Guten Abend zusammen,
Ich habe den Artikel im Wiki leider etwas zu spät gelesen:
Zoll und Abgaben: Kosten
und bei einer 110€ LCSC Bestellung den 40€ Versand mit FedEx gewählt.
Nun haben die mir 5 Wochen später eine Rechnung geschickt und wollen
insgesamt 217€
Die Steuern von 27€ und die Aufwendungs Pauschale(!) von 8€ sehe ich ja
noch ein und dann ist da noch die ominöse Position "5
Warentarifpositionen 152,00"
Ich habe die Rechnung direkt beanstandet und ein paar Tage später kam
zurück:
1
FedEx kann Sendungen mit mehreren Warenarten verzollen; hierfür wird jedoch eine Gebühr für zusätzliche Positionen erhoben, um die verschiedenen Zolltarifnummern zuzuordnen. Diese Gebühr kann anfallen, wenn:
2
1) die Sendung mehr Zolltarifnummern umfasst als die im Gebührenabschnitt angegebenen „Freipositionen“; oder
3
2) eine identische Ware in mehr als einem Land hergestellt wurde; oder
4
3) mehrere Handelsrechnungen beim Zoll eingereicht werden, die jeweils eine eigene Zolltarifnummer erfordern; oder
5
4) Sie eine separate Position für jeden Artikel in der Sendung wünschen.
6
8,00 € pro Position ab der 6. Position
Und das Ticket wurde damit sofort geschlossen.
Ich habe mir erstmal verkniffen darauf hinzuweisen das 5 weniger als 6
sind.
Ich vermute die haben einfach alle 23 Rechnungspositionen nicht
Warentarifgruppen mal 8 genommen (dann stimmt die Rechnung aber auch
nicht) und komme mir richtig verarscht vor.
Nun meine Frage:
Hat das schonmal jemand durchgemacht? Das Wiki liest sich so...
Und wie ist das ausgegangen?
Sven H. schrieb:> Und wie ist das ausgegangen?
Nie wieder private Paketunternehmen, wie FedEx, UPS, TNT, DHL Express,
alles Betrüger.
Aber bei 8 Milliarden Menschen haben die die Möglichkeit 8 Milliarden
Pakete zu transportieren bevor es jeder weiss.
Du hast FedEx mit dem Import und dem Versand beauftragt und hast damit
den Vertragsbedingungen und Kosten zugestimmt.
Tröste dich, den Fehler macht man meist nur einmal (üblicherweise mit
DHL Express).
Kommt auch besonders heftig/häufig beim Kauf von Distributoren von
elektronischen Komponenten vor, weil hier eben mehrere Artikel aus
verschiedenen Warentarifgruppen gekauft werden.
Bei LCSC nur noch "International Registered Mail" (geht) oder "Global
Direct Standard Line" (geht glaub auch) wählen.
Wenn zu groß, zwei Bestellungen. Dauert meist weniger lang als die
angegebenen "maximal 7-15 Tage".
Dein Fall ist natürlich heftig. Glaube FedEx greift da noch mehr zu als
DHL Express.
Timo N. schrieb:> "International Registered Mail" (geht) oder> "Global Direct Standard Line"
Die beiden sind mir bekannt und wähle ich bei JLCPCB auch regelmäßig,
die standen dieses mal leider nicht zur Auswahl, vermutlich weil da
DIP-IC Stangen dabei waren.
Michael B. schrieb:> FedEx, UPS, TNT, DHL Express,> alles Betrüger.
Dann bleibt leider nicht mehr viel übrig.
Sebastian R. schrieb:> Tröste dich, den Fehler macht man meist nur einmal
Wenn ich ihn nochmal mache kann ich mir auch gleich ein Flugticket nach
Hong Kong kaufen und den Kram selbst abholen. Mit 590€ ist man da schon
dabei.
Timo N. schrieb:> Dein Fall ist natürlich heftig. Glaube FedEx greift da noch mehr zu als> DHL Express.
Vielleicht hat ja jemand eine Idee wie ich diese Wucher-Rechnung wieder
los werde, Verbraucherzentrale eventuell?
Meine Zustimmung haben die leider, ich habe vor Zustellung eine E-Mail
bekommen das ich einen Haken setzen soll sonst bekomme ich meine Sendung
nicht.
Eine Rechnung habe ich im Austausch dafür aber nicht gleich bekommen
sondern erst lange danach.
Sven H. schrieb:> Vielleicht hat ja jemand eine Idee wie ich diese Wucher-Rechnung wieder> los werde, Verbraucherzentrale eventuell?
Indem du sie bezahlst und es als Lehrgeld verbuchst.
Einfach mal dort melden, sagen dass man den Betrag nicht nachvollziehen
kann und nachfragen, wie sich das zusammensetzt.
Nur eine Summe und als einzige Erklärung "kann anfallen" kommt mir schon
ziemlich dünn vor. Wenn ich zahlen soll, muss ich mindestens wissen für
was ich zahle.
>4) Sie eine separate Position für jeden Artikel in der Sendung wünschen.>8,00 € pro Position ab der 6. Position
Das "wünschen" klingt nicht so, als ob es Standardeinstellung wäre -
hast du das denn ausdrücklich gewünscht?
Simon L. schrieb:> nachfragen, wie sich das zusammensetzt
Das war Teil meiner Beanstandung, die Antwort darauf steht oben.
Simon L. schrieb:> hast du das denn ausdrücklich gewünscht?
Natürlich nicht.
Ich habe jetzt nochmal nachgebohrt und darauf hingewiesen dass ich die
extra Positionen nicht gewünscht habe.
Vielleicht liest ja dieses mal irgendwer das Ticket.
Mir fehlen da noch ein paar Infos zu, hast du die Ware schon, und der
Transporteur also FedEx will nur noch zu viel Geld von dir, oder ist die
Lieferung noch nicht angekommen, also bei dir? Und direkt an den
Lieferanten kannst du auch nicht den MaterialPreis bezahlen, zzgl. der
ausrechenbaren Kosten die dir rechtens sind?
