Hallo, ich habe kürzlich eine Brunnenpumpe vom Typ IBO SDM 2-12 (https://dambat.pl/en/products/4-sdm-2-12-0-75-kw-230-v-submersible-pump-with-20-m-cable) installiert. Leistungsaufnahme ist bei dieser mit 750 W angegeben, jedoch auch eine Stromaufnahme von 6.3 A bei 230 V. Das wären damit also 1495 W, also mehr als das doppelte. Gemessen hatte ich tatsächlich etwa 1300 W. Daher stelle ich mir die Frage was diese Angabe der 750 W sein soll? Leistungsaufname im Leerlauf, also quasi ohne angeschlossenen Schlauch oder ohne zu überwindende Höhe? Was macht diese Angabe dann für einen Sinn? 6.5 A (1495 W) müssten nach dieser Logik unter Vollast benötigt werden. Die Pumpe kann 85 m hoch pumpen, bei mir sind es nur ~15 m, allerdings mit etwas Widerstand. gibt es eine Möglichkeit die Leistungsaufnahme in Abhängigkeit von Höhe, Druck und/oder Durchflussmenge zu berechnen? Danke und weihnachtliche Grüße!
Teo D. schrieb: > Such mal nach "Leistungsfaktor" im Netz! Ob man damit 50% rechnerischen Unterschied erklären kann? Evt. beziehen sich die 750W auf die mechanische Leistung und nicht auf die elektrische Anschlussleistung?
Cyblord -. schrieb: > Evt. beziehen sich die 750W auf die mechanische Leistung und nicht auf > die elektrische Anschlussleistung? So wird es sein. Der Wirkungsgrad solcher Pumpenmotoren liegt bei lausigen 50%, das passt dann auch zu den 1,5kW Nennaufnahme. Christian W. schrieb: > gibt es eine Möglichkeit die Leistungsaufnahme in > Abhängigkeit von Höhe, Druck und/oder Durchflussmenge zu berechnen? Ohne Kennlinienfeld vom Hersteller nicht.
Cyblord -. schrieb: > Evt. beziehen sich die 750W auf die mechanische Leistung und nicht auf > die elektrische Anschlussleistung? Hm, mechanisch 80l in 1min. auf 85m zu bringen würde rund 1113W benötigen...?-O Wie wäre es mal den Butten auf der Seite zu verwenden "Wenn sie Fragen haben.."?!
Beitrag #7980263 wurde vom Autor gelöscht.
Christian W. schrieb: > ich habe kürzlich eine Brunnenpumpe vom Typ IBO SDM 2-12 > (https://dambat.pl/en/products/4-sdm-2-12-0-75-kw-230-v-submersible-pump-with-20-m-cable) > installiert. In dem Link gibt es die komplette Doku, halt in polnisch. Hast du dir die schon mal angeschaut? Außerdem ein Höhen/Durchflussmenge Diagramm. Christian W. schrieb: > Gemessen hatte ich tatsächlich etwa > 1300 W. Wie gemssen? Christian W. schrieb: > allerdings mit etwas Widerstand. das kann alles sein. Wenn du die Pumpe über einen 4mm Schlauch anschließt wird sie nicht den Durchfluss gemäß Diagramm schaffen.
Udo S. schrieb: > In dem Link gibt es die komplette Doku, halt in polnisch. Hä, in vielen Sprachen, darunter natürlich auch Deutsch... Hilft aber auch nicht wirklich weiter.
Udo S. schrieb: > Wenn du die Pumpe über einen 4mm Schlauch > anschließt wird sie nicht den Durchfluss gemäß Diagramm schaffen. Wenn man den Volumenstrom kennt, dann kann man den Druckverlust einigermaßen genau berechnen.
Teo D. schrieb: > Hä, in vielen Sprachen, darunter natürlich auch Deutsch... Sorry, mein Fehler. Ich habe das Dokument nicht ganz durchgescrollt.
