Forum: Haus & Smart Home Jung Doppeltastschalter noch zu retten


von Heinz R. (heijz)


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Wir haben in Nebenräumen Jung Tastschalter verbaut - (in Haupträumen 
Taster mit Heimsteuerung)

jetzt ist ein solcher Doppeltaster defekt - er brutzelt und das Licht 
flackert

Jung hat die Teile wohl vor Jahren aus dem Programm genommen weil es 
Probleme gab?

Hat schon mal jemand welche repariert? Ausblasen, freibrennen durch hohe 
Ströme usw?

Angeschlossen am defekten Taster ist ein ca. 60W-Schaktnetzteil

von Sascha S. (dec)


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Hallo,

ich hatte bei Jung angerufen als die aus dem Programm verschwunden sind. 
Aussage war, dass dass die Schalter eine geänderte Vorschrift nicht 
einhalten würden und man diese daher aus dem Programm nahm.

Empfindlich gegen Schmutz waren diese vermutlich schon, wurden ja sogar 
mit einer Abdeckung gegen Staub geliefert, welche man erst kurz vor 
Einbau der Schaltflächen entfernen sollte.

Hast du mal online gesucht, ob noch ein Händler den Schalter rumliegen 
hat?

Grüße

von Teo D. (teoderix)


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Heinz R. schrieb:
> Hat schon mal jemand welche repariert? Ausblasen, freibrennen durch hohe
> Ströme usw?

Die Kontakte sind abgebrannt...

von Max (mcic)


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Welche Taster sind das? Ich habe von meinem Hausbau aus 2006 noch ein 
paar rumliegen...

von Heinz R. (heijz)


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habe ihn noch nicht ausgebaut, aber es müsste der 505TU sein
(Doppel- oder Serientastschalter)

Ich habe gerade in meinen Bastelkisten gesucht - einen einfachen 506TU 
hätte ich

Notfalls wirds halt mit Shelly auf normalen Taster umgebaut....

von Max (mcic)


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Also willst du sie nicht ersetzten. Ok

Doppeltaster wäre 535U
Doppelwippe wäre 505U
Unterschied ist nur ein Feder (zusätzlich pro Taster)

Aber die gibt es alle noch im Handel.

Gegen Abbrand hilft ein Snubber (wie bei einem Relaiskontakt) oder ein 
Sanftanlauf bei hohem Anlaufstrom.
Beim Shelly ist kei Snubber enthalten, der Relaiskontakt wird dir eher 
noch schneller wegbrennen.

von Klaus (feelfree)


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Max schrieb:
> Aber die gibt es alle noch im Handel.

Aber eben nicht die gesuchten 505TU.

von Heinz R. (heijz)


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Max schrieb:
> Doppeltaster wäre 535U
> Doppelwippe wäre 505U
> Unterschied ist nur ein Feder (zusätzlich pro Taster)

das hier sind Taster

Ich suche Tastschalter

Max schrieb:
> Gegen Abbrand hilft ein Snubber (wie bei einem Relaiskontakt) oder ein
> Sanftanlauf bei hohem Anlaufstrom.
> Beim Shelly ist kei Snubber enthalten, der Relaiskontakt wird dir eher
> noch schneller wegbrennen.

es hat jetzt 15 Jahre gehalten
Wenns beim Shelly nur 10 sind, auch ok

von Thomas R. (thomasr)


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Die Tast schalter gab es in den 80er und 90er Jahree von mehreren 
Anbietern, sind aber wohl außer Mode gekommen. Im absoluten Notfall 
reicht ein normaler Taster der dahinter in der Dose einen zusätzlichen 
Eltako (Stoßstromschalter) erhält. Ist dann zusammen dieselbe Funktion.

