News Neue AI-MCUs, MEMS-Schalter am Vormarsch, Akkus und Pulsstrahltriebwerke


von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Die CES – eigentlich als Consumer Electronics Show bezeichnet – animiert die Halbleiterindustrie seit einigen Jahren zur Vorstellung verschiedenster Technologien. Hier eine erste Liste von interessanten Meldungen, die sich an Drohnenentwickler, AI-Entwickler und Freunde der Technik im Allgemeinen wenden.

NXP – neue AI-Software erleichtert AI-Nutzung zur “Entscheidungsfindung”

Spätestens seit dem Zukauf des AI-Chipspezialisten Kinara legt man im Hause NXP erhebliche Priorität auf AI. Auf der eigentlich für Consumerelektronik spezialisierten CES kündigte man nun ein neues Softwaremodul an, dass die Realisierung von AI-Aufgaben zu erleichtern sucht.

Bildquelle: NXP.

Über den eigentlichen Funktionsumfang des für Edge-Anwendungen vorgesehenen Systems vermeldet man Folgendes:

1
The eIQ Agentic AI Framework orchestrates autonomous decision-making and complex workflows like hazard detection, safety alerts, and machine control without cloud latency or external dependencies.

Wie mittlerweile eigentlich erwartbar gibt es eine Cloudversion, die die Einstiegshürden minimiert. Diese wird folgendermaßen beschrieben:

1
NXP has also introduced its new eIQ AI Hub, a cloud-based developer platform offering immediate cloud access to edge AI development tools. Developers can prototype faster with access to the latest tools and capabilities instantly, including deploying on cloud-connected hardware boards for real performance reporting, while still retaining the option for on-premise deployment. Advanced developers benefit from streamlined conversion and performance-tuning pipelines, while novice developers can rely on automated workflows that simplify each step.

Interessant ist, dass man im Hause NXP auch für dienstältere Entwickler ein Herz hat - die Nutzung der Cloudfunktion ist nicht unbedingt erforderlich; es gibt auch eine lokal lebensfähige Version.

Nordic nRF54LM20B – nRF54LM20A mit AI-Beschleuniger

Auch im Hause Nordic Semiconductor ist man der AI-Beschleunigung nicht abgeneigt. Spezifischerweise plant man eine neue Variante des nRF54, die - wie in den folgenden Abbildungen gezeigt - mit einer der hauseigenen und unter https://www.nordicsemi.com/Products/Technologies/Edge-AI en Detail beschriebenen AI-Beschleuniger ausgestattet ist.

Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=axc84Qb9U-U&t=30s

Zur Verfügbarkeit gibt es zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung noch keine fixen Aussagen - es ist allerdings davon auszugehen, dass freundliche Anfragen beim Feldingenieur des Vertrauens zu einer Vorbereitung der hauseigenen Anfrage führen könnten.

NXP S32N79 et al - S32N7 als “Integrationsprozessor” für Software Driven Vehicles

NXP erweitert die für den Automotivebereich vorgesehene S32-Plattform um eine Chip-Variante, die für die Integration verschiedener Aufgaben vorgesehen ist. NXP versteht darunter das Zusammenfassen von klassischen Regelungsaufgaben und die Bearbeitung diverser Edge AI-bezogener Tasks. Architektural präsentiert sich das System dabei wie in der Abbildung gezeigt - neben einem der hauseigenen AI-Beschleuniger gibt es klassische Rechenkerne.

Bildquelle: https://www.nxp.com/products/S32N7

Hervorzuheben ist außerdem, dass das System schon jetzt im „praxisnahen Einsatz“ ist. In Zusammenarbeit mit Bosch wurde eine ECU realisiert, im Rahmen der Ankündigung findet sich außerdem die folgende Passage, die auf die Planung einer immer breiteren Plattform hinweist:

1
The S32N7 series offers a scalable portfolio with 32 compatible variants, delivering application and real-time compute with high-performance networking, hardware isolation technology, AI and data acceleration on a system-on-chip (SoC), while meeting the strict timing, safety and security requirements of the vehicle core.. . .
2
The S32N79, the superset of the series, is sampling now with customers.

