Da es bei uns extrem mau mit Internet aussieht, wir ausschließlich 16MBit DSL, keinerlei Mobilfunk Abdeckung und der Glasfaserausbau auf unbestimmte Zeit verschoben wurde (Die Leerrohre liegen schon seit 2 Jahren im Boden -.-) haben wir uns entschlossen Starlink eine Chance zu geben. Seit zwei Tagen haben wir es nun aktiv. Was soll ich sagen: Grandios! Mitten im tiefsten Wald, in einer Schlucht vor einer Talspeere bei Nebel - es funktioniert absolut tadellos mit immer umme 300Mbit. Nun brauche ich das ganze Router Geraffel von Starlink nicht. Der Dish (die Antenne) steht auf dem Dach - davon geht ein Netzwerkkabel zum Starlink-Router welcher auf Bypass Mode steht, davon geht ein Kabel in meinen Server (OPNsense über Proxmox), der DSL Anschluss läuft aktuell noch über FailOver als zweites Gateway. Meine Frage: So wie ich das verstehe funktioniert der Starlink-Router aktuell, da im Bypass Modus, momentan als PoE Injektor für die Antenne. Die Antenne zieht ca. 30W - kann aber wohl, wenn man das Schneeschmelzprogramm startet, bis zu 100W ziehen. Da ich absolut keinen Plan von PoE habe: - Kann man die Antenne einfach über einen PoE Injektor betreiben? - Kann dieser PoE Injektor meinem Netzwerk welches nicht auf PoE ausgelegt ist, gefährlich werden (Switch, Server)? - Welches PoE Modul kann man da nehmen?
Rene K. schrieb: > - Kann dieser PoE Injektor meinem Netzwerk welches nicht auf PoE > ausgelegt ist, gefährlich werden (Switch, Server)? Ja das kann es. Daher gibt es auch dafür PoE-Splitter um dahinter ein PoE-freies Unternetz zu betreiben.
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Rene K. schrieb: > Nun brauche ich das ganze Router Geraffel von Starlink nicht. Hast du ja auch nicht mehr, weil... > Starlink-Router welcher auf Bypass Mode steht ... das damit kein Router mehr ist, sondern nur noch ein "Modem". > Meine Frage: So wie ich das verstehe funktioniert der Starlink-Router > aktuell, da im Bypass Modus, momentan als PoE Injektor für die Antenne. Auch. Macht aber noch einiges mehr. Inbesondere auch die Authentifizierung gegenüber dem Netz des Providers. > - Kann man die Antenne einfach über einen PoE Injektor betreiben? Nein.
Nein, das ist bei Starlink anders. Die Authentifizierung läuft nicht über den Router sondern über die Antenne selbst. Das "Modem" steckt quasi nicht im Router sondern direkt in der Antenne, sowie auch die Auth für Starlink. (Die ID der Antenne wird mit dem Konto verknüpft - es gibt keine "Anmeldedaten"). Der Router ist wirklich nur Router.
Rene K. schrieb: > - Kann dieser PoE Injektor meinem Netzwerk welches nicht auf PoE > ausgelegt ist, gefährlich werden (Switch, Server)? Es gibt 2 Arten von PoE: richtig und pfusch Das richtige PoE handelt über ein standardisiertes Protokoll die Anforderungen aus und schaltet erst dann die (passende) Spannung frei. Das Pfusch-PoE, manchmal auch beschönigend "passiv" genannt, liefert immer Spannung. Das Pfusch-PoE kann Ärger machen. Vor allem beim Einstecken, Ausstecken oder wenn der Kontakt nicht 100% sauber ist (z.B. Kondenswasser an der Antenne käme mir da in den Sinn). Wenn also jemand kommt und sagt "bei mir macht das seit Jahren keine Probleme" dann heißt das nicht viel. Das richtige PoE ist sauber entwickelt und macht Deinem Switch und Server nix. > - Welches PoE Modul kann man da nehmen? Für einen einzelnen Port wie bei Dir würde ich diesen Injektor empfehlen: https://www.raspberrypi.com/products/poe-plus-injector/ Du musst aber schauen ob der genug Leistung für Deine Antenne bringen kann. Ich habe aber mit Starlink keine Erfahrung, nur mit PoE allgemein.
