Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik PM84 als Ersatz für EM84?


von Thomas R. (thomasr)


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Die Aussteuerungsanzeigen alter Röhrenradios sind häufig "ausgebrannt" 
und nur noch schwach zu erkennen. Wenn ich solche Geräte im RC annehme 
schrecken viele vor dem hohen Preis einer neuen EM84 zurück (~ €20). Nun 
bin ich über ein günstiges Angebot für PM84 gestolpert, die 
Serienheizungsvariante. Nach den Datenblättern sollte die doch auch 
verwendbar sein wenn man die Heizspannung/Strom anpaßt und die 
Anodenspannung reduziert?

Die EM84 läuft mit 6,3Volt und ca. 210mA, die PM mit nur 4 Volt aber ca. 
300mA. Also sollten drei/sechs reihe/antiparallel geschaltete Si Dioden 
in der Heizleitung die 6,3Volt AC auf ca. 4 Volt bringen? Oder mache ich 
da einen Denkfehler?

Die zusätzlichen 90mA sehe ich nicht kritisch; kann aber durch Tausch 
der Skalenbeleuchtung beeinflußt werden (eine Skalenlampe zieht 
üblicherweise schon 300mA)

Und die Anodenspannung wird doch vom Netzteil kommend per Widerstand 
reduziert; auch da könnte man anpassen.

Was meint ihr?

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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E = 6,3V
P = 300mA

von Thomas R. (thomasr)


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H. H. schrieb:
> E = 6,3V
> P = 300mA

Ja doch, das eine geht mit Konstantspannung das andere System mit 
konstantem Strom. Aber bei einer Röhrenheizung ist das doch linear 
voneinander abhängig. Also sollte es eine Kombination von Dioden (Si und 
Schottky) geben die dann 300mA fließen lassen. Oder würde da auch ein 
einfacher Widerstand reichen?

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas R. schrieb:
> Die Aussteuerungsanzeigen alter Röhrenradios sind häufig "ausgebrannt"
> und nur noch schwach zu erkennen. Wenn ich solche Geräte im RC annehme
> schrecken viele vor dem hohen Preis einer neuen EM84 zurück (~ €20).

Die Kasper rauswerfen, denen der alte Schatz die 20€ nicht wert ist.

> Die EM84 läuft mit 6,3Volt und ca. 210mA, die PM mit nur 4 Volt aber ca.
> 300mA. Also sollten drei/sechs reihe/antiparallel geschaltete Si Dioden
> in der Heizleitung die 6,3Volt AC auf ca. 4 Volt bringen?

So ein Blödsinn, Widerstände wurden bereits erfunden! Falls das mit dem 
Berechnen nicht klappt, lässt sich bestimt ein Internetrechner finden.

von Lu (oszi45)


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> denen der alte Schatz die 20€ nicht wert ist.
Dann fummle die PM84-Heizung passend und verlange für den Umbauaufwand 
mindestens das Doppelte. Vorschaltwiderstand wäre besser als Dioden 
wegen möglicher Spannungsspitzen.

von Jens G. (jensig)


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Lu schrieb:
> wegen möglicher Spannungsspitzen.

Was machen die mit der Heizung?

von Maik .. (basteling)


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Ob man das dann nur zur Geizunterstützung so hinbasteln sollte? Ich 
würde es nicht machen. Das Radio spielt ja auch mit verblasstem 
magischen Band. Und die Dinger sind ja nun wirklich nicht rar.

Der nächste schraubt die fehlende Skalenlampe wieder rein, und der 
ohnehin schon alte Netztrafo wird noch stärker belastet. Und wenn dann 
die Hütte brennt - war es der, der es umgebaut hat.Gut - ist nichtmal 
ein Watt, da wär das wohl grade noch vertretbar, aber man ist der 
Übeltäter. Und der Teufel lauert überall. Sachen umbauen für Dritte ist 
immer gefährlich. Ich würde es für Dritte nicht machen. Meine 
Röhrenradios werden aber auch immer ausgeschaltet und kaum 
unbeaufsichtigt betrieben

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Lu schrieb:
> VergleichEM80-EM84.jpg

Direkt im Eröffnungsthread sind beide Datenblätter angehängt, 
vorbildlich. Die TFK-Daten weichen etwas von Deinen RFT ab, aber zeigen, 
dass der Anodenstrom gegen Gitterspannung unterschiedlich ist. Ob das 
tolerier- oder justierbar ist?

Jens G. schrieb:
>> wegen möglicher Spannungsspitzen.
> Was machen die mit der Heizung?

Im Radio ist ein niederohmiger Trafo mit ohmscher Dauerlast durch den 
Heizkreis, da werden Spannungsspitzen kaum auftreten oder interessieren 
niemanden.

Das ändert nichts daran, dass in einem WECHSELSTROMkreis mit rein 
OHMSCHER Last Dioden sinnlos sind. Vielleicht sollte er ein Triac plus 
Operationsverstärker einbauen und den Strom präzise regeln.

Maik .. schrieb:
> magischen Band. Und die Dinger sind ja nun wirklich nicht rar.

Gibt es wirklich einen Hersteller, der die EM84 noch fertigt?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Moin,

"E" Serien Röhren werden für 6.3V +/-10% Stromversorgung in Parallel 
Versorgung (meist durch Netztrafo) nominal abgeglichen, während Röhren 
der "P" Serie wegen der in FS Empfängern üblichen trafolosen 
Serienheizung auf möglichst übereinstimmenden 300mA Strom optimiert 
worden sind. Da spielt die eigentliche Spannung an den Heizfäden keine 
grosse Rolle solange der Strom innerhalb des Toleranzbereichs verbleibt 
und individuelle Röhren nominell beheizt werden.