Texas Instruments TDA54x Jacinto – Automotive-AI-CPU

Im Hause Texas Instruments schickt man gegen NXP eine Komposit-MCU ins Rennen, die auf den Namen Jacinto hört. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Meldung gibt es noch keine Struktogramme des Chips - in den diversen Dokumenten findet sich stattdessen „nur“ die hier gezeigte Zusammenfassung der diversen am Chip verbauten Module.

Bildquelle: Texas Instruments.

Texas Instruments DP83TD555J-Q1 – SPE-Ethernet-PHY mit integrierter MAC

Single Pair Ethernet verbreitet sich im Automotivebereich immer mehr. Texas Instruments lanciert nun einen neuen Controller-Chip, der die MAC mitbringt. Aus Struktogrammsicht präsentiert er sich wie in der folgenden Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.ti.com/product/DP83TD555J-Q1

Texas Instruments AWR2188 - 76GHz-to-81GHz-Transciever

Drittes neues Bauteil - damit ist der TI-Hattrick komplett - ist ein Automotive-Radiobaustein. Er präsentiert sich wie in der Abbildung gezeigt.

Bildquelle: https://www.ti.com/product/AWR2188?

Teledyne FLIR Tura – IR-Kamera mit hoher Auflösung für den Automobilbereich

Infrarotkameras ermöglichen smarten Fahrzeugen die Erfassung der verschiedensten Umgebungs-Parameter. Der Thermo-Kamera-Spezialist FLIR lanciert nun eine neue, für den Automobilbereich vorgesehene Kamera. Sie ist shutterless, bietet eine Auflösung von 640 × 512 und Widerstandsfähigkeit gemäß IP6K9K. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Newsmeldung bietet Teledyne ein gutes halbes Dutzend Produkte an, die sich vor allem in der Brennweite der verbauten Optik unterscheiden. Weitere Informationen hierzu finden sich in der folgenden Abbildung.

Bildquelle: https://oem.flir.com/products/tura/?

Menlo Micro / Microchip - Schalten von großen Lasten mit MEMS-Technologie.

Dass MEMS-Technologie klassischen elektromechanischen Systemen in vielerlei Hinsicht (beispielsweise Robustheit) haushoch überlegen ist, dürfte hier keine expliziten Erwähnung mehr bedürfen. Bisher galt allerdings, dass MEMS-Anwendungen - man denke an Accelerometer - vor allem in kleinen Leistungsklassen unterwegs waren. Menlo Micro, besser bekannt als MEMS is us, lanciert nun im Zusammenarbeit mit US-Armee und Microchip eine komplett neue Leistungsklasse. Ein Leitungsschutzschalter auf Basis von MEMS-Technologie hat es erstmals geschafft, 0,5 MW zu schalten. In der Pressemitteilung finden sich keine relevanten Bilder, die folgende Passage ist erwähnungswert:

1
Menlo Microsystems, a leader in modern electrical and electronic switching solutions, announced a major milestone achieved in partnership with Microchip Technology: the successful validation of the first-ever MEMS-based, hot-switched 0.5-megawatt power relay panel for U.S. naval applications. This achievement represents a critical advancement in the U.S. Navys 10-megawatt Advanced Circuit Breaker Development Program and underscores Menlo Micros growing leadership in high-power switching technologies.
2
The validated 1000V/500A relay panel demonstrates the scalability and performance of Menlo Micros Ideal Switch® technology, marking a first for the MEMS industry in controlling and switching power at this level.

Menlo Micro MM4250 – mit MEMS-Technologie auf Radialls Spuren

Die französische Radiall hat sich mit Produkten wie dem R591363400 eine schöne Latifundie geschaffen, wenn es um das Schalten von HF-Signalen geht. Im Hause Menlo Micro greift man diesen Ruhesitz mit dem in den Abbildungen gezeigten Produkt an.

