Moin, ein wandernder Sternpunkt hat mir Überspannungen erzeugt und einige Geräte in die Jagdgründe geschickt. Nachdem die Sache mit der Hausrat nun endlich durch ist, schaue ich, was man so selbst machen kann. Punkt eins ist der Massagesessel. Laut "Hersteller" - das Ding kommt aus China und der deutsche Vertrieb druckt da sein Logo drauf - gibt es weder Reparaturservice noch Ersatzteile. Die Hausrat hat mir deshalb freundlicherweise auch den Neupreis erstattet. Nun hab ich das Ding mal zerlegt. Die gesamte Elektronik ist tot, da die Primärwicklung des Trafos keinen Durchgang mehr hat und demzufolge sekundärseitig nichts mehr raus kommt... nicht wirklich das, was ich erwartet hätte, aber wie auch immer. Die Gerätesicherung hat nicht ausgelöst. Also wäre der erste Versuch, einen neuen Trafo zu besorgen. Allerdings sind die Spannungen etwas ungewöhnlich. Siehe Bild. Ich habe im Netz nichts gefunden. Die Firma findet man zwar, aber die sitzt in China und den passenden Trafo finde ich da auch nicht auf der Webseite. Jemand einen Tipp? Gruß, Martin
Schau mal, ob das Ding ne Thermosicherung verbaut haben könnte.
Martin schrieb: > da die Primärwicklung des Trafos keinen Durchgang mehr hat Thermosicherung gefunden? Notfalls Spannungen mit mehreren Trafos als Ersatz lösen (wenn die restliche Schaltung noch gesund sein sollte). Da der Sessel aber leicht brennbar ist, würde ich auf vorhandene Thermosicherungen achten.
Beim Preis so eines Sessels könnte es Sinn machen, den Trafo als Einzelstück wickeln zu lassen. Erzähle mal, wieviel Platz du hast. Wenn der reichlich vorhanden ist, könnte man durchaus die vorgeschlagene Lösung mit 2 bis 3 Einzeltrafos in Betracht ziehen. Frage 2, was wird mit den Spannungen der einzelnen Wicklungen überhaupt angestellt? 20,5V deutet auf 24V Gleichspannung für Motoren hin. Die könnte man auch durch ein wesenlich kleineres Schaltnetzteil erzeugen. Nur wofür werden die 80V gebraucht?
Martin schrieb: > Ich habe im Netz nichts gefunden Das Zeil wurde halt fur den Dessel hergestellt. Du kannst dir auch einen herstellen lassen. https://www.hodde-transformatoren.de/leistungen-technik/sonderfertigung/ http://www.audioelektronik-shop.de/netztrafos.html (auch privat Einzelstücke) http://www.mueller-rondo.com/ (auch privat Einzelstücke) http://www.strobelt-trafo.de/produkte (auch Einzelstücke) https://www.hogenkamp-trafo.de/ (auch Einzelstücke) https://www.wickeltechnik-langer.de/ (auch Einzelstücke) https://www.kukcoils.ch/ (auch Einzelstücke, aber vor allem vollautomatische Herstellung z.B. von Ventilen) https://sklep.toroidy.pl/ (auch Einzelstücke) https://www.kleintges.de/ https://www.riedel-trafobau.de/ (auch Einzelstücke an privat) http://www.strobelt-trafo.de/ (auch Einzelstücke an privat oder du nimmst 3 getrennte Trafos, Platz wird dafur ja sein. Aber ob danach die Elektronik funktioniert, steht in den Sternen.
Das mit der Thermosicherung ist ne Idee, danach hab ich noch nicht geschaut. Wozu die Spannungen da sind habe ich noch nicht genau verfolgt. Zwei Spannungen gehen auf Gleichrichter auf der Hauptplatine, ich vermute mal die 10,5 und 20,5 Volt. Wo die 80 Volt hingehen könnte ich mal verfolgen, leider sind die Kabel zu fetten Bündeln zusammengestrapst und nicht leicht übersehbar. Ob der Sessel mit einem neuen Trafo wieder gehen würde ist natürlich unklar, aber bei meinen anderen defekten Geräten (da kommen vielleicht noch ein paar Threads von mir) waren sehr deutlich defekte Bauteile auf den Platinen sichtbar. Auf der Platine vom Sessel hab ich nichts gefunden. Mir ist sowieso nicht ganz klar, was dem Sessel geschadet hat, am selben Stromkreis hing Fernseher, Musikanlage und Beamer, die haben alle überlebt.
