Forum: Haus & Smart Home Netzwerk im Haus


von Chandler B. (chandler)


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Hallo,
ich möchte Netzwerkdosen in unserem Haus verlegen.
Dazu habe ich gelesen, dass alle Netzwerkdosen mit einem Patchpanel 
verbunden sind, das Patchpanel mit dem Switch und hier letztendlich der 
Router angeschlossen ist.
Jetzt ist das Kabel für Internet im Wohnzimmer. Das Switch und 
Patchpanel sollen aber in einem anderem Raum.
Ich habe das mal aufgezeichnet wie ich es verschalten würde 
(Gelb->Patchkabel, Orange->Netzwerkkabel)
Das einzige worauf ich achten muss, ist das Kabel vom PAtchpanel welches 
vom Router kommt im richtigen Steckplatz am Switch eingesteckt wird.

Warum verwendet man überhaupt ein Patchpanel und nicht direkt nur ein 
Switch?

von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Chandler B. schrieb:
> Warum verwendet man überhaupt ein Patchpanel und nicht direkt nur ein
> Switch?

Weil der Switch in der Regel nur RJ45 Buchsen hat und keine Klemmen an 
denen du das Installationskabel anklemmen könntest. Deshalb das 
Installationskabel an einem genau für solche Kabel vorgesehen Patchfeld 
oder Dose anschließen, damit man auch hier eine RJ45 Buchse hat. Die 
beiden Seiten dann mit einem kurzen Patchkabel verbinden. Damit kannst 
du dann z.b. zum Testen auch einfach mal auftrennen und ein anderes 
Gerät direkt anschließen oder einfach auch im Nachhinein die Zuordnung 
ändern usw.

von (prx) A. K. (prx)


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Chandler B. schrieb:
> Warum verwendet man überhaupt ein Patchpanel und nicht direkt nur ein
> Switch?

RJ45-Stecker sind keine besonders robuste Konstruktion und gehen gerne 
kaputt. Was bei kurzen Patchkabeln zwischen Patchfeld/Wanddose und 
Router/Switch/PC/... kein Problem ist. Die wechselt man dann eben aus.

Installationskabel sind üblicherweise keine Litzen und manche versuchen, 
sie lose aus der Wand rausragend mit RJ45-Steckern zu versehen. Das ist 
vorsichtig ausgedrückt Pfusch.

Es gibt Situationen, in denen man ggf ohne Patchfeld arbeitet, etwa im 
Aussenbereich. Aber das hat man dann auf der Rechnung und verwendet 
andere Stecktechnik.

: Bearbeitet durch User
von Chandler B. (chandler)


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Irgend W. schrieb:
> Weil der Switch in der Regel nur RJ45 Buchsen hat und keine Klemmen an
> denen du das Installationskabel anklemmen könntest

Meine Idee war dann eigentlich, warum ich am ende vom Netzwerkkabel 
keine RJ45 direkt anstecken kann.

(prx) A. K. schrieb:
> RJ45-Stecker sind keine besonders robuste Konstruktion und gehen gerne
> kaputt. Was bei kurzen Patchkabeln zwischen Patchfeld/Wanddose und
> Router/Switch/PC/... kein Problem ist. Die wechselt man dann eben aus.

ahso, aber zwischen Patchfeld/Wanddose ist doch eingentlich der weiteste 
weg, oder nicht? Die Wanddosen sind ja in den einzelnen Zimmern 
verteilt. Also die eben auswechseln ist schwieriger.

(prx) A. K. schrieb:
> Installationskabel sind üblicherweise keine Litzen und manche versuchen,
> sie lose aus der Wand rausragend mit RJ45-Steckern zu versehen. Das ist
> vorsichtig ausgedrückt Pfusch.

Habe gedacht, dass es die selben Kabel sind.