Bildquelle, beide: Menlo Micro.

Ob der Nutzung von MEMS-Technologie sind diese Schalter für die Nutzung im Quantencomputer besonders geeignet. Außerdem platziert Menlo in den Schaltern RF-Kalibrationselemente - weitere Informationen finden sich in der folgenden, aus der offiziellen Ankündigung entnommenen Passage:

1
product is a cryogenic SP6T switch with a near zero thermal footprint used for the switching and control of high speed and RF signals with the dilution fridge of a quantum computer. By delivering reliable, high performance ohmic contact switching in cryogenic environments with a near zero thermal signature, the MM4250 addresses a critical bottleneck in superconducting qubit testing, quantum processor calibration, and high-precision cryogenic measurements. 
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Traditional cryogenic switches can dissipate up to 2 watts of waste heat per activation, generating thermal loads that can raise the dilution fridge temperature by approximately 20 mK. This temperature rise causes significant delays of up to several hours while systems cool back to operating temperature. By contrast, the MM4250s electrostatic actuation only consumes energy in the hundreds of nanoamps per switching operation, generating no appreciable waste heat and enabling a continuous test and calibration operation while at cryogenic temperatures.
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7
Another major advantage of the MM4250 is its integrated calibration standards, which eliminate the need for the typically used external calibration components and free up more channels for device testing. In a typical 2-port VNA measurement setup, this efficiency shift means that the MM4250 can test more than twice as many devices at a time than alternative six-channel devices. Given that each cool-down and warm-up cycle can be multiple hours, the MM4250 delivers substantial time and energy savings while accelerating calibration and characterization of quantum processors and other cryogenic components.

Powered by Raspberry Pi – Raspberry Pi Trading bittet um Einreichungen

Zertifikationsprogramme aller Sorten - man denke an die niemals endende Saga um die Bluetooth-Zertifikation - sind ein schöner Weg für Standardisierungsgremien, um zusätzliches Geld aus Nutzern zu extrahieren. Mit Powered by Raspberry Pi - das Logo ist in der Abbildung gezeigt - bieten die Uptoniten seit einiger Zeit ein ähnliches System an.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/news/hundreds-of-products-now-powered-by-raspberry-pi/

Interessant ist, dass ein vor wenigen Stunden veröffentlichter Blogpost an Nutzer des Raspberry Pi zum Einreichen eigener Design-Ideen auffordert. Interessant ist außerdem, dass man - zumindest in den öffentlich zugänglichen Informationen - keine Informationen darüber findet, wie gut sich die Uptoniten diese „rituelle Unbedenklichkeitserklärung“ entgelten lassen.

Donut Labs – neue, sehr robuste Batterie

Auf der Webseite https://www.donutlab.com/ces-battery-announcement/ findet sich eine Aufmerksamkeit erregende Meldung, die Personen mit Interesse an langlebigen Batterien interessieren dürfte:

1
Donut Labs all-solid-state battery delivers 400 Wh/kg of energy density, enabling longer range, lighter structures, and unprecedented flexibility in vehicle and product design. It can be charged to full in just five minutes without limiting charging to 80%, and supports full discharge safely, repeatedly, and reliably.
2
Unlike conventional lithium-ion batteries, the Donut Battery experiences minimal capacity fade over its lifetime, with a design life of up to 100,000 cycles,

In Europa (siehe https://esoxgroup.com/) arbeitet man mittlerweile an einem Satz Demonstrationssysteme, die man folgendermaßen beschreibt:

1
The X1 interceptor drone is a cost-effective counter-UAV platform built on a multi-role airframe. It supports long-range communications and sensor integration and uses ESOXs AI algorithms for target acquisition and strike accuracy. The platform has been designed with future battery integration in mind, allowing power systems to be optimised for range, endurance and survivability rather than constrained by legacy formats. The prototypes first flight is planned for January 2026, with an industrialised variant due in April.
2
3
The X2 UGV technology demonstrator is a compact autonomous ground platform designed to showcase ESOXs integrated propulsion and control systems. Powered by four 12-inch Theron Motors in a tank-steer configuration, X2 highlights how drivetrain simplicity, precise control and modular power architectures can be combined in a single platform. The vehicle is attracting enquiries from UGV manufacturers seeking integrated propulsion solutions and serves as a testbed for solid-state battery deployment.
4
Together, X1 and X2 provide ESOX with practical platforms for integrating solid-state batteries into defence-grade systems, moving beyond laboratory validation toward operational use.