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https://en.wikipedia.org/wiki/Power_over_Ethernet https://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0807021.htm Rene K. schrieb: > So wie ich das verstehe funktioniert der Starlink-Router > aktuell, da im Bypass Modus, momentan als PoE Injektor für die Antenne. > Die Antenne zieht ca. 30W - ..... Also versorgt der Router die aktive Technik in der Antenne (Schüssel), egal in welchem Modus der läuft, und warum willst du das ändern, so wie es läuft passt doch alles? Gibt es zu dem Gerät keine techn. Beschreibung wo das drin steht wie die PoE ausgelegt ist, aber weil du das ja schon sagtest mit den max. 100 W wird das wohl nur einfach erklärt sein, ohne Normen? Die beiden Links da oben sind halt schon umfangreiche Themen. Einfach einen Injektor reinschleifen wird wohl nicht ganz passen, wenn es über den Router ein zusätzl. PowerManagement gibt. Bei euch geht nur max. 16 MBit und mehr nicht, und das über Telekom, haben die euch vergessen im Ausbau die letzten Jahre?
Nevs schrieb: > und das über Telekom, haben die euch vergessen im Ausbau die letzten Jahre? Tja, und hier gehst Du davon aus die Telekom wäre weiterhin verpflichtet für die Grundversorgung mit Telefon und Internet. Das wäre immer so, wenn ein anderer Anbieter nicht dazu bereit wäre. Also, erst mal recherchieren, wer hier von der BNetzA den Ausbau machen sollte und dann den nennen, der es nicht macht. Nicht immer den gleichen Anbieter zur Buhperson machen. ;-)
Gerd E. schrieb: > Das richtige PoE ist sauber entwickelt und macht Deinem Switch und > Server nix. naja, wir hatten mal massivst Probleme mit Olimex POE ESP32 - das "richtige" POE braucht eine Mindestlast - die dann ggfs in Widerständen verheizt werden muss So toll ist das richtige POE auch nicht
Heinz R. schrieb: > das > "richtige" POE braucht eine Mindestlast - die dann ggfs in Widerständen > verheizt werden muss Du hast PoE nicht verstanden, wie auch viele andere Dinge nicht. Es gibt keinen Grund, bei IEEE 802.3a* eine Mindestlast zu fordern. Zwingend ist die Anforderung per Daten, ohne gibt das keine Speisung. Er wird wohl keinen Switch mit PoE gemäß IEEE 802.3a_irgendwas finden, der die im Winter notwendigen 100 Watt liefern kann. Vor allem weiß niemand, was die Starlink-Antenne macht. Da sie nur im Paket verkauft wird, gibt es keinen Grund, irgendwelche Standards zu implementieren. Heinz R. schrieb: > So toll ist das richtige POE auch nicht. Es funktioniert, aber ist nichts für Elektroniker auf Kindergartenniveau.
Dieter D. schrieb: > Rene K. schrieb: >> - Kann dieser PoE Injektor meinem Netzwerk welches nicht auf PoE >> ausgelegt ist, gefährlich werden (Switch, Server)? > Ja das kann es. Wie soll eine PoE Einspeisung nach IEEE802.3 einem Netzwerkgerät gefährlich werden? Ethernet hat überall Eingangsübertrager, die <60V werden bei PoE symmetrisch eingespeist und stören dort nicht, die Isolationsspannung ist viel höher.
Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234) 22.12.2025 22:43 Du gehst einem mit deinem Bullshit nur auf die Nerven, schau dir deine Bewertungen im 1. Beitrag von dir an. Das von mir war eine Frage und keine Feststellung, falls du das nicht kapierst! In der Frage kam es nicht auf den NB an, wenn dir langweilig ist such dir jemand anderen zum Ko-Kommentieren!
Beitrag #7983720 wurde vom Autor gelöscht.
