Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Pullup-Widerstand Stromverbrauch zu hoch


von Alex (alex2015)


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Hallo zusammen,

ich benötige nochmal euren Rat.

folgendes Ergebnis soll meine Schaltung am Ende liefern.
Ein Atmega 328P läuft im pwr down Modus (Verbrauch paar uA) an einem 
Li-Io Akku und wird beim Öffnen einer Tür durch einen externen Interrupt 
(Reed-Sensor) aus dem Tiefschlaf geweckt. (High Signal)

Problem:
Der Atmega verbraucht aktuell 4,4uA. Der notwendige Pullup Widerstand am 
digitalen Eingang R2 22k verbraucht im Zustand (Tür geschlossen) bei 
4,2V aber 0,19mA. Da die Tür (abgelegenes Gebäude) zu 99% aber 
geschlossen ist, wollte ich mal fragen, ob es sinnvoll ist den Hauptteil 
der verfügbaren Akku Kapazität am Pullup zu verheizen und ob es ggf. 
noch eine andere Möglichkeit gibt.

VG und vielen Dank im voraus.

von Fritz G. (fritz65)


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von Olli Z. (z80freak)


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Genau, der Reed-Kontakt sollte schließen wenn die Tür geöffnet wird. 
Ggf. mit einem Transistor die Polrität ändern.

: Bearbeitet durch User
von Oliver R. (orb)


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Olli Z. schrieb:
> Ggf. mit einem Transistor die Polrität ändern.

Tolle Idee, das würde den Ruhestrom nur noch mehr erhöhen.

Reed-Kontakte gibt es als Umschalter, damit hat man auch einen Öffner.
Dann sollte man aber einen Pulldown hinzufügen, damit der Eingang nicht 
schwebt.

Welchen Grund hat der 10k in Reihe?

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Alex schrieb:
> und ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt.
Mach das Ganze um zwei Zehnerpotenzen hochohmiger. Dann sinkt der 
Energieverbrauch über dem Pullup um den Faktor 100.
Den Kondensator würde ich in dem Fall auf 220nF erhöhen.

Olli Z. schrieb:
> Ggf. mit einem Transistor die Polrität ändern.
Zeig mal mit einem Schaltplan, wie da was zu sparen sparen wäre.

Oliver R. schrieb:
> Welchen Grund hat der 10k in Reihe?
Tiefpass gegen Störungen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Thomas B. (thombde)


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Den R2 könnte man auch verdoppeln, also 47K, ausprobieren.
Wenn der Reedkontakt offen ist kann man sich aber leichter Störungen 
einfangen.
Bei sehr langen Leitungen kann das ein Problem werden.
Deswegen Abgeschirmte Leitungen verwenden.
Vielleicht ginge auch was mit CD4050 oder CD4049.
Die laufen bis 3V  UB.

von Rolf (rolf22)


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Alex schrieb:
> Der Atmega verbraucht aktuell 4,4uA.

Läuft da vielleicht noch irgendwas (Brownout-Detektor, Watchdog, Strom 
an einen anderen Pin, ...)?

> ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt.

- Den Sensor wechseln oder ihn anders montieren, wie schon jemand gesagt 
hat
- Mit dem Sensor einen MOSFET schalten, der dann das Signal für den µP 
liefert
- Den Pullup vergrößern
- Die Taktfrequenz senken
-

von Rolf (rolf22)


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Rolf schrieb:
> Die Taktfrequenz senken (um unter die 4,4 µA zu kommen)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Oliver R. schrieb:
> Reed-Kontakte gibt es als Umschalter, damit hat man auch einen Öffner.

Bei einem Umschalter kann der Reed-Kontakt direkt zwischen VCC und GND 
umschalten.

> Dann sollte man aber einen Pulldown hinzufügen, damit der Eingang nicht
> schwebt.

Wenn sichergestellt werden kann, dass der Reed-Umschalter immer 
angeschlossen ist, benötigt man für die paar Mikrosekunden Umschaltzeit 
keinen Pulldown.

