Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik PIC Mikrocontroller noch aktuell ?


von Bernd Laura (berni05)


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Hallo,
nach einer längeren Abstinenz bin ich in der Mikrocontrollerwelt zurück 
und frage mich nun, ob die PICs von Microchip, mit denen ich damals 
gestartet bin, überhaupt noch angesagt sind, wo doch Arduino, AVR & Co 
den Markt offenbar dominieren - nicht ohne Gründe.

Wie ist eure Meinung, werden PICs noch in der Berufswelt benutzt, wenn 
ja bei welcher Projektgröße, nur noch für Nischen, kleine Stückzahlen 
...? Wer hat Erfahrung aus der Arbeitswelt damit und weiss, wie die Lage 
um die PICs ist?

Danke euch und ein gutes Jahr 2026
Bernd

: Bearbeitet durch User
von Michael O. (michael_o)


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Ist wohl verzerrte Wahrnehmung. Auf 100 verkaufte PICs kommt ein AVR, 
Arduino und andere. Nicht umsonst hat Micochip in den letzten Jahren 
viele andere Hersteller aufgekauft, unter anderem AVR, Micrel und viele 
andere.

MfG
Michael

von Gerhard O. (gerhard_)


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Das lässt sich nicht ohne Weiteres beantworten, weil da viele Aspekte 
mitspielen. PICs are modern, aber so sind auch alle anderen. Wenn nicht 
gerade PIC spezifische Peripherie wichtig ist und es elektrisch keine 
wichtige Faktoren gibt und der Preis und Bezugszuverlässigkeit stimmt, 
dann steht dem PIC nicht viel im Wege. Ausserdem kommt 
Entwicklungserfahrung mit ins Spiel.

Was mich betrifft, finde ich die Frage eigentlich nicht sehr 
zielführend.

von Nick (b620ys)


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Microchip bietet eine nahezu absure Anzahl von µC an. 2264 verschiedene. 
Da ist für fast jeden Unsinn was dabei das optimal passt (Ausnahmen 
bestätigen die Regel). Und tw. sogar noch im PDIP-Gehäuse für die 
komplett Zurückgebliebenen. ;-)

Such dir was aus: https://www.microchip.com/maps/microcontroller.aspx

von Jens M. (schuchkleisser)


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Ich sehe aus Berufssicht (Fertigung in D, Mengen im unteren 
4-stelligen/a) eher 40% STM32, 35% PIC und 20% AVR, Kleckermengen auch 
LPC.
Asiatische PCBs (Mengen- und Zukaufprodukte unserer Kunden) sind dagegen 
fast ausschließlich mit GD32, Rest RiscV.

Das im Hobbybereich AVRs so weit verbreitet sind, liegt m.E. 
ausschließlich am Arduino und dessen Bootloader.
PICs sind m.E. technisch fortschrittlicher, aber eben nur mit einem 
Programmiergerät zugänglich, auch wenn das "nix" kostet: bei Arduino 
reicht ein USB-Kabel, und die IDE ist wenn auch sinnlos aufgeblasen 
wesentlich umgänglicher als die von Microchip.

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


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Bernd Laura schrieb:
> ob die PICs von Microchip, mit denen ich damals
> gestartet bin,

Liegt ein wenig an der Definition von "Damals".
Die alten hatten keinen Platz für einen ordentlichen Stack.
So eigentlich nur ASM möglich.

Ich erwarte von einem modernen µC, dass man ihn in C++, wenigstens mit C 
Programmieren kann.

Bernd Laura schrieb:
> werden PICs noch in der Berufswelt benutzt,
Ein klares Ja!

von Dennis S. (whiterussian)


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Bernd Laura schrieb:
> mit denen ich damals
> gestartet bin

Ea wäre sinnvoll das Modell / die Modelle zu nennen, so oder so. Auch 
wenn sich nun herausstellt dass PICs augenscheinlich mehr genutzt 
werden...

von Björn W. (bwieck)


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Jens M. schrieb:
> Das im Hobbybereich AVRs so weit verbreitet sind, liegt m.E.
> ausschließlich am Arduino und dessen Bootloader.

Glaub ich nicht. In frühen Zeiten gab es mehr Leute die ASM geschrieben 
haben und da war der AVR deutlich freundlicher als der PIC mit seinen 
Segmentierungen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Michael O. schrieb:
> Ist wohl verzerrte Wahrnehmung. Auf 100 verkaufte PICs kommt ein AVR,
> Arduino und andere

Also Microchip alleine verkauft 100× so viele MCUs wie der gesamte Rest 
der Branche, inklusive der absurden Anzahl an Cortex-M's, RISC-V's, und 
chinesischen No-Name-Controllern die in jedem Spielzeug sind?

von Veit D. (devil-elec)


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Niklas G. schrieb:
> Michael O. schrieb:
>> Ist wohl verzerrte Wahrnehmung. Auf 100 verkaufte PICs kommt ein AVR,
>> Arduino und andere
>
> Also Microchip alleine verkauft 100× so viele MCUs wie der gesamte Rest
> der Branche, inklusive der absurden Anzahl an Cortex-M's, RISC-V's, und
> chinesischen No-Name-Controllern die in jedem Spielzeug sind?

Hat er so nicht gesagt. Er sagt das Microchip für sich auf einen AVR 100 
PICs verkauft. Es gibt keinen Bezug zum Rest der Welt. Wobei ich 100:1 
dennoch nicht so recht glauben kann. Das würde die immer neuen AVR 
Modelle nicht erklären. Die Konkurrenz macht nur Cortex MCUs in 
Größenordnungen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wir verwendeten PICs in unserer Firma seit 1999 jahrelang in unseren 
früheren Produkten. Hauptsächlich 16F und 18F, später kamen auch DSPIC 
dazu. Wir arbeiteten durchwegs mit dem CCS Compiler in C. ASM wurde fast 
nie gebraucht.
Auch der 16F877A war in C für kleinere Sachen recht brauchbar.
Die DSPIC waren natürlich schon ein ganz anderes Kaliber und bewährten 
sich auch sehr gut. Aber später stiegen wir wegen der höheren 
Anforderungen und LAN/WIFI hauptsächlich auf STM32er um. In Analog 
Sachen verwenden wir übrigens immer noch DSPICs.

Mein persönlicher Liebling fürs Hobby war für lange Zeit der 16F877A, 
18F4620/40 und 18F(6)8720/2. Damit konnte ich so ziemlich alles 
abstrecken was mich interessierte.

Heutzutage ist es nervig, wegen der großen Auswahl neue PICs 
auszuwählen. Das war damals noch nicht so schlimm.

Vom Debug Standpunkt aus her, ist für mich der STM32 der klare Sieger.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Veit D. schrieb:
> Hat er so nicht gesagt

"Und andere" klingt für mich nach "alle anderen Controller"

von Veit D. (devil-elec)


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Niklas G. schrieb:
> Veit D. schrieb:
>> Hat er so nicht gesagt
>
> "Und andere" klingt für mich nach "alle anderen Controller"

Verstehe ich so, dass mit andere alle gemeint sind die AVR verbauen. Wie 
z.Bsp. Arduino. Die 100:1 Aussage bezieht sich klar nur auf PIC zu AVR. 
Betrifft allein Microchip. Ansonsten würde die 100:1 Aussage für mich 
überhaupt keinen Sinn machen, weil um Größenordnungen viel mehr Cortex 
statt PICs und AVR zusammen verkauft werden. Demzufolge kann es sich nur 
um eine interne Microchip Verteilung handeln. Nur wie gesagt, auch das 
kann ich nicht so recht glauben in dem Verhältnis.

von Bruno V. (bruno_v)


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Arduino F. schrieb:
> Die alten hatten keinen Platz für einen ordentlichen Stack.
> So eigentlich nur ASM möglich.
>
> Ich erwarte von einem modernen µC, dass man ihn in C++, wenigstens mit C
> Programmieren kann.

Die meisten haben keinen Stack. Aber Ram. Den Rest regelt der 
C-Compiler, der ein paar Restriktionen bei Funktionspointern hat und 
rekursive Funktionen nicht zulässt.

von Cartman E. (cartmaneric)


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> seit   29.12.2025 13:55
> Beiträge   3

Alles klar!?

Bernd Laura schrieb:
> Hallo,
> nach einer längeren Abstinenz bin ich in der Mikrocontrollerwelt zurück
> und frage mich nun, ob die PICs von Microchip, mit denen ich damals
> gestartet bin, überhaupt noch angesagt sind, wo doch Arduino, AVR & Co
> den Markt offenbar dominieren - nicht ohne Gründe.

Doch nur den Hobbybastelmurxermarkt. Wenn Angesagt überhaupt ein
relevantes Thema für dich ist, dann bleib mal besser abstinent.
Abseits davon gibt es immer einen Markt, für einen intelligenten
555-Ersatz.

Michael O. schrieb:
> ... Auf 100 verkaufte PICs kommt ein AVR
Das werden wohl eher 1000 oder 10000 sein.
Kein vernünftiger Entwickler würde z.B. einen ATTINY85 einsetzen.

Gerhard O. schrieb:
> Heutzutage ist es nervig, wegen der großen Auswahl neue PICs
> auszuwählen.
Einfach nur MPLAB 8.92 installieren. Wenn sich da dann kein passender
findet, wäre ein PIC12/16 ohnehin ungeeignet.
PIC18 und DSPIC sind heute sowieso raus. Für ersteren gibt es
reichlich leistungsfähigeren Ersatz, und letzterer war und ist,
ein übler Energieverheizer.


Frohes Neues Jahr!

von Nick (b620ys)


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Veit D. schrieb:
> weil um Größenordnungen viel mehr Cortex
> statt PICs und AVR zusammen verkauft werden.

Die PICs sind nicht nur MIPS-cores, sondern unter Anderem auch ARM-cores 
incl. CORTEX-cores.
Irgendwie wird hier ständig einiges durcheinandergewürfelt. Und dabei 
kommt ein Obstsalat raus (Äpfel ; Birnen Vergleich)
"Arduino programmiert man über USB und ist daher besser, denn bei den 
PICs braucht man ein Programmiergerät". Hääää???!
Arduino ist kein µC, das ist ein DevBoard. Gibts auch einige von MCHP 
mit PICs drauf. Die zielen aber eher nicht auf den Hobby-Bereich wie der 
Arduino (das war das klare Ziel zu Anfang), sondern an den 
professionellen Entwickler. Wobei man die Discover-Boards von MCHP auch 
als Hobby-Segment bezeichnen mag (als Reaktion auf den Ardino-Hype).

Wer PICs zum Rumspielen haben will, kann sich z.B. bei Olimex 
(https://www.olimex.com/) umsehen.
18 DevBoards, 10 ProtoBoards mit PICs drauf. Und 7 Programmer.
Ist keine Werbung, hab noch nie was von denen verwendet. Aber die Boards 
werden direkt von MPLAB-X unterstützt. Kann also nicht so schlimm sein.

Bei Olimex gibt es auch andere Hersteller/Cores. ARM, STM, MSP430, ...

Dieses Jahr soll wohl der PIC64 auf den Markt kommen. Dann hat man auch 
einen RISC-V core. Falls man darauf besteht.

von Nick (b620ys)


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Nachtrag:
Es gibt auch nicht DEN Arduino, das sind ganz unterschiedliche 
Plattformen. Angefangen hats mit einem AVR und einem ins Jämmerliche 
kastriertes C++.
Arduino gibt/gab es auch mit RP2040.
Also, das Thema "Arduino" ist auch ein ziemlicher Obstsalat.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Nick schrieb:
> Die PICs sind nicht nur MIPS-cores, sondern unter Anderem auch ARM-cores
> incl. CORTEX-cores.

PICs sind sowas von weder MIPS noch ARM/Cortex.
Du redest von den Zukäufen weil so verallgemeinernde Leute meinten das 
es an PICs im oberen Leistungssegment fehlte, und Mchip hat dann 
Architekturen zugekauft, die weder taugten, noch PICs waren, außer auf 
dem Aufdruck des Chips. Genauso wie mit dem angeblichen Risc-V PIC: da 
steht nur PIC drauf.

Aber genau wie bei...
Nick schrieb:
> "Arduino programmiert man über USB und ist daher besser, denn bei den
> PICs braucht man ein Programmiergerät". Hääää???!

... hast du den Kern der Aussage nicht verstanden.
Ja, es gibt satt Boards auch mit PIC drauf. Genau so wie mit LPC, STM32, 
GD32 und und und.
AVR sind seit mittlerweile Jahrzehnten so beliebt, weil es 2€-Platinen 
aus China gibt, die mit einem USB-Kabel und einer freien nicht allzu 
aufgeblasenen IDE plus Community von "bestellt" zu "da blinkt eine LED 
so wie ich das will" kommen.
Das geht selbst bei vielen Demoboards nicht, weil es eben Demoboards 
sind, keine frei verwendbaren "Prozessoradapter", die man als Bastler 
auf seine Lochrasterkreation frickeln kann und die sich um die drei 
großen Probleme beim Verwenden eines Mikrocontrollers kümmern: Takt, 
Programmierschnittstelle und Löt/Steckbarkeit für einfachste Ansprüche.
Die von dir genannten Boards von Olimex sind toll, aber es braucht eben 
immer den Programmer dazu. Und eine riesige aufgepustete IDE, die man 
selber erkunden muss weil es kaum Community dazu gibt gibt's kostenlos 
oben drauf.

Der professionelle Entwickler nimmt das was er kennt (neue Programmer 
genehmigt zu bekommen ist ein Graus, und lange Einarbeitungszeit führt 
in Meetings zu Ärger warum der Milestone noch nicht fertig ist), und 
Bastler was billig ist.
Arduino ist nicht billig, die Clones sinds bzw waren es.
Jetzt kommen immer mehr Dinge auf den Markt, die ein Arduinoschild haben 
aber keine mehr sind, siehe aktuell den Q mit Linux und KI und einem 
Alibicontroller für Anfänger. Ein tolles Produkt, aber hat mit dem Grund 
nix mehr zu tun, ebenso wie die PICs ex 12/16/18er-Typen. Das sind 
BWLer-Projekte.
Und ehrlich, die MIPS-PICs sind absoluter Müll. irgendwie in die IDE 
geflanscht, das Datenblatt völlig anders als von Mchp gewohnt (da wurde 
auch nur das Logo getauscht), die Hardware so PIC-untypisch, die ganzen 
PIC-Spezialitäten anders oder gar nicht gemacht, das ganze ist einfach 
Mist. Auch hier: die Projekte, die man aus Neugier mit 24er PICs gemacht 
hat, macht man weiter damit, denn wenn man sich an das Biest gewöhnt hat 
nutzt man es weiter (und die Tools und Lizenzen hab ich auch alle schon) 
aber "denk dir mal was gutes dazu aus" führt normalerweise nicht zu 
PIC24. Oder dsPIC.

von Jens G. (jensig)


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Cartman E. schrieb:
>> seit   29.12.2025 13:55
>> Beiträge   3
>
> Alles klar!?

... mit Dir?

von Nick (b620ys)


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Jens M. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Die PICs sind nicht nur MIPS-cores, sondern unter Anderem auch ARM-cores
>> incl. CORTEX-cores.
>
> PICs sind sowas von weder MIPS noch ARM/Cortex.

