Meine Mutter ist auf dem besten Weg in die Alzheimer-Demenz. Wir Kinder wohnen alle sehr weit weg und jede örtliche Hilfe wird konsequent abgelehnt... Schnurlostelefone sind inzwischen alle defekt, versteckt, verschwunden. Handy ist auch keine Option, zu schwer zu bedienen/zu laden. Mit einem schnurgebundenen Telefon (Fritzbox, DSL) mit grossen Kurzwahltasten geht es noch halbwegs - wenn nicht mitunter tagelang der Hörer nicht richtig aufgelegt rumlungern würde. Ja, es ist nicht mehr für lange, ist mir klar. Dennoch: habt ihr eine Idee wie man das mit einer Lampe signalisieren könnte? Idealerweise rein elektronisch ohne einen Sensor im Telefon zu verbauen? Gibt es da noch sowas wie Linienstrom? Habe leider hier kein passendes Telefon um was zu messen/probieren.
Schalte eine Duo LED (mit zwei Pibs) in Reihe zum Telefon. Sue wird leuchten, wenn das Telefon Strom aufnimmt. Ich bezweifle allerdings, dass du damit das Problem lösen kannst. Hilfreicher ist wohl eher ein altes klobiges Telefon, zum Beispiel Modell W48, oder FeTAp 871.
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Das ist also noch wie früher? Einfach Strom auswerten? W48 ist keine Option, selbst wählen klappt nicht mehr. Wobei wohl tatsächlich viele (alle?) Fritzboxen IWV beherrschen.
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H.Joachim S. schrieb: > Das ist also noch wie früher? Einfach Strom auswerten? Ja, und wenn du ein Schleifenstromrelais brauchst, das kannst du gegen Porto von mir haben. ggf PN.
H.Joachim S. schrieb: > habt ihr eine Idee wie man das mit einer Lampe signalisieren könnte? Ein altes Seniorentelefon besorgen, das so eine LED hat. Die LED durch eine superhelle austauschen. Übrigens hat die Fritzbox auch eine Telefon-LED, die man anzapfen kann.
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H.Joachim S. schrieb: > Wobei wohl > tatsächlich viele (alle?) Fritzboxen IWV beherrschen. Das funktioniert aber nur, wenn die Wählscheibe (Postdeutsch: "Nummernschalter") das Timing sehr präzise einhält. Der nie irgendwo beworbene IWV-Decoder ist sehr intolerant, was Timingungenauigkeiten angeht.
Ich wage sehr zu bezweifeln, dass Deine Mutter den Zusammenhang zwischen der Signalleuchte und dem nicht richtig aufgelegten Telefonhörer herstellen können wird, da es sich dabei nicht um eine in jungen Jahren erlernte Verhaltensweise handelt. Ganz im Gegenteil könnte sie durch die ihr bisher unbekannte Signalleuchte verängstigt werden und dann erst recht nicht mehr darauf achten, die Telefonhörer richtig aufzulegen. Oder sie lernt, dass bei leuchtender Signalleuchte irgendein Gesprächtspartner am Telefon ist, mit dem sie sich dann unterhält, obwohl derjenige schon längst aufgelegt hat. Das einzige, was irgendwie funktioniert, ist die Rückbesinnung auf Bekanntes aus ihrer Jugend.
Andreas S. schrieb: > Das einzige, was irgendwie funktioniert, ist die Rückbesinnung auf > Bekanntes aus ihrer Jugend. Man könnte den Telephonapparat so modifizieren, daß der Gabelschalter durch einen µC gesteuert betätigt wird, wenn der Telephonhörer eine Zeitlang nicht mehr bewegt wird. Dazu wird in den Telephonhörer ein Beschleunigungssensor eingebaut, und der vom µC ausgewertet. Nach mehreren Minunten Inaktivität wird der Gabelschalter betätigt (mit einem Relais o.ä.). Jetzt gibt es natürlich den Moment, daß der Hörer neben dem Telephon liegt, der Mechanismus den Gabelschalter betätigt hält und jemand anruft, wodurch es natürlich klingelt. Wird der Hörer in die Hand genommen, wird natürlich die Betätigung des Gabelschalters beendet, und das Gespräch kann angenommen werden. Dieses Verhalten ist einerseits praktisch, andererseits aber für ein im Abbau befindliches Gehirn auch potentiell irritierend. Zusätzlich sollte man sich Gedanken um eine Notrufeinrichtung machen - wenn jemand älteres alleine lebt, und nicht mehr so intakt ist, daß die Bedienung eines Telephones sicher gewährleistet ist, sollte irgendeine Notrufeinrichtung vorgesehen werden -- die hat natürlich wieder das Problem der geistigen Herausforderung, weil die Probandin verinnerlichen muss, wofür das gut ist.
H.Joachim S. schrieb: > Schnurlostelefone sind inzwischen alle defekt, versteckt, verschwunden. Massives drahtloses Exemplar nehmen und per Drahtseil schnurgebunden machen? Gibts nicht auch drahtgebundene Telefone die überhaupt keine "Basis" haben, wo am Handteil direkt die Telefonleitung rausgeht, sodass man das Auflegen nicht vergessen kann? Bei einem gewöhnlichen Schnurtelefon den Hörer beschweren (Eisenteile reinfummeln), sodass man es korrekt auflegen muss weil es sonst direkt wegrutscht?
