Hallo, habe hier ein defektes Laufband. Es soll einen knall gegeben haben und seit läuft das Band nicht mehr an. Nach dem einschlaten kommt navh einigen Sekunden "E6" im Display mit Piepston. Optisch ist keine Verschmorung/Sprengung/Risse zu erkennen, die Elkos sehen zumindest ok aus. Habe aktuell nur ein einfaches Multimeter zur Verfügung und keine Lötstation, bin also etwas eingeschränkt was die Diagnosemöglichkeiten angeht. Det Gleichrichter ist ok, da die gesamte Schaltung offensichtlich mit Strom versorgt wird. Der Steigungsmotor (up/down) (240V) funktioniert , der führt kurz an, bzw. verfährt bei umstecken rauf und runter und der darin befindliche Poti (Drehwinkelgeber) hat 10k und ändert sich am Mittelabgriff scheinbar ordentlich. Den Bandmotor (180VDC) konnte ich nur ohmsch durchmessen, hat ca. 5 Ohm). An den Abgangsstellen vom Motor messe ich keine Gleichspannung. Daher vermute ich das die IGBTs (FGH40N60SFD) hin sein könnten? Da sind zwei parallel geschaltet. Wie könnte ich die ohne ausbau prüfen? Und können die mit einem Knall ohne erkennbare Beschädigungen am Gehäuse das zeitliche segnen? Kennt jemand diesen Aufbau? Der dürfte sicher in vielen Geräten änhlich oder gar gleich sein? und könnte mir noch Erfahrungstipps geben?
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Da wirds doch wohl noch eine Sicherung oder einen Sicherungswiderstand geben.
Soweit ich das optisch beurteilen kann sind die Bauteile ok. Sicherungen sehe ich auf dem Board nicht, das sind einfache Drähte. Was man in diesem Bild (auf ebay gefunden) als F2 sieht ist auf dem vorliegenden Board ein Draht, es sitzt eine Sicherung extern.
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Den gelben Kondendator (links oben im Bild 5777), genau da, wo du deinen Finger hast, der könnte ein Kandidat sein.
Martin L. schrieb: > Den gelben Kondendator (links oben im Bild 5777), genau da, wo du deinen > Finger hast, der könnte ein Kandidat sein. Die unten links? Die sind nur für den up/down Motor.
Tja. Diese Form von Sicherung löst halt etwas später aus. Ansonsten müsstest Du wirklich mal die IGBTs ausbauen und gründlich testen. Vielleicht gibts auch einen Riss an einer Stelle, wo man ihn erst nach dem Ausbau sehen kann.
Einfach nur mal weil es eventuell möglich sein könnte. Das ding hat bestimmt einen Sensor welcher die Geschwindigkeit vom Band / Motor messen kann. Bei meinem gerät eine Lichtschranke. Bei mir war da genug dreck drin das das Gerät auch einen Fehler gemeldet hat.
https://industry.panasonic.eu/products/components/circuit-protection/znr-surge-absorber Das runde blaue in IMG_5782.jpeg ist mit ZNR beschriftet "Zinc oxide Non-linear Resistor" Ist der beschädigt?
S. M. schrieb: > Bei meinem gerät eine Lichtschranke. Bei mir war da genug > dreck drin das das Gerät auch einen Fehler gemeldet hat. Ja, der hat eine Gabellichtschranke. Ich weiß nicht wie die Steuerung die Motorfunktion tested, das könnte über eine kurze Ansteuerung und die Lichtschranke erfolgen, aber auch rein elektronisch über den Stromfluß.
Olli Z. schrieb: > Habe aktuell nur ein einfaches Multimeter zur > Verfügung und keine Lötstation, bin also etwas eingeschränkt was die > Diagnosemöglichkeiten angeht. An sich wäre es angebracht, dann erstmal zu warten, bis etwas zum Löten und genauer schauen wieder zur Verfügung steht, auch wenn es bis zum nächsten Jahr dauern sollte.😁
Der "ZNR" ist mit einem einfachen Ohmmeter zu prüfen. Normalerweise nennt man den Kaltleiter oder englisch "PTC"= positive temperature coefficient. Der sollte nur wenige Ohm Durchgang haben, erst wenn man viel Strom durchschickt wird er heiß und vergrößert den Widerstand. Nach Abkühlen wird er wieder niederohmiger. Wenn er durchbrennt, hat er dauerhaft einen hohen Widerstand.
Christoph db1uq K. schrieb: > Der "ZNR" ist mit einem einfachen Ohmmeter zu prüfen. Normalerweise > nennt man den Kaltleiter oder englisch "PTC"= positive temperature > coefficient. Das ist ein Varistor! " "ZNR" stands for Zinc-Oxide Non-linear Resistor, the product name of a voltage-dependent resistor (registered trademark) developed by Panasonic (formerly Matsushita Electric Industrial) in 1968. This product is generally called a zinc oxide (ZnO) varistor or metal oxide varistor (MOV). "
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https://de.wikipedia.org/wiki/Varistor Ok dann muss eine Überspannung vorliegen. Der unterdrückt also Überspannungen aus dem Netz. Kann dadurch auch kaputtgehen, sollte dann aber eher keinen Durchgang haben. Das hatte ich vermutet: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaltleiter https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstr%C3%BCckstellende_Sicherung Der wirkt gegen Überstrom. Sehen ähnlich aus.