Der weitere große Vorteil besteht darin, dass auch bei lange geöffneter 
Tür die Batterie nicht entladen wird.

> Welchen Grund hat der 10k in Reihe?

Er stellt mit dem 22 nF-Kondensator einen Tiefpass gegen Störungen und 
einen ziemlich gut ESD-Schutz dar.

von Schwierig (ruelps)


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Wie schnell muß denn eine Änderung erkannt werden?

Wenn es nicht fast Echtzeit sein muß, kann man den ATMega auch in 
Intervallen aufwachen lassen, Pull up einschalten und Pin messen. Danach 
Pull up wieder aus und wieder schlafen legen bis zum nächsten Timer 
interrupt.

von Thomas B. (thombde)


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Habe grade mal bei meiner alten Alarmanlage nachgeschaut.
Die läuft allerdings mit 12V.
Den R2 kannst Du auch locker auf 100K erhöhen.
Parallel zum Reed eine Zenerdiode und VDR.
Und dann mal den Ruhestrom messen.
Ich würde bei einem “Öffner“ bleiben.

von Alex (alex2015)


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Hallo zusammen,

ich möchte euch schonmal für all die Rückinfos und Input bedanken.

Fritz G. schrieb:
> Türschalter mit bei geschlossenener Tür geöffnetem Kontakt verwenden:

Das hatte ich auch schon auf dem Schirm. Der aktuell verbaute 
Reedkontakt (offen bei offneren Tür) hat halt den Scharm, dass man 
relativ schnell weitere Türen bzw. Fenster per Schleife mit einbinden 
kann. Des weiteren kann man auch so schneller eine Unterbrechnung in der 
Leitung feststellen.

Lothar M. schrieb:
> Mach das Ganze um zwei Zehnerpotenzen hochohmiger. Dann sinkt der
> Energieverbrauch über dem Pullup um den Faktor 100.
> Den Kondensator würde ich in dem Fall auf 220nF erhöhen.

Wenn das funktioniert, klingt das für mich nach der besten Lösung.
Ich hatte nur die Befürchtung, dass beim Erhöhen des Pullup die 
Störanfälligkeit des Digitalen-Eingangs größer wird und es zu Fehlern 
kommt. Im Netz hatte ich oft von 10k Ohm gelesen, ich dachte mit den 22k 
bin ich da schon drüber. Aber wenn es mit 2,2MOhm auch funktioniert wäre 
das top.

Thomas B. schrieb:
> Deswegen Abgeschirmte Leitungen verwenden.
Werde ich berücksichtigen.

Rolf schrieb:
> Läuft da vielleicht noch irgendwas (Brownout-Detektor, Watchdog, Strom
> an einen anderen Pin, ...)?
Nicht benutzte Digitale-Eingänge habe ich auf LOW, ADC ist aus, BOD aus.
Und dann in den Sleep-Modus. Es kann aber auch gut sein, dass mein 
Voltcraft Multimeter den Wert im uA Bereich nicht mehr ordentlich 
abbildet

Rolf schrieb:
> Die Taktfrequenz senken (um unter die 4,4 µA zu kommen)
Ich habe mit Hilfe dieser Anleitung den Bootlader „Atmega328 on a 
breadboard (8 MHz internal clock)“ drauf gebrannt.
https://wolles-elektronikkiste.de/atmega328p-standalone-betreiben
Wie ich unter die 8Mhz komme weiß ich leider nicht.

Thomas B. schrieb:
> Parallel zum Reed eine Zenerdiode und VDR.
Alles klar, da muss ich mich aber erstmal belesen was die Funktion der 
beiden Bauteile ist.