Ukraine: sehr langlebiges Pulsstrahltriebwerk

Pulsstrahltriebwerke sind spätestens seit dem Erfolg der Fieseler Fi 103 eine gut etablierte Größe - in der Vergangenheit erwiesen sie sich allerdings erstens ob der kurzen Lebensdauer der Ventile und zweitens der „Rappeligkeit“ im Betrieb als kein universeller Ersatz für Strahltriebwerke klassischer Bauart. Sei dem wie es sei, gelang in der Ukraine nun die Betriebsbereit-Haltung eines Pulsstrahl-Triebwerks für 17 Minuten.

Bildquelle: https://www.youtube.com/watch?v=pprFktirfBs

Unter der URL https://militarnyi.com/en/news/17-minutes-of-continuous-operation-what-is-known-about-the-ukrainian-shoom-20-engine/ findet sich ein - ob der Langsamkeit des Webservers nur schwer ladbarer - Bericht mit weiteren Hintergrundinformationen. Besonders interessant empfand der Newsautor die folgenden Passagen:

1
The Ukrainian company First Parsec has announced new results  17 minutes of continuous operation of the SHOOM-20 pulse jet engine.
2
. . .
3
The price of the engine is currently $750 per unit. However, for large orders, the company is ready to reduce the cost to $500 per unit.

Marvell kauft Datacenter-Netzwerkspezialisten Xconn

Marvell - unvergessen als Käufer und Abwirtschafter der einst im Mobilbereich nicht wegdenkbaren XScale-Prozessorfamilie - arbeitet daran, im AI-Bereich nicht Land unter den Füßen zu verlieren. Mittel der Wahl war das Aufkaufen eines amerikanischen Netzwerktechnik-Spezialisten - Spezifischerweise berichtet RCR unter der URL https://www.rcrwireless.com/20260107/chips/marvell-ai-interconnect-xconn nach folgendem Schema über die Intentionen:

1
Together, its developing proposition covers electrical interconnect (PCIe, CXL, UALink), optical interconnect (rack-to-rack, board-to-board), and memory expansion and coherence; the backbone of future AI data centres, as such. The logic is that it is better to own layers in the AI stack than just to sell hardware  on the grounds you control all the standards-adjacent plumbing, which is critical to get AI right and also hard to replace. 

Lese- bzw Hörstoff – zum Neuen in PCI Express Gen 8

Wer mehr über die Neuigkeiten der ante Portas stehenden Variante von PCIe erfahren möchte, findet unter der URL https://www.electronicdesign.com/podcasts/inside-electronics/podcast/55340156/electronic-design-whats-new-in-pci-express-gen-8 120 Minuten langes Webinar, das sich nebenbei anhören lässt.

In eigener Sache: Mehr CES-News kommen.

Aufgrund schwerer Erkrankung seiner Exfrau (Pflege von Katze, Koordination medizinischer Behandlung, etc) ist der Newsautor derzeit etwas langsam. Ein Artikel mit Informationen zu verschiedenen neuen Prozessoren und anderen Ankündigungen von der CES kommt morgen.


: Bearbeitet durch NewsPoster
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Interessant ist, dass man im Hause NXP auch für dienstältere
> Entwickler ein Herz hat - die Nutzung der Cloudfunktion ist
> nicht unbedingt erforderlich; es gibt auch eine lokal
> lebensfähige Version.

