Forum: Haus & Smart Home Leistungsaufnahme bei Brunnenpumpe


von Christian W. (orikson)


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Hallo,

ich habe kürzlich eine Brunnenpumpe vom Typ IBO SDM 2-12 
(https://dambat.pl/en/products/4-sdm-2-12-0-75-kw-230-v-submersible-pump-with-20-m-cable) 
installiert. Leistungsaufnahme ist bei dieser mit 750 W angegeben, 
jedoch auch eine Stromaufnahme von 6.3 A bei 230 V. Das wären damit also 
1495 W, also mehr als das doppelte. Gemessen hatte ich tatsächlich etwa 
1300 W.

Daher stelle ich mir die Frage was diese Angabe der 750 W sein soll? 
Leistungsaufname im Leerlauf, also quasi ohne angeschlossenen Schlauch 
oder ohne zu überwindende Höhe? Was macht diese Angabe dann für einen 
Sinn?

6.5 A (1495 W) müssten nach dieser Logik unter Vollast benötigt werden. 
Die Pumpe kann 85 m hoch pumpen, bei mir sind es nur ~15 m, allerdings 
mit etwas Widerstand. gibt es eine Möglichkeit die Leistungsaufnahme in 
Abhängigkeit von Höhe, Druck und/oder Durchflussmenge zu berechnen?

Danke und weihnachtliche Grüße!

von Teo D. (teoderix)


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Such mal nach "Leistungsfaktor" im Netz!

von Cyblord -. (cyblord)


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Teo D. schrieb:
> Such mal nach "Leistungsfaktor" im Netz!

Ob man damit 50% rechnerischen Unterschied erklären kann?

Evt. beziehen sich die 750W auf die mechanische Leistung und nicht auf 
die elektrische Anschlussleistung?

von H. H. (hhinz)


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Cyblord -. schrieb:
> Evt. beziehen sich die 750W auf die mechanische Leistung und nicht auf
> die elektrische Anschlussleistung?

So wird es sein. Der Wirkungsgrad solcher Pumpenmotoren liegt bei 
lausigen 50%, das passt dann auch zu den 1,5kW Nennaufnahme.


Christian W. schrieb:
> gibt es eine Möglichkeit die Leistungsaufnahme in
> Abhängigkeit von Höhe, Druck und/oder Durchflussmenge zu berechnen?

Ohne Kennlinienfeld vom Hersteller nicht.

von Teo D. (teoderix)


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Cyblord -. schrieb:
> Evt. beziehen sich die 750W auf die mechanische Leistung und nicht auf
> die elektrische Anschlussleistung?

Hm, mechanisch 80l in 1min. auf 85m zu bringen würde rund 1113W 
benötigen...?-O

Wie wäre es mal den Butten auf der Seite zu verwenden "Wenn sie Fragen 
haben.."?!

Beitrag #7980263 wurde vom Autor gelöscht.
von Udo S. (urschmitt)


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Christian W. schrieb:
> ich habe kürzlich eine Brunnenpumpe vom Typ IBO SDM 2-12
> 
(https://dambat.pl/en/products/4-sdm-2-12-0-75-kw-230-v-submersible-pump-with-20-m-cable)
> installiert.

In dem Link gibt es die komplette Doku, halt in polnisch.
Hast du dir die schon mal angeschaut?
Außerdem ein Höhen/Durchflussmenge Diagramm.

Christian W. schrieb:
> Gemessen hatte ich tatsächlich etwa
> 1300 W.

Wie gemssen?

Christian W. schrieb:
> allerdings mit etwas Widerstand.

das kann alles sein. Wenn du die Pumpe über einen 4mm Schlauch 
anschließt wird sie nicht den Durchfluss gemäß Diagramm schaffen.

von Teo D. (teoderix)


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Udo S. schrieb:
> In dem Link gibt es die komplette Doku, halt in polnisch.

