Hallo, ich verwende in einer Schaltung einen Diode Split Trafo (DST), der leider ein sehr wenig aussagekräftiges Datenblatt hat. Ich sollte Primärseitig so zwischen 35-40kV erhalten. Bisher bin ich mit Spannungsteiler im Einsatz - 5x 1Gohm und 1x 5Mohm, über welchen ich Messe. Ich möchte die Sekundärseit auch nur wenig belasten, daher die hohen Werte. Die gemessene Spannung würde ich mir primärseitig von einem µC auswerten lassen (mit Anzeige auf eine LCD). Um das ganze etwas sicherer zu gestalten, such ich nun nach einer Umsetzung mit galvanischer Trennung. Optokoppler scheiden aus, da der Strom duch die Widerstände zu klein ist. Hat jemand einen Vorschlag? Kapazitiver Spg.teiler geht ja auch nicht, da der DST kein AC ausgibt.
Da geht wohl nur Spannungsteiler und mit OP verstärken. Eine Möglichkeit ist auch ,.....Du lässt den ganzen Kram über Trenntrafo laufen. Wieviel VA das Gerät hat oder wie viel mA bei 40kV fließen weiß ich nicht.
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Impulsform beachten! ___I___I_ Das wird kein üblicher Sinus sein? Bei solchen Aktionen sind mir schon Leiterzüge weggebrannt! Ausreichend Abstand einplanen!
Das Ding braucht keine Sinusspannung, man kann das wie einen Sperrwandler betreiben. Dabei kann man evtl. ausnutzen, daß ein DST mehrere Stufen hat und damit alle Spannungen voneinander abhängen. Also wenn man die sekundärseitig abgegebene Spannung einer der AC-Wicklungen zur Spannungsmessung benutzt, schafft man vielleicht eine ausreichend genaue Messung der Hochspannung, genau wie man bei einem Sperrwandler mehrere Spannungen regeln kann, obwohl nur eine davon gemessen wird. 40kV sind übrigens schon ziemlich sportlich, da brauchst schon einen recht großen DST aus einem großen und scharfen PC-Monitor. Die hatten so um die 35..37kV, große Fernseher hatten weniger, vielleicht 30..32kV.
TV zB. 22 kV Datensichtgeräte max. 24 kV, eher weniger (je nach Größe).
Dominik schrieb: > Hat jemand einen Vorschlag? Wie genau muss es denn sein ? Denk an ein Schaltnetzteil, das liefert per Optokoppler zuruck. Die ungenaueren messen über eine zweite Wicklung (in deinem Fall deutlich niedrigerer Spannung, z.B. 10V) die dann primär gleichgerichtet wird und rechnen per Transformationsverhältnis zurück. Den Stromverbrauch eines hochohmigen Spannungsteilers wirst du im anderen Fall akzeptieren müssen, er entlädt auch den Ausgangskondensator damit du weisst, ab wann du keine mehr gewischt bekommst. Aber der Strom reicht nicht für eine LED oder deinen uC, dazu brauchst du eine ZWEITE galvanisch getrennte Spannung mit geringerer Spannung aber höherer Strombelastbarkeit die dann die Auswerteschaltung nach dem Spannungsteiler versorgt, deinen uC und seine galvanisch isolierte Kommunikation, z.B. Lichtleiter, Funk oder Trafokopplung. Wenn dein DST eine weitere Wicklung hat, gut, ansonsten einen ausreichend isolierenden DC/DC. Und es gibt sehr wenige die 40kV isolieren. Manche nutzen einfach eine 9V Blockbatterie zur Versorgung, andere Solarzellen und eine starke LED.
Dominik schrieb: > Ich möchte die Sekundärseit auch nur wenig belasten, daher die > hohen Werte. Braucht es in der Tat, denn die Ausgangsspannung ist gerade im oberen Bereich kaum belastbarer als bei z.B. ner Kaskade. Dafür sind 40KV aber überhaupt kein Problem, solange man hochohmig bleibt. Bau` einfach einen starken Sperrwandler mit z.B. 400V-Mosfet auf, da erreichst du selbst 70KV problemlos. Natürlich ist das dann nichts für den Dauerbetrieb... Mit nem großen DST kannst du locker 5cm und mehr selbständig durchschlagen lassen, was weit über 50KV, eher 100KV entspricht. Allerdings wirklich nur als Sperrwandler, Durchflusswandler sind zwar stärker, aber erwärmen den Kern stark, und man hat nur vielleicht 15KV oder so. Wozu das mit dem Optokoppler, einfach den Fußpunkt erden und gut ist... Normalerweise nutzen DSTs die Bildröhre als Kapazität. Solltest du gerade bei schnarchlangsamer Messung über OK auch machen, sonst misst du nur Mist.
Nochwas...erde unbedingt auch die Netzteil-Ausgangsspannung, sonst brauchst du bald ein neues. Die Hochspannung verschiebt dir über Ionisation sonst schnell den potentialfreien Ausgang des NTs, es kommt intern zu Überschlägen. Die meisten Netzteile sind diesbezüglich nämlich nicht definiert begrenzt, sondern es schlägt einfach am schwächsten Punkt über...
Uwe S. schrieb: > einfach den Fußpunkt erden und gut ist... Dann ist es nicht mehr galvanisch getrennt, was je nach dem was er vor hat ggf. notwendig ist, aber es ist viel einfacher die notwendigen Isolationsspannungen einzuhalten, denn bei galvanischer Trennung muss alles 40kV aushalten, bei Fusspunkterdung nur das heisse Ende.