Wir werden so oder so ein Patchfeld dazwischen setzen. Mir ging es nur 
grundsätzlich darum, warum.#

Wäre die Schaltung denn (wie oben im Anhang) richtig?#
Da kämen dann natürlich noch weitere Dosen/Verbindungen hinzu. Aber die 
Anbindung vom Router über die Dose zum Switch bin ich mir nicht 100%ig 
sicher

von Ralph B. (rberres)


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Darf man denn, wie in obigen Beispiel, einfach Netzwerkdosen parallel an 
einen Strang schalten?
Oder muss das ganze nicht sternförmig verteilt werden, so das jede 
Netzwerkdose an einen eigenen Anschluss des Switches landet?

Ralph Berres

von Rainer W. (rawi)


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(prx) A. K. schrieb:
> RJ45-Stecker sind keine besonders robuste Konstruktion und gehen gerne
> kaputt. ... Die wechselt man dann eben aus.

Und warum macht man keinen neuen Stecker an das Kabel?

von Chandler B. (chandler)


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Ralph B. schrieb:
> Darf man denn, wie in obigen Beispiel, einfach Netzwerkdosen parallel an
> einen Strang schalten?
> Oder muss das ganze nicht sternförmig verteilt werden, so das jede
> Netzwerkdose an einen eigenen Anschluss des Switches landet?

Ist doch Sternförmig?
Also jede Dose ist an einem eigenem Port angeschlossen. Jeder Port vom 
Patchfeld ist mit einem Port am Switch angeschlossen.
Der Port im Patchfeld, wo die Dose reingeht, wo der Router angeschlossen 
ist, muss am ersten Stecker vom Switch angeschlossen werden (Das ist 
dann ja der Router).

So wollte ich es zumindest darstellen.

von Gerd E. (robberknight)


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Rainer W. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> RJ45-Stecker sind keine besonders robuste Konstruktion und gehen gerne
>> kaputt. ... Die wechselt man dann eben aus.
>
> Und warum macht man keinen neuen Stecker an das Kabel?

Weil das wieder instabil wird. Stecker an Verlegekabel sind Murx. 
Verlegekabel gehören auf ein Patchpanel oder in Keystone-Module und 
sollten sauber befestigt werden, so dass sich das Verlegekabel nicht 
bewegen kann.

Mit Patchkabel ist es was anderes. Das besteht aus Litze und kann hin 
und wieder bewegt werden ohne Schaden zu nehmen. Dafür ist die zulässige 
Kabellänge aber auf ein paar Meter begrenzt.

Auch bei Patchkabel kann ich nur davon abraten da irgendwie zu versuchen 
neue Stecker dranzumachen. Das wird nicht wieder so stabil wie die 
original angespritzten. Bei den paar Euro für ein Cat6.A Patchkabel 
lohnt sich das auch nicht wirklich, vor allem wenn man den Zeitaufwand 
für die Diagnose eines teildefekten Kabels mit Wackelkontakt einrechnet.

von Reinhard S. (rezz)


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Chandler B. schrieb:
> Warum verwendet man überhaupt ein Patchpanel und nicht direkt nur ein
> Switch?

Würde Stecker auf den Verlegekabeln voraussetzen. Und jetzt stell dir 
mal einen 48-Port-Switch vor, wo du 48 RJ45 an Verlegekabel reinsteckst. 
Wegen der Steifigkeit und dem (im Vergleich zu Patchkabeln) großen 
Biegeradius nimmst du da massiv Platz weg und Verlegekabel öfters 
bewegen ist halt auch nicht so geil.

von Schorsch M. (schorschm)


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Reinhard S. schrieb:
> Und jetzt stell dir
> mal einen 48-Port-Switch vor

In einem privaten Haus?

Ich habe mein ganzes Haus verkabelt, ohne Patchfeld.
Vom Router auf einen 8-Port-Switch ergeben 10 nutzbare Ports, feddich.

von Rolf (rolf22)


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Chandler B. schrieb:
> Das einzige worauf ich achten muss, ist das Kabel vom PAtchpanel welches
> vom Router kommt im richtigen Steckplatz am Switch eingesteckt wird.