Und wo ist jetzt das Problem, der Spediteur/Transporteur will dich
abzocken,
und die wollen oder können sich nicht klar ausdrücken, dann stell du
dich doch genauso doof und reklamiere das dort bei denen, und verlange
einen neuen Vorgang, wenn da Fehler drin sein sollten die du nicht zu
verantworten hast.
Teilzahlung oder den unstrittigen Betrag bezahlen und abwarten?
Die Ware hast du also schon, dann rechne dir doch selber die zulässigen
Kosten aus und überweise die? Oder wie ist der Bezahlungsvorgang
geregelt?
Phantasiegebüren sind in den USA doch üblich und allgemein akzeptiert!?
Warum um ein paar Dollar streiten, wenn man in der Zeit locker 3500kKal
in sich rein schaufeln kann...
Besser als das, was mir letztens passierte:
Weil Ware angeblich kein Gefahrgutlabel hatte, hätte es nicht per
Luftfracht transportiert werden dürfen. Wurde vom Zoll vernichtet.
FedEx liefert. Dann hast Du die Ware schon. Und dann kommt erst die
Rechnung.
Bei mir war es anders. Habe die Ware, die bezahlt war, nie gesehen.
Dass nicht noch ein Bußgeldverfahren eröffnet wurde, war reiner Zufall.
Insofern bist Du noch fein raus.
Bezahl einfach nicht. Mache einen formalen Widerspruch. Damit hast Du
zumindest etwas Zeit gewonnen.
Bei Ali gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Carriern zur Auswahl.
Bei FedEx hat es mir den Atem verschlagen. Transport fast 1,5 mal teurer
als die Ware selbst. Sie bieten zwar an, sich um die Verzollung zu
kümmern, das bedeutet aber nicht, dass zum Beispiel fehlende
CE-Konformität durchgeht. Die Ware wird von Zoll beschlagnahmt, trotz
der hohen Transportkosten.
Zum Beispiel für Batterie/Akku-Lieferungen oder Geräte, die Akkus fest
eingebaut haben, bietet sich der Transport über
YFH Special Standard,
Cainiao Super Economy for Special Goods,
Cainiao Standard for Special Goods,
Sunyou Standard SG Special Goods
mit Extra Versicherung an.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Die Ware wird von Zoll beschlagnahmt, trotz> der hohen Transportkosten.
Du erwartest nicht ernsthaft, dass du durch Versandkosten
Zollbestimmungen umgehen kannst?!
Karl B. schrieb:> das bedeutet aber nicht, dass zum Beispiel fehlende> CE-Konformität durchgeht.
Die Einfuhr ist verboten, egal, wer die Verzollung oder den Import
vornimmt.
Sebastian R. schrieb:> Du erwartest nicht ernsthaft, dass du durch Versandkosten> Zollbestimmungen umgehen kannst?!
Zumindest hat das der Chat mit dem chinesischen Seller so suggeriert.
Da steht dann (übersetzt): "Wir kümmern ums um alle
Zollangelegenheiten."
Otto Normalverbraucher könnte dann auf die Idee kommen, dass die höheren
Transportkosten "alles" erledigen.
Dass dem nicht so ist, weiß ich selbst.
Ich habe auch nicht über FedEx als Carrier bestellt.
Karl B. schrieb:> Transport fast 1,5 mal teurer> als die Ware selbst. Sie bieten zwar an, sich um die Verzollung zu> kümmern, das bedeutet aber nicht, dass zum Beispiel fehlende> CE-Konformität durchgeht. Die Ware wird von Zoll beschlagnahmt, trotz> der hohen Transportkosten.
Wie kommst Du auf die Idee, dass ich die Rechtmäßigkeit der
Vorgehensweisen von Behörden in Zweifel ziehe? Das ist wieder typische
Rumkritisiererei von gelangweilten Forenmitgliedern, die nichts anderes
zu tun haben, als andere zu kritisieren, ohne überhaupt etwas aus ihren
Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Thema beizusteuern.
ciao
gustav
Sebastian R. schrieb:> Die Einfuhr ist verboten, egal, wer die Verzollung oder den Import> vornimmt.
Wenn man es nicht auf dem EU-Markt als Hersteller/Importeuer dem
Endkunden anbietet?
Wenn ich selbst Hersteller/Importeuer bin und Produkte aus China
importiere (B2B), die ich aber hier nicht dem Endkunden anbiete, sondern
selbst hier für die Weiterverarbeitung (Vorprodukte) nutze, um sie
CE-konform zu machen, habe ich doch keine Probleme.
Ich meine das bezieht sich aber nicht auf "fertige" Werkzeuge.
Bei den meisten von mir bei Aliexpress und co. erworbenen Produkten
handelt es sich NICHT um fertige Produkte, sondern eher um Komponenten.
Karl B. schrieb:> Zumindest hat das der Chat mit dem chinesischen Seller so suggeriert.> Da steht dann (übersetzt): "Wir kümmern ums um alle> Zollangelegenheiten."
Dann klar definieren, was das heißt. Incoterms DDP ausmachen, nicht DPU.
Karl B. schrieb:> Zumindest hat das der Chat mit dem chinesischen Seller so suggeriert.> Da steht dann (übersetzt): "Wir kümmern ums um alle> Zollangelegenheiten."
Jaja, die guten Chinesen... Träum' weiter.
Es ist doch immer das Gleiche: Geiz-ist-geil-Mentalität, beim Chinesen
oder im Ami-Land bestellen und dann groß heulen, wenn's teuer wird.
Nevs schrieb:> hast du die Ware schon, und der> Transporteur also FedEx will nur noch zu viel Geld von dir
Ja und Ja
Karl B. schrieb:> Mache einen formalen Widerspruch.