In Deinem Fall, nimm ein vertrauenswürdiges AC Strommessgerät und stelle 
den Strom mit einem passenden Vorwiderstand einfach auf 300mA ein und 
gut ist.

Auch ist zu beachten, daß sich durch die Netzspannungserhöhung von 220V 
auf 240V die Heizspannung in alten Geräten wahrscheinlich um 7V oder 
etwas höher bewegt, anstatt der nominalen 6.3V. Dieser Sachverhalt 
bedeutet, am Rande vermerkt, daß Röhrengeräte sich nun häufig an der 
oberen Grenze des zulässigen Toleranzbereichs bewegen und deswegen 
höchstwahrscheinlich auch eine etwas geringere Lebensdauererwartung 
erwarten dürften.

Wenn sich die Jüngeren unter Euch jetzt wundern, warum man gerade 6.3V 
gewählt hat, hat das einen geschichtlichen Technik-Hintergrund. Die 6.3V 
wurden nämlich ursprünglich für den Betrieb in Kraftfahrzeugen mit 6V 
Sammler zum Zweck Autoradios und Funkgeräte betreiben zu können 
konzipiert. Da 6.3V die typische Spannung eines vollgeladenen Bleiakkus 
entspricht, war die Wahl 6.3V recht zweckmässig. Beim Laden durch die 
LiMa steigt dann die Spannung auf rund 14.4V. Die Röhrenspannung bei 
laufenden Motor bewegt sich dann um 7.2V. Aus diesen Grund gravitierte 
dann die Röhrenentwicklung auf Standard 6.3- und 12.6V Röhrenheizfäden 
für Geräte die für Parallelheizung aus Trafo oder Bleisammler gedacht 
waren. Für Radios waren früher aus Kostengründen auch Röhren der "U" 
Serie mit 100mA weit verbreitet, um den Netztrafo zu ersparen.

Die Serienheizung hat übrigens viele Nachteile. Da sich der Widerstand 
von kalten Heizfäden beträchtlich erniedrigt, wäre der 
Einschaltstromstoss für einige individuelle Röhren teilweise sehr 
stressig. Dem wirkte man mit NTC artigen Widerständen entgegen, um ein 
sanfteres Einschaltverhalten zu gewährleisten. Auch Skalenlämpchen wären 
dadurch gefährdet. Ein andere Nachteil der Serienheizung war, daß 
Leistungsröhren nicht mehr im optimalen Bereich betrieben werden konnten 
und Lautsprecherleistung im Vergleich zu ihren "E" Röhren Varianten 
geringer ausfielen. Man sucht dem entgegenzuwirken in dem man die 
Konstruktion des Röhrensystems dahingehend optimierte. Wer die 
Kennlinien und Kennwerte z.B. einer EL84 mit einer UL84 vergleicht, wird 
merkbare Unterschiede feststellen. Soweit zu etwas Röhrengeschichte.

Als umweltfreundlicher Mensch, nimmt man natürlich solche Geräte nur 
noch zu seltenen "Vorführungen" für geladene Gäste in Betrieb;-)

DuW,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Maik .. (basteling)


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Manfred P. schrieb:

> Gibt es wirklich einen Hersteller, der die EM84 noch fertigt?

.. ich habe da zumindest schon sehr häßliche vermeintlich neue gesehen. 
Da war die Leuchtschicht ziemlich ungewöhnlich aussehend breit und am 
Ende rund im Glaskolben aufgetragen. Sind wohl die Dinger, die es beim 
Rumpelmaxe gibt. Anders als bei den alten westlichen Originalen


Und dazu hat man als Radiosammler oft von denen noch üppigen Vorrat aus 
Geräteverschrottungen - so dass ausreichend Ersatz herumgeistern sollte.

Nichts gegen die Tauschidee..

: Bearbeitet durch User
von Bjoern E. (bjoern_e)


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Thomas R. schrieb:
> Die EM84 läuft mit 6,3Volt und ca. 210mA, die PM mit nur 4 Volt aber ca.
> 300mA.

Wahrscheinlich kann auch ein Low Drop Spannungsregler oder eine 
konstantstromquelle für 300mA weiterhelfen.

Von 6,3V DC auf 4,0V DC geht ein Low Drop Spannungsregler auf jeden 
Fall.

Bei Konstantstromquellen gibt es garantiert auch was passendes.
Da kenne ich mich aber nicht so aus. Habe irgendwas mit AMC im 
Hinterkopf, geht AMC7135 für sowas (die können irgendwas um die 400mA 
und gibts günstig bei der Bucht)?

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Manfred P. schrieb:
> Vielleicht sollte er ein Triac plus
> Operationsverstärker einbauen und den Strom präzise regeln.

Ich glaube, daß die Schalterei kaum im Empfang und NF-Teil Störgeräusche 
hervor rufen wird.

ICh würde durch Probieren mit Widerständen versuchen, die 300 mA 
Heizstrom einzustellen. Probieren bedeutet: Amperemeter in Reihe mit der 
Röhrenheizung, Radio ist warm gelaufen, natürlich nicht volle 
NF-Leistung hinten abgeben, wobei das bei Class A egal wäre, 
Skalenbeleuchtung ist vollständig und dann würde ich Widerstände zu und 
weg schalten, bis durch Reihen und Parallelschaltung der passende Strom 
von 300 mA sich eingestellt hat. Mittels Drahtpoti 5 WAtt oder 10 Watt 
geht das natürlich schneller auszuprobiern.

Thomas R. schrieb:
> Oder mache ich
> da einen Denkfehler?

Wir haben normalerweise ab den 50er Jahren Wechselstromtrafos als 
Versorgung in den Röhrenradios. Dioden sind da fehl am Platz.

