Hat jemand die Werte des NF- Übertragers des "VE301", oder könnte die messen ? Ich habe viele Geräte, aber keinen VE, und keine Teile. Welche Kerngröße (B,H,T) ? Sieht auf Fotos nach wechselseitig geschichtet aus, kein Luftspalt ? Übersetzungsverhältnis soll 1:4 sein, und Windungszahlen 2500 (01 CuL): 10000 (0,7 CuL), als Gleichstromwiderstand angegeben sind 475 Ohm zu 4,75 kOhm (Webseite doknow de). In Ebay hält einer eine Handgurke an so ein Teilchen : 500 Ohm zu 7 kOhm. Impedanzangaben wären echt hilfreich. Ich denke, der VE- Übertrager ist nur die RE904 gedacht. Für einen anderen NF- Übertrager habe ich Angaben 5000:20000 Wdg., aber sonst keine Werte. Gleiche Übersetzung, aber andere Windungszahl- Der ist jedoch für die direktgeheizten Röhren der frühen Jahre. Hintergrund: Nachfertigung, ich benötige mehrere solcher Übertrager, die von Trioden gespeist werden. Leider ist die reine Angabe 1:4 nicht ausreichend- ich habe für den Ersatz eines defekten Übertrager mehrere mit gleichem Übersetzungsverhältnis einzusetzen versucht, aber nur einer funktionierte, bei den anderen... "kam kaum was raus", kaum Pegel, überhaupt keine Tiefen. Die könnten aber auch defekt gewesen sein, das weiß man nur, wenn man Werte zum Messen hat.
EI54 mit 18 mm Paketdicke, wechselseitig geschichtet. https://wumpus-gollum-forum.de/forum/thread.php?board=4&thread=23
Danke, schon mal diese Daten. Impedanz wäre noch nützlich- auch vielleicht von anderen solcher Trioden- Übertrager.
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Hallo Edi, https://www.radiomuseum.org/images/schematic-medium/gemeinschaftserzeugn/ve301_wn_dyn_ve301dyn_25081.png https://www.radiomuseum.org/images/schematic-medium/gemeinschaftserzeugn/ve301_wn_dyn_ve301dyn_52208.png Gruß bastler2022
Ich denke das der übertrager auf jeden Fall einen Luftspalt benötigen wird.
von Edi M. schrieb: >Leider ist die reine Angabe 1:4 nicht ausreichend- Wenn das das Windungsverhältnis ist, dann ist die Widerstandsübersetzung 1:16. >überhaupt keine Tiefen. Bedeutet die Induktivität ist zu klein. Wenn auch noch zu leise, könnte ein Windungsschluß vorliegen. Wie groß ist der Anodenstrom, wie groß ist die Anodenspannung? R = U / I damit hast du erst mal die Primärimpedanz. Wie groß ist die Impedanz des Lautsprechers? Die muß nun transformiert werden. Also wie ist das Verhältnis, Primärimpedanz durch Lautsprecherimpedanz? Daraus die Wurzel, dann hast du das Verhältnis der Windungszahlen. Luftspalt ist Pflicht, damit es keine Übertragungsverzerrungen gibt. Die Primärinduktivität sollte so groß sein, daß XL bei 50Hz etwa der Primärimpedanz entspricht, damit die Tiefen gut wiedergegeben werden. 100Hz reicht auch noch für Sprachverständlichkeit.
Günter L. schrieb: > Luftspalt > ist Pflicht Die 3 mA Anodenstrom kann der Trafo ohne Luftspalt ab (siehe Foto). Hifi ist der VE ohnehin nicht.
Herzallerliebster Günter, es gibt gar keinen Ausgangsübertrager, der zu Deiner Lautsprecherimpedanz passen soll. Es handelt sich um den Zwischenübertrager mit ü=1:4, der überträgt die NF vom Audion auf das Gitter der Endröhre. Günter L. schrieb: > Wie groß ist die Impedanz des > Lautsprechers? Die muß nun transformiert werden. > Also wie ist das Verhältnis, Primärimpedanz durch > Lautsprecherimpedanz?
