Forum: Haus & Smart Home Nostromversorgung Gasheizung


von Mi N. (msx)


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Hier habe ich einen Matrixbrenner mit Glühzünder und 
Ionisationsstromüberwachung. Da selbst in der Hauptstadt 
'Vulkanausbrüche' stattfinden können, frage ich mich, ob ich meine 
Gasheizung notfalls mit einem Sinuswechselrichter und einem passenden 
Akku für den Notfall behelfsmäßig betreiben könnte.
Hat das mal jemand mit gleichem oder ähnlichem Brenner umgesetzt und 
kann berichten, ob es Pferdefüsse gibt?
Es muß ja nicht unbedingt ein Vulkan ausbrechen; "Baggerbiss" reicht ja 
auch schon.

von Udo S. (urschmitt)


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Kauf dir ein Balkonkraftwerk mit Speicher und Inselbetrieb und/oder 
einer "Notstrom-Steckdose".
Gibt's doch inzwischen alles preiswert von zig Anbietern

von Ralf X. (ralf0815)


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Mi N. schrieb:
> Hat das mal jemand mit gleichem oder ähnlichem Brenner umgesetzt und
> kann berichten, ob es Pferdefüsse gibt?

Wo bitte sollte es dabei ein Problem geben?
Wenn Du Zweifel hast, teste es doch einfach mal.
Einfach mal so, auch ohne grossflächigem Stromausfall...

von Thomas R. (thomasr)


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Die Frage ist aber nicht trivial! Ein Balkonkraftwerk scheidet aus weil 
es ohne äußeres Netz gar nichts selbst produziert, mit oder ohne Akku 
dran.

Das muß schon ein Inselwechselrichter oder ein Hybrid sein.

Der erzeugt aber erst einmal ein IT Netz und muß für den Betrieb einer 
Gasheizung mit Ionisationsüberwachung (die nämlich ein TN-S Netz 
benötigt) angeschlossen werden. Ein Multiplus oder ähnlich, die machen 
das per eingebautem Erdrelais.

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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Thomas R. schrieb:
> Inselwechselrichter
> (...)
> Der erzeugt aber erst einmal ein IT Netz und muß für den Betrieb einer
> Gasheizung mit Ionisationsüberwachung (die nämlich ein TN-S Netz
> benötigt) angeschlossen werden.

Das kann man mit einem Adapterkabel leicht basteln. Im Prinzip braucht 
man nur eine Brücke zwischen N und PE.
Grund ist, dass die Flammenüberwachung einen Strom über eine direkt mit 
dem Metallgehäuse des Brenners verbundene interne Elektrode braucht, 
also einen Strom über den PE-Leiter. Sind zwar nur ein paar Mikroampere, 
aber ohne die schaltet die Überwachung die Gaszufuhr ab.

https://www.youtube.com/watch?v=-6WavHlSizA

: Bearbeitet durch User
von Frederic S. (frederics)


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Rolf schrieb:
> Im Prinzip braucht man nur eine Brücke zwischen N und PE

So ist es, statt einer Drahtbrücke würde ich ehr einen 100k Ohm /0,75W 
Widerstand nehmen.

Dann knallt es nicht wenn Du das Kabel irrtümlich an einer normalen 
Steckdose verwendest und der Stecker so rum steckt, das deine Brücke L 
und PE verbindet.

von Lu (oszi45)


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Mi N. schrieb:
> notfalls mit einem Sinuswechselrichter

Nach meiner Messung an einem billigen Notstromaggregat würde ich VOR dem 
Anschließen wertvoller Geräte erst mal die Spannung messen und eine 
Glühbirne als Kontrolllampe und Grundlast anschließen. Das schützt vor 
bösen Spannungsspitzen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Lu schrieb:
> Mi N. schrieb:
>> notfalls mit einem Sinuswechselrichter
>
> Nach meiner Messung an einem billigen Notstromaggregat würde ich VOR dem
> Anschließen wertvoller Geräte erst mal die Spannung messen und eine
> Glühbirne als Kontrolllampe und Grundlast anschließen. Das schützt vor
> bösen Spannungsspitzen.

Warum sollte  Mi N vor seinem Versuch mit Sinuswechselrichter und Akku 
noch einen Versuch mit einem billigen Notstromaggregat machen?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Mi N. schrieb:
> Es muß ja nicht unbedingt ein Vulkan ausbrechen; "Baggerbiss" reicht ja
> auch schon.

Kommt auf den Zweck an!
Def. Behelfsmäßig erstmal!
z.B.
Willst du 2 h überbrücken oder 24 h Stromausfall?

von Christian B. (luckyfu)


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Cha-woma M. schrieb:
> Willst du 2 h überbrücken oder 24 h Stromausfall?

Was passiert eigentlich, wenn der Stromausfall die nächste 
Verteilstation im Gasnetz mit betrifft? Weiß das jemand?

von Thomas E. (lokheizer)


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Thomas R. schrieb:
> Die Frage ist aber nicht trivial! Ein Balkonkraftwerk scheidet aus weil
> es ohne äußeres Netz gar nichts selbst produziert, mit oder ohne Akku
> dran.
>
> Das muß schon ein Inselwechselrichter oder ein Hybrid sein.
>
Selbstverständlich gibt es auch BKW, die das können. Zum Beispiel die 
AnkerSolix-Reihe.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)



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Christian B. schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
>> Willst du 2 h überbrücken oder 24 h Stromausfall?
>
> Was passiert eigentlich, wenn der Stromausfall die nächste
> Verteilstation im Gasnetz mit betrifft? Weiß das jemand?
"
Bei einem Blackout fallen die Anlagen (Netzeinspeisungen) automatisch 
auf eine
Druckregelung zurück. Damit ist die notwendige Aufspeisung der 
Verteilnetze
auch ohne Stromversorgung sichergestellt. Die laufende Überwachung sowie
Messungen sind kurzfristig nicht zwingend notwendig, können 
längerfristig aber
zum Problem werden.
"
Anbei ein pdf, das paar Infos zum Black-out Fall gibt!

von Christian B. (luckyfu)


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Cha-woma M. schrieb:
> Anbei ein pdf, das paar Infos zum Black-out Fall gibt!