Andreas S. schrieb: > Das einzige, was irgendwie funktioniert, ist die Rückbesinnung auf > Bekanntes aus ihrer Jugend. Ja. Was vielleicht auch noch gehen könnte: Eine Sprachansage von einer ihr bekannten Stimme die sagt was zu tun ist. Also Erkennung dass der Hörer nicht aufgelegt ist, dann geht so ein MP3-Tonmodul mit Lautsprecher an und die Ansage "Hörer des Telefons ist nicht richtig aufgelegt" wird alle paar Minuten abgespielt. Ich würde vorher recherchieren wie diese Fritzbox genau auf diesen Fall reagiert. Also Telefon-LEDs, Daten auf der Weboberfläche der Fritzbox, Schleifenstrom etc. Das kann nämlich durchaus anders sein als es das Telefon-Amt der Telekom früher gemacht hat. Auch ne Alternative wäre eine VoIP-Gegensprechanlage die ihr von der Ferne aktivieren könnt. Also z.B. VPN von der Fritzbox zu Euch, dann dadurch per SIP die Gegensprechanlage ansteuern. Als normal von außen anrufbare Gegenstelle wollt ihr die nicht, es soll ja nicht jeder der anruft direkt eine offene Zweiwege-Verbindung bekommen.
https://www.ebay.de/itm/225956945212 Das hat sie inzwischen und kommt rel gut klar damit. Ne optische Anzeige hat das nicht. Abends Licht aus ist eine noch gut funktionierende Grundfunktion, da verspreche ich mir schon Abhilfe. Die Fritzbox-Led erlischt, wenn die Verbindung beendet wird/Gegenseite auflegt. Zumindest mit den DECT-Teilen die ich hier habe. Blöd sind eben die fast 700km Entfernung, idealerweise also eine Fertiglösung oder eine mit Sicherheit funktionierende Bastellösung.
H.Joachim S. schrieb: > Dennoch: habt ihr eine > Idee wie man das mit einer Lampe signalisieren könnte? Es wurde ja schon einmal gesagt: wenn deine Mutter beim Anblick des Telefons mit daneben liegendem Hörer nicht erkennt, daß da was nicht stimmt, wird ihr eine Signallampe auch nichts sagen. Oliver
Wenn du dort eine Fritzbox hast, dann dürfte die 2 TAE Anschlüsse haben, die du gleichzeitig auf die selbe Nummer klingeln lassen kannst. Schließe am zweiten Anschluss einen Zweitwecker/Tonrufzweitgerät (ich hab auf die schnelle nur noch das "WK 955 AP Tonrufzweitgerät" gefunden, war früher mal ein 5 € Flohmarktartikel. Man müsste da nur ein TAE Kabel dranbasteln). So solltest du sicherstellen können, das ein eingehender Anruf immer klingelt, egal was mit dem Telefonapparat ist. Allerdings besteht die Gefahr, dass sie dann auch nur den Hörer in die Hand nimmt und dann niemand dran ist/ das klingeln einfach nicht aufhört... und das nur zur Verwirrung beiträgt. Gerade mit der räumlichen Distanz.. mach es professionell und denk über einen Hausnotruf Vertrag nach.Schau wer sowas bei dir in der Gegend anbietet( Johanniter, Maltester,AWO, DRK und alle anderen Verdächtigen) und frag nach wo die ihre lokale Zentrale für den Hausnotruf haben und nimm die mit dem besten Anfahrtsweg. 1. Es gibt eine Notfallknopf(Handsender/Medallion), sehr wichtig bei Stürzen 2. Die Hausnotrufzentrale kann sich m.E. immer auf das Telefon aufschalten egal ob aufgelegt oder nicht und per Lautsprecher Kontakt aufnehmen. 3. Normalerweise vereinbart man, dass die Person 1-3 am Tag auf einen großen grünen Knopf drücken soll, dass alles ok ist. Bleibt die regelmäßige Rückmeldung aus, ruft die Hotline an und fragt ob alles ok ist. 4. Man kann einen Wohnungsschlüssel bei lokalen Hausnotrufzentrale hinterlegen. Erreicht die Hotline weder den Patienten, noch die Verwandten oder ist ein Notruf über die SOS Taste eingegangen, kann ein Sanitäter/Pfleger direkt losfahren und persönlich nachschauen...ohne Feuerwehr und Türe aufbrechen... Hab ich Aushilfweise auch mal im Zivi gemacht, fand ich sehr sinnvoll. Ist aber nicht umsonst. Eine andere Möglichkeit: Du sprachst von Fritzbox, daher nehme ich an das Internet vorhanden ist: kauf in Absprache mit deiner Mutter eine/ ein paar WLAN Kameras mit Freisprechfunktion. Ja Amazon und Google sind böse.. aber halt auch praktisch und hier muss man pragmatisch sein. Du kannst dann z.B. auf deinem Handy sehen ob jemand z.B. im Wohnzimmer oder Küche unterwegs ist..dort das Telefon aufgelegt ist und Notfalls kannst du per Sprachdurchsage Kontakt aufnehmen und dich mit ihr Unterhalten. Wir haben solche z.b. von Amazon Blink um im Urlaub zu sehen ob die Katzen wohlauf sind um notfalls einen Nachbarn zu informieren wenn was nicht stimmt. Super laut ist die Lautsprechfunktion nicht, aber er hat gereicht um auch mal die Katzen anzulocken und damit die besssere Hälfte zu beruhigen.