VG und vielen Dank,
Alex

: Bearbeitet durch Moderator
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Alex schrieb:
> Lothar M. schrieb:
>> Mach das Ganze um zwei Zehnerpotenzen hochohmiger. Dann sinkt der
>> Energieverbrauch über dem Pullup um den Faktor 100.
>> Den Kondensator würde ich in dem Fall auf 220nF erhöhen.
> Wenn das funktioniert, klingt das für mich nach der besten Lösung.
Es wird auch mit 2M2 funktionieren, der Leckstrom des Eingangs ist 
gering.

> Ich hatte nur die Befürchtung, dass beim Erhöhen des Pullup die
> Störanfälligkeit des Digitalen-Eingangs größer wird und es zu Fehlern
> kommt. Im Netz hatte ich oft von 10k Ohm gelesen, ich dachte mit den 22k
> bin ich da schon drüber. Aber wenn es mit 2,2MOhm auch funktioniert wäre
> das top.
Die Störsicherheit macht bei dir sowieso das RC-Glied mit 10k und dem 
Kondensator, bei dem ich wie gesagt noch ein paar nF drauflegen würde.

Was dieser Kondensator auch macht, ist übrigens eine "Zeitverzögerung", 
denn nach dem Öffnen des Reedkontakts müssen erst mal ein paar ms 
vergehen, bis der Kondensator über den 2M2 bis zur Schaltschwelle 
aufgeladen ist.

Alex schrieb:
> Wie ich unter die 8Mhz komme weiß ich leider nicht.
CLKDIV8 wäre der erste verzweifelte Schritt.
Besser wäre ein entsperechend langsamer interner Oszillator: der 328P 
hat einen 128kHz RC Oszillator, der ist super für Batterieanwwendungen. 
Dazu dann noch der CLKDIV8, dann wird die SW quasi im SinlgeStep 
ausgeführt... ;-)

: Bearbeitet durch Moderator
von Michael B. (laberkopp)


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Alex schrieb:
> ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt.

Du legst den pull up nicht an VCC sondern einen Portpin.

Der ist nur Mikrosekunden wahrend der Auswertung high und sonst low.

Die Tur öffnet/schließt sich ja langsam genug, dass man nur jede Sekunde 
nachgucken muss.

Damit sinkt der mittlere Stromverbrauch auf 1/100000. Der C muss 
naturlich weg an deinem Eingang.

Du brauchst nicht msl einen extra PortPin, wenn du den eingebauten pull 
up des AVR nutzt. Du brauchst dann gar keine zusätzlichen externen 
Bauteile, nur den Reed der nach Masse schaltet.

Auch Reed-Kontakte haben einen Mindeststrom, goldbeschichteten reichen 
10uA also der interne pull up von 50-90k.

von Rainer W. (rawi)


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Alex schrieb:
> Der notwendige Pullup Widerstand am
> digitalen Eingang R2 22k verbraucht im Zustand (Tür geschlossen) bei
> 4,2V aber 0,19mA.

Dann aktiviere den Pull-Up doch nur für kurze Zeit. Für den Akku kommt 
es nicht auf die mA, sondern auf die mAh an.

Olli Z. schrieb:
> Genau, der Reed-Kontakt sollte schließen wenn die Tür geöffnet wird.

Das kann nach hinten losgehen. Ein Kabelbruch kann nicht erkannt werden. 
Aus Sicht der Elektronik sieh bei einem n.o.-Kontakt ein Kabelbruch 
genauso aus, wie eine ordnungsgemäß geschlossene Tür.
Ob das relevant ist, hängt davon ab, was an dem Kontakt für eine 
Funktion hängt.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Lothar M. schrieb:
> Alex schrieb:
>> Wie ich unter die 8Mhz komme weiß ich leider nicht.
> CLKDIV8 wäre der erste verzweifelte Schritt.
> Besser wäre ein entsperechend langsamer interner Oszillator: der 328P
> hat einen 128kHz RC Oszillator, der ist super für Batterieanwwendungen.
> Dazu dann noch der CLKDIV8, dann wird die SW quasi im SinlgeStep
> ausgeführt... ;-)

Geht noch um Faktor 256 langsamer, dank CLKPR.

von Roland E. (roland0815)


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Alex schrieb:
> Hallo zusammen,
>
> ich benötige nochmal euren Rat.
>
> ...