Du hast das "unter Anderem" überlesen.

> Du redest von den Zukäufen weil so verallgemeinernde Leute meinten das
> es an PICs im oberen Leistungssegment fehlte, und Mchip hat dann
> Architekturen zugekauft, die weder taugten, noch PICs waren, außer auf
> dem Aufdruck des Chips.

Nun, den ARM-core kann man nur kaufen. Das gilt für Alle die ihn 
verwenden. Das gilt dann auch für die STM32. Macht es die dann 
schlechter? Taugt der nichts, da der core zugekauft? Seltsame 
Argumentation.
Microchip will nun mal ... tataaa! ... Microchips verkaufen. Und sie 
wollen, dass für jeden was dabei ist. Ja, MCHP kauft viel ein. Und ja, 
MCHP schleppt auch viele Altlasten (AVR) mit. MCHP sagt dazu: Solange 
die Chips gekauft werden, stellen wir sie her.
Bei dem von mir verlinkten MCHP-Auswahlwerkzeug kann man auch nach cores 
eingrenzen. Da ist dann hoffentlich der "Richtige" für Dich dabei.

Und verallgemeinern tu ich nicht. Ich weise auf die Verallgemeinerung 
hin!

> Genauso wie mit dem angeblichen Risc-V PIC: da
> steht nur PIC drauf.

Wieso "angeblich"? Da ist nun mal ein RISC-V drinnen (wimre sogar 4).
Ja, steht nur PIC drauf. Das ist genau das was ich als "Obstsalat" 
bezeichne. Vergleich von Äpfel, Birnen, Bananen, ...
So hat auch der TO angefangen. PIC ist "schlechter" als Arduino oder 
AVR.

Und genau auf dem Niveau gehts leider weiter.

Um es nochmal klar zu machen: "PIC" ist eine Verallgemeinerung. So wie 
"Arduino" und "AVR". Mit den Begriffen kommt man nicht weiter.

von Nick (b620ys)


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Nachtrag, vergessen drauf einzugehen.

Jens M. schrieb:
> Das geht selbst bei vielen Demoboards nicht, weil es eben Demoboards
> sind, keine frei verwendbaren "Prozessoradapter", die man als Bastler
> auf seine Lochrasterkreation frickeln kann und die sich um die drei
> großen Probleme beim Verwenden eines Mikrocontrollers kümmern: Takt,
> Programmierschnittstelle und Löt/Steckbarkeit für einfachste Ansprüche.

Ja, verdammt noch mal! Von MCHP gibts auch boards für das Steckbrett. 
Gibts auch von anderen Herstellern mit PIC (was auch immer für einer 
genau) drauf. Ja, schade (für die Bastler), Olimex bietet keine 
DevBoards an, die man in das Steckbrett stecken kann. Zumindest haben 
die dann Header. Damit dann auf ein Steckbrett zu gehen ist scheinbar 
für Einige zu viel verlangt.
Ist halt eine Abwägung des Herstellers. Steckbrettkompatibel und 
beschränkt oder mit allem sinnvollen (Sicht des Herstellers), so dass 
man gleich loslegen kann. Ohne sich noch ein Steckbrett kaufen zu müssen 
und ein Modul mit SDcard und, oder, aber, nie, immer, habichschon, 
brauchichnicht, ...
Kauf dir was Du willst.

Es gibt nicht nur Olimex. Den hab ich nur aufgeführt, weil der mir 
bekannt ist. Sicherlich gibt es "den Chinesen" der was passendes hat. 
Mir persönlich sind boards die ins Steckbrett passen absolut 
schnurzegal. Auch DevBoards sind mir eher egal.
Ich mach halt eine Platine dazu. Ist bestimmt nicht der richtige Weg zum 
Rumspielen. Ich persönlich hab halt keine Lust 100 MHz aufm Steckbrett 
versuchen zum laufen zu bringen.
Wer ein Steckbrettboard haben will, soll sich eines kaufen.
Wer ein DevBoard haben will, soll sich eines kaufen.
Wer ein ProtoBoard haben will, soll sich eines kaufen.
Wer Platinen selbst layouten will, soll das machen.
Wer nichts davon haben will, kann heute die nicht explodierten 
Sylvesterartikel sammeln und in den Mixer kippen. Wenn er dann den Mixer 
dann noch einschaltet, war es seine Entscheidung.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jens M. schrieb:
> neue Programmer genehmigt zu bekommen ist ein Graus

Die armen Leute die in Firmen arbeiten wo solche Zustände herrschen...

von Cartman E. (cartmaneric)


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Niklas G. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> neue Programmer genehmigt zu bekommen ist ein Graus
>
> Die armen Leute die in Firmen arbeiten wo solche Zustände herrschen...

Bei Jens M. ist scheinbar da nicht "Alles klar". ☺
Einen Laborschrank voller "Lauterbachs" wirst du aber wohl auch
nicht haben.

Für meinen Besten, wollte Digikey, zu seinen besten Zeiten auch
$2500 haben.

Das so ein USB-Bootlader bei Ex-Atmels AVRs praktisch ist, ergibt
sich schon aus deren recht unpraktischen "Fuses-Konstruktion".
Gleichzeitig verhindert er aber auch, dass man den Controller für
einen bestimmten Einsatzzweck per Config noch feintunen kann.
Da verkehrt sich der vermeintliche Nutzen dann in sein Gegenteil,
und man ist dann doch auf einen Programmieradapter angewiesen.
Besonders hervorgetan hat sich Atmel bei Debugadaptern ja auch nicht.
Treiber die mit Demosoftware erstellt wurden, und ein Gesamtkonzept
dass aus dem Adapter eine elektrische Mimose macht...

von Harald K. (kirnbichler)


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Kann es sein, daß hier im Thread Leute unterwegs sind, die jeden von 
Microchip hergestellten µC pauschal als "PIC" bezeichnen?

von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Kann es sein, daß hier im Thread Leute unterwegs sind, die jeden
> von
> Microchip hergestellten µC pauschal als "PIC" bezeichnen?

Den berühmten PICmega328P...

von Veit D. (devil-elec)


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Nick schrieb:

Das neue Jahr geht ja gut los.

> So hat auch der TO angefangen. PIC ist "schlechter" als Arduino oder AVR.

Auch das hat so niemand behauptet oder geschrieben. Auch der TO nicht. 
Du fängst mit dem Mist an.

> Um es nochmal klar zu machen: "PIC" ist eine Verallgemeinerung. So wie
> "Arduino" und "AVR". Mit den Begriffen kommt man nicht weiter.

Das ist wohl eine Binsenweisheit und allen klar. Außerdem sind PIC und 
AVR Controllerserien. Arduino stellt keine Controller her, sie verbauen 
sie nur.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> Einen Laborschrank voller "Lauterbachs" wirst du aber wohl auch
> nicht haben.

Nö, aber wenn ich das bräuchte... Wäre auch nur eine Geldfrage. Hatte 
Jens so verstanden dass ein neuer Programmer-*Typ* genehmigt werden 
muss, nicht die Kosten für ein weiteres Exemplar.

von Nick (b620ys)


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Veit D. schrieb:
> Auch das hat so niemand behauptet oder geschrieben. Auch der TO nicht.

Lies dir doch bitte nochmal den Ursprungsbeitrag durch. Danke.

> Du fängst mit dem Mist an.

Entspann dich! Lies dir die folgenden Antworten nochmal durch. Danke!


Veit D. schrieb:
> Das ist wohl eine Binsenweisheit und allen klar. Außerdem sind PIC und
> AVR Controllerserien. Arduino stellt keine Controller her, sie verbauen
> sie nur.

Ja, ich weiß das. Der TO, und nicht nur der, würfelt aber alles lustig 
durcheinander.
Das endet dann sinngemäss und übertrieben in "PICs kann man nicht in 
Steckbretter stecken".

Naja, das Alles ist wohl eher ins Hobbysegment zu verorten. Und ich bin 
damit raus.

von Richie (mikro123)


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Nick schrieb:
> Die zielen aber eher nicht auf den Hobby-Bereich wie der
> Arduino (das war das klare Ziel zu Anfang), sondern an den
> professionellen Entwickler.

Genau das Gegenteil ist der Fall:
Der Profi-Bereich war das klare Ziel.
Das die Hobbyisten das übernommen haben, hat sich einfach so ergeben.

Arduino (Wiring) wurde für (Licht-)-Künstler entwickelt, die damit Geld 
verdienen, aber nicht das Geld für die teure Bühnentechnik hatten und 
gleichzeitig auch kein grosses technisches KnowHow.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Niklas G. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Einen Laborschrank voller "Lauterbachs" wirst du aber wohl auch
>> nicht haben.
>
> Nö, aber wenn ich das bräuchte... Wäre auch nur eine Geldfrage. Hatte
> Jens so verstanden dass ein neuer Programmer-*Typ* genehmigt werden
> muss, nicht die Kosten für ein weiteres Exemplar.

Ja der scheinbare Plural ist da sehr mehrdeutig und auslegungsfähig. ☺
Aber es soll schon Firmen geben, die am Werkzeug sparen.
Die sparen dann auch regelmässig am/beim Personal.

Da wäre dann ein: "Schnell weg..." angezeigt.

Mit den PIC12/16 kommt man aber recnt sparsam zurecht.
Das MPLAB 8.92 hat einen vorzüglichen Simulator, der sogar die
Errata, z.B. die vom Timer, korrekt simuliert. ☺

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> Aber es soll schon Firmen geben, die am Werkzeug sparen

Jo. Es gibt definitiv Firmen die einen großen Aufriss um neue 
Tools/Programmiersprachen/Controller/Paradigmen machen, unabhängig von 
Geld.

Cartman E. schrieb:
> Mit den PIC12/16 kommt man aber recnt sparsam zurecht.

Die STM32 sind da mittlerweile auch super, mit den diversen Evalboards 
unter 20€ die den Debugger gleich beinhalten.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Niklas G. schrieb:

> Cartman E. schrieb:
>> Mit den PIC12/16 kommt man aber recnt sparsam zurecht.
>
> Die STM32 sind da mittlerweile auch super, mit den diversen Evalboards
> unter 20€ die den Debugger gleich beinhalten.

Ein sicherer Weg, von der Ausbildung weg, eine loyale Kundenbasis
zu schaffen. ☺
Sie verdienen sicher nichts damit, aber verlieren tun sie dabei sicher
auch nicht viel. Immerhin ist man damit immer im Gespräch.
Allerdings hätten sicher auch andere Controllerlinien bei ST,
davon etwas mehr profitieren können. Da stand dann wohl der Kommerz
im Weg.

Für einen intelligenten 555-Ersatz werde ich bei den kleinen
PIC12/16 bleiben. Können manche davon doch mit wenigen µA und
einigen kHz Takt, immer noch mir ihrer Umgebung interagieren.
Da ist der PICmega328P☺ in seinem Ard*o-Habitat schon lange (r)aus.

von Stephan S. (uxdx)


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Cartman E. schrieb:
> Für einen intelligenten 555-Ersatz werde ich bei den kleinen
> PIC12/16 bleiben.

Da tut es sogar ein PIC10F320/322, in der LF-Variante mit einem Strom im 
Sleep von 80 nA bei 3 Volt, der Watchdog will ggf. 800 nA bei 3 Volt, 
als Gehäuse gibt es DIP (!), DFN und SOT23

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> Ein sicherer Weg, von der Ausbildung weg, eine loyale Kundenbasis
> zu schaffen

Klar die machen das nicht aus Altruismus. Ganz allgemein ist das 
Ökosystem mittlerweile recht gut handelbar, trotz relativ komplexer 
Controller. Da gibt's noch ganz andere Kandidaten, unabhängig von 
Kosten... Mit so einem Nucleo Board kann man schon recht komfortabel und 
fix was zusammen basteln. Nicht so no-brainer-artig wie bei Arduino, 
aber wenn man schon die Erfahrung damit hat werden einem wenig unnötige 
Steine in den Weg gelegt.

Cartman E. schrieb:
> Können manche davon doch mit wenigen µA und
> einigen kHz Takt, immer noch mir ihrer Umgebung interagieren

Die STM32Uxx sind da mittlerweile auch recht gut drin, je nach 
Anforderungen. Preislich vermutlich kein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber für 
kleine Stückzahlen/Basteleien... Dafür bekommt man günstige gute 
Debugger sowie leistungsfähige vollwertige C/C++ Compiler und IDEs als 
Open Source/Freeware, die dann auch für die großen Controller genutzt 
werden, somit kann man Workflow, Tools und Wissen über die ganze 
Bandbreite mitnehmen.

Stephan S. schrieb:
> Strom im Sleep von 80 nA bei 3 Volt

Bei aktiviertem Oszillator für Timer/RTC?

: Bearbeitet durch User
von Cartman E. (cartmaneric)


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Stephan S. schrieb:

> Da tut es sogar ein PIC10F320/322, in der LF-Variante mit einem Strom im
> Sleep von 80 nA bei 3 Volt, der Watchdog will ggf. 800 nA bei 3 Volt,
> als Gehäuse gibt es DIP (!), DFN und SOT23

Ein 555 hat 8 Beine. Die sollte das "Imitat" dann schon auch haben.
Die Intelligenz kommt ja oft in Form der Auswertung externer Signale,
für die es dann IOs/ADCs braucht.
Und ich will daraus auch keine "Spezialwissenschaft" machen, was für
mich eben mindestens 64 byte RAM heisst.
Den Bedarf im Sleep habe ich bei denen bislang noch nie gemessen.
Aber ich werde das bei Gelegenheit mal nachholen.

DIP ist per se nichts schlechtes, wenn es die Option gibt. ☺
SO8 oder SO14 reicht mir, wenn es kleiner sein soll.

: Bearbeitet durch User
von Stephan S. (uxdx)


Angehängte Dateien:

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Niklas G. schrieb:
> Stephan S. schrieb:
>> Strom im Sleep von 80 nA bei 3 Volt
>
> Bei aktiviertem Oszillator für Timer/RTC?

Ich schrieb ja, dass der WD 800 nA haben will. Die 80 nA fallen z.B. an, 
wenn er auf ein Wakeup durch ein GPIO wartet.

Cartman E. schrieb:
> Ein 555 hat 8 Beine.

Ein 555 hat aber keine 4 GPIOs, der PIC10F320/322 schon.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Stephan S. schrieb:
> . Die 80 nA fallen z.B. an, wenn er auf ein Wakeup durch ein GPIO
> wartet.

Okay, das können die STM32U0 bei <60nA, mit RTC und Uhrenquartz fürs 
Timing bei <600nA.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Stephan S. schrieb:

> Cartman E. schrieb:
>> Ein 555 hat 8 Beine.
>
> Ein 555 hat aber keine 4 GPIOs, der PIC10F320/322 schon.

