Außenfläche auf etwas weiches flächentragendes 
auflegen> zB Styropor und bei mittlerer Geschwindigkeit mit wenig 
Vorschub bohren. Zu scharfes Werkzeug vermeiden ! Die besten 
Bohrergebnisse hatte ich immer mit "stumpfen" Bohrern.
Das Werkzeug muß kontrolliert geführt werden.

von Helmut -. (dc3yc)


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Gustav schrieb:
> Meiner Erfahrung nach ist Plexiglas eine Nummer empfindlicher als
> Acrylglas.

Plexiglas (Markenname der Röhm GmbH) ist das gleiche wie Acrylglas! Wie 
kommst du da auf einen Unterschied?

von Michael B. (laberkopp)


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Gustav schrieb:
> Meiner Erfahrung nach ist Plexiglas eine Nummer empfindlicher als
> Acrylglas

Interessant, da beides das gleiche ist.

Es gibt aber gegossen und extrudiert.

Gustav schrieb:
> Zu scharfes Werkzeug vermeiden

Ja, daher gibt es Bohrer mit Anschliff für Acrylglas.

https://www.acrylic-store.de/bohrer-speziell-fuer-plexiglas-r-acrylglas.html

Könnte man sich ja mal gönnen.

Hans-Ulrich G. schrieb:
> Ich habe eine Lochkreissäge benutzt.

Könnte grösser sein als er wollte.

von Lu (oszi45)


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Wichtiger als der Bohrer scheint mir, dass er nicht abrutscht mit dem 
Bohrer, da körnen ungünstig ist. Meistens klebe ich auf des Acrylglas 
etwas Malerband und markiere den gewünschten Punkt mit einem Kreuz. Dann 
kommt erst ein kleiner Bohrer zum Einsatz, später die Lochkreissäge.

von Schorsch M. (schorschm)


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Diese Stufenbohrer tun ihren Job ganz hervorragend bei Acrylglas!
Damit habe ich hunderte Löcher gebohrt, ohne dass eines ausgefranst 
wäre.

von Wolf17 (wolf17)


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Acrylglas schmilzt bei 160°C.
Anzeichnen, Startloch mit Lötkolben schmelzen, Draht einer Styroporsäge 
durchfädeln, Loch etwas kleiner schneiden, auf Maß feilen oder wegen 
Rissgefahr mit Sandpapier schleifen. Oder den Rest langsam mit Schäl- 
oder Stufenbohrer erledigen.

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von Wolfgang D. (blitz_f)


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Acrylglas mit stumpfem Bohrer bearbeiten? Welch ein Unsinn.....
Acrylglas - wie auch viele andere Kunststoffe (PVC, POM...) - wird mit 
einem Spirabohrer mit Spanwinkel 0° bearbeitet. Ggf. den Bohrer so 
anschleifen.
Acrylglas auf keinen Fall mit Alkohol (Spiritus) schmieren, wird dann 
rissig.
(Nebenbei: Harte Ms-Legierungen bohrt man auch mit Spanwinkel Null).
Gruß, Wolfgang

Beitrag #7980686 wurde vom Autor gelöscht.
von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Um wieviele Kuppeln geht es denn?

von Rainer W. (rawi)


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Lu schrieb:
> Dann kommt erst ein kleiner Bohrer zum Einsatz, später die
> Lochkreissäge.

Wohl bei JEDER Lochkreissäge ist der vorlaufende Zentrierbohrer ein 
fester Bestandteil.

von Micha (michael_schwaer)


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Ove M. schrieb:
> Um wieviele Kuppeln geht es denn?

Um 1 Stück...

von Micha (michael_schwaer)


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Rainer W. schrieb:
> Wohl bei JEDER Lochkreissäge ist der vorlaufende Zentrierbohrer ein
> fester Bestandteil.

In der Zwischenzeit weiß ich, dass die Halbgugel im zu bearbeitenden 
Bereich nur eine Stärke von ca. 1 mm hat. Also sehr empfindlich für 
Brechen und Ausreißen beim Bearbeiten.

von Nick (b620ys)


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Vorbohren und dann Schälbohrer.
Und die Halbkugel GUT festhalten.

von Schorsch M. (schorschm)


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Mein Rat: Besorge dir ein Abfallstück Acrylglas und mache in paar 
Probebohrungen. Normale Bohrer sind absolut nicht zu gebrauchen, auch 
nicht zum Vorbohren; dabei kann eine ganze Platte reißen.

