Hallo zusammen, ich benötige nochmal euren Rat. folgendes Ergebnis soll meine Schaltung am Ende liefern. Ein Atmega 328P läuft im pwr down Modus (Verbrauch paar uA) an einem Li-Io Akku und wird beim Öffnen einer Tür durch einen externen Interrupt (Reed-Sensor) aus dem Tiefschlaf geweckt. (High Signal) Problem: Der Atmega verbraucht aktuell 4,4uA. Der notwendige Pullup Widerstand am digitalen Eingang R2 22k verbraucht im Zustand (Tür geschlossen) bei 4,2V aber 0,19mA. Da die Tür (abgelegenes Gebäude) zu 99% aber geschlossen ist, wollte ich mal fragen, ob es sinnvoll ist den Hauptteil der verfügbaren Akku Kapazität am Pullup zu verheizen und ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt. VG und vielen Dank im voraus.
Türschalter mit bei geschlossenener Tür geöffnetem Kontakt verwenden: https://www.elektrotechnik-schabus.de/products/reed-kontaktschalter-offner-sht-3002?srsltid=AfmBOop-blajHPJw8fGyXu9jhm75PKCTLF-JFR7haw7fElrlh-Hkf45X
Genau, der Reed-Kontakt sollte schließen wenn die Tür geöffnet wird. Ggf. mit einem Transistor die Polrität ändern.
:
Bearbeitet durch User
Olli Z. schrieb: > Ggf. mit einem Transistor die Polrität ändern. Tolle Idee, das würde den Ruhestrom nur noch mehr erhöhen. Reed-Kontakte gibt es als Umschalter, damit hat man auch einen Öffner. Dann sollte man aber einen Pulldown hinzufügen, damit der Eingang nicht schwebt. Welchen Grund hat der 10k in Reihe?
Alex schrieb: > und ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt. Mach das Ganze um zwei Zehnerpotenzen hochohmiger. Dann sinkt der Energieverbrauch über dem Pullup um den Faktor 100. Den Kondensator würde ich in dem Fall auf 220nF erhöhen. Olli Z. schrieb: > Ggf. mit einem Transistor die Polrität ändern. Zeig mal mit einem Schaltplan, wie da was zu sparen sparen wäre. Oliver R. schrieb: > Welchen Grund hat der 10k in Reihe? Tiefpass gegen Störungen.
:
Bearbeitet durch Moderator
Den R2 könnte man auch verdoppeln, also 47K, ausprobieren. Wenn der Reedkontakt offen ist kann man sich aber leichter Störungen einfangen. Bei sehr langen Leitungen kann das ein Problem werden. Deswegen Abgeschirmte Leitungen verwenden. Vielleicht ginge auch was mit CD4050 oder CD4049. Die laufen bis 3V UB.
Alex schrieb: > Der Atmega verbraucht aktuell 4,4uA. Läuft da vielleicht noch irgendwas (Brownout-Detektor, Watchdog, Strom an einen anderen Pin, ...)? > ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt. - Den Sensor wechseln oder ihn anders montieren, wie schon jemand gesagt hat - Mit dem Sensor einen MOSFET schalten, der dann das Signal für den µP liefert - Den Pullup vergrößern - Die Taktfrequenz senken -
Oliver R. schrieb: > Reed-Kontakte gibt es als Umschalter, damit hat man auch einen Öffner. Bei einem Umschalter kann der Reed-Kontakt direkt zwischen VCC und GND umschalten. > Dann sollte man aber einen Pulldown hinzufügen, damit der Eingang nicht > schwebt. Wenn sichergestellt werden kann, dass der Reed-Umschalter immer angeschlossen ist, benötigt man für die paar Mikrosekunden Umschaltzeit keinen Pulldown. Der weitere große Vorteil besteht darin, dass auch bei lange geöffneter Tür die Batterie nicht entladen wird. > Welchen Grund hat der 10k in Reihe? Er stellt mit dem 22 nF-Kondensator einen Tiefpass gegen Störungen und einen ziemlich gut ESD-Schutz dar.