Und haben erstaunlicherweise sogar 64 byte RAM.
Kosten aber ca. 3x so viel, wie ein einfacher 8 Pinner
mich gekostet hat.
Das ist mur für einen 555-Imitator zu viel. ☺
Der muss auch im Preis einen 555 imitieren können.

von Roland E. (roland0815)


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Niklas G. schrieb:
> Stephan S. schrieb:
>> . Die 80 nA fallen z.B. an, wenn er auf ein Wakeup durch ein GPIO
>> wartet.
>
> Okay, das können die STM32U0 bei <60nA, mit RTC und Uhrenquartz fürs
> Timing bei <600nA.

Immer wieder niedlich, wie die STM-Jünger ihre Stromfresser wie sauer 
Bier anpreisen.
Wozu einen Mercedes, wenn ein Fahrrad reicht?

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Roland E. schrieb:
> Immer wieder niedlich, wie die STM-Jünger ihre Stromfresser wie sauer
> Bier anpreisen.

Frisst weniger als der PIC und der 555 sowieso 🤷‍♀️

Roland E. schrieb:
> Wozu einen Mercedes, wenn ein Fahrrad reicht?

Hab ich doch erläutert.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Niklas G. schrieb:

> Roland E. schrieb:
>> Wozu einen Mercedes, wenn ein Fahrrad reicht?
>
> Hab ich doch erläutert.

Der kleine PIC wäre dann wohl der Baby-Benz, mit Saugerdiesel und
Hängerkupplung.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> Der kleine PIC wäre dann wohl der Baby-Benz

Hätte Benz jetzt mit Komfort assoziiert, also das was man beim Cortex-M 
hat, aber beim 8bitter eher nicht so.

von H. H. (hhinz)


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Niklas G. schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Der kleine PIC wäre dann wohl der Baby-Benz
>
> Hätte Benz jetzt mit Komfort assoziiert, also das was man beim Cortex-M
> hat, aber beim 8bitter eher nicht so.

Das Fahrzeug mit dem Berta Benz die berühmte Fahrt machte war bestimmt 
nicht komfortabel.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> Das Fahrzeug mit dem Berta Benz die berühmte Fahrt machte war bestimmt
> nicht komfortabel.

Aber mit mehr Sinn für Ästhetik gestaltet als die heutigen 
Dicke-Hose-nix-dahinter-Karren für Hamdi & Marvin und andere 
Fahranfänger.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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H. H. schrieb:
> Das Fahrzeug mit dem Berta Benz die berühmte Fahrt machte war bestimmt
> nicht komfortabel.

Ob die Fahrräder zu der Zeit komfortabler waren? Die hießen nicht 
umsonst mal "boneshaker".

von Cartman E. (cartmaneric)


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Der Komfort eines Baby-Benz liegt tiefer.

Man könnte mit ihm, ohne einen Werkstattbesuch einplanen zu müssen,
seinen Camper einmal bis zum Mond, und wieder zurück schleppen.
Eventuell müsste man unterwegs, die Steuerkette nachspannen.

Mit einem Ferrari wäre man selbst zwar schneller, müsste aber
regelmässig auf das Begleitfahrzeug mit den Ersatz-Ferraris warten.

Leider sind Raumtankstellen nur genau so selten wie Ladesäulen.

Und, heisst es nicht: Besser gut gefahren, als schlecht gelaufen? ☺

von Roland E. (roland0815)


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Niklas G. schrieb:
> ...
> Hab ich doch erläutert.
Ja, wie so oft wenn die STM-Leute ihre Ware anpreisen. Spektakulär aber 
unglaubwürdig.

Aus zwei (wahllos aus den genannten Serien) herausgegriffenen 
Datenblättern kann ich die Behauptung, dass der STM weniger Strom 
brauche als der PIC nicht nachvollziehen. Deine beschriebvenen 60nA 
reichen nämlich nicht, wenn du auf eine I/O warten möchtest. Da kommen 
nämlich noch mal 50..80µA/MHz für das AHB des GPIO-Peripherals dazu. Und 
damit ist er über dem PIC und für (extreme) Low-Current nach wie vor 
raus. Preislich sowieso.

Gerade die Bus-Matrix vom STM bricht ihm bei diesen Extremanforderungen 
oft das Genick. Zu komplex, zu stromhungrig. haben wir hier auch 
regelmäßig, wenn das batteriegepufferte Gerät die Batterie in einem 
Monat leernuckelt, obwohl sie lt Datenblatt ein Jahr halten solle. Man 
braucht halt die aktivierten Busse zu den Peripherals. Das läppert sich 
ganz schnell.

Und regelmäßig spucken all die tollen Debug-Tools dazwischen, weil die 
Prozessormodule aktivieren, die man eigentlich nicht braucht. Oder in 
der falschen Reihenfolge aktivieren, zB externe LFXEs.

Nein, für die oben genannte Spielerei ist ein PIC genau richtig. Und 
auch in den nächsten Jahrzehnten nicht überholt. Und falls STM das 
irgenwann wirklich schafft das Feld der kleinen PICs mit seinen STM32s 
zu beackern, setzt MC den PIC auf einer modernere Struktur um und 
reduziert den Strom um eine oder zwei Größenordnungen. Man darf nicht 
vergessen, die Designs und Prozesse der kleinen PICs sind alle samt 
mehrere Jahrzehnte alt.

Niklas G. schrieb:
> ...
> Frisst weniger als der PIC und der 555 sowieso 🤷‍♀️
>

Nagut, der LMC555 braucht wohl 20nA mehr. Wenigstens der Teil deiner 
Aussage stimmt.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Roland E. schrieb:
> Da kommen nämlich noch mal 50..80µA/MHz für das AHB des GPIO-Peripherals
> dazu

Der AHB, Takt und Peripherie selbst sind aus. Der interne LDO welcher 
den Großteil der digitalen Logik versorgt ist abgeschaltet.
Die Low-Power Wake-Up Pins haben eine dedizierte Input-Stufe welche ohne 
Takt auskommt und ohne Bus direkt den LDO wieder einschalten kann. Dafür 
wird nichtmal der 32kHz Takt benötigt.

Roland E. schrieb:
> Preislich sowieso

Wie gesagt.

Roland E. schrieb:
> Man braucht halt die aktivierten Busse zu den Peripheral

Aber eben nur wenn die Peripherals auch an sind. Man braucht ein 
Power-Management Framework in der Firmware welches nur das einschaltet 
was gerade gebraucht wird. Was die HAL mitliefert ist da eher 
rudimentär.

Roland E. schrieb:
> Und regelmäßig spucken all die tollen Debug-Tools dazwischen, weil die
> Prozessormodule aktivieren, die man eigentlich nicht braucht.

Das stimmt, darüber bin ich auch schon gestolpert. Kann man die PICs 
ohne Takt debuggen, ohne den Verbrauch im Standby zu erhöhen? Solange 
man bei den STM32 keine Verbindung per SWD/JTAG aufbaut spielt das aber 
alles keine Rolle, die Debug-Peripherie bleibt ausgeschaltet.

Roland E. schrieb:
> Nagut, der LMC555 braucht wohl 20nA mehr.

Inklusive des Stroms durch die externen R und C?

von Roland E. (roland0815)


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Niklas G. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> Da kommen nämlich noch mal 50..80µA/MHz für das AHB des GPIO-Peripherals
>> dazu
>
> Der AHB, Takt und Peripherie selbst sind aus. Der interne LDO welcher
> den Großteil der digitalen Logik versorgt ist abgeschaltet.
> Die Low-Power Wake-Up Pins haben eine dedizierte Input-Stufe welche ohne
> Takt auskommt und ohne Bus direkt den LDO wieder einschalten kann. Dafür
> wird nichtmal der 32kHz Takt benötigt.
>
> ...

Gut, mit des STM32U habe ich noch nicht gearbeitet, aber bei den 
"normalen" STM32F muss der AHB für die (benutzte) GPIO an sein. Sonst 
gibts keinen IRQ, der irgend etwas aufweckt.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Roland E. schrieb:
> aber bei den "normalen" STM32F muss der AHB für die (benutzte) GPIO an
> sein.

Von den alten STM32Fxx habe ich aber nicht geredet, die waren nie 
wirklich für low-power gemacht. Das ganze Power-Management ist bei den 
STM32Lxx, STM32UXX, STM32WLx5, STM32WB komplett neu. Der Wake-Up aus den 
Standby/Poweroff -Modi ist ein dediziertes System das mit den EXTI 
Interrupts und dem Bus nichts zu tun hat. Es wird nur initial über den 
Bus via Peripherieregister konfiguriert und läuft dann unabhängig. Die 
Register gehören nichtmal zum GPIO-Controller, sondern zum PWR-Block.

von Rick (rick)


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Cartman E. schrieb:
> Kein vernünftiger Entwickler würde z.B. einen ATTINY85 einsetzen.
Ist das nur Bashing oder gibt es auch eine plausible Begründung dafür?

von Harald K. (kirnbichler)


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[x] Bashing

[ ] plausible Begründung


Wir kennen doch unseren Cartman.

von Tim  . (cpldcpu)


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Was halten wir denn vom PML100B?

Das scheint die Low-Power MCU zu sein, die in den ganzen Akkubetriebenen 
Lampen steckt.

https://www.lcsc.com/product-detail/C49173943.html

Außerhalb der low-power Diskussion macht ein PIC eigentlich keinen Sinn.

von H. H. (hhinz)


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Tim  . schrieb:
> Was halten wir denn vom PML100B?

Ist halt OTP.

von Tim  . (cpldcpu)


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H. H. schrieb:
> Tim  . schrieb:
>> Was halten wir denn vom PML100B?
>
> Ist halt OTP.

Naja, das ist aber nur bei Kleinserien wirklich relevant. Oder wenn man 
wirklich In-field updates braucht.

von Rick (rick)


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Bernd Laura schrieb:
> nach einer längeren Abstinenz bin ich in der Mikrocontrollerwelt zurück

Tim  . schrieb:
>> Ist halt OTP.
>
> Naja, das ist aber nur bei Kleinserien wirklich relevant.

Der Eingangspost klingt für mich nicht nach Großserie, sondern eher nach 
Hobby.

von Cartman E. (cartmaneric)


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H. H. schrieb:
> Tim  . schrieb:
>> Was halten wir denn vom PML100B?
>
> Ist halt OTP.

Das ist für fehlerfrei arbeitende Entwickler ja dann kein Problem. ☺


Rick schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Kein vernünftiger Entwickler würde z.B. einen ATTINY85 einsetzen.
> Ist das nur Bashing oder gibt es auch eine plausible Begründung dafür?

Das früher(TM) extrem ungünstige Preis-Leistungs-Verhältnis.
Immerhin scheint der Markt diesen Preis nicht mehr herzugeben.
Das sollte einem schon zu Denken geben.
Bei Reichelt ist er auf ca. 1,50 gefallen, was mir für sein
etwaiges Einsatzspektrum immer noch viel zu viel wäre.
Vermutlich wird er bald den N.R.F.D.-Bempel bekommen. ☺

Der Pichler übt sich wieder in Unterstellungen.
Ich kann alles programmieren was nicht bei Drei auf dem Baum ist.

von Rick (rick)


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Cartman E. schrieb:
> ungünstige Preis-Leistungs-Verhältnis
Na wenn es nur das ist.
In die Gesamtkosten einer Entwicklung bzw. eines Produktes fließen noch 
ein paar weitere Faktoren mit ein.
Zum Glück wurde BWL erfunden und Leute die sich damit auskennen...

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> N.R.F.D.

Not Recommended For Designs?

von Tim  . (cpldcpu)


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> Der Eingangspost klingt für mich nicht nach Großserie, sondern eher nach
> Hobby.

Dann sollte PIC eigentlich keine Rolle mehr spielen.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Rick schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> ungünstige Preis-Leistungs-Verhältnis
> Na wenn es nur das ist.
> In die Gesamtkosten einer Entwicklung bzw. eines Produktes fließen noch
> ein paar weitere Faktoren mit ein.

Das kommt dann noch erschwerend hinzu.

> Zum Glück wurde BWL erfunden und Leute die sich damit auskennen...

Es geht hier um den Hobbybereich. Ich habe noch Preise von
mehreren Euro per Controller in guter Erinnerung.
Verwendung fand der ATTINY85 ja vor allem bei Bildungsprodukten
des Franzis-Verlags. Da bin ich nicht in der Zielgruppe.

>> N.R.F.D.
> Not Recommended For Designs?
[x]

von Cartman E. (cartmaneric)


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Tim  . schrieb:
>> Der Eingangspost klingt für mich nicht nach Großserie, sondern eher nach
>> Hobby.
>
> Dann sollte PIC eigentlich keine Rolle mehr spielen.

Und das bestimmst du? ☺

von Tim  . (cpldcpu)


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Cartman E. schrieb:
> Tim  . schrieb:
>>> Der Eingangspost klingt für mich nicht nach Großserie, sondern eher nach
>>> Hobby.
>>
>> Dann sollte PIC eigentlich keine Rolle mehr spielen.
>
> Und das bestimmst du? ☺

Naja, wenn man sich spezifisch für 8-bit Mikrocontroller interessiert, 
dann kommt natürlich auch PIC in Frage. Aber Padauk, AVR und STM8 sind 
vielleicht sogar interessanter.

Ansonsten gibt es viele 32 bit alternativen: RP2040, STM32, CH32V, PY32F 
etc...

von Cartman E. (cartmaneric)


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Tim  . schrieb:
> Cartman E. schrieb:
>> Tim  . schrieb:
>>>> Der Eingangspost klingt für mich nicht nach Großserie, sondern eher nach
>>>> Hobby.
>>>
>>> Dann sollte PIC eigentlich keine Rolle mehr spielen.
>>
>> Und das bestimmst du? ☺
>
> Naja, wenn man sich spezifisch für 8-bit Mikrocontroller interessiert,
> dann kommt natürlich auch PIC in Frage. Aber Padauk, AVR und STM8 sind
> vielleicht sogar interessanter.

Die wohl interessantesten 8-bit Controller, sind die der TMS7000
Familie. Einem Chameleon gleich, darf man die sogar mit eigenen
Mikroprogrammen erweitern. Oder die PLD/Controller-Hybriden
der ST UPSD3200-Serie.

Aber wie hier auch schon andere festgestellt haben, ist es sehr
einfach, mit 8-bit PICs stromspared Ideen umzusetzen.

Genauso setze ich aber auch 16-bitter, 32-bitter, DSPs und FPGAs
in meinen Hobbyprojekten ein.
Wenn ich eine Architektur kenne, und es mir zweckmässig erscheint,
dann verwende ich sie.
Gelegentlich ist es auch amüsant, z.B. von einem der kleinen PICs
für ein FPGA-Projekt die Arithmetik "machen zu lassen".
Die Berechnungen werden nur beim Start benötigt, und lassen sich
damit einfacher flexibel anpassen.

Wenn jemand anfängt, sich mit Controllern zu beschäftigen, sind
PICs wegen ihrer überschaubaren Architektur durchaus auch keine
schlechte Wahl. Er wird nur lernen müssen, auch Datenblätter zu
lesen, und sich um manche Dinge selbst kümmern zu müssen.
Z.B. Bibliotheken für die trivialen Dinge selbst zu schreiben.
Er wird dabei vermutlich mehr lernen und verstehen, als es ein
Arduino mit seiner Umgebung jemals für ihn tun könnte.
Er wird dann auch nicht bei den kleinen PICs stehenbleiben, und
sich selbst seinen weiteren Weg suchen, während die Arduinos
für ewig, in ihrem Sandkasten sitzen bleiben werden. Sie haben
ja nichts anderes gelernt und das wichtigste daber verlernt.
Wenn nun jemand damit nur "basteln" will, dann soll er das tun.
Er wird aber dabei auch nur ein "Bastler" bleiben.