Ich habe rumgegoogelt und denke den habe ich erfüllt, seit ich die "Wir
haben Ihre Mail erhalten" Antwort zurück bekommen habe.
Allerdings glaube ich nicht das FedEx das verstanden hat.
Rainer Z. schrieb:> Geiz-ist-geil-Mentalität, beim Chinesen> oder im Ami-Land bestellen und dann groß heulen, wenn's teuer wird.
Technisch gesehen kam das Paket aus Hong Kong und Ich habe dort bestellt
weil die einige Bauteile hatten die ich bei den europäischen
Distributoren nicht finden konnte (STC MCU, AGMSemi).
Grundsätzlich bin ich bei dir, aber bei FedEx muss mein Geld dann echt
nicht landen.
Sven H. schrieb:> Grundsätzlich bin ich bei dir, aber bei FedEx muss mein Geld dann echt> nicht landen.
Okay. Wirklich ernst und positiv gemeint: Bezüglich FedEx hast Du mich
nachhaltig sensibilisiert. War schon immer als teuer bekannt, aber so
extrem? Da sind wir - auch bezüglich Zoll - innerhalb der EU verwöhnt.
Weiß eben auch niemand mehr zu schätzen.
Rainer Z. schrieb:> Es ist doch immer das Gleiche: Geiz-ist-geil-Mentalität, beim Chinesen> oder im Ami-Land bestellen und dann groß heulen, wenn's teuer wird
Es handelt sich um in Europa ganz bewusst von der Radigeräteindustrie
boykottierten Digital Radio Mondiale Empfängern, die der Hersteller
leider nicht hat zertifizieren lassen.
Komisch, der "Tecsun" - made in China - hatte schon ein CE-Kennzeichen.
Und das schon vor Jahren. Nur das Kompartiment für den Netztrafo hatte
man leer gelassen. Sonst wäre es nicht mit der ErP Norm konform gewesen.
Es wird wohl soweit kommen, dass ich die Prüfung selbst in Auftrag gebe.
Angst habe ich vor der EMV-Prüfung, wenn mit 2,5 kV im Zuge des
ESD-Tests an die Teleskopantenne gegangen wird.
Welches Radio hält 2,5 kV am Antenneeingang aus?
Die reine EMV-Prüfung dürfte so um 200,- Euro kosten. Das würde ich noch
investieren.
Aber, wenn mit so brutalen Methoden geprüft wird, sehe ich schwarz.
Die Risikoanalyse betrifft hauptsächlich die herausziehbare
Teleskopantenne. Dieses wird dann in der deutschen Bedienungsanleitung
thematisiert. "Teleskopantenne dient nicht zum Herumpopeln in der Nase.
Gerät von Kindern fernhalten."
Jedenfalls hatte ich noch unverschämtes Glück, mir diesen Empfänger 2023
zu kaufen, dessen Kauf jetzt erheblich erschwert ist. Es sei denn, der
Hersteller kapiert es endlich und lässt sein Gerät zertifizieren.
Der von mir geplante in Auftrag zu gebende Test würde also an dem
bereits gekauften Gerät gleicher Bauart erfolgen.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> ..> Die reine EMV-Prüfung dürfte so um 200,- Euro kosten. Das würde ich noch> investieren.>> ...
Häng' da mal noch ne Null dran. Dann hast du zumindest die
Abstrahlung...
Roland E. schrieb:> Häng' da mal noch ne Null dran. Dann hast du zumindest die> Abstrahlung...
Für popelige Rundfunkempfänger?
Ich denke die Messungen beginnen erst bei 30 MHz und gehen bis 10 GHz
Also, der ganze mich interessierende Bereich fällt so wie so flach.
LW-MW-KW. Alles "Müll-Bereiche". Da kann so viel gemüllt werden, wie
Hulle.
Dabei wäre doch interessant, wie hoch Superhet-Oszillator-Störstrahlung
wäre, die vielleicht in den Empfangsbereich reinfällt.
Muss mich mal umhören und Genaueres von den EMV-Laboren erfragen.
Kann mir nicht vorstellen, dass Tests für neue, bislang nicht getestete
PCBs, auf denen µCs und evtl. Step-Up-Down-Wandler verbaut sind,
gleichermaßen vermessen werden, wie bereits hundertfach im asiatischen
Raum vertriebene Rundfunkgeräte, die nur mit Batterie betrieben werden.
Die Geräte sind - ganz nebenbei bemerkt - von den Herstellern auf die
Einhaltung der chinesischen Produktnormen abgeklopft worden. Sonst wären
sie dort selbst nicht verkaufsfähig. Ist ja nicht so, dass China keinen
TÜv oder Vergleichbares hätte.
Und hinterher: Test bestanden - Gerät kaputt. Dann kann ich mir den
ganzen Zinnober auch sparen.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Kann mir nicht vorstellen, dass Tests für neue, bislang nicht getestete> PCBs, auf denen µCs und evtl. Step-Up-Down-Wandler verbaut sind,> gleichermaßen vermessen werden,
Das Labor misst das, was du gemessen haben möchtest. Es gibt
entsprechende Normen, die Messaufbauten und Grenzwerte vorgeben, aber du
selber bestimmst, was genau gemessen werden soll.
CE ist am Ende eine Selbstauskunft, für die du als Inverkehrbringer
unterschreibst. Du darfst sogar "CE" draufschreiben, ohne einen einzigen
Test gemacht zu haben. 2000€ im Labor zahlst du dafür, dass du dir
selber sicher sein kannst, dass Vorschriften eingehalten werden. Dir
wird CE nicht von einer offiziellen Stelle nach Durchsicht der
Messergebnisse "verliehen", sondern du musst dir halt einfach nur selber
sicher sein, dass die Anforderungen erfüllt werden.
Karl B. schrieb:> Für popelige Rundfunkempfänger?