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


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Thomas R. schrieb:
> Im absoluten Notfall
> reicht ein normaler Taster der dahinter in der Dose einen zusätzlichen
> Eltako (Stoßstromschalter) erhält.

dachte ich auch, wollte einen Shelly einbauen  - aber in der Dose gibt 
es keinen N

keine Ahnung woher damals das 4adrige Kabel kam :-)

von Joachim B. (jar)


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Heinz R. schrieb:
> Ich suche Tastschalter

meiner Meinung waren Gira und Jung austauschbar
https://www.elektro-wandelt.de/Gira-012803-Tastschalter-10AX-250V-mit-Wippe-2-fach-Wechselschalter-2-fach-Reinweiss-glaenzend.html

ich bekam bei Gira Bestellung oft Jung Unterteile, kann es umgekehrt 
aber nicht versprechen

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Max schrieb:
> Gegen Abbrand hilft ein Snubber (wie bei einem Relaiskontakt) oder ein
> Sanftanlauf bei hohem Anlaufstrom.
> Beim Shelly ist kei Snubber enthalten, der Relaiskontakt wird dir eher
> noch schneller wegbrennen.

Du hast Snubber und Schaltnetzteil nicht verstanden:

Heinz R. schrieb:
> Angeschlossen am defekten Taster ist ein ca. 60W-Schaktnetzteil

---------

Heinz R. schrieb:
> es hat jetzt 15 Jahre gehalten

Du hast Glück gehabt, dass die Kontakte robust waren oder das 
Schaltnetzteil einigermaßen zahm anläuft. Ein zuverlässiger Schutz wäre 
nur eine Anlaufstrombegrenzung, dazu sollte sich im Forum einiges finden 
lassen.

von Heinz R. (heijz)


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Manfred P. schrieb:
> Du hast Glück gehabt, dass die Kontakte robust waren oder das
> Schaltnetzteil einigermaßen zahm anläuft. Ein zuverlässiger Schutz wäre
> nur eine Anlaufstrombegrenzung, dazu sollte sich im Forum einiges finden
> lassen.

das bedeutet man kann heutzutage weder einen normalen Lichtschalter noch 
irgend was smartes wie shelly kaufen um  damit 60W-LED per Trafo zu 
schalten?

Denke die meisten machen das, und wenn nicht mal das geht gäbe es Firmen 
wie Shelly längst nicht mehr?

Bitte um Aufklärung

von Klaus (feelfree)


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Heinz R. schrieb:
> dachte ich auch, wollte einen Shelly einbauen  - aber in der Dose gibt
> es keinen N

Dafür gibt es Shellys (oder Alternativen zB von Sonoff), die keinen N 
benötigen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Ist das persönliche Esthetikpotential für die Nebenräume tatsächlich so 
hoch, dass der Austausch der Tastschalter gegen Wippschalter eine 
seelische Grausamkeit darstellt?

von Joachim B. (jar)


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Ralf X. schrieb:
> der Austausch der Tastschalter gegen Wippschalter eine
> seelische Grausamkeit darstellt?

ist möglich wenn viele davon verbaut sind kann das irritieren bzw. 
stören.

von Ron-Hardy G. (ron-hardy)


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Joachim B. schrieb:
> ist möglich wenn viele davon verbaut sind kann das irritieren bzw.
> stören.

Wieso? Weil man sofort sieht wer an oder aus ist?

von Heinz R. (heijz)


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von Klaus (feelfree)


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Ron-Hardy G. schrieb:
>
> Wieso? Weil man sofort sieht wer an oder aus ist?

Sieht man bei Wechselschaltungen eben nicht, und wenn dann noch 2 
Schalter untereinander verbaut sind hält das mein innerer Monk nicht 
aus, wenn alle Leuchten aus sind, aber die Schalter unterschiedlich 
stehen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Joachim B. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> der Austausch der Tastschalter gegen Wippschalter eine
>> seelische Grausamkeit darstellt?
>
> ist möglich wenn viele davon verbaut sind kann das irritieren bzw.
> stören.