> Ansonsten gibt es viele 32 bit alternativen: RP2040, STM32, CH32V, PY32F
> etc...

Auch bei den Alternativen gibt es noch wesentlich mehr. ☺
Dort die richtige Auswahl zu treffen, ist dann schon schwieriger.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Cartman E. schrieb:
> während die Arduinos
> für ewig, in ihrem Sandkasten sitzen bleiben werden.

Ich hab mit Arduino angefangen 🤷‍♂️ hat mir nicht geschadet.

von Tim  . (cpldcpu)


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Cartman E. schrieb:
> Wenn jemand anfängt, sich mit Controllern zu beschäftigen, sind
> PICs wegen ihrer überschaubaren Architektur durchaus auch keine
> schlechte Wahl.

Das Argument hört man immer wieder. Die PIC-Architektur mag simpel sein, 
aber sie ist weder representativ für aktuelle Prozessorarchitekturen 
noch einfach zu programmieren.

Und warum man ausgerechnet als Anfänger eine MCU in Assembler 
programmieren soll, ist mir nicht klar. Für C sind andere Architekturen 
viel besser geeignet.

Würde allerdings heutzutage jedem Anfänger erst einmal µPython 
vorschlagen...

von Roland E. (roland0815)


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Tim  . schrieb:
> ...
> Und warum man ausgerechnet als Anfänger eine MCU in Assembler
> programmieren soll, ist mir nicht klar. ...

[ ] Du hast noch nie ernsthaft einen Debugger benutzt, richtig?

Nur an/mit Assembler sieht man, was die CPU wirklich treibt. Daher ist 
es didaktisch mehr als sinnvoll genau damit anzufangen.

Du hast in der 1.Klasse auch nicht gleich mit komplexer Grammatik 
angefangen, sondern mit den Buchstaben aus denen die Worte 
zusammengebaut werden.

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


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Roland E. schrieb:
> Daher ist
> es didaktisch mehr als sinnvoll genau damit anzufangen.
Und als Fahrschüler fängt man mit M6er Schrauben an...

Nöö
Deine Logik "riecht"!

von H. H. (hhinz)


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Arduino F. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> Daher ist
>> es didaktisch mehr als sinnvoll genau damit anzufangen.
> Und als Fahrschüler fängt man mit M6er Schrauben an...
>
> Nöö
> Deine Logik "riecht"!

Man kann ja notfalls den ADPC anrufen...

von Norbert (der_norbert)


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Roland E. schrieb:
> Nur an/mit Assembler sieht man, was die CPU wirklich treibt. Daher ist
> es didaktisch mehr als sinnvoll genau damit anzufangen.

Fast.
Eigentlich ist Assembler ja schon fast eine Hochsprache. ;-)

Also:
[AD] 0200
[DA]
A2 [+]
02 [+]
CA [+]
D0 [+]
FD [+]
00 [+]
[AD] 0200
Schalter auf Single step.
[GO]

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Roland E. schrieb:
> Nur an/mit Assembler sieht man, was die CPU wirklich treibt. Daher ist
> es didaktisch mehr als sinnvoll genau damit anzufangen.

An wie vielen Hochschulen wird heutzutage noch mit Assembler begonnen, 
und wie viele erfolgreiche Software-Entwickler haben so angefangen?

von Christoph M. (mchris)


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Niklas G. schrieb:
> Mit so einem Nucleo Board kann man schon recht komfortabel und
> fix was zusammen basteln. Nicht so no-brainer-artig wie bei Arduino,
> aber wenn man schon die Erfahrung damit hat werden einem wenig unnötige
> Steine in den Weg gelegt.

Doch doch, geht ziemlich gleich:
https://github.com/stm32duino/Arduino_Core_STM32

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Christoph M. schrieb:
> Doch doch, geht ziemlich gleich:

Stimmt geht auch. Wobei es auch Vorteile hat direkt die "vollwertige" 
Entwicklungsumgebung mit allen Möglichkeiten zu nutzen.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Du kannst aber nicht behaupten, das man das nicht auch merkt.
Software wird immer aufgeblasener, und zwar gefühlt doppelt so viel Luft 
wie Funktion, weil das Programmieren Geld kostet und daher viel einfach 
so eingebunden wird, Hardwarepower ist ja genug da.
Eben auch weil die gar nicht wissen was da passiert (oder passieren 
muss).

Es erfolgt so langsam ein Umdenken, weil dieser Umstand mittlerweile 
schon von bösartigen Mächten ausgenutzt wird, aber es wurde 20 Jahre so 
gemacht, das machen wir auch weiterhin so.

: Bearbeitet durch User
von Christoph M. (mchris)


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Norbert schrieb:
> Fast.
> Eigentlich ist Assembler ja schon fast eine Hochsprache. ;-)

Auf jeden Fall ..
1
>++++++++[<+++++++++>-]<.>++++[<+++++++>-]<+.+++++++..+++.>>++++++[<+++++++>-]<+
2
+.------------.>++++++[<+++++++++>-]<+.<.+++.------.--------.>>>++++[<++++++++>-
3
]<+.

von H. H. (hhinz)


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Norbert schrieb:
> [AD] 0200
> [DA]
> A2 [+]
> 02 [+]
> CA [+]
> D0 [+]
> FD [+]
> 00 [+]
> [AD] 0200
> Schalter auf Single step.
> [GO]

$02 ist doch viel zu wenig...

von Christoph M. (mchris)


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Niklas G. schrieb:
> Stimmt geht auch. Wobei es auch Vorteile hat direkt die "vollwertige"
> Entwicklungsumgebung mit allen Möglichkeiten zu nutzen.

Da hast du Recht. In einem Serienprodukt mit entsprechender Stückzahl 
wird vermutlich nahezu niemand eine Arduino-Umgebung nutzen. In einem 
Testaufbau um mal schnell was zu messen schon.

von Norbert (der_norbert)


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H. H. schrieb:
> $02 ist doch viel zu wenig...

Na gut, dann halt $00…

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jens M. schrieb:
> Eben auch weil die gar nicht wissen was da passiert

Unterstellung. Genug Entwickler wissen das sehr wohl, aber die Vorgabe 
von oben lautet "bis gestern fertig". Da kann man noch so toll Assembler 
programmieren... Das geht ja so weit dass einige Unternehmen die Vorgabe 
machen, den Code mit LLMs schreiben zu müssen, damit es noch schneller 
geht - Effizienz, Sicherheit, Zuverlässigkeit spielt keine Rolle.

Die wichtigste Fähigkeit ist schon längst nicht mehr "einzelne Takte 
wegoptimieren". Lange Zeit war es "große Komplexität im Griff behalten", 
jetzt ist es "das LLM dazu bringen etwas verkaufbares auszuspucken". Da 
ist der Einstieg per Assembler gar nicht mal so hilfreich. Vermutlich 
wird bald sowieso keiner mehr Programmiersprachen direkt benutzen, weder 
Assembler noch C oder JS.

von Georg M. (g_m)


Angehängte Dateien:

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Die Datenblätter von AVR sind für mich verständlicher:

https://www.mikrocontroller.net/attachment/615726/AVR_TCB.png

https://www.mikrocontroller.net/attachment/666147/AVR_TCB_Input_Capture_Pulse-Width_Measurement.png


Und bei PIC muss ich zuerst von jemandem erklärt bekommen, welche Zähler 
welche Aufgaben ausführen können.

von Nemopuk (nemopuk)


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Niklas G. schrieb:
> wie viele erfolgreiche Software-Entwickler haben so (mit Assembler) angefangen?

Die sind schon im Ruhestand oder freuen sich darauf.

von Nemopuk (nemopuk)


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Jens M. schrieb:
> Software wird immer aufgeblasener, und zwar gefühlt doppelt so viel Luft
> wie Funktion

Das war schon in den 90er Jahren zu sehen, als Frameworks aufkamen. Es 
hat keinen Sinn  such darüber zu ärgern, denn du kannst diesen 
Fortschritt nicht stoppen.

von Dieter W. (dds5)


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Nemopuk schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Software wird immer aufgeblasener, und zwar gefühlt doppelt so viel Luft
>> wie Funktion
>
> Das war schon in den 90er Jahren zu sehen, als Frameworks aufkamen. Es
> hat keinen Sinn  such darüber zu ärgern, denn du kannst diesen
> Fortschritt nicht stoppen.

Ich würde es eher als Tendenz denn als Fortschritt bezeichnen.

In absehbarer Zeit wird sowieso nur noch der KI erzählt was das Produkt 
machen soll und die wird's dann schon (hin)richten.

von H. H. (hhinz)


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Dieter W. schrieb:
> In absehbarer Zeit wird sowieso nur noch der KI erzählt was das Produkt
> machen soll und die wird's dann schon (hin)richten.

Und wenns schief geht, dann hat man gleich den Sündenbock.

von Michael B. (laberkopp)


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Bernd Laura schrieb:
> Wie ist eure Meinung, werden PICs noch in der Berufswelt benutzt

Sicher, sie sind billig. Das ist der Hauptentscheidungsgrund für die 
Industrie, daher auch gerne WCH und 8051.

Aber das ist kein Grund, sie auch als Hobby zu nutzen.

Da ist selbst der AVR überholt, man nutzt entweder STM32 oder ESP32.

Moderne Arduinos nutzen ebenfalls keine AVR mehr.

Interessant ist die Frage, ob es in die uC Familie auch Chips mit LCD 
Treibern und mit LED Treibern gibt, ob 5V tolerante Eingänge existieren 
und Chips mit USB und WLAN Support, und ob sie stromsparend arbeiten 
können in einem Spannungsbereich der zu Batterien oder Akkus passt.

Viele Chips gehen NICHT direkt an LiIon sondern brauchen 
energiefressende Spannngsregler und können ihre eigene Betriebsspannung 
nicht per ADC messen. Manche Chips haben so schwache Ausgänge daß sie 
nicht mal LEDs ansteuern können ohne Transistor.

von Norbert (der_norbert)


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Ein guter Entwickler welcher gezwungen wird mit künstlichem Gelumpe zu 
arbeiten, sollte doch wohl in der Lage sein seine Prompts auf eine 
unschuldige Art und Weise so zu formulieren, dass ein gut versteckter, 
sehr teurer Fehler erst viel später in Erscheinung tritt.
Den gesamten Prozess dokumentieren und dann viel später und bei Bedarf 
der Manglement Etage mit einer leichten Verbeugung überreichen. Grinsen 
dabei unterdrücken (vorher üben).

von Nemopuk (nemopuk)


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Norbert schrieb:
> Ein guter Entwickler

würde nicht seinem eigenen Arbeitgeber schaden.

von Norbert (der_norbert)


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Nemopuk schrieb:
> schaden.

Altes Sprichwort: Aus Schaden wird man klug.

von H. H. (hhinz)


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Norbert schrieb:
> Nemopuk schrieb:
>> schaden.
>
> Altes Sprichwort: Aus Schaden wird man klug.

Trifft bei Dachschaden nicht zu.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> Viele Chips gehen NICHT direkt an LiIon sondern brauchen
> energiefressende Spannngsregler

Kennst du MCUs, die direkt bei 4.2V betrieben werden können, und deren 
Energieverbrauch dann auch niedriger ist als z.B. bei Betrieb bei 1.8V + 
Buck-Converter 4.2->1.8V (modernes effizientes Exemplar vorausgesetzt)?

Norbert schrieb:
> sollte doch wohl in der Lage sein seine Prompts auf eine
> unschuldige Art und Weise so zu formulieren, dass ein gut versteckter,
> sehr teurer Fehler erst viel später in Erscheinung tritt.

Es gibt einfachere Wege gefeuert zu werden.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Niklas G. schrieb:
> die Vorgabe
> von oben lautet "bis gestern fertig". Da kann man noch so toll Assembler
> programmieren

Ich unterstelle, das viele Entwickler sowohl von Software, als auch von 
Firmware und ebenso von Hardware sowohl mit als auch ohne "Intelligenz" 
eben genau nicht mehr wissen wie es funktioniert, sondern nur wie es 
geht.
Und das nicht nur auf Grundlage von Assemblersprache, sondern schon 
weiter oben nicht mehr.
Ich habe in den letzten 35 Jahren meines Berufslebens so viele "boah 
echt jetzt?"-Momente gehabt, das ich bezweifle das der oder die 
Entwerfer und Bauer dieses Geräts es auch nur 3 Minuten selber benutzt 
haben.
Besonders tun sich da Amerikaner hervor, Koreaner sind auch sehr gut in 
sinnlosen Verrenkungen, und die Deutschen werden auch in den letzten 
Jahren immer auffälliger.

Niklas G. schrieb:
> Effizienz, Sicherheit, Zuverlässigkeit spielt keine Rolle.

Genau das mein ich.

Niklas G. schrieb:
> jetzt ist es "das LLM dazu bringen etwas verkaufbares auszuspucken". Da
> ist der Einstieg per Assembler gar nicht mal so hilfreich.

Wenn die Geundlagen des Programmier-LLMs Codebeispiele, Compiler und 
Datenblätter von LLMs sind, explodiert die Welt, wie im "Per Anhalter 
durch die Galaxis": plopp, weg.
Meine Experimente mit "Erstelle mir einen Code, der auf einem Arduino 
nano 10kHz mit 50% Tastverhältnis an Pin 6 erzeugt" waren jedenfalls 
enttäuschend, ohne genaue Maschinenkenntnisse und Datenblatt war das 
Gestammel nicht verwertbar. Eine leere Vorlage in einer IDE plus 
Autocorrect wäre sinnvoller gewesen.

Niklas G. schrieb:
> Vermutlich
> wird bald sowieso keiner mehr Programmiersprachen direkt benutzen, weder
> Assembler noch C oder JS.

Gnade uns Gott. Alles funktioniert nur noch mit KI-Blockchain in der 
Cloud.

Nemopuk schrieb:
> Es
> hat keinen Sinn  such darüber zu ärgern, denn du kannst diesen
> Fortschritt nicht stoppen.

Schöne neue Welt, wenn das "Fortschritt" ist.

H. H. schrieb:
> Und wenns schief geht, dann hat man gleich den Sündenbock.

Wer ist Schuld? Der Prompter? Der KI-Anbieter? Der KI-Trainer?

Michael B. schrieb:
> Viele Chips gehen NICHT direkt an LiIon sondern brauchen
> energiefressende Spannngsregler und können ihre eigene Betriebsspannung
> nicht per ADC messen. Manche Chips haben so schwache Ausgänge daß sie
> nicht mal LEDs ansteuern können ohne Transistor.