2000€ für einen Tag in einem akkreditierten Prüflabor sind vermutlich
sogar auf der günstigen Seite. Es ist fast egal, ob du einen
Kernspintomographen oder eine LED-Kerze geprüft haben möchtest. Die
Normen unterscheiden sich, aber der Tag im EMV-Labor mit Absorberhalle,
entsprechendem Personal und einem Messzertifikat am Ende kosten nun
einmal Geld.
Karl B. schrieb:> Und hinterher: Test bestanden - Gerät kaputt. Dann kann ich mir den> ganzen Zinnober auch sparen.
Mit bestandenem Test weißt du, dass du geltende Grenzwerte einhalten
kannst. Und aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass du eher 5 Geräte für
die erste Runde im EMV-Labor einplanen solltest. Die erste Runde geht
eigentlich immer schief. Also Schaltung anpassen, zweiter Tag im Labor
mit 5 Geräten. Mit Glück geht alles gut, ansonsten sind aber noch einmal
Nachmessungen notwendig.
3 Labortage - 6000€, wenn es günstig ist. Aber dafür eben ein
offizielles Zertifikat, dass deine Geräte gemäß geltender Normen geprüft
wurden und die Grenzwerte einhalten.
Die Strafen, wenn jemand herausfindet, dass du die Werte nicht einhalten
kannst und du nicht als Gegenbeweis die Messungen aus dem Protokoll
vorweisen kannst, sind deutlich höher.
Sebastian R. schrieb:> CE ist am Ende eine Selbstauskunft, für die du als Inverkehrbringer> unterschreibst. Du darfst sogar "CE" draufschreiben, ohne einen einzigen> Test gemacht zu haben.
Erstmal vielen Dank für die Erläuterungen.
Die Nachprüfbarkeit der Messergebnisse und "Zur-Verfügung-Stellung" ist
aber spätestens seit "GPSR-Informationspflicht" erforderlich.
"...Zusätzlich müssen Hersteller die Ergebnisse der Risikoanalyse
dokumentieren und diese Dokumente für mindestens zehn Jahre aufbewahren.
Dies stellt sicher, dass die Sicherheitsmaßnahmen nachvollziehbar und
überprüfbar sind..."
Ein Messprotokoll für EMV in Händen wäre schon einmal nicht schlecht,
denke ich. Ich würde ja nur einen Scan von 15 Minuten beauftragen.
https://www.youtube.com/watch?v=yetKDZY1tbk
ciao
gustav
Nevs schrieb:> Thema Fantasiegebühren bei FedEx
Ich zeig Dir's.
Zufälligerweise dasselbe Angebot, was auch noch im Zoll hängen geblieben
ist.
Siehe Bild.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Ich zeig Dir's.
Willst du uns hier veräppeln oder was, dein Thema mit den Kosten der
EMV-Prüfung hat hier bei dem Thema keinen Bezug, also mach dazu einen
extra Thread auf!
Und wenn schon beim Kauf der gesamte Betrag ersichtlich war, was willst
du dann noch damit, dann wusstest du ja schon was es kostet!
Bei deiner Taktik und Logik hier brauchst du auf kein Mitgefühl zu
hoffen,
du kennst dich ja wohl dabei aus und bringst hier nur Bsp. um dein Drama
darzulegen, was mit seinem nichts zu tun hat.
Karl B. schrieb:> Nevs schrieb:>> Thema Fantasiegebühren bei FedEx>> Ich zeig Dir's.> Zufälligerweise dasselbe Angebot, was auch noch im Zoll hängen geblieben> ist.
Willst Du die Leute auf den Arm nehmen. Erst kaperst Du den Thread, dann
kommst Du mit Fedex IP. Natürlich ist das sauteuer. Dafür sind die
Sachen aber auch ruckzuck beim Empfänger. Sowas nimmt man wenn's eilt.
Michael L. schrieb:> Dafür sind die> Sachen aber auch ruckzuck beim Empfänger.
Schau doch auf's Lieferdatum:
Ali Express Standadversand: Um Jan. 18-28
FedEx IP: um Feb. 18
Wer ist da ruckzuck?
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Ich zeig Dir's.
An dem Punkt hast du ja noch die Wahl den Versender zu ändern.
Nun stell dir vor, da stände 30€ Versand, du greifst zu und die
restlichen 300€ kommen dann 4 Wochen später als Rechnung weil du bei
FedEx einen Haken gesetzt hast das du das Paket gerne hättest und es
nicht zerstört werden soll.
Außerdem geht es in meinem Fall um Bauteile, kein vollständiges Gerät.
Da muss man erstmal nur auf RoHS achten und nicht noch die ganzen
anderen Regulierungen.
Über deren Sinnhaftigkeit wurde im Forum schon genug gestritten.
Und damit bitte zurück zum Thema, bei der Verbraucherzentrale steht:
"Wucher" zeichnet sich durch den doppelten Preis im Vergleich zur
Konkurrenz aus (sehe ich hier definitiv erfüllt, siehe
Zoll und Abgaben: Kosten) und Ausnutzung einer Notlage (Drohung der
Retoure/Zerstörung der Sendung).
Wahrscheinlich mache ich es mir damit aber zu einfach :D
Sven H. schrieb:> Zoll und Abgaben: Kosten) und Ausnutzung einer Notlage (Drohung der> Retoure/Zerstörung der Sendung).
Das wäre eher Erpressung, aber keine Notlage.
Die Frage ist, hattest Du die Möglichkeit, die Artikel auch in der EU zu
bestellen? Wurde die Bestellung aus Gründen des Kostenvorteils im
Ausland gemacht, dann sind zusätzliche Transportkosten und anderweitige
Bearbeitungsgebühren sozusagen ein mit einzukalkulierendes
"Betriebsrisiko".
Wie der Carrier die Kosten kalkuliert, ist oft nicht transparent.
Sich darüber aufzuregen, hilft nicht weiter.