Lt. TE sind die Tastschalter in Nebenräumen installiert, über die Anzahl 
der Nebenräume in seiner Solarvilla ist wenig bekannt.
Aber wenn der Hersteller das Produkt mit guter Begründung eingestellt 
hat, sollte man ggf. über einen Komplettaustausch nachdenken, wenn einen 
der Einzelaustausch in der Folgezeit geistig überfordert und das 
erleuchtete Betreten eines Nebenraumes erschwert.

von Ron-Hardy G. (ron-hardy)


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Klaus schrieb:
> Ron-Hardy G. schrieb:
>>
>> Wieso? Weil man sofort sieht wer an oder aus ist?
>
> Sieht man bei Wechselschaltungen eben nicht, und wenn dann noch 2
> Schalter untereinander verbaut sind hält das mein innerer Monk nicht
> aus, wenn alle Leuchten aus sind, aber die Schalter unterschiedlich
> stehen.

Ok, das kann ich nachvollziehen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Klaus schrieb:
> Ron-Hardy G. schrieb:
>>
>> Wieso? Weil man sofort sieht wer an oder aus ist?
>
> Sieht man bei Wechselschaltungen eben nicht, und wenn dann noch 2
> Schalter untereinander verbaut sind hält das mein innerer Monk nicht
> aus, wenn alle Leuchten aus sind, aber die Schalter unterschiedlich
> stehen.

Gerade in Nebenräumen ein sehr wichtiges Kriterium.
Man setzt sich da hin und lässt seine Blicke schweifen...
Und dann trifft der Blick auf die Lichtschalter...😂

von Ralf X. (ralf0815)


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Ich habe bei mir im Haus u.a. Touchdimmer verbaut, auch mit Remote 
Touch- oder Taster.
Bei einer einzelnen Schaltfläche eine feine Sache, solange man im Kopf 
hat, wo man das selber installiert hat und man blind bedienen kann.
In meinem "Hauptwohnzimmer" kann ich das nicht bei den Schalteinheiten 
im 5-fach Rahmen.

In diversen Nebenräumen habe ich 2-fach Schalter plus Steckdose im 
Zweifachrahmen, selbst nach ~30 Jahren konzentriere ich mich nicht 
darauf, welches Licht ich damit ein- oder ausschalte, sondern kloppe 
beim Betreten beide nach oben, beim Verlassen nach unten.
Ist es dazwischen zu hell, DANN entscheide ich, ob und welchen Kreis ich 
abschalte.

Einen Zweifach-Tastschalter haben zu wollen, deren Schaltzustände man 
nur an darüber betriebenen Gerätschaften evtl. erkennen kann, 
wiederspricht an sich jedem gesunden Geist.
Allerdings haben wir es hier ja auch mit Heinz zu tun, das ist 
ausserhalb der Normalität.
😎

von Rainer W. (rawi)


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Heinz R. schrieb:
> Angeschlossen am defekten Taster ist ein ca. 60W-Schaktnetzteil

Falls dir der nächsten nicht wieder genauso abbrennen sollen, sorge für 
eine Einschaltstrombegrenzung. Manche Schaltnetzteile sind mit ihrem 
Inrush Current ziemlich gnadenlos.

p.s.
Wie schaltest du ein Netzteil mit einem Taster? Muss während des 
Betriebs immer jemand daneben stehen und ihn gedrückt halten?

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


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Ralf X. schrieb:
> Einen Zweifach-Tastschalter haben zu wollen, deren Schaltzustände man
> nur an darüber betriebenen Gerätschaften evtl. erkennen kann,
> wiederspricht an sich jedem gesunden Geist.
> Allerdings haben wir es hier ja auch mit Heinz zu tun, das ist
> ausserhalb der Normalität.

Ich glaub eher das Du die heutige Welt nicht verstehst

Doppeltastschalter im Bad, linke Taste Licht an der Decke, rechte Taste 
Spiegelbeleuchtung
sowas sollte man sich schon merken können

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Rainer W. schrieb:
> Manche Schaltnetzteile sind mit ihrem
> Inrush Current ziemlich gnadenlos.

Wenn man aber Schaltnetzteile von deutschen Herstellern einbauen würde, 
bekäme man es nur mit "Einschaltstrom" zu tun ;-)

mfg

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Heinz R. schrieb:
> sowas sollte man sich schon merken können

BSE

von Thomas R. (thomasr)


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Genau wegen der Wippenstellung haben wir ausschließlich Taster im Haus 
(die eine Smart Home Zentrale bedienen) die immer eine gleiche 
Wippenstellung haben.

