Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik MOSFET, NCh IRLML6244 Alternative (größere Bauform)


von Alex (alex2015)


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Hallo liebe Elektronik-Experten,

ich benötige mal kurz euer Fachwissen.

Ich habe eine Schaltung entworfen, in der ein Atmega 328P im standalone 
betrieben wird und von einer Li-Io Zelle 18650 Li-Ion 3.7 V 3400 mAh 
versorgt wird.
Der Atmega schaltet über einen Digitalen-Außgang den MOSFET IRLML 6244.
Der MOSFET schalten die GND für ein SIM-800l Modul.

Jetzt meine Frage:
Da der MOSFET IRLML 6244 eine SMD Bauform hat und ich meine Schaltung 
auf einer Lochraster-Platine aufgebaut habe und keine SMD-Technik 
besitze, musste ich improvisieren. Mit viel Mühe konnte ich den MOSFET 
mit einer schmalen Lötspitze und Steckstiften zwar verbauen und die 
Schaltung zum laufen bringen, dass gelbe vom Ei ist das aber nicht 
(Pfusch).
Kennt ihr für diesen Mosfet vielleicht eine Alternative in einer TO-92 
oder  TO-220 Bauform?
Der MOSFET muss sowohl mit der Schaltspanung vom Atmega und den kurzen 
Stromspitzen (ca.2A) vom SIM-Modul arbeiten können.

Ich danke euch schon mal vielmals für eure Unterstützung und Hilfe im 
vorraus.

VG Alex

: Verschoben durch Moderator
von H. H. (hhinz)


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Alex schrieb:
> Kennt ihr für diesen Mosfet vielleicht eine Alternative in einer TO-92
> oder  TO-220 Bauform?

Du kommst ein paar Jahre zu spät.

von Nemopuk (nemopuk)


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Nach meinem Kenntnisstand gibt es keine Alternative in THT. Aber du 
kannst SMD Adapter-Boards verwenden. Manche Leute löten den Transistor 
im 45 Grad Winkel direkt auf drei Lötaugen.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Alex schrieb:
> Der MOSFET schalten die GND für ein SIM-800l Modul.

Das ist meist keine gute Idee, weil damit sämtliche Verbindungen ihr 
Bezugspotential verlieren.

Wie sieht dein Schaltplan aus?

Beitrag #7987286 wurde vom Autor gelöscht.
von Re (r42)


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Nemopuk schrieb:
> Manche Leute löten den Transistor im 45 Grad Winkel direkt auf drei Lötaugen.

SOT23 und 0805 kann man auch mit "THT-Löt-Equipment" noch ziemlich gut 
auf Lochraster bestücken. Braucht etwas Übung und ggf. eine Lupenlampe.

Jedoch: Für kleines Geld kann man sich auch gleich die passenden 
Platinen fertigen lassen. Deutlich zuverlässiger und reproduzierbarer. 
Leider mit Lieferzeit verbunden.


Alex schrieb:
> und keine SMD-Technik besitze, musste ich improvisieren.
> [...] eine Alternative in einer TO-92 oder  TO-220 Bauform?

Da TO-220 größenmäßig noch OK zu sein scheint, rate ich (wenn Bestückung 
von SOT23 auf Lochraster partout nicht gehen will) eindeutig zu 
Adaptern, wie z.B.:

https://www.amazon.de/SOT23-3-Drehmaschine-Adapter-Konverter-Bastelset-gr%C3%BCn/dp/B0BP147KLB/

Weil: Aktuelle Sachen gibt es in THT kaum noch und 3.3V-LL-Fet in TO-220 
sind AFAIK alle längst abgekündigt. Spätstens für Breadboard-Aufbauten 
braucht man die Adapter sowieso immer wieder.




my2ct (re)

von Wolf17 (wolf17)


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Idee: N-Fet in der Plusleitung, der Atmega taktet eine Spule zur 
Hochsetzung auf 12V für das Gate. Also ein kleines step up bauen.
(Spule, NPN, Basiswiderstand zum Port, Diode, Kondensator, 12V 
Zenerdiode)
Oder der Atmega schaltet ein kleines geregeltes 3 auf 12V step up ein.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Einen gibts doch noch: G28N02T von Goford. Aber der hat natürlich gleich 
2nF/42nC, die getrieben werden müssen.
Und selbst LCSC hat keine auf Lager.

von H. H. (hhinz)


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Wolf17 schrieb:
> Idee: N-Fet in der Plusleitung,

Oder eben p-MOSFET.
Für high-side gäbs ja noch was in THT: G040P02T von Goford.
Und ein paar hat LCSC noch auf Lager.

: Bearbeitet durch User
von Alex (alex2015)


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Vielen Dank euch schon mal für die konstruktiven Vorschläge.