Anders sehe ich das beim Kaufversuch von Ware an, die in der EU nicht zu
bekommen ist, für die insofern auch kein Markkonkurrent in der EU
existiert. Womit dann auch die europäische Wirtschaft nicht geschädigt
werden kann, was andersherum als Kompensation entsprechende Zölle
rechtfertigen würde.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Anders sehe ich das beim Kaufversuch von Ware an, die in der EU nicht zu> bekommen ist, für die insofern auch kein Markkonkurrent in der EU> existiert. Womit dann auch die europäische Wirtschaft nicht geschädigt> werden kann, was andersherum als Kompensation entsprechende Zölle> rechtfertigen würde.
Man sollte also Fedex rechtlich verpflichten grundsätzlich zu prüfen, ob
Karl seine Chinabestellungen auch in der EU bekommen könnte...😁
Karl B. schrieb:> hattest Du die Möglichkeit, die Artikel auch in der EU zu> bestellen?Sven H. schrieb:> Ich habe dort bestellt> weil die einige Bauteile hatten die ich bei den europäischen> Distributoren nicht finden konnte (STC MCU, AGMSemi).Karl B. schrieb:> Sich darüber aufzuregen, hilft nicht weiter.
Deswegen meine Frage wie das bei anderen ausgegangen ist, Ich bin ja
nicht der erste hier im Forum der bei LCSC bestellt hat.
Bisher war
Sebastian R. schrieb:> Indem du sie bezahlst und es als Lehrgeld verbuchst.
die beste Antwort.
Mit der bin ich allerdings unzufrieden, weil die nicht wenig Geld kostet
und ich an Betrüger erst recht kein Geld überweisen möchte.
Sven H. schrieb:> und ich an Betrüger erst recht kein Geld überweisen möchte.
Ich weiß, dass es sehr schwer ist, sich einzugestehen, dass man dumm war
und selber Schuld an seiner Situation ist. Gerade, wenn es um eine Summe
geht, die weh tut.
Aber denkst du nicht, dass ein Unternehmen mit 90 Mrd. $ Umsatz alles
Notwendige getan hat, dass der Vertrag, den du abgeschlossen hast,
rechtmäßig (genug) ist, um nicht angreifbar zu sein? Du möchtest die
FedEx-Anwälte sicher nicht herausfordern.
Es ist kein vorsätzlicher Betrug, es sind einfach Gefilde, in die man
als (unerfahrene) Privatperson nicht vordringen sollte.
H. H. schrieb:> Auch bei einem Unternehmen mit viel Umsatz gibt es Pappnasen, die eine> fehlerhafte Rechnung erstellen.
Ich halte niemanden davon ab, es anzufechten. Ich denke nur nicht, dass
die Chancen auf Erfolg hoch genug sind, um sich die Mühe zu machen.
Wenn ich das recht verstehe, besteht die Bestellung aus mehr als nur
einer Position. Und aus Artikeln, für die jeweils andere Taric (früher
ComCode) gelten. Jetzt kommt das Problem hinzu, dass (jetzt noch) erst
bei Überschreiten der 150 Euro Grenze Zoll fällig wird.
Und damit der nach Taric gültige Satz.
Und das muss jetzt für jede einzelne Position separat ausgerechnet
werden.
FedEx kassiert also "Bearbeitungsgebühr" pro Position.
Das kann IMHO nicht mit zollrechtlichen Bestimmungen in Einklang stehen.
Habe hier als Gegenbeispiel eine Zollrechnung vorliegen, die bestht aus
5 Seiten. Nur für einen Artikel. Dafür wurde nicht fünfmal
Bearbeitungsgebühr erhoben. (War DHL).
Also, nochmal Widerspruch bzw. Beschwerde bei FedEx einlegen, bevor
bezahlt wird. Und zwar schriftlich per eingeschriebenen Brief mit
Rückschein.
Darauf hinweisen, dass Zoll und EUSt gezahlt werden, aber nur einmal
Bearbeitungsgebühr.
Viel Erfolg!
ciao
gustav
Ralf X. schrieb:> Karl B. schrieb:>> Anders sehe ich das beim Kaufversuch von Ware an, die in der EU nicht zu>> bekommen ist, für die insofern auch kein Markkonkurrent in der EU>> existiert. Womit dann auch die europäische Wirtschaft nicht geschädigt>> werden kann, was andersherum als Kompensation entsprechende Zölle>> rechtfertigen würde.>> Man sollte also Fedex rechtlich verpflichten grundsätzlich zu prüfen, ob> Karl seine Chinabestellungen auch in der EU bekommen könnte...
Ich hätte den Satz für Dich speziell anders formulieren sollen:
Zoll soll die eigene Wirtschaft schützen. Dass jetzt Billigimporte den
europäischen Markt überschwemmen, macht entsprechende Reaktionen
notwendig.
Über dieses Thema brauchen wir nicht zu diskutieren.
Nur, wenn es, wie in diesem Falle, Sachen hier nicht zu kaufen gibt,
auch wenn sie teurer wären, dann ist das keine Marktkonkurrenz, die hohe
Einfuhrzölle rechtfertigen würde.
Der TO hat ja nur bei LCSC bestellt, wie er oben nochmal bestätigte,
weil die Teile hier nicht zu bekommen sind. Dafür nimmt er dann auch
Zoll in Kauf. Die "Sätze" sind dann das Kriterium. Die sind dann
angepasst an die jeweilige Marktsituation. Im Mittel liegen die Sätze so
bei 1,9 % für diese Artikel. Also recht niedrig.
Die Importhemmnisse in dem anderen Fall sind die seit Dezember 2024
verschärften GPSR-Informationsangaben. Auch die chinesischen Hersteller
sind hier in der Pflicht.
Auch ein Cernet bekomme ich dafür nicht.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Nur, wenn es, wie in diesem Falle, Sachen hier nicht zu kaufen gibt,> auch wenn sie teurer wären, dann ist das keine Marktkonkurrenz, die hohe> Einfuhrzölle rechtfertigen würde.