Christian W. schrieb: > jedoch auch eine Stromaufnahme von 6.3 A Da steht NICHTS von Strmaufname! Da steht nur das die Stromversorgung min. 6,3A bereitstellen können soll! Schon mal was von Anlaufstrom gehört? Edit: Der erste Screenshot ist falsch! Wie kann ich den Löschen?
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Das sind alles theoretische Werte, welche von der Realität abweichen und stark von den aktuellen Umgebungsbedingungenn abhängen können. Verschmutzungsgrad, Schlauchdurchmesser, Temperatur, Zustand der Lager, Wellen-Dichtungen, Turbine (Schaufelrad) z.B. durch Kavitation zerfressen. Verschiedene Modelle verhalten sich da durchaus unterschiedlich! Empfehlung: dicke (Innendurchmesser) Schläuche und Verschraubungen verwenden. PS: Wie kann ich einen Anhang löschen? Eigentlich gar nicht, nur den ganzen Beitrag kopieren, löschen und mit den richtigen Anhängen neu schreiben.
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Danke schonmal für die vielen Antworten! Teo D. schrieb: > Such mal nach "Leistungsfaktor" im Netz! Müsste mal nachsehen ob mein Messwert Wirk- oder Scheinleistung war, aber ich dachte eigentlich ersteres. Die Werte im Datenblatt sind auch mit Watt angegeben, als würde ich da auch die Wirkleistung vermuten. H. H. schrieb: > So wird es sein. Der Wirkungsgrad solcher Pumpenmotoren liegt bei > lausigen 50%, das passt dann auch zu den 1,5kW Nennaufnahme. Gibts denn da was besseres? Ich hab eine andere (kleinere) Pumpe, die hat mit angegebenen 370 W gemessen etwa 350 W, trotz sonst gleicher Bedingungen. Da passt die Angabe also besser. Teo D. schrieb: > Wie wäre es mal den Butten auf der Seite zu verwenden "Wenn sie Fragen > haben.."?! Habe ich schon, warte aber noch auf Antwort ;) Beim Händler hatte ich auch nachgefragt, nachdem mir der aber erklären wollte dass Leistung = Watt * Strom hab ich nicht weiter nachgefragt... Udo S. schrieb: > Wie gemssen? Über eine Nous A1T. Zugegeben müsste ich diese Messung mal nochmal mit einem etwas besseren Messgerät wiederholen das auch offiziell zwischen Wirk- und Scheinleistung unterscheiden kann.
Max M. schrieb: > Edit: Der erste Screenshot ist falsch! Wie kann ich den Löschen? Gar nicht Beitrag Löschen....
Christian W. schrieb: > H. H. schrieb: >> So wird es sein. Der Wirkungsgrad solcher Pumpenmotoren liegt bei >> lausigen 50%, das passt dann auch zu den 1,5kW Nennaufnahme. > > Gibts denn da was besseres? Ich hab eine andere (kleinere) Pumpe, die > hat mit angegebenen 370 W gemessen etwa 350 W, trotz sonst gleicher > Bedingungen. Da passt die Angabe also besser. Da wurde eben gleich die elektrische Nennaufnahme angegeben, mechanisch hat der Motor dann so etwa 150W.
Vielleicht als Vergleich relativ aktuelle Daten einer Grundfos SP3A-22: aus dem Datenblatt: - Nennvolumenstrom: 3 m³/h - Nennförderhöhe: 98 m - Motorbemessungsleistung P2: 1.5 kW - Leistungsbedarf (P2) der Pumpe: 1.5 kW - Nennspannung: 3 x 380-400-415 V - Nennstrom: 4.10-4.20-4.40 A - Mindesteffizienzindex, MEI ≥: 0.70 gemessen: - tatsächliche Tiefe: 65 m - Volumenstrom am Brunnenkopf: ca. 4.5 m³/h - Strom (Messung mit Stromzange an den drei Phasen): jeweils 3.5 A Die Volumenstrommessung ist eher grob geschätzt (Zeitmessung bis ein 10 Liter Eimer gefüllt ist) Das Datenblatt für die Pumpe enthält übrigens diverse Kennlinien.