Danke sehr.

von Mi N. (msx)


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Vielen Dank für die Vorschläge. Da werde ich probieren, ob eine 
hochohmige Brücke zwischen PE und N stabil arbeitet. Die Notwendigkeit 
einer Grundlast sehe ich nicht, wobei diese aber schon durch die 
Umwälzpumpe gegeben ist.

Ein Punkt ist noch der Glühzünder, der direkt vom 230 V Netz versorgt 
wird aber nur mit einer Halbwelle jeder 2. Periode. (Das wird mit einem 
CD4017 gemacht.) Da muß ich testen, ob die Impulslast den 
Spannungswandler nicht 'irritiert' und der Zünder normal arbeiten kann. 
Durch die direkte Netzversorgung des Glühzünders, verbietet es sich 
wohl, den Brenner mit einem Schuko-Stecker anzuschließen. Eine Verpolung 
könnte böse enden.

Da hier gerade zweistellige Minustemperaturen herrschen, werde ich meine 
Versuche aber verschieben und stattdessen lieber die Heizung streicheln 
und ihr ein Lied vorsingen ;-)

Ach so: den Weltuntergang wollte ich nicht diskutieren.

von Christian B. (luckyfu)


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Mi N. schrieb:
> Durch die direkte Netzversorgung des Glühzünders, verbietet es sich
> wohl, den Brenner mit einem Schuko-Stecker anzuschließen. Eine Verpolung
> könnte böse enden.

Meine Brennwerttherme war an einer Schukosteckdose angeschlossen, aber 
mit Markierung, damit man sie nicht falsch herum einsteckt. Ganz 
prinzipiell ist das also kein Problem. Steckt man sie falsch herum, geht 
der Flammwächter nicht. Mehr schlimmes passiert nicht.

Mi N. schrieb:
> Da hier gerade zweistellige Minustemperaturen herrschen, werde ich meine
> Versuche aber verschieben und stattdessen lieber die Heizung streicheln
> und ihr ein Lied vorsingen ;-)

Das hab ich letztes Jahr um die Zeit auch gemacht. Sie hat sich dann 
auch noch bis Mitte März gütlich gezeigt, aber dann war sie komplett 
bockig. Naja, seit April 25 werkelt nun eine Bosch c5800 vorm Haus, mit 
der ich bis dato ziemlich zufrieden bin. Hoffentlich lässt sich deine 
Anlage besser "bestechen".

: Bearbeitet durch User
von Mi N. (msx)


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Christian B. schrieb:
> Meine Brennwerttherme war an einer Schukosteckdose angeschlossen, aber
> mit Markierung, damit man sie nicht falsch herum einsteckt. Ganz
> prinzipiell ist das also kein Problem. Steckt man sie falsch herum, geht
> der Flammwächter nicht.

Diese hat aber wohl keinen Glühzünder und damit eine galvanische 
Trennung vom Netz?
Vor ein paar Jahren hatte ich noch eine Glühlampe im Heizungskeller, 
welche deutlich flackerte, wenn der Zünder erhitzt wurde. Gerade noch 
einmal gemessen: 150 Ohm. Garnicht so klein, wie ich dachte, nur ein 
paar Meter vom Zählerschrank entfernt und dennoch Flackerlicht.

> Hoffentlich lässt sich deine Anlage besser "bestechen".

Einen Glühzünder habe ich immer in Reserve und Elkos und Relais' 
sowieso. Das Teil ist noch so schlicht aufgebaut, daß man notfalls auch 
eine Schaltuhr anschließen könnte, oder eine 'Steuerung' mit einem 
Arduino improvisiert. Bei dem neueren 'Klump' ist man da eher 
aufgeschmissen.
Deine Bosch würde mir auch gefallen ;-)

von Manfred P. (pruckelfred)


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Cha-woma M. schrieb:
> Anbei ein pdf, das paar Infos zum Black-out Fall gibt!

SCHWEIZ, also für Deutschland nicht unbedingt zutreffend.

von Christian B. (luckyfu)


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Mi N. schrieb:
> Diese hat aber wohl keinen Glühzünder und damit eine galvanische
> Trennung vom Netz?

Das kann ich nicht sagen. Aber ich glaube nicht, denn die hat mehrere 
Zyndanläufe gemacht. ich denke, das lief über Elektroden mit Zündtrafo. 
Die gesamte Anlage, Heizung und Stellventile, hing an einem 6A LSS. 
Zumindest die ersten Jahre, bis die Stellventile alterten, wodurch sie 
dann irgendwann die Sicherung rausgeschmissen haben. Daraufhin habe ich 
die Dinger rausgeschmissen und durch rein Mechanische ersetzt. 
thermischen Abgleich gemacht und fertig. Das musste ich jetzt nochmal, 
aber viel genauer machen, da die Wärmepumpe deutlich wählerischer ist, 
was ihre Temperaturen angeht.

von Lu (oszi45)


Angehängte Dateien:

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Christian B. schrieb:
> Zumindest die ersten Jahre, bis die Stellventile alterten,

Ursache von kaputten elektrischen Stellantrieben waren bei mir oft 
Undichtheiten am Ventilstift. Dann spritzte irgendwann Wasser in die 
Elektrik.

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