Hä, in vielen Sprachen, darunter natürlich auch Deutsch... Hilft aber 
auch nicht wirklich weiter.

von H. H. (hhinz)


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Udo S. schrieb:
> Wenn du die Pumpe über einen 4mm Schlauch
> anschließt wird sie nicht den Durchfluss gemäß Diagramm schaffen.

Wenn man den Volumenstrom kennt, dann kann man den Druckverlust 
einigermaßen genau berechnen.

von Udo S. (urschmitt)


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Teo D. schrieb:
> Hä, in vielen Sprachen, darunter natürlich auch Deutsch...

Sorry, mein Fehler. Ich habe das Dokument nicht ganz durchgescrollt.

von Max M. (jens2001)


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Christian W. schrieb:
> jedoch auch eine Stromaufnahme von 6.3 A

Da steht NICHTS von Strmaufname!

Da steht nur das die Stromversorgung min. 6,3A bereitstellen können 
soll!

Schon mal was von Anlaufstrom gehört?


Edit: Der erste Screenshot ist falsch! Wie kann ich den Löschen?

: Bearbeitet durch User
von Torsten B. (butterbrotstern)


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Das sind alles theoretische Werte, welche von der Realität abweichen und 
stark von den aktuellen Umgebungsbedingungenn abhängen können.
Verschmutzungsgrad, Schlauchdurchmesser, Temperatur, Zustand der Lager, 
Wellen-Dichtungen, Turbine (Schaufelrad) z.B. durch Kavitation 
zerfressen.

Verschiedene Modelle verhalten sich da durchaus unterschiedlich!

Empfehlung: dicke (Innendurchmesser) Schläuche und Verschraubungen 
verwenden.

PS: Wie kann ich einen Anhang löschen?
Eigentlich gar nicht, nur den ganzen Beitrag kopieren, löschen und mit 
den richtigen Anhängen neu schreiben.

: Bearbeitet durch User
von Christian W. (orikson)


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Danke schonmal für die vielen Antworten!

Teo D. schrieb:
> Such mal nach "Leistungsfaktor" im Netz!

Müsste mal nachsehen ob mein Messwert Wirk- oder Scheinleistung war, 
aber ich dachte eigentlich ersteres. Die Werte im Datenblatt sind auch 
mit Watt angegeben, als würde ich da auch die Wirkleistung vermuten.

H. H. schrieb:
> So wird es sein. Der Wirkungsgrad solcher Pumpenmotoren liegt bei
> lausigen 50%, das passt dann auch zu den 1,5kW Nennaufnahme.

Gibts denn da was besseres? Ich hab eine andere (kleinere) Pumpe, die 
hat mit angegebenen 370 W gemessen etwa 350 W, trotz sonst gleicher 
Bedingungen. Da passt die Angabe also besser.

Teo D. schrieb:
> Wie wäre es mal den Butten auf der Seite zu verwenden "Wenn sie Fragen
> haben.."?!
Habe ich schon, warte aber noch auf Antwort ;) Beim Händler hatte ich 
auch nachgefragt, nachdem mir der aber erklären wollte dass Leistung = 
Watt * Strom hab ich nicht weiter nachgefragt...

Udo S. schrieb:
> Wie gemssen?
Über eine Nous A1T. Zugegeben müsste ich diese Messung mal nochmal mit 
einem etwas besseren Messgerät wiederholen das auch offiziell zwischen 
Wirk- und Scheinleistung unterscheiden kann.

von Teo D. (teoderix)


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Max M. schrieb:
> Edit: Der erste Screenshot ist falsch! Wie kann ich den Löschen?

Gar nicht
Beitrag Löschen....

von H. H. (hhinz)


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Christian W. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> So wird es sein. Der Wirkungsgrad solcher Pumpenmotoren liegt bei
>> lausigen 50%, das passt dann auch zu den 1,5kW Nennaufnahme.
>
> Gibts denn da was besseres? Ich hab eine andere (kleinere) Pumpe, die
> hat mit angegebenen 370 W gemessen etwa 350 W, trotz sonst gleicher
> Bedingungen. Da passt die Angabe also besser.