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Oliver S. schrieb: > Es wurde ja schon einmal gesagt: wenn deine Mutter beim Anblick des > Telefons mit daneben liegendem Hörer nicht erkennt, daß da was nicht > stimmt, wird ihr eine Signallampe auch nichts sagen. So einfach ist die Welt leider nicht, es ist ein langer Prozess und hat immer wieder Überraschungen bereit, schwer zu beschreiben und am Ende hier auch nicht zielführend. Gegenstände können völlig ausgeblendet werden, wer es nicht erlebt hat braucht nichts vermuten wie es sein müsste oder sein wird. Wenn das mit dem Schleifenstromrelais funktionieren würde wäre es perfekt. Werde mich mal bei Hinz melden und mir gleichzeitig das gleiche Telefon nochmal kaufen. Testen ob es damit klappt oder was anderes bauen.
Und das Telefon ist bestimmt so "neu", dass es keine W-Ader mehr hat. Man müsste ja auch die Led der Fritzbox "aktive Verbindung" mit der Erkennung "aufgelegt" verknüpfen, damit die Erkennung einem nicht in ein längeres Telefonat rein grätscht. Und wenn Du schon in der Fritzbox rumstocherst, kannst Du bestimmt auch deren Schleifenerkennung anzapfen. Als Signal würde ich einen Besetztton abspielen, der im ganzen Haushalt vernehmbar ist. Das erinnert hoffentlich immer noch an Telefon.
JoHu schrieb: > Schließe am zweiten Anschluss einen Zweitwecker/Tonrufzweitgerät Das ist ne Superidee, das würde zumindest vorerst auch funktionieren. Meine Mutter ist noch nicht völlig auf der anderen Seite. Bis auf Essen auf Rädern als akzeptierte Hilfe wurschtelt sie sich irgendwie alleine durch den Alltag. Pflegestufe 2, der Pflegedienst würde jeden Tag einmal vorbeikommen. "Auf gar keinen Fall! Was würden denn die Nachbarn denken" Und die sind inzwischen alle genauso alt und sich gegenseitig kaum noch Hilfe. Das ist das Problem von (ehemaligen) Neubaugebieten, alle gleich alt statt gewachsener Alterstruktur. Hausnotruf haben wir schon länger (Patronus) -stimmt, die könnten/sollten wir mehr ins Boot nehmen im Zweifelsfall mal nachzusehen. Es ist auch dafür gesorgt dass die reinkommen (Schlüsseltresor). WLAN-Kamera - ja, da heben wir lange drüber diskutiert. Schwieriges Thema.
Frank O. schrieb: > Und wenn Du schon in der Fritzbox > rumstocherst, kannst Du bestimmt auch deren Schleifenerkennung anzapfen. Naja, die steht weit weg. Und dort will ich nicht anfangen zu Basteln um dann festzustellen dass mir ein 100R-Widerstand oder ein popeliger Transistor fehlt.
Oliver S. schrieb: > wenn deine Mutter beim Anblick des > Telefons mit daneben liegendem Hörer nicht erkennt, Wenn er daneben liegt, ja. Es gibt leider auch dusselige Gerätedesigns, wo der Hörer aufliegt, aber nicht richtig - was auch jung frische Menschen leicht übersehen. JoHu schrieb: > Gerade mit der räumlichen Distanz.. .. ist mir nicht klar, was Joachim hier vom Forum erwartet. H.Joachim S. schrieb: > Wenn das mit dem Schleifenstromrelais funktionieren würde wäre es > perfekt. Werde mich mal bei Hinz melden Das erkennt den Strom, aber unterscheidet nicht zwischen gewollt aktivem Gespräch und versehentlich belegter Schleife. > .. und mir gleichzeitig das gleiche Telefon nochmal kaufen. Zum Test wird es jedes beliebige a/b-Telefon tun.
>WLAN-Kamera - ja, da heben wir lange drüber diskutiert. Schwieriges Thema. Das ist ja positiv das man noch mir ihr Reden kann. Ich kann nachvollziehen das es spooky ist wenn man weiß das da jemand per Kamera den Alltag überwacht / überwachen könnte, ob du oder ein Servicetechniker.... Ich mißtraue den Kameras dahingehend auch, das ich wenn wir zürckkommen die ausstecke oder was davorstelle- auch wenn die eine LED haben wenn sie laufen. Aber man weiß nie ob die nicht doch auch ohne LED ein Bild machen können wenn der Techniker das will... Daher mit ihr zusammen aufstellen, z.b. direkt über dem Telefon mit Blickrichtung nach unten und ihr zeigen das man da nur das Telefon und höchsten ein paar Füße sieht. Evtl ist das dann doch aktzeptabel.