Bastler 2022, Die PNG- Dateien sind nicht lesbar, zu weit runterkomprimiert. Bitte höher auflösen. Ja genau, Heinrich K, und alle Mitleser. es handelt sich NUR UM NF- ZWISCHENÜBERTRAGER. Von einer Triode zur nächsten. Kein Ausgangsübertrager. Und die Trioden sind direktgeheizte Buddeln der ersten Stunden des Rundfunks. Hintergrund: Ich restauriere und rekonstruiere historische Radios. 'Die hatten in der Anfangszeit keine RC- Kombis. @Günter L: "Luftspaltist Pflicht" Die Röhren hatten äußerst geringe Arodenströme, unter 1 mA, teilweise unter 0,1 mA ! Ein Luftspalt ist daher eher nicht nötig. @Günter L: >überhaupt keine Tiefen. Bedeutet die Induktivität ist zu klein. Wenn auch noch zu leise, könnte ein Windungsschluß vorliegen. Eine der beiden Möglichkeiten... genau das war auch meine Vermutung. Problem: Der betreffende Übertrage war in einem Gerät drin, dort waren 2 Stück Übertrager verbaut, aber beide Übertrager waren nicht original. Ob der Trafo je einwandfrei funktioniert hatte... nicht zu ermitteln. Ich habe dann einen Trafo gefunden, der es einwandfrei tat, damit war der Sache Genüge getan. Ich fand sogar eine gleiche Ausführung, wie der gut funktionierende Trafo. Hier nachzulesen: http://edi.bplaced.net/?Edi%26%23039%3Bs_Radios___1922_Westinghouse_RC___Inbetriebnahme_des_RC Ich habe jetzt mehrere Geräte und Projekte in Arbeit, und benötige einige solcher Übertrager. So werde ich wohl wickeln lassen müssen, vielleicht kann ich was aushandeln, wenn es eben mehrere sind- aber es sind Angaben für den Wickler nötig, darum eben die Frage nach Eckdaten. Schön wären Daten bekannte Übertrager, m. E. wäre die Induktivität auch wissenswert. Ich habe einiges gefunden- aber nie die Induktivität. Dies ist das Projekt, welches ich vor 2 Tagen fertigstellte, dort sind 2 Übertrager drin, mangels geeigneten Trafos ist da vorerst ein Impuls- Übertrager aus einem Fernseher oder Monitor drin, sowie ausgangsseitig ein gewöhnlicher EL84- AÜ. http://edi.bplaced.net/?2025_-_Edi%26%23039%3Bs_letzte_Projekte___2025-_Edi%26%23039%3Bs_letzte_Projekte-_Von_einem_Funkpionier_vor_100_Jahren_entwickeltes_Laengst-_und_Langwellen-_Radio_%28Fertig%29 http://edi.bplaced.net/?2025_-_Edi%26%23039%3Bs_letzte_Projekte___2025-_Edi%26%23039%3Bs_letzte_Projekte-_Von_einem_Funkpionier_vor_100_Jahren_entwickeltes_Laengst-_und_Langwellen-_Radio_%28Fertig%29___Videos-_Empfang_mit_dem_Nesper
Edi M. schrieb: > Bastler 2022, > Die PNG- Dateien sind nicht lesbar, zu weit runterkomprimiert. > Bitte höher auflösen. Hallo Edi, die Bilder sind nicht von mir, hatte Dir hier nur die Links dazu gesetzt gehabt. Bei Radiomuseum bekommst unter Schaltpläne die Unterlagen, da sind die mit bei dann. Hier noch der Link dazu. https://www.radiomuseum.org/r/gemeinsch_ve301dyn_w.html#pic-tabs-1 Gruß bastler2022
Der Edi hat, glaube ich, mal geschrieben, daß er sozusagen aktiver rm-Verweigerer sei 😁 Hier die Wickeldaten des Zwischenübertragers im VE301W "alt": ü=1:4 steht in den meisten zeitgenössischen Schaltplänen. primär: 2.500 Windungen 0,1mm CuL sekundär: 10.000 Windungen 0,07mm CuL
von Heinrich K. schrieb: >Es handelt sich um den Zwischenübertrager mit ü=1:4, der überträgt die >NF vom Audion auf das Gitter der Endröhre. Ach so, der Übertrager transformiert hoch, weil die Röhren damals noch keine besonders hohe Verstärkung hatten. Aber das zur Primärimpedanzberechnung gesagte gilt auch hier. Vielleicht hilft das hier auch weiter. https://www.darc.de/fileadmin/filemounts/distrikte/h/ortsverbaende/33/Vortr%C3%A4ge/DK8AR_R%C3%B6hrenbest%C3%BCckung_VE301.pdf Vielleicht läst sich auch ein Printnetztrafo zweckentfremden als NF-Übertrager. Die zwei 24V-Wicklungen in Reihe schalten, = 48V. 230V / 48V = 4,8. Damit hätte man dann ein NF-Übertrager mit einer Übersetzung von 4,8. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/printtrafo_4_8_va_2x_24_v_2x_100_ma_rm_25_mm-2487
