Forum: HF, Funk und Felder EMV-Zulassung eines Unterwasser-Antriebssystems


von Elguerrero (elguerrero91)


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Ich entwickle ein batteriebetriebenes Unterwasser-Antriebssystem für 
Wassersport, das einen DC-Bürstenmotor nutzt. Wie bekannt, erzeugen 
DC-Bürstenmotoren durch Bürstenfeuer und Schaltvorgänge erhebliche 
hochfrequente Störungen (HF/EMI).

Im realen Betrieb befindet sich das gesamte Antriebssystem jedoch 
vollständig unter Wasser. Wasser (insbesondere Süß- und Salzwasser) 
wirkt aufgrund seiner elektrischen Eigenschaften stark dämpfend auf 
elektromagnetische Abstrahlung.

Für eine Produktzulassung (EMV) erfolgen die EMV-Messungen standardmäßig 
in Luft.


*Diskussionsfrage / Idee:*

Wäre es aus regulatorischer oder technischer Sicht denkbar, das System 
so auszulegen, dass:
- der Motor nur bei erkanntem Wasserkontakt freigegeben wird (z. B. über 
Drucksensor, Wassersensor),
- und das System bei EMV-Messungen in Luft automatisch im 
Motor-Aus-Zustand verbleibt?

Damit würde der geprüfte Zustand dem tatsächlich zulässigen 
Betriebszustand entsprechen und somit die EMV Grenzen einhalten.
Mich interessiert, ob jemand Erfahrungen mit ähnlichen Konzepten oder 
Rückmeldungen von EMV-Laboren hat.

von Karl B. (gustav)


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Was spricht eigentlich gegen geeignete Entstörmittel, wie Kondensatoren 
und Drosseln, wie sie in Motoren der geschilderten Art verbaut werden?
Ein E-Auto dürfte ja auch nicht unbedingt störungsarm sein.
Und da hat man diese Problematik glänzend gelöst.
Dort mal abgucken, wie die das gemacht haben.
Und ich bezweifle die Annahme, dass nur der Kontakt mit Wasser die 
EMV-Problematik grundsätzlich und vollständig löst.
Zum Beispiel wird mit U-Booten auch mit Unterwasserfunk kommuniziert.
Elektromagnetische Wellen pflanzen sich auch in Wasser aus. Mal unter 
Stichwort "Poyntingscher Vektor" nachschauen.
Zitat:
"...Brechungsindex und Geschwindigkeit: In Wasser (Brechungsindex 
\(n\approx 1,33\)) breiten sich Wellen langsamer aus als im Vakuum. Dies 
beeinflusst die Amplituden von \(\vec{E}\) und \(\vec{H}\) und damit den 
Betrag des Poynting-Vektors..."

ciao
gustav

von Michael B. (laberkopp)


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Elguerrero schrieb:
> Für eine Produktzulassung (EMV) erfolgen die EMV-Messungen standardmäßig
> in Luft.

Nein.

EN 55012:2007/A1:2009-07 misst das Boot fahrend im Wasser.

https://www.youtube.com/watch?v=up6vY84kZj0

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Mich interessiert, ob jemand Erfahrungen mit ähnlichen Konzepten oder
> Rückmeldungen von EMV-Laboren hat.

Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Gonschorek war in der Standardisierung der 
EMV-Normen als auch (über das Ingenieurbüro unter seinem Namen) in der 
EMV-Auslegung von Marine-Schiffen und U-Booten tätig.
Sein damaliger Büro-Kompagnon Ralf Vick ist heute noch beratend tätig 
und dürfte Anfragen bzgl. EMV-Prüfungen und Auslegung der 
Prüfvorschriften auch im maritimen Bereich aufgeschlossen sein:

https://www.emv.ovgu.de/Lehrstuhl/Mitarbeiter/Lehrstuhlinhaber/Prof_+Dr__Ing_+Ralf+Vick-p-664.html

Eines der von Gonschorek zitierten Beispiele zur Minimierung des 
EM-Feldes im Inneren eines U-Bootes war ein mehrfaches geteiltes 
Einzelleiter-Bündel mit entgegengesetzter Stromrichtung (Hin- und 
Rückleiter), also ähnlich einer twisted pair Leitung, bei der das H-Feld 
konstruktiv gedämpft ist.

Wegen der sensitiven Technik im Boot (Sonar, Funk) sind dort 
EMV-Massnahmen nötig, auch wenn "drumherum" nur Wasser ist.

: Bearbeitet durch User
von S. M. (lichtmensch)


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Elguerrero schrieb:
> Unterwasser-Antriebssystem für
> Wassersport, das einen DC-Bürstenmotor nutzt.