Wie schnell muß denn eine Änderung erkannt werden? Wenn es nicht fast Echtzeit sein muß, kann man den ATMega auch in Intervallen aufwachen lassen, Pull up einschalten und Pin messen. Danach Pull up wieder aus und wieder schlafen legen bis zum nächsten Timer interrupt.
Habe grade mal bei meiner alten Alarmanlage nachgeschaut. Die läuft allerdings mit 12V. Den R2 kannst Du auch locker auf 100K erhöhen. Parallel zum Reed eine Zenerdiode und VDR. Und dann mal den Ruhestrom messen. Ich würde bei einem “Öffner“ bleiben.
Hallo zusammen, ich möchte euch schonmal für all die Rückinfos und Input bedanken. Fritz G. schrieb: > Türschalter mit bei geschlossenener Tür geöffnetem Kontakt verwenden: Das hatte ich auch schon auf dem Schirm. Der aktuell verbaute Reedkontakt (offen bei offneren Tür) hat halt den Scharm, dass man relativ schnell weitere Türen bzw. Fenster per Schleife mit einbinden kann. Des weiteren kann man auch so schneller eine Unterbrechnung in der Leitung feststellen. Lothar M. schrieb: > Mach das Ganze um zwei Zehnerpotenzen hochohmiger. Dann sinkt der > Energieverbrauch über dem Pullup um den Faktor 100. > Den Kondensator würde ich in dem Fall auf 220nF erhöhen. Wenn das funktioniert, klingt das für mich nach der besten Lösung. Ich hatte nur die Befürchtung, dass beim Erhöhen des Pullup die Störanfälligkeit des Digitalen-Eingangs größer wird und es zu Fehlern kommt. Im Netz hatte ich oft von 10k Ohm gelesen, ich dachte mit den 22k bin ich da schon drüber. Aber wenn es mit 2,2MOhm auch funktioniert wäre das top. Thomas B. schrieb: > Deswegen Abgeschirmte Leitungen verwenden. Werde ich berücksichtigen. Rolf schrieb: > Läuft da vielleicht noch irgendwas (Brownout-Detektor, Watchdog, Strom > an einen anderen Pin, ...)? Nicht benutzte Digitale-Eingänge habe ich auf LOW, ADC ist aus, BOD aus. Und dann in den Sleep-Modus. Es kann aber auch gut sein, dass mein Voltcraft Multimeter den Wert im uA Bereich nicht mehr ordentlich abbildet Rolf schrieb: > Die Taktfrequenz senken (um unter die 4,4 µA zu kommen) Ich habe mit Hilfe dieser Anleitung den Bootlader „Atmega328 on a breadboard (8 MHz internal clock)“ drauf gebrannt. https://wolles-elektronikkiste.de/atmega328p-standalone-betreiben Wie ich unter die 8Mhz komme weiß ich leider nicht. Thomas B. schrieb: > Parallel zum Reed eine Zenerdiode und VDR. Alles klar, da muss ich mich aber erstmal belesen was die Funktion der beiden Bauteile ist. VG und vielen Dank, Alex
:
Bearbeitet durch Moderator
Alex schrieb: > Lothar M. schrieb: >> Mach das Ganze um zwei Zehnerpotenzen hochohmiger. Dann sinkt der >> Energieverbrauch über dem Pullup um den Faktor 100. >> Den Kondensator würde ich in dem Fall auf 220nF erhöhen. > Wenn das funktioniert, klingt das für mich nach der besten Lösung. Es wird auch mit 2M2 funktionieren, der Leckstrom des Eingangs ist gering. > Ich hatte nur die Befürchtung, dass beim Erhöhen des Pullup die > Störanfälligkeit des Digitalen-Eingangs größer wird und es zu Fehlern > kommt. Im Netz hatte ich oft von 10k Ohm gelesen, ich dachte mit den 22k > bin ich da schon drüber. Aber wenn es mit 2,2MOhm auch funktioniert wäre > das top. Die Störsicherheit macht bei dir sowieso das RC-Glied mit 10k und dem Kondensator, bei dem ich wie gesagt noch ein paar nF drauflegen würde. Was dieser Kondensator auch macht, ist übrigens eine "Zeitverzögerung", denn nach dem Öffnen des Reedkontakts müssen erst mal ein paar ms vergehen, bis der Kondensator über den 2M2 bis zur Schaltschwelle aufgeladen ist. Alex schrieb: > Wie ich unter die 8Mhz komme weiß ich leider nicht. CLKDIV8 wäre der erste verzweifelte Schritt. Besser wäre ein entsperechend langsamer interner Oszillator: der 328P hat einen 128kHz RC Oszillator, der ist super für Batterieanwwendungen. Dazu dann noch der CLKDIV8, dann wird die SW quasi im SinlgeStep ausgeführt... ;-)
