Forum: PC Hard- und Software USV für Server gesucht


von David (ds2000)


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Kann mir jemand eine verhältnismäßige USV empfehlen? Ich betreibe einen 
HP Proliant Gen10 und meine Anforderung ist nur, dass im Fall eines 
Stromausfall sicher heruntergefahren wird. Ich habe das herunterfahren 
getestet und es dauert ca. 1-2 Minuten. Sagen wir unter Vollast bis alle 
Dienste sicher beendet sind 5 Minuten, die überbrückt werden müssen. Ich 
betreibe dort ein Debian System also im Idealfall gibt es Treiber und 
das Teil kann per USB angesprochen werden. Maximale Leistung unter 
Vollast vom Server ist pro Netzteil 500W (Der hat 2 Netzteile). Ich 
verstehe es aber so, dass die Netzteile für Redundanz sind.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Beitrag #7985984 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Εrnst B. (ernst)


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David schrieb:
> Kann mir jemand eine verhältnismäßige USV empfehlen?

Meine Erfahrung: USV verursacht mehr Server-Stromausfälle als das 
Stromnetz. (Wichtig: eigenen RCD/FI)

David schrieb:
> Der hat 2 Netzteile
Dann: Nur eines der beiden Netzteile über die USV betreiben.

Bei USVs mit Blei-Akkus kannst eigentlich gleich ein Abo für 
Ersatz-Akkus mit abschließen.

Evtl. eine Überlegung wert, wenn's nicht in ein 19" Rack soll:
Es gibt diese neumodischen "Powerstations" mit LiFePO-Akku, Ladegerät 
und Wechselrichter in einem Gehäuse.
Manche von denen beherrschen einen Pass-Through Modus, praktisch ohne 
Eigenbedarf, und schalten bei Stromausfall wie eine USV schnell den 
Wechselrichter zu.

Ohne genau im Detail zu prüfen ob das Gerät taugt:
https://www.pollin.de/p/ecoflow-powerstation-river-2-max-273025

Damit kann dein Server dann (bei normaler Last) einige Stunden 
weiterlaufen, bis du den runterfahren müsstest. Shutdown-Script müsstest 
du selber basteln, und schauen ob du per WLan oder Bluetooth an den 
Ladezustand kommst, am besten direkt und ohne Hersteller-Cloud...

von Rolf M. (rmagnus)


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Alexy N. schrieb im Beitrag #7985984:
> Ah, das ist ’ne gute Frage,

In chatgpt hätte er die Frage auch selbst eingeben können.

von Icke ®. (49636b65)


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Εrnst B. schrieb:
> Ohne genau im Detail zu prüfen ob das Gerät taugt:
> https://www.pollin.de/p/ecoflow-powerstation-river-2-max-273025

Für das gleiche Geld gibts bei Bluetti inzwischen deutlich mehr Leistung 
und Kapazität:

https://www.ebay.de/itm/205939552014

von Nerd 8. (nerd81)


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Aber wie bekommt der Server bei diesen "Powerbanken" mit, dass er 
herunterfahren soll?

von Manfred P. (pruckelfred)


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Nerd 8. schrieb:
> Aber wie bekommt der Server bei diesen "Powerbanken" mit, dass er
> herunterfahren soll?

Garnicht, weil es keine USVn und damit unsinnige Ratschläge sind.

Man muß gucken, welche USV-Typen bzw. -Hersteller das Betriebssystem 
kennt oder hoffen, dass der USV-Hersteller taugliche Software 
mitliefert.

von Lu (oszi45)


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Die Frage ist gut. Wahrscheinlich muß der TO hier behelfsweise einen 
Skript basteln, der eine IP ohne USV anpingt um den Server nach einer 
Zeit herunterzufahren?? Schon nach 5 Minuten herunterfahren kann knapp 
werden, falls der Server z.B. Updates macht?
Bei APC gab es Powerchute als SW zur USV
Ansonsten der Bluetti-Test 
https://www.smartzone.de/bluetti-elite-100-v2-test/

von Hardy F. (hflor)


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Also ich würde nach dem Stromverbrauch einen Solarwechselrichter und 
lifepo-Akku nehmen, ist mittlerweile günstiger als eine usv.

von Nerd 8. (nerd81)


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Billige Solarwechselrichter sind netzgeführt und können kein eigenes 
Netz aufbauen.

von Icke ®. (49636b65)


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Manfred P. schrieb:
> Man muß gucken, welche USV-Typen bzw. -Hersteller das Betriebssystem
> kennt oder hoffen, dass der USV-Hersteller taugliche Software
> mitliefert.

Jede halbwegs moderne USV kann über USB an den Rechner angeschlossen 
werden und meldet sich als Batteriegerät an (die Powerstations können 
das nicht, soweit richtig). Das Herunterfahren läßt sich dann ohne extra 
Software mit Betriebssystemmitteln einstellen. Es ist auch nicht 
sinnvoll, bei jedem Wegbleiben der Netzspannung sofort den Shutdown zu 
initiieren, da die meisten Ausfälle nur kurz andauern.
Der TE hat leider vergessen, welchen "HP Proliant Gen10" er meint. Unter 
dieser Bezeichnung gibt es viele verschiedene Modelle, vom Microserver 
mit 50 Watt bis zum DL380 mit mehreren 100 Watt. Für die Auslegung der 
USV ist das natürlich wichtig.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


Angehängte Dateien:

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Also, ich sage mal so. DAS war die Kombi die ich bis vorgestern am 
laufen hatte:

- HP ProLiant ML350 Gen8
- 2x Xeon E5-2690
- 256GB RAM
- 2x Nvidia Tesla P40
- 4x 1TB SAS
- 4x 4TB SAS

darauf lief ein Proxmox mit 2 VM und gut 30 LXC Containern. Der 
Stromverbrauch lag im Mittel bei ca. 370W (da braucht man kein 
Powermeter, die Netzteile (2x 750W) teilen einem das selber mit). Also 
alles andere als ein sparsamer Gen10.