Martin schrieb: > Ob der Sessel mit einem neuen Trafo wieder gehen würde ist natürlich > unklar, aber bei meinen anderen defekten Geräten (da kommen vielleicht > noch ein paar Threads von mir) waren sehr deutlich defekte Bauteile auf > den Platinen sichtbar. Auf der Platine vom Sessel hab ich nichts > gefunden. Eben deshalb würde ich mit einem Bastelaufbau aus mehreren Trafos erstmal ausprobieren, ob die Elektronik überhaupt noch geht. Auf die 80 V kann man dabei wahrscheinlich verzichten, weil die irgendeine Sonderlocke macht (Overdrive für den Analstimulator oder so.) > Mir ist sowieso nicht ganz klar, was dem Sessel geschadet hat, am selben > Stromkreis hing Fernseher, Musikanlage und Beamer, die haben alle > überlebt. Vermutlich alles Schaltnetzteile, da kann der Elko schon was wegschlucken, wenn der Impuls kurz genug ist. Dafür hat sich der Ringkerntrafo geopfert und die Energie aufgenommen. Entweder es gibt eine Thermosicherung, die auch bei Überstrom zügig verdampft, oder von der dünnen Primärwicklung hat sich ein Stück freiliegender Draht in Kupferperlen verwandelt. Genau das habe ich mal bei einem 110V-CD-Wechsler von Sony gesehen, der 230V abbekommen hatte. Auf der Primärseite des Trafos waren beide freiliegenden Drahtabschnitte von den Lötstützpunkten in den Wickel verschwunden. Mit der Lupe sah man, daß die Enden kugelig aufgeschmolzen waren und das Mittelstück feinstverteilt in der Gegend herumlag. Etwas unpraktisch beim Ringkerntrafo ist, daß die Primärwicklung innen liegt. Ach, da fällt mir mein Gedankengang von neulich ein: Es würde reichen, z.B. die 20V-Wicklung mit passender Wechselspannung zu bestromen. An den anderen Wicklungen stellen sich dann die nötigen Spannungen selbst ein. Allerdings auch auf der Primärseite >230V Leerlaufspannung, die anders als die 1, 2V vom Multimeter eine vorhandene Unterbrechung überspringen könnte.
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Martin schrieb: > Das mit der Thermosicherung ist ne Idee, danach hab ich noch nicht > geschaut. oft schwarz, ca 1 cm², fest an der Wicklung befestigt
Martin schrieb: > Mir ist sowieso nicht ganz klar, was dem Sessel geschadet hat,... Vermutlich war während des wandernden Sternpunktes dieser mit einem DC-Offset behaftet. Dabei verlieren erst mal die nichtlinearen Inuktivitäten, also alles im mit Kernen, die in die Sättigung gehen. Anbei noch die neugierige Frage, was war die Ursache oder Quelle des wandernden Sternpunktes? Ein Kontaktproblem des N-Leiters am Hausanschluss?