Heinrich K. schrieb: > Der Edi hat, glaube ich, mal geschrieben, daß er sozusagen aktiver > rm-Verweigerer sei 😁 Paßt nur nicht- ein Sioux schließt sich nicht den Comanchen an... :-) > Hier die Wickeldaten... Danke, die habe ich ja schon, sind im Eröffnungsbeitrag genannt. Ich benötige Angaben zur Impedanz zum Vergleich. Günter L. schrieb: > Ach so, der Übertrager transformiert hoch, weil die > Röhren damals noch keine besonders hohe Verstärkung hatten. Auch. Hauptgrund war die Stromversorgung- Heizakkus und Anodenbatterien. Widerstandskopplung erforderte recht hohe Widerstandswerte, um da einigermaßen zu funktionieren, mußte eine höhere Anodenspannung her. So verwendet der im Beitrag vom 18.12.2025 21:12 verlinkte Empfänger schon mal 135 V Anodenspannung. Anodenbatterien hatten 22,5 und 45 V, also 3 Stück 45 V- Anodenbatterien. Und die Haltbarkeit ist begrenzt- das Gerät zieht 19- 25 mA. Günter L. schrieb: > Vielleicht läst sich auch ein Printnetztrafo zweckentfremden > als NF-Übertrager. Ja, sicher möglich. Kleinere Netztrafos, aber wegen der Bauform eher normale M- oder EI- Kerne wären eine Alternative. Die Primärwicklung sollte eine passende Impedanz haben. Sowie ich erfahren konnte, liegen diese bei 1,2 kOhm primär, also als Lastimpedanz der damals verwendeten Trioden. Als Beispiel 2 Schaltpläne eines in englischsprachigen Zeitschriften (USA, England, Australien) populären Radios der Mitte der 20er Jahre, einmal mit Trafos, einmal mit R/C.
Edi M. schrieb: > Danke, die habe ich ja schon, sind im Eröffnungsbeitrag genannt. > Ich benötige Angaben zur Impedanz zum Vergleich. Wickeldaten ja, aber mit viel zu dickem Draht sekundärseitig, guck mal genau hin😁 "Atwater" hat in seinen Modellen regelmäßig Impedanzen angegeben, zeitlich genau jene Ära.
Heinrich K. schrieb: > Edi M. schrieb: >> Danke, die habe ich ja schon, sind im Eröffnungsbeitrag genannt. >> Ich benötige Angaben zur Impedanz zum Vergleich. > > Wickeldaten ja, aber mit viel zu dickem Draht sekundärseitig, guck mal > genau hin😁 Primär habe ich auch 0,1er Draht geschrieben, sekundär 0,7... sdorry... da habe ich mich vertippt, aber das fällt ja auch sofort auf. > "Atwater" hat in seinen Modellen regelmäßig Impedanzen angegeben, > zeitlich genau jene Ära. Einige Literatur habe ich, da sind aber Teile- Katalognummern angegeben. Haben Sie eine konkrete Quelle ?
Na, wo wohl, alter Indianer? Bei den Rothäuten... die unscharfen Vorschaubilder sind ja auch als Gast erahnbar (Schaltbilder) Suchmaske dort eingeben: "alle Radios" Hersteller "Atwater" Jahre von "1919" bis "1924" Es sind mittlerweile irrsinnig viele Marken und Modelle gerade aus der Anfangszeit gelistet. Ich würd mich halt doch endlich mal anmelden. Hugh!🐎🪶
Heinrich K. schrieb: > die unscharfen Vorschaubilder sind ja auch als Gast erahnbar Unscharfe Vorschauen, die etwas "erahnen" lassen... Ist wie mit den oft gegebenen Buch- Hinweisen, ohne konkrete Seiten- Ausschniite, u. ä. Man kauft das Buch, und dann steht gar nicht das drin, was man sucht. Heinrich K. schrieb: ...alter Indianer...Bei den Rothäuten...Ich würd mich halt doch endlich mal anmelden. > Hugh!🐎🪶 Nö ! Ich habe gesprochen ! :-)
Heinrich K. schrieb: > "Atwater" hat in seinen Modellen regelmäßig Impedanzen angegeben Danke für den Hinweis- ich habe einen Ersatzteile- Teilekatalog von Atwater aufgestöbert- da sind für viele Modelle die Trafo- Nummern und Impedanzen drin- da kann man schon was mit anfangen. Tatsächlich sind da auch meist Angaben "prim./ sec. resistance" von 1- 2 kOhm primär, sekundär das 2- 7- fache.z. B. Nr.8060- 1000:7000 oder Nr. 26380- 2000:6000, Ausgangsübertrager 1- 2 kOhm, sek. 1 bis 4 Ohm.