Dazu ein Powerwalker USV, angeschlossen per USB, er hat 1400VA.

Der Rechner hat zum herunterfahren ca. 10 Minuten gebraucht. Der Rechner 
hat auch erst nach 10 Minuten Powerdown das Script zum herunterfahren 
durchlaufen - ich hatte es oft das der Strom nur ein paar Sekunden weg 
war (haben wir hier oft, wir wohnen mitten im Wald) und dann der Rechner 
wegen den paar Sekunden komplett herunter lief - was völliger 
Schwachsinn ist.

Der Powerwalker hatte dann nach den 20 Minuten immer noch ~75% Kapazität 
gehabt.

Also: mach dich nicht verrückt, das muss kein "Hightech" USV sein. Eine 
einfache reicht da völlig zu.

Aber vergiss das dumme Gelaber mit den Camping Strom Dingern von weiter 
oben. Du brauchst eine die dir mitteilen kann ob sie ein Powerloos hat 
oder nicht (am besten über USB oder RS232, über Netzwerkstack isses 
umständlicher mit dem Bash-Script).

Was allerdings stimmt: alle zwei Jahre sollten sie Akkus erneuert werden 
(Kosten so umme 20-30€ je - zwei Stück braucht man)

P.s.: diese Combo ist zu verkaufen in 986** für 150€ (ohne HDDs, mit 
64GB RAM)

: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


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David schrieb:
> ... Maximale Leistung unter
> Vollast vom Server ist pro Netzteil 500W (Der hat 2 Netzteile). Ich
> verstehe es aber so, dass die Netzteile für Redundanz sind.

Du solltest erst einmal nachmessen!
Es macht im Preis schon einen Unterschied, ob 300 W reichen...

von Lu (oszi45)


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Cartman E. schrieb:
> Du solltest erst einmal nachmessen!

Nachmessen ist nur der eine aktuelle Zeitpunkt. Bei Updates haben die 
Server auch mal mehr geschwitzt. Deswegen ist Geiz hier kein Vorteil.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Lu schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Du solltest erst einmal nachmessen!
>
> Nachmessen ist nur der eine aktuelle Zeitpunkt. Bei Updates haben die
> Server auch mal mehr geschwitzt. Deswegen ist Geiz hier kein Vorteil.

Wenn Mann weiss wie, kann man auch Mehrkerner eine Weile bei
100 % Laune halten, und die Peripherie sich drehen lassen.
Das ist dann mit wirklich ausreichender Genauigkeit das zu
erwartende Maximum.
Aber warum muss man das erwähnen?
Ist das nicht eigentlich selbstverständlich?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Cartman E. schrieb:
> Aber warum muss man das erwähnen? ....

Weil das manipulieren auf niedrigere Werte, damit es günstiger wird als 
die Konkurrenz ist heute schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass 
man heutzutage das extra erwähnen muss.

> Ist das nicht eigentlich selbstverständlich?

Das war früher mal. Die Gesellschaft habe sich weiterentwickelt, sagen 
da die Mitmachenden, die niemals gegen den Strom schwimmen.

von Svensson (svensson)


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Meine Empfehlung wäre eine SE/APC SmartUPS 1000/1500, die gibt es als 
Tower oder als 19"-Version. Wenn die Daten wertvoll sind oder das 
Stromnetz schlecht, dann die "Online-Versionen".

In der Software kann man einstellen wann der Server mit dem Shutdown 
beginnen soll. Wenn der Server für den Shutdown beispielsweise 1,5 Min 
für den Shutdown benötigt und die Laufzeit mit Akku 10 Min beträgt, dann 
wird man 8 minütige Stromausfälle abpuffern können.
Nach meiner Erfahrung sind die "Stromprobleme" entweder kurz (<5 Min) zu 
ca. 90% oder heftig (>1h) zu ca. 10%. Die "langen" wird man ohnehin 
nicht abpuffern können, da braucht es den Shutdown.

Εrnst B. schrieb:
> Meine Erfahrung: USV verursacht mehr Server-Stromausfälle als das
> Stromnetz. (Wichtig: eigenen RCD/FI)

Ich habe noch kein durch eine USV erzeugtes Problem erlebt, wohl aber 
Probleme ohne USV.

Wenn möglich, den RCD/FI weglassen. USV an eigenen LS.

Rene K. schrieb:
> Was allerdings stimmt: alle zwei Jahre sollten sie Akkus erneuert werden
> (Kosten so umme 20-30€ je - zwei Stück braucht man)

Die Lebensdauer der Blei-Gel-Akkus ist von der Temperatur und der 
Konstanz derselben abhängig. Bei durchgängig 19°C halten die Akkus bis 
zu 7 Jahre. Selbst bei typischen Raumtemperaturen sind 3-5 Jahre 
realistisch.

von Rene K. (xdraconix)


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APC ist bei mir rausgeflogen, das USB Interface nutzt ein proprietäres 
Kommunikationsprotokoll. Die Software (Powerchute) ist ausschließlich 
(Linux Seite) auf SuSe Enterprise und RedHat Enterprise lauffähig. Unter 
Debian gab es ein freies Tool: apcupsd, hieß das glaube ich, damit lief 
dann aber unsere APC nicht, weil das wieder nen anderes USB war und 
nicht unterstützt wurde.