Wie ich schon schrieb, mit diesen Stufenbohrern gibt es keine Probleme.

von Gustav (ne-555)


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Also 1mm ist ja echt dünn.
Würde hier versuchen zu ritzen.
Zunächst mit einem heissen Körner den Mittelpunkt einpressen.
Dann mit einseitig leicht angeschliffenen Zirkel (Metallbau) ganz 
langsam und ohne großen Druck die Kreise ziehen. Mühsam ernährt sich das 
Eichhörnchen. Den Lochrand mit Halbrundfeile/Rundholz und umwickeltem 
Schleifpapier versäubern. Frage ist natürlich wie genau das Loch sein 
muß...

von (prx) A. K. (prx)


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Acrylglas lässt sich bei niedriger Drehzahl gut bohren, auch grössere 
Durchmesser. Flach ist allerdings einfacher, weil Opfer-Holz 
druntergespannt die Sache erheblich stabilisiert.

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Das Opferholz sollte jedoch keine Kratzer verursachen!!!

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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(prx) A. K. schrieb:
> Acrylglas lässt sich bei niedriger Drehzahl gut bohren, auch grössere
> Durchmesser. Flach ist allerdings einfacher, weil Opfer-Holz
> druntergespannt die Sache erheblich stabilisiert.

Innen mit Frischhaltefolie auskleiden.
Dann mit Gips ausgiessen. Hart werden lassen.
Damit haste was zum "Gegendrücken"

von Crazy Harry (crazy_h)


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Ich würde auf der Opferplatte meiner Fräse ein paar Bohrungen (Kreis 
Außendurchmesser Flansch an der Halbkugel) setzen, Stifte einstecken, 
die Kugel einlegen und ein Loch rein fräsen.

von Walter T. (nicolas)


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Bist Du denn sicher, ob Du mit einer Schüssel mit einem Loch mit einem 
gerade mal 1 mm dünnen Rand etwas anfangen kannst? Das Ergebnis wird 
ziemlich bruchempfindlich sein.

von Crazy Harry (crazy_h)


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@TO: Woher bist du ungefähr?

von Nick (b620ys)


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Schorsch M. schrieb:

> Wie ich schon schrieb, mit diesen Stufenbohrern gibt es keine Probleme.

Mit dem Stufenbohrer multiplizierst du nur die Probleme eines normalen 
Spiralbohrers. Jede Stufe ein neues Disaster.

Ein Schälboher vermeidet genau das Hauptproblem: Den relativ flachen 
Spitzenwinkel.

von Michael S. (fandjango)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Dann mit Gips ausgiessen. Hart werden lassen

Wasser rein, Tiefkühltruhe. Erscheint mir weniger aufwändig.

von Micha (michael_schwaer)


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Crazy Harry schrieb:
> @TO: Woher bist du ungefähr?

Süddeutschland (BW)

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Michael S. schrieb:
> .● Des|ntegrator ●. schrieb:
>> Dann mit Gips ausgiessen. Hart werden lassen
>
> Wasser rein, Tiefkühltruhe. Erscheint mir weniger aufwändig.

je kälter desto splitter

von Stephan (stephan_h623)


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Ich würde mal mit ner 27mm "Lochsäge" aus Sperrholz 2-3 Kreise sägen und 
an denen entlang mit dem Dremel und Schleifstift das Loch rausschleifen.
Erst mal grob und dann mit ner sauberen Form fein.
Auf die Innenteile der ausgesägten Kreise Schleifpapier kleben und dann 
per Hand versäubern.

von Peter P. (peterpo)


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Giess das Teil halb mit Gips aus und bohre das Führungsloch vom Gips 
aus, dann von oben mit der Lochsäge.

von Crazy Harry (crazy_h)


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Micha schrieb:
> Crazy Harry schrieb:
>> @TO: Woher bist du ungefähr?
>
> Süddeutschland (BW)

Ein Anfang: dito aber Bayern (grenznah BaWü)

von Thomas S. (thommi)


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@Micha
Sag doch einfach, aus welchem Landkreis du kommst. Wenn du aus S, TÜ, 
oder gar aus FR kommst, dann lohnt sich das nicht.

von Ralf X. (ralf0815)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Michael S. schrieb:
>> .● Des|ntegrator ●. schrieb:
>>> Dann mit Gips ausgiessen. Hart werden lassen
>>
>> Wasser rein, Tiefkühltruhe. Erscheint mir weniger aufwändig.
>
> je kälter desto splitter

Mein Ex-Schwager hat/te? einen Betrieb für Serien- und 
Einzelprodukte/Massanfertigung aus Plexiglas (u.a. KS), auch für mich 
und meine Kunden.
Die Plattenware in den unterschiedlichsten Stärken standen idR im 
Aussenlager und musste vor der Verarbeitung auf "Raumtemperatur" 
gebracht werden, je nach Verarbeitungsschritt auch höher, ggf. oft 
partiell.

