Hallo, ich habe mit LTspice ein Clock Signal eines LVC - Treibers simuliert.
Vdd = 1,8 V Drive Strength = 9 mA Leiterbahn = 600 mm Wellenwiderstand 50 Ohm AC Terminierung = 33 pF & 50 Ohm
Der Treiber hat 11,3 Ohm Innenwiderstand. Die Serienterminierung hat 39 Ohm.
Das sind übliche Werte, nichts besonderes. In den letzten Jahren habe ich viele ähnlicher Simulationen durchgeführt. Dabei ist es mit Versorgungsspannungen von 3,0 V ganz klar.
I = 3,0 V / 50 Ohm + 50 Ohm I = 30 mA
I = 1,8 V / 50 Ohm + 50 Ohm I = 18 mA
Ja, aber die Drive Strength soll doch nicht überschritten werden, oder? Heißt das, Treiber mit 1,8 V Versorgungsspannung sind für 50 Ohm Leiterbahnen mit Terminierung nicht geeignet?
Ich habe mir mal bewusst die Ströme angeschaut. In der Tat war ich doch etwas überrascht.
In Farbe Grün sieht man den Strom durch den Innenwiderstand Ri. Die Spitze liegt bei 45 mA.
In Farbe Ocker sieht man den Strom durch die Serienterminierung Rs. Die Spitze liegt bei 12 mA.
In Farbe Rot sieht man den Strom durch R1 in der AC Terminierung. Die Spitze liegt bei 9,5 mA.
Wir haben hier eine klassische Terminierung. Die Spannung selber sieht sauber aus, was anderes würde man auch nicht erwarten.
Zwischen Rs und R1 ist die Welt in Ordnung. Was über Rs fließt kommt auch bei R1 an, ist nur leicht deformiert. Es kann also nur sein, daß trotz terminierter Leiterbahn es eine zurückfließende Welle gibt, die phasenverschoben den Strom durch Ri deutlich überhöht.
Nun ja, so ist es eben. Aber wie ist dann die Drive Strength = 9 mA zu verstehen? mfg Klaus