Ich habe mal kurz die Mosfet-Seite per Hand gezeichnet. (siehe Anhang)
Die Familien lässt gerade keine Eagel-Zeichnung zu :-)
Ablockkondensatoren für den Atmega habe ich auf der Zeichnung aus 
Zeitgründen weggelassen, wurden aber verbaut.

Die Anforderung sind halt minimaler Stromverbrauch.
Mein erster Ansatz war das SIM-Modul im deep-standby zu betreiben.
Alle Versuche scheiterten aufgrund des fehlenden PWR-PIN am China Modul. 
Auch alle weitern AT Befehle führten nicht zum gewünschten Erfolg.

Somit bin ich bei der aktuellen MOSFET-Lösung gelandet.

VG
Alex

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Alex schrieb:
> Der MOSFET schalten die GND für ein SIM-800l Modul.
Das ist bedonders dann eine sehr, sehr schlechte Idee, wenn auch noch 
Datenleitungen an das Modul angeschlossen sind.

Denn die allermeisten Datenblattangaben beziehen sich auf den GND. Und 
welchen Pegel hat der GND-Pin dann, wenn er hochohmig abgeschaltet ist?

Mal zum Nachdenken: was passiert, wenn GND hochohmig abgeschaltet ist, 
aber irgendein Dateneingang (hier der RX-Eingang des SIM800) mit 0V 
angesteuert wird?

Kleiner Tipp: Stichwort "parasitäre Versorgung"

: Bearbeitet durch Moderator
von H. H. (hhinz)


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Also eindeutig ein Fall für p-MOSFET.

Und SOT-223 oder TO-252 lassen sich ziemlich gut auf Lochraster 2,54mm 
verwenden. Es muss also nicht THT sein.

von Alex (alex2015)


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Okay, also benötige ich jetzt einen P-Mosfet.

"parasitäre Versorgung" -> Danke für den Tipp Lothar
Dann ist das ja ein grober Fehler in der Schaltung.

Kurz zum Verständnis:
Ich dachte die Daten-Kommunikation wird erst nach SIM800.begin(9600) 
gestartet. Meine Annahme war, dass ich den Mosfet davor anschalte und 
die Schaltung so funktionieren kann.

Code-Ausschnitt:

digitalWrite(mosfet1, HIGH); // Mosfet-Schalter auf High setzen
  delay(13000); // Give time to your GSM shield log on to network
  SIM800.begin(9600);
  delay(2000);
  SIM800.println("AT");

VG
Alex

von Rainer W. (rawi)


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Alex schrieb:
> Ich dachte die Daten-Kommunikation wird erst nach SIM800.begin(9600)
> gestartet.

Das Problem tritt auf, sobald TX des ATmega auf Low geht und der Gnd-Pin 
vom SIM800 in der Luft hängt. Hast du in der TX-Leitung, die vom ATmega 
kommt, einmal bei abgeschaltetem MOSFET den Strom gemessen?

von Jens G. (jensig)


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Und der 470µF, noch dazu Low-ESR, ist auch ungünstig eingebunden, wegen 
dem recht extremen Ladestromimpuls. Ist bestimmt gesünder, den direkt 
zw. Masse und Vcc zu schalten.
Zumal mir die 470µ etwas sehr übertrieben erscheinen ...

von Alex (alex2015)


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@Rainer
Danke Rainer für die Erklärung.
Den Strom in der TX Leitung werde ich messen.

@Jens
Der Kondensator hängt genau zwischen VCC und GND. Den habe ich leider 
falsch eingezeichnet. Da hast natürlich recht.

H. H. schrieb:
> Und SOT-223 oder TO-252 lassen sich ziemlich gut auf Lochraster 2,54mm
> verwenden. Es muss also nicht THT sein.

Habt ihr für mich da noch einen Tipp mit welchem P Mosfet ich ins Rennen 
gehen kann?

Schon mal 1000thx an alle hier.

von H. H. (hhinz)


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Alex schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Und SOT-223 oder TO-252 lassen sich ziemlich gut auf Lochraster 2,54mm
>> verwenden. Es muss also nicht THT sein.
>
> Habt ihr für mich da noch einen Tipp mit welchem P Mosfet ich ins Rennen
> gehen kann?

Wie wärs mit FDD306P?

von Loco M. (loco)


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Alternativ auch noch ein Si2305 mit Adapterboard. Möglichst nicht von 
AliExpress nehmen. Da habe ich ein RdsOn von 143mOhm (@Vgs 4,5V) 
gemessen, anstatt der im Vishay Datenblatt angegebenen max. 35mOhm (@Vgs 
4,5V).