Da wurde eben gleich die elektrische Nennaufnahme angegeben, mechanisch 
hat der Motor dann so etwa 150W.

von Dieter S. (ds1)


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Vielleicht als Vergleich relativ aktuelle Daten einer Grundfos SP3A-22:

aus dem Datenblatt:

- Nennvolumenstrom: 3 m³/h
- Nennförderhöhe: 98 m
- Motorbemessungsleistung P2: 1.5 kW
- Leistungsbedarf (P2) der Pumpe: 1.5 kW
- Nennspannung: 3 x 380-400-415 V
- Nennstrom: 4.10-4.20-4.40 A
- Mindesteffizienzindex, MEI ≥: 0.70

gemessen:

- tatsächliche Tiefe: 65 m
- Volumenstrom am Brunnenkopf: ca. 4.5 m³/h
- Strom (Messung mit Stromzange an den drei Phasen): jeweils 3.5 A

Die Volumenstrommessung ist eher grob geschätzt (Zeitmessung bis ein 10 
Liter Eimer gefüllt ist)

Das Datenblatt für die Pumpe enthält übrigens diverse Kennlinien.

: Bearbeitet durch User
von Armin X. (werweiswas)


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Cyblord -. schrieb:
> Ob man damit 50% rechnerischen Unterschied erklären kann?

Ganz schnell, wenn man zusätzlich noch den lausigen Wirkungsgrad eines 
so kleinen Kondensatormotors mit einberechnet. Der liegt nämlich auch 
nur bei ca 0,7.
0,75kW / 0,7 / 0,7 = ~1,53kW

von Andreas M. (amesser)


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Christian W. schrieb:
> Die Pumpe kann 85 m hoch pumpen, bei mir sind es nur ~15 m,

Wieso kauft man eine Pumpe für 85m Förderhöhe wenn man nur 15m braucht? 
Eine Pumpe wählt man entsprechend des gewünschten Arbeitspunktes nach 
Ihrem Kennlinienfeld aus.

Die IBO SDM 2-12 scheint aber eh Billigware zu sein, Kondensatormotor. 
Was du beim Einkauf gespart hast, zahlste nun halt in Form von 
Stromkosten. (Und niedriger Lebensdauer)

von Giovanni (sqrt_minus_eins)


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Ein Blick ins Datenblatt erspart lange Diskussionen:
1) Die 80lit/min und 85m entsprechen Leerlauf und Kurzschluss. Hat 
nichts mit dem realen Betrieb zu tun.

2) Druckverlust: angenommen ein 15m 1" Rohr bei 70lit/min hätte einen 
Druckabfall von ~5m. guckst Du hier: 
https://www.druckverlust.de/Online-Rechner/

3) Mit 15m statisch plus 5m Druckverlust ergeben sich ~20m. Bei 
~70lit/min hätten wir dann eine hydraulische Leistung von ~230W.

4) Der Wirkungsgrad der Pumpe wird im Bestpunkt keine 40% erreichen. Der 
Motor ist auf kleines Volumen optimiert und hat wahrscheinlich (wie 
schon bemerkt) auch keine 50% Wirkungsgrad.

==> damit sind die gemessenen 1300W vielleicht doch möglich.

Und jetzt die gute Nachricht: Die Verlustleistung geht nicht verloren, 
sondern erwärmt das Wasser.

Q: Innendurchmesser vom 15m Rohr? Gibt es noch zusätzliche Förderhöhen, 
Rohre, ...??

von Christian W. (orikson)


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Udo S. schrieb:
> Wie gemssen?

Habe die Messung nun mit einem ELV Energy Master Basic wiederholt. Kein 
extrem wissenschaftliches Gerät, aber misst wohl trotzdem recht gut und 
liefert diese Werte:
0.939 PF
1376 W
516 VAR
1470 VA
6.3 A

Also ist der Leistungsfaktor (soweit korrekt gemessen) nicht weiter 
schuld, sondern nur der miserable Wirkungsgrad?!