H.Joachim S. schrieb: > Blöd sind eben die fast 700km Entfernung Ihr braucht einen Pflegedienst vor Ort.
Nemopuk schrieb: > H.Joachim S. schrieb: >> Blöd sind eben die fast 700km Entfernung > > Ihr braucht einen Pflegedienst vor Ort. Sieht die alte Dame aber nicht ein.
Gerd E. schrieb: > Ich würde vorher recherchieren wie diese Fritzbox genau auf diesen Fall > reagiert. Also Telefon-LEDs, Daten auf der Weboberfläche der Fritzbox, > Schleifenstrom etc. Das kann nämlich durchaus anders sein als es das > Telefon-Amt der Telekom früher gemacht hat. Moderne Telefonanlagen (IMHO auch die der Fritzbox) trennen nach einer gewissen toten Zeit die Amtsverbindung. Was auf der a/b-Schnittstelle passiert, ist aber ein anderes Paar Schuhe, müsste man in der Tat ausprobieren. > Auch ne Alternative wäre eine VoIP-Gegensprechanlage die ihr von der > Ferne aktivieren könnt. > (...) VPN Tja, die Generation Handy, die bei Festnetz immer an ein einziges Telefon denkt, weil sie es nie anders gesehen hat. :-) Ein VoIP-Anschluss (hat die Dame, wenn sie eine Fritzbox hat) bietet mehr als eine Rufnummer und mehr als eine Sprechverbindung. War schon vor bald 40 Jahren bei ISDN so. Man kann Telefon 2 auch dann anrufen, wenn Telefon 1 besetzt ist – egal, ob auf derselben Nummer oder auf einer anderen. Also einfach ein VoIP-Telefon zusätzlich an die Fritzbox anstöpseln, unerreichbar oben auf einen Schrank stellen und die Freisprechanlage auf "laut" konfigurieren. Büro-Modelle mit Freisprechfunktion kann man so konfigurieren, dass sie bei kommenden Anrufen selbst abheben (und auch selbst wieder auflegen) und damit eine Gegensprechanlage simulieren. Ein billiges Grandstream GXP 16xx zum Beispiel kann das.
Rolf schrieb: > Also einfach ein VoIP-Telefon zusätzlich an die Fritzbox anstöpseln, > unerreichbar oben auf einen Schrank stellen und die Freisprechanlage auf > "laut" konfigurieren. Büro-Modelle mit Freisprechfunktion kann man so > konfigurieren, dass sie bei kommenden Anrufen selbst abheben (und auch > selbst wieder auflegen) und damit eine Gegensprechanlage simulieren. Ein > billiges Grandstream GXP 16xx zum Beispiel kann das. Das kann schiefgehen. Sie hört dann "Stimmen"...
Nemopuk schrieb: > H. H. schrieb: >> Sieht die alte Dame aber nicht ein. > > Würde ich auch nicht. Das Leben ist hart. Das ist immer so - bei meiner Mutti auch. Frau ist ja schliesslich ein ganzes Leben ohne Hilfe ausgekommen! Die Gewöhnung an den Pflegedienst der 2x am Tag für vielleicht 5-10min vorbeikommt ging aber schnell und ist kein Problem mehr.
Christoph Z. schrieb: > Die Gewöhnung an den Pflegedienst > der 2x am Tag für vielleicht 5-10min vorbeikommt ging aber schnell und > ist kein Problem mehr. Das ist nicht überall so und es kommt auch sehr darauf an wie man das einführt und wie sich die Mitarbeiter vom Pflegedienst in den ersten Tagen verhalten. Die Mutter eines Bekannten hat den Mitarbeiter vom Pflegedienst in der ersten Woche so angeschrien und herumkommandiert dass der Pflegedienst sich jetzt weigert da wieder jemanden hinzuschicken...
Gerd E. schrieb: > so angeschrien und herumkommandiert dass der Pflegedienst > sich jetzt weigert da wieder jemanden hinzuschicken... Dann haben die keine gut ausgebildeten Leute mehr. Wird zunehmen.
H.Joachim S. schrieb: > https://www.ebay.de/itm/225956945212 > Das hat sie inzwischen und kommt rel gut klar damit. > Genau dieses Telefon hat mein alleinlebender 93-jähriger Schwiegervater auch und auch er ist nie wirklich mit schnurlosen Telefonen (DECT, Handy, SmartPhone) zurecht gekommen (meist „unauffindbar“ und wenn, dann Akku leer). Das Telefon wird mit einem „Wandmontage-Set“ geliefert und das Telefon hängt beim Schwiegervater an der Wand. Wenn da unterhalb des an einer Wand montierten Telefons keine Ablage, Tisch o. ä. ist, baumelt der nicht aufgelegte Hörer an seinem Kabel rum. Das sollte auch für vergessliche Menschen ein Zeichen sein, den Hörer richtig aufzulegen.