Damit würde ich es schon nicht mehr kaufen. Warum verwendet man wenn man 
jetzt etwas neu entwickelt nicht gleich einen effizienteren BLDC?
Wo siehst du den vorteil von Bürsten?

Elguerrero schrieb:
> Wäre es aus regulatorischer oder technischer Sicht denkbar, das System
> so auszulegen, dass:
> - der Motor nur bei erkanntem Wasserkontakt freigegeben wird (z. B. über
> Drucksensor, Wassersensor),
> - und das System bei EMV-Messungen in Luft automatisch im
> Motor-Aus-Zustand verbleibt?

Das erinnert mich stark an VW. Teststand erkennen und motor aus lassen. 
Nur das in zumindest den Prüfbetrieben die ich kenne echte menschen mit 
Ahnung sitzen und sicher fragen würden warum das garnicht funktioniert.

von P. S. (namnyef)


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Grundsätzlich ist erst mal viel denkbar. Ernst wird es erst, wenn ein 
Schaden entsteht und sich z. B. ein Staatsanwalt zusammen mit einem 
Sachverständigen anschaut, wem der Hintern versohlt werden kann.

Die vorgeschlagene Idee riecht aber direkt schon mal nach Pfusch. 
Erstens bekommen andere ihre Motoren ja auch entstört und zweitens gibt 
es ja vermutlich auch Betriebszustände wie Test, Wartung oder 
Inbetriebnahme, bei denen das Gerät eben nicht unter Wasser ist, der 
Motor aber dennoch angesteuert werden muss.

Die Details dazu purzeln normalerweise aus einer EMV-Risikoanalyse 
heraus, die man sowieso zwingend machen muss, falls die EMV-Richtlinie 
Anwendung findet.

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Ernst wird es erst, wenn ein
> Schaden entsteht und sich z. B. ein Staatsanwalt zusammen mit einem
> Sachverständigen anschaut, wem der Hintern versohlt werden kann.


Nein, (teuren) Ärger (Produktverbote, Rückrufe, Strafen) aufgrund 
überschrittener EMV-Grenzwerte  kann man auch bekommen, bevor 
irgendjemand zu Schaden kommt.

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikation/Technik/Marktueberwachung/MarkteinschraenkendeMassnahmen/EuVertriebsverbote.html

: Bearbeitet durch User
von Meister E. (edson)


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Hallo Elguerrero,

kann das Teil in einem Prüfstand betrieben werden, wo z.B. die 
Motorachse von einer Wirbelstrombremse belastet werden kann?
Dann würde ich mir zunächst die EMV-Eigenschaften in einem 
konventionellen Messaufbau - also Labor ohne Schwimmbecken ;) - 
anschauen.

Für genauere Überlegungen weiß ich zu wenig über Dein Projekt - ist das 
ein portables Gerät, das einen durchs Wasser zieht oder wird es wo 
drangebaut?

von Heinz R. (heijz)


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es gibt keine "EMV-Zulassung" - es gibt nur eine Konformitätserklärung, 
und die musst Du mitliefern

Wenn Du Dir der Sache sicher bist, erstellen und unterschreiben

Wenn Du unsicher bist - geh in ein Messlabor
Aber das Messlabor ist Deine eigene Sache, suchst Du selber, zahlst Du 
selber

So ein Messlabor ist kein TÜV-Stempel beim KFZ  - falls doch was nicht 
passt, es dadurch zu Problemen kommt - ist es wieder Dein Problem


Aber wenn Du im Messlabor warst - Du kannst im Schadenfall vor Gericht 
immerhin sagen Du hast Dein Bestmöglichstes getan

von Wolf17 (wolf17)


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Was wird es? Ein gegenüber bisherigen preiswerteres EFoil?
https://de.wikipedia.org/wiki/EFoil

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Das erinnert mich stark an VW. Teststand erkennen und motor aus lassen.

Also "illegale und versteckte Abschaltvorrichtung" ?!

Also wenn man es klar als "Schutzeinrichtung" kommuniziert eher nicht. 
Beispielsweise Mikrowelle, da ist auch ein Türschalter, der die 
Strahlungsquelle erst anschaltet wenn die Tür geschlossen ist.

Genauso könnte man hier argumentieren, das das Medium Wasser 
wesentlicher Teil der Schutzmassnahmen ist, um Störungen durch 
Ausstrahlung zu vermeiden.