Ergo: Powerwalker stellte am USB einen einfaches RS232 Protokoll zur 
Verfügung welches man mit jeglichen Mitteln, Betriebssystemen und 
jeglicher Software auslesen / nutzen konnte.

Nichts fancy proprietäres, oder sexy Cloud basierendes...: Ein einfaches 
stinknormales Terminal!

von (prx) A. K. (prx)


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Svensson schrieb:
> Nach meiner Erfahrung sind die "Stromprobleme" entweder kurz (<5 Min) zu
> ca. 90% oder heftig (>1h) zu ca. 10%. Die "langen" wird man ohnehin

Ich habe nicht selten mit Ausfällen im Bereich dazwischen zu tun. An 
manchen Standorten häufiger sind freilich Brownouts oder Ausfälle unter 
einer Sekunde.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> An manchen Standorten häufiger sind freilich Brownouts oder Ausfälle unter
> einer Sekunde.

Zum Teil sind das Maßnahmen zur Netzstabilisierung. Aber diese 
Diskussion hatten wir schon ein paar mal.

Für die meisten Leistungsschalter im Mittelspannungsbereich gilt: Die 
mechanische Lebensdauer beträgt 10.000 bis 30.000 Zyklen, die 
elektrische Lebensdauer 100 bis 3.000 Zyklen bei Nennlast. Es gibt 
Vakuum-Schalter, die erreichen 30.000 Zyklen bei Nennlast geschaltet.

von Lu (oszi45)


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(prx) A. K. schrieb:
> nicht selten mit Ausfällen

Ausfälle gibt es überall mal. Entweder kurze aus dem Netz oder lange 
durch den Bagger. Was bei vielen USVs vergessen wird, ist die 
regelmäßige Wartung/Akkutausch. Tiefentladung und Schindern einer 
unterdimensionierten USV führen öfter zu Akkuproblemen. Deswegen schrieb 
auch Ernst oben seinen Kommentar, dass ohne manchmal besser ist. :-)

Beitrag #7986764 wurde vom Autor gelöscht.
von Icke ®. (49636b65)


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Svensson schrieb:
> Ich habe noch kein durch eine USV erzeugtes Problem erlebt, wohl aber
> Probleme ohne USV.

Wenn ich BTO ziteren darf:

https://www.youtube.com/watch?v=4cia_v4vxfE

"You Ain't Seen Nothing Yet!"

Wenn der Server nur an der USV angeschlossen ist, deren Akkus nicht 
prophylaktisch gewechselt werden und selbige ihr Leben verwirkt haben, 
wird der nächste Selbsttest garantiert zum kalten shutdown. Defekte an 
der USV-Elektronik sind eher selten, kommen aber auch vor. Alles schon 
zur Genüge erlebt. Best Practice ist daher bei Servern mit redundanten 
Netzteilen, ein Bein an die USV, das andere ans Netz.

> Die Lebensdauer der Blei-Gel-Akkus ist von der Temperatur und der
> Konstanz derselben abhängig. Bei durchgängig 19°C halten die Akkus bis
> zu 7 Jahre. Selbst bei typischen Raumtemperaturen sind 3-5 Jahre
> realistisch.

Das kann man nicht allgemeingültig betrachten, es hängt u.a. auch stark 
von der verwendeten USV-Hardware ab. Zum Beispiel "braten" APC-USVs die 
Akkus regelrecht zu Tode, da es keinerlei echtes BMS gibt. Die orignalen 
Akkus halten bei denen erfahrungsgemäß ca. 3 Jahre, manchmal etwas mehr. 
Kompatible Ersatzakkus meist nur 2 Jahre. Andere Hersteller, wie bspw. 
Effekta gehen schonender mit den Akkus um, dort leben sie länger.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Icke ®. schrieb:
> Best Practice ist daher bei Servern mit redundanten
> Netzteilen, ein Bein an die USV, das andere ans Netz.

Das ist nicht nur "Best Practice" das GEHÖRT sich so! Zwei redundante 
Netzteile an einer Spannungsquelle zu betreiben führt das Prinzip 
"Redundanz" ad-absurdum.

Icke ®. schrieb:
> Akkus halten bei denen erfahrungsgemäß ca. 3 Jahre, manchmal etwas mehr.
> Kompatible Ersatzakkus meist nur 2 Jahre. Andere Hersteller, wie bspw.
> Effekta gehen schonender mit den Akkus um, dort leben sie länger.

Bei Powerwalker halten sie meist auch so um die 3-4 Jahre. Ich habe sie, 
da es ja nun nicht gerade eine Massivinvestition ist, alle 2 Jahre 
vorsorglich gewechselt. Ich habe meine Batterien immer im örtlichen 
Handel geholt. Der kannte das Prinzip "USV" (Pfand von 7,50€ gilt ja nur 
für Starterbatterien) nicht und hat auf die Batterien ebenfalls Pfand 
erhoben / bezahlt... Da war ich dann pro Akku immer bei so ~15-20€.

Alles überschaubar.

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Icke ®. schrieb:
> Best Practice ist daher bei Servern mit redundanten
> Netzteilen, ein Bein an die USV, das andere ans Netz.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, nicht alle redundanten Netzteile an 
die gleiche Sicherung zu hängen. Spätestens nach einem Stromausfall 
braucht die USV noch zusätzlichen Ladestrom, der schon manche 
Sicherung zum Auslösen gebracht hat.

von Svensson (svensson)


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Icke ®. schrieb:
> Zum Beispiel "braten" APC-USVs die
> Akkus regelrecht zu Tode, da es keinerlei echtes BMS gibt.