Das hat wenig mit Alter zutun. Keine Firma jenseits einer drei Personen 
Bastelbude wird es erlauben das ausgerechnet der Source ihrer Anwendung 
wo in der Regel die Expertise drin steckt, irgendwo in die Cloud einer 
Fremdfirma kommt. Jedenfalls nicht bei Sachen die deutlich ueber das 
blinken der ersten LED hinausgehen.

Vanye

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Sei dem wie es sei, gelang in der Ukraine nun die
> Betriebsbereit-Haltung eines Pulsstrahl-Triebwerks für 17 Minuten.

Reicht das eigentlich um damit mit einem Bobbycar in die Erdumlaufbahn 
zu kommen, oder wofuer genau sollte man das brauchen? :)

Vanye

von 900ss (900ss)


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Tam H. schrieb:
> Pulsstrahltriebwerke sind spätestens seit dem Erfolg der Fieseler Fi 103

Was hat das jetzt mit Elektronik zu tun?

Soll Waffentechnik und Militär in diesem Forum jetzt mehr Raum finden?

Die Affinität zu Waffen und Militär des News-Authors, die sich durchaus 
regelmäßig auf subtile Weise zeigt, sollte zu mindestens in diesem Forum 
keinen Platz finden, eigentlich nirgends. Vielleicht bekommt er es ja 
hin, das freiwillig einzudämmen.

: Bearbeitet durch User
von Wladimir N. (Firma: electronick.de) (wnickel)


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Tam H. schrieb:
> Donut Labs – neue, sehr robuste Batterie

Eine marktreife Batterie, die das Doppelte einer LiIon fasst, super 
schnell lädt, kein Frost und keine Hitze scheut und ewig hält? Wo ist 
der Haken? Welche Chemie wird verwendet?

von Udo S. (urschmitt)


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900ss schrieb:
> Soll Waffentechnik und Militär in diesem Forum jetzt mehr Raum finden?
>
> Die Affinität zu Waffen und Militär des News-Authors, die sich durchaus
> regelmäßig auf subtile Weise zeigt, sollte zu mindestens in diesem Forum
> keinen Platz finden, eigentlich nirgends. Vielleicht bekommt er es ja
> hin, das freiwillig einzudämmen.

Ich sehe keine "besondere Affinität". Vielleicht solltest du mal über 
den pazifistischen Tellerrand schauen und bemerken, dass sich die Welt 
wandelt, leider nicht unbedingt zum Besseren.
Und Raumfahrt und Waffen waren schon immer Technologietreiber, insofern 
macht es wenig Sinn alles auszublenden was irgendwie für Waffen 
verwendet wird oder werden könnte.
Und Pazifismus hilft leider wenig in einer Welt von zunehmendem 
radikalen Nationalismus und Imperialismus.

Wenn du die News schlecht findest dann hast du immer die Möglichkeit 
bessere zu schreiben, ich denke gegen einen weiteren Autor wird der 
Forenbetreiber nichts haben.

von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> Raumfahrt und Waffen waren schon immer Technologietreiber

Yep, etwa beim Triebwerk der V1. Vor 85 Jahren.

von Thomas T. (runout)


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So ging das 1000-jährige Reich auch den Bach runter,
mit der "Vergeltungswaffe 1" zu Letzt in der Selbstopferversion...

Es gibt massenweise Homwbrew-Pulstriebwerke, selbst auf Go-Karts.
Beeindruckend und laut die Dinger.
Trotzdem: in ein Elektronikforum gehört das nicht rein.
(das Prinzip verzichtet 100% auf Elektronik)

Stichwort: Friedensangst

Grüße
Runout

von 900ss (900ss)


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Udo S. schrieb:
> Ich sehe keine "besondere Affinität".

Meine persönliche Beobachtung über eine längere Zeit. Postings in 
Threads mit einbezogen.

Udo S. schrieb:
> insofern macht es wenig Sinn alles auszublenden was irgendwie für Waffen
> verwendet wird oder werden könnte.