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Cyblord -. schrieb: > Ob man damit 50% rechnerischen Unterschied erklären kann? Ganz schnell, wenn man zusätzlich noch den lausigen Wirkungsgrad eines so kleinen Kondensatormotors mit einberechnet. Der liegt nämlich auch nur bei ca 0,7. 0,75kW / 0,7 / 0,7 = ~1,53kW
Christian W. schrieb: > Die Pumpe kann 85 m hoch pumpen, bei mir sind es nur ~15 m, Wieso kauft man eine Pumpe für 85m Förderhöhe wenn man nur 15m braucht? Eine Pumpe wählt man entsprechend des gewünschten Arbeitspunktes nach Ihrem Kennlinienfeld aus. Die IBO SDM 2-12 scheint aber eh Billigware zu sein, Kondensatormotor. Was du beim Einkauf gespart hast, zahlste nun halt in Form von Stromkosten. (Und niedriger Lebensdauer)
Ein Blick ins Datenblatt erspart lange Diskussionen: 1) Die 80lit/min und 85m entsprechen Leerlauf und Kurzschluss. Hat nichts mit dem realen Betrieb zu tun. 2) Druckverlust: angenommen ein 15m 1" Rohr bei 70lit/min hätte einen Druckabfall von ~5m. guckst Du hier: https://www.druckverlust.de/Online-Rechner/ 3) Mit 15m statisch plus 5m Druckverlust ergeben sich ~20m. Bei ~70lit/min hätten wir dann eine hydraulische Leistung von ~230W. 4) Der Wirkungsgrad der Pumpe wird im Bestpunkt keine 40% erreichen. Der Motor ist auf kleines Volumen optimiert und hat wahrscheinlich (wie schon bemerkt) auch keine 50% Wirkungsgrad. ==> damit sind die gemessenen 1300W vielleicht doch möglich. Und jetzt die gute Nachricht: Die Verlustleistung geht nicht verloren, sondern erwärmt das Wasser. Q: Innendurchmesser vom 15m Rohr? Gibt es noch zusätzliche Förderhöhen, Rohre, ...??
Udo S. schrieb: > Wie gemssen? Habe die Messung nun mit einem ELV Energy Master Basic wiederholt. Kein extrem wissenschaftliches Gerät, aber misst wohl trotzdem recht gut und liefert diese Werte: 0.939 PF 1376 W 516 VAR 1470 VA 6.3 A Also ist der Leistungsfaktor (soweit korrekt gemessen) nicht weiter schuld, sondern nur der miserable Wirkungsgrad?! Andreas M. schrieb: > Wieso kauft man eine Pumpe für 85m Förderhöhe wenn man nur 15m braucht? > Eine Pumpe wählt man entsprechend des gewünschten Arbeitspunktes nach > Ihrem Kennlinienfeld aus. Das habe ich mehr oder weniger. Bei 85 m Förderhöhe kommt ja quasi nichts mehr durch (0 m3/h), wie schon von Giovanni geschrieben. Bei ~15 m sind es etwas weniger als 4500 m3/h, was in etwa die Fördermenge ist welche ich angepeilt hatte. > Die IBO SDM 2-12 scheint aber eh Billigware zu sein, Kondensatormotor. > Was du beim Einkauf gespart hast, zahlste nun halt in Form von > Stromkosten. (Und niedriger Lebensdauer) Da gib ich dir zum Teil recht. Ich habe aber auch eine IBO 2" Sting-0.37 seit 5 Jahren (?) im Einsatz, die läuft wie am ersten Tag und hat auch eine gemessene Stromaufnahme von ~350 W, entspricht also dem Datenblattwert (370 W). Daher habe ich mich wieder für eine IBO Pumpe entschieden. Wenn ich mir die günstigen ähnlichen Buderus Pumpen ansehe zahlt man dafür mindestens 800 €. Also sagen wir mal 500 € Differenz zu der IBO Pumpe. Bei der Buderus-Pumpe würde ich einen besseren Motor erwarten und eine kleinere (=weniger Förderleistung) nehmen, daher sagen wir mal "nur" 500 W echte Stromaufnahme. Die Pumpe wird etwa 100 Tage im Jahr, jeden Tag etwa 6 Stunden laufen (600 Stunden insgesamt). Ergibt 300 kWh pro Jahr oder 90 € Stromkosten. Daher würde