Schalte den Pullup mit deinem Reed. An den Mega einen Pulldown im 
unteren MOhm-Bereich.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Alex schrieb:
> hat halt den Scharm, dass man

Auah!

Alex schrieb:
> Ich hatte nur die Befürchtung, dass beim Erhöhen des Pullup die
> Störanfälligkeit des Digitalen-Eingangs größer wird und es zu Fehlern
> kommt.

Du hast einen Mikrocontroller und dessen Software in Deiner Hand. Die 
Türe wird nicht im Bereich von Zehntelsekunden offen sein, sondern 
deutlich länger.

Also was: Der Impuls kommt, der µC fragt den Kontakt mit ein paar ms 
Verzögerung erneut ab und legt sich wieder hin - oder eben nicht.

Jetzt kommt mir gleich die Frage in den Kopf, was bei geöffneter Tür und 
später dessen Schließen passiert.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H. H. schrieb:
>> CLKDIV8 wäre der erste verzweifelte Schritt.
>> Besser wäre ein entsperechend langsamer interner Oszillator: der 328P
>> hat einen 128kHz RC Oszillator, der ist super für Batterieanwwendungen.
>> Dazu dann noch der CLKDIV8, dann wird die SW quasi im SinlgeStep
>> ausgeführt... ;-)
>
> Geht noch um Faktor 256 langsamer, dank CLKPR.

Ihr müsst dem TE dann aber schon sagen, daß ISP Programmierung dann 
extrem langsam läuft und dem Programmer möglich sein muss und das sich 
bei etwaigen seriellen Bootloadern die Baudrate drastisch niedrig wird. 
Schon einen auf WDCLK und CKDIV8 programmierten MC kannste nur mit max. 
4kHz ISP Frequenz proggen. Das kann nicht jeder.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Matthias S. schrieb:
>> Geht noch um Faktor 256 langsamer, dank CLKPR.
> Ihr müsst dem TE dann aber schon sagen, daß

... er gewisse kluge Kommentare ignorieren soll. Mit seinen 4,4µA im 
sleep kommt er klaglos hin, sein 'Problem' ist an anderer Stelle.

von Teo D. (teoderix)


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Michael B. schrieb:
> Du legst den pull up nicht an VCC sondern einen Portpin.
>
> Der ist nur Mikrosekunden wahrend der Auswertung high und sonst low.
> ...
> Auch Reed-Kontakte haben einen Mindeststrom, goldbeschichteten reichen
> 10uA also der interne pull up von 50-90k.


Da hats ne kleine Misere... 0,0A beim Schalten.

Die 22nF(?) direkt an den Kontakt, ~1MOhm an VCC?!

von Otto K. (opto_pussy)


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Teo D. schrieb:
> Die 22nF(?) direkt an den Kontakt, ~1MOhm an VCC?!

Dadurch dass der Kontakt sowieso 99% der Zeit geschlossen ist, braucht 
man den 22k Pull-Up Widerstand eigentlich in der langen Zeit nicht. Man 
braucht den 22k Pull-Up Widerstand nur in der kurzen Zeit, wo der 
Kontakt geöffnet ist.

Könnte man nicht mit einer intelligenten Transistorschaltung, in genau 
dem Moment wo der Kontakt geöffnet wird, den 22k Widerstand mit einem 
Transistor dazuschalten?

von Martin (don_martin)


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Otto K. schrieb:

> Könnte man nicht mit einer intelligenten Transistorschaltung, in genau
> dem Moment wo der Kontakt geöffnet wird, den 22k Widerstand mit einem
> Transistor dazuschalten?
Die braucht doch auch einen Pull-Up oder Pull-Down, denn irgendwas muss 
doch das Potenzial bei geöffnetem Schalter definieren ... oder?

