Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik VIN am Konstantstromtreiber?


von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

eine Frage zu Constant-Current Boost Led Driver Schaltkreisen.
Bspw. TI LM3410, TPS92360, TPS61169, Diodes AP5724, AP5725, AP5726
Werden alle gleich beschalten mit Spule und Diode etc.
https://www.ti.com/product/de-de/LM3410

Meine Bauchschmerzen beziehen sich auf die Spule, die direkt an Vin 
hängt. Die Schaltung soll inkl. einem µC mit einem USB 5V Netzteil 
versorgt werden. Jetzt bin ich mir unsicher ob da nicht doch der µC 
gefährdet wird, durch vielleicht entstehende Induktionsspannungen bei 
Abschaltvorgängen?

Ich möchte für eine kleine Beleuchtung paar helle Leds (350mA) in Reihe 
betreiben, die mittels 2 Taster am µC heller oder dunkler einstellbar 
sind. Bevor ich dafür Mosfets einzeln ansteuere, dachte ich mir kannst 
einen Konstantstromtreiber verwenden. So der Gedanke.

Bleiben die 5V Versorgungsspannung im grünen Bereich trotz der Spule?

von Jens G. (jensig)


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Veit D. schrieb:
> Meine Bauchschmerzen beziehen sich auf die Spule, die direkt an Vin
> hängt. Die Schaltung soll inkl. einem µC mit einem USB 5V Netzteil
> versorgt werden. Jetzt bin ich mir unsicher ob da nicht doch der µC
> gefährdet wird, durch vielleicht entstehende Induktionsspannungen bei
> Abschaltvorgängen?

Dafür ist doch der C auf der Eingangsseite, der sowas schlucken soll.

von Gerd E. (robberknight)


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Der µC wird doch in den allermeisten Fällen nicht direkt von 5V 
gespeist, sondern Du hast da noch einen Spannungsregler auf z.B. 3.3V 
dahinter.

von Veit D. (devil-elec)


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Jens G. schrieb:

> Dafür ist doch der C auf der Eingangsseite, der sowas schlucken soll.

Ist das ausreichend oder könnte man noch Sicherheitshalber eine Diode 
dazwischen setzen? Also zwischen Versorgung des µC und der Versorgung 
des Konstantstromtreibers.

@ Gerd:
Doch, wird alles mit 5V versorgt. Wobei ich den Takt des µC niedrig 
einstelle, womit er unempfindlich(er) gegenüber Schwankungen der 
Versorgungsspannung wird.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Veit D. schrieb:
> Meine Bauchschmerzen beziehen sich auf die Spule, die direkt an Vin
> hängt.

Ströme in Spulen ändern sich nur 'langsam'. Abgesehen vom Ripple fließt 
ein ziemlich konstanter Strom durch die Spule.
Die hohen Spannungsänderungen hast Du auf der anderen Seite der Spule.
Hier solltest Du eine Kopplung zu anderen Schaltungsteilen vermeiden.

Veit D. schrieb:
> Ist das ausreichend oder könnte man noch Sicherheitshalber eine Diode
> dazwischen setzen?

Die Diode würde ich lassen. Die Spule sollte eine niederohmige 
Spannungsquelle sehen. Ist das nicht der Fall, bekommt man negative 
Spitzen auf der Versorgung. Also würde IN DEM FALL mehr Kapazität 
helfen.

Achte auf Dein Layout!


Gruß
Jobst

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo Jobst,

vielen Dank. Die Aussage hilft mir weiter.

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

ich hätte gern noch einen Tipp zur Auswahl der Spule und Schottky Diode.
Bei der Spule bin ich mir sicher das eine Coilcraft LPS5030 mit 4,7µH 
von den Eigenschaften locker passt. 83mOhm, Irms 1,3A, Isat 1,9A, SFR 
84MHz.
https://www.coilcraft.com/de-de/products/power/shielded-inductors/ferrite-drum/lps/lps5030/

Die Schottkyauswahl macht mir Probleme, weil meistens keine 
Schaltfrequenz angegeben ist. Erst wieder bei größeren SMB Bauformen 
steht es dabei. Kann mir jemand eine Empfehlung geben? Led Strom max. 
350mA. Die 4 Leds bekommen eine eigene Platine und werden mit Kabel und 
Stecker verbunden.