ich mit einer Buderus Pumpe erst nach etwa 5,5 Jahren was sparen. Ich bezweifle aber dass eine Buderus Pumpe auch nach 5 Jahren noch einwandfrei läuft. Gibt bei Buderus auch "nur" 5 Jahre Garantie, aber auch nur wenns von nem Fachbetrieb installiert wurde (zumindestens bei Wärmepumpen). Giovanni schrieb: > 3) Mit 15m statisch plus 5m Druckverlust ergeben sich ~20m. Bei > ~70lit/min hätten wir dann eine hydraulische Leistung von ~230W. Wie darf man diese 5m Druckverlust verstehen? Den Onlinerechner kenne ich und der gibt den Druckverlust in mbar aus. Deine Annahmen waren aber schon fast korrekt, Leitung ist ein 32 mm PE Rohr (Innendurchmesser 26 mm). Höhenunterschied sind etwa 15 m, Gesamtlänge der Leitung allerdings ~55 m. Giovanni schrieb: > Und jetzt die gute Nachricht: Die Verlustleistung geht nicht verloren, > sondern erwärmt das Wasser. Das ist mir klar ;) Aber es gibt effizientere Mittel Wasser zu erwärmen :D
Christian W. schrieb: > Also ist der Leistungsfaktor (soweit korrekt gemessen) nicht weiter > schuld, sondern nur der miserable Wirkungsgrad?! Ich habe gerade von anderen IBO Pumpen eine Angabe der Wirkungsgrades in den Kennlinien gesehen. Den besten Wirkungsgrad bekommt diese hier hin, liegt aber auch nur bei maximal ~55%: https://dambat.pl/en/products/4-fp4-b005-0-37-kw-230-v-submersible-pump Für meine SDM 2-12 gibts leider Keine Angabe zum Wirkungsgrad. Ich würde bei dem Betriebspunkt aber auch eher von nur noch 30% Wirkungsgrad ausgehen wie bei den anderen Pumpen auch. Demnach hab ich wohl sogar Glück, dass die Stromaufnahme bei "nur" ~1400 W liegt...
Christian W. schrieb: > Wenn ich mir die günstigen ähnlichen * Pumpen ansehe Fakt ist, dass auch x Meter Wassersäule auf der Pumpe stehen werden, die beim Motoranlauf neben dem üblichen, hohen Anlaufstrom noch zu beachten wären. So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist.
Christian W. schrieb: > Bei ~15 > m sind es etwas weniger als 4500 m3/h, was in etwa die Fördermenge ist > welche ich angepeilt hatte. Ja und mit dem Arbeitspunkt sucht man jetzt eben die passende Pumpe. Es kommt nämlich nicht darauf an, das irgend ein Punkt in der Kennlinie passt, sondern man muss die Pumpe finden, bei der der Arbeitspunkt am optimalsten liegt. D.h. die Anzahl der Stufen, die Stufen selbst und der Motor müssen so zusammen passen, das alles zusammen den optimalen Wirkungsgrad beim gewünschten Arbeitspunkt gibt. Bei der SDM 2-12 haben'se in den Kennlinien zur Sicherheit den Wirkungsgrad weggelassen ... Ich habe Deine Zahlen mal bei Grundfos eingegeben, ich vermute mal Du meintest 4,5 m³/h bei 15 m Förderhöhe. Aus der Ergebnisliste fallen mir zwei auf: - SP5A-4 5 m³/h bei 15m -> P1 ca 650W - SQE 5-25 4.5 m³/h bei 15m (elektronisch abgeregelt) -> P1 ca 470W Die SQE braucht also gerade mal ein Drittel der SDM 2-12 Pumpe. (Kostet allerdings um einiges mehr, dafür ist die elektronisch geregelt und es gibt keinen Anlaufstromstoß) Anhand der Zahlen der Grundfoss Pumpen kannst du ja mal schauen, ob du was ähnliches bei IBO findest. Auf der polnischen Webseite gibts eine "IPRO Spinox 5-4" die scheint der SP5A-4 ziemlich ähnlich zu sein, selber Hersteller wie die "IBO SDM 2-12" Christian W. schrieb: > enn ich mir die günstigen ähnlichen Buderus Pumpen ansehe zahlt man > dafür mindestens 800 €. Brunnenpumpen von Buderus?