Eine Verbesserung würde ein aktiver Pull-Up bringen. Er lädt den 
Kondensator bei gleichem Kurzschlussstrom schneller auf.

von Rainer W. (rawi)


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Otto K. schrieb:
> Könnte man nicht mit einer intelligenten Transistorschaltung, in genau
> dem Moment wo der Kontakt geöffnet wird, den 22k Widerstand mit einem
> Transistor dazuschalten?

Genau, so wie Münchhausen sich aus dem Sumpf befreit hat.

Alex schrieb:
> wollte ich mal fragen ... ob es ggf. noch eine andere Möglichkeit gibt

Das kommt drauf an, in welchem Zeitabstand der Zustand des Kontaktes 
geprüft werden muss, wie sich die Anlage verhalten soll, falls ein 
Kabelbruch bzw. -kurzschluss auftritt und wann die Folgen gravierender 
sind, falls der Zustand nicht richtig erkannt wird.

von Otto K. (opto_pussy)


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Rainer W. schrieb:
> Otto K. schrieb:
>> Könnte man nicht mit einer intelligenten Transistorschaltung, in genau
>> dem Moment wo der Kontakt geöffnet wird, den 22k Widerstand mit einem
>> Transistor dazuschalten?
>
> Genau, so wie Münchhausen sich aus dem Sumpf befreit hat

Da ich noch eine Woche lang Weihnachtsferien habe, habe ich da mal was 
erarbeitet.

Wenn der Kontakt geschlossen ist, fallen am 10k Lastwiderstand 0 Volt 
ab, sobald der Kontakt geöffnet wird, fallen am 10k Widerstand 3 Volt 
ab. Der Spannungsabfall am Lastwiderstand erhöht sich in Wirklichkeit 
sogar noch auf 3,4 Volt, weil die Eingangsimpedanz vom Atmega sicherlich 
noch deutlich hochohmiger ist als der 10k Widerstand. Für Q1 nimmt man 
am besten einen Transistor mit einer hohen Verstärkung, also mit der 
Endziffer -40.

Der Transistor wird also immer genau dann eingeschaltet, wenn man ihn 
benötigt. Damit kommt man mit einem Ruhestrom, durch den 1M Pull-Up 
Widerstand, von nur 4 uA aus.

Man müsste dem Atmega eben nur sagen, dass er alle Spannungen größer 2 
Volt, als high-Signal auswerten soll.

: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Otto K. schrieb:
> habe ich da mal was erarbeitet.

Ich erkenne nicht den Vorteil im Vergleich zum einfachen 1M Pull 
Widerstand direkt am hochohmigen Eingang des Mikrocontrollers.

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Der R1 ist da außerdem zuviel drin. den braucht es nicht. Sonst kommt 
PD2 unter Umständen nie auf Lo-Pegel.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas S. schrieb:
> Der R1 ist da außerdem zuviel drin. den braucht es nicht. Sonst kommt
> PD2 unter Umständen nie auf Lo-Pegel.
Auf welche Schaltung beziehst du diese Annahme?

von Norbert (der_norbert)


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Wird hier jetzt an einer Ruby-Goldberg-Machine gearbeitet?

von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Lothar M. schrieb:
> Auf welche Schaltung beziehst du diese Annahme?

Auf sein erstes Posting.

von Thomas B. (thombde)


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Das ist der Tiefpass.
Der sollte so bleiben.
Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern.

von Gunther M. (gunther_m)


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Alex schrieb:
> Li-Io Akku und wird beim Öffnen einer Tür durch einen externen Interrupt
> (Reed-Sensor) aus dem Tiefschlaf geweckt. (High Signal)
>
> Problem:
> Der Atmega verbraucht aktuell 4,4uA. Der notwendige Pullup Widerstand am
> digitalen Eingang R2 22k verbraucht im Zustand (Tür geschlossen) bei

Wie wäre es, den Pullupwiderstand an einen Portpin statt an Vcc zu 
hängen?
uC alle x ms aufwecken, Pulluppin auf High, messen, Pulluppin auf Low 
u.s.w.
Da geht der Stromverbrauch auch runter.

