Moin, weiter gehts mit Überspannungsschäden. Meine Gefriertruhe hab ich erfolgreich repariert. Mein Gefrierschrank macht immerhin die ersten Piepser wieder, aber die Elektronik läuft nicht stabil. Kann mir jemand sagen, was für ein Bauteil das auf dem Bild ist? Das hat in beide Richtungen Kurzschluß, das scheint mir nicht so zu sein, wie es soll... Gruß, Martin
Könnte eine Spule von Epcos sein, das wäre dann ein "Kurzschluß".
Martin schrieb: > Das hat in beide Richtungen Kurzschluß, das scheint mir nicht so zu sein, wie es soll... Erst im ausgebauten Zustand wirst du Klarheit darüber haben. Ein paar Ohm sind schnell als Kurzschluß interpretiert, und der Rest Schaltung tut ihr übriges dazu Verwirrung zu stiften.
Ok. In-circuit hat sie 0,4 Ohm. Mir war das nur aufgefallen, hier sind zwei baugleiche Dioden nebeneinander, mit Diodentest hat die eine 0,5V Spannungsverlust, in der anderen Richtung keinen Durchgang. Sieht soweit also gut aus. Die zweite Diode hat in der einen Richtung 0,4V Spannungsverlust, in der anderen 1,2V Spannungsverlust. Es liegt aber nicht an der Diode, ausgelötet ist sie ok. Also kommt das irgendwie durch die Schaltung, die Frage ist, muß das so oder halt nicht... und da an der zweiten Diode dieses Bauteil hing, kam mir das verdächtig vor. Ok, ich versuche mal, die Schaltung zu verstehen.
Martin schrieb: > In-circuit hat sie 0,4 Ohm. Es gibt die Dinger auch mit weniger als 1 Ohm. Ich musste bei der Baugröße ja raten...
H. H. schrieb: > Es gibt die Dinger auch mit weniger als 1 Ohm. Bei vermuteten 100uH und der Baugrösse eher unwahrscheinlich. (oder 10uH?)
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Wastl schrieb: > H. H. schrieb: >> Es gibt die Dinger auch mit weniger als 1 Ohm. > > Bei vermuteten 100uH und der Baugrösse eher unwahrscheinlich. Tja, welche Baugröße ist es nun...
Größe 1210? https://www.tdk-electronics.tdk.com/de/193716/produkte/produktkatalog/induktivitaeten/smt-induktivitaeten
Martin schrieb: > 2,6 x 3,3 mm Also SMD1210, und dann gibts die mit 4.6, 11 und 11.5 Ohm Nennwiderstand.
Wastl schrieb: > Bei vermuteten 100uH Eine mit 100 beschriftete Spule hat meist 10uH, manchmal 10nH.
Martin schrieb: > Das hat in beide Richtungen Kurzschluß, das scheint mir nicht so zu > sein, wie es soll... Auslöten und dann messen. Wenn der Kurzschluss auf der Leiterplatte bleibt, dann ist das Bauteil ok. Bei Messungen im eingebauten Zustand braucht man einiges an Erfahrung, um die Messwerte zusammen mit der übrigen Schaltung bewerten zu können. Und letztlich hilft dann doch nur Auslöten... Martin schrieb: > Mir war das nur aufgefallen, hier sind zwei baugleiche Dioden > nebeneinander Da siehst du mehr als wir. Ein Bild, das mehr vom Umfeld zeigt, könnte helfen.
So, hab das Teil ausgelötet. Es bleibt bei 0,4 Ohm. Wenn das Teil ausgelötet ist, dann sind die Messungen über die Diode wie erwartet (0,5V Spannungsverlust, andere Richtung kein Durchgang). Bild anbei. Die rot markierten Bauteile waren defekt und sind bereits von mir getauscht worden. Die Messungen waren an der blau markierten Diode und das gefragte Bauteil ist grün markiert.
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Michael B. schrieb: > Wastl schrieb: >> Bei vermuteten 100uH > > Eine mit 100 beschriftete Spule hat meist 10uH, manchmal 10nH. Mea culpa, 10µH natürlich. Und dann passen die 0,4 Ohm DC ja bestens zu einer B82422H.