Ist zu kurz gedacht, denn es könnte ja jemand die Marktchance hier
nutzen wollen, und das nur nicht tun, weil die böse Konkurrenz viel
billiger ist. Also Zölle auf alles, von überall, außer hier.
Oder vielleicht doch nicht?
Oliver
Oliver S. schrieb:> Oder vielleicht doch nicht?
Kommt auf die Seite an, von der aus Du argumentierst.
OK. Es wird wieder etwas off-topic.
Aber vielleicht auch für andere ganz interessant:
Bin einem massiven Irrtum aufgesessen. Eine von mir oben angestrebte
nachträgliche Prüfung im Sinne der verspätete Erlangung einer
CE-Konformität ist überhaupt nicht rechtens. Braucht also nicht zu
erfolgen.
Nur beim Vorgang des ersten Inverkehrbringens muss diese
CE-Kennzeichnung mit durchgeführter Konformitätsbewertung und
Risikoanalyse vorhanden sein.
Ist das Gerät bereits beim "Betreiber", hat der nur dafür zu sorgen,
dass
von dem Gerät keine Gefährdung ausgeht. Eine Beschlagnahme eines bereits
in Verkehr gebrachten Gerätes nur aus dem Grund, dass die
CE-Kennzeichnung fehlt, ist nicht rechtens und kann zu Schadenersatz
gegenüber dem Zoll berechtigen.
Den Text kann man mit all den Paragraphen hier nachlesen:
https://www.ibf-solutions.com/fachbeitraege/muss-ein-betreiber-nachtraeglich-ce-kennzeichnen
Meine Laune wird schon ein bisschen besser.
Fazit: Der Hersteller soll die CE-Kennzeichen-Suite durchlaufen. Er kann
einen Konformitätsbeauftragten in der EU benennen, der das im Vorfeld
des Verkaufs für ihn erledigt.
Man findet bei den Angeboten oft einen Passus: "EU-Beauftragter.
Adresse in Frankreich."
/OT
ciao
gustav
Gustav schrieb .. leider ist es anders..
> Nur beim Vorgang des ersten Inverkehrbringens muss diese> CE-Kennzeichnung mit durchgeführter Konformitätsbewertung und> Risikoanalyse vorhanden sein.> Ist das Gerät bereits beim "Betreiber", hat der nur dafür zu sorgen,
...
> Fazit: Der Hersteller soll die CE-Kennzeichen-Suite durchlaufen. Er kann> einen Konformitätsbeauftragten in der EU benennen, der das im Vorfeld> des Verkaufs für ihn erledigt.> Man findet bei den Angeboten oft einen Passus: "EU-Beauftragter.> Adresse in Frankreich.">> /OT>> ciao> gustav
Gustav, Du bist beim Eigenimport der Importeur und somit der
Inverkehrbringer. Ganz besonders wenn kein Europäischer verantwortlicher
auf dem Elektrogerät aufgedruckt ist.
Dass Du gerne nur der Betreiber wärest, ändert nichts daran.
---
Du haftest als Inverkehrbringer für alles, und der Zoll passt auf, dass
Du als "Nicht Firma" nicht irgendwelchen potentiellen gefährlichen oder
z.B. Funkstörungen verursachenden Schlonz importierst, der danach
zirkuliert und, etwas überspitzt : Häuser abbrennt oder wichtige
Funksysteme stört.
Ich habe da im Zollamt schon diverse Tragödien Anderer erlebt - die z.B.
ihr nicht für den europäischen Markt gedachtes Smartphone nicht
ausgehändigt bekamen.
--
Der andere Artikel, den Du zitierst hast, bezieht sich auf Altmaschinen,
die vor dem ganzen CE Zirkus bereits beim Kunden waren, oder umgebaut
und maßgeblich verändert werden. Und ob da eine nachträgliche
Kennzeichnung möglich oder nötig ist. Also leider ganz was anderes.
Im gewerblichen Umfeld - z.B. Werkzeugmaschinen - wird die CE
Kennzeichung und Erklärung zusätzlich gerne von den
Berufsgenossenschaften als eines mehrerer quasi "Indizien" für ein
sicher zu betreibendes Produkt genommen. Besonders bei uralten Geräten
im Bestand sind die BG- Mitarbeiter eine Plage des Unwissens und wollen
und können keine verbindlichen Aussagen auch im Bezug auf Nachrüstungen
machen...
--
Die Vorgaben sind teils unschön, teils aber auch sinnvoll.
Das Augenmerk lag auf:"Muss ich jetzt, nachdem das Gerät bereits mehrere
Jahre anstandslos läuft, nachträglich eine CE-Kennzeichnung vornehmen".
Den im Link zitierten Text interpretiere ich mit "Nein". Ich als
Endkunde darf das noch nicht einmal.
Wenn überhaupt, dann muss vor Einfuhr in die EU der Hersteller das
machen. Der Akt der Einfuhr ist hier gemeint. Was danach passiert, geht
auf Risiko des Verwenders. Spätestens wenn der merkt, dass das Gerät
"gefährlich" ist, dann sollte er aktiv werden, oder zumindest das Gerät
nicht mehr benutzen. Egal, ob jetzt CE draufsteht oder nicht.
Mir geht es jetzt darum, dem Hersteller auf den Busch zu klopfen, sich
endlich dazu durchzuringen, die CE-Suite durchzuführen. Offensichtlich
sieht der bislang überhaupt keinen Handlungsbedarf. Diese Geräte sind in
Indien zu mehreren Tausend Stück ohne großartig bekanntgewordene
Vorfälle wie explodierende Akkus (bei tropischer Hitze) oder
Stromschläge etc. verkauft geworden.
Welches Gefahrenpotenzial von so einen mit Akku betriebenen Mini-Radio
eigentlich ausgehen sollte, ist mir so wie so schleierhaft.