Andreas M. schrieb: > Brunnenpumpen von Buderus? Sorry, da war ich verwirrt. Ich meinte Grundfoss. Danke für deine Suche! Ich hab zwischenzeitlich auch gesucht und habe ähnliche Pumpen gefunden. Bei der IBO IPRO Spinox 5-4 gibt es in den technischen Daten noch die Angabe von 3.6 A Stromaufnahme, also bei 230 V auch 828 W bei angegebenen 370 W. Die Pumpe ist aber nicht wirklich gut verfügbar und kostet auch schon um die 400 €. Ich habe auch noch die Pedrollo 4Blockm 6/3 (370 W) oder 4Blockm 8/3 (550) gefunden, welche passen könnten. Giovanni schrieb: > 3) Mit 15m statisch plus 5m Druckverlust ergeben sich ~20m. Bei > ~70lit/min hätten wir dann eine hydraulische Leistung von ~230W. Ich habe mittlerweile verstanden dass in den Kennlinien erst einmal nur die zu überwindende Höhe relevant ist. Anhand dieser kann man dann ablesen welche Fördermenge zu erwarten ist (oder eben andersrum). Was mir aber noch nicht ganz klar ist, wie man auf diesen "Druckverlust" von 5 m kommt. Der Rechner zum Druckverlust in der Leitung gibt etwa 0.5 bar Druckverlust aus. 1 m Wassersäule entspricht 0.1 bar. Ergeben sich daraus die 5 m "Druckverlust"?
Christian W. schrieb: > Was > mir aber noch nicht ganz klar ist, wie man auf diesen "Druckverlust" von > 5 m kommt. Der Rechner zum Druckverlust in der Leitung gibt etwa 0.5 bar > Druckverlust aus. 1 m Wassersäule entspricht 0.1 bar. Ergeben sich > daraus die 5 m "Druckverlust"?
1 | Wasser: rho = 1000kg/m³ |
2 | Gravitation: g = 9.81m/s² |
3 | Druck: 1 bar = 10^5Pa |
4 | zB bei H = 10m |
5 | ==> p = rho * g * H = 1000*9.81*10 = 98100Pa = 0.981bar = 981mbar |
6 | ==> geschätzt: 10m entspricht 1bar |
Wir bleiben bei der Pumpe und beim 55m langen Schlauch mit 26mm. Ergibt bei 80lit/min einen Druckverlust von 2bar ist etwa 20m. Der Verlauf p(q) ist quadratisch. im Bild: Pumpe + Anlage(statisch + Schlauch). Damit erhält man den Arbeitspunkt.
Lu schrieb: > die > beim Motoranlauf neben dem üblichen, hohen Anlaufstrom noch zu beachten > wären. So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du > wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist. Deswegen gibt es ja zu den Pumpen üblicherweise noch eine Anschlussbox mit dickem Kondensator, z.B.: https://www.amazon.de/Brunnenpumpe-tiefbrunnenpumpe-motorschutzschalterbox-anschlussbox-schaltkasten/dp/B0B74PWPQF
Lu schrieb: > So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du > wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist. Noch nie ne Auslösekennlinie von nem Leitungsschutzschalter gesehen? ;) Hatte ich noch nie Probleme damit mit ganz normalen B 16ern. Pete K. schrieb: > Deswegen gibt es ja zu den Pumpen üblicherweise noch eine Anschlussbox > mit dickem Kondensator, z.B.: Hat mit dem Anlaufstrom aber doch nichts zu tun. Der Kondensator ist doch nur zur Blindleistungskompensation?!