Nach 30 Jahren Planung ist tatsächlich die Freileitung durch Erdkabel ersetzt worden. Eigentlich sollte das bei mir gar nicht geschehen (Einzellage außerhalb des Dorfes 450m, zu teuer), aber wurde dann doch gemacht. Habe jetzt eine eigene Stichleitung mit 4x240 mm² Alu. Kann also vielleicht noch etwas Industrie hier ansiedeln ;-) Beim Umverdrahten des Anschlusses im Haus vom HAK unter dem Dach auf dem HAK im Keller hat der Azubi (ich war dabei) die Schrauben vom N anscheinend nicht richtig festgezogen. Ob der andere Kollege die Schraube nochmal kontrolliert hat, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Das ganze ging 2 Monate gut, dann kam es zum wandelnden Sternpunkt. Ich hab dann alles abgestellt und einen Mitarbeiter vom Netzbetreiber geholt, der konnte nichts messen, da war wieder Kontakt da, er konnte aber die Schrauben noch deutlich nachziehen. Seitdem keine Probleme mehr. Meine Hausrat hat zum Glück einen Hochleistungstarif, der nicht nur Überspannung durch Blitzschlag abdeckt. Die Abwicklung war - und ist - allerdings eine Katastrophe. Am 09.09.25 war der Schaden. Die Versicherung wollte dann, daß ich für alle Geräte (auch diverse Kleingeräte) selber die Reparaturmöglichkeiten prüfen lasse und für jedes Gerät ein Gutachten erstellen lasse. Da hab ich mich erstmal beschwert und gesagt, das ist ja wohl Unsinn, eine Reparatur für alles unter 50,- EUR oder so ist ja wohl nicht wirtschaftlich machbar. Ok, dann haben sie am 7.11. einen Gutachter geschickt, der sich (auf deren Auftrag) die fünf teuersten Geräte angeschaut hat. Überspannung war eindeutig zu erkennen. Am 23.12. bekam ich die Nachricht, daß jetzt der Schaden reguliert wird - allerdings nur für die fünf begutachteten Geräte. Was mit den anderen ist, kein Wort davon. Hätte der Gutachter sich ja anschauen können, die liegen hier noch rum... Immerhin, das Geld ist jetzt da. Aber es fehlen noch 550 EUR für den Kleinkram. Ich habe denen jetzt geschrieben, ich erwarte eine zügige Begleichung oder ich muß mir einen Anwalt und eine neue Versicherung suchen. Ich meine, man hat die Geräte ja auch nicht zum Spaß. Auf den Massagesessel kann man auch mal verzichten, aber beim Kochfeld wird es dann schon schwieriger.
So ich hab den Trafo um die Anschlüsse der Primärwicklung mal entblättert, konnte aber keine Thermosicherung finden. Entweder gibt es keine oder die steckt irgendwo tiefer unter den Sekundärwicklungen.
Beim Ringkerntrafo sind in der Regel die obersten Wicklungen die Sekundärwicklungen mit Deinen 10...80V. Darunter liegt die Primärwicklungen für 230V.
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Meine Vermutung für den 80V ist folgende: Der gleiche Sessel wurde auch in Länder mit 110/120V geliefert. Deren ACDC-Wandler auf der Platine arbeiten in der Regel auch zuverlässig mit 80V. Statt die Platine zu ändern, bekam der Trafo diese zusätzliche Wicklung als Lösung.
Dieter D. schrieb: > Meine Vermutung für den 80V ist folgende [...] Auf der sekundär Seite? Mit ganzen 32 VAC? Da hat ja die 20 V Wicklung schon 80 VAC...
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Klaus R. schrieb: > Mit ganzen 32 VAC? 5-10W wären für die Elektronik. Es gäbe auch noch Sessel, die haben Piezoaktuatoren verbaut. Die bräuchten die 80V-Wicklung. Dafür wäre die Leistung ausreichend. Die anderen Wicklungen wären für die Versorgung der Leistungsmotoren.
Dieter D. schrieb: > 5-10W wären für die Elektronik. Es gäbe auch noch Sessel, die haben > Piezoaktuatoren verbaut. Die bräuchten die 80V-Wicklung. Dafür wäre die > Leistung ausreichend. "Piezoelektrische Aktoren bieten Sub-Nanometer-Auflösung und kürzeste Ansprechzeiten und sind damit ideal für nanometergenaue Positionierung." Also genau das, was man bei so einem Sessel unbedingt benötigt. Kenn ich auch aus der Braunkohlebaggerszene.