War ich blöd, daß ich Ende der 80er JAhre bei BTB nicht Mengen an billig 
zu beschaffenden Röhren gekauft habe. Die EM84 für das Grundig 4395 
kostete etwa 3,50 DM.

Maik .. schrieb:
> so dass ausreichend Ersatz herumgeistern sollte.

Ich habe schon genügend Konvolute in Inseraten gesehen, ohne jede 
Beschreibung, Foto der ganzen Kiste, keiner weiß noch, was mit den 
Röhren vom Opa war, sind das die Guten oder die Ausgesonderten? Dann 
steht z.B. 80€ dran und der Anbieter droht einfach mit Entsorgung. Schön 
ist dann immer für den Intetressenten, daß er den GANZen Aufwand hat, 
also hin fahren, Prüfmittel dabei haben, horrende Preisvorstellungen 
belächeln und nach einem halben Tag des Aufwandes wieder abziehen, wenn 
nur Müll geboten war.


mfg

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Bjoern E. schrieb:
> Da kenne ich mich aber nicht so aus.

Wie wahr.

Christian S. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Vielleicht sollte er ein Triac plus
>> Operationsverstärker einbauen und den Strom präzise regeln.
> Ich glaube, daß die Schalterei kaum im Enpfang und NF-Teil Störgeräusche
> hervor rufen wird.

Ich habe nicht erwartet, dass jemand diese Idee ernstnehmen würde.

> Ich würde durch Probieren mit Widerständen versuchen, die 300 mA
> Heizstrom einzustellen. Probieren bedeutet:

Da die Werte bekannt sind (Datenblätter), würde ich rechnen. Aber das 
nur, wenn es mein Gerät wäre und ich PM84 im Vorrat hätte.

Christian S. schrieb:
> Ende der 80er JAhre bei BTB

Wer war BTB?

von Thomas R. (thomasr)


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Also einfach einen passenden Widerstand vorschalten, danke. Müßte ja 
ungefähr 2,1/0,3 ~ 7Ohm sein.

Bei der Diodenidee war ausdrücklich von antiparallel geschalteten Dioden 
die Rede, das geht bei AC sehr wohl. Davon drei Stück in Reihe und man 
hat 2,x Volt weniger AC. War wohl aber zu kompliziert gedacht.....

von Lu (oszi45)


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Lu schrieb:
> Vorschaltwiderstand wäre besser als Dioden

Grund ist ganz einfach: Röhren können erst ausreichend Anodenstrom 
ziehen, wenn die Heizung funktioniert, vorher fehlt etwas Last am 
Trafo. Deswegen leuchten E-Röhren beim Einschalten oft etwas mehr als 
üblich. Das heißt, dass beim Einschalten Uf >6,3V ist. Wenn Du jetzt mit 
Dioden konstant nur x Volt abziehst, hast Du dann wesentlich mehr 
Spannung am Heizfaden der PM84 am Anfang. Deswegen besser einen 
Vorwiderstand einbauen.

von Lothar (Firma: HZB) (analog_art)


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12 Ohm > 2 Watt in Reihe - "Fertich Meister!"

(2 Watt damit er nicht unangenehm heiß wird.)

von Andrew T. (marsufant)


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Lothar schrieb:
> 12 Ohm > 2 Watt in Reihe - "Fertich Meister!"
>
> (2 Watt damit er nicht unangenehm heiß wird.)

Eher 2x 15 Ohm parallelgeschaltet =  7,5 Ohm  in Reihe zum Heizfaden.
300mA zu (6.3-4) V gerechnet.
Wenn man die erhöhte Netzspannung berücksichtigt, eher 2 x 18 Ohm.

Beitrag #7980258 wurde vom Autor gelöscht.
von Sn60pb38cu2 (sn60pb38cu2)


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von Rolf (rolf22)


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Thomas R. schrieb:
> Bei der Diodenidee war ausdrücklich von antiparallel geschalteten Dioden
> die Rede, das geht bei AC sehr wohl.

Es entstehen dann in jeder 50-Hz-Periode zwei Zeiträume mit null Ampere, 
weil die Diodenstrecke ja unterhalb von 3*0,7 Volt nicht leitet. Der 
Strom wird also zerhackt. Das stört die Heizung nicht direkt (die 
flackert nicht), aber es könnte im Lautsprecher hörbar werden.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Eine weitere, auch sehr abstruse Idee wurde noch nicht genannt: 
LC-Transformation.
Also einfach die P-Heizung via einer schoenen, schweren 39mH 
(Eisen)drossel in Serie an die 6.3V anschliessen, zusaetzlich noch fuer 
den vorbildlichen cos(phi)  und damit niedrigeren Strom, den der Trafo 
liefern muss, gut 100µF parallel an die 6.3V haengen...

scnr,
WK

von Thomas R. (thomasr)


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Rolf schrieb:
> Thomas R. schrieb:
>> Bei der Diodenidee war ausdrücklich von antiparallel geschalteten Dioden
>> die Rede, das geht bei AC sehr wohl.
>
> Es entstehen dann in jeder 50-Hz-Periode zwei Zeiträume mit null Ampere,
> weil die Diodenstrecke ja unterhalb von 3*0,7 Volt nicht leitet. Der
> Strom wird also zerhackt. Das stört die Heizung nicht direkt (die
> flackert nicht), aber es könnte im Lautsprecher hörbar werden.

Bei einer ANZEIGEröhre wohl kaum ;-))

von Sn60pb38cu2 (sn60pb38cu2)


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Thomas R. schrieb:
>> Das stört die Heizung nicht direkt (die
>> flackert nicht), aber es könnte im Lautsprecher hörbar werden.
>
> Bei einer ANZEIGEröhre wohl kaum ;-))

Ne prasselnde Heizspannung wird sicherlich Vor- und Endstufenröhren 
beeinflussen.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Sn60pb38cu2 schrieb:
> Ne prasselnde Heizspannung wird sicherlich Vor- und Endstufenröhren
> beeinflussen.

