Servus, angehängte Schaltung ist für einen MW- und UKW-Empfänger Anfang der Siebziger. Mir ist der Sinn/Funktion des veränderlichen Widerstandes (Thermistor?, Varistor?) links oben (Hervorgehoben mit inverser Farbgebung) nicht klar. IMHO macht es nur als Schutzbeschaltung Überspannung (Gewitterblitz) Sinn. Physisch liegt die Schaltung nicht vor, deshalb kann man die bauform etc nicht als Indiz heranziehen. Das Ganze ist aus der automotiv-Branche, also eher "mobiler Ground" ;-)
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Varistor zur Ableitung von statischer Aufladung. Im Anhang ein ähnliches Eingangsteil. Da sieht man das "U" am Bauteil.
Mario M. schrieb: > Varistor zur Ableitung von statischer Aufladung. Ist ja bei einem Auto nichts unbekanntes...
> Varistor zur Ableitung von statischer Aufladung.
Danke für die Erklärung, das wird es wohl sein.
Über den Varistor steht im Rothammel's Antennenbuch, das man diese wegen
ihrer hohen Eingangskapazität nur bis 30 kHz einsetzen könnte.
Im Automobilbereich mit den Risiko der Entstehung von zündfähigen
(Benzin-)dämpfen ausserhalb des Motors ist Schutz vor statischer
Entladung wohl angebracht.
Ausserhalb dieses Bereiches könnte man überlegen, ob man die
diesbezügliche Schutzbeschaltung entfernt um die Eigenschaften des
Empfängers zu verbessern. Deshalb findet sich wohl in den
Empfängerschaltungen ausserhalb des Automobilen Bereiches nichts
dergleichen.
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Moin, Bradward B. schrieb: > Das Ganze ist aus der automotiv-Branche, also eher "mobiler Ground" ;-) Hm. Also bei automotive finde ich jetzt aber einen 335p(wo das p irgendwie aussieht wie µ, aber dann noch bizarrer waere) Drehkondensator noch eigenartiger als irgendwelche Varistoren... Gruss WK
> Hm. Also bei automotive finde ich jetzt aber einen 335p(wo das p > irgendwie aussieht wie µ, aber dann noch bizarrer waere) Drehkondensator > noch eigenartiger als irgendwelche Varistoren... Pico-Farad in Empfänger-Eingangskreisen sind IMHO gängig, g'rad für die Siebziger, bei Drehkondensatoren erst recht - Luft ist nun mal kein besonders gutes Dielektrikum: https://de.wikipedia.org/wiki/Permittivit%C3%A4t#Werte_f%C3%BCr_ausgew%C3%A4hlte_Materialien Das da der Wert auf drei Stellen angegeben wird ist m.E. kein Indiz dafür, das es sich auch um ein Bauteil mit einer Toleranz im ‰-Bereich handelt. Dafür hat man hohe Spannungsfestigkeit, die gerade in der Nähe von Verbrennermotoren (Zündkerze, Anlasser) von Vorteil ist.
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Mario M. schrieb: > Da sieht man das "U" am Bauteil. Und ein -v in Bradwards Bild ... Bradward B. schrieb: > Über den Varistor steht im Rothammel's Antennenbuch, das man diese wegen > ihrer hohen Eingangskapazität nur bis 30 kHz einsetzen könnte. Deswegen ist ja noch die Spule davor, um die HF vom Varistor fernzuhalten ...
Moin, Bradward B. schrieb: > Pico-Farad in Empfänger-Eingangskreisen sind IMHO gängig, Natuerlich sind Drehkondensatorwerte von 500pF gaengig. Aber nicht in Autoradios. Da wurde zu der Zeit (vor Varicap) eigentlich viel lieber induktiv abgestimmt, also mit einer Spule, wo per Seilzug ein Ferritkern mehr oder weniger weit reingeschoben wurde. War wohl so ein Erschuetterungsding. Darum gings mir. Gruss WK
>> Da sieht man das "U" am Bauteil. > > Und ein -v in Bradwards Bild ... was auch ein "ausgefranztes" -ϑ wie bei Thermistoren sein könnte ... Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Schaltzeichen_ntc.svg leider gibts keine Stückliste/BOM in der man nachschauen könnte.
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Bradward B. schrieb: >> Und ein -v in Bradwards Bild ... > > was auch ein "ausgefranztes" -ϑ wie bei Thermistoren sein könnte ... Da muss bei einem dann aber schon die Phantasie etwas durchgehen, wenn man das da erkennen will. Außerdem macht das dort eher keinen Sinn.
>>> Und ein -v in Bradwards Bild ... >> >> was auch ein "ausgefranztes" -ϑ wie bei Thermistoren sein könnte ... > > Da muss bei einem dann aber schon die Phantasie etwas durchgehen, wenn > man das da erkennen will. Nicht mehr als ohnehin nötig um aus einem alten, Handgezeichneten und eingescannten Schaltplann etwas herauszu lesen. "-v" als Bestandteil eines Schaltzeichens ist auch nicht gerade standard; "ϑ" oder "U" dagegen schon. https://bauarchivddr.bbr-server.de/bauarchivddr/archiv/tglarchiv/tgl-em/tgl-em-011-1985.pdf > Außerdem macht das dort eher keinen Sinn. Deswegen fragt man ja, der Varistor macht aus Empfangstechnischen Gründen dort auch keinen Sinn. Und als Uberspannungsschutz nimmt man (heute) eher TVS-dioden oder Funkenstrecken, das sind aber andere Symbole.