:
Bearbeitet durch Moderator
Alex schrieb: > ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt. Du legst den pull up nicht an VCC sondern einen Portpin. Der ist nur Mikrosekunden wahrend der Auswertung high und sonst low. Die Tur öffnet/schließt sich ja langsam genug, dass man nur jede Sekunde nachgucken muss. Damit sinkt der mittlere Stromverbrauch auf 1/100000. Der C muss naturlich weg an deinem Eingang. Du brauchst nicht msl einen extra PortPin, wenn du den eingebauten pull up des AVR nutzt. Du brauchst dann gar keine zusätzlichen externen Bauteile, nur den Reed der nach Masse schaltet. Auch Reed-Kontakte haben einen Mindeststrom, goldbeschichteten reichen 10uA also der interne pull up von 50-90k.
Alex schrieb: > Der notwendige Pullup Widerstand am > digitalen Eingang R2 22k verbraucht im Zustand (Tür geschlossen) bei > 4,2V aber 0,19mA. Dann aktiviere den Pull-Up doch nur für kurze Zeit. Für den Akku kommt es nicht auf die mA, sondern auf die mAh an. Olli Z. schrieb: > Genau, der Reed-Kontakt sollte schließen wenn die Tür geöffnet wird. Das kann nach hinten losgehen. Ein Kabelbruch kann nicht erkannt werden. Aus Sicht der Elektronik sieh bei einem n.o.-Kontakt ein Kabelbruch genauso aus, wie eine ordnungsgemäß geschlossene Tür. Ob das relevant ist, hängt davon ab, was an dem Kontakt für eine Funktion hängt.
:
Bearbeitet durch User
Lothar M. schrieb: > Alex schrieb: >> Wie ich unter die 8Mhz komme weiß ich leider nicht. > CLKDIV8 wäre der erste verzweifelte Schritt. > Besser wäre ein entsperechend langsamer interner Oszillator: der 328P > hat einen 128kHz RC Oszillator, der ist super für Batterieanwwendungen. > Dazu dann noch der CLKDIV8, dann wird die SW quasi im SinlgeStep > ausgeführt... ;-) Geht noch um Faktor 256 langsamer, dank CLKPR.
Alex schrieb: > Hallo zusammen, > > ich benötige nochmal euren Rat. > > ... Schalte den Pullup mit deinem Reed. An den Mega einen Pulldown im unteren MOhm-Bereich.
Alex schrieb: > hat halt den Scharm, dass man Auah! Alex schrieb: > Ich hatte nur die Befürchtung, dass beim Erhöhen des Pullup die > Störanfälligkeit des Digitalen-Eingangs größer wird und es zu Fehlern > kommt. Du hast einen Mikrocontroller und dessen Software in Deiner Hand. Die Türe wird nicht im Bereich von Zehntelsekunden offen sein, sondern deutlich länger. Also was: Der Impuls kommt, der µC fragt den Kontakt mit ein paar ms Verzögerung erneut ab und legt sich wieder hin - oder eben nicht. Jetzt kommt mir gleich die Frage in den Kopf, was bei geöffneter Tür und später dessen Schließen passiert.
H. H. schrieb: >> CLKDIV8 wäre der erste verzweifelte Schritt. >> Besser wäre ein entsperechend langsamer interner Oszillator: der 328P >> hat einen 128kHz RC Oszillator, der ist super für Batterieanwwendungen. >> Dazu dann noch der CLKDIV8, dann wird die SW quasi im SinlgeStep >> ausgeführt... ;-) > > Geht noch um Faktor 256 langsamer, dank CLKPR. Ihr müsst dem TE dann aber schon sagen, daß ISP Programmierung dann extrem langsam läuft und dem Programmer möglich sein muss und das sich bei etwaigen seriellen Bootloadern die Baudrate drastisch niedrig wird. Schon einen auf WDCLK und CKDIV8 programmierten MC kannste nur mit max. 4kHz ISP Frequenz proggen. Das kann nicht jeder.