Martin schrieb: > Massagesessel kann man auch mal verzichten, aber beim Kochfeld wird es > dann schon schwieriger. Ähnliche Versicherungs-Probleme hatte ich nach einem Blitzeinschlag im Haus. Manche Sachen fielen erst Tage später auf. Allgemein waren bei mir die Geräte mit Trafo meist ohne Schaden und zahlreiche Schaltnetzteile betroffen. Seitdem haben bei mir wertvolle Geräte einen Überspannungsschutz-Adapter bekommen, den man nach einer Störung schneller austauschen kann als einen speziellen Transistor im eingebauten Netzteil. Wenn ich die Elektroanlage erneuern lasse, werde ich auch weitere Sachen von Dehn einbauen. 1. Bevor ich obigen Spezialtrafo ersetzen würde, wäre zu prüfen, ob die Elektronik noch gesund ist. Evtl. Labornetzteil zu Test? 2. Ist vor dem Trafo irgendwo noch eine Feinsicherung gewesen? Bei günstiger Sicherungswahl hätte die evtl. bei Überlast früher ausgelöst als die versteckte Thermosicherung im Trafo.
Lu schrieb: > Wenn ich die Elektroanlage erneuern lasse, werde > ich auch weitere Sachen von Dehn einbauen. Ein Problem dabei ist, daß die meisten Schutzeinrichtungen gegen kurzfristige Pulse sind, die deutlich höhere Spannungen haben (wie beim Blitzeinschlag). Bei einem wandelnden Sternpunkt, wo die Spannung bis 400V gehen kann, würden die normalen Überspannungsschutzeinrichtungen überhaupt noch nicht ansprechen. > 1. Bevor ich obigen Spezialtrafo ersetzen würde, wäre zu prüfen, ob die > Elektronik noch gesund ist. Evtl. Labornetzteil zu Test? Ja da denk ich gerade drüber nach. Labornetzteile hab ich genug, aber die haben alle Gleichspannung. Je nachdem ob die Spannung direkt auf einen Gleichrichter geht, sollte das ja eventuell egal sein. Oder wie hier im Thread vorgeschlagen auf eine Sekundärwicklung gehen. Ich hab einen Stelltrafo, den könnte ich auf 80V drehen und an die entsprechende Sekundärwicklung klemmen. > 2. Ist vor dem Trafo irgendwo noch eine Feinsicherung gewesen? Bei > günstiger Sicherungswahl hätte die evtl. bei Überlast früher ausgelöst > als die versteckte Thermosicherung im Trafo. Ja da ist eine Sicherung. Die hat aber nicht ausgelöst.
Martin schrieb: > auf eine Sekundärwicklung gehen In Trafo Sekundärwicklung ~ einspeisen zum Test wäre auch möglich, nur würde ich mir eine kräftige Wicklung aussuchen. Vorteil bei Variante Labornetzteil wäre, dass man Ströme vorher begrenzen kann und ablesen kann, ob da noch ein Kurzschluss vorliegt. Einschaltreihenfolge wäre auch noch zu beachten.
Martin schrieb: > Oder wie hier im Thread vorgeschlagen auf eine Sekundärwicklung gehen. > Ich hab einen Stelltrafo, den könnte ich auf 80V drehen und an die > entsprechende Sekundärwicklung klemmen. Wenn Du genügend LNG da hast, nutze diese für DC-Speisung nach der Brückengleichrichtung der 20,5 und 10,5 VAC. Und den Regeltrenntrafo für die 80 VAC, nachdem klar ist, wozu die überhaupt gebraucht werden. Wobei ich dabei zumindest die entsprechende Wicklung des Originalstrafos (einseitig?) abklemmen würde.
So mal quick and dirty, paar Orientierungspunkte eingemalt. In den Anschlußkabeln der 10.5V und 20.5V Sekundärwicklung ist im übrigen jeweils noch eine Feinsicherung verbaut, die beide nicht ausgelöst haben. Die 10,5V und 20,5V scheinen ja direkt auf die Gleichrichter zu gehen. Der Kompressor wird anscheinend noch direkt durch 230V versorgt. Da der im Moment der Überspannung nicht aktiv war und er anscheinend durch das schwarze Relais angesteuert wird, sollte da ja nichts passiert sein. Die 80.0V mäandern bis in die Platinenecke. Dort ist ein Stecker, der in den Tiefen des Sessels verschwindet. Soweit ich das Kabel richtig verfolgt habe, verschwindet das im Fußteil (da ist noch so ne Fußzonenmassage und Waden-Einquetsch-Maschine drin). Spontan hätte ich jetzt gedacht, das ist vielleicht die optional aktivierbare Rückenheizung. Aber scheint nicht so zu sein. Oder ich hab im Kabelbaum die Orientierung verloren.