Es gab vom VE301 zwei Ursprungs-Versionen: VE301GW (Allstrom) mit Röhren VC1, VL1, VG1 VE301W (Netztrafo) mit Röhren REN904, RES164, RGN354 Die Empfängerschaltung war bei beiden identisch. Der "Freischwinger"-Lautsprecher hing direkt in der Anodenleitung NF-Endröhre (kein Übertrager, ca. 2kOhm Spulenimpedanz). Anbei eine Beschreibung und Schaltbild des VE301GW aus Barkhausen, Band 4. Hab' die Daten des 1:4 Übertragers (offensichtlich kein Luftspalt) mal rot eingekastelt. Bei den Henry-Werten dürfte die Drahtdicke der beiden Wicklungen sehr dünn sein (evtl. 0,1 primär, 0,07mm sekundär, definitiv nicht 0,7mm). Weiter zwei Fotos von meinem VE301W. Die Abmessungen des Ü-Kerns betragen 54x60x20mm. Ich hatte vor Jahren mal einen desolaten VE301W wieder zum Spielen gebracht. Bei dem waren RES164 und RGN354 taub und die Primärwicklung des 1:4 Übertragers ohne Durchgang. Habe einfach die Sekundärwicklung als Anodendrossel verwendet - siehe Schaltbild. Die RES164 wurde notgedrungen durch eine PL95 ersetzt. Ach ja, in Serie mit der Si-Diode unbedingt einen relativ hochohmigen NTC vorsehen. Sonst steht eine Spannung von gut 400V an, bevor die Röhren Anodenstrom ziehen (leidvolle Erfahrung). mfg Horst
Die Suche nach Ersatz für einen solchen Zwischenübertrager hat dann auch ein Ergebnis gebracht. Atwater 7660/ 7661 Interstage transformer 1:3, 1700 : 3250 Ohm, das ist einer der Trafos für Modelle frühe 30, Trioden Serie 00/01, das ist, was ich suche. Da ist zu finden: Stancor A-53 Interstage transformer 10mA, 1:3, 7000 to 15000 Ohm, Größe 1 3/8" x 2 3/8". AES PT-153, Equivalent to Stancor A53-C, Audio Interstage, 10 mA 1:3, 10,000 to 90,000 ohms Stancor um 60 $, der AES sehr preiswert, 16 Dollar. Ein 10:90k Ohm von Hammond 37 Eu. Was ich sehr merkwürdig finde: Die immer höher werdenden Impedanzen. Ich werde auf jeden Fall PT-153 ordern- für den Preis kriegt man keine angefertigt.
Horst S. schrieb: > Hab' die Daten des 1:4 Übertragers (offensichtlich kein Luftspalt) mal > rot eingekastelt. Bei den Henry-Werten dürfte die Drahtdicke der beiden > Wicklungen sehr dünn sein (evtl. 0,1 primär, 0,07mm sekundär, definitiv > nicht 0,7mm). Vielen Dank ! Das ist genau die gesuchte Angabe ! 16 Henry zu 200 Henry... heftig. Ich habe einen ähnlichen Übertrager gemessen, und dachte an einen Meßfehler, , so hoch kann doch die Sekundär- Induktivität nicht sein... Ist aber wohl doch. Die 0,7 Draht hatte ich ja schon geschrieben, da hatte ich mich vertippt, 0,07 ist richtig.
Edi M. schrieb: > Hintergrund: Ich restauriere und rekonstruiere historische Radios. Dann kennst du ja Radiomuseen. Dieses hier ( http://www.radiomuseum-koeln.de/ ) habe ich vor Jahren mal besucht, die hatten da jemand, der zum Nachfertigen defekte Trafos abgewickelt, die Windungen ausgezählt und die Drahtdurchmesser gemessen hat. Auch wenn der womöglich nicht mehr lebt, hat das Museum doch sicher die Daten eines solch gängigen Empfängermodells archiviert.