Dafür gibt es sicher auch Foren und dort kann das ja diskutiert werden. 
Hier hat es nichts zu suchen. Meine Meinung. Schon garnicht solch ein 
Triebwerk und der Verweis auf die Fieseler Fi 103.

Udo S. schrieb:
> Wenn du die News schlecht findest

Nicht pauschal, aber gewisse tendenziöse News sind hier schon zu 
erkennen was mich dann stört. Das ist dann unsachlich. Und das gehört 
nicht in die "News". Eigene Präferenzen kann man in einem gesonderten 
Thread diskutieren.

von 900ss (900ss)


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Thomas T. schrieb:
> Trotzdem: in ein Elektronikforum gehört das nicht rein.
> (das Prinzip verzichtet 100% auf Elektronik)

Eben!

von Georg M. (g_m)


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Frieden bekommt man nicht geschenkt.


"vendat tunicam suam et emat gladium"

(Evangelium secundum Lucam)


--------------------------------------------------------

Trump will US-Militärausgaben um 50 Prozent erhöhen

https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/trump-erhoehung-militaerausgaben-usa

von Jack V. (jackv)


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Grundsätzlich finde ich auch solche Technik interessant, aber wenn man 
mal draufschaut:

Tam H. schrieb:
> Sei dem wie es sei, gelang in der Ukraine nun die Betriebsbereit-Haltung
> eines Pulsstrahl-Triebwerks für 17 Minuten.

Mit ~200N Schub. Also in etwa das, was mittelgroße Modellflugturbinen 
auch schaffen, wobei da dann die Laufzeit nur vom Treibstoffvorrat 
abhängig ist, deutlich weniger Treibstoff für eine gegebene Strecke 
gebraucht wird, die Leistungsabgabe steuerbar ist und das Ganze deutlich 
kleiner und auch leiser ist (nicht leise ansich, nur im Vergleich).

Letztlich bestehen hier die einzigen Vorteile für das 
Pulsstrahltriebwerk wohl im Preis und der verhältnismäßig 
einfachen/schnellen Fertigung – das ist hier dann vielleicht doch nicht 
so sehr erwähnenswert.

: Bearbeitet durch User
von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Vanye R. schrieb:
>> Sei dem wie es sei, gelang in der Ukraine nun die
>> Betriebsbereit-Haltung eines Pulsstrahl-Triebwerks für 17 Minuten.
>
> Reicht das eigentlich um damit mit einem Bobbycar in die Erdumlaufbahn
> zu kommen, oder wofuer genau sollte man das brauchen? :)
>
> Vanye

Hallo,
danke dir für dein Kommentar!

mE nach ist die Zielintention hier das Realisieren von "linear 
fliegenden" Systemen, also keine Quadrocopter...

Tam

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Hallo Udo,

Udo S. schrieb:


> Ich sehe keine "besondere Affinität". Vielleicht solltest du mal über
> den pazifistischen Tellerrand schauen und bemerken, dass sich die Welt
> wandelt, leider nicht unbedingt zum Besseren.

Danke dir für die wahren Worte

> Und Raumfahrt und Waffen waren schon immer Technologietreiber, insofern
> macht es wenig Sinn alles auszublenden was irgendwie für Waffen
> verwendet wird oder werden könnte.

UAVs sind erstens nicht nur für zivile Anwendungen geeignet. Zweitens 
gibt es immer mehr Aufträge für Elektroniker in diesem Bereich. 
Drittens...ein Blick über den Tellerrand.

> Und Pazifismus hilft leider wenig in einer Welt von zunehmendem
> radikalen Nationalismus und Imperialismus.

+100

>
> Wenn du die News schlecht findest dann hast du immer die Möglichkeit
> bessere zu schreiben, ich denke gegen einen weiteren Autor wird der
> Forenbetreiber nichts haben.

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


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(prx) A. K. schrieb:
> Yep, etwa beim Triebwerk der V1. Vor 85 Jahren.

Das hat immerhin 1/2 Stunde durchgehalten.
Das ist Fortschritt.