Aber das diese Massnahmen ihren Zweck erfüllen, sollte man schon mit 
einem Test während der Entwicklung nachweisen und nicht dem Kunden als 
"Selbsterfahrung" aufbürden.

Und ein bißchen rechnen und simulieren wäre auch nicht schlecht als 
Indiz für verantwortungsbewusste Entwicklertätigkeit.

: Bearbeitet durch User
von Elguerrero (elguerrero91)


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danke für eure Kommentare.
Zuerst einmal geht es mir nicht darum eine "Abschalteinrichtung" zu 
installieren.

Der Sinn und Zweck der EMV Konformität ist dass mein System nicht von 
außen gestört wird und meiner auch die anderen Systeme nicht stört.

Da aber das System nicht für den Einsatz in der Luft sondern im Wasser 
gedacht ist, würde ich in der Luft ganz andere Werte bekommen wie im 
Wasser da Wasser elektrisch leitend ist und somit Störsignale schlucken 
würde. Dadurch würde es höchstwahrscheinlich nicht zu Störungen anderer 
Systeme kommen.

Meine Frage hat darauf abgezielt, ob durch den Einsatz von einem Sensor 
genau diesen Einsatz nämlich im Wasser implementiert und somit der Motor 
in der Luft gar nicht getestet werden kann!

Mir ging es darum wie der TÜV da vorgehen würde, ich frage am besten den 
TüV direkt :)

von Heinz R. (heijz)


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sag doch einfach "Gerät darf nur im Wasser berieben werden da es sonst 
kaputt geht" ?

Elguerrero schrieb:
> Mir ging es darum wie der TÜV da vorgehen würde, ich frage am besten den
> TüV direkt :)

der TÜV macht genau das wonach Du ihn fragst und bezahlst

Wenn Du sagst ich will das Teil im Wasser liegend gemessen haben misst 
er es im Wasser

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo elguerro.

Elguerrero schrieb:
> Ich entwickle ein batteriebetriebenes Unterwasser-Antriebssystem für
> Wassersport, das einen DC-Bürstenmotor nutzt. Wie bekannt, erzeugen
> DC-Bürstenmotoren durch Bürstenfeuer und Schaltvorgänge erhebliche
> hochfrequente Störungen (HF/EMI).

Solche Motore sind relativ einfach zu entstören. Verdrosseln und 
Abblockkondensatoren, geschickte Leitungsführung.
Aber besser sind BLDC-Motoren. Vermeiden auch das Wartungsproblem mit 
den Bürsten. Du must jedesmal danach das Gehäuse dicht kriegen.....

>
> Im realen Betrieb befindet sich das gesamte Antriebssystem jedoch
> vollständig unter Wasser. Wasser (insbesondere Süß- und Salzwasser)
> wirkt aufgrund seiner elektrischen Eigenschaften stark dämpfend auf
> elektromagnetische Abstrahlung.

U-Boot Modellbauer senden mit ihrer Funkfernsteuerung auch in 
Süßwasserseen.
Trick dabei: Fahrzeugantenne und Sendeantenne sind Unterwasser, die 
Grenzfläche Wasser/Luft erzeugt wegen des großen Unterschiedes in den 
relativen Dielektrizitätskonstanten eine Totalreflexion. Die 
Antennenlänge muss/kann dabei auf die langsamere  Wellenausbreitung im 
Wasser angepasst werden, und kann dadurch deutlich kürzer ausfallen. 
Süßwasser hat einen sehr kleinen Leitwert, und dämpft HF nur wenig.

Salzwasser hat einen deutlich höheren Leitwert und dämpft dadurch 
stärker.

Du musst also die EMV Entstörungen auch für den Fall dass das ganze 
Unterwasser ist mit berücksichtigen.

Noch ein Grund dafür: Dein Antriebssystem soll sich auch nicht selber 
stören.
Du wirst auch dort Elektronik haben, und wenn es nur Dein eigenes 
Batteriemanagementsystem des Antriebes ist. Das willst Du auch nicht 
stören.
Wenn Du dann noch Sensorik für irgendwas anderes hast, die soll auch 
nicht gestört werden.



> Wäre es aus regulatorischer oder technischer Sicht denkbar, das System
> so auszulegen, dass:
> - der Motor nur bei erkanntem Wasserkontakt freigegeben wird (z. B. über
> Drucksensor, Wassersensor),
> - und das System bei EMV-Messungen in Luft automatisch im
> Motor-Aus-Zustand verbleibt?
>
> Damit würde der geprüfte Zustand dem tatsächlich zulässigen
> Betriebszustand entsprechen und somit die EMV Grenzen einhalten.
> Mich interessiert, ob jemand Erfahrungen mit ähnlichen Konzepten oder
> Rückmeldungen von EMV-Laboren hat.