Ralf X. schrieb: > nanometergenaue Positionierung Genau! Als Verkaeufer von solchen High-Tech-Sesseln wuerde ich Dich sofort einstellen die Werbung dafuer zu perfektionieren und die Verkaeufer zu drillen. Aber ich dachte bei den Aktuatoren an Piezos der Ventile. Andere Ventile machen da zuviel Krach.
Lu schrieb: > Wenn ich die Elektroanlage erneuern lasse, werde > ich auch weitere Sachen von Dehn einbauen. Martin schrieb: > Bei einem wandelnden Sternpunkt, wo die Spannung bis > 400V gehen kann, würden die normalen Überspannungsschutzeinrichtungen > überhaupt noch nicht ansprechen. Bestimmt hochgradig illegal, aber einfach auch außerhalb des Sicherungskastens in einem Schuko-Stecker in einer ungenutzten Steckdose unterzubringen: 25V-Varistor mit Vorwiderstand zwischen N und PE. Triggert bei wanderndem Sternpunkt den RCD/FI. Nur richtig herum einstecken sollte man den.
Εrnst B. schrieb: > zwischen N und PE. Bei PEN nutzt das nur etwas, wenn der Fehler nach der Verbindung von PE und N auftritt. Ansonsten "wandert" der PE mit.
OT Ernst, man kennt den konkreten Fall zu wenig, wo die lockere Schraube war. Solange PE=PN ist, wird keine Differenzspannung einen FI auslösen. Siehe Skizze wiki. https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstrom-Schutzschalter#/media/Datei:FISkizze.svg Am Sessel würde ich jetzt erst kurz testweise eine kleine Spannung anlegen, um einen Kurzschluss der Sessel-Elektronik auszuschließen. Die Spannungspitze aus dem Netz muß ja irgendwo auf eine Last gestoßen sein. Entweder hat die Elektronik fast die doppelte Spannung vertragen oder es gibt noch ein paar kranke Transistoren nach deren Si-Schmelze der Trafo erst überlastet wurde?
Lu schrieb: > Am Sessel würde ich jetzt erst kurz testweise eine kleine Spannung > anlegen, um einen Kurzschluss der Sessel-Elektronik auszuschließen. Bei den beiden "Leistungskreisen" sollte man per LNG die plausible Nennspannungen anlegen, aber natürlich mit einer niedrig eingestellten Strombegrenzung.
Lu schrieb: > Die > Spannungspitze aus dem Netz muß ja irgendwo auf eine Last gestoßen sein. Ja ich finde das Fehlerbild sowieso seltsam. Feinsicherung netzseitig hat nicht ausgelöst. Feinsicherungen Sekundärseite 20,5V und 10,5V haben nicht ausgelöst. Wie kann denn da dann so viel Strom geflossen sein, daß die Primärwicklung durch ist? Und das ist auch kein Klingeldraht. Ok, keine Ahnung wie dick die Isolierung ist und ich bin sowieso schlecht beim Schätzen, aber die Anschlußleitung scheint mir ein 2,5 mm² zu sein. Sagt natürlich nichts über die Dicke der Wicklung aus, aber dennoch.
Martin schrieb: > Lu schrieb: >> Die >> Spannungspitze aus dem Netz muß ja irgendwo auf eine Last gestoßen sein. > > Ja ich finde das Fehlerbild sowieso seltsam. > > Feinsicherung netzseitig hat nicht ausgelöst. Feinsicherungen > Sekundärseite 20,5V und 10,5V haben nicht ausgelöst. Wie kann denn da > dann so viel Strom geflossen sein, daß die Primärwicklung durch ist? Martin schrieb: > Labornetzteile hab ich genug, Ich hätte da so eine Idee...