Du hast eine total veraltete Anleitung ergoogelt. Seit Jahrzehnten kann 
man die Ports an einem Switch beliebig vertauschen, es funktioniert 
immer, weil alle Komponenten (selbst 5-Euro-Switchs von Amazon) eine 
Erkennungsautomatik haben. Ist bei Gigabit-Ethernet im Standard 
gefordert.

Es ist möglich, dass bei bestimmten Switch-Modellen ein "Uplink"-Port 
vorhanden ist, der aus Geschwindigkeitsgründen im Regelfall für den 
Router oder aber für den Haupt-PC sinnvoll ist. Das steht dann in der 
Anleitung, und es ist auch nicht immer der erste Port. Aber es 
funktioniert auch, wenn man das nicht beachtet.

Davor, normale RJ-45-Stecker selbst an Kabel (egal, ob massiv-Draht oder 
Litze) anzubringen, kann ich nur abraten – das macht ohne 
Spezialwerkzeug UND Erfahrung nur Ärger. Zu löten gibt es da übrigens 
nichts, das ginge nur mit Spezialsteckern.

Und: Alle gängigen Netzwerkdosen sind für Installationskabel (massive 
Leiter, keine Litzen) vorgesehen – da wird das Verbinden zwischen Router 
und ND01 schwierig. Solltest du anders planen.

Mach es ohne Bastelei an Steckern/Kabeln mit fertig gekauften 
Komponenten. Du wirst sonst mögliche Probleme nie lösen können.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Schorsch M. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Und jetzt stell dir
>> mal einen 48-Port-Switch vor
>
> In einem privaten Haus?

Ich wollte das Problem einfach mal verdeutlichen durch Übertreibung.

> Ich habe mein ganzes Haus verkabelt, ohne Patchfeld.

Kannste schon so machen, dann isses halt...

> Vom Router auf einen 8-Port-Switch ergeben 10 nutzbare Ports, feddich.

10 rumbaumelnde Verlegekabel zum Router oder Switch im Netzwerkschrank 
stell ich mir auch schon hässlich und nicht wartungsfreundlich vor.

von Chandler B. (chandler)


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Rolf schrieb:
> Und: Alle gängigen Netzwerkdosen sind für Installationskabel (massive
> Leiter, keine Litzen) vorgesehen – da wird das Verbinden zwischen Router
> und ND01 schwierig. Solltest du anders planen.

Vom Router geht ja ein Patchkabel in die Dose rein. Von der Dose ein 
Netzwerkkabel zum Patchfeld vom Patchfeld dann zum Switch und alle 
anderen Ports vom Switch auch wieder aufs patchfeld. Vom Patchfeld dann 
die restlichen Ports wieder zu Netzwerkdosen.

Ich wollte kein Massives Kabel (Netzwerkkabel vom Router auf die 
Netzwerkdose).

von Chandler B. (chandler)


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Rolf schrieb:
> Mach es ohne Bastelei an Steckern/Kabeln mit fertig gekauften
> Komponenten. Du wirst sonst mögliche Probleme nie lösen können.

Es wird ja auch alles (fast) fertig gekauft, meine Frage bezieht sich ja 
auf das anschließen der "fertig gekauften" teile.
Das Netzwerkkabel werde ich selber an den Netzwerkdosen und dem 
Patchpanel anschließen. Genauso wie die Kabel verlegen werde ich selber 
machen.

von Gerd E. (robberknight)


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Chandler B. schrieb:
> Es wird ja auch alles (fast) fertig gekauft,

Meine Empfehlung wäre die Verlegekabel, sowohl auf Seite Patchpanel, als 
auch auf Seite der Netzwerkdosen, in Modulen zu terminieren:

https://www.metz-connect.com/home/produkte/p-cabling/stecker-und-buchsen-fuer-netzwerkverkabelung/rj45.96.de.html

Diese Module liefern eine zuverlässige und mechanisch stabile 
Verbindung. Und sie sind runrum geschirmt, was Problemen mit 
Übersprechen etc. entgegenwirkt. Das ist deutlich besser und 
zuverlässiger als die LSA+-Leisten die man bei billigeren Systemen oft 
findet.