Na, wenn das mal nicht ein Grund mehr fuer meine LC-Loesung mit den 
kleinen, leichten Bauteilen ist - Durch Tiefpassverhalten jetzt mit noch 
sinusfoermigerer Heizung :-)

scnr,
WK

von Heinrich K. (minrich)


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Im Datenblatt sind für die PM84 "ca. 4,2V" Heizspannung angegeben, es 
sind also 2,1V am Vorwiderstand zu vernichten - bei 300mA. Das ohmsche 
Gesetz scheint hier den ein oder anderen zu überlasten.

Bei der abzugebenden Wärme von zusätzlich rund 0,6Watt - in einem 
Röhrenradio! - scheinen wiederum einige User durchzudrehen.

In den Grenzdaten ist für die EM84 300V Betriebsspannung angegeben, für 
die P-Röhre nur maximal 250Volt. Das kann in dem einem oder anderen 
Röhrenradio etwas knapp werden.

Die Aussteuerungsempfindlichkeit ändert sich deutlich mit der jeweilgen 
Röhrenbestückung E-/PM84, die qualitative Benutzung bleibt aber 
erhalten: Senderabstimmung auf Maximum.

Der Thread zeigt in erschreckender Ehrlichkeit, "worum" es 
Repair-Cafe-"Kunden" einzig geht: Um ihren gelebten Geiz!

"20€ für ein elektronenoptisches Anzeigesystem? Sie sind wohl verrückt 
geworden!"

Und stets findet sich ein williger Lakai, der billig den Kotau machen 
will. Schliesslich ist Geiz doch geil, da muss man doch helfen 😄😁😆

: Bearbeitet durch User
von Werner H. (werner45)


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Zur Erinnerung für Heizspannung/Strom bei Röhren:
Alle Werte sind für ± 15% Spannungsschwankungen ausgelegt, also bei 220 
V von 190 bis 250V, trat vor dem Krieg und auch danach durchaus auf.
Die Heizung soll die Kathodenschicht so weit erhitzen, daß auch 
Elektronen austreten können. Das passiert in einem sehr viel größerem 
Bereich, von etwa 600 °C bis etwa 1500 °C (Weißglut, dann verdampft das 
Barium aus der Schicht).
Ein Unterheizen und auch Überheizen um ± 15% liegt mitten drin, kann 
also ohne Probleme auch überschritten werden. Das "normale" Röhrenglühen 
sind grob 900 °C.
Bei den P-Röhren (TV) spielte die Fadenspannung keine Rolle, es wurde 
durch die Heizfadenkonstruktion darauf geachtet, daß alle Röhren etwa 
die gleiche Aufheiz-Zeitkonstante haben, damit der Fernseher nach der 
Anheizzeit auch mit allen Röhren gleichzeitig problemlos anlief.

Die Auslegung des Heizkreises ist also bei allen Röhren der 
unkritischste Teil der Dimensionierung.

von Heinrich K. (minrich)


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Werner H. schrieb:
> Die Auslegung des Heizkreises ist also bei allen Röhren der
> unkritischste Teil der Dimensionierung

Und weil das ja angeblich so ist, gibt es dieselben Röhren dann mit 
unterschiedlichen Heizern ab Werk: PM84, UM84, EM84, HM84

von Ralf X. (ralf0815)


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Heinrich K. schrieb:
> Der Thread zeigt in erschreckender Ehrlichkeit, "worum" es
> Repair-Cafe-"Kunden" einzig geht: Um ihren gelebten Geiz!

Was soll so ein Absolutismus?
Sowohl unter den Kunden, als auch den Betreibern der RC sind Vertreter 
der unterschiedlichsten Charaktere, Bildung, Geldbeutel und Motivationen 
vorhanden.

von Peter N. (alv)


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Heinrich K. schrieb:
> HM84

Was ist denn "H" für eine Heizung?
Dieser Buchstabe ist mir bisher unbekannt...

von H. H. (hhinz)


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Peter N. schrieb:
> Heinrich K. schrieb:
>> HM84
>
> Was ist denn "H" für eine Heizung?
> Dieser Buchstabe ist mir bisher unbekannt...

https://www.elektronikinfo.de/strom/roehrentypen.htm

von Heinrich K. (minrich)


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Peter N. schrieb:
> Was ist denn "H" für eine Heizung?

150mA-Serienheizung

von Max (Gast)


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Formeln: allg. Arithmetik, Dreisatz, URI, eine Kommastelle reicht

Dreisatz(neue Netzspannung):  230/220 x 6,3 = 6,6 (aufg.)
Subtraktion: 6,6 - 4,2 = 2,4
Bruch (Widerstand): 2,4/0,3 = 8
Multiplikation (Leistung): 2,4 x 0,3 = 0,7(abg.)

Widerstand nächster Normwert 8,2 Ohm - im Toleranzbereich
Nennleistung Normwert 1 W, zur Sicherheit wegen Hitze 2 Watt.

zur Genauigkeit und Lebensdauer s.a. z. Mythos Unterheizung:
http://www.schenk-audio.de/eBay-Bilder/Unterheizung_glass_2_89.gif

Leichte Unterheizung erhöht die Lebensdauer, bei M-Rö. gewünscht.
Wenn der Steuerbereich der PM nicht passt wegen geringerer 
Leuchanodenspannung hilft ein Spannungsteiler.

