Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Informationen zu ICs mit 8-stelliger Nummer gesucht (z.B. 76951673 entspricht SN7406)


von Andreas S. (1ras)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Hallo,

es gab in den 80er Jahren von verschiedenen Herstellern z.B. die 74xx 
TTL Logic-ICs mit 8-stelliger Nummernbezeichnung, z.B.

60067012 = 74S00

60067081 = 7410

60067090 = 74S112

76951673 = 7406

76952433 = 74S04

76970000 = 74LS00

76970001 = 74LS04

76970003 = 74LS20

76970004 = 74S30

76970006 = 74LS109

76970008 = 74LS193

76970012 = 74LS257

78200039 = 74123

78200075 = 7404

Beispielbilder anbei.

Einzige Quelle dazu welche ich online finden konnte ist 
https://www.worldradiohistory.com/INTERNATIONAL/Xelectron/Xelectron-1981-10.pdf 
auf Seite 38-39. Leider ist die Liste jedoch nicht vollständig.

Hat hierzu jemand Informationen?

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Könnte es sein, daß das IBM-spezifische Bezeichnungen sind? Was sind das 
für Platinen, die Du da abgelichtet hast?

von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Kundenspezifische Aufdrucke waren damals durchaus üblich. Bei hp hieß 
der 74LS00 "1820-1197", bei Tektronix "156-0382-02".

von Clemens L. (c_l)


Lesenswert?

Die kundenspezifischen Bezeichnungen sind nicht öffentlich.

Bei solchen Logik-ICs ist ein bisschen Reverse Engineering nicht 
schwierig, aber wenn sich sonst niemand die Mühe gemacht hat, dann musst 
du selbst ran.

von Stephan D. (50plus)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Könnte es sein, daß das IBM-spezifische Bezeichnungen sind? Was sind das
> für Platinen, die Du da abgelichtet hast?

Sieht nach Philips aus; 432 Steuerung?

von Rüdiger B. (rbruns)


Lesenswert?


von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Rüdiger B. schrieb:
> Hier die Liste von HP Nummern:
> http://www.bitsavers.org/pdf/hp/part_numbers/HP_Master_Xref.pdf

Die nachgefragten Teilenummern sind nicht von HP. HP hat ein komplett 
anderes Format. Für Digital-ICs z.B. "1820-xxxx".

von Rüdiger B. (rbruns)


Lesenswert?

Soul E. schrieb:
> Die nachgefragten Teilenummern sind nicht von HP. HP hat ein komplett
> anderes Format. Für Digital-ICs z.B. "1820-xxxx".

Das ist mir bekannt, aber da es zum Thema passt habe ich es gepostet.

von Hannes J. (pnuebergang)


Lesenswert?

Wenn du die ICs ausgelötet hast kannst du dein Glück (und es ist Glück) 
mit einem IC-Tester versuchen. Preise stark schwankend, Erfolg stark 
schwankend.

https://www.ebay.de/itm/317461472287

Ich habe irgendwie im Kopf, dass das eigentlich ein OpenSource-Projekt 
war und das Nachbauten von Nachbauten sind. Aber genau kann ich es nicht 
zuordnen.

Wenn Adapter mit abgebildet sind dann sind die meist nicht dabei. Eben 
typischer China-Beschiss.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


Lesenswert?

Ich habe sowas auch noch dutzendweise in den Schachteln. Irgendwann mal 
irgendwo ausgelötet und weggelegt.
Mein IC-Tester von damals (Elektor?) hat diese immer zuverlässig als 
74xyz erkannt, aber nicht ob 74 oder 74LS oder 74S oder.....
Wenn ich mal wieder am Sonnabend ein bestimmtes IC brauchte und nicht 
hatte (selten), dann habe ich dort in der Schachtel gesucht und fast 
immer auch gefunden. Es waren aber (soweit ich erinnere) fast nur ganz 
einfache TTLs keine hochintegrierten aus der 74er Serie.

Old-Papa

von Andreas S. (1ras)


Lesenswert?

Danke für die vielen Antworten. Ich denke auch, dass die Platinen aus 
einer alten Industriesteuerung stammen ähnlich Philips 432, allerdings 
mit Z80 und 8085. Genaueres weiß ich leider nicht, habe die Platinen 
geerbt und Hersteller steht keiner drauf. Das italienische PDF welches 
ich verlinkt hatte schreibt von Industriecodes, leider ohne sich über 
die Herkunft auszulassen. Ich vermutete deshalb einen alten allgemeinen 
Code der mir bisher entgangen war.

Seltsamerweise verwenden die Platinen einen bunten Mix aus 74xx 
beschrifteter Logik und diesen Industriecodes. Auch für Chips mit 
derselben Funktion. Man hat die Industriecodes offenbar auch von 
verschiedenen Chipherstellern aufdrucken lassen (Bild 1 zeigt drei 
verschiedene Hersteller). Und auch vom selben Chiphersteller wurden 
Chips mit Industriecodes und welche mit üblicher 74xx Beschriftung 
gemischt verbaut (z.B. von TI auf dem zweiten Bild). Wenn das hauseigene 
Industriecodes waren, dann hat man diese nicht konsequent genutzt. 
Vielleicht stammen die Platinen auch aus einer Zeit, wo man das System 
der hauseigenen Codes wieder aufgegeben hat und nur noch alter 
Lagerbestand weg musste, wer weiß.

von Soul E. (soul_eye)


Lesenswert?

Andreas S. schrieb:
> Seltsamerweise verwenden die Platinen einen bunten Mix aus 74xx
> beschrifteter Logik und diesen Industriecodes. Auch für Chips mit
> derselben Funktion. Man hat die Industriecodes offenbar auch von
> verschiedenen Chipherstellern aufdrucken lassen (Bild 1 zeigt drei
> verschiedene Hersteller). Und auch vom selben Chiphersteller wurden
> Chips mit Industriecodes und welche mit üblicher 74xx Beschriftung
> gemischt verbaut (z.B. von TI auf dem zweiten Bild).

Auch das war damals durchaus üblich. Es kam auch vor, dass der 
Hersteller unter die Kundensachnummer noch seine generische Bezeichnung 
gedruckt hat. Die Chips waren dann dreizeilig beschriftet.

von Rüdiger B. (rbruns)


Lesenswert?

Andreas S. schrieb:
> Seltsamerweise verwenden die Platinen einen bunten Mix aus 74xx
> beschrifteter Logik und diesen Industriecodes.

Das ist mir bei IBM und HP Geräten auch oft aufgefallen, dadurch konnte 
ich anfangen eine Vergleichstabell zu erstellen.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.