Die Module dann in das passende Dosengehäuse oder Patchpanel einklipsen.

Wenn Unterputz-Dosen geplant: In die Wand Dosen mit ausreichend Platz 
für das Kabel eingipsen, z.B.:
https://www.kaiser-elektro.de/de_DE/produkte/elektro-installation/unterputz/geraetedosen-geraete-verbindungsdosen/6/electronic-dose-mit-trennwand?c=9

Dann die obigen Module mit 270°-Kabeleinführung nehmen. Das ist wichtig 
damit Du die mechanische Belastung auf das Kabel durch die Biegung 
reduzierst.

: Bearbeitet durch User
von Timo N. (tnn85)


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Deine Zeichnung ist korrekt und bei mir genauso.
Ich hab damals mit CAT6-Verlegekabel angefangen und die ganzen alten 
Telefonleitungen aus den Leerohren vom Keller bis in die Zimmer 
rausgezogen und ersetzt (heute würde ich CAT7/8 nehmen, da heute 
Standard im Privatbereich). Gibt's im Baumarkt oder günstig bei 
Kleinanzeigen. Gleichwertige Dosen verwenden.

Vom Keller bis zum WZ geht ein CAT6-Verlegekabel und parallel dazu ein 
einfaches 2-adriges Telefonkabel (noch für DSL) an eine 
zweifach-Netzwerkdose.
Von der Netzwerkdose wie bei dir zwei Patchkabel im Wohnzimmer zum 
Router (eins für Netzwerk/LAN, eins für DSL). DSL kann vermutlich auch 
bald durch Glasfaser ersetzt werden, da die auch nicht viel Platz im 
Leerrohr braucht. Besser wären hier natürlich 2 Leerohre pro Kabel. Bei 
Neuplanung der Leerorhre würde ich mindesetens an die örtlich zentralen 
Punkte im Haus und je Stockwerk doppelte Leerrohre zu einer Dose 
vorsehen, damit man das Internet bis dort hin bekommt (DLS/GLasfaser) 
bis zum Router und von dort per Netzwerk auch wieder in den Keller. Auf 
allen anderen Stockwerken wäre parallel zum Netzwerkanschluss auch ein 
WLAN-Accesspoint sinnvoll, den man da anklemmen kann. Deshalb auch auf 
den anderen Stockwerken 2 Ports. Weitere Ports bekommt man dann durch 
weitere 2er/4-er Switches an diesen Ports immer noch hin.

Im Keller kommen dann alle Verlegekabel zusammen und dort wurde 
ursprünglich mal ein 8er Patchfeld mit 8er Gigabit-Switch installiert 
(vor 12 Jahren oder so). Das reicht heute nicht mehr aus, da zu viele 
Komponenten, die auch eine direkte Anbindung über Kabel haben 
(PV-Wechselrichter, Wärmepumpe, Akku, Wallbox etc und im Keller 
stehen/angeschlossen sind). Da zukünftig vermutlich auch die ganzen 
Koax-Kabel vom TV gegen CATx-Kabel ersetzt werden, bräuchte man hier 
eher einen 16er oder 24er Switch.

Wo du nun den "Uplink" vom Router anschließt ist egal. Port 1 bis x. 
Völlig wurscht. Wichtiger ist, dass du beim Auflegen der Verlegekabel 
(die starren mit festen Drähten <-> Patchkabel mit Litzen) darauf 
achteste, dass der Schirm nur knapp vorher entfernt wird und alle Adern 
kontakt haben und dich überall an TIA-568A oder TIA-568B hältst, aber 
nicht einmal das eine und einmal das andere.

von Harald K. (kirnbichler)


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Gerd E. schrieb:
> Und sie sind runrum geschirmt, was Problemen mit
> Übersprechen etc. entgegenwirkt.