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Alex schrieb:
> Ich dachte die Daten-Kommunikation wird erst nach SIM800.begin(9600)
> gestartet.
Und welchen Pegel haben diese Pins davor?

> "parasitäre Versorgung" -> Danke für den Tipp Lothar
> Dann ist das ja ein grober Fehler in der Schaltung.
Du kannst das Modul aber auch beim Schalten von Vcc parasitär versorgen: 
nämlich dann, wenn du Vcc abschaltest und ein Dateneingang mit "high" 
angesteuert wird.

Das Abschalten mit dem HighSide-P-Mosfet geht also so:
1. Datenleitungen auf "low" legen
2. Vcc über den Mosfet abschalten

von Rainer W. (rawi)


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Alex schrieb:
> @Jens
> Der Kondensator hängt genau zwischen VCC und GND. Den habe ich leider
> falsch eingezeichnet. Da hast natürlich recht.

Wieviel Kapazität muss denn auf dem SIM800L geschaltet werden. Da spielt 
ja nicht nur dein 470µF Kondensator mit.

von Gerald B. (gerald_b)


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Jens G. schrieb:
> Zumal mir die 470µ etwas sehr übertrieben erscheinen ...

ist sogar noch untertrieben. Lt. Datenblatt vom SIM800 sollen es sogar 
1000µ sein. Und wenn die Chinesen, die sonst alles gerne einsparen, dort 
1000µ Tantal bestücken, dann sicher nicht, weil die noch im Lager 
rumlagen

von Alex (alex2015)


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Hallo zusammen,

ich habe den Schaltplan auf ein P Mosfet umgestellt.

Danke HHinz für den Bauteiltipp FDD306P


Ich würde den BC547 über einen 10k Widerstand mit einem High Signal 
durchschalten.
Was ich mir aber gerade nicht erklären kann ist, wie R2 berechnet wird.
Über einen prüfenden Blick von euch wäre ich euch dankbar.

Lothar M. schrieb:
> Das Abschalten mit dem HighSide-P-Mosfet geht also so:
>
> Datenleitungen auf "low" legen
> Vcc über den Mosfet abschalten
Das werde ich beim programmieren mit umsetzen. Danke Lothar

von Manfred P. (pruckelfred)


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Alex schrieb:
> ich habe den Schaltplan auf einEN P Mosfet umgestellt.
>
> Ich würde den BC547 über einen 10k Widerstand mit einem High Signal
> durchschalten.

Geht.

> Was ich mir aber gerade nicht erklären kann ist, wie R2 berechnet wird.

Garnicht, wird mit Erfahrung über den Daumen geguckt - irgendwas 
zwischen 5k und 500kOhm. Je hochohmiger, desto störempfindlicher, mach' 
4k7 rein und fertig.

Deine Pegelanpassung 4k7 - 5k6 bereitet Bauchgrummeln, da werden die 
garantierten Schaltschwellen des µC abhängig vom Akkustand nicht 
eingehalten.

von Rainer W. (rawi)


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Manfred P. schrieb:
> Deine Pegelanpassung 4k7 - 5k6 bereitet Bauchgrummeln, da werden die
> garantierten Schaltschwellen des µC abhängig vom Akkustand nicht
> eingehalten.

Die ganze Schaltung ist unklar. Was soll die parallel geschaltete, 
zusätzliche Last von 5,6kΩ am TX vom SIM800L?

von Manfred P. (pruckelfred)


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Rainer W. schrieb:
>> Deine Pegelanpassung 4k7 - 5k6 bereitet Bauchgrummeln, da werden die
>> garantierten Schaltschwellen des µC abhängig vom Akkustand nicht
>> eingehalten.
> Die ganze Schaltung ist unklar. Was soll die parallel geschaltete,
> zusätzliche Last von 5,6kΩ am TX vom SIM800L?

Erwischt, ich habe nicht sorgfältig geschaut.

Ich ging von einem 3V3-µC und dem GSM-Modul direkt am Akku aus, die 
beiden Widerstände als Spannungsteiler.

Beides falsch, der µC und das Modul laufen an der selben Versorgung, 
damit sind die beiden Widerstände überflüssig.

von Alex (alex2015)


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Hallo Manfred und Rainer,

ich hatte mir als Grundlage eine Beispielsachaltung genommen,
in der ist ein Arduino Nano mit einem SIM-800l Modul verbunden.

Da ich den Atmega 328P ja im standalone betreibe scheint der 
Spannungsteiler somit nicht notwending zu sein und wird umgehend 
entfernt.
Der Mikrocontroller und auch das SIM-Modul hängen beide an der selben 
AKKU Betriebsspanung.

Danke für euer Adlerauge ;-)

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Alex schrieb:
> ich habe den Schaltplan auf ein P Mosfet umgestellt.