Ok, also liegt das Problem vermutlich irgendwo anders.
Die Frage ist doch einfach, ob kundenspezifische Schaltkreise ihren Saft kriegen und trotzdem nicht funktionieren, dann kann die Platine nämlich in die Rundablage! Die Sekundärschaltung hätte ich fremdgespeist aus dem Labornetzteil.
Ich würde mal die Spannungen messen (Multimeter DC und AC), die am Netzteil erzeugt werden, z.B. an den dicken Elkos. (Vorher noch auf Kurzschluß checken) Was heißt denn "läuft nicht stabil" ?
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Naja man kann die zieltemperatur über den Taster einstellen, den warnpieper deaktivieren und der kompressor wird angesteuert und das Gerät kühlt. Aber manchmal flackern die LEDs, es piept ab und an oder die Anzeige geht ganz aus und es passiert auch nichts mehr. Also prinzipiell funktioniert es, aber beim PC würde ich sagen, er stürzt ständig ab. Deshalb meine Vermutung dass irgendwas mit der Spannung noch nicht stimmt. Ich kann bei Gelegenheit mal im Betrieb messen was wo anliegt...
So, ich hab ein Video gefunden, wo eine die Platine repariert. Leider auf einer mir ungeläufigen Sprache. Im Endeffekt hat der das gleiche gemacht, wie ich auch bislang. https://www.youtube.com/watch?v=ADHVIrzabuU Am Ende misst er ein paar Punkte durch: https://youtu.be/ADHVIrzabuU?t=777 Die 300V an den Kondensatoren liegen bei mir auch an. Die 5V und die 9,4V die er misst über den anderen Kondensatoren, die sind bei mir kleiner (4,6V und 8,9V) und erscheinen zappelig. Oszi hab ich jetzt noch nicht dran gehabt. Auch die 5V, die er am Ende über das SMD-Bauteil misst, sind bei mir zappelige 4,6V. Also ist vermutlich an der Stromversorgung noch etwas faul. Die drei schwarzen Kondensatoren sind laut Multimeter aber in ihrer Kapazität ok.
Schaltplan deines NT, zumindest so in etwa: https://www.edn.com/wp-content/uploads/articles-articles-1.6-w-dual-output-flyback-converter1-1403071243.png
Ja ich hab mich mal versucht einzulesen, aber die Funktionsweise diese rückgekoppelten Geraffels ist mir noch unklar...
Martin schrieb: > Ja ich hab mich mal versucht einzulesen, aber die Funktionsweise > diese > rückgekoppelten Geraffels ist mir noch unklar... Der LNK304 regelt so, dass am Feedback-Pin(*) 1,65V gegen Source sind. Für mehr Ausgangsspannung braucht es also einen Spannungsteiler. (*) in der Grafik blöderweise mit EN bezeichnet.
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bei mir 1,4V gegen Source. Würde ja dazu passen, daß die Spannungen zu niedrig sind. Hab ich den LNK kaputt gemacht beim Einlöten?
Martin schrieb: > Hab ich den LNK kaputt gemacht beim Einlöten? Kann ich natürlich nicht ausschließen. Hast du ihn aus verlässlicher Quelle bezogen? Die Chinesen löten die ja aus alten Platinen aus und verkaufen sie als neu. Und hast du die zwei Dioden an der Längsseite des Trafos geprüft? Im Schaltplan ist die Klemmschaltung ja anders realisiert (DRC-Snubber).
Ich hab so ein Reparaturset (LNK, Drossel, Widerstand) bei ebay gekauft. Der Chip sah nicht benutzt aus. Der Widerstand ist allerdings deutlich größer als der, der verbaut war. Das war natürlich auf den Foto der Auktion nicht zu sehen. Da der Widerstand ja wohl als Sicherung im Notfall dienen soll, kommt mir das zweifelhaft vor, aber sollte der Funktion ja erstmal keinen Abbruch tun. Allerdings war der Original-Widerstand ein 21 Ohm und Reparaturset gab es nur mit 22 Ohm, aber das sollte ja wohl im Toleranzbereich sein. Alle Dioden, die ich als Dioden erkannt habe, habe ich überprüft.
