Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Summen am Netzteil mit PWM


von Anton (ahmdt)


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Hallo,
ich möchte gerne einen LED Strip mit einem XIAO-MG24 (in den Bildern ein 
ESP32)
dimmen. Bitte habt etwas Nachsicht, meine Eletronikausbildung ist 16 
Jahre her.

Da der MG24 nur 3.3V am GPIO ausgibt, möchte ich gerne die 5V direkt 
abgreifen und über einen MOSFET (IRLZ44N) steuern. Später möchte ich das 
ganze entweder mit einem 12V Netzteil oder einem 12V USB-Decoy und einem 
Buck Converter betreiben.

Im Bild verwende ich eine LED Diode statt einem LED Strip weil Fritzing 
so eine nicht anbietet.

Der Testlauf mit 5V ist soweit funktional mit der Ausnahme dass mein 
USB-Netzteil summt und fiept.

Das Fiepen ist bei 50% Dimmung am lautesten und bei 100% etwas leiser. 
In einem anderen Forum wurde ein Kondensator am Gate empfohlen. Mit 
einem 47uF Kondensator konnte ich das Fiepen während des Dimmvorganges 
eliminieren.

Es bleibt nur noch das Summen bei Volllast. So kann ich daraus leider 
keine schönen Lampen bauen. Meine Frau ist sehr empfindlich auf 
unnötigen Krach. Ich fühle mich dabei auch nicht wohl und vermute 
irgendwann geht das Netzteil kaputt.

Kennt ihr Wege die Schaltung weiter zu optimieren oder gibt es 
vielleicht einen ganz anderen Weg wie zum Beispiel Optokoppler? Ich war 
erstaunt zu dem Thema so wenig zu finden...oder meine Suche war falsch.

: Verschoben durch Moderator
von Rainer W. (rawi)


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Was ist das TTP223B für ein Modul. Der TTP223 besitzt keinen Pin namens 
"Sig", sondern nur einen CMOS Ausgang "Q" und einen Open Drain Ausgang 
"OPDO".

Am Gate eines MOSFET, der etwas schalten soll, einen dicken Kondensator 
(C1) einzubauen, ist keine gute Idee. Spätestens bei hohem Strom führt 
dieser Linearbetrieb zu einer kräftigen Zunahme der Verlustleistung 
während des Schaltvorgangs.

Wieviel Strom zieht dein LED-Streifen?

: Bearbeitet durch User
von Anton (ahmdt)


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Der TTP223 ist ein Touch Sensor. Ich wollte ihn nicht weglassen weil er 
eventuell Teil des Problemes ist.

Den Verlust am Kondensator kann ich gut während des Dimmvorganges 
beobachten. Bei Volllast bleibt die Helligkeit gleich. Fallen dir 
Alternativen ein? Ich bin offen für alle Ideen.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Anton schrieb:
> meine Eletronikausbildung ist 16 Jahre her.

Ich glaube eher, dass es diese garnicht gegeben hat.

P-FET ist Unfug.
LED ohne Vorwiderstand.
C1 und PWM ist Blödsinn.
Der "Schaltplan" ist schlampig hingefritzt.

Ach ja:
Angemeldet seit 01.01.2026
Beiträge 2

Ein neuer .... ?

: Bearbeitet durch User
von Anton (ahmdt)


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Danke mani, sehr hilfreich. Und jetzt? Zeig Kompetenz und schlag was 
vor.

von Peter K. (chips)


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seine Hauptkompetenz ist anpissen - und das hat er ja zur Genüge 
getan...

von Nick (b620ys)


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Anton schrieb:
> In einem anderen Forum wurde ein Kondensator am Gate empfohlen.

Der würde sich an den 5V deutlich besser machen. Sag uns mal, was die 
LEDs an Strom ziehen.

Und mal evtl. ein anderes USB-Netzteil probieren.

von Rainer W. (rawi)


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Anton schrieb:
> In einem anderen Forum wurde ein Kondensator am Gate empfohlen.

Mit welcher Methode werden die LEDs gedimmt?
PWM würde mit dem Kondensator am Gate nicht richtig funktionieren.

Wie groß ist der Kondensator über der Versorgungsspannung?
Ist die Schaltung auf einem Steckbrett aufgebaut?

Nick schrieb:
> Sag uns mal, was die LEDs an Strom ziehen.