Das kann ich NICHT bestätigen. Ich habe schon Akkus erlebt, die 9 Jahre 
gehalten haben, da kann man nicht meckern.

Icke ®. schrieb:
> Akkus nicht
> prophylaktisch gewechselt werden und selbige ihr Leben verwirkt haben,
> wird der nächste Selbsttest garantiert zum kalten shutdown.

Bei den APC habe ich noch nie erlebt, daß ein Akku so einen Ausfall 
erzeugt hat bevor der Selbsttest einen Akkutausch angemahnt hat. Es sei 
denn man würde den Selbsttest abschalten.

> redundante Netzteile
Eines an die USV und eines direkt an den Strom. Aber darauf achten, daß 
die USV auch die gesamte Stromlast im Umschaltmoment tragen kann. 
Unterschiedliche LS (Sicherungen). Und wenn möglich, dann auch an 
unterschiedliche Phasen; damit erschlägt man dann den seltenen Fall des 
Ausfalles einer Phase. Und wichtig: darauf achten, daß die beiden 
Stromkreise nicht an einem gemeinsamen 3poligen RCD/FI hängen (was sehr 
häufig der Fall ist).

Zwei USV für die redundanten Netzteile zu benutzen ist ebenfalls 
problematisch, weil die Abschaltbedingungen schwer zu erkennen sind. 
Z.B.: Wann ist eine der USV defekt und wann einfach nur entladen.

> Kommunikation
Die größeren Modelle haben eine Netzwerkkarte, die bei SmartUPS 
1000/1500 aber nachrüstbar ist. Tatsächlich verwendet APC sogar 
proprietäre Hardware. Mit einem Original-APC-Kabel hat man - selbst über 
die serielle Schnittstelle - viel mehr Funktionen als mit einem 
Standard-Kabel.
Das finde ich übrigens auch nervig, zieht sich bei denen aber durch die 
ganze Produktpalette...

Die beste Software, die ich bisher jemals gesehen habe, war von der 
"Online Xanto". Da sendete die USV im Bedarfsfall ein IP-Packet im Netz 
aus und die Software für die Clients hat darauf reagiert. Den Client gab 
es für alle denkbaren OS, sogar echte Unixe. Da konnte man ganze 
Serverfarmen ohne Lizenzgedöns herunterfahren... (k.A., ob das heute 
noch so ist.)

von (prx) A. K. (prx)


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Svensson schrieb:
> Bei den APC habe ich noch nie erlebt, daß ein Akku so einen Ausfall
> erzeugt hat bevor der Selbsttest einen Akkutausch angemahnt hat.

Ich schon.

von Svensson (svensson)


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Bei welcher Serie denn?

Den "Klassiker" habe ich dagegen auch schon erlebt: Nachdem die USV den 
Akkutausch angemahnt hat, ist der Akku verformt (in der Mitte runder 
geworden), so daß er nicht mehr durch die Öffnung paßt. Dann muß man das 
Gehäuse öffnen, um die Akkus zu wechseln.
Dafür muß die USV natürlich stromlos geschaltet werden, was irgendwie 
dem Sinn der USV widerspricht. Da hat sich Hot-Swap dann erledigt.

von (prx) A. K. (prx)


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Wichtigste Regel bei einer Klein-USV mit mehr als einem Verbraucher: 
Alle kommen in eine Steckdosenleiste und nur die kommt in die USV. Die 
anderen Dosen der USV bleiben leer. Verreckt die USV, kann man die 
beiden Kaltgerätekabel an der USV ineinander stecken. Das schafft jeder.

Andernfalls fehlt garantiert das passende Stromkabel, die 
Steckdosenleiste oder die zugängliche Wandsteckdose, um die USV zu 
überbrücken.

von (prx) A. K. (prx)


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Svensson schrieb:
> Bei welcher Serie denn?

SmartUPS Rack 1000-1500 VA. Genauer hab ich es nicht. Wir haben viele 
von denen im Einsatz.

von (prx) A. K. (prx)


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Svensson schrieb:
> ist der Akku verformt

Dicke Backen. Da war auch schon eine Säge vonnöten. Wir nehmen gerne 
vorsichtshalber neben dem Akku eine Ersatz-USV mit, für alle Fälle. Und 
manchmal Handschuhe, weil heiss.

: Bearbeitet durch User
von Svensson (svensson)


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Bei mir war es auch eine mit 2 HE im 19"-Rack. Bei den Modellen ist die 
Öffnung aber auch wirklich super eng. Und oben und unten Metall, da 
biegt sich nichts. 3 HE ist dann schon entspannter.

(prx) A. K. schrieb:
> Wichtigste Regel bei einer Klein-USV mit mehr als einem Verbraucher:
> Alle kommen in eine Steckdosenleiste und nur die kommt in die USV.

Gute Idee. Funktioniert aber nur bei einer USV unter 2200 VA, weil die 
größeren meistens einen festgeschraubten Stecker haben (oder gleich 
Festanschluß).

von Uwe B. (uwebre)


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(prx) A. K. schrieb:
> Dicke Backen. Da war auch schon eine Säge vonnöten.

Zweimal gehabt den Scheixx. (19" APC)
Jetzt tut es eine recht preiswerte EATON ELLPSE ECO seit fast 6 Jahren 
völlig unauffällig an einem Netzeil des Thinkservers.
War eigentlich als Provisorium gedacht... Nach dem Akku sollte ich aber 
doch mal schauen, wo ich grade dran denke. Beschwert hat die ELLIPSE 
sich noch nicht.