Die Vereisung lt. Michael wäre also das dümmste, was man machen kann.
Aber auch Deine Gipsfüllung ist unsinnig.
Mal alleine über die Fixierung der Gipsfüllung nachgedacht, oder der 
äusseren Form?

Eine Kugelform ist mit die stabilste Form, die schon die Natur u.a. 
gegen Aussendruck genutzt hat, bevor Physik erfunden wurde, also sollte 
man hier von aussen arbeiten.
Die "Hutkrempe" der TE-Halbkugel lässt eine ideale und beschädigungslose 
Fixierung zu.

Ich würde eine Zentrierbohrung setzen und nach Beschaffungsmöglichkeit 
o.ä. die Halbkugel auf ~50°C temperieren, ggf. Schutzfolie/Krepp/etc. 
auf den Lochbereich aufbringen und mit Lochsäge oder Kegelbohrer mit 
niedrigen Drehzahlen loslegen.
Falls optisch wichtig, kann man durch Flämmung ein gutes Ergebnis 
erzielen, sollte man aber vorher üben... :-)

: Bearbeitet durch User
von Schorsch M. (schorschm)


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Ralf X. schrieb:
> bevor Physik erfunden wurde...

Wann wurde die denn erfunden?...und von wem?

von (prx) A. K. (prx)


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23. Oktober 4004 v. Chr. - Gott erschafft die Welt
https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-erschaffung-welt-100.html

von Harald K. (kirnbichler)


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Ralf X. schrieb:
> Aber auch Deine Gipsfüllung ist unsinnig.

Gips ohne Beischlagstoff schrumpft beim Abbinden.

Deswegen ist in Moltofill Fasermaterial enthalten, und in Rotband Sand.

von Sinus T. (micha_micha)


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Harald K. schrieb:
> Gips ohne Beischlagstoff schrumpft beim Abbinden.

Genau andersrum: Das Volumen von Gips erhöht sich beim "Abbinden", also 
bei der Aufnahme von Kristallwasser. Und würde dann wahrscheinlich die 
Halbkugel sprengen

von Ralf X. (ralf0815)


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Sinus T. schrieb:
> Das Volumen von Gips erhöht sich beim "Abbinden", also
> bei der Aufnahme von Kristallwasser. Und würde dann wahrscheinlich die
> Halbkugel sprengen

Klar, ein sich beim Abbinden um ca. 1% erhöhende Volumen einer Neige in 
einer Halbkugel wird diese zum Platzen bringen.
Gerade, wo Plexyglas ja total unflexibel ist und an seiner Oberfläche 
Gips eine unlösliche Klebeverbindung eingeht...

von Micha (michael_schwaer)


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Ich habe in der Zwischenzeit einen Hersteller gefunden, der so eine 
Halbkugel aus Polycarbonat herstellt. Die ist dadurch recht robust, so 
dass das Bearbeiten unkritisch sein sollte.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Sinus T. schrieb:
> Gips

Mit dem Gips könnte eine kleine Form für die Ober- und Unterseite der 
Kugel hergestellt werden, die eine größere Fläche als das zu bohrende 
Loch abdeckt. Dazwischen eingeklemmt kann dann durch die Gipsform das 
Loch gebohrt werden. Wegen der festen Einklemmung kann das Material 
nicht wegsplittern oder ausreißen.

von Nick (b620ys)


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Ich erklärs nochmal und genauer was das Problem beim bohren von 
Kunststoffen ist:
KS (Kunststoffe) lassen sich sehr leicht zerpanen. Man braucht daher 
sehr wenig Vorschubkraft beim bohren. Während man bei Metallen kräftig 
drücken muss, schraubt sich der Bohrer bei KS förmlich ins Material. Der 
"Reinschraubeffekt" wird bei handgeführten Bohrern (Akkuschrauber) dann 
fatal. Keiner hat das Gefühl 0.1 mm Vorschub pro Umdrehung 
hinzubekommen. Auf der Tischbohrmaschine ginge es besser, nur haben die 
meissten Bohrmaschinen axiales Spiel in der Spindel. Sobald der Bohrer 
zu schneiden anfängt, wird das Spiel ausgeglichen, der Bohrer tritt bei 
dünnen Material wieder aus ohne fertig gebohrt zu haben und dann ist der 
Drallwinkel des Bohrers plötzlich der Vorschub und die Splitter fliegen. 
Bei dicken Material spielt das keine große Rolle, denn der Bohrer klemmt 
bei KS in der Bohrung und rumpelt somit nicht so ins Material.
Damit sich der Bohrer nicht so leicht reinschraubt, haben KS-Bohrer 
einen kleinen Spitzenwinkel (80° im Gegensatz zu 118°). Die kommen also 
von der Geometrie näher an den Schälbohrer hin. Problem ist nur, dass so 
ein Bohrer mit Drm 27 mm teuer ist, eher nicht erhältlich ist und schon 
gar nicht ins Futter passt.
Lochsägen haben eine noch aggresivere Geometrie als Bohrer, weil viele 
Zähne im Eingriff sind und man die Vorschubkraft reduzieren will. 
Nochdazu sind die Zähne von Lochsägen eher nicht geschliffen nach der 
Montage. Das eiert rum.