Martin schrieb: > Ich hab so ein Reparaturset (LNK, Drossel, Widerstand) bei ebay > gekauft. > Der Chip sah nicht benutzt aus. Die Chinesen hübschen den so auf, dass du als Laie das nicht erkennen kannst. > Der Widerstand ist allerdings deutlich größer als der, der verbaut war. > Das war natürlich auf den Foto der Auktion nicht zu sehen. Da der > Widerstand ja wohl als Sicherung im Notfall dienen soll, kommt mir das > zweifelhaft vor, aber sollte der Funktion ja erstmal keinen Abbruch tun. Solltest du aber später noch ändern. > Allerdings war der Original-Widerstand ein 21 Ohm und Reparaturset gab > es nur mit 22 Ohm, aber das sollte ja wohl im Toleranzbereich sein. Das war sicher kein 21 Ohm Widerstand, der zweite Ring war nur duch die Hitze verfärbt. > Alle Dioden, die ich als Dioden erkannt habe, habe ich überprüft. Tja, dann bliebe noch Überlast als Ursache für die Spannungsabweichung.
H. H. schrieb: > Die Chinesen hübschen den so auf, dass du als Laie das nicht erkennen > kannst. War zumindest ein deutscher Händler. Wo der seine Ware herbekommt, weiß ich natürlich nicht. > Solltest du aber später noch ändern. Ja, ich hatte vor den Widerstand noch zu tauschen. Aber gibt ja nur Sinn, wenn die Sache auch funktioniert. > Das war sicher kein 21 Ohm Widerstand, der zweite Ring war nur duch die > Hitze verfärbt. Das hat mein Bruder auch gesagt... mag sein > Tja, dann bliebe noch Überlast als Ursache für die Spannungsabweichung. Hmmm ich meditiere sowieso schon länger über die Anschaffung einer Infrarotkamera... zumindest bei youtube werden damit immer Kurzschlüsse ganz schnell gefunden.
Martin schrieb: > Hmmm ich meditiere sowieso schon länger über die Anschaffung einer > Infrarotkamera... zumindest bei youtube werden damit immer Kurzschlüsse > ganz schnell gefunden. Vom kläglichen Scheitern macht man kein Video... Das Hühnerfutter neben dem Regler hast du auch schon geprüft?
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H. H. schrieb: > Das Hühnerfutter neben dem Regler hast du auch schon geprüft? Nein, in der Tat noch nicht. Was könnten denn die bräunlichen Bauteile ohne Beschriftung sein...?
Martin schrieb: > H. H. schrieb: >> Das Hühnerfutter neben dem Regler hast du auch schon geprüft? > > Nein, in der Tat noch nicht. Was könnten denn die bräunlichen Bauteile > ohne Beschriftung sein...? Das sind Keramikkondensatoren.
Ok ich mess morgen mal und mein Angestellter bringt seine Thermokamera mit...
So am linken 2402 messe ich 23k. Passt am 1002 daneben messe ich 10k. Passt am 1002 rechts daneben messe ich 7k. Müsste man ablöten um das zu genau zu überprüfen. Am 5621 oben messe ich 4,2k. Dito. Wärmebildkamera sagt, der LNK ist der wärmste Fleck mit ca. 45 Grad. Wo hast Du denn das Foto von der Platine her? Bei meiner Platine sind die beiden 1002 nicht beschriftet...
Die Keramikkondensatoren kann ich mit meinen Multimetern nicht messen. Gibt keinen sinnvollen Wert. Ob das daran liegt, daß sie noch eingelötet sind, kann ich nicht beurteilen. Am BP-Pin des LNK liegen nur 2,8V an. Sollten aber 5,8V sein. Also vielleicht ist der Kondensator kaputt. Oder der LNK... Ich such mal, ob ich einen 100nF Kondensator keramisch finde in meinem Bestand...
Martin schrieb: > Am BP-Pin des LNK liegen nur 2,8V an. Sollten aber 5,8V sein. Also > vielleicht ist der Kondensator kaputt. Erhöhter Leckstrom kommt vor. > Oder der LNK... Nicht auszuschließen.