Das sind aber doch gerade die von dir so gelobten STM32 und ESP?
PICs und AVRs laufen hervorragend im Stromsparbetrieb an 
Standard-Alkali- oder Lipozellen und können leicht LEDs treiben, auch 
kleine Summer, Lautsprecher und Optorelais gehen.
Ja, wenig Rechenleistung und kein WLAN, das ist heute ein KO-Argument, 
denn ohne Cloud, Webseite und Python geht nix mehr.

Nemopuk schrieb:
> würde nicht seinem eigenen Arbeitgeber schaden.

Manchmal muss man nicht der Firma, aber der Führungsetage klar machen, 
das es so nicht weitergeht.
"Lernen durch Schmerzen" oder "Zum eigenen Glück zwingen" nennt man das. 
Oder auch "Fakten schaffen".
Das schadet nicht immer dem eigenen Arbeitgeber, sondern kann die 
Situation für alle verbessern. Inklusive Shareholder Value.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jens M. schrieb:
> Ich habe in den letzten 35 Jahren meines Berufslebens so viele "boah
> echt jetzt?"-Momente gehabt

Das beweist alles nicht, dass es am Unwissen der Entwickler liegt.

Jens M. schrieb:
> Niklas G. schrieb:
>> Effizienz, Sicherheit, Zuverlässigkeit spielt keine Rolle.
>
> Genau das mein ich.

Ich meine aber, dass diese Einstellung von oben kommt.

Jens M. schrieb:
> Meine Experimente mit "Erstelle mir einen Code, der auf einem Arduino
> nano 10kHz mit 50% Tastverhältnis an Pin 6 erzeugt" waren jedenfalls
> enttäuschend, ohne genaue Maschinenkenntnisse und Datenblatt war das
> Gestammel nicht verwertbar.

Weil die LLMs noch nicht eingehend auf so etwas trainiert sind. Das wird 
sich aber ändern. Wenn STM32CubeMX mal einen MCP-Server eingebaut 
bekommt, kann das LLM sich die Hardware-PWM einfach "zusammenklicken".

Jens M. schrieb:
> Gnade uns Gott. Alles funktioniert nur noch mit KI-Blockchain in der
> Cloud.

Genau das will doch praktisch die gesamte globale 
IT/Technologie-Branche, und sogar die Politik. Das ganze globale 
Finanzsystem wettet darauf dass es so kommt. Wettest du dagegen?

Jens M. schrieb:
> Das sind aber doch gerade die von dir so gelobten STM32 und ESP?

Die STM32 können all das, außer Betrieb bei über 3.6V, aber m.W. würde 
das keinen Strom sparen, im Gegenteil.

Jens M. schrieb:
> Manchmal muss man nicht der Firma, aber der Führungsetage klar machen,
> das es so nicht weitergeht.

Da ja die großen Tech-Firmen signifikante Anteile ihres Codes nur noch 
per LLM erzeugen, scheint es ja durchaus weiter zu gehen.

von Nemopuk (nemopuk)


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Niklas G. schrieb:
> Da ja die großen Tech-Firmen signifikante Anteile ihres Codes nur noch
> per LLM erzeugen

Tun sie das wirklich? Oder sagen sue nur "wir arbeiten mit KI". Ich 
denke, da wird momentan viel quatsch geschrieben, um die Blase nicht 
platzen zu lassen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Nemopuk schrieb:
> Tun sie das wirklich? Oder sagen sue nur "wir arbeiten mit KI"

Wer weiß, aber was dort wirklich passiert spielt keine große Rolle. Mit 
der KI ist es wie damals bei "Nobody ever got fired for buying IBM" - 
selbst wenn es mit der KI nicht klappt, hat man doch sein Möglichstes 
getan. Während KI-Verweigerer gefeuert oder gar nicht erst eingestellt 
werden.

: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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Niklas G. schrieb:
> Da ja die großen Tech-Firmen signifikante Anteile ihres Codes nur noch
> per LLM erzeugen, scheint es ja durchaus weiter zu gehen.

Vieles davon dürfte Blase sein um die Shareholder noch glücklicher zu 
machen, und nur weil es gemacht wird ist es nicht gut. Man kann Dinge 
auch 20 Jahre lang falsch machen. Oder eben falsch beginnen.

Niklas G. schrieb:
> Während KI-Verweigerer gefeuert oder gar nicht erst eingestellt
> werden.

Das ist das traurige. Wer versteht denn was KI da so macht, was es für 
Auswirkungen hat und wie man es korrigiert oder verhindert? KI selber ja 
leider nicht. Und wenn Mensch KI kontrollieren muss, kann Mensch auch 
gleich selber machen.
KI ist so schnell gewachsen, das niemand absehen kann welche Folgen noch 
aufleuchten werden.
Sicher gibt es sinnvolle Anwendungen, aber auf Teufel komm raus KI 
überall einzubauen nur um "Vegan, KI, 100% Ökostrom" draufzuschreiben 
ist gefährlich.

Das ist ja das witzige gerade. Einerseits "Wir haben Fachkräftemangel", 
was zu "wir brauchen Ausländer" wird, aber gleichzeitig "wir hatten noch 
nie so viele Entlassungen wie jetzt".
Nanü? Es können nicht alle Häuptlinge sein, es braucht auch ein paar 
Indianer.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jens M. schrieb:
> Man kann Dinge
> auch 20 Jahre lang falsch machen. Oder eben falsch beginnen.

Wenn man 20 Jahre dafür bezahlt wird es falsch zu machen, war es 
offenbar recht nachhaltig und bezahlt die Miete.

Jens M. schrieb:
> Wer versteht denn was KI da so macht

Man kann sich den generierten Code ja auch von der KI erklären lassen.

Jens M. schrieb:
> Und wenn Mensch KI kontrollieren muss, kann Mensch auch
> gleich selber machen.

Die KI kontrolliert sich selbst, über Test-Cases. Wenn's nicht 
funktioniert, versucht der Agent es halt nochmal.

Jens M. schrieb:
> aber auf Teufel komm raus KI
> überall einzubauen

Man muss es ja nicht einbauen, aber man kann es zur Entwicklung des 
Produkts nutzen.

Jens M. schrieb:
> Wir haben Fachkräftemangel

Sagt das noch wer?

Jens M. schrieb:
> Es können nicht alle Häuptlinge sein

Dank KI halt schon! Der CEO lässt das LLM programmieren. Keine teuren 
Entwickler mehr nötig.

von Rolf (rolf22)


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Niklas G. schrieb:
> Der CEO lässt das LLM programmieren. Keine teuren
> Entwickler mehr nötig.

Ohne Indianer fühlt sich kein Häuptling als Häuptling. Die Folge: Die 
Hersteller von Therapeuten-Sofas erleben ein Allzeit-Hoch.

von Michael B. (laberkopp)


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Niklas G. schrieb:
> Kennst du MCUs, die direkt bei 4.2V betrieben werden können, und deren
> Energieverbrauch dann auch niedriger ist als z.B. bei Betrieb bei 1.8V +
> Buck-Converter 4.2->1.8V

5V AVR, PicoPower. Allgemein 5V uC.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Michael B. schrieb:
> 5V AVR, PicoPower

Laut Datasheet steigt deren Verbrauch bei höherer Spannung, somit wäre 
Betrieb bei niedrigster möglicher Spannung + Buck-Converter effizienter.

Rolf schrieb:
> Ohne Indianer fühlt sich kein Häuptling als Häuptling

Die CEOs sind es doch die KI so lautstark befürworten, daher denke ich 
mal dass es für sie in Ordnung geht. Vielleicht wenn sie den KI-Agenten 
Namen geben. "Depp 7, kodiere mir eine smarte Taschenlampe!" "Sehr wohl, 
Euer Durchlaucht"

von Roland E. (roland0815)


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Niklas G. schrieb:
> Michael B. schrieb:
>> Viele Chips gehen NICHT direkt an LiIon sondern brauchen
>> energiefressende Spannngsregler
>
> Kennst du MCUs, die direkt bei 4.2V betrieben werden können, und deren
> Energieverbrauch dann auch niedriger ist als z.B. bei Betrieb bei 1.8V +
> Buck-Converter 4.2->1.8V (modernes effizientes Exemplar vorausgesetzt)?
>

PICs. Die Laufen von 5..1,8V. Mit den benannten <1µA Stromverbrauch.

Ich nutze die nach wie vor im Modellbau, weil es einen Spannungsregler 
einspart. Blaue und weiße LED leuchten üblicherweise nicht mit 3,3V...

von Martin (hiru)


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Für manche schein es hier ein philosophisches Problem zu sein, welche 
Controller-Familie mit welcher Programmiersprache verwendet werden soll.

Wer aber auf die Anforderungen seiner Applikation schaut, findet bei den 
PICs nicht selten (die Produktionszahlen belegen es) die beste Lösung.

Meine letzten Projekte besaßen sehr kleine Formfaktoren der Schaltung, 
bei niedrigem Preis und nicht allzu stabiler Betriebsspannung 
(Akku/Batterie ohne Stabilisierung). Die damit realisierten 
Grafik-Anwendungen benötigten teilweise einen sehr effizienten Code, der 
nur mit Assembler realisiert werden konnte. Die Umwandlung von 
Bild-Dateien und ihrer Komprimierung in eine Tabelle, die direkt in den 
Assembler-Code implementiert werden konnte, erledigt hierbei eine KI. 
Für die Realisierung von Motorsteuerungen, Schnittstellen  und diversen 
Sensorauswertungen sind viele moderne Hardware-Funktionsblöcke in den 
Controllern vorhanden, was bei diesen Projekten ebenfalls sehr hilfreich 
ist.

Die verschiedenen Schaltungen werden als Kleinserie gefertigt und in 
unterschiedlichen Produkten verkauft. Hierbei spielt dann noch die gute 
Verfügbarkeit der Controller eine wichtige Rolle.

von H. H. (hhinz)


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Martin schrieb:
> Für manche schein es hier ein philosophisches Problem zu sein, welche
> Controller-Familie mit welcher Programmiersprache verwendet werden soll.

Gotthold Ephraim Turing: Nathan der Programmierer.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Aus meiner Sicht wähle ich meist den uC der für meine Anwendung am 
Zweckmässigsten ist.

Ferner hängt es davon ab, inwieweit die Anwendung verfolgbar mit dem 
Debugger sein muss. Es gibt (einfachere) Projektarten wo man mit Serial 
Debugging auskommt und dann gibt es (kompliziertere) Projekte wo ein 
guter Debugger "lebensrettend" sein kann. Für mich kommen dann 
diesbezüglich hauptsächlich STM32 oder MSP430FR, Silabs 8051 von 
Betracht. Auch Zilog Encore! ist diesbezüglich nicht ganz uninteressant.

Debugging bei PIC und AVR fand ich immer eine Krankheit und sind mit GDB 
nicht wirklich vergleichbar. Auch spielt "Erfahrungskapital" eine 
wichtige Rolle. Ein Entscheidungsfaktor ist z.B. auch, ob DMA für den 
speziellen Fall vorteilhaft oder notwendig sein könnte.

Auch Anzeigeart spielt eine grosse Rolle. Da sind uC mit integriertem 
TFT Controller besonders vorteilhaft.

Die Wahl eines uC ist also eine komplexe Angelegenheit und bedarf 
gründlicher Überlegung unter Berücksichtigung aller 
anwendungsspezifischen Details, Entwicklungswerkzeuge, Erfahrung, 
Vorhandensein von Ressourcen und Bibliotheken früherer Arbeiten, 
vorhandenes Programmiergerät Inventar. Im kommerziellem Bereich sind 
auch Verfügbarkeit und Langlebigkeit wichtige Faktoren.

Was PICs betrifft, sind sie ein "Natural" in vielen Bereichen. Aber auch 
MSP430 sind wegen ihrer speziellen Eigenschaften im Vergleich zu PIC 
nicht uninteressant.

Der grösste Killer kleinerer uC ist aber wahrscheinlich die Tendenz 
alles Kommerzielle mit dem Netz und der Cloud verbindbar bzw. abhängig 
machen zu wollen und die Notwendigkeit robuster Security. Wenn das nicht 
notwendig ist, erhöhen sich die uC Wahl-Möglichkeiten ungemein. Aus 
dieser Sicht ist dies wahrscheinlich der grösste "Threat Level" für 
kleine uC;-)

: Bearbeitet durch User
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Roland E. schrieb:
> PICs. Die Laufen von 5..1,8V. Mit den benannten <1µA Stromverbrauch.

Auch der Stromverbrauch der PICs steigt bei steigender Spannung. Er 
müsste antiproportional zur Spannung sinken, damit sich das Einsparen 
des Reglers energetisch lohnt.

von Roland E. (roland0815)


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Niklas G. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> PICs. Die Laufen von 5..1,8V. Mit den benannten <1µA Stromverbrauch.
>
> Auch der Stromverbrauch der PICs steigt bei steigender Spannung. Er
> müsste antiproportional zur Spannung sinken, damit sich das Einsparen
> des Reglers energetisch lohnt.

Aber nicht in dem Maße, wie ein dedizierter Spannungsregler.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

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Roland E. schrieb:
> Aber nicht in dem Maße, wie ein dedizierter Spannungsregler.

Doch. Faktor 9 dazwischen. Der Stromverbrauchs des PICs steigt mit der 
Spannung anscheinend so dramatisch, dass sich der Buck-Converter 
besonders lohnt - noch viel mehr als beim STM32U0, bei dem der 
Verbrauch nur leicht steigt.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Roland E. schrieb:
> Blaue und weiße LED leuchten üblicherweise nicht mit 3,3V...

Ich hab' hier blaue und weiße LEDs, die mit einer CR2032 leuchten. Was 
machen die falsch?

von Roland E. (roland0815)


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Harald K. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> Blaue und weiße LED leuchten üblicherweise nicht mit 3,3V...
>
> Ich hab' hier blaue und weiße LEDs, die mit einer CR2032 leuchten. Was
> machen die falsch?

Die haben eine Ladungspumpe drin.

Macht aber irgendwie keinen Sinn, wenn 12 oder 24V vorhanden sind.

Niklas G. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> Aber nicht in dem Maße, wie ein dedizierter Spannungsregler.
>
> Doch. Faktor 9 dazwischen. Der Stromverbrauchs des PICs steigt mit der
> Spannung anscheinend so dramatisch, dass sich der Buck-Converter
> besonders lohnt - noch viel mehr als beim STM32U0, bei dem der
> Verbrauch nur leicht steigt.

Gut, Schaltregler für 5 auf 3,3 hatte ich jetzt noch nicht auf dem 
Schirm. Solange ich noch "Stangenweise" LDOs da habe, ist das auch kein 
Thema.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Roland E. schrieb:
> Gut, Schaltregler für 5 auf 3,3 hatte ich jetzt noch nicht auf dem
> Schirm.

... was denn sonst für Schaltregler?! Hatte auch eher an 1.8V gedacht.

Roland E. schrieb:
> Solange ich noch "Stangenweise" LDOs da habe, ist das auch kein Thema.

Selbst damit wäre der Verbrauch bei den PICs dann niedriger, außer die 
LDOs haben einen hohen Eigenverbrauch...

von Harald K. (kirnbichler)


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Roland E. schrieb:
> Die haben eine Ladungspumpe drin.

Bitte was?