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Arduino F. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Yep, etwa beim Triebwerk der V1. Vor 85 Jahren.
>
> Das hat immerhin 1/2 Stunde durchgehalten.
> Das ist Fortschritt.

Hallo,
ja und nein. Die Frage ist, welches Gewicht und welche Kosten.

Sorry für die Langsamkeit bei der Beantwortung BTW.

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Thomas T. schrieb:
> So ging das 1000-jährige Reich auch den Bach runter,
> mit der "Vergeltungswaffe 1" zu Letzt in der Selbstopferversion...
>
> Es gibt massenweise Homwbrew-Pulstriebwerke, selbst auf Go-Karts.
> Beeindruckend und laut die Dinger.
> Trotzdem: in ein Elektronikforum gehört das nicht rein.
> (das Prinzip verzichtet 100% auf Elektronik)
>
> Stichwort: Friedensangst
>
> Grüße
> Runout

Hallo,
mE nach bestätigt das meine Theorie, dass die Dinger noch nicht so 
richtig marktreif sind. Die Selbstopfer-Version war ob der immensen 
Vibrationen sogar den Fanatikern des "Obergefreiten ohne technischem 
Verstand" zu wahnsinnig....

Ich berichte übrigens nicht seit der Ukraine von Pulsejets. Wir hatten 
insbesondere über die ventillosen Varianten in der Vergangenheit immer 
wieder berichtet...weil die mE nach einfach interessant sind...

von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Jack V. schrieb:
> Grundsätzlich finde ich auch solche Technik interessant, aber wenn man
> mal draufschaut:
>
> Tam H. schrieb:
>> Sei dem wie es sei, gelang in der Ukraine nun die Betriebsbereit-Haltung
>> eines Pulsstrahl-Triebwerks für 17 Minuten.
>
> Mit ~200N Schub. Also in etwa das, was mittelgroße Modellflugturbinen
> auch schaffen, wobei da dann die Laufzeit nur vom Treibstoffvorrat
> abhängig ist, deutlich weniger Treibstoff für eine gegebene Strecke
> gebraucht wird, die Leistungsabgabe steuerbar ist und das Ganze deutlich
> kleiner und auch leiser ist (nicht leise ansich, nur im Vergleich).

Danke dir für die Einschätzung. Ich bin in Sachen allgemeine 
Modellbauturbinen nicht so extrem a jour...

> Letztlich bestehen hier die einzigen Vorteile für das
> Pulsstrahltriebwerk wohl im Preis und der verhältnismäßig
> einfachen/schnellen Fertigung – das ist hier dann vielleicht doch nicht
> so sehr erwähnenswert.

Das ist auch wo ich die Stärke des Pulsejets sehe...

von H. H. (hhinz)


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Wladimir N. schrieb:
> Tam H. schrieb:
>> Donut Labs – neue, sehr robuste Batterie
>
> Eine marktreife Batterie, die das Doppelte einer LiIon fasst, super
> schnell lädt, kein Frost und keine Hitze scheut und ewig hält? Wo ist
> der Haken? Welche Chemie wird verwendet?

Die sieht mir nach Phantasium basiert aus.

von Max G. (l0wside) Benutzerseite


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Vanye R. schrieb:

> Das hat wenig mit Alter zutun. Keine Firma jenseits einer drei Personen
> Bastelbude wird es erlauben das ausgerechnet der Source ihrer Anwendung
> wo in der Regel die Expertise drin steckt, irgendwo in die Cloud einer
> Fremdfirma kommt. Jedenfalls nicht bei Sachen die deutlich ueber das
> blinken der ersten LED hinausgehen.

Die mich bezahlende Bastelbude ist ca. Faktor 10^5 jenseits des von dir 
genannten Limits und hat erstaunlich viel in die Cloud geschoben.