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Sandra schrieb: > baumelt der > nicht aufgelegte Hörer an seinem Kabel rum. Das sollte auch für > vergessliche Menschen ein Zeichen sein, den Hörer richtig aufzulegen. Das ist aber eine Änderung gegenüber dem gewohnten Umfeld der betroffenen Person. Die ist es beispielsweise gewohnt, in ihrem Sessel sitzend das auf dem Tischchen daneben stehende Telephon zu nutzen. Ein Wandapparat wäre hier eine massive Änderung, die bei Demenz komplett irrationale Folgen haben kann, bis hin zu "Gerät wird gar nicht mehr genutzt".
Wenn die „Vergesslichkeit“ so schlimm geworden ist, dass ein räumlich anders angeordnetes Telefon nicht mehr genutzt wird, dann kann die/derjenige auch nicht mehr alleinlebend sein. „Bequemlichkeit“ vom Sessel aus telefonieren zu können, ist auch kein Argument. Ich weiß, worüber ich schreibe: Schwiegermutter war bis zu ihrem Tod zunehmend dement und Schwiegervater ist auch mehr oder weniger an den Rollstuhl gebunden, nur in seiner kleinen Wohnung kann er sich noch mit Rollator frei bewegen.
Manfred P. schrieb: > Oliver S. schrieb: >> wenn deine Mutter beim Anblick des >> Telefons mit daneben liegendem Hörer nicht erkennt, > > Wenn er daneben liegt, ja. Es gibt leider auch dusselige > Gerätedesigns, wo der Hörer aufliegt, aber nicht richtig - was auch jung > frische Menschen leicht übersehen. > > JoHu schrieb: >> Gerade mit der räumlichen Distanz.. > > .. ist mir nicht klar, was Joachim hier vom Forum erwartet. eine technische Lösung für ein technisches Problem. Der Rest war von Anfang an nur erklärendes Beiwerk. > H.Joachim S. schrieb: >> Wenn das mit dem Schleifenstromrelais funktionieren würde wäre es >> perfekt. Werde mich mal bei Hinz melden > > Das erkennt den Strom, aber unterscheidet nicht zwischen gewollt aktivem > Gespräch und versehentlich belegter Schleife. Ja und? Umso besser, dann ist es eben eine Spezialtelefonlampe, die automatisch angeht wenn man telefoniert. Den eigentlichen Sinn muss man dann gar nicht erklären und wird nicht als versuchte Überwachung/Erinnerung erkannt. > >> .. und mir gleichzeitig das gleiche Telefon nochmal kaufen. > > Zum Test wird es jedes beliebige a/b-Telefon tun. Ja, super Idee....ich habe aber keines und müsste mir eh was besorgen. Wenn das mit dem Relais nicht funktioniert weil z.B. die Fritzbox den Port irgendwann abschaltet (ich weiss es ja nicht) habe ich doch lieber gleich was richtiges was ich dann hier umbauen kann und dann komplett austausche.
Noch eine Idee: Zwei baugleiche Telefon nebeneinander, die an einer einfachen Telefonanlage hängen. Wenn das eine Telefon nicht richtig aufgelegt ist, ist Muttern noch über das zweite Telefon erreichbar. Dann kann man versuchen, sie zum korrekten Auflegen des Hörers zu bewegen. Man müsste sich nur genau überlegen, ob es sinnvoll ist, beide Telefone unter derselben Nummer zu erreichen oder ob man für das zweite Telefon eine nicht allgemein bekannte Rufnummer einrichtet.
H.Joachim S. schrieb: > https://www.ebay.de/itm/225956945212 > Das hat sie inzwischen und kommt rel gut klar damit. Ja, das Auflegen ist dort ... gehampel. Eher sowas https://www.ebay.de/itm/205653336473 Vielleicht gib es das auch mit Direktwahltasten. Diese könnte man höchstens auf eine einzige Direktwahltaste (und keine individuellen Nummern) umbauen.
H.Joachim S. schrieb: > https://www.ebay.de/itm/225956945212 > Das hat sie inzwischen und kommt rel gut klar damit. Fällt mir jetzt wieder ein: Ähnliche Versionen hatten einen Haken an der Hörmuschel (oder im Gegenstück), die es erlaubten, es an die Wand zu hängen. Du kannst Mal experimentieren, ob "Wand" eine Option wäre. Oder ein schräger Sockel, bei dem der Hörer entweder aufliegt oder runterfällt. Es ist zwar vielleicht fummeliger, aber deutlich sicherer.
wie wärs evtl. mit einer mechanischen Lösung? eine 3D gedruckte Schale (in auffälliger Farbe), die den Hörer in die korrekte Position rutschen lässt?
Fernzugang zur Fritzbox einrichten. Dann siehst du die Verbindungen, die Dauer, ob eine aktiv ist und mit wem usw. Dann ggf Fritz durchstarten. Weg ist die Verbindung.
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Wenn demenzbehafteten Personen logisch erscheint, dass Schuhe in den Kühlschrank gehören, wie willst du die dann dazu bewegen, etwas was viel naheliegender ist, den Telefonhörer richtig aufzulegen?
H.Joachim S. schrieb: > eine technische Lösung für ein technisches Problem Das ist KEIN technisches Problem.