Schirmen muss man Netzwerkkabel eigentlich nur in schwer verseuchten 
industriellen Umgebungen. Im häuslichen Umfeld, und bei den dort 
auftretenden eher kurzen Verbindungslängen ist das aber unnötig.

GBit-Ethernet ist mit Cat5e UTP spezifiziert - das "U" in "UTP" steht 
für unshielded. Und das betrifft dann auch die knapp 100 m 
Leitungslänge, die bei Ethernet möglich sind.

Also: Man kann sich das Leben schwer machen, in dem man aufwendig zu 
verarbeitendes Cat8 verwendet ...

Man sollte aber auch mit etwas Realismus an die Geschichte rangehen.

von Wolfgang S. (wolfgang_s278)


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Heute nimmt man WLAN.

Bei Kleinanzeigen findet man endlos viele Fritz-Boxen, die als Repeater 
verwendet werden können.

: Bearbeitet durch User
von Gerd E. (robberknight)


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Harald K. schrieb:
> GBit-Ethernet ist mit Cat5e UTP spezifiziert - das "U" in "UTP" steht
> für unshielded.

Heutzutage ist bei PCs 2,5 GBit/s Twisted Pair üblich. 5 GBit/s ist im 
Kommen. Von daher sollte man, wenn man sich die Mühe des Neu-Verkabelns 
macht, so verlegen dass man bis zu den 10 GBit/s, die in den nächsten 
Jahren auch für Heimverkabelung zu erwarten sind, kommt. Und das 
bedeutet Cat.6a, geschirmt.

Das ist nicht wirklich viel teurer, vor allem wenn man die ganze Zeit 
für das Bohren, Verputzen etc. anschaut.

von Rolf (rolf22)


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Chandler B. schrieb:
> Vom Router geht ja ein Patchkabel in die Dose rein. Von der Dose ein
> Netzwerkkabel zum Patchfeld vom Patchfeld dann zum Switch und alle
> anderen Ports vom Switch auch wieder aufs patchfeld. Vom Patchfeld dann
> die restlichen Ports wieder zu Netzwerkdosen.

Ok, das hatte ich anders verstanden.

Ein (kleines) Problem bei deiner Lösung ist, dass sämtliche Geräte nur 
über den Switch ins Internet kommen. Der muss praktisch also 24/7 mit 
Strom versorgt werden, darf nicht ausfallen und sollte möglichst kein 
Nadelöhr sein.
Wer weiß, was für Geräte und Nutzungsprofile du in zwei Jahren haben 
wirst. Eine etwas zukunftssichere Lösung sind Doppeldosen mit zwei 
Netzwerkkabel-Anschlüssen. Dann könntest du z. B. den PC direkt, also 
unabhängig vom Switch, mit dem Router verbinden.

Das Verlegen zweier Kabel ist insgesamt nicht viel mehr Arbeit, nur die 
Materialkosten sind etwas höher – aber es ist dann etwas 
zukunftssicherer.

Kommt natürlich alles auf dein konkretes Szenario an – aber das kann 
sich ändern. Ich bin jedenfalls froh, dass ich vor 15 Jahren überall 
doppelte Kabel gelegt habe.

von Rolf (rolf22)


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Wolfgang S. schrieb:
> Heute nimmt man WLAN.

Sagt mein Frisör auch. Bzw. sein Kumpel, der ihm das verraten hat. Dass 
sein Laptop ("Hat Wifi 6, geil, ey!") nicht mal seinen VDSL-Zugang 
auslasten kann, merkt er nicht.

von Lu (oszi45)


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Wolfgang S. schrieb:
> Heute nimmt man WLAN.

Wer Funk kennt, nimmt Kabel.

Chandler B. schrieb:
> ich möchte Netzwerkdosen in unserem Haus verlegen.