Das Argument lautet ja nach wie vor, dass man Security besser die machen 
lässt, die das als Kerngeschäft haben. Und gerade bei kleineren Firmen 
ist das vermutlich auch ziemlich wahr.

von F. (radarange)


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900ss schrieb:
> Was hat das jetzt mit Elektronik zu tun?
>
> Soll Waffentechnik und Militär in diesem Forum jetzt mehr Raum finden?
>
> Die Affinität zu Waffen und Militär des News-Authors, die sich durchaus
> regelmäßig auf subtile Weise zeigt, sollte zu mindestens in diesem Forum
> keinen Platz finden, eigentlich nirgends. Vielleicht bekommt er es ja
> hin, das freiwillig einzudämmen.

Sei nicht traurig: Ich glaube so langsam, dass Tam Hanna leider einfach 
kein guter Journalist ist. Daher beglückt er uns immer wieder mit 
irgendwelchem langweiligen Waffenkram, der niemand interessiert. 
Wenigstens war diesmal keine lustige frauenfeindliche Anspielung dabei.
Wäre er ein guter Journalist, würde er nicht, wie aktuell 
beispielsweise,  ab und zu tatsächlich interessante Produkte verpassen. 
Stattdessen verbringt er seine Zeit mal wieder damit, relativ sinnlos 
gegen Raspberry Pi zu ätzen.

Tam H. schrieb:
> Zertifikationsprogramme aller Sorten - man denke an die niemals endende
> Saga um die Bluetooth-Zertifikation - sind ein schöner Weg für
> Standardisierungsgremien, um zusätzliches Geld aus Nutzern zu
> extrahieren.
> Mit Powered by Raspberry Pi - das Logo ist in der Abbildung gezeigt -
> bieten die Uptoniten seit einiger Zeit ein ähnliches System an.
>
> Interessant ist, dass ein vor wenigen Stunden veröffentlichter Blogpost
> an Nutzer des Raspberry Pi zum Einreichen eigener Design-Ideen
> auffordert. Interessant ist außerdem, dass man - zumindest in den
> öffentlich zugänglichen Informationen - keine Informationen darüber
> findet, wie gut sich die Uptoniten diese „rituelle
> Unbedenklichkeitserklärung“ entgelten lassen.

Die Bluetooth-Zertifizierung ist eine ganz andere Nummer als ein 
"powered by raspberry pi" oder sogar ein "designed for iphone". Das 
weißt du natürlich, aber natürlich will uns Tam Hanna damit suggerieren, 
dass Raspberry Pi nur darauf aus ist, mit teuren 
Zertifizierungsprogrammen ohne echte Arbeit absurd viel Geld zu 
verdienen. Dabei übersiehst du eins: MIR ist völlig klar, warum dieses 
"powered by raspberry pi" jetzt stärker beworben wird: Man will hier 
eine Art Qualitätssiegel schaffen, denn Raspberry-Pi-SBCs sind zwar gut 
mit hervorragendem Software-Support, aber eben doch vergleichsweise 
teuer. Dem Endkunden, der irgendein Gerät kauft, das einen 
Raspberry-Pi-SBC anstatt eines Konkurrenzproduktes enthält und dafür ein 
paar Euro mehr kostet (aber wahrscheinlich auch die Chance hat, einige 
Zeit lang Softwareupdates zu erhalten), muss das also irgendwie 
schmackhaft gemacht werden. Und so geht das. Kosten wird das 
wahrscheinlich nichts oder nur einen symbolischen Betrag, es ist ja 
Werbung für Raspberry Pi. Insbesondere in Hinblick auf die Einführung 
des Compute Module Zero 
(https://www.raspberrypi.com/products/compute-module-zero/), das du in 
deiner Berichterstattung schön vergessen hast, weil du dich 
augenscheinlich lieber mit Waffenkram und Lästern beschäftigst, ergibt 
so ein "powered by raspberry pi"-Logo jetzt auch tatsächlich Sinn.

: Bearbeitet durch User
von J. R. (yoc)


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Tam H. schrieb:
> Aus Struktogrammsicht

Ich sehe dort kein Struktogramm.

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