Forum: Fahrzeugelektronik Vergußmasse für Kfz-Türgriff-Elektronik


von Thomas B. (franzbing)


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Hallo
im Türgriff meines MB W203 BJ 2004 soll sich Elektronik befinden. Via 
Fernbedienung lässt sich das Kfz öffnen (ZV) und auch die 
Komfort-Öffnung für alle beweglichen Fenster und Schiebedach aktivieren. 
Der "Komfort" ist leider hin und die ZV wird auch immer unzuverlässiger.

Die Elektronik befindet sich unter einer Vergussmasse.
Q1: Vorschläge zu deren Entfernung interessieren mich. Ansonsten würde 
ich unter einer Lupenlampe mit kleiner Messerklinge und Schraubenzieher 
Stücke herausgraben.

Q2: nach Reparatur muss ich wieder vergiessen. Welche Empfehlungen könnt 
Ihr mir geben? Das Kfz muss noch mind. zehn Jahre weiterfahren.

Danke!

von Mani W. (e-doc)


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Thomas B. schrieb:
> Ansonsten würde
> ich unter einer Lupenlampe mit kleiner Messerklinge und Schraubenzieher
> Stücke herausgraben.

Wird nichts bringen, ohne Beschädigung von Bauteilen wird das nicht
ablaufen...

Und oft sind Kabelbrüche bei der Fahrertür schuld an gewissen
Fehlern...

: Bearbeitet durch User
von Alexander (alecxs)


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Was soll denn das für Elektronik sein, der Türöffner ist doch 
mechanisch, und Umfeldbeleuchtung oder Keyless-Go hat der W203 doch 
nicht?

von Wulf D. (holler)


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Thomas B. schrieb:
> Die Elektronik befindet sich unter einer Vergussmasse.
> Q1: Vorschläge zu deren Entfernung interessieren mich. Ansonsten würde
> ich unter einer Lupenlampe mit kleiner Messerklinge und Schraubenzieher
> Stücke herausgraben.

Es gibt leider viele verschiedene gebräuchliche Vergussmassen. Den W203 
kenne ich nicht. Habe gerade eine defekte Lima-Reglereinheit eines 80er 
Jahre Motorrads auf dem Tisch, wo kein Ersatz mehr beschaffbar ist. 
Nehme an, beim W203 gibt's da noch eher was.

Wie auch immer, Aceton dringt hier nur max 0,5mm innerhalb eines Tages 
ein, anschließend läßt sich das mit einem Schraubendreher abschaben.
Viel schneller geht es mit dem Heißluftfön. Auch hier wird der Guss 
pörös, man kann das Material abbröseln. Mal sehen ob das die Halbleiter 
überleben.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Den W203 kenne ich nicht.

Ist wohl die damalige C-Klasse vom Daimler:
https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_Baureihe_203

Womöglich wurden die Türgriffe vom Marquardt zugeliefert.

> Via Fernbedienung lässt sich das Kfz öffnen (ZV)
Öffnen oder Entriegeln?

Also man kann sich aus der Fernbeschreibung IMHO nicht sicher sein, das 
sich die fehlerhafte Elektronik tatsächlich im "Türgriff" befindet oder 
an einer anderen Stelle in der (Fahrer?)) Tür.
So ein Daimler hat doch normalerweise vier Türgriffe und nicht "den 
einen Türgriff" ?!

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Alexander schrieb:
> Was soll denn das für Elektronik sein, der Türöffner ist doch
> mechanisch, und Umfeldbeleuchtung oder Keyless-Go hat der W203 doch
> nicht?

Da ist ein IR-Empfänger verbaut, der auf den im Schlüssel verbauten 
IR-Sender reagiert. So ist es auch bei der "Komfortschließung" des W169.

Schlüssel auf Fahrertürgriff richten, Knopf gedrückt halten, und alle 
Fenster und das Schiebedach öffnen bzw. schließen sich.

von Alexander (alecxs)


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Ich dachte der IR-Empfänger wäre am Innenspiegel gewesen. Aber da der 
IR-Empfänger offensichtlich funktioniert, wird es wohl eher der 
Antennenverstärker für den Funk des Schlüssels sein. Ein defektes 
Massekabel im Kofferraum ist eine bekannte Schwachstelle.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Alexander schrieb:
> Ich dachte der IR-Empfänger wäre am Innenspiegel gewesen.

Kommt aufs Auto an. Das IR-Fensterchen kann man an manchen Türgriffen 
sehen:

https://img.motor-talk.de/media/forum-beitraege/bilder/komfortschliessung-wie-den-ir-sensor-beim-mopf-ausbauen-t4537014/37683305/7_max.jpg

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