@Rolf22, Inzwischen sind die Daten für den VE301- Trafo ja hier zusammengetragen. Aber sicher sind auch Daten vergleichbarer Übertrager interessant. Was immer noch bemerkenswert ist- die Impedanz- Angaben. Die historischen Trafos haben primär 1-2 kOhm, das wäre normal für Trioden genau richtige Anpassung an deren Ri. Sekundär eben das x- fache, kommt in etwa mit dem Übersetzungsverhältnis hin. Die in Foren als als Ersatz für die Oldies genannten Übertrager haben aber schon mal primär 7- 10 kOhm, sekundär bis 90 kOhm. Große Unterschiede im Verhältnis der Impedanzen. Ich nehme an, die sind eher der HiFi- Ärä zuzuordnen, modernere Röhren, Frequenzgänge anders, Bauformen anders (Schachtelung).
Heinrich K. schrieb: > primär: 2.500 Windungen 0,1mm CuL > > sekundär: 10.000 Windungen 0,07mm CuL das gefällt mir. Ich war schon an rätseln wie schwer der Bolide sein soll wenn man 10.000Wdg 0,7 macht :-) alles gut.
> sekundär: 10.000 Windungen 0,07mm CuL
Schon mal so dünnen CuL verschachtelt gewickelt? Reichlich dünn und
empfindlich.
Martin M. schrieb: > das gefällt mir. Ich war schon an rätseln wie schwer der Bolide sein > soll wenn man 10.000Wdg 0,7 macht :-) Als man Übertrager zwischen alle Niederfrequenz- Stufen baute, zählte wohl noch das Gewicht als Qualitätsmerkmal- ein Empfänger mit mehreren Niederfrequenz- Stufen wog durchaus mal einen Zentner. Um diese Zeit gab es noch reine Detektorempfänger, ohne eine einzige Röhre, in Größe eines Kühlschranks und netten 118 kg.
In einem Forum gab es eine Ersatzschaltung mit Transistoren für Übertrager. Die Energieversorgung entnahm die Schaltung ebenfalls dem Anodenstrom über einen Step-Down-Wandler. Für die SMD-Schaltung bietet die Wickelkammer in der Regel genügend Platz. Das dürfte aber ein zu großer Stilbruch für Dich sein, vermute ich mal.
Dieter D. schrieb: > In einem Forum gab es eine Ersatzschaltung mit Transistoren für > Übertrager. Ich kenne die Möglichkeiten der Kopplung und des Ersatzes. > Die Energieversorgung entnahm die Schaltung ebenfalls dem > Anodenstrom über einen Step-Down-Wandler. Für die SMD-Schaltung bietet > die Wickelkammer in der Regel genügend Platz. Schaltwandler verwende ich grundsätzlich nicht. Demnächst werde ich sogar einen solchen Wandler für Deckenleuchten gegen einen gewöhnlichen, eisenhaltigen Trafo austauschen. > Das dürfte aber ein zu großer Stilbruch für Dich sein, vermute ich mal. Allerdings. Wenn man wirklich instandsetzt, statt "verbastelt", wenn man wissen will, WIE Geräte einst funktionierten, muß man schon die Bauteile verwenden, die man in den Originalen verwendete.
Edi M. schrieb: > Allerdings. > Wenn man wirklich instandsetzt, statt "verbastelt", Klar, und zweiteres würde ich auch erst als Notlösung machen wollen. Und Schaltwandler vereiteln manchmal die Nutzung der älteren Empfänger in der Wohnung. Es gibt ja kaum noch Wohnungen mit dafür verwendbaren Antennen auf dem Dach.
Dieter D. schrieb: > Und Schaltwandler vereiteln manchmal die Nutzung der älteren Empfänger > in der Wohnung. Es gibt ja kaum noch Wohnungen mit dafür verwendbaren > Antennen auf dem Dach. So ist es. Und so habe ich alle Schaltwandler aus der Wohnung geschmissen, außer dem PC, an dem ich sitze. Der schlimmste Wandler, das war der eines Marken- CD- Players, hatte eine Stör- Reichweite von 2km. Was auch nicht zu vergessen ist: Die Übertrager hatten Eigenschaften, jeder seine eigenen, nicht mal der Ersatz eines Übertragers durch einen der "Empfohlenen" (weiter oben) ist immer so einfach möglich. Die genannten Geräte der "Schiffsanker- Klasse" besaßen ebenfalls Bauteile mit speziellen Eigenschaften- nur so waren sie in der Lage, Empfang von Kontinent zu Kontinent zu gewährleisten. Angehängt: Eine spezielle Spulenwickelart, die heute nur noch wenige Leute kennen, die Spulenkörper hatten Durchmesser bis 16 cm, dazu die passenden Drehkondensatoren, ca. 20 x20 cm, bis 5000 pF.