Andreas M. schrieb:
> Wieso kauft man eine Pumpe für 85m Förderhöhe wenn man nur 15m braucht?
> Eine Pumpe wählt man entsprechend des gewünschten Arbeitspunktes nach
> Ihrem Kennlinienfeld aus.
Das habe ich mehr oder weniger. Bei 85 m Förderhöhe kommt ja quasi 
nichts mehr durch (0 m3/h), wie schon von Giovanni geschrieben. Bei ~15 
m sind es etwas weniger als 4500 m3/h, was in etwa die Fördermenge ist 
welche ich angepeilt hatte.

> Die IBO SDM 2-12 scheint aber eh Billigware zu sein, Kondensatormotor.
> Was du beim Einkauf gespart hast, zahlste nun halt in Form von
> Stromkosten. (Und niedriger Lebensdauer)
Da gib ich dir zum Teil recht. Ich habe aber auch eine IBO 2" Sting-0.37 
seit 5 Jahren (?) im Einsatz, die läuft wie am ersten Tag und hat auch 
eine gemessene Stromaufnahme von ~350 W, entspricht also dem 
Datenblattwert (370 W). Daher habe ich mich wieder für eine IBO Pumpe 
entschieden.

Wenn ich mir die günstigen ähnlichen Buderus Pumpen ansehe zahlt man 
dafür mindestens 800 €. Also sagen wir mal 500 € Differenz zu der IBO 
Pumpe. Bei der Buderus-Pumpe würde ich einen besseren Motor erwarten und 
eine kleinere (=weniger Förderleistung) nehmen, daher sagen wir mal 
"nur" 500 W echte Stromaufnahme. Die Pumpe wird etwa 100 Tage im Jahr, 
jeden Tag etwa 6 Stunden laufen (600 Stunden insgesamt). Ergibt 300 kWh 
pro Jahr oder 90 € Stromkosten. Daher würde ich mit einer Buderus Pumpe 
erst nach etwa 5,5 Jahren was sparen. Ich bezweifle aber dass eine 
Buderus Pumpe auch nach 5 Jahren noch einwandfrei läuft. Gibt bei 
Buderus auch "nur" 5 Jahre Garantie, aber auch nur wenns von nem 
Fachbetrieb installiert wurde (zumindestens bei Wärmepumpen).

Giovanni schrieb:
> 3) Mit 15m statisch plus 5m Druckverlust ergeben sich ~20m. Bei
> ~70lit/min hätten wir dann eine hydraulische Leistung von ~230W.
Wie darf man diese 5m Druckverlust verstehen? Den Onlinerechner kenne 
ich und der gibt den Druckverlust in mbar aus. Deine Annahmen waren aber 
schon fast korrekt, Leitung ist ein 32 mm PE Rohr (Innendurchmesser 26 
mm). Höhenunterschied sind etwa 15 m, Gesamtlänge der Leitung allerdings 
~55 m.

Giovanni schrieb:
> Und jetzt die gute Nachricht: Die Verlustleistung geht nicht verloren,
> sondern erwärmt das Wasser.
Das ist mir klar ;) Aber es gibt effizientere Mittel Wasser zu erwärmen 
:D

von Christian W. (orikson)


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Christian W. schrieb:
> Also ist der Leistungsfaktor (soweit korrekt gemessen) nicht weiter
> schuld, sondern nur der miserable Wirkungsgrad?!