Christian W. schrieb: > mir aber noch nicht ganz klar ist, wie man auf diesen "Druckverlust" von > 5 m kommt. Der Rechner zum Druckverlust in der Leitung gibt etwa 0.5 bar > Druckverlust aus. Ich vermute es ist der Druckverlust durch den Strömungswiderstand des Wassers das mit einer gewissen Geschwindigkeit durch das Rohr muss. Die hat er als 0,5 Bar abgeschätzt, aber dann in eine "Höhe" der Wassersäule umgerechnet die man zur Pump-Höhe dazurechnen muss um den Druck zu berechnen den die Pumpe sieht.
Christian W. schrieb: > er Kondensator ist > doch nur zur Blindleistungskompensation?! Nein, der sorgt für die Phasenverschiebung, um ein Drehfeld zu bekommen.
Christian W. schrieb: > Lu schrieb: >> So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du >> wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist. > > Noch nie ne Auslösekennlinie von nem Leitungsschutzschalter gesehen? ;) > Hatte ich noch nie Probleme damit mit ganz normalen B 16ern. Sicher hast Du noch nie versucht, solche Pumpe an einem Notstromaggregat zu betreiben? Spätestens dann wirst Du Dich an meine Sätze erinnern, dass die 6A auf dem Typenschild nur Spaß sind. Anlaufstrombegrenzer nützt Dir dann auch wenig, wenn die Kraft fehlt, die stehende Wassersäule zusätzlich zu überlisten.
Giovanni schrieb: > im Bild: Pumpe + Anlage(statisch + Schlauch). Damit erhält man den > Arbeitspunkt. Dann also eher ne Spinox 5-8 oder SP5A-8.
Lu schrieb: > So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du wirst > froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist. Und wieder eine Person die sich wünscht, dass ein Leitungsschutzschalter geflissentlich bei GENAU dem Wert auszulösen hat der darauf angegeben ist und ab 16A kurzzeitiger Leitungsbelastung höchste Brandgefahr herrscht... So ein Motörchen stellt selbst einen 13A Leitungsschutzschalter vor keinerlei Probleme!
H. H. schrieb: > Nein, der sorgt für die Phasenverschiebung, um ein Drehfeld zu bekommen. Ist das nicht ein anderer (zweiter) Kondensator, der prinzipbedingt beim Kondensatormotor benötigt wird? https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor Lu schrieb: > solche Pumpe an einem Notstromaggregat zu betreiben? Sind das nicht Äpfel und Birnen verglichen? Wenns ein anständige Aggregat ist dürfte es egal sein. Belastet man aber ein 1 kW Aggregat mit einer 1 kW (Nominalleistung) Pumpe, kann ich mir gut vorstellen dass dabei die Spannung einbricht und entsprechend die Leistung an der Pumpe
Christian W. schrieb: > Ist das nicht ein anderer (zweiter) Kondensator, der prinzipbedingt beim > Kondensatormotor benötigt wird? > https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor Lese mal den Link durch. Man unterscheidet Anlaufkondensatoren und Betriebskondensatoren. Einen Anlaufkondensator benötigt man zum Anlaufen des Motors, wenn er gegen eine höhere Last läuft. z.B. bei der Brunnenpumpe. Der Kondensator wird normalerweise durch einen Zeitschalter oder Fliehkraftschalter oder stromabhängig nach dem Anlaufen abgeschaltet. Es gibt Motorvarianten mit nur einem Anlaufkondensator und welche mit Anlauf und Betriebskondensator.
Udo S. schrieb: > Es gibt Motorvarianten mit nur einem Anlaufkondensator und welche mit > Anlauf und Betriebskondensator. Das falsche "Links" erwischt! :)
Christian W. schrieb: > H. H. schrieb: >> Nein, der sorgt für die Phasenverschiebung, um ein Drehfeld zu bekommen. > > Ist das nicht ein anderer (zweiter) Kondensator, der prinzipbedingt beim > Kondensatormotor benötigt wird? > https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor Das ist ganz genau dieser Kondensator.
