Hier habe ich einen Matrixbrenner mit Glühzünder und Ionisationsstromüberwachung. Da selbst in der Hauptstadt 'Vulkanausbrüche' stattfinden können, frage ich mich, ob ich meine Gasheizung notfalls mit einem Sinuswechselrichter und einem passenden Akku für den Notfall behelfsmäßig betreiben könnte. Hat das mal jemand mit gleichem oder ähnlichem Brenner umgesetzt und kann berichten, ob es Pferdefüsse gibt? Es muß ja nicht unbedingt ein Vulkan ausbrechen; "Baggerbiss" reicht ja auch schon.
Kauf dir ein Balkonkraftwerk mit Speicher und Inselbetrieb und/oder einer "Notstrom-Steckdose". Gibt's doch inzwischen alles preiswert von zig Anbietern
Mi N. schrieb: > Hat das mal jemand mit gleichem oder ähnlichem Brenner umgesetzt und > kann berichten, ob es Pferdefüsse gibt? Wo bitte sollte es dabei ein Problem geben? Wenn Du Zweifel hast, teste es doch einfach mal. Einfach mal so, auch ohne grossflächigem Stromausfall...
Die Frage ist aber nicht trivial! Ein Balkonkraftwerk scheidet aus weil es ohne äußeres Netz gar nichts selbst produziert, mit oder ohne Akku dran. Das muß schon ein Inselwechselrichter oder ein Hybrid sein. Der erzeugt aber erst einmal ein IT Netz und muß für den Betrieb einer Gasheizung mit Ionisationsüberwachung (die nämlich ein TN-S Netz benötigt) angeschlossen werden. Ein Multiplus oder ähnlich, die machen das per eingebautem Erdrelais.
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Thomas R. schrieb: > Inselwechselrichter > (...) > Der erzeugt aber erst einmal ein IT Netz und muß für den Betrieb einer > Gasheizung mit Ionisationsüberwachung (die nämlich ein TN-S Netz > benötigt) angeschlossen werden. Das kann man mit einem Adapterkabel leicht basteln. Im Prinzip braucht man nur eine Brücke zwischen N und PE. Grund ist, dass die Flammenüberwachung einen Strom über eine direkt mit dem Metallgehäuse des Brenners verbundene interne Elektrode braucht, also einen Strom über den PE-Leiter. Sind zwar nur ein paar Mikroampere, aber ohne die schaltet die Überwachung die Gaszufuhr ab. https://www.youtube.com/watch?v=-6WavHlSizA
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Rolf schrieb: > Im Prinzip braucht man nur eine Brücke zwischen N und PE So ist es, statt einer Drahtbrücke würde ich ehr einen 100k Ohm /0,75W Widerstand nehmen. Dann knallt es nicht wenn Du das Kabel irrtümlich an einer normalen Steckdose verwendest und der Stecker so rum steckt, das deine Brücke L und PE verbindet.
Mi N. schrieb: > notfalls mit einem Sinuswechselrichter Nach meiner Messung an einem billigen Notstromaggregat würde ich VOR dem Anschließen wertvoller Geräte erst mal die Spannung messen und eine Glühbirne als Kontrolllampe und Grundlast anschließen. Das schützt vor bösen Spannungsspitzen.
Lu schrieb: > Mi N. schrieb: >> notfalls mit einem Sinuswechselrichter > > Nach meiner Messung an einem billigen Notstromaggregat würde ich VOR dem > Anschließen wertvoller Geräte erst mal die Spannung messen und eine > Glühbirne als Kontrolllampe und Grundlast anschließen. Das schützt vor > bösen Spannungsspitzen. Warum sollte Mi N vor seinem Versuch mit Sinuswechselrichter und Akku noch einen Versuch mit einem billigen Notstromaggregat machen?
Mi N. schrieb: > Es muß ja nicht unbedingt ein Vulkan ausbrechen; "Baggerbiss" reicht ja > auch schon. Kommt auf den Zweck an! Def. Behelfsmäßig erstmal! z.B. Willst du 2 h überbrücken oder 24 h Stromausfall?
Cha-woma M. schrieb: > Willst du 2 h überbrücken oder 24 h Stromausfall? Was passiert eigentlich, wenn der Stromausfall die nächste Verteilstation im Gasnetz mit betrifft? Weiß das jemand?
Thomas R. schrieb: > Die Frage ist aber nicht trivial! Ein Balkonkraftwerk scheidet aus weil > es ohne äußeres Netz gar nichts selbst produziert, mit oder ohne Akku > dran. > > Das muß schon ein Inselwechselrichter oder ein Hybrid sein. > Selbstverständlich gibt es auch BKW, die das können. Zum Beispiel die AnkerSolix-Reihe.