Hier gelangs, eine fast taube EM per Heizspannungsgleichrichtung mit 
Brücke (4x4001) zu reaktivieren, hielt noch Jahre bis zur Entsorgung.

eine weitere Idee:
https://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Mag_Augen/Regener/Regener.htm

von Manfred P. (pruckelfred)


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Heinrich K. schrieb:
> Bei der abzugebenden Wärme von zusätzlich rund 0,6Watt - in einem
> Röhrenradio! - scheinen wiederum einige User durchzudrehen.

So ist das eben, kein Gefühl für Gesamtsysteme.

> Die Aussteuerungsempfindlichkeit ändert sich deutlich mit der jeweilgen
> Röhrenbestückung E-/PM84, die qualitative Benutzung bleibt aber
> erhalten: Senderabstimmung auf Maximum.

Ich schrieb gestern ..
Manfred P. schrieb:
> dass der Anodenstrom gegen Gitterspannung unterschiedlich ist.
.. worauf bislang niemand einging.

> Der Thread zeigt in erschreckender Ehrlichkeit, "worum" es
> Repair-Cafe-"Kunden" einzig geht: Um ihren gelebten Geiz!

Mit Deiner Aussage "gelebten Geiz" tue ich mich ein bisschen schwer, wo 
finde ich für sowas überhaupt noch eine Werkstatt?

> "20€ für ein elektronenoptisches Anzeigesystem? Sie sind wohl verrückt
> geworden!"

Dazu habe ich eine klare Haltung:
Manfred P. schrieb:
> Die Kasper rauswerfen, denen der alte Schatz die 20€ nicht wert ist.

H. H. schrieb:
>> Was ist denn "H" für eine Heizung?
>> Dieser Buchstabe ist mir bisher unbekannt...
> https://www.elektronikinfo.de/strom/roehrentypen.htm

Oh,  Du kannst Google ... die Seite wurde mir gestern gezeigt. Da stehen 
Heizungstypen, die mir nie begegnet sind, P und E waren Tagesgeschäft, U 
selten und D noch seltener.

Max schrieb:
> Nennleistung Normwert 1 W, zur Sicherheit wegen Hitze 2 Watt.

Passend zum Umfeld und klaglos beschaffbar würde ich einen 
4W-Drahtwiderstand verbauen.

Max schrieb:
> 15.12.2025 21:41:
> Bearbeitet durch User
Hat jetzt ein Ende, anstatt editieren gleich nachdenken!

von H. H. (hhinz)


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Manfred P. schrieb:
> Du kannst Google

Kann viel Tipperei sparen.

von Peter N. (alv)


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Wieso haben P- und E-Röhren unterschiedliche Daten?
Bislang ging ich immer davon aus, daß das gleiche "Röhrenchassis" 
verwendet wird, nur andere Heizfäden eingebaut...

von Dieter W. (dds5)


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Manfred P. schrieb:
> Da stehen
> Heizungstypen, die mir nie begegnet sind, P und E waren Tagesgeschäft, U
> selten und D noch seltener.

So ähnlich kenne ich das auch noch und in historischen Schätzchen fand 
sich mal eine AZ4 oder eine VCL11.

von Bernhard (bernhard_123)


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Peter N. schrieb:
> Bislang ging ich immer davon aus, daß das gleiche "Röhrenchassis"
> verwendet wird, nur andere Heizfäden eingebaut...

Das ist auch weitgehend der Fall.
Bei P-Röhren muss die Spannungsfestigkeit zwischen Heizfaden und Kathode 
allerdings wesentlich größer sein als bei E-Röhren, das zwingt zu etwas 
geändertem Aufbau.

Bei den EM84/PM84 liegt der Anschluss für die leuchtende Anode (6) 
direkt neben einem Heizfadenanschluss (5). Dazwischen kann die Spannung 
sehr groß werden. Vielleicht wurde deshalb die maximale Anodenspannung 
(= Anforderung an den Anwender) reduziert angegeben.

Die Kennlinie Leuchtbandlänge a über Ugk ist nach meiner Erfahrung 
gleich bei EM84 und PM84. Die Kennlinien für die beiden anfangs 
verlinkten Datenblätter zeigen die Diagramme für unterschiedliche 
Leuchtanodenspannungen (250 V bzw. 170 V). Bei größerer Anodenspannung 
braucht man selbstverständlich auch mehr Spannung für die Ablenkung.

Bernhard

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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Manfred P. schrieb:
> Gibt es wirklich einen Hersteller, der die EM84 noch fertigt?

JJ
https://www.jjtubes.eu/
stellt auch keine mehr her aber linken zu

https://www.tubeampdoctor.com/search?sSearch=EM84
und:
https://www.m-ware.de/itemdescription-itemdeeplink/a-23684/?ReferrerID=7

BTW: Die russischen z.B. 6E5C lassen mit der Leuchtkraft schnell nach. 
Man sollte den Anodenstrom zusätzlich verringern. Nicht bis zur 
Spec.-Grenze ausreizen.

ciao
gustav

von Floriana O. (floriana_o)


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Thomas R. schrieb:
> Also einfach einen passenden Widerstand vorschalten, danke. Müßte ja
> ungefähr 2,1/0,3 ~ 7Ohm sein.
>
> Bei der Diodenidee war ausdrücklich von antiparallel geschalteten Dioden
> die Rede, das geht bei AC sehr wohl. Davon drei Stück in Reihe und man
> hat 2,x Volt weniger AC. War wohl aber zu kompliziert gedacht.....

Entweder passenden Widerstand vorschalten, was eben etwas zusätzliche 
Verlustwärme im Radio erzeugt, was auch bei der Reihenschaltung von 
antiparallel geschalteten Diodenpaaren so ist.