Wozu der NPN?

von Alex (alex2015)


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Guten Morgen H.H.,

H. H. schrieb:
> Wozu der NPN?

Mein Gedankengang war folgender.
Generell soll die Schaltung ja so stromsparend wie möglich sein.
Ohne den NPN müsste ich doch den Digitalen-Ausgang die ganze Zeit auf 
HIGH lassen, damit der P-Kanal Mosfet nicht durschaltet und das 
Sim-Modul aktiviert. Würde das nicht höheren Strombedarf bedeuten?

Liege ich da auch wieder falsch? Und wenn ja, wie sieht denn da die 
Beschaltung aus ohne NPN aus?

von Rainer W. (rawi)


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Alex schrieb:
> Würde das nicht höheren Strombedarf bedeuten?

Wo sollte da bei High am Ausgang mehr Strom fließen?

von Re (r42)


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Alex schrieb:
> Was ich mir aber gerade nicht erklären kann ist, wie R2 berechnet wird.

(a) Lange Antwort

Über R2 wird die Gate-Kapazität von T2 (der Mosfet) entladen.

Warum? In der Zeit, die das Gate dabei zwischen den definierten 
Schaltpegeln verbringt, ist T2 möglicherweise im Linearbetrieb und 
dissipiert Leistung, die nur durch die angeschlossene Last begrenzt ist 
und viel größer ist, als im definierten "on" oder "off"-Zustand. Diese 
Zeit sollte so kurz sein, dass T2  währenddessen nicht unzulässig wärmer 
wird.


Maximale Schaltzeit (überschlagsmäßig): Das Datenblatt legt nahe, dass 
T2 eine maximale einmalige Energiemenge im Bereich 0.1 (bis 0.3J ?) 
aufnehmen kann (?). Bei 1 Ohm angenommenem Lastwiderstand und 4V 
Versorgung werden dann maximal 2W am Transistor dissipiert, ein Zustand 
der also maximal 50ms anhalten darf.
   Ich würde davon deutlich wegbleiben. Sagen wir: 10ms, um auf der 
sicheren Seite zu sein, normalerweise schaltet man deutlich schneller.


Bei einer angenommenen Gate-Ladung von 21nC (Datenblatt) bräuchte man 
also ~2µA Gate-Entladestrom, um diesen Bereich in etwa 10ms sicher und 
garantiert zu durchlaufen.

R2 darf unter diesen Vorausetzungen also höchstens 200k groß sein, um 
diesen Entladestrom auch noch bis zur Schwellspannung (Datenblatt: 
V_GS(th)>0.4V) aufrecht erhalten zu können.
   Aus dem Bauchgefühl heraus würde ich ihn eine Größenordnung kleiner 
wählen und würde auch den Schaltvorgang nicht über eine Millisekunde 
ausdehnen. Und ich würde diese grobe Überschlagsrechnung mit konkreten 
Messungen validieren.



(b) Kurze Antwort:

Gar nicht. Obiges zeigt, dass der NPN-Transistor T1 und sein Drumrum 
hyperfluid sind.

Der µC-Ausgang schafft es mit seiner PP-Endstufe ganz allein, T2 
innerhalb einiger µs umzusteuern, also deutlich schneller, und ohne 
zusätzlichen Querstrom durch R2, also auch noch stromsparender.


HTH (re)

von Rainer W. (rawi)


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Re schrieb:
> Der µC-Ausgang schafft es mit seiner PP-Endstufe ganz allein, T2
> innerhalb einiger µs umzusteuern

Nur leider funktioniert das nur, wenn die PP-Endstufe aktiv ist, d.h. 
der Pin als Ausgang konfiguriert ist. Direkt nach einem Reset ist er das 
bestimmt nicht. Und nur dann kommt der Widerstand R2 zum Tragen und 
sorgt dafür, dass das Gate sicher entladen ist und nicht irgendwo hin 
driftet.

von Alex (alex2015)


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Hallo Rainer,
Hallo R42,

Danke für euren Input.

Rainer W. schrieb:
> Wo sollte da bei High am Ausgang mehr Strom fließen?

Scheinbar nirgendwo. Ich war da fälschlicherweise der Annahme, dass das 
High Signal mehr verbraucht als das Low Signal. Des Weiteren dachte ich, 
dass das High Signal im Sleep Mode des Atmega nicht bestehen bleibt.
Ich habe den NPN jetzt entfernt R2 mit 4,7k aber erstmal so gelassen.

von H. H. (hhinz)


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Alex schrieb:
> R2 mit 4,7k

Der darf ruhig 100kOhm haben. Und du hast ihn in R1 umbenannt.

: Bearbeitet durch User
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