Ich kann den TE sehr gut verstehen!

Monk ist da nichts im Vergleich ;-))

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Christian S. schrieb:
> Wenn man aber Schaltnetzteile von deutschen Herstellern einbauen würde,
> bekäme man es nur mit "Einschaltstrom" zu tun ;-)

Bin gespannt, was der TO verwendet (Typenbezeichnung, Datenblatt) und 
wie er das mit seinen Tastern steuert (Schaltplan)? ;-)

von Heinz R. (heijz)


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Rainer W. schrieb:
> Bin gespannt, was der TO verwendet (Typenbezeichnung, Datenblatt) und
> wie er das mit seinen Tastern steuert (Schaltplan)? ;-)

2 Stück davon parallel

wozu ein Schaltplan?  Soll ich Dir jetzt echt aufmalen wie L und N über 
einen Schalter führt an das Netzteil angeschlossen werden?

von Nevs (noname_user)


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Heinz R. schrieb:
> wozu ein Schaltplan?  Soll ich Dir jetzt echt aufmalen wie L und N über
> einen Schalter führt an das Netzteil angeschlossen werden?

Du verstehst auch nicht was ein Taster ist, oder? Doppel-Tast-Schalter!
Dass da sicher noch was hinter deinen Tastern kommt?

von Heinz R. (heijz)


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Nevs schrieb:
> Du verstehst auch nicht was ein Taster ist, oder? Doppel-Tast-Schalter!

wie meinst Du das? was soll hinter dem Doppel-Tast-Schalter k0mmen? 
halt 2 Lampen? (neudeutsch Leuchtmittel)


Ok, bei Jung heisst es nicht Doppeltastschalter sondern 
Reihentastschalter

Brechen wir es auf einen herunter, der macht halt das Licht an und aus?

von Klaus (feelfree)


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Heinz R. schrieb:
> wie meinst Du das?

Er wollte nur zeigen, dass er keine Ahnung hat, was der Unterschied 
zwischen Taster und Tastschalter ist.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Heinz R. schrieb:
> 2 Stück davon parallel

Die fallen meist unter die Lasten mit einem hohen Einschaltstrom:

Bei den Schaltnetzteilen ist immer ein Elko mit ein paar µF am Eingang, 
der impulsartig aufgeladen wird beim Einstecken hinter dem 
Brückengleichrichter. Damit der Einschaltpeak nicht zu häufig die 
Sicherung auslöst, ist da meist noch ein Widerstand von 10...33 Ohm 
vorgeschaltet. Das gibt für eine kurze Zeit einen Peak von rund 16A beim 
Einstecken und für zwei solche das Doppelte. Am stärksten ist der Peak, 
wenn man genau zeitlich das Maximum der Netzspannung erwischt, also 230 
mal Wurzel von 2, ergibt über 300V. Das kann ganz schön funken, wenn 
dabei ein klein wenig Metall von den Kontakten verdampft.

von Heinz R. (heijz)


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Du hast die maximale Last des Netzteils gesehen?

Sicher alles richtig was hier ständig über Snubber usw diskutiert wirf

Aber solche SNT sind heutzutage in allen Haushalten üblich, sei es am 
normalen Schalter, am Shelly, an der schaltbaren Steckdose,....


Soooo empfindlich ist das jetzt auch wieder alles nicht

von Nevs (noname_user)


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Klaus schrieb:
> Er wollte nur zeigen, dass er keine Ahnung hat, was der Unterschied
> zwischen Taster und Tastschalter ist.

Weil ich ja auf einen Beitrag vom jemand anderem den an den TO nochmals 
vorlegte!
 von Rainer W. (rawi) 04.01.2026 16:28
Rainer W. schrieb:
> Bin gespannt, was der TO verwendet (Typenbezeichnung, Datenblatt) und
> wie er das mit seinen Tastern steuert (Schaltplan)? ;-)
Damit sind wir schon 2 Ahnungslose zu so einem BlitzGescheiten wie dir, 
der es auch nicht kapiert hat diese Frage nach dem Tast-Schalter!