Martin schrieb: > Feinsicherung netzseitig hat nicht ausgelöst. Feinsicherungen > Sekundärseite 20,5V und 10,5V haben nicht ausgelöst. Wie kann denn da > dann so viel Strom geflossen sein, daß die Primärwicklung durch ist? Wenn Du schon mal einen Trafo gewickelt hast, dann ist die 230V-Wicklung recht dünner Draht. Oft geht nur die Thermosicherung durch Überhitzung kaputt. Da jedoch vorgeschaltete Schmelzsicherungen recht träge sein können, müssen die nicht in jedem Fall früher auslösen. Bei Jogi sind ein paar historische Grundlagen zur Trafoberechnung und Drahtquerschnitt. https://www.jogis-roehrenbude.de/Transformator.htm
Martin schrieb: > Immerhin, das Geld ist jetzt da. Aber es fehlen noch 550 EUR für den > Kleinkram. Ich habe denen jetzt geschrieben, ich erwarte eine zügige > Begleichung oder ich muß mir einen Anwalt und eine neue Versicherung > suchen. Wir brauchen endlich Strafschadensersatz, damit die kriminellen Versicherungen in solchen glasklaren Fällen je nach Laune des Richters z.B. die drei- oder fünffache Schadenssumme als Strafe für ihren Betrugsversuch an das Opfer zahlen müssen. Zum einen erhält der Geschädigte dadurch eine gewisse Genugtuung, zum anderen verschiebt sich der Erwartungswert solcher Betrügereien für die Versicherung dadurch ins Negative, was deren Häufigkeit nachhaltig senken dürfte.
Εrnst B. schrieb: > > Bestimmt hochgradig illegal, aber einfach auch außerhalb des > Sicherungskastens in einem Schuko-Stecker in einer ungenutzten Steckdose > unterzubringen: > 25V-Varistor mit Vorwiderstand zwischen N und PE. > Triggert bei wanderndem Sternpunkt den RCD/FI. Spätestens am Zähler sind der PE und N doch wohl zusammengeklemmt, und die Fehler dürften davor aufgetreten sein (Umstellung auf Erdkabel.) Was dagegen helfen könnte, wäre ein echtes Phasenüberwachungsrelais, das dann, weil man die Wohnung nicht an ein fettes Schütz klemmen will, mit einer geeigneten Bastelei hilfsweise den oder die FIs schmeißt.
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Wollvieh W. schrieb: > Spätestens am Zähler sind der PE und N doch wohl zusammengeklemmt, und > die Fehler dürften davor aufgetreten sein (Umstellung auf Erdkabel.) Ich wohn in einem älteren Stadtviertel, und hier gibt's tatsächlich noch ein TT-Netz. PE ist nur im Haus geerdet. N ist nicht damit verbunden. Bei einem TN-System würde der Varistor N-PE nur gegen Fehler in der eigenen Elektrik nach dem Zähler helfen, das ist richtig. Martin hatte vorher Versorgung über Freileitung, das war ziemlich sicher auch ein TT-System, ob das im Zuge der Erdkabelverlegung auf TN umgestellt wurde?
Εrnst B. schrieb: > Martin hatte vorher Versorgung über Freileitung, das war ziemlich sicher > auch ein TT-System, ob das im Zuge der Erdkabelverlegung auf TN > umgestellt wurde? Ich wurde tatsächlich nicht über Freileitung sondern über Luftkabel versorgt. Das haben die mal umgestellt, da sie die Bäume nicht mehr schneiden wollten und zu mir in Einzellage kommt die Leitung eh nicht unter die Erde... Nun, kam sie dann doch. Ob es vorher eigentlich ein TT-Netz war? Keine Ahnung, die uralte hingepfuschte Verteilung hat es als TN-Netz behandelt. Der Kram fliegt eh demnächst raus. Jetzt ist es definitiv ein TN-Netz, ich hab auf der anderen Straßenseite wo das 4x240mm²-Kabel endet noch einen extra Erdungspunkt spendiert bekommen, da das - wie gesagt - eine 450 Meter Stichleitung ist.
Martin schrieb: > extra Erdungspunkt spendiert Das heiß aber nicht, dass er jeden beliebig großen Strom ableiten kann, wenn er nur im trockenen Sand verbuddelt wurde. Nullpunktverschiebung? Das hat schon einige Netzteile durch Überspannung gekillt.
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