Guten Morgen, ich versuche den Snubber eines Bucks anzupassen mittels Guide von TI: https://www.ti.com/document-viewer/lit/html/SSZTBC7 Ich hab allerdings ein Problem und mir ist nicht klar, wo das herkommt. Bild 1 zeigt den default Snubber, der sehr knapp innerhalb der absolute maximum ratings liegt. Bild 2 ist ein überdämpfter Snubber, bei dem mir nicht klar ist, wieso plötzlich der zweite Peak höher als der erste ist. 🤔 Ich kann den Snubber so tunen, dass beide Peaks gleiche Amplitude haben, aber dann ist der Effekt des Snubbers verhältnismäßig klein und ich wäre gerne weiter von den abs-max-ratings weg gekommen. Es handelt sich um einen 4-Phasen Buck Converter (TPS53647) und den Power-Stage Dingern CSD95742. Vielleicht weiß jemand, wo dieser zweite Peak herkommen könnte? 🤔 Irgendwie sieht es ja fast so aus, als würde die Ringing-Energie nicht verbraten sondern verschoben werden mmhmm Viele Grüße, Mampf
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> Vielleicht weiß jemand, wo dieser zweite Peak herkommen könnte? 🤔
Ich würd erst mal ausschliessen wollen, das das nicht an den Qualitäten
des verwendeten Scopes liegt. Also Interpolation (ich vermute im Menü
Darstellung/Mode) raus und Abtastrate entschärfen. Da steht was von
5ns/Einheit also 200 MHz, das ist nicht ohne.
Vertikal scheint es zu passen, da scheinen zwar lediglich ca. 100
Einheiten, wobei ich annehme, das es sich um ein 8 bit schope mit 256
Einheiten handelt. Aber bis auf das rechte Drittel im Bild *29.MP.jpg
sieht es brauchbar aus. Wobei es für ein Dig-scope schom anspruchsvoll
sein kann 200mV zwischen 19,9V und 20,1V aufzulösen.
Beste Möglichkeit Messfehler auszuschliessen wäre ein passendes Analoges
scope. Oder eine Vergleichsmessung an einem garantiert sauberen
bekannten Signal ähnlicher Characteristic, bspw. an Snubber der bekannt
OK ist. Ansosnten die üblichen Massnahmen, Kanal wechseln, Kabel/Probe
wechseln.
Ziel muss sein, nachzuweisen das das scope in der Lage ist den
tatsächlichen Signalverlauf darzustellen.
Falls es nicht am Scope liegt, hätte ich keine Erklärung parat.
Bradward B. schrieb: > Beste Möglichkeit Messfehler auszuschliessen wäre ein passendes Analoges > scope. Oder eine Vergleichsmessung an einem garantiert sauberen > bekannten Signal ähnlicher Characteristic, bspw. an Snubber der bekannt > OK ist. Ansosnten die üblichen Massnahmen, Kanal wechseln, Kabel/Probe > wechseln. Vielen Dank für deine Einschätzung! Ja, ich war mir auch die ganze Zeit nicht sicher, ob mich mein Scope nicht anlügt. Hab jetzt $180+tax investiert um das TPS53647 Eval Board zu besorgen, damit ich eine Referenz hab und ich mir sicher sein kann, dass ich keine Geister jage 🙈 Das kommt vlt sogar schon heute, ich poste dann hier, wenn ich neue Erkenntnisse hab.
> Vielen Dank für deine Einschätzung! Hehe, hab mich ja selbst oft genug vom Dig-Scope anlügen lassen, das trainiert die (gesunde) Skepsis. > Ja, ich war mir auch die ganze Zeit nicht sicher, ob mich mein Scope > nicht anlügt. In dem gezeigten Bereich (5ns) besteht gute Grund (bei nicht persönlich bekannten Scope) skeptisch zu sein, bei geringerer Zeitauflösung (bspw. 100 ns) und bei geringer (Offset-) Spannung (bspw, von 0 bis 5V) wäre ich weniger skeptisch. In der Zwischenzeit vielleicht mal die Leistungsparamter des benutzten Scopes nachschauen/nennen. Oder wenigstens die Typbezeichnung (die sieht man im dritten Bild nur angeschnitten). Ach, falls Du im Münchner Bereich unterwegs bist, lokale Rohde und Schwarz FAE's haben schon höherwertige Scopes leihweise zur Verfügung gestellt (weil eine Chance besteht das da ein potentieller Kunde anfragt). Aber sicher können weitere Foristen mit ihren Erfahrungen weiterhelfen.