Es ist natürlich Unsinn, bzw. schon fahrlässig, einen Varistor nach einer Sicherung einzusetzen, die gar keine ist. Der Varistor soll nämlich im Falle einer Überspannung genau diese Sicherung auslösen. Hier kannste den Varistor auch einfach weglassen. Wie bekloppt sind die BWLer eigentlich noch?
Matthias S. schrieb: > Es ist natürlich Unsinn, bzw. schon fahrlässig, einen Varistor nach > einer Sicherung einzusetzen, die gar keine ist. Olli Z. schrieb: > es sitzt eine Sicherung extern.
Der ZNR hat keinen messbaren Widerstand im eingebauten Zustand (unendlich) sieht äußerlich aber völlig unversehrt aus. Keine Anzeichen was den Knall und das auslösen des Sicherungsautomates ausgelöst haben soll,
Auf Aliexpress habe ich die Platine gefunden und diese kuriose Testmethode für Bandmotor. Ist das deren Ernst?!
Hier mal was ich über die Fehlercodes gefunden habe, vielleicht kann ja jemand damit mal was anfangen: E01: Kommunikationsfehler Konsolenplatine und Steuerplatine können nicht kommunizieren. Wahrscheinlich Probleme mit der Konsolenplatine oder dem Problem der Steuerplatine oder des Datenkabels.Ersetzen Sie ein Datenkabel und prüfen Sie, ob die Maschine laufen kann?Wenn nein, ersetzen Sie die Steuerplatine. E02: Steuerplatine oder Motorproblem Testen Sie zuerst den Motor, um zu prüfen, ob der Motor normal läuft.Wenn der Motor normal ist, tauschen Sie die Steuerplatine aus. E03: 1. Schalten Sie das Laufband ein, der Motor läuft einige Sekunden lang, dann stoppt und die Konsolenplatine zeigt E03 an, wahrscheinlich das Problem des Geschwindigkeitssensors. 2. Schalten Sie das Laufband ein, der Motor kann nicht laufen und die Konsolenplatine zeigt E03 an, wahrscheinlich das Problem der Steuerplatine. Testen Sie zuerst den Motor, um zu prüfen, ob der Motor normal läuft.Wenn der Motor normal ist: 1, Geschwindigkeitssensor ersetzen; 2, Steuerplatine ersetzen E04: Im Allgemeinen Überstromfehler Die Bestandteile der Steuerplatine sind verbrannt.Ersetzen Sie verbrannte Komponenten oder ersetzen Sie die Steuerplatine. E05: Stromüberlastschutz oder instabile Geschwindigkeit Überprüfen Sie die Komponenten auf der Steuerplatine, wenn sie normal verbunden werden?Wenn nicht, schließen Sie die Komponenten wieder an oder ersetzen Sie die Steuerplatine. E06: Motorüberlastung Testen Sie zuerst den Motor, um zu prüfen, ob der Motor normal läuft.Wenn der Motor normal ist, ersetzen Sie den Strombegrenzungswiderstand auf der Steuerplatine oder ersetzen Sie die gesamte Steuerplatine. E07:Problem der Konsolenplatine Ersetzen Sie die Cricuit-Platine der Konsolenplatine oder ersetzen Sie das Datenkabel. E08: Es kann zu einem Steuerfehler des Hubmotors kommen.
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Olli Z. schrieb: > Auf Aliexpress habe ich die Platine gefunden und diese kuriose > Testmethode für Bandmotor. Ist das deren Ernst?! Naja, das kann schon sein, dass der bereits mit 3V anläuft.
So schaut der Motor aus und der "Rest" vom unteren Leistungsteil. Laut dem Fehlercode könnte der Motor ja hin sein? Meinen Berechnungen zufolge müsste der 5-6 Ohm Durchgang haben. 3-4 Ohm habe ich gemessen, aber mit einem etwas sehr einfachen Multimeter.
Nehmen wir mal an der Motor hätte wirklich einen Defekt, z.b. einen Kurzschluss am Kommuntator und in der Folge wäre der Stromfluss zu groß geworden. Wie erkennt die Platine den Fehler sodass das Steuergerät E6 anzeigt? Und warum dauert das 15-20 Sekunden bis die Steuerung das bemerken soll? Was könnte das Protokoll über dem 5-Poligen Stecker sein? Ich habe die Platine nun hier bei mir und kann messen, löten hnd reparieren, aber leider nicht mit einem 180V DC Motor testen und habe auch keine Steuerplatine. Als erstes löte ich mal die IGBTs aus und teste die...