> Der Tastschalter ist hingegen eine Besonderheit, die nur von wenigen
> Herstellern angeboten wird.  ....
> Um die Beleuchtung wieder auszuschalten, ist ein erneuter Druck auf den
> Tastschalter erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen Schalter Taster Tastschalter?
www.elektro-wandelt.de › ratgeber › 
Was-ist-der-Unterschied-zwischen-Sc...
> Der Taster ist kein Schalter, der Taster schließt keine Stromkreise,
> sondern gibt nur Impulse, um einen Stromkreis oder einen Prozess zu
> aktivieren.

: Bearbeitet durch User
von Nevs (noname_user)


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Heinz R. schrieb:
> Soooo empfindlich ist das jetzt auch wieder alles nicht

Oder anders ausgedrückt hattest du recht lange Glück mit deiner 
Konstruktion, weil das bei solchen Lasten aka SNT bekannt ist, dass die 
die Kontakte auch bei rel. geringer Last (LED's) durch die hohen 
Impulsströme überfordern. Ist ja hier nicht das 1. Mal das Thema dazu!

von Heinz R. (heijz)


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Nevs schrieb:

>
> Oder anders ausgedrückt hattest du recht lange Glück mit deiner
> Konstruktion, weil das bei solchen Lasten aka SNT bekannt ist, dass die
> die Kontakte auch bei rel. geringer Last (LED's) durch die hohen
> Impulsströme überfordern. Ist ja hier nicht das 1. Mal das Thema dazu!

Du meinst es ist generell ein Problem ein handelsübliches SNT für ein 
paar Decken-LED-Lampen an einem handelsüblichen Markenschalter deutscher 
Produktion zu betreiben?

von Harald K. (kirnbichler)


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Nevs schrieb:
> Was ist der Unterschied zwischen Schalter Taster Tastschalter?

Und "Tastschalter" ist einer der dümmstmöglichen Begriffe, um die 
eigentlich klare Unterscheidbarkeit von Schalter und Taster ins Absurde 
zu ziehen.

"Druckschalter mit Wippe" wäre besser.

von Thomas R. (thomasr)


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Heinz R. schrieb:
> Nevs schrieb:
>
>>
>> Oder anders ausgedrückt hattest du recht lange Glück mit deiner
>> Konstruktion, weil das bei solchen Lasten aka SNT bekannt ist, dass die
>> die Kontakte auch bei rel. geringer Last (LED's) durch die hohen
>> Impulsströme überfordern. Ist ja hier nicht das 1. Mal das Thema dazu!
>
> Du meinst es ist generell ein Problem ein handelsübliches SNT für ein
> paar Decken-LED-Lampen an einem handelsüblichen Markenschalter deutscher
> Produktion zu betreiben?

Ja und nochmals JA!

Die nominell nur 200 Watt meiner LED Garagenbeleuchtung haben schon nach 
recht kurzer Zeit die robusten Kontakte der Homematic Relais 
(888H-1AH-F-C spezifiziert für 17A Dauer) geschrottet. Nach Tausch des 
Relais geht das nun seit Jahren ohne Probleme mit einem passenden NTC in 
Reihe der den Einschaltstrom bremst.

Die Schalterhersteller haben schon in den 60ern mit der Einführung von 
"AX" Kontakten etwas dagegen getan, da waren es aber NUR 
Leuchtstoffröhren bzw. deren KVGs. Und selbst bei speziellem 
Kontaktmaterial wird die Grenze schnell erreicht: so mußten bei der EIB 
Anlage in unserem Bürokomplex die EVGs über ein separates Schütz 
zugeschaltet werden, die "üblichen" Relais in den Aktoren konnten das 
nicht.

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas R. schrieb:
> Die Schalterhersteller haben schon in den 60ern mit der Einführung von
> "AX" Kontakten etwas dagegen getan, da waren es aber NUR
> Leuchtstoffröhren bzw. deren KVGs.