Nimm besser Doppeldosen, wenn Du schon die Wand aufschlitzen möchtest. 
Eine Dose pro Raum ist zu wenig, wenn Du auch noch einen Drucker und TV 
anschließen möchtest. Zusätzliche Switche kosten später zusätzlichen 
Strom 365*24h. Früher habe ich gern auf die Seite der Netzmafia 
verwiesen. Sie ist leider verschwunden nach dem Tod von Prof. Plate.

von Reinhard S. (rezz)


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Gerd E. schrieb:
> Von daher sollte man, wenn man sich die Mühe des Neu-Verkabelns
> macht, so verlegen dass man bis zu den 10 GBit/s, die in den nächsten
> Jahren auch für Heimverkabelung zu erwarten sind, kommt. Und das
> bedeutet Cat.6a, geschirmt.

Cat 6A gibts auch als UTP. Und im großen Stil 10G via Kupfer nutzen 
willst du von wegen Energieverbrauch nicht. Von daher, und wenn man 
VDE-konform sein will, ist die Verlegung in Leerrohren das sinnvollste. 
Da kann man dann auch später das Kabel tauschen.

Rolf schrieb:
> Ein (kleines) Problem bei deiner Lösung ist, dass sämtliche Geräte nur
> über den Switch ins Internet kommen. Der muss praktisch also 24/7 mit
> Strom versorgt werden, darf nicht ausfallen und sollte möglichst kein
> Nadelöhr sein.

Das gleiche trifft auf den Router zu. Das sind aber beides Geräte, die 
man sehr leicht ersetzen kann und erwiesenermaßen keine massiven 
Ausfallraten haben.

von Lu (oszi45)


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Reinhard S. schrieb:
> ist die Verlegung in Leerrohren das sinnvollste.

Sinnvoll, falls das störrische CAT7-Kabel um die Ecke geht. Im Zweifel 
lieber eine UP-Dose statt Knick im Rohr. So gesehen sollte er gleich das 
störrische Kabel (statt CAT5) verlegen, bevor alles zugegipst ist.

von Rolf (rolf22)


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Reinhard S. schrieb:
> dass sämtliche Geräte nur
>> über den Switch ins Internet kommen. Der muss praktisch also 24/7 mit
>> Strom versorgt werden, darf nicht ausfallen und sollte möglichst kein
>> Nadelöhr sein.
>
> Das gleiche trifft auf den Router zu. Das sind aber beides Geräte, die
> man sehr leicht ersetzen kann und erwiesenermaßen keine massiven
> Ausfallraten haben.

Den Router braucht man immer, daran kann man nichts ändern. Also muss 
man den nicht in solche Überlegungen einbeziehen.
Ein Gerät weniger ist aber ein Gerät weniger, und wenn es ein 
Netzwerkproblem gibt (muss ja nicht immer ein Defekt sein), dann kann 
mancher froh sein, den Switch und alles, was da dran hängt, einfach 
abschalten und trotzdem noch im Internet nach Informationen suchen oder 
im WebUI des Routers Einstellungen machen zu können.
Was das Nadelöhr angeht: Ein 10-Euro-Gigabit-Switch schafft das Gigabit 
vielleicht nur, wenn nur 2 seiner 5+ Ports aktiv sind.

von Sascha S. (dec)


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Schorsch M. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Und jetzt stell dir
>> mal einen 48-Port-Switch vor
>
> In einem privaten Haus?
>
> Ich habe mein ganzes Haus verkabelt, ohne Patchfeld.
> Vom Router auf einen 8-Port-Switch ergeben 10 nutzbare Ports, feddich.

Das wird aber heute recht eng, bin gerade am sanieren und mir wird ein 
24 Port nicht reichen…
1 zum Modem
2 PV Batterie
3 Wechselrichter
4 oder 5 Kameras (wenn man eh schon alles macht)
3 APs
2 Netzwerkspeicher
2 SatOverIP (oder TV)
1 KNX Bridge
1 Drucker Papier
1 Drucker 3D
4 Elektronikarbeitsplatz für Messtechnik
1 Dockingstation Laptop
Und jetzt habe ich noch keine einzige Dose die nicht belegt ist. 8 ist 
heute ein Witz wenn man schon anfängt und die Möglichkeit hat :)

Grüße

von Peter N. (alv)


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Ich frage mich immer, wozu solche Patchfelder sind, die sowohl als Ein- 
als auch als Ausgang Westernbuchsen haben und keine Elektronik 
dazwischen.