Statt insgesamt 6 Dioden zu verbauen reicht eine einzige als 
Einweggleichrichter mit reiner Widerstandslast durch die Heizwicklung 
der PM84, um von 6,3V Effektivwert der Wechselspannung als Heizspannung 
für die EM84 auf die ca. 4,2V Effektivwert der pulsierenden 
Gleichspannung nach der Diode - 6,3V/1,416 (Quadratwurzel von 2) 
abzüglich der Diodenflussspannung (ca. 0,3V bei einer 1A Schottky-Diode) 
- für die Heizung einer PM84 zu kommen. An Verlustwärme fallen da dann 
auch nur das Produkt aus Flussspannung und Flussstrom der Diode (ca. 
0,3V*300mA=90mW) an.

Für die richtige Heizung einer Elektronenröhre zählt nur die effektive 
Heizleistung, wie sie im Datenblatt mit Effektivwert von Heizspannung 
und Heizstrom und deren Produkt angegeben wird.

: Bearbeitet durch User
von Max (Gast)


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Floriana O. schrieb:
> Statt insgesamt 6 Dioden zu verbauen reicht eine einzige als
> Einweggleichrichter mit reiner Widerstandslast durch die Heizwicklung
> der PM84, um von 6,3V Effektivwert der Wechselspannung als Heizspannung
> für die EM84 auf die ca. 4,2V Effektivwert der pulsierenden
> Gleichspannung nach der Diode - 6,3V/1,416 (Quadratwurzel von 2)
> abzüglich der Diodenflussspannung (ca. 0,3V bei einer 1A Schottky-Diode)
> - für die Heizung einer PM84 zu kommen.

Denk nochmal nach.

- Deine 6,3 Volt Spannung stimmt lange nicht mehr wegen gestiegener 
Netzspannung.

- Eine Diode halbiert die Zeit und Leistung. Bei Heizung mit 6,6 V 
entsteht ein pulsierender Überstrom weit über die erlaubten 0,3 A.

- Eine Heizung ist kein ohmscher Widerstand und Du hast keine Kennlinie.

- Garantierst die Funktion und bezahlst dem TE einen Ausfall?

Floriana O. schrieb:
> Für die richtige Heizung einer Elektronenröhre zählt nur die effektive
> Heizleistung, wie sie im Datenblatt mit Effektivwert von Heizspannung
> und Heizstrom und deren Produkt angegeben wird.

Bist sicher, daß Im DaBla eine Heizleistung oder ein Produkt steht?

von Heinrich K. (minrich)


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Die sog. Halbwellenheizung gab es serienmässig in einigen Fernsehern, 
sie ist sehr wohl zulässig.

von Max (Gast)


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zu den Besonderheiten der Halbwellenheizung in TV-Geräten:

https://fernsehgeschichte.de/fernsehtechnik-die-grundlegenden-informationen

Das betrifft die Anpassung der PM 84 anstatt EM nur am Rande, es gibts 
einige wesentliche Dinge zu beachten, was die Anpassung betrifft.

Es ist mit 6,6 Volt und nicht mehr mit 6,3 Volt zu rechnen, falls 
derselbe alte Heiztrafo benutzt wird.

von Heinrich K. (minrich)


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Max schrieb:
> entsteht ein pulsierender Überstrom weit über die erlaubten 0,3 A.

entbehrt jeglicher technischen Grundlage!

von Manfred P. (pruckelfred)


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Floriana O. schrieb:
> Statt insgesamt 6 Dioden zu verbauen reicht eine einzige
Benutzername  floriana_o
Angemeldet seit  05.03.2025
Beiträge  1

Mächtig gewaltig, Egon - ein Dreivierteljahr gewartet, um endlich einen 
zweifelhaften Kommentar abzusondern.

Max schrieb:
> - Eine Diode halbiert die Zeit und Leistung. Bei Heizung mit 6,6 V
> entsteht ein pulsierender Überstrom weit über die erlaubten 0,3 A.

So ist das, Halbierung klappt nur, wenn die Last zur Nennspannung passt.
4,2V und 300mA gibt 14 Ohm / 1,26 Watt. An 6,3V wären das 450mA und als 
Halbwelle 1,42 Watt - wenn es halbwegs linear ist.

Brauchen wir das? Als Röhren noch aktuell waren und wir mangels Internet 
noch selbst denken durften, hätten wir einen Widerstand eingelötet und 
gut gewesen!

Heinrich K. schrieb:
> Die sog. Halbwellenheizung gab es serienmässig in einigen Fernsehern,
> sie ist sehr wohl zulässig.

Herr K. ist wieder zu dumm den Bezug zu quoten, wo es unzulässig 
gewesen sein sollte.

Halbwelle müsste SABA gewesen sein. Die Diode auf Durchzug, durfte man 
alle Birnen tauschen, teuer.

Heinrich K. schrieb:
> Max schrieb:
>> entsteht ein pulsierender Überstrom weit über die erlaubten 0,3 A.
> entbehrt jeglicher technischen Grundlage!

Tut es nicht, aber DU musst das nicht rechnen können.

von Heinrich K. (minrich)


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Für Deine Dummheit kann hier niemand etwas, pruckelfred.

Philips/Valvo hat als Großserienhersteller und Lieferant von Röhren die 
Halbwellenheizung einst freigegeben und sie als ebensolcher 
Großserienhersteller von Farbfernsehern in den eigenen Chassis K6 und K8 
angewendet - hunderttausendfach.

Da verlasse ich mich doch lieber auf die sachkundigen Empfehlungen eines 
ehemaligen Großkonzerns, statt auf Dein Geschwätz.

von Andrew T. (marsufant)


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Könnt ihr beiden euren mentalen Schwanzvergleich nicht per PN ausloten 
statt hier zu salbadern?

Ihr zieht beide stets den kürzeren.