Matthias S. schrieb: >> Geht noch um Faktor 256 langsamer, dank CLKPR. > Ihr müsst dem TE dann aber schon sagen, daß ... er gewisse kluge Kommentare ignorieren soll. Mit seinen 4,4µA im sleep kommt er klaglos hin, sein 'Problem' ist an anderer Stelle.
Michael B. schrieb: > Du legst den pull up nicht an VCC sondern einen Portpin. > > Der ist nur Mikrosekunden wahrend der Auswertung high und sonst low. > ... > Auch Reed-Kontakte haben einen Mindeststrom, goldbeschichteten reichen > 10uA also der interne pull up von 50-90k. Da hats ne kleine Misere... 0,0A beim Schalten. Die 22nF(?) direkt an den Kontakt, ~1MOhm an VCC?!
Teo D. schrieb: > Die 22nF(?) direkt an den Kontakt, ~1MOhm an VCC?! Dadurch dass der Kontakt sowieso 99% der Zeit geschlossen ist, braucht man den 22k Pull-Up Widerstand eigentlich in der langen Zeit nicht. Man braucht den 22k Pull-Up Widerstand nur in der kurzen Zeit, wo der Kontakt geöffnet ist. Könnte man nicht mit einer intelligenten Transistorschaltung, in genau dem Moment wo der Kontakt geöffnet wird, den 22k Widerstand mit einem Transistor dazuschalten?
Otto K. schrieb: > Könnte man nicht mit einer intelligenten Transistorschaltung, in genau > dem Moment wo der Kontakt geöffnet wird, den 22k Widerstand mit einem > Transistor dazuschalten? Die braucht doch auch einen Pull-Up oder Pull-Down, denn irgendwas muss doch das Potenzial bei geöffnetem Schalter definieren ... oder? Eine Verbesserung würde ein aktiver Pull-Up bringen. Er lädt den Kondensator bei gleichem Kurzschlussstrom schneller auf.
Otto K. schrieb: > Könnte man nicht mit einer intelligenten Transistorschaltung, in genau > dem Moment wo der Kontakt geöffnet wird, den 22k Widerstand mit einem > Transistor dazuschalten? Genau, so wie Münchhausen sich aus dem Sumpf befreit hat. Alex schrieb: > wollte ich mal fragen ... ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt Das kommt drauf an, in welchem Zeitabstand der Zustand des Kontaktes geprüft werden muss, wie sich die Anlage verhalten soll, falls ein Kabelbruch bzw. -kurzschluss auftritt und wann die Folgen gravierender sind, falls der Zustand nicht richtig erkannt wird.
Rainer W. schrieb: > Otto K. schrieb: >> Könnte man nicht mit einer intelligenten Transistorschaltung, in genau >> dem Moment wo der Kontakt geöffnet wird, den 22k Widerstand mit einem >> Transistor dazuschalten? > > Genau, so wie Münchhausen sich aus dem Sumpf befreit hat Da ich noch eine Woche lang Weihnachtsferien habe, habe ich da mal was erarbeitet. Wenn der Kontakt geschlossen ist, fallen am 10k Lastwiderstand 0 Volt ab, sobald der Kontakt geöffnet wird, fallen am 10k Widerstand 3 Volt ab. Der Spannungsabfall am Lastwiderstand erhöht sich in Wirklichkeit sogar noch auf 3,4 Volt, weil die Eingangsimpedanz vom Atmega sicherlich noch deutlich hochohmiger ist als der 10k Widerstand. Für Q1 nimmt man am besten einen Transistor mit einer hohen Verstärkung, also mit der Endziffer -40. Der Transistor wird also immer genau dann eingeschaltet, wenn man ihn benötigt. Damit kommt man mit einem Ruhestrom, durch den 1M Pull-Up Widerstand, von nur 4 uA aus. Man müsste dem Atmega eben nur sagen, dass er alle Spannungen größer 2 Volt, als high-Signal auswerten soll.