Was die Hersteller in den 60er angeblich getan haben sollen, ist ohne 
Relevanz. Die Anforderungen Leuchtstoff mit KVG sind total andere als 
LED mit Schaltnetzteil, das sollte selbst ein Elektriker differenzieren 
können.

von Heinz R. (heijz)


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Thomas R. schrieb:
> Die Schalterhersteller haben schon in den 60ern mit der Einführung von
> "AX" Kontakten etwas dagegen getan, da waren es aber NUR
> Leuchtstoffröhren bzw. deren KVGs.

ich habe hier doch nur einen ganz normalen Schalter, kein Homematic usw 
an der Stelle?  und die beiden Netzteile haben je nur 15W?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Heinz R. schrieb:
> und die beiden Netzteile haben je nur 15W?

Mach mal zehn davon in einer 10er Steckdosenleiste mit oder ohne 
Schalter. Dan mach den Stecker ein paar mal in die Steckdose. 10x15W 
sind doch nur 150W.

von Heinz R. (heijz)


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Dieter D. schrieb:
> Mach mal zehn davon in einer 10er Steckdosenleiste mit oder ohne
> Schalter. Dan mach den Stecker ein paar mal in die Steckdose. 10x15W
> sind doch nur 150W.

Dieter, sorry, ich hab grad keine gute Laue

Deshalb
Halt endlich dein  dummes Maul mit deinem ewig blöden Geschwätz

Ja, man kann auch 100 Steckdoesenleisten hintereinander stecken

von Manfred P. (pruckelfred)


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Heinz R. schrieb:
> und die beiden Netzteile haben je nur 15W?

Ich habe hier Netzteile TDK-Lambda LDV12-15, also ganze 12 Watt. Laut 
Datenblatt sind 50 Ampere Einschaltstrom möglich.

Ich habe schon mehrere Einschaltstrombegrenzungen gebaut, zuletzt, 
nachdem der Einsatz einer 1,20m LED-Röhre meinen Lichtschalter ermordet 
hat.

Heinz R. schrieb:
> Halt endlich dein  dummes Maul mit deinem ewig blöden Geschwätz

Flegel, so grob schreibe selbst ich nicht.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Heinz R. schrieb:
> Dieter, sorry, ich hab grad keine gute Laue

Es soll Dir das Problem erklären.

Aus dem Grunde macht man nur ein Schaltnetzteil an einem Schalter. An 
dem einen Schaltnetzteil hängen dann mehrere Leuchten.

Es gibt auch Schaltnetzteile, die haben einen etwas größeren 
Vorwiderstand drin oder einen NTC als Vorwiderstand verbaut. Diese sind 
nicht so einfach zu finden und zu bekommen.

Die Alternative ist daher eine Einschaltverzögerung. Es gibt einmal die 
Variante, wobei mehrer Netzteile nacheinander eingeschaltet werden. Das 
kann über Relais in Kette realisiert werden.

Eine andere Lösung ist eine Einschaltverzögerung mit NTC hinter dem 
Schalter für mehrere Netzteile.

In den anderen Fällen verschleißen die Schalter einfach zu schnell.

Im letzten Jahrtausend zerlegte ich einen solchen Schalter und konnte 
die Kontakte aus einem anderen Schalter dort einbauen. Aber ob das mit 
Deinem Modell noch geht, da muss ich passen.

von Rainer W. (rawi)


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Heinz R. schrieb:
> Soll ich Dir jetzt echt aufmalen wie L und N über
> einen Schalter führt an das Netzteil angeschlossen werden?

Die Frage war, um es etwas präziser zu formulieren, wie in deiner 
Schaltung der Zustandsspeicher realisiert ist, der nun einmal notwendig 
ist, um mit einem Taster irgendetwas ein und aus zu schalten, ohne das 
jemand den Taster dauern gedrückt halten muss.

von Heinz R. (heijz)


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Dieter D. schrieb:
> Aus dem Grunde macht man nur ein Schaltnetzteil an einem Schalter. An
> dem einen Schaltnetzteil hängen dann mehrere Leuchten.

bedeutet dann ich kann keine 2 solchen Lampen - als Beispiel:

https://www.bauhaus.info/led-panels/tween-light-led-panel-4000k/p/26877714

in meinem Büro an einem Lichtschalter betreiben?