Gruß
Gunther

von Loco M. (loco)


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Wieso nicht einfach Vcc des 328P mit dem Reedkontakt schalten?

von Nemopuk (nemopuk)


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Loco M. schrieb:
> Wieso nicht einfach Vcc des 328P mit dem Reedkontakt schalten?

Weil er beim Öffnen des Kontaktes aktiv werden soll. Wahrscheinlich soll 
er dann auch länger laufen, als die Türe offen steht.

: Bearbeitet durch User
von Otto K. (opto_pussy)


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Nemopuk schrieb:
> Ich erkenne nicht den Vorteil im Vergleich zum einfachen 1M Pull
> Widerstand direkt am hochohmigen Eingang des Mikrocontrollers.

Der direkte 1M Pull-Up Widerstand am Atmega-Eingang hat eventuell einen 
zu hohen Spannungsabfall, während am Transistor immer konstant 0,6 Volt 
abfallen.

Norbert schrieb:
> Wird hier jetzt an einer Ruby-Goldberg-Machine gearbeitet?

https://youtu.be/VpLDfkLBJ0Q?si=KOOanNa0346LQ3sv

von Manfred P. (pruckelfred)


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Thomas B. schrieb:
> Das ist der Tiefpass.

Vermeide es, Markierten Text zu zitieren - man könnte je erkennen, um 
was es geht.

> Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern.

Da die Signalquelle sehr langsam ist, filtert die Software.

von Alex (alex2015)


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Hallo zusammen,

nochmal Danke an alle, die sich mit dem Thema beschäftigt und mir 
geholfen haben. Das sich Leute in Ihrer Freizeit hinsetzen und anderen 
helfen und sogar Zeichnungen/Schaltpläne entwerfen finde ich 
bewundernswert. 1000 thx

Manfred P. schrieb:
> Du hast einen Mikrocontroller und dessen Software in Deiner Hand. Die
> Türe wird nicht im Bereich von Zehntelsekunden offen sein, sondern
> deutlich länger.
>
> Also was: Der Impuls kommt, der µC fragt den Kontakt mit ein paar ms
> Verzögerung erneut ab und legt sich wieder hin - oder eben nicht.

Dieser Hinweis hat mir sehr geholfen. Sollte durch den 2M2 Ohm Pullup 
(anfälliger auf Störungen) der Interrupt fälschlicherweise doch mal 
auslösen, prüfe ich jetzt mit weiteren Abfragen den Zustand des 
Eingangs. Ist die Tür also tatsächlich noch geschlossen, geht der Atmega 
wieder in den Sleep-Mode.

Manfred P. schrieb:
> ... er gewisse kluge Kommentare ignorieren soll. Mit seinen 4,4µA im
> sleep kommt er klaglos hin, sein 'Problem' ist an anderer Stelle.

Das stimmt wohl. War für mich trotzdem interessant, dass es noch depper 
geht. ;-)

Otto K. schrieb:
> Dadurch dass der Kontakt sowieso 99% der Zeit geschlossen ist, braucht
> man den 22k Pull-Up Widerstand eigentlich in der langen Zeit nicht. Man
> braucht den 22k Pull-Up Widerstand nur in der kurzen Zeit, wo der
> Kontakt geöffnet ist.

Ich verwende den digitalen Eingang als Interrupt. (RISING to trigger 
when the pin goes from low to high). Damit der Atmega den RISING Impuls 
korrekt erkennen kann, wird der Eingang durch den Pullup im Schaltmoment 
auf HIGH gezogen. Meine Annahme war, dass der Interrupt ohne den Pullup 
bzw. mit einem Pullup der erst nach dem Interrupt zugeschalten wird 
(zusätzlicher Port-Pin) nicht korrekt funktioniert. Deshalb habe ich den 
Pullup dirket an VCC.