Ich habe gerade von anderen IBO Pumpen eine Angabe der Wirkungsgrades in 
den Kennlinien gesehen. Den besten Wirkungsgrad bekommt diese hier hin, 
liegt aber auch nur bei maximal ~55%: 
https://dambat.pl/en/products/4-fp4-b005-0-37-kw-230-v-submersible-pump

Für meine SDM 2-12 gibts leider Keine Angabe zum Wirkungsgrad. Ich würde 
bei dem Betriebspunkt aber auch eher von nur noch 30% Wirkungsgrad 
ausgehen wie bei den anderen Pumpen auch. Demnach hab ich wohl sogar 
Glück, dass die Stromaufnahme bei "nur" ~1400 W liegt...

von Lu (oszi45)


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Christian W. schrieb:
> Wenn ich mir die günstigen ähnlichen * Pumpen ansehe

Fakt ist, dass auch x Meter Wassersäule auf der Pumpe stehen werden, die 
beim Motoranlauf neben dem üblichen, hohen Anlaufstrom noch zu beachten 
wären. So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du 
wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist.

von Andreas M. (amesser)


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Christian W. schrieb:
> Bei ~15
> m sind es etwas weniger als 4500 m3/h, was in etwa die Fördermenge ist
> welche ich angepeilt hatte.

Ja und mit dem Arbeitspunkt sucht man jetzt eben die passende Pumpe. Es 
kommt nämlich nicht darauf an, das irgend ein Punkt in der Kennlinie 
passt, sondern man muss die Pumpe finden, bei der der Arbeitspunkt am 
optimalsten liegt. D.h. die Anzahl der Stufen, die Stufen selbst und der 
Motor müssen so zusammen passen, das alles zusammen den optimalen 
Wirkungsgrad beim gewünschten Arbeitspunkt gibt. Bei der SDM 2-12 
haben'se in den Kennlinien zur Sicherheit den Wirkungsgrad weggelassen 
...

Ich habe Deine Zahlen mal bei Grundfos eingegeben, ich vermute mal Du 
meintest 4,5 m³/h bei 15 m Förderhöhe. Aus der Ergebnisliste fallen mir 
zwei auf:

- SP5A-4 5 m³/h bei 15m -> P1 ca 650W
- SQE 5-25 4.5 m³/h bei 15m (elektronisch abgeregelt) -> P1 ca 470W

Die SQE braucht also gerade mal ein Drittel der SDM 2-12 Pumpe. (Kostet 
allerdings um einiges mehr, dafür ist die elektronisch geregelt und es 
gibt keinen Anlaufstromstoß)

Anhand der Zahlen der Grundfoss Pumpen kannst du ja mal schauen, ob du 
was ähnliches bei IBO findest. Auf der polnischen Webseite gibts eine 
"IPRO Spinox 5-4" die scheint der SP5A-4 ziemlich ähnlich zu sein, 
selber Hersteller wie die "IBO SDM 2-12"

Christian W. schrieb:
> enn ich mir die günstigen ähnlichen Buderus Pumpen ansehe zahlt man
> dafür mindestens 800 €.

Brunnenpumpen von Buderus?

von Christian W. (orikson)


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Andreas M. schrieb:
> Brunnenpumpen von Buderus?
Sorry, da war ich verwirrt. Ich meinte Grundfoss.

Danke für deine Suche! Ich hab zwischenzeitlich auch gesucht und habe 
ähnliche Pumpen gefunden.

Bei der IBO IPRO Spinox 5-4 gibt es in den technischen Daten noch die 
Angabe von 3.6 A Stromaufnahme, also bei 230 V auch 828 W bei 
angegebenen 370 W. Die Pumpe ist aber nicht wirklich gut verfügbar und 
kostet auch schon um die 400 €.
Ich habe auch noch die Pedrollo 4Blockm 6/3 (370 W) oder 4Blockm 8/3 
(550) gefunden, welche passen könnten.