Ich meine nackte LEDs, nicht irgendwelche Geräte, in denen LEDs 
eingebaut sind.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Harald K. schrieb:

> Roland E. schrieb:
>> Blaue und weiße LED leuchten üblicherweise nicht mit 3,3V...
>
> Ich hab' hier blaue und weiße LEDs, die mit einer CR2032 leuchten. Was
> machen die falsch?

Nix. Klar leuchten die bei frischen CR2032 ein wenig.

Aber, nun halt dich fest: du hast in dem Aufbau optimale Voraussetzungen 
zur Messung der Flußspannung. Was mag da wohl herauskommen...

Nachdem du das herausgefunden hast, darfst du dir die typische Kennlinie 
anschauen und extrapolieren, was wohl bei 3.3V für eine Helligkeit 
herauskommen mag...

von Manfred P. (pruckelfred)


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Ob S. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Roland E. schrieb:
>>> Blaue und weiße LED leuchten üblicherweise nicht mit 3,3V...

Sagt jemand, der es nie probiert hat. Hier funktionieren blaue 3mm mit 
2k4 Vorwiderstand an einer LiIon bestens als Kontrollampe.

>> Ich hab' hier blaue und weiße LEDs, die mit einer CR2032 leuchten. Was
>> machen die falsch?
> Nix. Klar leuchten die bei frischen CR2032 ein wenig.

Die leuchten nur deshalb, weil der Innenwiderstand der CR2032 relativ 
hoch ist, an niederohmigen 3,3 Volt würde die LED direkt sterben.

> Aber, nun halt dich fest: du hast in dem Aufbau optimale Voraussetzungen
> zur Messung der Flußspannung. Was mag da wohl herauskommen...

Was immer Du hier rumlallst, auch für Dich ist die LED das unbekannte 
Wesen.

von Mehmet K. (mkmk)


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Nick schrieb:
> Dieses Jahr soll wohl der PIC64 auf den Markt kommen. Dann hat man auch
> einen RISC-V core.

Wobei dieser ein MPU und kein MCU ist. Zumindest für mich eine Liga, wo 
man mich nicht mal als Zuschauer reinlassen würde.
https://www.microchip.com/en-us/products/microprocessors/64-bit-mpus/pic64gx

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> Kann es sein, daß hier im Thread Leute unterwegs sind, die jeden von
> Microchip hergestellten µC pauschal als "PIC" bezeichnen?

Das war ja aber jahrelang die Philosophie von Microchip, dass sie jede 
MCU "PIC" nennen (und am genannten "PIC64" sieht man, dass sie davon 
immer noch nicht völlig losgekommen sind).

Insofern ist natürlich die Fragestellung des Threads völlig sinnlos, 
weil es eh nicht "den PIC" gibt.

Niklas G. schrieb:
> Der Stromverbrauchs des PICs steigt mit der Spannung anscheinend so
> dramatisch, dass sich der Buck-Converter besonders lohnt

Äpfel und Birnen.

Wenn du etwas brauchst, was du mit minimalem Schlafstrom im Standby an 
einer einzelnen Lithium-Ionen-Zelle betreiben können möchtest, dann 
willst du keinen Spannungsregler in irgendeiner Form zwischen Zelle und 
MCU haben.

Wenn du darauf schaust, mit welcher Leistungsaufnahme im aktiven Modus 
gerechnet werden muss, ist das 'ne völlig andere Nummer.

Wenn du beides brauchst (und beides einen relevanten Anteil am 
Gesamt-Energieverbrauch des Systems hat), kann es sich gut und gern 
lohnen, zwei MCUs einzusetzen: eine möglichst kleine, die 5-V-tauglich 
ist, deren Sleep-Strom dann unterhalb der Selbstentladung der Zelle 
liegt, und eine zweite für die eigentliche Arbeit, die von der ersten 
eingeschaltet wird und mit einem Schaltregler versorgt wird.

Es hat übrigens auch keinen Sinn, auf irgendwelche Nanoampere zu 
optimieren, wenn die Batterie eh das Äquivalent von 1 µA (oder mehr) als 
Selbstentladung hat. Wenn man wirklich Nanoampere braucht, dann hat man 
ganz schnell auch ganz andere Dinge als nur die MCU, auf die man achten 
muss, vor allem, wenn es nicht nur im warmen und trockenen Büro 
betrieben werden soll.

von Andreas M. (elektronenbremser)


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Not recomended for new design

von Georg M. (g_m)


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von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Georg M. schrieb:
> Aber wozu?

Frag Microchip. Aber mit einem kannst du dir völlig sicher sein: dass 
sie keine Millionen-Investition in eine neue Produktreihe tätigen, ohne 
dass sie irgendwelche Kunden dahinter sehen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Georg M. schrieb:
> Aber wozu?

Lies dir den Abschnitt "Security Concept" mal durch. Der erklärt wohl, 
warum man dafür extra eine eigene MCU-Familie vorgesehen hat.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Wenn du etwas brauchst, was du mit minimalem Schlafstrom im Standby an
> einer einzelnen Lithium-Ionen-Zelle betreiben können möchtest, dann
> willst du keinen Spannungsregler in irgendeiner Form zwischen Zelle und
> MCU haben.

Warum?

Jörg W. schrieb:
> Wenn du beides brauchst (und beides einen relevanten Anteil am
> Gesamt-Energieverbrauch des Systems hat), kann es sich gut und gern
> lohnen, zwei MCUs einzusetzen

Und welche MCU hat einen geringeren Verbrauch bei 4.2V als eine moderne 
Low-Power-MCU bei 1.8V + Buck-Converter? Ich werde aus dem Datasheet der 
PICs nicht schlau, wie viel Strom die jetzt im Power-Down bei 5V 
verbrauchen. Bei aktiviertem WDT ist der Verbrauch sowieso höherer als 
bei z.B. einem STM32U0, gerade auch wenn der per Buck-Converter versorgt 
wird.

Davon abgesehen dass beim ständigen Neustart RAM-Inhalte verloren gehen 
oder umständlich zwischen beiden MCUs übertragen werden müssen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:
> Und welche MCU hat einen geringeren Verbrauch bei 4.2V als eine moderne
> Low-Power-MCU bei 1.8V + Buck-Converter?

Wieviel verbraucht dein Buck-Converter denn für sich allein?

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Wieviel verbraucht dein Buck-Converter denn für sich allein?

Der TPS62840 aus meiner Beispielrechnung hat einen Quiescent-Current von 
65nA.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:
> Der TPS62840 aus meiner Beispielrechnung hat einen Quiescent-Current von
> 65nA.

Wenn sie auch bei geringer Last realistisch so weit runter kommen, ist 
das schon 'ne Nummer – aber eine Beispielrechnung sehe ich nicht von dir 
(habe den Thread jetzt mal durchsucht).

Bei den neueren AVRs gibt es leider nicht bei allen die Diagramme für 
typische Werte. Bei denen, bei denen es sie gibt, ist der Stromverbrauch 
aber oberhalb von 2 V nahezu unabhängig von der Spannung.  Da "PIC" nur 
ein Sammelbegriff für alles Mögliche ist, habe ich mir jetzt nicht die 
Mühe gemacht, dort nachzuschauen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> aber eine Beispielrechnung sehe ich nicht von dir

Hier:

Niklas G. schrieb:
> Der Stromverbrauchs des PICs steigt mit der
> Spannung anscheinend so dramatisch, dass sich der Buck-Converter
> besonders lohnt - noch viel mehr als beim STM32U0, bei dem der
> Verbrauch nur leicht steigt.

Jörg W. schrieb:
> Bei denen, bei denen es sie gibt, ist der Stromverbrauch
> aber oberhalb von 2 V nahezu unabhängig von der Spannung.

Bei welchem Exemplar kann man das konkret nachschauen?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:

> Jörg W. schrieb:
>> Bei denen, bei denen es sie gibt, ist der Stromverbrauch
>> aber oberhalb von 2 V nahezu unabhängig von der Spannung.
>
> Bei welchem Exemplar kann man das konkret nachschauen?

Hier beispielsweise:

https://ww1.microchip.com/downloads/aemDocuments/documents/MCU08/ProductDocuments/DataSheets/AVR64DD32-28-Complete-DataSheet-DS40002315.pdf

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Hab's auch bei ein oder zwei anderen gesehen, scheint für all diese 
neueren AVRs zu gelten, die bereits zu Microchip-Zeiten entworfen worden 
sind. Offenbar laufen die auf anderen Prozessen / in anderen Fabs als 
die, die aus Atmel-Zeiten stammen.  Bei denen stieg der Verbrauch auch 
halbwegs linear mit der Spannung.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Hier beispielsweise:

Interessant, vermutlich ist auch da einfach ein LDO drin sodass der Core 
immer mit der gleichen, niedrigen Spannung läuft. Aber dennoch ist der 
Verbrauch absolut gesehen nicht so niedrig, dass der AVR hier einen 
Vorteil gegenüber 32bitter + Buck hätte.

von Marci W. (marci_w)


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Niklas G. schrieb:
> Da ja die großen Tech-Firmen signifikante Anteile ihres Codes nur noch
> per LLM erzeugen

hast Du da irgendwelche Quellen? Jeder HInterhoffrickler schreibt sich 
inzwischen KI/AI auf die Fahnen. Ist (immer noch) "cool", und ein 
Entwickler, der keine KI-Codegeneratoren nutzt, ist sowas von Steinzeit. 
Man ist also quasi gezwungen, die Firmenwebsite mit dem Thema KI 
vollzuballern.

Inzwischen habe ich auch das Gefühl, dass ich die falschen KIs für's 
coden verwende. Jedenfalls kommt da selten etwas compilierbares oder 
funktionierendes raus. Da scheinen alle anderen ja in anderen KI-Welten 
zu leben, denn bei denen scheinen ja wenige Prompts zu reichen, um auch 
komplexe Systeme coden zu lassen. Nur gut, dass das die Kunden noch 
nicht geschnallt haben, sonst würden wohl die Auftragsvolumina drastisch 
reduziert. Wer will schon so viel zahlen wie in "Vor-KI-Zeiten"?! Wenn 
dann dadurch echter Kostendruck entsteht, wird sich zeigen, wie viel die 
Firmen tatsächlich von der KI erledigen lassen und wie gut das 
funktioniert. ;-)
Oder die bisherigen Kunden lassen sich ihre Systeme gleich selbst von 
einer KI basteln... :-)

ciao

Marci

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Marci W. schrieb:
> hast Du da irgendwelche Quellen?

https://www.cnbc.com/2025/04/29/satya-nadella-says-as-much-as-30percent-of-microsoft-code-is-written-by-ai.html

Halbwegs relevant:

https://www.golem.de/news/programmieren-fast-niemand-stellt-mehr-fragen-auf-stack-overflow-2601-203788.html

Ein Bekannter von mir der in einem kleinen Startup arbeitet nutzt 
ebenfalls intensiv LLMs zum codieren.

Marci W. schrieb:
> Inzwischen habe ich auch das Gefühl, dass ich die falschen KIs für's
> coden verwende.

Claude Code ist da wohl recht beliebt. Ich kriege es auch noch nicht so 
recht hin dass es auch Zeit spart. Es ist wohl eine Lernkurve.

Sehr wichtig ist glaube ich eine Datei mit allgemeinen Anweisungen zum 
Code-Style, zu den üblichen Mustern in denen man arbeitet, und wie der 
Agent den Code kompilieren kann damit er seine Fehler findet. Eigentlich 
braucht man auch bessere Simulatoren und HIL-Setups damit der Agent es 
auch "live" testen kann. Man muss auch umdenken - statt sich Schritt für 
Schritt an die Lösung heranzutasten, muss man diese erst vollständig 
skizzieren und in Anweisungen für den Prompt umwandeln, damit der Agent 
"alles in einem" erstellen kann. Eigentlich ist das ja sowieso das 
saubere Vorgehen aus dem Lehrbuch.

Btw, ARM Assembler schreiben kann selbst ChatGPT schon lange recht 
gut...

von Roland E. (roland0815)


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Niklas G. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Wieviel verbraucht dein Buck-Converter denn für sich allein?
>
> Der TPS62840 aus meiner Beispielrechnung hat einen Quiescent-Current von
> 65nA.

Das ist nicht der Eigenverbrauch im Betrieb.
No load operating input current sind 80nA. Wobei das wohl nur die halbe 
Wahrheit ist, denn in dem Modus gehen 36..100nA in Vin und 56..120nA in 
Vos.

Dazu kommen dann noch die Schaltverluste. Die können bis 360nA hoch 
laufen.

Für das Beispiel von 5 auf 3,3V bei etwa 1mA für den PIC liegt der 
Regler bei optimistischen 85%. Macht einen Eigenverbrauch von 150nA.
Mache ich das um auf 1,8V zu kommen, verheizt er 500nA.

von Nemopuk (nemopuk)


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Niklas G. schrieb:
> Eigentlich ist das ja sowieso das saubere Vorgehen aus dem Lehrbuch.

Die Praxis ist allerdings häufig agil, im Sinne von: Fange schon mal an, 
die Details klären wir später während der Entwicklung oder Tests.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Roland E. schrieb:
> Mache ich das um auf 1,8V zu kommen, verheizt er 500nA.

Also sehr wenig im Vergleich zu den ca 300uA die man durch Verwendung 
des SMPS spart.

Nemopuk schrieb:
> Die Praxis ist allerdings häufig agil

Ja, aber meistens auf höherer Ebene. Wenn der initiale Plan sagt, einen 
Temperatursensor per I2C anzusteuern, sollte man sich schon recht 
vollständig überlegen, wie der Treiber dazu funktionieren muss.  Wenn 
man sich dann agil für einen analogen Sensor umentscheidet, muss man 
einen neuen Treiber schreiben (lassen), aber für die Gesamtarchitektur 
ist das nicht so relevant.

von Norbert (der_norbert)


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Niklas G. schrieb:
> Btw, ARM Assembler schreiben kann selbst ChatGPT schon lange recht
> gut...

Da möchte ich mal lang, laut und herzhaft lachen.
Genau so etwas hatten wir spaßeshalber mal mit einfachen, mehrfach 
geschachtelten Subroutine calls versucht. Das olle Ding war weder in der 
Lage etwas halbwegs Gescheites zu fabrizieren, noch konnte es cortex-M0 
von M33 unterscheiden. Bei Thumb(2) gab's dann die endgültige 
Blutgrätsche.
Also … ähm … Nein!

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Norbert schrieb:
> Da möchte ich mal lang, laut und herzhaft lachen

Dann hab ich wohl Glück gehabt 🤷‍♂️

Norbert schrieb:
> Thumb(2) gab's dann die endgültige Blutgrätsche

Die Probleme, die der Assembler mit Fehlermeldung quittiert, kann es 
selbst automatisch beheben.

Bei VS Code mit Copilot ist das schon so schick dass der Agent direkt 
Zugriff auf die Fehler hat, die die IDE selbst schon findet, bevor der 
Compiler überhaupt gestartet wird. Die behebt er dann direkt selbst. Bei 
Assembler geht's aber noch nicht

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> Mache ich das um auf 1,8V zu kommen, verheizt er 500nA.
>
> Also sehr wenig im Vergleich zu den ca 300uA die man durch Verwendung
> des SMPS spart.