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Bradward B. schrieb: > bei geringer (Offset-) Spannung (bspw, von 0 bis 5V) wäre > ich weniger skeptisch. Oder mit AC-Kopplung messen?
>> bei geringer (Offset-) Spannung (bspw, von 0 bis 5V) wäre >> ich weniger skeptisch. > > Oder mit AC-Kopplung messen? Guter Hinweis. AC-Kopplung nehme ich persönlich um den Zeitpunkt für digitale (Low und High-Wechsel) Signale zu ermitteln und daher auch für Trigger-Eingang. Bei der Bewertung von analogen Signalen und deren Amplititude eher nicht, weil ich nicht die Veränderung der Kurvenform durch die AC-Kopplung (Condensator im Signalpfad, Differential über t) im Kopf abschätze. Aber das ist meine persönliche Vorgehensweise, ich weiss jetzt nicht was das Lehrbuch dazu sagt. Vielleicht mit AC-Kopplung simulieren und dann vergleichen ?
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Ah, ich verstehe dein Dilemma mit der AC-Kopplung! 😄 Ich mache es persönlich je nach dem, was ich sehen will. Für schnelle digitale Signale ist AC super, um die Übergänge klar zu sehen, ohne sich um den DC-Pegel zu kümmern – so vermeidet man Übersteuerung am Oszilloskop. Für die exakte Amplitude eines analogen Signals verfälscht es allerdings ein wenig, weil der Kondensator die Gleichkomponente blockiert und der Nullpunkt wandert. Ein kleiner Trick, den ich getestet habe: zwei Messungen machen, einmal in DC für die echte Amplitude und einmal in AC, um die schnellen Details zu sehen – so bekommt man einen vollständigen Überblick. Manchmal zeigt die Beobachtung, wie sich das Signal nach einem Sprung “erholt”, Hinweise auf Impedanz und Last, die man in DC nicht sieht. Und ja, in AC simulieren und mit DC vergleichen ist wirklich nützlich, um zu verstehen, was jeder Modus zeigt.
Bradward B. schrieb: > ber das ist meine persönliche Vorgehensweise, ich weiss jetzt nicht was > das Lehrbuch dazu sagt. Das sagt "ausprobieren". :-) MMn ist entscheident, was der Mittelwert des Signals ist. Wenn das Signal nicht von 0..20 V geht (also Mittelwert 10 V) und die Änderung "vergleichsweise langsam" (was immer das wieder heißt) kann man es ja probieren. Das Argument mit den 8 Bit wäre mir genug.
Wie hast du das gemessen? Entspricht die Messung der Realität? Ich messe da gerne mal GND, also kurzgeschlossenen Tastkopf an GND meiner Schaltung. Siehst du da schon das Schalten? Das sind ~2ns rise time, bei der Frequenz sieht man viele lustige parasitäre Effekte. Die Tastkopfleitung hat Induktivität und zusammen mit der Kapazität des gesamten Aufbaus wird das auch irgendwo schwingen. Vielleicht hast du das aber berücksichtigt und richtig gemacht.
Hab mir mal das Datasheet vom Siglent SDS 1202X-E kommen lassen, sieht eigentlich brauchbar aus: (Auszug im Anhang) * https://www.siglent.eu/product/1139233/siglent-sds1202x-e-200mhz-dual-channel-oscilloscope * https://www.siglent.eu/_downloads/e5eb764e80fe22c31f9de28f627610fb Horizontal hat es 1 GSa/s soilange nur ein Channal aktiviert ist (das scheint hier der Fall), also pro x- Raster 5 Punkte. Ja, da werden interpolierte Zwischenwqerte angezeigt, aber das ist IMHO akzeptebal. In Y-Richtung ist da IMHO Potential für eine genauere Messung. 8bit Auflösung auf 20V macht für die kleinste Schrittweite ca 10 mV. Für die AC -Kopplung steht was von Hochpass mit Cut-Off bei 8Hz sollte hier also kein Problem sein, interesanter sind die die anderen (Noise reduction-Filter, Bandwidth-Limit bei 20 MHz) also TP. Ob bei der AC-Kopplung Probleme mit der Anpassung (Reflexionen) entstehen kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Mglw. kann man am FFT-Spektrum erkennen ob der zweite Peak tatsächlich höher ist, da die FFT die Tatsächlichen Daten verwendet und keine für die Anzeige interpolierten.
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Dies könnte ein Fall für eine Power Rail Probe sein, z.B. diese zum Selberbauen: https://github.com/blinken/power-rail-probe Die gibt es auch fertig aufgebaut zu kaufen.
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