Uwe

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Dicke Backen.

Bei 5 haben wir sowas glücklicherweise noch innerhalb der verlängerten 
Gewährleistungsansprüche. Somit läuft der Ausstausch durch den 
Distributor, der sich mit dem Hersteller nun auseinandersetzen darf. Es 
durfte ab den ersten Ausfällen keiner mehr die Dinger anfassen. Somit 
war es nicht möglich nachzuschauen, ob darin gefakte Akkus ohne 
vollständiges BMS (ohne Balancer) verbaut waren.

Der Distributer rätselt, und der Hersteller (wird ebenfalls hier 
weggelassen) auch, warum so viele ausfallen.  Wenn die die Dinger nicht 
aufmachen wollen um nachzusehen, dann kann vermutet werden, dass intern 
eine bestimmte Leitung unkritisierbar sein dürfte oder doch bekannt ist, 
aber ohne nachzusehen, kann man besser verkaufen, man wüßte es nicht.

Das ist nun deren Bier. Wir sind raus und bekommen Ersatzprodukte 
geliefert.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Dieter D. schrieb:
> Bei 5 haben wir sowas glücklicherweise noch innerhalb der verlängerten
> Gewährleistungsansprüche. Somit läuft der Ausstausch durch den
> Distributor, der sich mit dem Hersteller nun auseinandersetzen darf.

Der wird die Gewährleistung ablehnen, weil bei Dir nur Geräte mit 
Zertifizierung gemäß Bahn-Normen eingesetzt werden dürfen.

von Lu (oszi45)


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(prx) A. K. schrieb:
> Dicke Backen. Da war auch schon eine Säge vonnöten.

Kenne ich auch. In den meisten Fällen waren schwangere Pb-Akkus schon 
etwas älter. Man sollte jedoch auch daran denken, wie sie oft durch 
Tiefentladung geschindert wurden. Selten hat einer die USV ordentlich 
abgeschaltet, wenn der Strom planmäßig länger weg war und AKKUs 
planmäßig erneuern kostet Geld, was keiner ausgeben wollte?

von Harald K. (kirnbichler)


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Manfred P. schrieb:
> weil bei Dir nur Geräte mit
> Zertifizierung gemäß Bahn-Normen eingesetzt werden dürfen.

s/bahn-normen/tauglichkeit für gepolsterte Innenräume/

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Manfred P. schrieb:
> Der wird die Gewährleistung ablehnen, ...

🙂: Dafür ist es bereits zu spät. Die ersten Ersatzgeräte wurden bereits 
geliefert.

von Svensson (svensson)


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> Tiefentladung
Was habt ihr denn für Stromnetze? Selbst an relativ ungünstigen 
Standorten hat man selten mehr als einen Stromausfall pro Jahr, der 
länger als 5 Min dauert.

Die besseren Geräte können Unter- und Überspannungen, meistens 190-265V, 
unbegrenzt lange ausgleichen (Buck&Boost). Manche brauchen bei 
Unterspannungen hinunter bis zu 90V oftmals nur einen Teil der Energie 
aus dem Akku zu nehmen, wodurch sich die Laufzeit verlängert.

Und: in aller Regel sind USV immer überdimensioniert. Heute haben die 
Server lauter Stromsparfunktionen, so daß die selten die maximale Power 
brauchen, gleichzeitig muß die USV aber auf den Maximalwert ausgelegt 
sein.

von (prx) A. K. (prx)


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Svensson schrieb:
> Was habt ihr denn für Stromnetze? Selbst an relativ ungünstigen
> Standorten hat man selten mehr als einen Stromausfall pro Jahr, der
> länger als 5 Min dauert.

In kleineren Städten ist die Stromversorgung nicht so redundant 
angebunden wie in Grossstädten. Das kann auch am Terrain liegen, etwa im 
Gebirge.

Vergiss Murphy nicht. Besonders in Verbindung mit Bauarbeiten. Fürs 
Problem ist es ausserdem egal, ob die ganze Stadt dunkel ist, die 
Strasse oder nur das Gebäude.

Je mehr Standorte man hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass mal einer 
länger als 5 Minuten weg ist. An den erinnert man sich deutlicher.

von Nemopuk (nemopuk)


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Svensson schrieb:
> Was habt ihr denn für Stromnetze? Selbst an relativ ungünstigen
> Standorten hat man selten mehr als einen Stromausfall pro Jahr, der
> länger als 5 Min dauert.

In Berlin haben seit heute morgen 45.000 Haushalte und 2.000 Firmen 
keinen Strom. Der Ausfall dauert voraussichtlich bis Donnerstag.

Bei uns in der Großstadt hat mal ein Bagger ein Kabel beschädigt. 
Ergebnis: 2 Tage ohne Strom und eine Woche ohne Internet.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Nemopuk schrieb:
> Bei uns in der Großstadt hat mal ein Bagger ein Kabel beschädigt.
> Ergebnis: 2 Tage ohne Strom und eine Woche ohne Internet.

Ärgerlich, hier waren es neulich nur etwa 2 Stunden, bis die Leitung 
geflickt war. Leider saß ich zuhause fest, weil sich mein Garagentor 
nicht öffnen lässt. Für den Fall hatte ich die Speisung durch eine USV 
angedacht, aber die APC-1000 wollte dank maroder Akkus keinen 
Schwarzstart machen, die war noch wenige Tage zuvor am Netz.