Leute, das ist doch alles sehr weit hergeholt?  - da könnten ja Jung, 
Gira, Berker usw gleich schließen, würden den Reklamationen nicht mehr 
hinterherkommen?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Heinz R. schrieb:
> Hat schon mal jemand welche repariert?

Da keiner weiß, welches Modell das ist, bleibt Dir nur übrig den Deckel 
abzunehmen und ordentliche Bilder dann von dem Innenleben zu machen.

Wenn Du Glück hast, ist das Modell, wo nur das Plastikteil des Schalters 
verändert wurde, aber das Innenleben darunter, also die Einrastungen des 
Wippenteils noch nicht geändert waren.

Ersatz aus Renovierungen zu erhalten, wäre auch möglich. Ab und zu 
tauchen solche Schalter sogar auf dem Flohmarkt auf. Ohne obigen 
erwähnten Fotos wirst Du dort keine Kaufentscheidung treffen können.

von Heinz R. (heijz)


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Rainer W. schrieb:
> Die Frage war, um es etwas präziser zu formulieren, wie in deiner
> Schaltung der Zustandsspeicher realisiert ist,

Es geht hier um einen Tastschalter, stell es Dir vor wie einen Taster 
mit einer Mimik wie im Kugelschreiber
 drücken - an - drücken - aus

Der "Zustandspeicher" wie Du es nennst ist rein mechanisch direkt im 
Schalter realisiert, es gibt halt nur einen Druckpunkt statt 2

Schade das es die Teile nicht mehr gibt - wäre ein toller Werbeaufdruck 
"mit integriertem Zustandsspeicher" :-)

von Stefan S. (seife)


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Heinz R. schrieb:

> bedeutet dann ich kann keine 2 solchen Lampen - als Beispiel:
>
> https://www.bauhaus.info/led-panels/tween-light-led-panel-4000k/p/26877714
>
> in meinem Büro an einem Lichtschalter betreiben?

Wie kommst du darauf daß die ein Schaltnetzteil drin haben?

von Heinz R. (heijz)


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Dieter D. schrieb:
> Da keiner weiß, welches Modell das ist, bleibt Dir nur übrig den Deckel
> abzunehmen und ordentliche Bilder dann von dem Innenleben zu machen.

was heisst es weiss keiner?  hab doch  oben geschrieben Jung 505TU? 
wozu soll ich da noch Fotos machen?

von Heinz R. (heijz)


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Stefan S. schrieb:
> Wie kommst du darauf daß die ein Schaltnetzteil drin haben?

wie soll es sonst funktionieren?  ich habe bereits viele LED-Leuchten 
verbaut - alle hatten eins

Ausser den Nachrüst-LED-Röhren ist mir noch keins untergekommen das 
direkt mit 230V betrieben wird

Die meisten haben heute Konstantstromnetzteile

von Stefan S. (seife)


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Google "capacitive dropper" ;-)
Oder mal im bigclivedotcom youtube Kanal stöbern, der zerlegt unter 
anderem regelmäßig solche Lampen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Stefan S. schrieb:
> Google "capacitive dropper", in verbindung mit "buck regulator".

Zum Teil wird dabei so etwas verbaut damit der Schalter länger überlebt:

https://de.elv.com/p/einschaltstrombegrenzer-esb1-P130366/

Heinz R. schrieb:
> Leute, das ist doch alles sehr weit hergeholt?

Davon sind alle Hersteller betroffen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Das sind die Teile, die die Handwerker verbauen, wenn sie es wissen und 
können;

https://www.isoled.shop/de/wissen-einschaltstrom-begrenzer

von Heinz R. (heijz)


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vor kurzem habe ich einen Raum renoviert
- 2 Decken LED Panel - je 35W
- geschaltet über 2 Shelly

--> ihr wollt mir also hier sagen das ich grundsätzlich was falsch 
gemacht habe, das so gar nicht funktionieren kann, keine 2 Jahre hält?