: Bearbeitet durch User
von Dergute W. (derguteweka)


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Andrew T. schrieb:
> Könnt ihr beiden euren mentalen Schwanzvergleich nicht per PN ausloten
> statt hier zu salbadern?

Nee, faende ich nicht no gut. So kann man besser sehen, wer in der 
Oeffentlichkeit mit heruntergelassener Hose und baumelndem Doedel 
rumrennt.

On Topic:
Was natuerlich bei der 1-Diodenloesung noch ueberhaupt nicht gebuehrend 
betrachtet wurde, ist der DC, der dann durch die Heizwicklung (und die 
anderen Roehren) fliesst und damit den Eisenkern vormagnetisiert und 
gewiss auch die Ueff der anderen Roehren beeinflusst ;-)

scnr,
WK

von Andrew T. (marsufant)


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Dergute W. schrieb:
> Andrew T. schrieb:
>> Könnt ihr beiden euren mentalen Schwanzvergleich nicht per PN ausloten
>> statt hier zu salbadern?
>
> Nee, faende ich nicht no gut. So kann man besser sehen, wer in der
> Oeffentlichkeit mit heruntergelassener Hose und baumelndem Doedel
> rumrennt.

Ein Anblick, den nicht jeder gerne sieht .-)


>
> On Topic:
> Was natuerlich bei der 1-Diodenloesung noch ueberhaupt nicht gebuehrend
> betrachtet wurde, ist der DC, der dann durch die Heizwicklung (und die
> anderen Roehren) fliesst und damit den Eisenkern vormagnetisiert und
> gewiss auch die Ueff der anderen Roehren beeinflusst ;-)

Ja ja, diese 300mA -- das ist der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass 
zum überlaufne bringt.
Wer es glaubt...

>
> scnr,
> WK

dito, sagt der Andrew

von Max (Gast)


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Dergute W. schrieb:
> der DC, der dann durch die Heizwicklung

Doppelt falsche Schlußfolgerung:

Die Wicklung generiert 6,6 V ~ AC Sinus für die anderen E-Röhren.

Eine Diode lieferte (konj.) keinesfalls DC, sondern Sinushalbwellen.

Da wird weder magnetisiert, noch geht irgendetwas in Sättigung.

Für die PM ist die Diode eh nicht geeignet.

Wer kein Vorwiderstand will, kann ihr eine alte Wandwarze spendieren.

von Floriana O. (floriana_o)


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Mal abgesehen davon, dass hier hauptsächlich „Blinde“ und „Halbblinde“ 
was über „Farben“ Versuchen zu beschreiben, sind es fehlende Grundlagen 
oder ungenaues Halbwissen ohne praktisches Wissen gepaart mit „German 
Angst“, was geschrieben wurde.

Es ist lächerlich über 6,3Vac oder 6,6Vac als Heizwechselspannung 
nachzudenken, außer man will päpstlicher als der Papst sein. Das sind 
nur 0,3V Spannungsunterschied, also nichtmal 5%.

Der Heizwendel ist ein typischer Kaltleiterwiderstand und wirkt deshalb 
sogar in geringen Grenzen einer zu hohen bzw. zu niedrigen Heizspannung 
bzw. Heizstrom stabilisierend entgegen.

Ja, ich garantiere, dass eine PM84 mit aus 6,3V Heizspannung für 
E-Röhren durch deren Einweggleichrichtung ohne Ladekondensator 
gewonnener pulsierender Gleichspannung geheizt keinen Schaden nimmt. Ich 
baue seit langer Zeit einige 10W Audio-Verstärker mit PCL85/805, die ca. 
17,5Vac Heizspannung haben und von 24/25Vac mit einer Gleichrichterdiode 
im Heizkreis geheizt werden. Die nehmen auch keinen Schaden, weder im 
Dauerbetrieb noch bei vielfachem ein-/ausschalten.

Die „Power-Rechnung“ von Manfred P. (puckelfred) stimmt fast oder ganz, 
wenn man die Diodenflusspannung noch berücksichtigt. Die effektive 
Heizleistung stimmt also bei der Betrachtung auch so.

Fröhliche Weihnachtszeit mit dem Basteln an Röhren-Radios!

: Bearbeitet durch User
Beitrag #7982013 wurde vom Autor gelöscht.
von Thomas R. (thomasr)


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Danke für deine Erfahrung! Ich war wohl zu vorsichtig und habe deshalb
über die Diodenlösung nachgedacht, allerdings in ihrer kompliziertesten
Form. Deine Version mit einer Halbwelle sollte aber ebenso
funktionieren, werde ich mal testen.

Allerdings erscheint mir als einfachste Möglichkeit der Widerstand und
gut ist. Bei der Wärme in einem Röhrenchassis ist das eine Watt jetzt
nicht wichtig.

NB: Es gibt Skalenlampen in 7V/0,3A und 7V/0,15A. Wenn man unbedingt den
Heizungshaushalt in Ordnung halten möchte tauscht man einfach eine/zwei
0,3A gegen 0,15A aus.

NNB: Und bitte alle Bedenkenträger kurz drüber nachdenken wie sich der 
Ausfall von zwei Skalenlampen (also 0,6A !! weniger) auf die Höhe der 
Heizspannung auswirkt.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas R. schrieb:
> Allerdings erscheint mir als einfachste Möglichkeit der Widerstand und
> gut ist.

Ach? Das wurde sogar schon geschrieben.

> Bei der Wärme in einem Röhrenchassis ist das eine Watt jetzt
> nicht wichtig.

Antiparallele Dioden in Reihe können nicht hexen und setzen ebenso Wärme 
um. Die könnte man verringern, indem man einen kleinen Trafo 6,3 zu 4,2 
Volt wickelt.

> kurz drüber nachdenken wie sich der
> Ausfall von zwei Skalenlampen (also 0,6A !! weniger) auf die Höhe der
> Heizspannung auswirkt.