Im Datenblatt Layout Bsp. gibt es einen 2. Eingangskondensator und einen 
Widerstand am VIN. Was hat es damit auf sich? Im Schaltplan gibt es 
diese nicht.

von Jens G. (jensig)


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Veit D. schrieb:
> Die Schottkyauswahl macht mir Probleme, weil meistens keine
> Schaltfrequenz angegeben ist. Erst wieder bei größeren SMB Bauformen

Weil die keine Sperrschichterholzeiten kennen. Die schalten daher, 
praktisch betrachtet, immer schnell genug. Und deren 
Sperrschicht-Kapazitäten stören üblicherweise nicht.

> steht es dabei. Kann mir jemand eine Empfehlung geben? Led Strom max.
> 350mA. Die 4 Leds bekommen eine eigene Platine und werden mit Kabel und
> Stecker verbunden.

Nimm irgendeine, die 1A oder bißchen mehr verträgt ...

Veit D. schrieb:
> Im Datenblatt Layout Bsp. gibt es einen 2. Eingangskondensator und einen
> Widerstand am VIN. Was hat es damit auf sich? Im Schaltplan gibt es
> diese nicht.

Welches Datenblatt, welches Bild, ...? Man kann doch sicherlich genau 
spezifizieren, was genau Du da referenzierst.
Aber ganz sicher ist das ein Filter gegen Störspannungen/-ströme (EMV).

: Bearbeitet durch User
von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

Danke.
Das Layout Bsp. ist auf Seite 17.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Veit D. schrieb:
> Was hat es damit auf sich?

Es handelt sich um ein R-C Filter für die Versorgung des ICs.
Es sieht tatsächlich danach aus, dass dies nicht weiter beschrieben ist. 
Auch nicht in dem kurzen Kapitel 9.

Du kannst es in Deinem Layout ja vorsehen und den Widerstand erstmal mit 
0Ω bestücken.

Veit D. schrieb:
> Coilcraft LPS5030 mit 4,7µH

Ist ok.

Gruß
Jobst

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

Danke schön.

von Veit D. (devil-elec)



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Hallo,

habe mich rangesetzt. Erst ohne 2. Eingangskondensator (A), dann nochmal 
mit 2. Eingangskondensator + R (B). Ich würde nun zu Variante B 
tendieren. Wäre B so okay? Je nach dem wie das PWM Signal und 5V 
Anschluss an C88 Pin 1 zugeführt wird, könnte ich noch das Massepolygon 
von C5 + C88 nach unten ziehen.
Von welcher Größenordnung für R würde man reden, wenn es nicht 0 Ohm 
sein sollen? mOhm oder einstelliger Ohmwert? Eigentlich wünscht man sich 
ja keinen Widerstand in der Zuleitung.

Der Fehler im 3D PCB im oberen Layout, L1 nicht an C5 angeschlossen, 
rührt daher, weil durch das Einfügen von C88 + R88 sich Signalnamen 
geändert haben. Dessen 2D Layout ist vor den Änderungen für Variante B.

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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Veit D. schrieb:
> Wäre B so okay?

Nun hast Du aber ein RC-Filter vor der Spule, nicht mehr vor dem IC.

J3 fehlt im Layout.

Veit D. schrieb:
> Eigentlich wünscht man sich
> ja keinen Widerstand in der Zuleitung.

Stimmt. Warum die das da kommentarlos eingezeichnet haben wird 
unbeantwortet bleiben. Ich würde mir auch erst wieder Gedanken darum 
machen, wenn es wider erwarten Probleme geben sollte und so lange 0Ω 
einsetzen.

Gruß
Jobst

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

wegen J3, dass ist erstmal nur das Layout für den TI TPS. Der Rest macht 
mir keine Kopfschmerzen.  ;-)

Dann habe ich den Layoutvorschlag falsch verstanden. Und ich war so 
stolz auf mein Layout. ;-) Wenn der RC an der Spule falsch ist, macht in 
Nachbetrachtung wirklich keinen Sinn, dann kann ich das RC auch gleich 
weglassen und nehme Variante A mit nur einem Eingangs C. Denn die 
Größenordnung vom "RC" Kondensator ist auch nirgends angegeben.

Was ist in dem Fall besser?  Polygon um + von Eingangs-C und TPS Vin und 
Spule, womit alles schön "im Kreis" verbunden ist. Oder ein klarer 
Strompfad von Eingangs-C zu TPS Vin und dann erst zur Spule?

Frohe Weihnachten.

von Veit D. (devil-elec)



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Hallo,

lies mir keine Ruhe. Schaltplan und Layout ist korrigiert. Wobei sich am 
Layout nichts geändert hat, nur der VIN Einspeisepunkt hat sich nach C7 
verlagert. Led- führe ich noch unten raus - ist mein kleinstes Problem.
Jetzt kann ich alleine weitermachen. ;-)
Danke Euch.