Giovanni schrieb:
> 3) Mit 15m statisch plus 5m Druckverlust ergeben sich ~20m. Bei
> ~70lit/min hätten wir dann eine hydraulische Leistung von ~230W.
Ich habe mittlerweile verstanden dass in den Kennlinien erst einmal nur 
die zu überwindende Höhe relevant ist. Anhand dieser kann man dann 
ablesen welche Fördermenge zu erwarten ist (oder eben andersrum). Was 
mir aber noch nicht ganz klar ist, wie man auf diesen "Druckverlust" von 
5 m kommt. Der Rechner zum Druckverlust in der Leitung gibt etwa 0.5 bar 
Druckverlust aus. 1 m Wassersäule entspricht 0.1 bar. Ergeben sich 
daraus die 5 m "Druckverlust"?

von Giovanni (sqrt_minus_eins)


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Christian W. schrieb:
> Was
> mir aber noch nicht ganz klar ist, wie man auf diesen "Druckverlust" von
> 5 m kommt. Der Rechner zum Druckverlust in der Leitung gibt etwa 0.5 bar
> Druckverlust aus. 1 m Wassersäule entspricht 0.1 bar. Ergeben sich
> daraus die 5 m "Druckverlust"?
1
Wasser: rho = 1000kg/m³
2
Gravitation: g = 9.81m/s²
3
Druck: 1 bar = 10^5Pa
4
zB bei H = 10m
5
==> p = rho * g * H = 1000*9.81*10 = 98100Pa = 0.981bar = 981mbar
6
==> geschätzt:  10m entspricht 1bar

Wir bleiben bei der Pumpe und beim 55m langen Schlauch mit 26mm.
Ergibt bei 80lit/min einen Druckverlust von 2bar ist etwa 20m. Der 
Verlauf p(q) ist quadratisch.

im Bild: Pumpe + Anlage(statisch + Schlauch). Damit erhält man den 
Arbeitspunkt.

von Pete K. (pete77)


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Lu schrieb:
> die
> beim Motoranlauf neben dem üblichen, hohen Anlaufstrom noch zu beachten
> wären. So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du
> wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist.

Deswegen gibt es ja zu den Pumpen üblicherweise noch eine Anschlussbox 
mit dickem Kondensator, z.B.: 
https://www.amazon.de/Brunnenpumpe-tiefbrunnenpumpe-motorschutzschalterbox-anschlussbox-schaltkasten/dp/B0B74PWPQF

von Christian W. (orikson)


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Lu schrieb:
> So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du
> wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist.

Noch nie ne Auslösekennlinie von nem Leitungsschutzschalter gesehen? ;) 
Hatte ich noch nie Probleme damit mit ganz normalen B 16ern.

Pete K. schrieb:
> Deswegen gibt es ja zu den Pumpen üblicherweise noch eine Anschlussbox
> mit dickem Kondensator, z.B.:
Hat mit dem Anlaufstrom aber doch nichts zu tun. Der Kondensator ist 
doch nur zur Blindleistungskompensation?!

von Georg S. (randy)


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Christian W. schrieb:
> mir aber noch nicht ganz klar ist, wie man auf diesen "Druckverlust" von
> 5 m kommt. Der Rechner zum Druckverlust in der Leitung gibt etwa 0.5 bar
> Druckverlust aus.

Ich vermute es ist der Druckverlust durch den Strömungswiderstand des 
Wassers das mit einer gewissen Geschwindigkeit durch das Rohr muss. Die 
hat er als 0,5 Bar abgeschätzt, aber dann in eine "Höhe" der Wassersäule 
umgerechnet die man zur Pump-Höhe dazurechnen muss um den Druck zu 
berechnen den die Pumpe sieht.

von H. H. (hhinz)


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Christian W. schrieb:
> er Kondensator ist
> doch nur zur Blindleistungskompensation?!

Nein, der sorgt für die Phasenverschiebung, um ein Drehfeld zu bekommen.

von Lu (oszi45)


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Christian W. schrieb:
> Lu schrieb:
>> So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du
>> wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist.
>
> Noch nie ne Auslösekennlinie von nem Leitungsschutzschalter gesehen? ;)
> Hatte ich noch nie Probleme damit mit ganz normalen B 16ern.