So, den Kondensator hab ich getauscht. Laut Datenblatt sollen da ja 100nF ran. Das hat genau nichts geändert. Ich würde mal davon ausgehen, solange am BP nicht die gewünschten 5,8V anliegen brauch ich weiter hinten gar nicht erst zu schauen... Vielleicht muß mal den Schaltplan um den LNK aufnehmen...
Ich hab mir noch einen neuen LNK aus einer anderen Quelle besorgt. Getauscht. FB: 1.63 V BP: 5,80 V Die 5V weiter hinten in der Schaltung passen jetzt auch. Echt jetzt? Die ganze Suche und testweise an der Platine rum löten nur weil der neu gekaufte LNK kaputt war? Grmpf...
Martin schrieb: > Echt jetzt? Die ganze Suche und testweise an der Platine rum löten nur > weil der neu gekaufte LNK kaputt war? Nennt man Lehrgeld. Wenn man Teile aus nicht verlässlicher Quelle kauft...
Tja. Damit hab ich nicht gerechnet bei so einem billigen Artikel. Mal ne andere Frage um das Projekt dann abzuschliessen: Der original 22 Ohm Widerstand hat 3,1mm Durchmesser und ist ca. 5mm lang. Was für ne Leistung hat der dann? Da der als Sicherungswiderstand dient, würde ich den gerne noch mit einem der gleichen Leistungsklasse ersetzen, der den ich jetzt drin habe aus dem Reparaturseit ist deutlich größer.
Martin schrieb: > Der original 22 Ohm Widerstand hat 3,1mm Durchmesser und ist ca. 5mm > lang. > Was für ne Leistung hat der dann? Wird ein 0,5W Sicherungswiderstand gewesen sein. Aber bis zu 1W ist da auch noch in Ordnung, ggf dann mit bis zu 47 Ohm.
Danke. Hab was passendes gefunden. Als nächstes ist der Kaffee-Vollautomat dran :-)
Naja. Gefriertruhe ist repariert - da war nur der Varistor und der Sicherungswiderstand durch. Das war einfach. Gefrierschrank jetzt auch. War eigentlich auch einfach, wenn nicht der neue LNK defekt gewesen wäre, der mich in die Irre geführt hat... Massagesessel fehlt der passende Trafo. Experiment ob der Rest läuft mittels Labornetzeile steht noch aus. Hatte erstmal keine Prio. Spülmaschine ist der explodierte Chip nicht mehr erkennbar (auch so ein 7-pin-Teil). Kommt sonst halt ne neue Platine rein, was soll ich machen, wenn ich nicht weiß, welcher Chip da rein muß. Kaffeevollautomat ist sichtbar der Varistor abgeraucht. Die Platine wehrt sich noch gegen meinen Ausbauversuch. Dann hab ich hier noch diversen Kleinkram, Smarthome, WLAN etc. Einiges ist vermutlich unreparabel (USB-Wandwarze, CTEK Ladegerät soll voll verklebt sein), einen WLAN-Repeater konnte ich schon wiederbeleben durch Austausch eines ausgebeulten Elkos. Da werd ich mich aber erst später dran machen. Vor allem muß ich die noch aufbewahren, da die von der Versicherung noch nicht bezahlt wurden. Anderes Aufregerthema... Dann hab ich für meinen Festbrennstoffkessel noch ne Art USV (also keine echte Online-USV, das ist halt Wechselrichter + Ladegerät in einem Gehäuse mit externem 12V Akku), die tut auch gar nichts mehr, hab ich aber noch nicht zerlegt. Ist natürlich immer ne Wette ob es was wird gegen Zeit und finanziellen Aufwand. Aber für den Gefrierschrank hab ich immerhin auch 270,- EUR für eine Reparatur bekommen, da kann man dann auch selbst bißchen rumfummeln für und paar EUR investieren, bevor man stumpf die Platine tauscht...
So, die Platine funktioniert auch im Realbetrieb im Gefrierschrank. Er kühlt bis -18 Grad und hält dann die Temperatur. Nun warte ich noch auf den neuen Sicherungswiderstand und werde den dann noch tauschen und dann hat das Kapitel auch ein erfolgreiches Ende gefunden.
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