Damals hat man noch nicht chinesenmäßig auf Kante gewickelt. Die alten 
Trafos haben genug Kupfer und damit einen ziemlich geringen 
Innenwiderstand.

von Joachim B. (jar)


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H. H. schrieb:
> https://www.elektronikinfo.de/strom/roehrentypen.htm
"D ... Batterieheizung (0,625 V, 1,25 V oder 1,4 V)"

aber die DY86 habe ich nie Batterie gespeist gesehen, swondern im SW TV 
nur mit eine 3/4 Windung um den Zeilentrafo

Manfred P. schrieb:
> Oh,  Du kannst Google ... die Seite wurde mir gestern gezeigt. Da stehen
> Heizungstypen, die mir nie begegnet sind, P und E waren Tagesgeschäft, U
> selten und D noch seltener.

so selten war die DY86 zu meiner Zeit nicht und als die DY86 knapp wurde 
kam ein Ersatzsockel mit unten Aufnahme für den Stabgleichrichter, oben 
Originalkäppi konnte bleiben dem ersten Hochspannungsgleichrichter von 
König genau in der Länge einer DY86, haben wir auch noch oft verbaut. 
Das Netz vergißt doch oder die Menschen, ich finde kein Bild Dokument 
oder irgendeinen Hinweis auf diese Ersatzlieferung.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Joachim B. schrieb:
> als die DY86 knapp wurde

Hat wohl alle der Maxl aufgekauft. :)
https://www.pollin.de/p/roehre-dy86-190633

von Joachim B. (jar)


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Rainer Z. schrieb:
> Hat wohl alle der Maxl aufgekauft. :)

Ich denke eher unser Hamwanich Lagermeister fand eine günstigere 
Einkaufsquelle oder ob es Vorbehalte gegen RFT gab?
Gab es damals schon Lobbyismus oder gar Korruption?
Glaube ich eher weniger, was ich mehr glaube alles aus dem Osten war 
verpönt ausser Broiler.

: Bearbeitet durch User
von Soul E. (soul_eye)


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Joachim B. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> https://www.elektronikinfo.de/strom/roehrentypen.htm
> "D ... Batterieheizung (0,625 V, 1,25 V oder 1,4 V)"
>
> aber die DY86 habe ich nie Batterie gespeist gesehen, swondern im SW TV
> nur mit eine 3/4 Windung um den Zeilentrafo

Das war tatsächlich eine der wenigen zweckentfremdeten Batterieröhren. 
Bzw die Heizung wurde zweckentfremdet, die Röhre war für genau den Zweck 
entwickelt worden.

Für die Hochspannungsgleichrichtung musste die Kathode auf 
Hochspannungspotential liegen. Der Heizfaden durfte im common mode 
maximal 200 V darunter sein. Die 1,4 V für die Heizung ließen sich sehr 
einfach durch einen um den Zeilentrafo gelegte Drahtschlaufe gewinnen. 
Mit 300 mA oder 6,3 V wäre der Aufwand deutlich höher gewesen.


Der TV18 Selenstab muss irgendwann billiger gewesen sein. Nur wegen der 
Energieersparnis hat man den bestimmt nicht eingebaut. Lieferprobleme 
für Röhren gab es eigentlich nie. Nachdem Made in West Germany zu teuer 
wurde, hat man die Anlagen ins Ausland verkauft und bei RFT bezogene 
Röhren mit dem eigenen Namen bestempelt.

Röhren mit dem eigenen Namen bestempeln war schon üblich, als noch in 
Deutschland aktiv produziert wurde. Valvo, Siemens und Telefunken haben 
sich regelmäßig gegenseitig ausgeholfen, bzw einer hat produziert und 
die anderen haben ihren Namen draufgeschrieben. Den echten Hersteller 
erkennt man oft an den Ätzcodes im Kolben, oder als Insider an der Form 
der Anodenbleche.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Joachim B. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Heizungstypen, die mir nie begegnet sind, P und E waren Tagesgeschäft, U
>> selten und D noch seltener.
> so selten war die DY86 zu meiner Zeit nicht

Stimmt, die und ihren Nachfolger DY802 habe ich vergessen.

Soul E. schrieb:
> Für die Hochspannungsgleichrichtung musste die Kathode auf
> Hochspannungspotential liegen. Der Heizfaden durfte im common mode
> maximal 200 V darunter sein. Die 1,4 V für die Heizung ließen sich sehr
> einfach durch einen um den Zeilentrafo gelegte Drahtschlaufe gewinnen.

Ja, so war das.

> Mit 300 mA oder 6,3 V wäre der Aufwand deutlich höher gewesen.

Die Heizung aus dem Zeilentrafo war eine geschickte Lösung und ersparte 
viel Aufwand für eine Isolation gegen die 18kV.

von Lu (oszi45)


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D-Röhren / Batterieröhren waren meist direkt geheizt (weniger 
Verluste).

von Floriana O. (floriana_o)


Angehängte Dateien:

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Die Hochspannungsgleichrichter für TV-Geräte haben nur die 
G/D/E-Heizspannungskennung zur einfachen Einstufung welche Heizsppannung 
sie haben erhalten. Die DY80 war noch direkt geheizt und die späteren 
dann alle indirekt geheizt, auch die DY86 usw. und auch eine EY86 mit 
6,3V Heizspannung gab es.

In den Datenblättern dieser Röhren findet man auch Hinweise, dass es nur 
auf die effektive Heizspannung ankommt, egal wie die erzeugt wird (DC, 
AC, Impulsspannung, HF-Spannung), siehe angehängte Datenblattausschnitte 
mit Markierung der betreffenden Hinweise zur Heizspannung.

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