Nein. Das ist unrealistisch. Du möchtest eventuell auch außerhalb des 
Wassers testen, ob die Schraube dreht. Du machst Wartung und willst 
etwas testen, auch außerhalb des Wassers.

Woran willst Du sicher erkennen, ob Du außerhalb des Wassers bist?
Schwimmer oder Pilotrohr? Luftblasen oder starker Wellengang/Luftsprünge 
können diese Erkennung gut stören. Wenn die Erkennung über die Benetzung 
erfolgen soll, langt ein Spritzer, und es dauert dann bis zum 
vollständigen trocknen, dass wieder "ausserhalb des Wassers" erkannt 
wird.

Temperatur bzw. Wärmeabfuhr durch das Wasser ist auch problematisch. Du 
fährst durch stark unterschiedlich warmes Wasser, und Dir geht der Motor 
aus.

Setz Dich hin und entstöre das Teil. Das ist weniger schwer als Du 
denkst.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Elguerrero (elguerrero91)


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@berndwiebus:
Danke für deinen konstruktiven Beitrag.
Ich stimme dir zu, es gibt wohl keinen Weg an der Entstörung vorbei.

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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Elguerrero schrieb:
> Ich stimme dir zu, es gibt wohl keinen Weg an der Entstörung vorbei.

Schau da nach. Das Rad muss nicht neu erfunden werden:

Karl B. schrieb:
> Ein E-Auto dürfte ja auch nicht unbedingt störungsarm sein.
> Und da hat man diese Problematik glänzend gelöst.
> Dort mal abgucken, wie die das gemacht haben.

ciao
gustav

von Hmmm (hmmm)


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Karl B. schrieb:
> Ein E-Auto dürfte ja auch nicht unbedingt störungsarm sein.
> Und da hat man diese Problematik glänzend gelöst.
> Dort mal abgucken, wie die das gemacht haben.

Wieviele E-Autos mit Bürstenmotoren kennst Du? Kinderspielzeuge mit 
vmax=6km/h zählen nicht.

Sowas kann man sich eher bei einem Rasierer oder einem 
batteriebetriebenen Ventilator ansehen, da sind es die üblichen Cs 
direkt am Motor.

von Hans W. (Firma: Wilhelm.Consulting) (hans-)


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Elguerrero schrieb:
> Im realen Betrieb befindet sich das gesamte Antriebssystem jedoch
> vollständig unter Wasser. Wasser (insbesondere Süß- und Salzwasser)
> wirkt aufgrund seiner elektrischen Eigenschaften stark dämpfend auf
> elektromagnetische Abstrahlung.

überschätze das mal nicht... EMV fängt grundsätzlich bei 9kHz an...da 
kann man auch mit u-booten über größere Distanz kommunizieren.

Bernd W. schrieb:
> Elguerrero schrieb:
>> Ich entwickle ein batteriebetriebenes Unterwasser-Antriebssystem für
>> Wassersport, das einen DC-Bürstenmotor nutzt. Wie bekannt, erzeugen
>> DC-Bürstenmotoren durch Bürstenfeuer und Schaltvorgänge erhebliche
>> hochfrequente Störungen (HF/EMI).
>
> Solche Motore sind relativ einfach zu entstören. Verdrosseln und
> Abblockkondensatoren, geschickte Leitungsführung.
> Aber besser sind BLDC-Motoren. Vermeiden auch das Wartungsproblem mit
> den Bürsten. Du must jedesmal danach das Gehäuse dicht kriegen.....

full ACK!

Im übrigen: Bei EMV wird worst-case getestet wenn möglich und 
realistisch.
Wenn "luftsprünge" möglichs sind, dann könnte man auch im trockenen 
testen.
Ob realistisch, muss im Normalfall der Entwickler entscheiden.

Wassersport ist mir tatsächlich noch nicht in den Normen 
untergekommen... Boote wurden oben zwar genanne... ob das da reinfällt 
müsste man in den Definitionen gegenchecken.

73

von H. H. (hhinz)


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Hmmm schrieb:
> Wieviele E-Autos mit Bürstenmotoren kennst Du? Kinderspielzeuge mit
> vmax=6km/h zählen nicht.

Ist noch nicht so lange her, da hatten die auf 45km/h limitierten Autos 
Bürstenmotore drin. Und auf so manchem Golfplatz gibt es die auch noch.

Hergestellt werden solche Motore ja nach wie vor, auch mit mehreren kW 
Nennleistung.

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