Sicher hast Du noch nie versucht, solche Pumpe an einem Notstromaggregat 
zu betreiben? Spätestens dann wirst Du Dich an meine Sätze erinnern, 
dass die 6A auf dem Typenschild nur Spaß sind. Anlaufstrombegrenzer 
nützt Dir dann auch wenig, wenn die Kraft fehlt, die stehende 
Wassersäule zusätzlich zu überlisten.

von Andreas M. (amesser)


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Giovanni schrieb:
> im Bild: Pumpe + Anlage(statisch + Schlauch). Damit erhält man den
> Arbeitspunkt.

Dann also eher ne Spinox 5-8 oder SP5A-8.

von Armin X. (werweiswas)


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Lu schrieb:
> So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du wirst
> froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist.

Und wieder eine Person die sich wünscht, dass ein Leitungsschutzschalter 
geflissentlich bei GENAU dem Wert auszulösen hat der darauf angegeben 
ist und ab 16A kurzzeitiger Leitungsbelastung höchste Brandgefahr 
herrscht...

So ein Motörchen stellt selbst einen 13A Leitungsschutzschalter vor 
keinerlei Probleme!

von Christian W. (orikson)


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H. H. schrieb:
> Nein, der sorgt für die Phasenverschiebung, um ein Drehfeld zu bekommen.

Ist das nicht ein anderer (zweiter) Kondensator, der prinzipbedingt beim 
Kondensatormotor benötigt wird? 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor

Lu schrieb:
> solche Pumpe an einem Notstromaggregat zu betreiben?
Sind das nicht Äpfel und Birnen verglichen? Wenns ein anständige 
Aggregat ist dürfte es egal sein. Belastet man aber ein 1 kW Aggregat 
mit einer 1 kW (Nominalleistung) Pumpe, kann ich mir gut vorstellen dass 
dabei die Spannung einbricht und entsprechend die Leistung an der Pumpe

von Udo S. (urschmitt)


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Christian W. schrieb:
> Ist das nicht ein anderer (zweiter) Kondensator, der prinzipbedingt beim
> Kondensatormotor benötigt wird?
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor

Lese mal den Link durch.
Man unterscheidet Anlaufkondensatoren und Betriebskondensatoren.
Einen Anlaufkondensator benötigt man zum Anlaufen des Motors, wenn er 
gegen eine höhere Last läuft. z.B. bei der Brunnenpumpe. Der Kondensator 
wird normalerweise durch einen Zeitschalter oder Fliehkraftschalter oder 
stromabhängig nach dem Anlaufen abgeschaltet.
Es gibt Motorvarianten mit nur einem Anlaufkondensator und welche mit 
Anlauf und Betriebskondensator.

von Teo D. (teoderix)


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Udo S. schrieb:
> Es gibt Motorvarianten mit nur einem Anlaufkondensator und welche mit
> Anlauf und Betriebskondensator.

Das falsche "Links" erwischt! :)

von H. H. (hhinz)


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Christian W. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Nein, der sorgt für die Phasenverschiebung, um ein Drehfeld zu bekommen.
>
> Ist das nicht ein anderer (zweiter) Kondensator, der prinzipbedingt beim
> Kondensatormotor benötigt wird?
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor

Das ist ganz genau dieser Kondensator.

von Lu (oszi45)


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Christian W. schrieb:
> kann ich mir gut vorstellen dass
> dabei die Spannung einbricht und entsprechend die Leistung an der Pumpe

Hast Du also nie ausprobiert. Meine 370W Tiefbrunnenpumpe bringt beim 
Einschalten selbst das 2 kW-Aggregat an die Grenze. Man sollte den 
Einschaltstrom mit Wassersäule nicht unterschätzen.

von Andreas M. (amesser)


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Lu schrieb:
> Hast Du also nie ausprobiert. Meine 370W Tiefbrunnenpumpe bringt beim
> Einschalten selbst das 2 kW-Aggregat an die Grenze. Man sollte den
> Einschaltstrom mit Wassersäule nicht unterschätzen.