Mich hätte jetzt trotzdem eher eine praktische Messung interessiert für 
ein reales Szenario als ein theoretischer, aus den Datenblattangaben 
"gezauberter" Wert.

Aber: auf jeden Fall ein Argument, derartige Regler im Blick zu 
behalten. Danke dafür!

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Mich hätte jetzt trotzdem eher eine praktische Messung interessiert

Leider ist eine nachvollziehbare Messung nicht so ganz einfach zu 
bewerkstelligen, es gibt nicht viele gute Eval-Boards für 
Low-Power-Spielereien. Die Hersteller können der Versuchung nicht 
widerstehen, jedes Power-Rail mit LEDs (natürlich 0402) vollzupflastern. 
Zudem braucht es da ein gutes Multimeter.

Jörg W. schrieb:
> Aber: auf jeden Fall ein Argument, derartige Regler im Blick zu
> behalten. Danke dafür!

Gern 👌 Kann mir auch kaum vorstellen dass die hochmodernen 
BLE/Funk-Chipsets in AirTags, LoRaWAN-, ZigBee-, NB-IoT- o.ä. -Nodes und 
sonstigen IoT-Dingen die nur einen Hauch von Energie brauchen 5V-Logik 
verwenden. Selbst Desktop-CPUs werden ja "undervolted" (Dynamic voltage 
scaling), die STM32 machen das intern auch schon über die "V_CORE range" 
(aber per LDO). Der Spannungstrend geht nach unten...

PS: Ganz vergessen, manche Mikrocontroller, auch STM32, haben ja sogar 
integrierte Buck-Converter. Damit kann man dann, mit nur einer externen 
Induktivität, die Versorgungsspannung runter schrauben. Der Use-Case ist 
aber etwas anders; da geht's wohl um den Betrieb unter höherer 
Rechenlast.

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Mich hätte jetzt trotzdem eher eine praktische Messung interessiert
>
> Leider ist eine nachvollziehbare Messung nicht so ganz einfach zu
> bewerkstelligen, es gibt nicht viele gute Eval-Boards für
> Low-Power-Spielereien. Die Hersteller können der Versuchung nicht
> widerstehen, jedes Power-Rail mit LEDs (natürlich 0402) vollzupflastern.
> Zudem braucht es da ein gutes Multimeter.

Heißluftpistole und ablöten. :-)

Meine eigene Erfahrung: alles unter 1 µA wird dann immer anstrengender 
zu demonstrieren. Meine Funk-Temperatur-Sensoren halten jedenfalls viele 
Jahre mit einem Batteriesatz, sofern es nicht aus Versehen doch drauf 
regnet. :)

> Gern 👌 Kann mir auch kaum vorstellen dass die hochmodernen
> BLE/Funk-Chipsets in AirTags, LoRaWAN-, ZigBee-, NB-IoT- o.ä. -Nodes und
> sonstigen IoT-Dingen die nur einen Hauch von Energie brauchen 5V-Logik
> verwenden.

Nö, aber die kommen oft einfach mit 3 V aus (wie mein ATmega128RFA1 
auch). Da gibt's keinen Grund für LiPo.

> PS: Ganz vergessen, manche Mikrocontroller, auch STM32, haben ja sogar
> integrierte Buck-Converter.

Zumindest die, die ich davon gesehen habe, kannst du aber nicht sinnvoll 
für low-power-Anwendungen benutzen, die überwiegend nur im Sleep sind.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Heißluftpistole und ablöten. :-)

Versuch ich vielleicht mal bei Gelegenheit.

Jörg W. schrieb:
> Meine eigene Erfahrung: alles unter 1 µA wird dann immer anstrengender
> zu demonstrieren.

Ja, da machen sich sogar Reste vom Flussmittel bemerkbar.

Jörg W. schrieb:
> Nö, aber die kommen oft einfach mit 3 V aus (wie mein ATmega128RFA1
> auch). Da gibt's keinen Grund für LiPo.

Und wenn es aufladbar sein soll?

Jörg W. schrieb:
> Zumindest die, die ich davon gesehen habe, kannst du aber nicht sinnvoll
> für low-power-Anwendungen benutzen, die überwiegend nur im Sleep sind.

Ja, dieser integrierte SMPS wird sowieso nur im aktiven Modus aktiviert 
um den CPU-Kern, der bei ca 1.2V läuft, effizient aus bis zu 3.6V zu 
versorgen. Es wird wohl davon ausgegangen dass bei Nutzung von LiPos 
noch ein externer SMPS das Gesamtsystem versorgt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Nö, aber die kommen oft einfach mit 3 V aus (wie mein ATmega128RFA1
>> auch). Da gibt's keinen Grund für LiPo.
>
> Und wenn es aufladbar sein soll?

Wenn das Gesamtsystem sehr energiesparsam ist, lohnen sich Akkus 
irgendwann nicht mehr. So ein Apple Airtag hat halt eine CR2032 drin, 
und die vielen ZigBee-Teile sicher ähnlich. Bei meinen Sensoren sind es 
2 x LR03, die viele Jahre halten.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Wenn das Gesamtsystem sehr energiesparsam ist, lohnen sich Akkus
> irgendwann nicht mehr.

So kann man es auch sehen... Dann müsste man aber sagen:
- Extrem niedriger Verbrauch -> Versorgung aus Primärzelle, kann 
modernen Controller (z.B. STM32) direkt anschließen
- Höherer Verbrauch -> Versorgung aus LiPo-Akku, kann modernen 
Controller + SMPS nehmen, Quiescent-Current auch nicht mehr so relevant
- Oder sogar Lithiumtitanat-Akkus, deren Spannungsbereich von 1.8V-2.8V 
ist quasi perfekt für einen modernen Controller

Dann ist das Argument für extrem sparsame 5V-Controller auch nicht mehr 
so stark...

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Jörg W. schrieb:
> So ein Apple Airtag hat halt eine CR2032 drin,
> und die vielen ZigBee-Teile sicher ähnlich.

Tatsächlich hat Ikea, die viele Jahre lang Zigbee-Technik verkauft 
haben, zumindest deren Zigbee-Fernbedienungen auf AAA-Zellen umgestellt 
("STYRBAR" mit zweien, "RODRET" mit nur einer), und das funktioniert 
auch mit den hauseigenen NiMh-Akkus.

Die CR2032 ist damit weitestgehend/vollständig(?) aus deren Programm 
verschwunden.

Derzeit wird das Zigbee-Programm (Tradfri etc.) ausgelistet und durch 
"Matter" ersetzt.

Dazu gehört beispielsweise der Fensterkontakt "MYGGBETT" - und der 
arbeitet auch mit einer AAA-Zelle.

https://www.ikea.com/de/de/p/myggbett-tuer-fenstersensor-smart-00603864/

Auch der Feuchtigkeits-/Temperatursensor "TIMMERFLOTTE" arbeitet mit 
AAA-Zellen, allerdings zwei davon, was aber wohl auch am verbauten 
Display liegen dürfte.

https://www.ikea.com/de/de/p/timmerflotte-temperatur-feuchtigkeitssensor-smart-30597606/

Mit diesen neueren Dingen habe ich keine eigenen Erfahrungswerte, aber 
die "RODRET"-Fernbedienungen funktionieren bei mir problemlos; die Akkus 
darin hab' ich definitiv vor deutlich mehr als einem Jahr das letzte Mal 
geladen.

von Oliver S. (oliverso)


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Harald K. schrieb:
> aber
> die "RODRET"-Fernbedienungen funktionieren bei mir problemlos; die Akkus
> darin hab' ich definitiv vor deutlich mehr als einem Jahr das letzte Mal
> geladen.

Na ja, da hält bei mir jede TV-Fernbedienung deutlich länger durch. Was 
dann drauf hinweist, daß Fernbedienungen nicht das Thema dieses Threads 
sind.

Oliver

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Oliver S. schrieb:
> Was dann drauf hinweist, daß Fernbedienungen nicht das Thema dieses
> Threads sind.

Zumindest, falls sie nicht gerade einen der vielen PICs drin haben 
sollten. :-)

von Markus K. (markus-)


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Norbert schrieb:
> Niklas G. schrieb:
>> Btw, ARM Assembler schreiben kann selbst ChatGPT schon lange recht
>> gut...
>
> Da möchte ich mal lang, laut und herzhaft lachen.
> Genau so etwas hatten wir spaßeshalber mal mit einfachen, mehrfach
> geschachtelten Subroutine calls versucht. Das olle Ding war weder in der
> Lage etwas halbwegs Gescheites zu fabrizieren, noch konnte es cortex-M0
> von M33 unterscheiden. Bei Thumb(2) gab's dann die endgültige
> Blutgrätsche.
> Also … ähm … Nein!

Habt Ihr ihn dann auf die Fehler aufmerksam gemacht?

Ich kenne das insbesondere von Python, wo es ab und zu Befehle aus alten 
Libs benutzt. Dann gibt man ihm die Fehlermeldung und es weiß dann, was 
das Problem ist und korrigiert das entsprechend.

Wichtig ist halt auch immer, dass es genug Beispiele dafür zum Lernen im 
Netz gab. Wenn man z.B. Farbraumkonvertierung für ARM Neon braucht, dann 
kommt da was sinnvolles raus, weil das eine Standardaufgabe ist und es 
Neon schon lange gibt. Möchte man das aber mit Arm Helium machen, dann 
kommt Unsinn raus, weil es Mikrocontroller mit Helium halt erst seit 
kurzem gibt.

von Harald K. (kirnbichler)


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Oliver S. schrieb:
> Na ja, da hält bei mir jede TV-Fernbedienung deutlich länger durch.

Und, machen die Zigbee?

Sei's drum: Ikea traut sich, auch den nicht nur bei Handbedienung 
sendenden Kram mit Akkus zu betreiben, wie die beiden von mir verlinkten 
Sensoren (Fenster/Türkontakt und Temperatur/Luftfeuchte).

von Jens M. (schuchkleisser)


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Jörg W. schrieb:
> Zumindest, falls sie nicht gerade einen der vielen PICs drin haben
> sollten. :-)

Das wäre interessant zu wissen.
Los, wer hat eine? Aufmachen und Chip posten! :D

Markus K. schrieb:
> Dann gibt man ihm die Fehlermeldung und es weiß dann, was
> das Problem ist und korrigiert das entsprechend.

Das widerspricht meiner Erfahrung.
Wie gesagt, Beispiel Arduino/Nano, also "alt" und ausreichend bekannt.
Register soundso, föllig valsch.
Meine Antwort "ich glaube, das der Timer x mit Register x bedient wird" 
wird mit "oh ja du hast völlig recht, ich korrigiere den Code mal eben" 
beantwortet und raus kommt exakt identischer Text.
Selbst wenn ich die Register und Bitnamen selber eintrage und frage was 
das macht kommt die falsche Antwort.
Da wird halt nicht verstanden sondern irgendein Dreckfehler 
nachgeplappert, und wenn man dann den GPT drauf hinweist das der Pilz 
doch giftig war labert er einem nach dem Maul.
Im Grunde kann man da nur ein "intelligentes" Copy&Paste rausziehen. 
Nachlesen und korrigieren muss man doch selber.

Harald K. schrieb:
> Ikea traut sich, auch den nicht nur bei Handbedienung
> sendenden Kram mit Akkus zu betreiben

Ikea will sich nicht mit langem Support aufhalten und liefert 
Apple-Qualität: es kann genau das was es soll, und das sehr gut. Nicht 
mehr, aber auch nicht weniger.
Leider führt das auch wieder zu lustigen Verdingsern, weil die Jungs da 
keine Techniker sind.
Dirigera z.B. (der Matter-Hub) "kann WLAN und wird mit Kabel an den 
Router angeschlossen", damit er als Zentrale alle neuen Matter-Geräte 
steuern kann.
Wie viel Cloud und Account dagegen da drin ist sieht man erst wenn man's 
gekauft hat.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Noch ein Beispiel für einen akkubetriebenen Sensor:
https://www.ikea.com/de/de/p/myggspray-funk-bewegungsmelder-smart-70604186/

Zwei AAA-Zellen

Jens M. schrieb:
> Leider führt das auch wieder zu lustigen Verdingsern, weil die Jungs da
> keine Techniker sind.

Was magst Du meinen? Was ist an der von Dir zitierten Formulierung ein 
"Verdingser"?

> Wie viel Cloud und Account dagegen da drin ist sieht man erst
> wenn man's gekauft hat.

Zu "Dirigera" schreibt Ikea:

> Mit der IKEA Home smart App kannst du auch unterwegs ein Auge
> auf dein Zuhause halten, zum Beispiel um zu überprüfen, ob du
> die Kaffeemaschine ausgeschaltet hast oder ob das Licht noch an ist.

Daß das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit über irgendeine Cloud läuft, 
ist naheliegend, auch wenn das da nicht explizit erwähnt wird.

Liefe es nicht über eine Cloud, müsste der jeweilige heimische 
Internetzugang die Möglichkeit bieten, über etwas à la DynDNS 
angesprochen werden zu können - mit der Zunahme von CGNAT aber ist das 
immer seltener möglich. Das wiederum einem Publikum technischer Laien zu 
erläutern, geht über das hinaus, was ein Anbieter wie Ikea leisten kann.

Ein paar Details bzw. Versprechungen finden sich dann bei der 
Beschreibung der zugehörigen "App":

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.ikea.inter.homesmart.system2&hl=de

https://apps.apple.com/de/app/ikea-home-smart/id1633226273

So, zurück zum Thema.

Ich hab' den Ikea-Kram ja nur erwähnt, um darauf hinzuweisen, daß es 
auch offenkundig ernstgemeinte Alternativen zur CR2032 gibt, nämlich 
simple NiMh-Akkus in AAA-Bauform.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> Alternativen zur CR2032 gibt, nämlich simple NiMh-Akkus in AAA-Bauform

Sind halt deutlich größer. Dafür können sie Stromimpulse besser ab.

von Norbert (der_norbert)


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Markus K. schrieb:
> Habt Ihr ihn dann auf die Fehler aufmerksam gemacht?

Reichlich. Mit Engelszungen. Meistens wurde das mit: ›Ja das stimmt‹ 
oder ›Ja da hast du recht‹ beantwortet, nur um ein oder zwei Iterationen 
später die gleichen Fehler zu wiederholen. Oftmals hat man nach einem 
Dutzend Versuchen einen 360° Vollkreis hingelegt (180° Vollkreis für 
Politikerinnen*innen).

> Ich kenne das insbesondere von Python, wo es ab und zu Befehle aus alten
> Libs benutzt. Dann gibt man ihm die Fehlermeldung und es weiß dann, was
> das Problem ist und korrigiert das entsprechend.

Das Problem ist, dass die Dinger nicht intelligent sind. Es sind extrem 
belesene Labersäcke bei völliger Abwesenheit eines wirklich 
fundamentalen Verständnisses. Die lernen nicht, die verstehen nicht, die 
wissen nicht, die suchen was im Moment am besten passt.