Christian W. schrieb: > kann ich mir gut vorstellen dass > dabei die Spannung einbricht und entsprechend die Leistung an der Pumpe Hast Du also nie ausprobiert. Meine 370W Tiefbrunnenpumpe bringt beim Einschalten selbst das 2 kW-Aggregat an die Grenze. Man sollte den Einschaltstrom mit Wassersäule nicht unterschätzen.
Lu schrieb: > Hast Du also nie ausprobiert. Meine 370W Tiefbrunnenpumpe bringt beim > Einschalten selbst das 2 kW-Aggregat an die Grenze. Man sollte den > Einschaltstrom mit Wassersäule nicht unterschätzen. Meine nicht. die fährt ganz gemütlich von 0W auf ca 250 W hoch. Der Wechselrichter hat sich dementsprechend auch noch nie beschwert...
Lu schrieb: > Christian W. schrieb: >> Lu schrieb: >>> So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du >>> wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist. >> >> Noch nie ne Auslösekennlinie von nem Leitungsschutzschalter gesehen? ;) >> Hatte ich noch nie Probleme damit mit ganz normalen B 16ern. > > Sicher hast Du noch nie versucht, solche Pumpe an einem Notstromaggregat > zu betreiben? Über was redest Du jetzt eigentlich? Ein Notstromaggregat ist kein Leitungsschutzschalter ... Georg S. schrieb: > Christian W. schrieb: >> mir aber noch nicht ganz klar ist, wie man auf diesen "Druckverlust" von >> 5 m kommt. Der Rechner zum Druckverlust in der Leitung gibt etwa 0.5 bar >> Druckverlust aus. > > Ich vermute es ist der Druckverlust durch den Strömungswiderstand des > Wassers das mit einer gewissen Geschwindigkeit durch das Rohr muss. Die > hat er als 0,5 Bar abgeschätzt, aber dann in eine "Höhe" der Wassersäule > umgerechnet die man zur Pump-Höhe dazurechnen muss um den Druck zu > berechnen den die Pumpe sieht. Genau so isses. Gilt aber immer nur für einen bestimmten Durchfluss. Je schneller es fließt, um so höher ist der Druckverlust. Hat man eine Wassersäule zu überwinden, bei der der Durchfluss gegen null geht, hat man auch einen Druckverlust, der gegen Null geht. Die Pumpe sieht dann wirklich nur noch den Druck durch die Wassersäule.
Torsten B. schrieb: > Das sind alles theoretische Werte, welche von der Realität abweichen und > stark von den aktuellen Umgebungsbedingungenn abhängen können. Du meinst, die Theorie, nach der die Werte bestimmt wurden, umfasst keine Umweltabhängigkeiten und beschreibt daher nicht das Verhalten unter den aktuellen Umweltbedingungen? Was auch immer du mit dem Allgemeinplatz "aktuelle Umweltbedingungen" meinst. Die Daten werden von Parametern wie Rohrquerschnitt, Durchfluss, Strömungswiderstand u.a. beeinflusst.
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Ich merke grad, dass ich weiteren Beitrag übersehen hatte. Lu schrieb: > Sicher hast Du noch nie versucht, solche Pumpe an einem Notstromaggregat > zu betreiben? Spätestens dann wirst Du Dich an meine Sätze erinnern, > dass die 6A auf dem Typenschild nur Spaß sind. Anlaufstrombegrenzer > nützt Dir dann auch wenig, wenn die Kraft fehlt, die stehende > Wassersäule zusätzlich zu überlisten. Eine stehende Wassersäule macht einer Kreiselpumpe genau gar nichts aus! Denn die pumpt solange sie anläuft durch den Gegendruck erst mal gar nichts und dadurch geht die aufgenommene Leistung erst einmal gegenüber dem tatsächlichen Fördervorgang deutlich zurück. Ja, was überwunden werden muss ist der eigentliche Anlaufstrom des Motors. Der sollte aber von einem 2kVA-Moppel an einem 750W Motor kurzzeitig aufgebracht werden können.
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