Meine nicht. die fährt ganz gemütlich von 0W auf ca 250 W hoch. Der 
Wechselrichter hat sich dementsprechend auch noch nie beschwert...

von Lu (oszi45)


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Es gibt eben geregelte und ungeregelte Pumpen je nach Preis.

von Jens G. (jensig)


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Lu schrieb:
> Christian W. schrieb:
>> Lu schrieb:
>>> So gesehen sind die 6,4A nur Spaß. Sie wird mehr brauchen und Du
>>> wirst froh sein, wenn der Weg zum Sicherungskasten nicht so weit ist.
>>
>> Noch nie ne Auslösekennlinie von nem Leitungsschutzschalter gesehen? ;)
>> Hatte ich noch nie Probleme damit mit ganz normalen B 16ern.
>
> Sicher hast Du noch nie versucht, solche Pumpe an einem Notstromaggregat
> zu betreiben?

Über was redest Du jetzt eigentlich? Ein Notstromaggregat ist kein 
Leitungsschutzschalter ...

Georg S. schrieb:
> Christian W. schrieb:
>> mir aber noch nicht ganz klar ist, wie man auf diesen "Druckverlust" von
>> 5 m kommt. Der Rechner zum Druckverlust in der Leitung gibt etwa 0.5 bar
>> Druckverlust aus.
>
> Ich vermute es ist der Druckverlust durch den Strömungswiderstand des
> Wassers das mit einer gewissen Geschwindigkeit durch das Rohr muss. Die
> hat er als 0,5 Bar abgeschätzt, aber dann in eine "Höhe" der Wassersäule
> umgerechnet die man zur Pump-Höhe dazurechnen muss um den Druck zu
> berechnen den die Pumpe sieht.

Genau so isses. Gilt aber immer nur für einen bestimmten Durchfluss. Je 
schneller es fließt, um so höher ist der Druckverlust.
Hat man eine Wassersäule zu überwinden, bei der der Durchfluss gegen 
null geht, hat man auch einen Druckverlust, der gegen Null geht. Die 
Pumpe sieht dann wirklich nur noch den Druck durch die Wassersäule.

von Rainer W. (rawi)


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Torsten B. schrieb:
> Das sind alles theoretische Werte, welche von der Realität abweichen und
> stark von den aktuellen Umgebungsbedingungenn abhängen können.

Du meinst, die Theorie, nach der die Werte bestimmt wurden, umfasst 
keine Umweltabhängigkeiten und beschreibt daher nicht das Verhalten 
unter den aktuellen Umweltbedingungen?
Was auch immer du mit dem Allgemeinplatz "aktuelle Umweltbedingungen" 
meinst. Die Daten werden von Parametern wie Rohrquerschnitt, Durchfluss, 
Strömungswiderstand u.a. beeinflusst.

: Bearbeitet durch User
von Armin X. (werweiswas)


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Ich merke grad, dass ich weiteren Beitrag übersehen hatte.

Lu schrieb:
> Sicher hast Du noch nie versucht, solche Pumpe an einem Notstromaggregat
> zu betreiben? Spätestens dann wirst Du Dich an meine Sätze erinnern,
> dass die 6A auf dem Typenschild nur Spaß sind. Anlaufstrombegrenzer
> nützt Dir dann auch wenig, wenn die Kraft fehlt, die stehende
> Wassersäule zusätzlich zu überlisten.

Eine stehende Wassersäule macht einer Kreiselpumpe genau gar nichts aus! 
Denn die pumpt solange sie anläuft durch den Gegendruck erst mal gar 
nichts und dadurch geht die aufgenommene Leistung erst einmal gegenüber 
dem tatsächlichen Fördervorgang deutlich zurück.
Ja, was überwunden werden muss ist der eigentliche Anlaufstrom des 
Motors. Der sollte aber von einem 2kVA-Moppel an einem 750W Motor 
kurzzeitig aufgebracht werden können.

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