Hier geht es also mehr um formale Dinge. Und die sollten auch stimmen.
Und es ging um einen Neukauf, um nochmal ein solches Gerät zu bekommen.
Da gibt es Schwierigkeiten.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Wenn überhaupt, dann muss vor Einfuhr in die EU der Hersteller das> machen.
Nein, das muss der Inverkehrbringer machen. Derjenige, auf dessen
Veranlassung das Zeug in die EU geschafft wird. Der Importeur darf diese
Aufgabe auch an den Hersteller delegieren.
Wenn Du Sachen aus China bestellst, dann bist Du für die Konformität
verantwortlich. Entweder lässt Du das beim Hersteller machen, oder Du
führst den Nachweis auf Deine Kosten selbst.
Nachweis kann auch heißen, "ich bin mir sicher dass es passt, ich
bescheinige das so". Wenn aber jemand Deine Bescheinigung widerlegt,
wird es teuer. Daher lassen die meisten dann doch lieber messen.
Wenn Du in China bestellst, bist Du für jegliche Probleme, die von der
Ware ausgehen, voll verantwortlich. Egal ob es übler Geruch, gestörter
Radioempfang oder durch Stromschlag getötete Nachbarskinder sind. Der
Inverkehrbringer haftet. Privatpersonen versucht der Zoll davor zu
beschützen, indem er nicht konforme Geräte einkassiert und vernichtet.
Wenn Du dem belegen kannst, dass Du damit Konformitätstests durchführen
willst, bekommst Du die Ware ausgehändigt.
> Mir geht es jetzt darum, dem Hersteller auf den Busch zu klopfen, sich> endlich dazu durchzuringen, die CE-Suite durchzuführen. Offensichtlich> sieht der bislang überhaupt keinen Handlungsbedarf.
Wenn er in Europa genügend Absatzmarkt sieht, dann wird er auch die
nötigen Formalitäten übernehmen. Anscheinend tut er das aber nicht. Da
kein Kapitalist Geld verschenkt, gehe ich davon aus, dass diesem
Verzicht eine gewisse Marktrecherche vorausgegangen ist.
H. H. schrieb:> René H. schrieb:>> Einfach nicht mehr außerhalb der EU kaufen.>> Du kaufst Zeug vom Nachbardorf? Das geht doch gar nicht!
Dass sich die meisten chinesischen Firmen nicht an EU-Recht halten,
sollte doch bekannt sein. Bei denen die sich daran halten, zahlt man
dafür über den Preis.
René H. schrieb:> Dass sich die meisten chinesischen Firmen nicht an EU-Recht halten,> sollte doch bekannt sein.
Bist Du da sicher?
Vor mehr als 10 Jahren kaufte ich einen Tecsun. Der hatte, oh Wunder,
schon eine CE-Kennzeichnung.
Allerdings sträuben sich mir bisweilen die Haare, was die so anbieten.
ciao
gustav
Das eigentliche Thema ist nun durch? Denn mir fällt da noch was ein,
AliExpress ist doch auch aus CN, kann da auch sowas passieren dass man
was nachzahlen muß oder es eingezogen oder gar teurer wird?
Seit Sonntag ist da was unterwegs, heute 14 Uhr durch den Zoll lt.
AliExpress Mail, DHL weiß nur was von einer SendungsNr. mehr noch nicht,
vor 2.5 Std. dann angeblich erst hier angekommen lt. AliEx-Mail, der
Zoll sollte doch hier in D-Land erst sein, doch nicht in CN? Ich bin ja
mal gespannt ob das noch die Woche was wird, u. ob da die beiden Teile
auch für den SuperPreis drin sind, oder vllt. doch nur eines, von dem
NW-Konverter über 2-Draht wie VDSL.
Nevs schrieb:> Das eigentliche Thema ist nun durch? Denn mir fällt da noch was ein,> AliExpress ist doch auch aus CN, kann da auch sowas passieren dass man> was nachzahlen muß oder es eingezogen oder gar teurer wird?
Ja. Aliexpress macht IOSS, d.h. wenn Du da über deren normalen
Versandservice bestellst, sollte das DDP sein. Du bezahlst beim Checkout
die MWSt/VAT, und damit ist alles abgegolten. Duties and delivery paid.
Klappt aber nicht immer. Bei DHL, FedEx, UPS erfolgt die Verzollung
durch den Spediteur, also Zusatzkosten (oder Kundenaccount). Daher den
normalen Versand nehmen und keinen Express! Und Waren, die nicht
EU-konform sind, können trotzdem beschlagnahmt und vernichtet werden.
Gefälschte Marken, Geräte oder Spielzeug ohne CE, Chemikalien für
Bastler und Dampfer, usw.
René H. schrieb:> Karl B. schrieb:>> schon eine CE-Kennzeichnung.>> Das ist aber nicht "das CE-Zeichen", sonder "China Export". :D
Doch. Ist das echte CE.
Bei China-Export stehen die Buchstaben enger und der Strich vom E ist
genausolang wie die beiden Halbbögen.
Roland E. schrieb:> Doch. Ist das echte CE.>> Bei China-Export stehen die Buchstaben enger und der Strich vom E ist> genausolang wie die beiden Halbbögen.
Weil die ja dort in CN zwei absolut grundverschiedene Bezeichnungen
führen, wem willst du das Märchen bitte erzählen? Gefälscht bleibt
gefälscht egal wie es ausschaut.
Nevs schrieb:> Roland E. schrieb:>> Doch. Ist das echte CE.>>>> Bei China-Export stehen die Buchstaben enger und der Strich vom E ist>> genausolang wie die beiden Halbbögen.>> Weil die ja dort in CN zwei absolut grundverschiedene Bezeichnungen> führen, wem willst du das Märchen bitte erzählen? Gefälscht bleibt> gefälscht egal wie es ausschaut.