Aber, was die Ursprungsfrage angeht, sind derart lange Ausfallzeiten 
nicht die Auslegung üblicher USVn. Die können kurze Ausfälle puffern und 
senden dem Server die Anforderung zum Herunterfahren, bevor sie total 
leer sind. Eine anständige USV macht den Akku nicht tot, sondern geht 
rechtzeitig runter.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nemopuk schrieb:
> Der Ausfall dauert voraussichtlich bis Donnerstag.

Mobilfunk ist auch ein Problem. USV mit Akkus sind ja schick, aber wenn 
der Ausfall laenger dauert, braucht man Notstromgeneratoren. Das sind 
aber boese Verbrenner. Die Vorschriften sind so gestrickt, dass so ein 
Generator nicht mehr realisiert werden kann. Da will man halt lieber 
ohne Netz dastehen. Da sollten wir den Berlinern auch nicht dreinreden, 
wenn sie das so haben wollen.

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> braucht man Notstromgeneratoren.

Und zwar funktionierende. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. 
Die letzten Jahre mit drohenden Krisen brachten einige Firmen auf die 
Idee, ihre Gross-USVs damit zu unterstützen. Die Hersteller der 
Generatoren liefern bei stark steigender Nachfrage aber lieber Geräte 
als Ersatzteile.

Wenn man die ausserdem regelmäßig testet, und zwar in realem Szenario in 
Verbindung mit der USV, und ein solcher Test auch fehlschlägen kann, 
kann das in stabilen Netzen die Ausfallwahrscheinlichkeit des 
Gesamtsystems erhöhen. Und es wird die Lebensdauer der USV-Akkus 
reduzieren.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Svensson schrieb:
> Was habt ihr denn für Stromnetze? Selbst an relativ ungünstigen
> Standorten hat man selten mehr als einen Stromausfall pro Jahr, der
> länger als 5 Min dauert.

Mehrmals (~30-40) im Jahr. Von wenigen Sekunden bis zu Stunden. PLZ 
986** - aaaaaber: Wir wohnen im tiefsten Wald, Trasse kommt oberirdisch 
durch den Wald. Die Probleme sind bekannt, Lösung nicht in Sicht.

Manfred P. schrieb:
> Leider saß ich zuhause fest, weil sich mein Garagentor nicht öffnen
> lässt.

Welchen Hersteller hasst du denn? Mir ist kein elektrisches Garagentor 
bekannt, welches sich nicht not entriegeln lässt?!?

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rene K. schrieb:
> Mehrmals (~30-40) im Jahr. Von wenigen Sekunden bis zu Stunden.

Maßnahmen zur Netzstabilisierung.

Rene K. schrieb:
> Die Probleme sind bekannt, Lösung nicht in Sicht.

Nee, Ihr seid die Lösung für uns.
Finde daher keinen Grund daran etwas zu ändern.

Zugespitzt: Alles eine Frage der Perspektive
Zitat von dem Humoristen Helmut Schleich aus dem bayrischen Rundfunk

von Nemopuk (nemopuk)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wenn man die ausserdem regelmäßig testet, und zwar in realem Szenario in
> Verbindung mit der USV, und ein solcher Test auch fehlschlägen kann,
> kann das in stabilen Netzen die Ausfallwahrscheinlichkeit des
> Gesamtsystems erhöhen.

Deswegen nutzt mein Arbeitgeber USV nur zum sauberen Herunterfahren der 
wenigen Server, wo wir sonst schmerzhaften Datenverlust hätten. Die 
meisten Geräte fallen zusammen mit dem Strom einfach aus und vertragen 
das. Abgebrochene Prozesse können in den allermeisten Fällen später 
automatisch fortgesetzt werden.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Dieter D. schrieb:
> Die Vorschriften sind so gestrickt, dass so ein
> Generator nicht mehr realisiert werden kann.

Das kann realisiert werden, auch in anderen Gegenden. Aber wie willst du 
einen Generator aufs Dach vom 10-Geschosser bekommen (wo die Technik 
steht) oder in den Dachboden eines MFH (wo du den Generator ja gar nicht 
betreiben darfst)?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Reinhard S. schrieb:
> Aber wie willst du...

Wenn auch bei Neubauten von Gebaeude und Mobilfunkantenne das 
Notstromaggregat wegen des Verbrennerverbotes nicht genehmigt werden 
kann?

Das Grundstueck, worauf ich mich da beziehe, haette übrigens 800qm.

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Wenn auch bei Neubauten von Gebaeude und Mobilfunkantenne das
> Notstromaggregat wegen des Verbrennerverbotes nicht genehmigt werden
> kann?

Dann hast du versucht, der Verwaltung dein Auto als Notstromaggregat zu 
verkaufen. 😆

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Dieter D. schrieb:
> Wenn auch bei Neubauten von Gebaeude und Mobilfunkantenne das
> Notstromaggregat wegen des Verbrennerverbotes nicht genehmigt werden
> kann?

Quatsch, ich arbeite im Bausektor (Ingenieurbau). Wir bauen Bürogebäude 
MIT Notstromer, Diesel wie auch als Blockkraftwerke.

"Verbrennerverbot" schließt explizit Notstromversorgungen aus!

Wieder so eine Falschbehauptung die Dieter in die Welt setzt!

von Reinhard S. (rezz)


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Dieter D. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Aber wie willst du...
>
> Wenn auch bei Neubauten von Gebaeude und Mobilfunkantenne das
> Notstromaggregat wegen des Verbrennerverbotes nicht genehmigt werden
> kann?