Bruno V. schrieb: > bei dem der Hörer entweder aufliegt oder runterfällt. Yep. Gegen ein mechanisches Problem bei einer zunehmend dementen Person dürfte tatsächlich auch nur Mechanik helfen. Signalisierung wird daran scheitern, dass das komische Signal nicht verstanden wird. Das führt höchstens dazu, dass sie dich anruft, weil da irgendwas komisch blinkt, und beim Versuch so nebenbei das Telefon auflegt.
H.Joachim S. schrieb: > Schnurlostelefone sind inzwischen alle defekt, versteckt, verschwunden. Wenn ein kabelgebundenes Telefon akzeptabel ist: Was spricht dagegen, ein schnurloses Telefon in ein schnurgebundenes Telefon zu verwandeln, damit es nicht wegläuft? Muss ja keine Ankerkette sein.
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Matthias S. schrieb: > H.Joachim S. schrieb: >> eine technische Lösung für ein technisches Problem > > Das ist KEIN technisches Problem. und irgendwann muss man sich als Angehöriger auch die Frage stellen, ob ein Angehöriger noch in der Lage ist, ein selbständiges Leben zu führen. grade bei Demenz ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem eine örtliche Betreuung/Aufsicht - in welcher Form auch immer - absolut notwendig wird. das Telefon ist da ja noch wurscht dagegen - was passiert, wenn der Herd eingeschaltet bleibt, die Dusche/Waschbecken/... nicht abgedreht, die Medikamente verwechselt/entsorgt/vergessen, nix mehr gegessen wird, ...
Es gibt Telefone, bei denen man es auch, wenn man meint, den Hörer richtig aufgelegt zu haben, versehentlich hinbekommt, den Hörer nicht so exakt in die "Schale" zurückgelegt zu bekommen. Habe mich gewundert, wieso ich bei meinem eigenen Festnetzanschluss beim Testanruf über Mobiltelefon keinen Anschluss bekam. Ursache, der Hörer war irgendwie nicht richtig mittig aufgelegt worden. Das kann auch passieren, wenn jemand seiner Putzfrau nicht beibringt, das Telefon möglichst nicht zu bewegen. Beim Staubwischen passiert sowas garnicht einmal so selten, wie man es meint. Muss wohl auch irgendwie an der Konstruktion der FeTaps liegen. Meines hat zwei aus dem Gehäuse herausragende Stücke, einmal auf der Seite des Hörers, dann eines auf der Seite der Sprechkapsel, (wenn man den Hörer umdreht, ist es umgekehrt.) Und wehe, jemand zupft an der Seite, wo das Kabel in den Hörer geführt wird, dann ist sofort der Hörer etwas schräg und die Unterbrechung da. Wollte damit sagen: Ja, Telefonieren will gelernt sein. Und: Das mit dem "Nicht-richtig- Auflegen" ist unter Umständen auch vom jeweiligen Apparat mehr oder weniger abhängig. Der Gabelschalter müsste um einen NO Kontakt ergänzt werden, der eine Lampe steuert, die bei richtigem Auflegen erlischt. ciao gustav
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Karl B. schrieb: > Es gibt Telefone, bei denen man es auch, wenn man meint, den Hörer > richtig aufgelegt zu haben, versehentlich hinbekommt, den Hörer nicht so > exakt in die "Schale" zurückgelegt zu bekommen. Ja, die gibt es zuhauf. Diesbezüglich extrem problematisch ist z.B. das um die Jahrtausendwende sehr verbreitete Telekom Tarsis C. Wenn bei dem Telefon der Hörer richtig aufliegt und man die Hörerschnur auch nur schräg anschaut, zieht sie den Hörer schon vom Gabelumschalter herunter. Die ist eben das Problem, wenn schmierige Marketingfuzzis und Wald- und Wiesendesigner die Gehäuseform vorgeben und keine qualifizierten(!!!) Industriedesigner. Letztere gibt es nämlich durchaus, aber die sind eher quer zu finden.
(prx) A. K. schrieb: > Fernzugang zur Fritzbox einrichten. Dann siehst du die Verbindungen, die > Dauer, ob eine aktiv ist und mit wem usw. Dann ggf Fritz durchstarten. > Weg ist die Verbindung. Die Verbindung ist zwar weg, aber der Hörer des Analog-Telefons trotzdem noch nicht aufgelegt, so dass es auch nicht angerufen werden kann, weil der Anschluss weiterhin als in Benutzung besetzt erkannt wird. Es fehlt eigentlich ein DECT-Großtastentelefon in der Art des BigTel 40, was eben wie ein Analog-Telefon mit Hörer aussieht und wie dieses auch bedient wird. Da ist es egal, ob der Hörer aufgelegt ist oder nicht, weil bei DECT eine bestehende Verbindung durch „auflegen“ des Anrufenden einfach beendet wird und das angerufene DECT-Telefon dann auch sofort automatisch „auflegt“. Sowas scheint eine Marktlücke zu sein und könnte man nur durch reinbasten eines DECT-Telefons ins BigTel 40 selber bauen. Tastatur des BigTel 40 als Tastatur des DECT-Telefons verwenden und Hörer des BigTel 40 als Mikro/Lautsprecher des DECT nutzen.