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Bradward B. schrieb: > Pico-Farad in Empfänger-Eingangskreisen sind IMHO gängig, Dergute W. schrieb: > Natuerlich sind Drehkondensatorwerte von 500pF gaengig. Aber nicht in > Autoradios. Da wurde zu der Zeit (vor Varicap) eigentlich viel lieber > induktiv abgestimmt, also mit einer Spule, wo per Seilzug ein Ferritkern > mehr oder weniger weit reingeschoben wurde. Autoradio- Abstimmung mit Variometern, richtig, in den 70ern Alltag. Drehkondensatoren gab es eher in Autoradios der frühen Jahre, und die bewährten sich nicht- vor allem Feuchtigkeitsdichtheit, Korrosionsfestigkeit und Stabilität ließen zu wünschen übrig. Drehkos im Empfängereingang gab es aber dennoch- allerdings meist kleiner und als Trimmer ausgeführt- zur Antennenanpassung an die verschiedenen Autoradio- Antennen- beim Einbau des Autoradios wurde der Trimmer einmalig eingestellt. Edi, der viele Jahre Autoradio- Fuzzi war.
Bradward B. schrieb: >>> was auch ein "ausgefranztes" -ϑ wie bei Thermistoren sein könnte ... >> >> Da muss bei einem dann aber schon die Phantasie etwas durchgehen, wenn >> man das da erkennen will. > > Nicht mehr als ohnehin nötig um aus einem alten, Handgezeichneten und > eingescannten Schaltplann etwas herauszu lesen. "-v" als Bestandteil > eines Schaltzeichens ist auch nicht gerade standard; "ϑ" oder "U" > dagegen schon. Und an irgendwelche Standards halten sich alle? Und es gibt nur einen Standard? Neben U und V halten sich auch noch Z und MOV in freier Wildbahn auf. Es ist also nicht zu erwarten, dass man nur Varistor-Symbole mit einem U antrifft ...
> Und an irgendwelche Standards halten sich alle? Und es gibt nur einen > Standard? Neben U und V halten sich auch noch Z und MOV in freier > Wildbahn auf. Es ist also nicht zu erwarten, dass man nur > Varistor-Symbole mit einem U antrifft ... Ehrlich, das interessiert mich nicht im Geringsten ...
Bradward B. schrieb: > Ehrlich, das interessiert mich nicht im Geringsten ... irrelevant. Mich z.B. interessiert alles zu SiC und MOV VDR. Ich sammle die sogar und bin froh um jede Information zu exotischen Bauteilen. Bradward B. schrieb: > Über den Varistor steht im Rothammel's Antennenbuch, das man diese wegen > ihrer hohen Eingangskapazität nur bis 30 kHz einsetzen könnte. irrelevant bei statischer Aufladung. Bradward B. schrieb: > Im Automobilbereich mit den Risiko der Entstehung von zündfähigen > (Benzin-)dämpfen ausserhalb des Motors ist Schutz vor statischer > Entladung wohl angebracht. irrelevant - es geht nicht um Benzin. Die statische Aufladung erfolgte zweierlei: - zwischen KfZ und Straßenbelag. Die Reifengummimischungen waren damals schlecht. Später gabs bessere Reifen und die Antistatikbänder für Kfz hatten ausgedient. Heute obsolet. - zwischen Insasse und einigen Bodengummimatten. Das gibt es noch und ist unangenehm. Abhilfe war, über ein Metallstück - Autoschlüssel oder Münze - die Karosserie zu kontaktieren. Der Trick war damals schon bekannt und manche nutzten dazu die Autoantenne. War Schlecht für die Eingangsstufe.
Bradward B. schrieb: > Ehrlich, das interessiert mich nicht im Geringsten ... Ach. Haste Deinen Thread hier vollkommen umsonst und aus Langeweile aufgemacht?
>> Ehrlich, das interessiert mich nicht im Geringsten ... > > Ach. Haste Deinen Thread hier vollkommen umsonst und aus Langeweile > aufgemacht? Der thread wurde auf Suche nach einer Information bzgl Schaltungstechnik eröffnet, die wenige Minuten später dankenswerter Weise eintrudelte. Jetzt ist die Frage ob man mit der gegebenen Information die Schaltung verbessern kann. Dabei interessiert herzlich wenig welchen Zeichen man "auf freier Wildbahn" antrifft.
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Bradward B. schrieb: > Jetzt ist die Frage ob man mit der gegebenen Information die Schaltung > verbessern kann. Dabei interessiert herzlich wenig welchen Zeichen man > "auf freier Wildbahn" antrifft. Im Prinzip ja- mit dem erwähnten Drehkondensator/ Trimmer im Eingang. (C001, 15- 60 pF) Siehe angehängte Bilder.
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