Wurde es denn je beantragt? Mir ist kein Mobilfunkstandort mit 
Diesel-Generator bekannt, viele haben nicht mal Batteriepuffer.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Dann hast du versucht, der Verwaltung dein Auto als Notstromaggregat zu
> verkaufen. 😆

Gute Idee um mein Auto gesamtbetrachtet dem Recycling zuzufuehren. Muss 
bloß noch ein Anschluss fuer mein EAuto mit exklusivem Notladerecht 
angebracht werden.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rene K. schrieb:
> Quatsch, ich arbeite im Bausektor (Ingenieurbau). Wir bauen Bürogebäude
> MIT Notstromer,

Da geht es um Gewerbesteuereinnahmen. Da ist die Stadt interessiert, 
dass der Rubel rollt.
So eine Mobilnetzanlage bringt da kaum was ein.

Also ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen wird hier wieder angestellt.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Reinhard S. schrieb:
> mit Diesel-Generator

Das wuerde ich auch nicht an die grosse Glocke haengen.

von (prx) A. K. (prx)


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Bitte wieder runter auf den Boden kommen, wenns ihr Prinzipienreiter das 
noch schafft. Geräte für Ausnahmesituationen sind nur selten in Betrieb. 
Verbrenner, die nicht brennen, produzieren beispielsweise weder CO2 noch 
Partikel. Und da macht es die Menge, nicht das Prinzip.

Gerade bei solchen Geräten sind Aufwand und Folgen der Herstellung weit 
bedeutender. Bei häufig genutzten Geräten steht hingegen der Betrieb im 
Vordergrund.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Dieter D. schrieb:
> Da geht es um Gewerbesteuereinnahmen. Da ist die Stadt interessiert,
> dass der Rubel rollt.
> So eine Mobilnetzanlage bringt da kaum was ein.
>
> Also ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen wird hier wieder angestellt.

Wieder so ein Quatsch...

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> Geräte für Ausnahmesituationen sind nur selten in Betrieb.

Genau so ist es. Aber die Prinzipienreiter gibt es nunmal. Die 
Verstrahlten von solchen Stationen sind dabei noch gar nicht enthalten, 
die auch noch Ärger bereiten. Die hängen sich dann auch noch an diese 
Prinzipienreiter mit dran und pushen diese.

In einer Kleinstadt im großen Einzugsgebiet von München war es auch eine 
Herausforderung für die Wassernotversorgung ein neues Dieselaggregat 
durchzubekommen. Das waren die gleichen Prinzipienreiter.
Beim Gewerbegebiet war das geschickt mit der Erweiterung für die 
Wärmepumpe einer Firma verpackt gewesen. Wo ein Wille, da ist auch oft 
ein Weg.

von Svensson (svensson)


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Rene K. schrieb:
> Mehrmals (~30-40) im Jahr. Von wenigen Sekunden bis zu Stunden. PLZ
> 986** - aaaaaber: Wir wohnen im tiefsten Wald, Trasse kommt oberirdisch
> durch den Wald. Die Probleme sind bekannt, Lösung nicht in Sicht.

Okay, in Jalta auf der Krim ist das möglich (98601). Aber vielleicht 
auch im Thüringer Wald.

Dann würde ich schnellstens in einen kleinen Generator und eine USV 
investieren; die USV evtl. mit Batterieerweiterung, um keine zu großen 
Entladezyklen zu haben. 2 bis 3 kW Inverter mit USV-Pufferung reichen ja 
schon, um nur wenig Komfortverlust zu haben.

> Dieselgenerator
Den Dieselgenerator gibt es bauartbedingt nicht in ganz klein, sondern 
meistens erst ab 5 oder 10 kW.
Zudem sollte er möglichst keinen Lastschwankungen von mehr als 30% 
ausgesetzt werden, daher ist er im Regelfall eben überdimensioniert. Um 
eine schnelle Betriebsbereitschaft sicherzustellen gibt es welche, die 
ständig vorgewärmtes Öl mit elektrischen Pumpen an die Schmierstellen 
fördern, da ist der Motor praktisch "immer warm".

Wer zufällig einen Traktor besitzt, der kann auch einen Generator für 
die Zapfwelle kaufen.

von Rene K. (xdraconix)


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Svensson schrieb:
> Dann würde ich schnellstens in einen kleinen Generator und eine USV
> investieren; die USV evtl. mit Batterieerweiterung, um keine zu großen
> Entladezyklen zu haben. 2 bis 3 kW Inverter mit USV-Pufferung reichen ja
> schon, um nur wenig Komfortverlust zu haben.

Ich habe seit einigen Jahren eine 800m² PV Anlage auf dem Dach und einen 
Batteriespeicher, alles gut - wir haben an den "Prekären Stellen" 
separate 230V Abgriffpunkte - die müssen wir dann nur umstecken sollte 
der Strom länger weg bleiben.

Wir haben damit gelernt zu leben. ;-)
Wobei ich sagen muss, diesen Winter blieb es bis dato nur bei wenigen 
und kleineren Ausfällen, obwohl wir mal wieder einen "Winter" haben.

von Reinhard S. (rezz)


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Dieter D. schrieb:
> Rene K. schrieb:
>> Quatsch, ich arbeite im Bausektor (Ingenieurbau). Wir bauen Bürogebäude
>> MIT Notstromer,
>
> Da geht es um Gewerbesteuereinnahmen.

Gerade eben warst du noch beim Verbrennerverbot. Ist das jetzt 
verschwunden, weil du mit der Realität konfrontiert wurdest?

> Da ist die Stadt interessiert, dass der Rubel rollt.
> So eine Mobilnetzanlage bringt da kaum was ein.

Trotzdem paar tausend Euro pro Jahr.

