Hallo Leute, beim Experimentieren mit HV und diversen Glimmlampenvarianten ist mir aufgefallen, dass spezielle Leuchtstoffröhrenstarter (aktuelle Osram ST111/ST151) beim Glimmen grün leuchten. Das Glimmen selbst ist lila-bläulich (UV-Anteil?), der Glaskolben selbst scheint deutlich blass-grün zu leuchten. Im Netz finden sich Infos über radioaktive Zusätze (meist Gas) bei Glimmlampen (Nixies, Starter), für zuverlässige Zündung. Das grünliche Leuchten kennt man aber auch von Uranglas, dass mit UV zum Leuchten angeregt wird. Weiß hier zufällig jemand, was das sein könnte? Viele Grüße Alexander
Alexander H. schrieb: > Weiß hier zufällig jemand, was das sein könnte? Was exakt da passiert, kann ich dir auch nicht sagen, aber hübsch aussehen tut es definitiv.
Alexander H. schrieb: > Im Netz finden sich Infos über radioaktive Zusätze (meist Gas) bei > Glimmlampen (Nixies, Starter), für zuverlässige Zündung. Krypton-85. Das Zeug ist billig weil es bei der Aufarbeitung von Kernbrennstäben anfällt. > Das grünliche > Leuchten kennt man aber auch von Uranglas, dass mit UV zum Leuchten > angeregt wird. Wohl Cer-Dotierung, so wie bei Halogenlampen.
Die Farbe hängt vom Füllgas ab, die Sorte ist einfach über das Spektrum zu bestimmen. (Radioaktives) Kryptongas leuchtet grünlich. https://en.wikipedia.org/wiki/Gas-discharge_lamp https://de.wikipedia.org/wiki/Gasentladungsr%C3%B6hre Kr85 Beurteilung: https://www.energieverbraucher.de/files/0/1/0/278.pdf Hier eine Zuordnung Gas zu Farbe: https://www.plasma.com/plasmatechnik-lexikon/farbe-des-plasmas/ Die Farbe variiert etwas mit dem Druck und der Energie: https://www.researchgate.net/figure/Variation-in-plasma-colour-for-nichrome-sputtering-under-different-conditions-of_fig1_260944912
Die grüne Fluoreszenz des Glas ist vermutlich auf Mangan zurückzuführen, das in vielen Gläsern als Verunreinigung enthalten ist: https://www.pelam-forum.de/thread/37842-fluoreszierende-gl%C3%A4ser/ Angeregt wird sie durch UV-Licht aus der Gasentladung. Uran halte ich für unwahrscheinlich, da hier ohne technischen Nutzen. Röntgenstrahlung kann bei den üblichen Betriebsspannungen nicht entstehen.
Fritz G. schrieb: > Die grüne Fluoreszenz des Glas ist vermutlich auf Mangan zurückzuführen, > das in vielen Gläsern als Verunreinigung enthalten ist: Stimmt, die Cer-Dotierung macht man ja nur bei Quarz für Halogenlampen.
Wolf17 schrieb: > Die Farbe hängt vom Füllgas ab, die Sorte ist einfach über das Spektrum > zu bestimmen. (Radioaktives) Kryptongas leuchtet grünlich. Das Kr-85 ist ja auch nur in sehr kleinen Mengen zugesetzt. Als Füllgas ist Argon viel billiger.
Aufloesung: Es gab mal eine Faelschung von Ökostartern mit Elektronik drin als Sanftstarter. Da war ein üblicher Starter drin und dunkelgruenes etwas durchsichtiges Plastik.
Ok, das mit dem Manganglas könnte sehr gut hinkommen. Wenn dort UV (A/B/C?) entsteht, wie gefährlich kann das für die Augen werden? Kann man mit einfachen Mitteln herausfinden, ob UV-Strahlung erzeugt wird? Das grüne Leuchten wird scheinbar erst gut sichtbar bei hoher Frequenz (CCFL Inverter), bei HV mit niedriger Frequenz (EL Inverter) ist es viel schwächer. Vielleicht ist es auch Argon? https://m.youtube.com/watch?v=KAnP7E5VIBE
Evtl. mal mit UV-Licht auf das Glas halten, dann siehst, ob das Glas durch UV zum Leuchten angeregt wird. Was die Edelgase angeht, kann ich ja mal ein Bild anhängen, aber in diesen Startern könnten auch Gasgemische sein.
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