Edi M. schrieb: > Die genannten Geräte der "Schiffsanker- Klasse" besaßen > ebenfalls Bauteile mit speziellen Eigenschaften- nur so waren sie in der > Lage, Empfang von Kontinent zu Kontinent zu gewährleisten. > > Angehängt: Eine spezielle Spulenwickelart, die heute nur noch wenige > Leute kennen, die Spulenkörper hatten Durchmesser bis 16 cm, dazu die > passenden Drehkondensatoren, ca. 20 x20 cm, bis 5000 pF. Das sind Zeugen einer Zeit, als Metall als Material viel billiger und verfügbarer war als heutzutage. Man kann über die Jahre förmlich zusehen, wie die Resourcen unseres Planeten schwinden. Persönlich würde ich den Volksempfänger nicht für erhaltenswert betrachten, er war mit seinen direkt geheizten Röhren, dem Bakelit-Gehäuse, dem primitiven Audion und dem Freischwinger-lautsprecher schon zu seiner Zeit einfach nur schlecht und billig. Superhet-Empfänger, indirekt geheizte Röhren und dynamische Lautsprecher waren schon erfunden.
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Mark S. schrieb: > er war mit seinen direkt geheizten Röhren, dem > Bakelit-Gehäuse, dem primitiven Audion und dem > Freischwinger-lautsprecher schon zu seiner Zeit einfach nur schlecht und > billig. Der Sinn des Volksempfängers war ja auch, ihn als Propagandamittel möglichst massenhaft und billig unters Volk zu bringen...
Mark S. schrieb: >> Das sind Zeugen einer Zeit, als Metall als Material viel billiger und >> verfügbarer war als heutzutage. Man kann über die Jahre förmlich >> zusehen, wie die Resourcen unseres Planeten schwinden. Da hatten solche Gerätschaften aber kaum meßbaren Anteil dran. Serverfarmen, Raketen, Satelliten, Panzer- vergleichen Sie ! Und... die Nachhaltigkeit- einmal gebaut, funktionierte das Uralt- Zeug viele Jahrzehnte, und erst nach einem Menschenalter war eine Restauration nötig, bei der aber nur ein Bruchteil an Material neu reinkommt. Kann man das von heutigem Technik- Equipment sagen ? Der Umweltschaden EINES Windrades ist nach seiner Lebenszeit enorm- weil das Fundament dort bleibt, wo es ist. Erkundigen Sie sich, was das bedeutet. >> er (der VE) war mit seinen direkt geheizten Röhren, dem >> Bakelit-Gehäuse, ... << einfach schlecht. Direktheizer- Röhren waren niemals schlecht. Noch Jahrzehnte nach dem VE gab es sie- bis in die 80er noch im Hochspannungszweig von Fernsehern. Was ist schlecht an Bakelit ? Die heute berühmten, beliebten und teuer gehandelten Telefunken "Nauen", NORA "Sonnenblume" und Telefunken "Katzenkopf" sind Bakelit- Geräte. >> dem primitiven Audion und dem >> Freischwinger-lautsprecher schon zu seiner Zeit Freischwinger- ok, der war wirklich nicht so toll- es gab aber tatsächlich wesentlich bessere Ausführungen. Audion und primitiv ? Einspruch ! >> und billig. Es gab VE- Ausführungen mit hochwertigeren Bauteilen, keramische Drehkos und Fassungen, andere Spulensätze, nach dem 301 kan der Dyn mit permanentdynamischem Lautsprecher- der war schon recht gut. Peter N. schrieb: > Der Sinn des Volksempfängers war ja auch, ihn als Propagandamittel > möglichst massenhaft und billig unters Volk zu bringen... Im Prinzip richtig. Aber: Dennoch waren die Geräte -was noch nicht mal beabsichtigt war- auch Fernempfangs- fähig. Mit einer wirklich guten Antenne holen die den ganzen Planeten auf die Skale. Heute, ohne starke Lang- und Mittelwellensender in DE, gut zu demonstrieren. Antenne war damals das A und O. Und es gab zahlloses Zubehör, um VE- Kisten richtig aufzumotzen, Anpaß- Geräte, Sperrkreise, Vorsatz- Abstimmgeräte mit und ohne HF- Stufe, beleuchtete Skalen, Präzisions- Skalen, Anschlüsse für Tonabnehmer, sogar Truhen- und Schrank- Holzgehäusse, in die der VE paßgenau eingesetzt wurde. Es gab sogar den "Körting Super- Vorsatz", der den VE zu Superhet machte. ich weiß nicht, ob es jemals wieder ein Radios mit so einer irren Menge an Zubehör gab.