Dieter D. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> mit Diesel-Generator
>
> Das wuerde ich auch nicht an die grosse Glocke haengen.

Bei sovielen Leuten, die in dem Bereich arbeiten und Zugang haben, kann 
man das als Grundwissen voraussetzen.

Rene K. schrieb:
> Wir haben damit gelernt zu leben. ;-)
> Wobei ich sagen muss, diesen Winter blieb es bis dato nur bei wenigen
> und kleineren Ausfällen, obwohl wir mal wieder einen "Winter" haben.

Ging uns auch so. 2 oberirdische Zuführungen zum Ort, schön durch 
Wälder. War bei Sturm natürlich dann immer was betroffen. Wobei der 
längste Ausfall grad mal 24h war, dann stand ein Aggregat an der 
Station.

Vor einigen Jahren hat man dann aber eine Leitung vergraben, seitdem 
läufts.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Reinhard S. schrieb:
> Gerade eben warst du noch beim Verbrennerverbot. Ist das jetzt
> verschwunden,

Das gibt es noch im Hintergrund und wird wird ein Problem sein.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Reinhard S. schrieb:
> Bei sovielen Leuten, die in dem Bereich arbeiten und Zugang haben, kann
> man das als Grundwissen voraussetzen.

Es gibt welche mit Generatoren zur Pufferung. Diese sind aber abgegeben.

Ansonsten wird auf Mobile Generatoren gesetzt, die man schnell 
hinfaehrt:
https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/energiekrise-mit-software-und-diesel-generatoren-mobilfunkanbieter-ruesten-sich-fuer-drohenden-netz-kollaps/28714932.html

Aus Hamburg:
https://volta-energy.com/de/kunden/ubertragungsmasten-schneller-einsatzbereit-dank-langlebigem-aggregat/

von Hmmm (hmmm)


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Dieter D. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Gerade eben warst du noch beim Verbrennerverbot. Ist das jetzt
>> verschwunden,
>
> Das gibt es noch im Hintergrund und wird wird ein Problem sein.

Bitte eine seriöse Quelle zum (angeblichen) Verbot von dieselbetriebenen 
Notstromaggregaten.

Oder ist das eine weitere Folge von Dieterchens Lügenmärchen?

von Silvester (Gast)


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David schrieb:
> eine verhältnismäßige USV

Ein unabhängiges Verhältnis gibt es nicht. Schaffhausen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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https://volta-energy.com/de/blog-de/umweltzonen-und-energieversorgung-was-hat-es-damit-auf-sich/

In vielen Umweltzonen werden die Vorschriften jedoch auch auf andere 
Dieselmotoren, wie z. B. herkömmliche Generatoren, ausgedehnt. Das 
bedeutet, dass Dieselaggregate, die die Emissionsanforderungen nicht 
erfüllen, an bestimmten Orten ebenfalls verboten sind.

https://sev-stromerzeuger.com/pages/abgasstufen-fur-stromerzeuger-in-der-europaischen-union

Da fehlt bei beiden noch die Aktualisierung auf die Stufe VI der 
Abgasnormen.

von Hmmm (hmmm)


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Dieter D. schrieb:
> In vielen Umweltzonen werden die Vorschriften jedoch auch auf andere
> Dieselmotoren, wie z. B. herkömmliche Generatoren, ausgedehnt.

Und diese Vorschriften sind kein "Verbrennerverbot", wovon Du 
fälschlicherweise explizit gesprochen hast, sondern einfach nur 
Vorgaben, wozu insbesondere ein Russpartikelfilter gehört.

Offizielle Quelle für Berlin:

https://www.berlin.de/umwelt/themen/luft/artikel.244446.php

Also mal wieder Fake News von Schwurbeldieter.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ab 2035 sollen nach EU-Gesetz die Emissionsgrenzwerte für alle 
Verbrennungskraftmaschinen so niedrig liegen, dass diese nur mehr mit 
sehr großen Aufwänden (Nachrüstungen) eingehalten können.

In Deinem Link steht:
"Auch die Einhaltung der aus der Technischen Anleitung zur Reinhaltung 
der Luft (TA Luft) abgeleiteten einschlägigen Immissionsschutzvorgaben 
muss umgesetzt werden."

Daher sind diese davon ebenfalls betroffen. Wenn die erteilten 
Ausnahmegenehmigungen für Notstromgeneratoren in den Umweltzonen nicht 
verlängert werden, dann ist da auch Schluss. Es kommt aber dabei darauf 
an, wie die Wahlvölker bei den nächsten Wahlen abstimmen oder was bis 
dahin alles gefallen sein sollte.

von Reinhard S. (rezz)


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Dieter D. schrieb:
> Ansonsten wird auf Mobile Generatoren gesetzt, die man schnell
> hinfaehrt:
> 
https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/energiekrise-mit-software-und-diesel-generatoren-mobilfunkanbieter-ruesten-sich-fuer-drohenden-netz-kollaps/28714932.html

Zitat:
> Allerdings könne nur ein kleiner Teil der insgesamt rund 33.000 Funkmasten
> gleichzeitig damit versorgt werden, schränkte das Unternehmen ein.

Klar, aber wie erwähnt: Wie willst du das Ding aufs Dach zur Station 
(wenn auf Wohngebäude/Industriehalle, wie in Städten üblich) bringen?

> Aus Hamburg:
> 
https://volta-energy.com/de/kunden/ubertragungsmasten-schneller-einsatzbereit-dank-langlebigem-aggregat/

Das ist nichts neues, bisher üblich sind da normale Dieselaggregate mit 
großem Tank.

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