Manfred P. schrieb: > Du hast PoE nicht verstanden, wie auch viele andere Dinge nicht. Es gibt > keinen Grund, bei IEEE 802.3a* eine Mindestlast zu fordern. Zwingend ist > die Anforderung per Daten, ohne gibt das keine Speisung. schau mal hier; das mit den 300ms Beitrag "Ollimex ESP32-POE - zu heiß im POE-Betrieb"
Wolf17 schrieb: > Wie soll eine PoE Einspeisung nach IEEE802.3 einem Netzwerkgerät > gefährlich werden? Auf der Netzwerkkarte sitzt ein Transformator, der nur Wechselstrom überträgt. Gleichströme werden geblockt. Es gibt Geräte, die die 60V nicht sehr lange am blockenden Kondensator oder den Ableitwiderständen verkraften, oder die nichtlinearen Verläufe von Kerkos stören (Kapazitätsabnahme) bereits die Übertragung. Zumindest hat PoE vor kurzem den USB-C zu LAN Adapter eines Admins gekillt. Wenn alle Geräte am LAN nicht bekannt sind, liegt man mit dem "Ja" auf der sicheren Seite.
Daher sollte der TO nach PoE gemäß 802.3af, also mit dem Resistive Power Discovery Verfahren schauen.
Vier Dinge kann ich aus eigener Erfahrung beisteuern: 1. Den WiFi-Umsetzer (Router) braucht man nicht - wie auch schon teilweise gesagt wurde. Es funktioniert mit der Antenne direkt. 2. POE: Einen für Starlink passenden Einspeiseadapter kaufen. Achtung, es gibt je nach Modell und Generation verschiedene Leistungsbedarfe. Netzteil tatsächlich nach Nennbedarf auslegen, bitte nicht meinen oder schätzen. Ratschläge bzgl. POE-Normen sind nicht hilfreich, es ist schlicht nicht konform. Einfach einen GEEIGNETEN kaufen (Yaosheng ist empfehlenswert, hochwertig) 3. Das Originalkabel verwenden oder eines, das speziell für Starlink hergestellt wurde. Die Adern im Original sind schon vergleichsweise massiv ausgelegt, Stecker sind ebenfalls gefordert. 4. Die Heizung wird nicht (oder nicht nur) über die Temperatur gesteuert. Wir haben die Beobachtung mit einer Starlink-Mobilversion gemacht, dass die Heizung immer dann angesteuert wird, wenn der Empfang schlechter wird (z.B. Fahrzeug fährt in eine Halle oder Abschattung durch Bäume). Offensichtlich geht man nicht nur von Schnee und Eis aus sondern auch von Betauung (wofür es keinen Sensor gibt).
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Harald A. schrieb: > Vier Dinge kann ich aus eigener Erfahrung beisteuern:... Vielen Dank für dein Post, die erste wirklich nützliche und weiterführende Info hier im Thread. Das Originalkabel wird ohnehin verwendet. Qualitativ empfinde ich das auch als sehr hochwertig, auch die Feuchte- / Staubgummierung am Anschluss hat ja seine Daseinsberechtigung. Harald A. schrieb: > Achtung, > es gibt je nach Modell und Generation verschiedene Leistungsbedarfe. Ich habe den Gen3 V4 - der ist überall mit Maximal 100W angegeben. Harald A. schrieb: > Die Heizung wird nicht (oder nicht nur) über die Temperatur > gesteuert. Das ist wirklich interessant zu wissen, ich dachte immer ich muss den Dish manuell in den Abtaumodus bringen (über die App). Ich werde mir den Yaosheng mal ansehen.
Und bemesse das Netzteil in deinem Fall dann ruhig mit 150W Nennleistung, denn selbst höherwertigere Netzteile wie Meanwell sollten meiner Meinung nach nicht längerfristig an ihrer Leistungsgrenze betrieben werden. Bei Amazon gibt es einige Sets mit Einspeiseadapter und Netzteil. Gerade in Sachen Netzteil sind diese Sets oft nicht gut weil sie minderwertige oder grenzwertig dimensionierte Netzteile enthalten. Besser getrennt kaufen. BTW: Ist übrigens wirklich eine Schande, dass Starlink das Kästlein nur mit WiFi ausgestattet hat, eine zusätzliche RJ45 hätte nicht die Welt gekostet. Durch diesen Umstand müssen viele User zusätzlich investieren und basteln. Ist ja auch nicht so, dass Starlink dadurch zusätzlichen Umsatz hätte, die bieten das (für die Consumerversion) garnicht an.
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