Jetzt sind wir in der Diskussion beim Volksempfänger... ja, der verwendet auch einen Übertrager, für den wir nun die Daten zusammenfanden. Es geht mir aber um NF- Zwischen- Übertrager, den auch der VE hat, aber in der Röhren- Ära, vor allem in den 20ern, waren Übertrager sehr verbreitet. Danach wurden Kraftverstärker aber noch lange mit Trafokopplung- und Endstufe gebaut, insbesondere Gegentakt- Endstufen. Übrigens gab es solche Trafo- Gegentakt- Verstärker auch mit Transistoren.
Edi M. schrieb: > Übrigens gab es solche Trafo- Gegentakt- Verstärker auch mit > Transistoren. Ja, weil man damit Gegentakt-Endstufen mit zwei gleichen Transistoren aufbauen konnte und nicht ein PNP / NPN Paar brauchte. Der Trafo übernimmt dann Phasenumkehr und DC-Trennung der Ansteuerung. War für Leistungsverstärker besonders zu Zeiten der Germaniumtransistoren verbreitet. Auch in kleinen Taschenradios mit Si-Transistoren, die aus 2 Mignonzellen betrieben wurden, waren oft zwei kleine NF-Übertrager verbaut.
Edi M. schrieb: > Übrigens gab es solche Trafo- Gegentakt- Verstärker auch mit > Transistoren. Thorsten S. schrieb: > und nicht ein PNP / NPN Paar brauchte. Der Komplementärtyp war deutlich teurer. Hinzu kam noch, dass die neuen Schaltungskonzepte oft noch dem Patentschutz unterlagen. Hinweise dazu waren früher in der Funkschau, ELO, Elrad und Elektor zu finden.
Thorsten S. schrieb: > Edi M. schrieb: >> Übrigens gab es solche Trafo- Gegentakt- Verstärker auch mit >> Transistoren. > > Ja, weil man damit Gegentakt-Endstufen mit zwei gleichen Transistoren > aufbauen konnte und nicht ein PNP / NPN Paar brauchte. Ja, da benötigte man aber... Übertrager. Und die sind aufwendig zu produzieren, und schwer & teuer. Die Eisenklopper wollte man ja am liebsten loswerden- darum gab es ja sogar Trickschaltungen für "eisenlose Endstufen" in einigen Röhrengeräten, Philips (NL), Sonneberg (DDR). Da mußte man aber auch mit anderen Problemen klarkommen- höhere Versorgungsspannungen für höhere Leistungsstufen wären nötig, die man wieder aus einem Eisen- Netztrafo gewinnen müßte, und... a<ufgrund der anderen Schaltungseigenschaften benötigte man hochohmige Lautsprecherspulen- 400/ 800 Ohm, die waren im Bau eine Herausforderung, und die großen Spulen ein Nachteil für die akustischen Eigenschaften. Also eher, weil man Röhren- Ersatz und Komplementärpaare noch nicht hatte. Später auch noch, weil man Leistungs- Komplementärtransistoren noch nicht hatte. Als Komplementär- Transistoren in allen Leistungsklassen verfügbar waren, war es das Aus für die Trafo- Gegentakt- Endstufen, bis auf Geräte geringer Leistung oder bei Billigheimern.