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Olli Z. schrieb: > aber leider nicht mit einem 180V DC Motor testen und habe > auch keine Steuerplatine. Als erstes löte ich mal die IGBTs aus und > teste die... Teste doch erst mal den Motor. Wie hhinz oben schon schrieb. Dann kann man das mechanische schon mal ausschließen. Bei 15-30V DC dürfte er anlaufen. (Ohne Last) Achte auf die Stromaufnahme. Das mit den IGBT wird eine andere Nummer.
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Olli Z. schrieb: > Auf Aliexpress habe ich die Platine gefunden und diese kuriose > Testmethode für Bandmotor. Ist das deren Ernst?! Und warum verlinkst Du diese Ali-Annonce nicht, aus der andere hier ggf. mehr ersehen können, als Du?
Also einer der beider IGBTs ist hin (volldurchgang von G, C und E).
Olli Z. schrieb: > Also einer der beider IGBTs ist hin (volldurchgang von G, C und > E). Das erklärt den Fehler E6. Motor soll langsam anlaufen, zieht aber gleich vollen Strom.
> Also einer der beider IGBTs ist hin (volldurchgang von G, C und E).
Ach.
Welch glorreiche Erkenntnis nach 3 Tagen Rätselraten.
Der Motor dreht einwandfrei, mit einer 9V Block-Batterie getestet. IGBTs sind bestellt. Dennoch grübele ich wie es zum Rauswurf der Sicherung kam? Wenn der IGBT durchlegiert müsste das Band doch immer auf volle Pulle laufen, quasi als wenn ich ihn überbrückt hätte?
Olli Z. schrieb: > Wenn der IGBT durchlegiert müsste das Band doch immer auf volle > Pulle laufen, quasi als wenn ich ihn überbrückt hätte? Deshalb gibts da noch ein Relais, zur Sicherheit.
H. H. schrieb: > Deshalb gibts da noch ein Relais, zur Sicherheit. Man möchte durch einen durchlegierten IGBT ja auch nicht per Laufband zur Balkontür hinausbefördert werden. Deswegen gibts ja auch den Shunt zur Strommessung. Das muss zum Steuerungssignal passen, sonst wird abgeschaltet.
H. H. schrieb: > Deshalb gibts da noch ein Relais, zur Sicherheit. Richtig, das dicke RY1. Habe ich mal ausgebaut und überprüft, es funktioniert. Wie die Kontakte innen aussehen wird fraglich bleiben denn die Kappe lässt sich nicht zerstörungsfrei abheben. Der einpolige Kontakt schaltet N gegen den Brücken-Gleichrichter oben. Parallel zu den Kontakten liegt noch ein 27k Lastwiderstand (R2) der über eine Diode (D2) zu dem Netzteil unten/Mitte führt, welches zwei getrennte Sekundärwicklungen hat, eines für die Steuerung des Leistungsteils und eines für die Display-Platine (beide durch Optokoppler getrennt). Der obere Strang für über einen 78L05, der untere hat den Spannungsregler wohl auf der Displayplatine, da ist nur eine einfache Didoe zur Gleichrichtung und ein kleiner Elko zur Glättung angebracht.
Beitrag #7988210 wurde vom Autor gelöscht.
Die haben einfach zwei IGBTs parallel geschaltet, ohne darauf zu achten, dass die dafür geeignet sind. Deshalb wurde der eine überlastet und ist durchlegiert. Bei zwei geeignete IGBTs aus selber Charge ein.
Oder zwei MOSFETs aus der gleichen Charge. Die teilen sich den Strom evtl. besser als zwei IGBTs.
Ben B. schrieb: > Oder zwei MOSFETs aus der gleichen Charge. Die teilen sich den > Strom > evtl. besser als zwei IGBTs. Sind halt üblicherweise deutlich teurer.
Olli Z. schrieb: > Hier mal was ich über die Fehlercodes gefunden habe, vielleicht kann ja > jemand damit mal was anfangen: > E01: Kommunikationsfehler Tja, nach dem Wechsel der IGBTs gibt es nach dem einschalten keinen Fehler mehr. Nach "START" zuckt der Motor kurz und dann kommt "Er" im Display und piepst :-( Den Fehler hatte ich oben nicht in der Liste, könnte ein Geschwindigkeitsfehler sein. Prüfe jetzt mal die Gabellichtschranke.
Es scheint alles korrekt zu sein, trotzdem dreht der Motor beim druck auf die "START" Taste nur kurz an und wieder zurück (vermutlich aufgrund der Masse und nicht elektrisch). D.H. die Elektronik denk entweder da dreht sich nix, oder meldet eine Überlast?
Ohne angelegten Riemen läuft der Motor einige Sekunden, geht dan aber wieder auf "Er". Ob das wirklich an der Gabellichtschranke liegen kann? Oder doch irgendein Defekt im Stromsensor hinter den IGBTs?
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