Die Netzwerkstrippen in den Wänden enden ja erstmal in Netzwerkdosen und 
könnten von dort direkt in den Switch gestöpselt werden...

von Schorsch M. (schorschm)


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Sascha S. schrieb:
> Das wird aber heute recht eng, bin gerade am sanieren und mir wird ein
> 24 Port nicht reichen…

Die Hälfte meiner Geräte, wie z.B. Kameras, laufen bei mir zusätzlich 
über WLAN.

Aber bitte, wer mehr braucht...

von Sascha S. (dec)


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Schorsch M. schrieb:
> Sascha S. schrieb:
>> Das wird aber heute recht eng, bin gerade am sanieren und mir wird ein
>> 24 Port nicht reichen…
>
> Die Hälfte meiner Geräte, wie z.B. Kameras, laufen bei mir zusätzlich
> über WLAN.
>
> Aber bitte, wer mehr braucht...

Bei Ethernet mit POE hat man ein Kabel für alles. Warum soll ich dort 
extra Strom hinziehen. Dann doch gleich Datenstrom und Energie über ein 
Kabel.

Grüße

von Schorsch M. (schorschm)


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Sascha S. schrieb:
> Bei Ethernet mit POE hat man ein Kabel für alles. Warum soll ich dort
> extra Strom hinziehen. Dann doch gleich Datenstrom und Energie über ein
> Kabel.

Da hat wohl jeder seine individuellen Bedürfnisse.

Meine Überwachungskameras befinden sich ein gutes Stück vom Haus weg, 
sind aber auf selbiges gerichtet. Dort habe ich zwar Strom 
(Beleuchtung), aber ein Netzkabel dorthin verlegen, ist mir zu 
aufwendig.

Den Strom schalte ich über Shelleys zu bestimmten Zeiten, die müssen 
nicht rund um die Uhr aufzeichnen.

Aber wie gesagt, das sind individuelle Geschichten.

von Nevs (noname_user)


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Peter N. schrieb:
> Ich frage mich immer, wozu solche Patchfelder sind, die sowohl als Ein-
> als auch als Ausgang Westernbuchsen haben und keine Elektronik
> dazwischen.
>
> Die Netzwerkstrippen in den Wänden enden ja erstmal in Netzwerkdosen und
> könnten von dort direkt in den Switch gestöpselt werden...

Weisst du mit dem öffentlichen Netzzugang ins Internet dir damit nicht 
selber zu helfen, oder echt nicht was ein Patchfeld ist? Dann Google mal 
danach, dann wirste vllt. mal fündig wie so ein Bauwerk mit 
strukturierter Verkabelung aufgebaut ist, das gibt es die NW-Dosen nur 
an einem Ende des Kabels und am anderen Ende wird dann wohl was zentral 
sein?
An einem Patchfeld gibt es keine Ein- und Ausgänge.
Aber bei dir kommt wohl auch der Strom nur aus der Steckdose, alles 
davor ist dir Schnuppe?

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Rolf schrieb:
> Eine etwas zukunftssichere Lösung sind Doppeldosen mit zwei
> Netzwerkkabel-Anschlüssen.

Es gibt auch Cat-7-Zwillingsleitungen. Das lässt sich in Kabelschlitzen 
deutlich einfacher verlegen als zwei Einzelleitungen, außer natürlich 
bei Biegungen. Aber da sich die Leitungen gut vereinzeln lassen, ist das 
auch keine Problem.

von Lu (oszi45)


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Andreas S. schrieb:
> Es gibt auch Cat-7-Zwillingsleitungen.

Jaaa, dann fädle die mal schön ins Leerrohr....

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