Nemopuk schrieb:
>> Wieso nicht einfach Vcc des 328P mit dem Reedkontakt schalten?
>
> Weil er beim Öffnen des Kontaktes aktiv werden soll. Wahrscheinlich soll
> er dann auch länger laufen, als die Türe offensteht.

Korrekt. Nach dem Aufwachen starten weitere Anweisungen.

Gunther M. schrieb:
> Wie wäre es, den Pullupwiderstand an einen Portpin statt an Vcc zu
> hängen?
> uC alle x ms aufwecken, Pulluppin auf High, messen, Pulluppin auf Low
> u.s.w.
> Da geht der Stromverbrauch auch runter.

Die Tür ist zu 99% geschlossen. Damit befindet sich der Atmega auch zu 
99% im sleep-mode. Die Tür durch ständiges An- und Abschalten zu 
Überwachen sollte mehr Stromverbrauchen. Der Türzustand müsste ja mind. 
alle 5-10sec. abgefragt werden. Sonst könnte ich in der Zeit die Tür 
öffnen und schließen und der Atmega würde es nicht mitbekommen.

Manfred P. schrieb:
>> Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern.
>
> Da die Signalquelle sehr langsam ist, filtert die Software.
Es wäre top, wenn man auf den Tiefpass verzichten könnten. Der Verlauf 
im Forum hier war aber eher pro Tiefpass. Ich weiß auch nicht wie man 
das in der Software realisieren könnte außer den Zustand des Eingangs 
mehrfach abzufragen.

von Thomas B. (thombde)


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Alex schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>>> Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern.

Thomas B. schrieb:
> Das ist der Tiefpass.
> Der sollte so bleiben.
> Bisschen Dreck muss man da schon rausfiltern.

Leider falsch zitiert.
He Leute bleibt doch fair.

von Carypt C. (carypt)


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Am Besten fand ich den Vorschlag von Michael B laberkopp

von Otto K. (opto_pussy)


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Carypt C. schrieb:
> Am Besten fand ich den Vorschlag von Michael B laberkopp

Der Vorschlag vom Labakopp klingt zwar verlockend, aber bedenke dass der 
Atmega 328P jede Sekunde aufgeweckt werden muss. Und eine Sekunde ist 
eine verdamt lange Zeit. Die genügt um die Tür einen Spalt breit zu 
öffnen, um einen Silvesterböller durch den Spalt zu werfen, ohne dass 
der Alarm ausgelöst wird.

Da ist mein Vorschlag schon deutlich besser, denn bei meinem Vorschlag 
wird der Atmega sofort über das niederohmige Highsignal geweckt, welches 
über den Impedanzwandler erst niederomig wird, wenn der Kontakt geöffnet 
wird. Das ist ja gerade der Trick von meiner "Otto-Spezialschaltung".

von Rainer W. (rawi)


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Gunther M. schrieb:
> Wie wäre es, den Pullupwiderstand an einen Portpin statt an Vcc zu
> hängen?

Der Vorschlag wurde mit -1 bewertet, von welchem "Experten" auch immer.
Man bräuchte nicht einmal einen zusätzlichen GPIO. Ein kleiner 
Kondensator parallel zum Kontakt würde reichen.

Rainer W. schrieb:
> Dann aktiviere den Pull-Up doch nur für kurze Zeit.

Alex schrieb:
> Ich weiß auch nicht wie man das in der Software realisieren könnte
> außer den Zustand des Eingangs mehrfach abzufragen.

Ein in Software realisierter Tiefpass lebt davon, dass das 
Eingangssignal regelmäßig abgefragt wird. Falls man das nicht möchte, 
bleibt nur der Tiefpass als Hardware. Letztere Variante würde 
gleichzeitig auch einen ESD-Schutz bieten.

: Bearbeitet durch User
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