Sandra schrieb: > Sowas scheint eine Marktlücke zu sein und könnte man nur durch > reinbasten Oder man bastelt ein Kabel an ein beliebiges DECT-Telefon, mit dem es auch geladen wird.
Ja, wäre am einfachsten und war auch so eine nicht von mir kommunizierte erste Idee. Nur hat man dann noch nicht die extra großen Tasten des BigTel 40 und insbesondere auch nicht die großen Kurzwahltasten mit Foto.
Andreas M. schrieb: > Wenn demenzbehafteten Personen logisch erscheint, dass Schuhe in den > Kühlschrank gehören, wie willst du die dann dazu bewegen, etwas was viel > naheliegender ist, den Telefonhörer richtig aufzulegen? Andreas hat sehr früh darauf hingewiesen, dass man sich bei den Lösungen daran orientieren sollte, dass frühere Verhaltensweisen länger präsent bleiben als "neumodischer Kram". Das ist konstruktiv. Die Dame lebt allein. Das Telefon ist (neben möglicher Kostenfallen) vermutlich deshalb ein Problem, weil sie dann nicht erreichbar ist. Dafür möchte der TO eine Lösung. Ob die Dame noch eine Woche oder 10 Jahre alleine leben kann, tut hier nichts zur Sache. So ziemlich das einzige, was wir in diesem Zusammenhang über das Gehirn wissen, ist seine Plastizität: Wenn es gefordert wird, verfällt es langsamer. Sobald Personen "betreut" werden und keine Aufgaben mehr haben, geht das rapide (die Personen merken zu Beginn, dass jede eigeninitierte Aktivität nur noch "stört"). Der TO weiß, was ihn erwartet und er tut sicher das für ihn mögliche. Ich hoffe, dass einer der Tipps hier dieses eine Problem für ein paar Wochen, Monate oder sogar Jahre hinausschiebt.
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Sandra schrieb: > Die Verbindung ist zwar weg, aber der Hörer des Analog-Telefons trotzdem > noch nicht aufgelegt, so dass es auch nicht angerufen werden kann, weil > der Anschluss weiterhin als in Benutzung besetzt erkannt wird. Es gibt Systeme, die den Schleifenstrom abtrennen, helfen aber nicht. Das Problem liegt im Endgerät, dem Telefon: Bei abgenommenem Hörer ist die Klingel abgetrennt. > Es fehlt eigentlich ein DECT-Großtastentelefon in der Art des BigTel 40, > was eben wie ein Analog-Telefon mit Hörer aussieht und wie dieses auch > bedient wird. Da ist es egal, ob der Hörer aufgelegt ist oder nicht, > weil bei DECT eine bestehende Verbindung durch „auflegen“ des Anrufenden > einfach beendet wird und das angerufene DECT-Telefon dann auch sofort > automatisch „auflegt“. Darauf ist kein Verlass! Bei mir spielt ein DECT-Mobilteil stundenlang den Besetztton ab, weil entweder die Basis kein OnHook sendet oder das DECT-GAP es nicht versteht.
Erstmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Alle medizinischen Ideen, Spekulationen und Verlaufsprognosen können gerne weggelassen werden. Die Krankheit ist ein Chamäleon, gerade im Mittelstadium. Das Ende ist es für alle gleich. Aber bis dahin ist ein weiter langer Weg, den wir so gut wie möglich mit allen machbaren Mitteln unterstützen wollen solange es geht. Gestern habe ich noch erfahren: Fritzbox ist eine 7530AX, also nur ein analoger port. Zweitklingel also nur als DECT-Variante möglich. Hinz` Relais und das Ersatztelefon sind unterwegs. Mal schauen, ich werde berichten.
Siemens Hicom hatten eine Lichtschranke quer durch die Mulde für den Hörer, später einen Reedkontakt. Und auch wenn man den Hörer danebenlegte, war das Telefon nach kurzer Zeit wieder empfängnisbereit. Das ist ja wohl, worauf es hier ankommt, nämlich daß es trotzdem bimmelt, wenn jemand anruft. Irgendwelche Lampen für "Hörer nicht aufgelegt" oder "Milch sauer" ändern ja nichts an der Situation, sie informieren nur. Vielleicht gibts ja Hörer(einzel)telefone, die das auch können, damit man keine ganze Hicom-Anlage aufbauen muß.
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Wir haben meiner Mutter einen dieser elektronischen Bilderrahmen geschenkt, der sich per Web/email managen lässt. Telefonieren ist aus verschiedenen Gründen zur Informationsvermittlung schwierig. Da lassen sich dann auch Textnachrichten darstellen. Das funktioniert erstaunlich gut. Wenn da an Stelle einer Bildershow mit den letzen Abenteuern der Enkel den ganzen Tag steht „Telefonhörer auflegen“, sollte das jemand, der prinzipiell noch alleine wohnt, verstehen. Oliver
H.Joachim S. schrieb: > Gestern habe ich noch erfahren: Fritzbox ist eine 7530AX, also nur ein > analoger port. Zweitklingel also nur als DECT-Variante möglich. Außer POTS und DECT gibt es auch IP.