Mark S. schrieb: > Persönlich würde ich den Volksempfänger nicht für erhaltenswert > betrachten, er war mit seinen direkt geheizten Röhren, dem > Bakelit-Gehäuse, dem primitiven Audion und dem > Freischwinger-lautsprecher schon zu seiner Zeit einfach nur schlecht und > billig. Ob er primitiv, schlecht und billig war, sind nicht die Kriterien dafür ob etwas erhaltenswert ist oder nicht. Der VE ist halt ein Zeitzeuge seiner Zeit und ist genau aus diesem Grund erhaltenswert. Ich hatte mal als Bub (war da vielleicht 10Jahre) so ein Teil auf dem Boden eines Bauernhofes gefunden. Damals wußte ich nicht um den "Wert" bzw. die geschichtliche Bedeutung dieses Gerätes. Für mich war das halt nur eine Quelle um billig ein paar Bauteile wie Widerstände und Drekos zu gewinnen. Mit den Röhren konnte ich damals nichts anfangen und die wurden deshalb Zielobjekt für's Luftgewehrschießen. Heute ärgert es mich das ich das Gerät und auch noch einige weitere interessante Röhrengräte so behandelt. Heutzutage weis ich den Wert von so etwas zu schätzen. Es ist halt interessant wie man seinerzeit nach Lösungen gesucht und das Ganze technisch umgesetzt hat.
Edi M. schrieb: > die Werte des NF- Übertragers des "VE301" > ... aber nur einer funktionierte, Auge zu Jogis Röhrenbude! Übertragerfoto zur Ansicht, um Kerngröße zu ermitteln. https://www.jogis-roehrenbude.de/VE301.htm Den Rest dürfte man durch Widerstandsmessung der Wicklungen etwa ermitteln. Tabelle für Draht ist auch bei Jogi zu finden. NF-Wicklung könnte verschachtelt sein.
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Hans schrieb: > b er primitiv, schlecht und billig war, sind nicht die Kriterien dafür > ob etwas erhaltenswert ist oder nicht. Das ist Deine Ansicht, die sei Dir unbenommen. Ich bin da der Ansicht, das was damals Plunder war, ist heute alter Plunder. Alte Technik finde ich interessant, wenn sie auf der Höhe der Zeit war. Wie z.B. meine Nagra IV von 1972.
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Wenn es nach Marks Meinung ginge, wäre heute kein Museum mehr da. Übrigens gab es mehrere Varianten Volksempfänger (siehe Jogi) auch ohne NF-Trafo. Ziel der billigen Ausstattung war, dass sich jeder einen kaufen sollte.
Mark S. schrieb: > Hans schrieb: >> b er primitiv, schlecht und billig war, sind nicht die Kriterien dafür >> ob etwas erhaltenswert ist oder nicht. > Das ist Deine Ansicht, die sei Dir unbenommen. Ich bin da der Ansicht, > das was damals Plunder war, ist heute alter Plunder. Alte Technik finde > ich interessant, wenn sie auf der Höhe der Zeit war. Wie z.B. meine > Nagra IV von 1972. Meine "Nagra" hört nur auf den Namen Uher Report;-) Glückwunsch zu Deiner edlen Nagra IV. Diese Art "Plunder" ist zeitlos.
Ich schlage vor, Ihr macht für Eure Nagra und Uher einen eigenen Thread auf. Hier passt es jedenfalls nicht.
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Beitrag #7988800 wurde vom Autor gelöscht.
Mark S. schrieb: > Alte Technik finde > ich interessant, wenn sie auf der Höhe der Zeit war. Erhaltenswert fur mich persönlich, nicht allgemein. Ich bin kein Museum und möchte privat auch keines betreiben. Also es geht um meine ganz persönliche Neigung was ich für mich erhaltenswert erachte.
Nur interessiert deine persönliche Meinung dazu hier nicht die Bohne. Das ist nicht das Thema des Threads. Sonst kommt der Nächste und findet seine Miele Waschmaschine erhaltenswert.
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Al schrieb: > Sonst kommt der Nächste und findet > seine Miele Waschmaschine erhaltenswert. Klar, wenn das Ding zeitlich irgendwie zum VE passt: https://www.miele.de/de/m/deutschlands-aelteste-br-gewerbe-waschmaschine-am-hintersee-entdeckt-964.htm
@Edi, sag mal, wie stellst Du Deine geilen rosaroten Skalen her? mfg
Gerhard O. schrieb: > Meine "Nagra" hört nur auf den Namen Uher Report;-) Mist - bei mir werkelt auch noch so eine robuste Tastatur - ist nicht totzukriegen, bis auf wenige Gummis - getauscht und wieder Jahre gut. Marantz hatte ähnlich gute Qualität in den 80-ern... wartungsarm wie die Mittelarmlehne für Leute mit einem Mittelarm.
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