Wird nicht verraten ;-)

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Anton schrieb:
> Mit einem 47uF Kondensator konnte ich das Fiepen während des
> Dimmvorganges eliminieren.
> Es bleibt nur noch das Summen bei Volllast

Du hast mit den 47uF aus PWM eine lineare Strombegrenzung für die LED 
gebaut, bei halbem Dimmeffekt wird die Hälfte der Leistung im MOSFET 
verbraten, der wird ggf. heiss.

Der Nachteil der Schaltung: die Helligkeit ist stark unlinear mit dem 
PWM Tastgrad.

Ein IRLZ44 muss übrigens je nach Exemplar bei 3.3V, also voller 
Dimmstufe, noch nicht vollständig durchschalten, eventuell gibt es also 
keine volle mogliche Helligkeit.

Dass dein Netzteil fiept, liegt nicht an dir, sondern am Netzteil. Kaufe 
andere bis deine Frau es nicht mehr hört. Leider stehen 
Sound-Spektrogramme nicht in den Werbeseiten. Ich kenne aber auch Leute, 
die manche Schaltnetzteile als nerviges Fiepen wahrnehmen.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Michael B. schrieb:
> Du hast mit den 47uF aus PWM eine lineare Strombegrenzung für die LED
> gebaut, bei halbem Dimmeffekt wird die Hälfte der Leistung im MOSFET
> verbraten, der wird ggf. heiss.

Warum sollte der MOSFET bei einer U_GS von 1,65V ausgerechnet die Hälfte 
der Leistung aufnehmen, wo doch U_GS(th) schon irgendwo zwischen 1.0 und 
2.0V liegt. Wenn du Pech hast, beträgt I_D bei U_GS=1,65V nicht einmal 
250µA. Linear ist da ganz bestimmt nichts.

von Anton (ahmdt)



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> Der würde sich an den 5V deutlich besser machen. Sag uns mal, was die
> LEDs an Strom ziehen.

Mein Messgerät spinnt gerade...da muss ein neues her. Das ist so ein 3m 
5V LED Strip von Aliexpress. Denke die laufen im Bereich 0.5 bis 1A.


> Mit welcher Methode werden die LEDs gedimmt?
> PWM würde mit dem Kondensator am Gate nicht richtig funktionieren.

In Arduino Framework benutzte ich folgende Anweisung:
analogWrite(LED_PIN, next_brightness);
https://docs.arduino.cc/language-reference/en/functions/analog-io/analogWrite/

> Wie groß ist der Kondensator über der Versorgungsspannung?
> Ist die Schaltung auf einem Steckbrett aufgebaut?

Das ist ein 47uF. Anbei ein Foto vom Steckbrett. Mir ist aufgefallen 
dass ich einen 1kOHM Wiederstand in den ursprünglichen Zeichnungen 
vergessen habe. Deswegen hier nochmal eine aktualisierte Version.

> Dass dein Netzteil fiept, liegt nicht an dir, sondern am Netzteil. Kaufe
> andere bis deine Frau es nicht mehr hört. Leider stehen
> Sound-Spektrogramme nicht in den Werbeseiten. Ich kenne aber auch Leute,
> die manche Schaltnetzteile als nerviges Fiepen wahrnehmen.

Mit einem anderen funktioniert es tatsächlich besser. Es sind weniger 
Geräusche zu hören. Jedoch scheint die Schaltung ja irgendwie Quatsch zu 
sein. In welche Richtung soll ich den gehen um eine valide Schaltung 
aufzubauen?

von Michael B. (laberkopp)


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Rainer W. schrieb:
> Warum sollte der MOSFET bei einer U_GS von 1,65V ausgerechnet die Hälfte
> der Leistung aufnehmen

Soll er nicht.

Halber Dimmeffekt = halber LED Strom und wegen auch von dir erkannter 
Unlinearität eben nicht halbe UGS.

von Michael B. (laberkopp)


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Anton schrieb:
> Jedoch scheint die Schaltung ja irgendwie Quatsch zu sein. In welche
> Richtung soll ich den gehen um eine valide Schaltung aufzubauen?

PWM bis zu den LED durchgereicht kan immer zu fiepen fuhren, und 
besonders hohe PWM Frequenz über 9kHz zu EMI Störungen.

Daher ist, wenn man flimmern und fiepen verhindern will, ein reduzierter 
Strom schon nicht verkehrt. Damit dabei aber alle LED gleichmäßig 
dunkler werden schaltet man sie in Reihe mit entsprechend hoher 
Spannung, im Strom analog runtergeregelt.

Die liefern effizient CAT4201 u.ä. oder step up 
https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.8

Dass es Schaltregler sind stört nicht wenn die Frequenz hoch genug ist.

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