Leute, das ist doch absoluter Quatsch....

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Heinz R. schrieb:
> --> ihr wollt mir also hier sagen das ich grundsätzlich was falsch
> gemacht habe

Passt doch, je Shelly eine Leuchte.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wenn Du den Strompeak des Panels an der Shelly mit einem der Netzteile 
am defekten Schalter mit dem Oszi messen wuerdest, waere der Unterschied 
erkennbar.

von Klaus (feelfree)


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Dieter D. schrieb:
> Wenn Du den Strompeak des Panels an der Shelly mit einem der
> Netzteile am defekten Schalter mit dem Oszi messen wuerdest, waere der
> Unterschied erkennbar.

Dieter Dummlall, der Name ist Programm.

von Nevs (noname_user)


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Heinz R. schrieb:
> Angeschlossen am defekten Taster ist ein ca. *60W-Schaktnetzteil*

Heinz R. schrieb:
> und die beiden Netzteile haben je nur 15W?

Ja was denn nun 30 oder 60 Watt?

von Joachim B. (jar)


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Heinz R. schrieb:
> Soooo empfindlich ist das jetzt auch wieder alles nicht

stimmt, seit 30 Jahren Gira Tastschalter auf dem Flur die 3 
elektronische Halogennetzteile einschalten, Summenleistung 385W verteilt 
auf 11 Stk. 35W Halogen

von H. H. (hhinz)


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Joachim B. schrieb:
> elektronische Halogennetzteile

Keine Elkos im Zwischenkreis.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Auf dem Smartphone tippt es sich nicht gut und korrigieren ist mühsam.

Vor längerer Zeit schaute ich nach den Peaks bei verschiedenen 
Netzteilen mit den Elkos im Zwischenkreis. Die guten Netzteile lagen bei 
10A und das Spektrum reichte bis 25A. Bei letzterem war damit klar, 
warum mit dieses im ICE die Steckdosen häufiger ausfallen ließ. :(

von Thomas R. (thomasr)


Angehängte Dateien:

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Heinz R. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Aus dem Grunde macht man nur ein Schaltnetzteil an einem Schalter. An
>> dem einen Schaltnetzteil hängen dann mehrere Leuchten.
>
> bedeutet dann ich kann keine 2 solchen Lampen - als Beispiel:
>
> https://www.bauhaus.info/led-panels/tween-light-led-panel-4000k/p/26877714
>
> in meinem Büro an einem Lichtschalter betreiben?
>
>
> Leute, das ist doch alles sehr weit hergeholt?  - da könnten ja Jung,
> Gira, Berker usw gleich schließen, würden den Reklamationen nicht mehr
> hinterherkommen?

Lieber Heinz, das Problem ist doch nun seit vielen Jahren bekannt und 
wurde hier im Forum auch ausführlich diskutiert. An der TATSACHE daß 
viele LED Leuchten eine "mörderische" Eingangbeschaltung haben ist nun 
einmal nichts zu deuten.

Allerdings ist das von Fabrikat zu Fabrikat unterschiedlich, mal mit 
Vorwiderstand, mal mit NTC, mal kleine Elkos, mal große Elkos. Da können 
die Schalterhersteller schön sagen: selbst schuld. Und GENAU DAS steht 
auch im "Kleingedruckten" der Schalterhersteller. Da wird die zulässige 
kapazitive Last ausdrücklich beschrieben. Nur mißt das doch in der 
Realität kein Elektriker nach.

Du hast einfach Pech gehabt mit Netzteilen die einen hohen 
Einschaltstrom haben und an einem Tastschalter betrieben wurden der 
dafür nicht zugelassen ist.

Schau mal was auf dem Metallrahmen des Schalters eingeprägt ist. Oft 
steht da nämlich nur "10A" und hoffentlich auch "AX". Oft gibt es 
nämlich extra für "Heavy Duty" Anwendungen auch eine 16A Version, siehe 
Bild.

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