Daher nochmal mein dringender Tip einen Schälbohrer zu verwenden.
Sowas z.B.: https://toom.de/p/schaelbohrer-hss-4-20-mm/1751265
Lieber einen mit wenig Schneiden.

Übrigens käme kein Elektriker auf die Idee in einen KS-Schaltkasten ein 
Drm 25 Loch mit einem normalen Bohrer zu bohren.

Nick, der regelmässig Drm 15 ohne vorbohren in Stahl bohrt. Mit 2900 UpM 
und 0.65 mm Vorschub pro Umdrehung. Der Bohrer (Vollhartmetall, mit 
Innenkühlung) dafür kostet nur ca. 400 € Listenpreis. Ein 30 tiefes Loch 
ist damit in etwa 1 Sekunde erledigt.

von Daniel (daniel3)


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Micha schrieb:
> Hi,
>
> wie kann man ein Loch mit ca. 27 mm Durchmesser in eine Halbkugel aus
> Acrylglas machen?

Paar Ideen:

a) Loch klein vorbohren, dann auffeilen

b) Lochumkreis mit kleinem Bohrer und vielen Löchern entlang der 
Lochumkreislinie vorbohren und den Innenkreis entnehmen, dann die Zacken 
wegfeilen, bis das Loch rund ist

c) Loch klein vorbohren, dann mit einem Senkbohrer (einem mit drei 
Schneidflächen oder mehr) aufbohren

d) mit einem feinen Metallblatt für die Laubsäge das Loch sägen, das 
Metallblatt dabei einseitig mit einem kleinen Griff versehen, damit man 
es beim Sägen gut halten kann. Nur mit wenig Vorschub arbeiten, dann 
verbiegt sich das Sägeblatt nicht (als Eintauchstelle für das Sägeblatt 
ein kleines Loch bohren)

e) Kombination aus b) und d)

Eventuell kann man das Loch vorher beidseiteg mit Metallringen mit einem 
Innendurchmesser von 27mm bekleben (Uhu Endfest 600), um Ausreißen 
vorzubeugen.

Ich würde e) bevorzugen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Daniel schrieb:
> Ich würde e) bevorzugen.

Mit dieser Vorbereitung wäre auch Schneiden mit einem heißen Draht 
möglich oder mit Heißschneidespitze an der Schnelllötpistole.

von Crazy Harry (crazy_h)


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f) Auf eine CNC-Käsefräse spannen und rein fräsen mit 0.2mm/Kreisbahn 
oder weniger

von Wolf17 (wolf17)


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Dieter D. schrieb:
> Mit dieser Vorbereitung wäre auch Schneiden mit einem heißen Draht
Das habe ich schon am 13.12. 11:39 vorgeschlagen und ohne Begründung -10 
+4 kassiert.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Wolf17 schrieb:
> .. und ohne Begründung -10 +4 kassiert.

Zumindest für den Schälbohrer hast Du Minus verdient, der wird 
unkontrolliert reinreißen.

von Nick (b620ys)


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Manfred P. schrieb:
> Zumindest für den Schälbohrer hast Du Minus verdient, der wird
> unkontrolliert reinreißen.

Ein Spiralbohrer schneidet überwiegend axial, ein Schälbohrer 
überwiegend radial. Welchen Bohrer reisst es dann rein?

von Mani W. (e-doc)


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Ich würde das mit einer kleinen Vorbohrung mit spitzem Winkel
und dann mit Schälbohrer, nicht zu schnell drehend, aufweiten,
dabei dem Material immer wieder Gelegenheit zum Abkühlen
geben...

: Bearbeitet durch User
von Silvester (syntro)


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Micha schrieb:
> Ich habe in der Zwischenzeit einen Hersteller gefunden, der so eine
> Halbkugel aus Polycarbonat herstellt. Die ist dadurch recht robust, so
> dass das Bearbeiten unkritisch sein sollte.

Vlt. Lieferung mit Wünschloch? Fragen kostet nicht.

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