Christian B. schrieb: > Cha-woma M. schrieb: >> Willst du 2 h überbrücken oder 24 h Stromausfall? > > Was passiert eigentlich, wenn der Stromausfall die nächste > Verteilstation im Gasnetz mit betrifft? Weiß das jemand? " Bei einem Blackout fallen die Anlagen (Netzeinspeisungen) automatisch auf eine Druckregelung zurück. Damit ist die notwendige Aufspeisung der Verteilnetze auch ohne Stromversorgung sichergestellt. Die laufende Überwachung sowie Messungen sind kurzfristig nicht zwingend notwendig, können längerfristig aber zum Problem werden. " Anbei ein pdf, das paar Infos zum Black-out Fall gibt!
Vielen Dank für die Vorschläge. Da werde ich probieren, ob eine hochohmige Brücke zwischen PE und N stabil arbeitet. Die Notwendigkeit einer Grundlast sehe ich nicht, wobei diese aber schon durch die Umwälzpumpe gegeben ist. Ein Punkt ist noch der Glühzünder, der direkt vom 230 V Netz versorgt wird aber nur mit einer Halbwelle jeder 2. Periode. (Das wird mit einem CD4017 gemacht.) Da muß ich testen, ob die Impulslast den Spannungswandler nicht 'irritiert' und der Zünder normal arbeiten kann. Durch die direkte Netzversorgung des Glühzünders, verbietet es sich wohl, den Brenner mit einem Schuko-Stecker anzuschließen. Eine Verpolung könnte böse enden. Da hier gerade zweistellige Minustemperaturen herrschen, werde ich meine Versuche aber verschieben und stattdessen lieber die Heizung streicheln und ihr ein Lied vorsingen ;-) Ach so: den Weltuntergang wollte ich nicht diskutieren.
Mi N. schrieb: > Durch die direkte Netzversorgung des Glühzünders, verbietet es sich > wohl, den Brenner mit einem Schuko-Stecker anzuschließen. Eine Verpolung > könnte böse enden. Meine Brennwerttherme war an einer Schukosteckdose angeschlossen, aber mit Markierung, damit man sie nicht falsch herum einsteckt. Ganz prinzipiell ist das also kein Problem. Steckt man sie falsch herum, geht der Flammwächter nicht. Mehr schlimmes passiert nicht. Mi N. schrieb: > Da hier gerade zweistellige Minustemperaturen herrschen, werde ich meine > Versuche aber verschieben und stattdessen lieber die Heizung streicheln > und ihr ein Lied vorsingen ;-) Das hab ich letztes Jahr um die Zeit auch gemacht. Sie hat sich dann auch noch bis Mitte März gütlich gezeigt, aber dann war sie komplett bockig. Naja, seit April 25 werkelt nun eine Bosch c5800 vorm Haus, mit der ich bis dato ziemlich zufrieden bin. Hoffentlich lässt sich deine Anlage besser "bestechen".
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Christian B. schrieb: > Meine Brennwerttherme war an einer Schukosteckdose angeschlossen, aber > mit Markierung, damit man sie nicht falsch herum einsteckt. Ganz > prinzipiell ist das also kein Problem. Steckt man sie falsch herum, geht > der Flammwächter nicht. Diese hat aber wohl keinen Glühzünder und damit eine galvanische Trennung vom Netz? Vor ein paar Jahren hatte ich noch eine Glühlampe im Heizungskeller, welche deutlich flackerte, wenn der Zünder erhitzt wurde. Gerade noch einmal gemessen: 150 Ohm. Garnicht so klein, wie ich dachte, nur ein paar Meter vom Zählerschrank entfernt und dennoch Flackerlicht. > Hoffentlich lässt sich deine Anlage besser "bestechen". Einen Glühzünder habe ich immer in Reserve und Elkos und Relais' sowieso. Das Teil ist noch so schlicht aufgebaut, daß man notfalls auch eine Schaltuhr anschließen könnte, oder eine 'Steuerung' mit einem Arduino improvisiert. Bei dem neueren 'Klump' ist man da eher aufgeschmissen. Deine Bosch würde mir auch gefallen ;-)
Cha-woma M. schrieb: > Anbei ein pdf, das paar Infos zum Black-out Fall gibt! SCHWEIZ, also für Deutschland nicht unbedingt zutreffend.
Mi N. schrieb: > Diese hat aber wohl keinen Glühzünder und damit eine galvanische > Trennung vom Netz? Das kann ich nicht sagen. Aber ich glaube nicht, denn die hat mehrere Zyndanläufe gemacht. ich denke, das lief über Elektroden mit Zündtrafo. Die gesamte Anlage, Heizung und Stellventile, hing an einem 6A LSS. Zumindest die ersten Jahre, bis die Stellventile alterten, wodurch sie dann irgendwann die Sicherung rausgeschmissen haben. Daraufhin habe ich die Dinger rausgeschmissen und durch rein Mechanische ersetzt. thermischen Abgleich gemacht und fertig. Das musste ich jetzt nochmal, aber viel genauer machen, da die Wärmepumpe deutlich wählerischer ist, was ihre Temperaturen angeht.
Christian B. schrieb: > Zumindest die ersten Jahre, bis die Stellventile alterten, Ursache von kaputten elektrischen Stellantrieben waren bei mir oft Undichtheiten am Ventilstift. Dann spritzte irgendwann Wasser in die Elektrik.
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