Bei Hochspannung gibt es sowas wie eine echte galvanische Trennung nicht, weil Hochspannung diese überwindet sobald sie das isolierende Medium ionisieren oder durchschlagen kann. Das sollte man schon bedenken, sonst sind z.B. alle nicht gegen sowas gehärteten Geräte in der Werkstatt im Arsch wenn man darin sowas wie eine leistungsstärkere Teslaspule in Betrieb nimmt.
Dominik schrieb: > Um das ganze etwas sicherer zu > gestalten, such ich nun nach einer Umsetzung mit galvanischer Trennung. Hier zeigt sich, daß allein Angst zu dieser scheinbaren Notwendigkeit führt...
Was immer da drin ist hat bei meinem Barco CRT mit 35kV funktioniert und ein Bild auf dem Oszi ergeben.
Vielen Dank Euch für die Vorschläge. Ich denke aber ich sollte etwas konkreter werden ... ich bin dabei mir den ersten Aufbau von einem "singing arc" auf PCB zu machen. Heißt, ich hab einen 3,5mm AudioIN, einen kleinen Verstärker und am Ende einen TL494 als Modulator IC. Der Ausgang vom TL494 steuert dann das Gate von einem FET an, welcher an der Primärseite des Trafos hängt und dort 12V schaltet. Da ich kein Trafo von einem alten Fernseh hab, verwende ich diesen (https://www.hrdiemen.com/reparation/flyback/model/6638). Die gab's massig auf eBay, aber das Datenblatt ist eben ... naja. Ich hab zwar mal die L's aller Wicklung gemessen, aber ohne den Al-Wert kann man meines Wissens das Übersetzungsverhältnis nicht ausrechnen. Mit meinem kleinen Signalgenerator (leider nur SigOUT von einem Picoscope) von Zuhause konnte ich auch kein ü ermitteln. Daher einfach die HV-seitige Messungen mittels Teiler. Von OHMITE gibt es die SLIM-MOX10403 Reihe, diese schwebt mir vor. Aufpassen auf Luft- und Kriechstreckke aber bevor ich eben in einen µC gehen, möchte ich eben gerne galvanisch trennen. Für diesen Konzept funktionieren daher die Messansätze mit Trafo nicht, richtig? In meinem Fall ist es ja eben die HV-Spannung vom DST (siehe Link oben), welcher ja eigentlich schon DC ist, auf dem dann das Audio-Signal draufmoduliert ist. @Uwe S. - ich würde sagen, Respekt, nicht Angst ;-)
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Einen Plasmaspeaker mit TL494 habe ich auch umgesetzt: https://stoppi-homemade-physics.de/plasmaspeaker/ Wenn ich Hochspannungen messen möchte, nehme ich einfach einen 10W HV-Widerstand von aliexpress (z.B. 500 MOhm) und schalte diesen in Serie mit einem 1/4 W 500 kOhm Widerstand. Parallel dazu einfach das Oszi (obwohl ich hier auch immer nur mein Billigsdorfer nehme, denn ich möchte mir mein großes/teueres nicht zerschießen im Fehlerfall) oder das Multimeter, funktioniert bestens... Aliexpress-Link: https://de.aliexpress.com/item/1005008130822440.html
Dominik schrieb: > … > Da ich kein Trafo von einem alten Fernseh hab, verwende ich diesen > (https://www.hrdiemen.com/reparation/flyback/model/6638). Die gab's > massig auf eBay, aber das Datenblatt ist eben ... naja. Ich hab zwar mal > die L's aller Wicklung gemessen, aber ohne den Al-Wert kann man meines > Wissens das Übersetzungsverhältnis nicht ausrechnen. … Wickelschema findet man über den Link links oben https://www.hrdiemen.com/reparation/flyback/scheme/6638 Überlege nochmal, L=Al*W^2 und ü=W1/W2, da kann man auch ohne Kenntnis von Al das Übersetzungsverhältnis nur mit den Indukivitäten berechnen.
Wahrscheinlich reicht schon ein 50µA Drehspulinstrument am Spannungsteiler. So genau muss die Messung im KV-Bereich nicht sein. Ist halt analog.
> Wahrscheinlich
1. Entscheidend ist die Impulsform bei der Messung. Hohe Nadelimpulse
werden am Multimeter falsche Werte zeigen und evtl. Dein Messgerät
killen (Leiterzüge). Eine Hochspannungsmessspitze allein garantiert noch
keine richtigen Messwerte! Außerdem würde ich für eine spätere
Messschaltung immer mehrere hochohmige Widerstände in Reihe und
ausreichend Luftstrecke empfehlen wegen der Spannungsfestigkeit.
2. Ob Dein Trafo für die gewünschten Frequenzen überhaupt geeignet
ist, wäre die nächste Frage. Ein Zeilentrafo mit Ferritkern arbeitet
dauerhaft mit 15kHz. Für niedrige Frequenzen wären Eisenbleche als Kern
zu überlegen?
Lu schrieb: > 2. Ob Dein Trafo für die gewünschten Frequenzen überhaupt geeignet > ist, wäre die nächste Frage. Ein Zeilentrafo mit Ferritkern arbeitet > dauerhaft mit 15kHz. Für niedrige Frequenzen wären Eisenbleche als Kern > zu überlegen? Bitte google mal zum Thema Amplitudenmodulation.
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