:
Bearbeitet durch User
Otto K. schrieb: > habe ich da mal was erarbeitet. Ich erkenne nicht den Vorteil im Vergleich zum einfachen 1M Pull Widerstand direkt am hochohmigen Eingang des Mikrocontrollers.
:
Bearbeitet durch User
Der R1 ist da außerdem zuviel drin. den braucht es nicht. Sonst kommt PD2 unter Umständen nie auf Lo-Pegel.
Thomas S. schrieb: > Der R1 ist da außerdem zuviel drin. den braucht es nicht. Sonst kommt > PD2 unter Umständen nie auf Lo-Pegel. Auf welche Schaltung beziehst du diese Annahme?
Wird hier jetzt an einer Ruby-Goldberg-Machine gearbeitet?
Das ist der Tiefpass. Der sollte so bleiben. Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern.
Alex schrieb: > Li-Io Akku und wird beim Öffnen einer Tür durch einen externen Interrupt > (Reed-Sensor) aus dem Tiefschlaf geweckt. (High Signal) > > Problem: > Der Atmega verbraucht aktuell 4,4uA. Der notwendige Pullup Widerstand am > digitalen Eingang R2 22k verbraucht im Zustand (Tür geschlossen) bei Wie wäre es, den Pullupwiderstand an einen Portpin statt an Vcc zu hängen? uC alle x ms aufwecken, Pulluppin auf High, messen, Pulluppin auf Low u.s.w. Da geht der Stromverbrauch auch runter. Gruß Gunther
Wieso nicht einfach Vcc des 328P mit dem Reedkontakt schalten?
Loco M. schrieb: > Wieso nicht einfach Vcc des 328P mit dem Reedkontakt schalten? Weil er beim Öffnen des Kontaktes aktiv werden soll. Wahrscheinlich soll er dann auch länger laufen, als die Türe offen steht.
:
Bearbeitet durch User
Nemopuk schrieb: > Ich erkenne nicht den Vorteil im Vergleich zum einfachen 1M Pull > Widerstand direkt am hochohmigen Eingang des Mikrocontrollers. Der direkte 1M Pull-Up Widerstand am Atmega-Eingang hat eventuell einen zu hohen Spannungsabfall, während am Transistor immer konstant 0,6 Volt abfallen. Norbert schrieb: > Wird hier jetzt an einer Ruby-Goldberg-Machine gearbeitet? https://youtu.be/VpLDfkLBJ0Q?si=KOOanNa0346LQ3sv
Thomas B. schrieb: > Das ist der Tiefpass. Vermeide es, Markierten Text zu zitieren - man könnte je erkennen, um was es geht. > Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern. Da die Signalquelle sehr langsam ist, filtert die Software.
Hallo zusammen, nochmal Danke an alle, die sich mit dem Thema beschäftigt und mir geholfen haben. Das sich Leute in Ihrer Freizeit hinsetzen und anderen helfen und sogar Zeichnungen/Schaltpläne entwerfen finde ich bewundernswert. 1000 thx Manfred P. schrieb: > Du hast einen Mikrocontroller und dessen Software in Deiner Hand. Die > Türe wird nicht im Bereich von Zehntelsekunden offen sein, sondern > deutlich länger. > > Also was: Der Impuls kommt, der µC fragt den Kontakt mit ein paar ms > Verzögerung erneut ab und legt sich wieder hin - oder eben nicht. Dieser Hinweis hat mir sehr geholfen. Sollte durch den 2M2 Ohm Pullup (anfälliger auf Störungen) der Interrupt fälschlicherweise doch mal auslösen, prüfe ich jetzt mit weiteren Abfragen den Zustand des Eingangs. Ist die Tür also tatsächlich noch geschlossen, geht der Atmega wieder in den Sleep-Mode. Manfred P. schrieb: > ... er gewisse kluge Kommentare ignorieren soll. Mit seinen 4,4µA im > sleep kommt er klaglos hin, sein 'Problem' ist an anderer Stelle. Das stimmt wohl. War für mich trotzdem interessant, dass es noch depper geht. ;-) Otto K. schrieb: > Dadurch dass der Kontakt sowieso 99% der Zeit geschlossen ist, braucht > man den 22k Pull-Up Widerstand eigentlich in der langen Zeit nicht. Man > braucht den 22k Pull-Up Widerstand nur in der kurzen Zeit, wo der > Kontakt geöffnet ist. Ich verwende den digitalen Eingang als Interrupt. (RISING to trigger when the pin goes from low to high). Damit der Atmega den RISING Impuls korrekt erkennen kann, wird der Eingang durch den Pullup im Schaltmoment auf HIGH gezogen. Meine Annahme war, dass der Interrupt ohne den Pullup bzw. mit einem Pullup der erst nach dem Interrupt zugeschalten wird (zusätzlicher Port-Pin) nicht korrekt funktioniert. Deshalb habe ich den Pullup dirket an VCC. Nemopuk schrieb: >> Wieso nicht einfach Vcc des 328P mit dem Reedkontakt schalten? > > Weil er beim Öffnen des Kontaktes aktiv werden soll. Wahrscheinlich soll > er dann auch länger laufen, als die Türe offensteht. Korrekt. Nach dem Aufwachen starten weitere Anweisungen. Gunther M. schrieb: > Wie wäre es, den Pullupwiderstand an einen Portpin statt an Vcc zu > hängen? > uC alle x ms aufwecken, Pulluppin auf High, messen, Pulluppin auf Low > u.s.w. > Da geht der Stromverbrauch auch runter. Die Tür ist zu 99% geschlossen. Damit befindet sich der Atmega auch zu 99% im sleep-mode. Die Tür durch ständiges An- und Abschalten zu Überwachen sollte mehr Stromverbrauchen. Der Türzustand müsste ja mind. alle 5-10sec. abgefragt werden. Sonst könnte ich in der Zeit die Tür öffnen und schließen und der Atmega würde es nicht mitbekommen. Manfred P. schrieb: >> Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern. > > Da die Signalquelle sehr langsam ist, filtert die Software. Es wäre top, wenn man auf den Tiefpass verzichten könnten. Der Verlauf im Forum hier war aber eher pro Tiefpass. Ich weiß auch nicht wie man das in der Software realisieren könnte außer den Zustand des Eingangs mehrfach abzufragen.
Alex schrieb: > Manfred P. schrieb: >>> Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern. Thomas B. schrieb: > Das ist der Tiefpass. > Der sollte so bleiben. > Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern. Leider falsch zitiert. He Leute bleibt doch fair.
Am Besten fand ich den Vorschlag von Michael B laberkopp
Carypt C. schrieb: > Am Besten fand ich den Vorschlag von Michael B laberkopp Der Vorschlag vom Labakopp klingt zwar verlockend, aber bedenke dass der Atmega 328P jede Sekunde aufgeweckt werden muss. Und eine Sekunde ist eine verdamt lange Zeit. Die genügt um die Tür einen Spalt breit zu öffnen, um einen Silvesterböller durch den Spalt zu werfen, ohne dass der Alarm ausgelöst wird. Da ist mein Vorschlag schon deutlich besser, denn bei meinem Vorschlag wird der Atmega sofort über das niederohmige Highsignal geweckt, welches über den Impedanzwandler erst niederomig wird, wenn der Kontakt geöffnet wird. Das ist ja gerade der Trick von meiner "Otto-Spezialschaltung".
Gunther M. schrieb: > Wie wäre es, den Pullupwiderstand an einen Portpin statt an Vcc zu > hängen? Der Vorschlag wurde mit -1 bewertet, von welchem "Experten" auch immer. Man bräuchte nicht einmal einen zusätzlichen GPIO. Ein kleiner Kondensator parallel zum Kontakt würde reichen. Rainer W. schrieb: > Dann aktiviere den Pull-Up doch nur für kurze Zeit. Alex schrieb: > Ich weiß auch nicht wie man das in der Software realisieren könnte > außer den Zustand des Eingangs mehrfach abzufragen. Ein in Software realisierter Tiefpass lebt davon, dass das Eingangssignal regelmäßig abgefragt wird. Falls man das nicht möchte, bleibt nur der Tiefpass als Hardware. Letztere Variante würde gleichzeitig auch einen ESD-Schutz bieten.
:
Bearbeitet durch User
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.