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

Platine ist bestückt und es liegen keine 5V am USB-C an. Warum das? Ich 
verwende ein Handynetzteil mit USB-A Buchse und Kabel auf USB-C. Das 
Handy wird geladen. An meiner Leiterplatte liegen jedoch keine 5V an. 
Ich habe 2 verschiedene Ladenetzteile. Einmal eins welches nur 5V 
ausgeben kann und ein 40W was bis 10V ausgeben kann. Mit keinem von 
beiden liegen bei mir 5V an. Als ob die nicht wissen das sie 5V ausgeben 
sollen. Meine USB-C Bestückung ist für bis zu 900mA vorgesehen. Was habe 
ich falsch gemacht? Die USB-C Buchse eine 6 polige.

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

ich hatte dann 5V am größeren C7 fremd eingespeist und mein Netzteil mit 
eingestellter 50mA Strombegrenzung sagte mir immer Kurzschluss. Nachdem 
ich nun alle relevanten Teile die im Strompfad liegen runtergelötet 
hatte, FB1, C2, R13, D1 und U2 und ich immer noch einen Kurzschluss 
hatte, blieb ja fast nur noch die USB Buchse selbst. Als die runter war, 
war der Kurzschluss weg, obwohl äußerlich am sichtbaren Teil der Pins 
nichts zusehen war. Wieder drauf gelötet Kurzschluss weg. Ich vermute es 
gab im nicht sichtbaren Bereich zwischen Shield und VBus Kontakt.

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

ich kann nun endgültig Entwarnung für mich geben. Nachdem alle Bauteile 
wieder drauf sind, funktioniert die Schaltung erstmal wie 
gedacht/gewünscht. Egal ob fremd eingespeist oder USB Steckernetzteil. 
Die Leiterplatte hat nun etwas gelitten, aber ist ja der allererste Test 
mit so einem Teil von mir. Werde die Tage noch mit dem Oszi rangehen und 
paar Spannungen anschauen. Vielleicht kann jemand schon paar Aussagen 
zum Layout machen. Was man vielleicht am TPS Regler besser machen 
könnte.
Was ich zum TPS schon sagen kann. Wenn die Summe der Led Uf kleiner VIN 
ist, dann funktioniert die Stromregelung nicht. Die schießt gnadenlos 
über das Limit hinaus. Hierbei kann nur die Strombegrenzung vom Netzteil 
eingreifen. Das sollte man wirklich beachten.

Anmerkung:
An der USB-C Buchse sind aktuell nur die zwei 5.1k auf den richtigen 
Pads bestückt. :-) Die 56K sind derzeit nicht bestückt.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Veit D. schrieb:
> Nachdem ich nun alle relevanten Teile die im Strompfad liegen runtergelötet
> hatte, ...

Veit D. schrieb:
> Die Leiterplatte hat nun etwas gelitten, ...

Um solche Rundumschläge bei der Suche nach Kurzschlüssen auf einer 
Leiterplatte zu vermeiden, hilft es, den Leiterbahnwiderstand 
messtechnisch zu nutzen. Je weiter weg der Kurzschluss von zwei 
Messpunkten ist, um so größer ist der Widerstand. Damit lässt sich bei 
systematischer Vorgehensweise der Ort eines Kurzschlusses auch auf einer 
voll bestückten Leiterplatte recht gut eingrenzen.

: Bearbeitet durch User
von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

die Idee mit dem Leiterbahnwiderstand messen finde ich erstmal 
interessant und zu gleich schwierig, weil die Differenzen kaum messbar 
sind. Was mich allerdings mehr Gedanken erzeugen lässt ist, dass dabei 
auch die Kondensatoren in der Messung dabei wären. Damit kann man keinen 
Widerstand messen zwischen Vcc und Masse. Die erzeugen einen 
Dauerkurzschluss.

von Veit D. (devil-elec)



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Hallo,

ich habe mit Massefeder bestimmte Messpunkte gemessen. Ich denke für 
mich das ich erstmal keinen Störsender gebaut habe. ;-) Wäre nett wenn 
das jemand einschätzen würde.

von Rick (rick)


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Der Störsender versteckt sich in den Spikes. Versuch das mal mit der FFT 
im Oszi darzustellen.
Startfrequenz: DC
Stopfrequenz: 10 MHz bis 1 GHz
Y-Verstärkung: so hoch wie möglich und
Zeitachse (X) 100 ms (oder mehr)

Ich könnte Dir auch ein paar Nahfeldsonden ausleihen.

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