Klar, bei Python ist die Trefferquote doch einmal etwas richtiges 
widerzukäuen deutlich höher. Oder bei Arduino Blinkbeispielen. Als 
Suchknecht isses sicher ausreichend, teils sogar einigermaßen praktisch. 
Da findet man die passenden Stellen in der Dokumentation bequem und kann 
dann selbst zielorientiert denken. Das gestehe ich zu. (Beim finden von 
simpelsten Code-Snippets auch)

Aber sobald spezielle Dinge ins Spiel kommen, ist schneller Ende mit 
›Intelligenz‹ als man die Enter Taste drücken kann. Da ist dann 
bestenfalls noch herum stochern im Nebel angesagt.

von Markus K. (markus-)


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Norbert schrieb:
> Markus K. schrieb:
>> Habt Ihr ihn dann auf die Fehler aufmerksam gemacht?
>
> Reichlich. Mit Engelszungen. Meistens wurde das mit: ›Ja das stimmt‹
> oder ›Ja da hast du recht‹ beantwortet, nur um ein oder zwei Iterationen
> später die gleichen Fehler zu wiederholen. Oftmals hat man nach einem
> Dutzend Versuchen einen 360° Vollkreis hingelegt (180° Vollkreis für
> Politikerinnen*innen).

Wenn sich die Diskussion nach einiger Zeit im Kreis dreht, dann kann es 
gut sein, dass man die Kontextlänge überschritten hat, d.h. es hat den 
Anfang der Diskussion vergessen. Da hilft es dann manchmal, das aktuelle 
Programm in einen neuen Chat zu kopieren und die Punkte, die man 
herausgearbeitet hat, nochmal direkt zu nennen.

>> Ich kenne das insbesondere von Python, wo es ab und zu Befehle aus alten
>> Libs benutzt. Dann gibt man ihm die Fehlermeldung und es weiß dann, was
>> das Problem ist und korrigiert das entsprechend.
>
> Das Problem ist, dass die Dinger nicht intelligent sind. Es sind extrem
> belesene Labersäcke bei völliger Abwesenheit eines wirklich
> fundamentalen Verständnisses. Die lernen nicht, die verstehen nicht, die
> wissen nicht, die suchen was im Moment am besten passt.

Diese Beschreibung ist viel zu stark vereinfacht. Zum einen lernen die 
Netze sehr wohl, zum anderen ist auch beim Menschen sehr viel nur 
auswendig gelernt. Wer das Ohmsche Gesetz zwar anwenden, aber nicht 
herleiten kann, der hat es doch wohl auswendig gelernt? Anwenden kann 
die KI das auch.

Mein Verdacht ist, dass das Training der KIs nicht gut genug ist. Kinder 
werden gerade am Anfang solange korrigiert, bis sie etwas richtig 
machen. Die LLMs werden erst hinterher (nachdem sie das Internet gelesen 
haben) korrigiert. Überhaupt hat das erst den Durchbruch gebracht. Es 
gab ja auch schon vor ChatGPT 3.5 LLMs, aber die waren sehr schlecht. 
Der Durchbruch kam, als man angefangen hat, Antworten von Menschen 
korrigieren zu lassen und das ins Training einfloss.

> Klar, bei Python ist die Trefferquote doch einmal etwas richtiges
> widerzukäuen deutlich höher. Oder bei Arduino Blinkbeispielen. Als
> Suchknecht isses sicher ausreichend, teils sogar einigermaßen praktisch.
> Da findet man die passenden Stellen in der Dokumentation bequem und kann
> dann selbst zielorientiert denken. Das gestehe ich zu. (Beim finden von
> simpelsten Code-Snippets auch)

Ich habe es öfters mal, dass ich ein kleines Pythonprogramm brauche und 
da kommen dann aus der KI 300 Zeilen Python raus und die können durchaus 
beim ersten Versuch korrekt sein. Für 300 Zeilen Code bräuchte ich 
locker einen halben Tag und wahrscheinlich sind die auch nicht sofort 
korrekt.

> Aber sobald spezielle Dinge ins Spiel kommen, ist schneller Ende mit
> ›Intelligenz‹ als man die Enter Taste drücken kann. Da ist dann
> bestenfalls noch herum stochern im Nebel angesagt.

Es ist halt ein Werkzeug, mit seinen Stärken und Schwächen.

Die Hauptkritik an den ganzen KIs ist doch eigentlich, dass sie nicht in 
der Lage sind, alle unsere Jobs bereits heute zu übernehmen.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Harald K. schrieb:
> Was ist an der von Dir zitierten Formulierung ein
> "Verdingser"?

Das Dirigera mit WLAN tut aber an ein Kabel muss.

Harald K. schrieb:
> Daß das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit über irgendeine Cloud läuft,
> ist naheliegend, auch wenn das da nicht explizit erwähnt wird.

Tuya so wie alle anderen auch? Oder Ikea, mit Datenschutz nach EU oder 
gar Germany-Art?

Harald K. schrieb:
> Ich hab' den Ikea-Kram ja nur erwähnt, um darauf hinzuweisen, daß es
> auch offenkundig ernstgemeinte Alternativen zur CR2032 gibt, nämlich
> simple NiMh-Akkus in AAA-Bauform.

Und dazu: die Geräte sind billig, langlebig (also von der Batterie her) 
und leistungsfähig. Erstaunlich was geht wenn da einer hinter steht der 
das auch will.

Markus K. schrieb:
> Für 300 Zeilen Code bräuchte ich
> locker einen halben Tag und wahrscheinlich sind die auch nicht sofort
> korrekt.

Aktuelle c't hat diverse Aussagen zur KI-Malware-Diskussion geprüft.
Grundsatz war: ja, da kommt irgendwas, aber selbst da läuft es nicht, 
aus verschiedensten Gründen.
KI ist Chat, nette (?) Unterhaltung, mehr nicht. Im übrigen auch bei der 
Armee, selbst da viel großspuriges Bullshitbingo von den Zulieferern, 
aber nix was auch nur als Demo liefe. Zum Glück. Und: da liegt es nicht 
am Geld.

Markus K. schrieb:
> Die Hauptkritik an den ganzen KIs ist doch eigentlich, dass sie nicht in
> der Lage sind, alle unsere Jobs bereits heute zu übernehmen.

Das wäre eine Katastrophe, und damit meine ich nicht das Leute ihren Job 
verlieren.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Markus K. schrieb:
> Ich habe es öfters mal, dass ich ein kleines Pythonprogramm brauche und
> da kommen dann aus der KI 300 Zeilen Python raus und die können durchaus
> beim ersten Versuch korrekt sein.

Jup, auch gerade wieder genau so hinbekommen. Einen Absatz an 
Anweisungen, es generiert ein Programm, führt es aus, findet Fehler, 
korrigiert sie, wiederholt dies 3x, fertig. Ergebnis funktioniert 
perfekt, keine manuelle Intervention zwischendurch nötig, nur die 
testweise Ausführung des Scripts genehmigen.

von Markus K. (markus-)


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Jens M. schrieb:
> Markus K. schrieb:
>> Für 300 Zeilen Code bräuchte ich
>> locker einen halben Tag und wahrscheinlich sind die auch nicht sofort
>> korrekt.
>
> Aktuelle c't hat diverse Aussagen zur KI-Malware-Diskussion geprüft.
> Grundsatz war: ja, da kommt irgendwas, aber selbst da läuft es nicht,
> aus verschiedensten Gründen.

Ich behaupte mal, der durchschnittliche menschliche Entwickler kann auch 
keine Malware schreiben. Die Frage ist also, ob die KI besser als ein 
durchschnittlicher Entwickler ist. Nein, ist sie nicht.

> KI ist Chat, nette (?) Unterhaltung, mehr nicht. Im übrigen auch bei der
> Armee, selbst da viel großspuriges Bullshitbingo von den Zulieferern,
> aber nix was auch nur als Demo liefe. Zum Glück. Und: da liegt es nicht
> am Geld.

Die KI kann noch nicht völlig selbständig große Projekte umsetzen. 
Kleine Sachen, insbesondere wenn man bei 0 anfängt, gehen oft schon ganz 
gut. Hängt eben vom Projekt und vom Thema ab.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite



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Jörg W. schrieb:
> Heißluftpistole und ablöten. :-)

Hab's jetzt mal versucht, es ist ein Fall von "interessant Scheitern":

Ich habe 2x STM32U083C-DK Boards hier, ein altes etwas verbasteltes 
Exemplar und ein Neues. Da ist ein ST1PS03 Buck-Converter drauf, nicht 
so toll wie der TPS62840 aber für eine kleine Demo vielleicht 
ausreichend. Mit einer sparsamen Software auf der MCU sollte man dann 
auf der Eingangsseite vom Converter einen "schön niedrigen" Strom auf 5V 
messen können, sofern man sonstige unnötige Verbraucher abgeklemmt 
bekommt:

Ich wollte daher das alte Board so tunen dass nur die MCU über den 
Buck-Converter versorgt wird, und ich den Converter einzeln speisen kann 
ohne dass noch Strom woanders hin geht. Daher habe ich
- R42 ausgelötet sodass die LED LD6 inaktiv ist
- SB2 ausgelötet sodass ich den Buck-Converter über das "5V_LP" Rail von 
JP3 einzeln versorgen kann ohne dass noch Strom ins "5V" Rail verloren 
geht
- JP6 und JP7 gezogen
- Den Trace von VDD zu U20+U21 aufgekratzt
- R28 ausgelötet

Dadurch sollte keinerlei Last mehr am Buck-Converter hängen (MCU per JP7 
abgekoppelt) und sich dieser im Leerlauf befinden. Dennoch zieht er aber 
ca. 10mA aus seinem Input ("5V_LP"), aber erst ca. 3-11 Sekunden nach 
Anlegen der Spannung. Ich bin ziemlich sicher dass der Strom am 
Converter selbst "verschwindet"; ich habe mit einem µV-Meter den 
Spannungsabfall an den Traces des VDD-Rails gemessen und dieser ist 
praktisch 0. Bevor ich R28 ausgelötet hatte konnte ich auf diese Art 
über den Spannungsabfall eindeutig den dadurch fließenden kleinen Strom 
(300µA) nachweisen, aber ohne R28 ist nirgendwo mehr ein Spannungsabfall 
auffindbar, der ja bei 10mA noch deutlich höher sein müsste.

Am SW-Pin des Converters ist zu sehen dass er plötzlich anfängt "wild" 
zu switchen, also klassischer PWM-Modus. Fragt sich jedoch, warum! Wo 
geht die Energie hin? Müsste die Spannung nicht mindestens bis auf 5V 
steigen wenn ein Buck-Converter ohne Last ständig schaltet?

Zum Vergleich beim neuen Board: Dort fließen 7mA in das 5V/5V_LP-Rail, 
allerdings inklusive der LED LD6 und noch ein paar anderen Sachen auf 
"5V". Das Board kann ich aber derzeit nicht verbasteln, das soll 
"frisch" bleiben. Obwohl eine kleine Last am Regler ist (R28, U20+U21) 
schaltet dieser viel seltener (Powersave-Modus) - immer wenn die 
Spannung zu weit runter gesunken ist.

Ist der Regler auf dem ersten Board einfach kaputt (ESD?) oder mach ich 
noch was anderes falsch? Defekte passive Komponenten (C26?) müssten sich 
ja eigentlich sofort bemerkbar machen, nicht erst nach ein paar Sekunden 
nach Start des Reglers?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Niklas G. schrieb:
> Hab's jetzt mal versucht, es ist ein Fall von "interessant Scheitern":

Danke trotzdem! Zeigt wie immer, dass der Teufel schnell im Detail 
steckt …

von H. H. (hhinz)


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Jörg W. schrieb:
> Zeigt wie immer, dass der Teufel schnell im Detail
> steckt …

https://www.detail.de/

;-)

von Georg M. (g_m)


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Mikrocontroller sind sehr unterschiedlich. Der eine hat dies, der andere 
hat das.

Z.B. MSPM0G150 von Texas:

• Core – Arm® 32-bit Cortex®-M0+ CPU with memory protection unit, 
frequency up to 80MHz
• Wide supply voltage range: 1.62V to 3.6V
• Up to 128KB of flash memory with error correction code (ECC), Up to 
32KB of SRAM with hardware parity
• Two simultaneous sampling 12-bit 4Msps analog-to-digital converters 
(ADCs) with up to 17 external channels
• 14-bit effective resolution at 250ksps with hardware averaging
• One 12-bit 1Msps digital-to-analog converter with integrated output 
buffer (DAC)
• Two zero-drift zero-crossover chopper op-amps (OPA)
– 0.5µV/°C drift with chopping
– Integrated programmable gain stage, up to 32x
• One general-purpose amplifier (GPAMP)
• Three high-speed comparators (COMP) with 8 bit reference DACs
 – 32ns propagation delay in high-speed mode
 – Support low-power mode operation down to 1µA
• Programmable analog connections between ADC, OPAs, GPAMP, COMP and DAC
• Configurable 1.4V or 2.5V internal shared voltage reference (VREF)
• Integrated temperature sensor
• Optimized low-power modes
 – RUN: 101µA/MHz (CoreMark)
 – SLEEP: 40µA/MHz
 – STOP: 190µA at 4MHz
 – STANDBY: 1.5µA with 32KHz LFXT, RTC with SRAM, CPU state, and 
registers retained
 – SHUTDOWN: 80nA with IO retained and IO wake-up capability
• 7-channel DMA controller
• Math accelerator supports DIV, SQRT, MAC and TRIG computations
• Seven timers supporting up to 22 PWM channels
• One 16-bit general-purpose timer supports QEI
• Two 16-bit general-purpose timers support low-power operation in 
STANDBY mode
• One 32-bit general-purpose timer
• Two 16-bit advanced timers with deadband support and complementary 
outputs up to 12 PWM channels
• Two window-watchdog timers (WWDT)
• RTC with alarm and calendar mode
• Four UART interfaces
 – One supports LIN, IrDA, DALI, Smart Card, Manchester
 – Three support low-power operation in STANDBY mode
• Two I²C interfaces supporting FM+ (1Mbit/s), SMBus/PMBus, and wakeup 
from STOP mode
• Two SPIs, one SPI supports up to 32Mbits/s
• Internal 4MHz to 32MHz oscillator (SYSOSC) with up to ±1.2% accuracy 
(SYSOSC)
• Phase-locked loop (PLL) up to 80MHz
• Internal 32kHz low-frequency oscillator (LFOSC) with ±3% accuracy
• External 4MHz to 48MHz crystal oscillator (HFXT)
• External 32kHz crystal oscillator(LFXT)
• External clock input
• Cyclic redundancy checker (CRC-16, CRC-32)
• True random number generator (TRNG)
• AES encryption with 128-bit or 256-bit key
• Flexible I/O features
• Two 5V-tolerant open drain IOs
• Two high-drive IOs with 20mA drive strength
• Up to 5 high speed IOs
• 2-pin serial wire debug (SWD)
• Package options
 – 64-pin LQFP
 – 48-pin LQFP
 – 24-pin VQFN
 – 48-pin VQFN
 – 32-pin VQFN
 – 32-pin VSSOP
 – 28-pin VSSOP
 – 28-pin DSBGA

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