Wer tatsächlich Komponenten aus China importiert und sein Produkt dann
CE-Konform bringen muss, weiß das. Halt nicht jeder Plebs, der mal bei
Temu bestellt.
Da die Chinesen nicht annähern so doof sind, wie die allgemeine Langnase
so glaubt, haben die tatsächlich ein verwechselbares aber nicht
identisches Kennzeichen entwickelt. Das EU-CE ist eine geschützte Marke.
Das ohne Konformität zu verwenden würde China rechtlich sehr einfach
angreifbar machen. Darauf haben die aber mal gar keinen Bock. Unbenommen
gibt es wohl aber auch in China Leute, die den Unterschied nicht kennen,
das ist kein Privileg deutscher Deppen.
Dann solltest du dringend noch mal Deutschunterricht nehmen und dir mal
den Unterschied von Mißbrauch und Fälschung erklären lassen.
René H. schrieb:> Dass sich die meisten chinesischen Firmen nicht an EU-Recht halten,> sollte doch bekannt sein.
Ali Express hat just zum 13. Januar 2026 eine neue Anweisung
herausgegeben:
AliExpress Product Recall Rule
Release date: / Revision date: January 13, 2026
Da steht eindeutig drin:
"...Sellers have the obligations to comply with the laws, regulations
and regulatory requirements of any applicable countries/regions for
selling your products.
Verkäufer sind verpflichtet, die Gesetze, Vorschriften und
regulatorischen Anforderungen aller relevanten Länder/Regionen beim
Verkauf ihrer Produkte einzuhalten..."
Na denn...
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Da steht eindeutig drin:> "...Sellers have the obligations to comply with the laws, regulations> and regulatory requirements of any applicable countries/regions for> selling your products.> Verkäufer sind verpflichtet, die Gesetze, Vorschriften und> regulatorischen Anforderungen aller relevanten Länder/Regionen beim> Verkauf ihrer Produkte einzuhalten..."> Na denn...
Damit hast Du zumindest ein eindeutiges Recht auf Geld zurück wenn Deine
Bestellung vom Zoll gefressen wird. Bisher war der Import Dein Risiko.
Soul E. schrieb:> Bisher war der Import Dein Risiko.
Das wird es auch bleiben. Auch wenn Du Dein Geld zurückbekommst,
eventuelle Straf- und Zivilrechtlichen Folgen bleiben an Dir hängen.
Soul E. schrieb:> Damit hast Du zumindest ein eindeutiges Recht auf Geld zurück, wenn Deine> Bestellung vom Zoll gefressen wird.
Hat tatsächlich im beschriebenen Fall "full refund" geleistet.
Da auch viel Reklame für das Gerät gemacht wurde, und die Zahl der
Kaufinteressenten doch nicht soo gering ist, könnte man den Hersteller
nochmals "anstupsen" bezüglich der fehlenden Angaben.
Ist ja nicht nur eine Sache, die gefehlt hat.
1) Gefahrgutlabel "3481" auf Päckchen
2) deutsche Bedienungsanleitung und:
3) CE-Kennzeichnung
Der Zoll akzeptiert in seiner der BNetzA Abteilung Marktüberwachung
übergebenen Sache die Nachreichung von Bedienungsanleitung. Die
CE-Kennzeichnung muss aber vom Hersteller gemacht werden, da führt kein
Weg dran vorbei. Würde das nachträglich gemacht, wäre die Lagerfrist
überschritten und verteuerte die Sache nochmals. Daher zeitnahe
Rücksendung. Weitere Folgen hatte das für den Kunden nicht.
Soweit Stand der Dinge. Vielleicht ist bis Neubestellung die
CE-Kennzeichnung durchgeführt worden. Man weiß ja nie.
ciao
gustav
Sven H. schrieb:> Anscheinend habe ich noch mal Glück gehabt.Sven H. schrieb:> Heute kam diese Mail als Antwort auf meine Beschwerde das 5 weniger als> 6 sind:
Wie lange hat das nun gedauert auf diese Reaktion? Und dann mal abwarten
was dann für ne RE kommt, bezahlt muß die ja auch noch werden?
Sven H. schrieb:> Ich denke damit kann der Thread geschlossen werden.
Ich hätte da noch was wenn es jemanden interessiert, das tangiert so
ziemlich alles hier was Onlinebestellungen RE Bezahlung EMail-Herkunft
und die Sicherheit der Lieferung betrifft. Aber Betrugsportale und deren
Identifikation ist hier noch kein Thema?
Der Witz bei FedEx-Lieferungen ist doch, dass zuerst ausgeliefert wird,
dann erst kommt eine Rechnung per Post. Bei DHL läuft das zum Teil so,
dass, bevor die Ware überhaupt in Deutschland angekommen ist, der
Verzollungsprozess beginnt. Man bekommt auf die vorher anzugebende
Mobiltelefonnummer eine SMS mit Rück-E-Mail, in der man vor die Wahl
gestellt wird, ob man am Online-Verfahren teilnehmen möchte. Wenn nein,
dann zieht der bevollmächtige Postbote die anfallenden Gebühren ein.
Wenn ja, dann an angegebene E-Mailadresse die Zustimmung erteilen.
"...Vielen Dank für Ihren Auftrag. Nachfolgend haben wir Ihren Auftrag
zu Ihrer Übersicht aufgelistet: Sie haben die DHL Express Germany GmbH
erfolgreich mit der Abfertigung Ihrer Sendung über das DHL4YOU-Portal
beauftragt und zur zollrechtlichen Abwicklung (einschließlich ggf.
Rückabwicklung) Ihrer Sendung in direkter Stellvertretung
bevollmächtigt..."
"...Die Zahlung ist eingegangen und für versandbezogene Gebühren
erfasst..."
Dann erst wird Zustellprozess gestartet.
Geld ist weg und Ware noch nicht da.
Bei FedEx genau andersherum.
Was ist besser?
ciao
gustav