Beitrag #7993183 wurde vom Autor gelöscht.
Ganz anderer Ansatz: Das mit dem Telefon ist doch nur für eine begrenze Zeit. Ich würde mich an die Caritas vor Ort wenden. Die haben da Leute deren tägliche Arbeit es ist mit solchen Fällen umzugehen und Lösungen zu finden. Die sitzen nicht nur am Schreibtisch, sondern gehen auch zum Betroffenen und sind auch geschult mit solchen Leuten umzugehen. Die wissen auch, und haben Erfahrungen damit, wer genau Deiner Mutter helfen kann/könnte. Die sind sehr gut vernetzt und können Sachen auch auf dem kurzen Dienstweg erledigen. Mach doch einen Telefontermin vor Ort aus und besprich die Optionen. Die werden dafür gezahlt zu helfen.
Nick schrieb: > Ich würde mich an die Caritas vor Ort wenden. Die haben da Leute deren > tägliche Arbeit es ist mit solchen Fällen umzugehen und Lösungen zu > finden. Oder Sozialstation oder wie auch immer das heisst. ABER: H.Joachim S. schrieb: > jede örtliche Hilfe wird konsequent abgelehnt...
Wollvieh W. schrieb: > Siemens Hicom hatten eine Lichtschranke quer durch die Mulde für den > Hörer, später einen Reedkontakt. Solche Geräte funktionierten aber nur mit Fremdspeisung, nicht an klassischen POTS-Anschlüssen. Die brauchen den guten alten mechanischen Gabelschalter.
Es geht voran, Relais sind da. Sogar gleich zwei, vielen Dank @hinz. Telefon leider noch nicht. Fernspeisung: da könnte man was machen. Kabel/Stecker sind ja vierpolig, benutzt werden nur zwei. Automatisch auflegen nach einer Stunde oder so und bei erneutem Klingeln wieder freigeben..., gute Idee.
Ich hab mal günstig ein Tunstall Lifeline bekommen. Funktioniert als Hausnotruf recht gut.
H.Joachim S. schrieb: > Es geht voran, Relais sind da. Sogar gleich zwei, vielen Dank > @hinz. Da war die Post ja flott.
(prx) A. K. schrieb: > Oder Sozialstation oder wie auch immer das heisst. ABER: > > H.Joachim S. schrieb: >> jede örtliche Hilfe wird konsequent abgelehnt... Ich hab das schon gelesen, keine Angst. Dennoch bin ich der Meinung, dass Profis besser mit Uneinsicht (oder wie immer man das bezeichnen will) umgehen können und so vielleicht eine passende Lösung finden. Die haben damit täglich zu tun, und das Alters/Demenzumfeld ist ein eigener Zeig der Sozialpädagogik. Egal ob man sich evtl. von "Sozialpädagogik" getriggert fühlt.
Wollvieh W. schrieb: > Siemens Hicom hatten eine Lichtschranke quer durch die Mulde für den > Hörer, später einen Reedkontakt. > > Und auch wenn man den Hörer danebenlegte, war das Telefon nach kurzer > Zeit wieder empfängnisbereit. Das gilt für digitale Systemtelefone, aber nicht in der klassischen a/b-Technik. H.Joachim S. schrieb: > da könnte man was machen. Kabel/Stecker sind ja vierpolig, > benutzt werden nur zwei. Automatisch auflegen nach einer Stunde oder so > und bei erneutem Klingeln wieder freigeben..., gute Idee. Die Quelle, Fritz oder Telekombox, wird bei belegter Schleife keine Rufspannung schicken. Die Schleife kann man extern auftrennen, frühere Vermittlungen haben nach Zeit einen Besetzton aufgeschaltet und später die Speisung abgeklemmt. Das ändert aber nichts daran, dass es auch in dem modernen Gerät einen (elektronischen) Gabelschalter gibt, der bei abgenommenem Hörer das Klingeln verhindert. Das wirst Du in Kürze austesten können/müssen, vielleicht habe ich ja Unrecht und das Ding bimmelt trotzdem.
So, weitere Erkenntnisse: -das Relais schaltet sauber sobald der Hörer abgenommen wird -Fritzbox schaltet den Anschluss nicht ab (zumindest bis jetzt nicht, liegt seit 4h daneben, wird wohl nichts mehr passieren, lasse es aber 24h laufen), Hörer tönt das Besetzzeichen. -es ist tatsächlich leicht möglich den Hörer nicht korrekt aufzulegen. Designfehler für ein Seniorentelefon -bei erneutem Anruf klingelt es wie erwartet nicht wenn der Hörer nicht aufliegt
H.Joachim S. schrieb: > So, weitere Erkenntnisse: > -das Relais schaltet sauber sobald der Hörer abgenommen wird Wurde ja genau dafür hergestellt.
H.Joachim S. schrieb: > -es ist tatsächlich leicht möglich den Hörer nicht korrekt aufzulegen. > Designfehler für ein Seniorentelefon Haken vorhanden und Schräge probiert?
Kannst Du vielleicht mit einem 3D-Drucker oder Epoxy-Knete oder so eine Art Trichter an das Telefon bauen der dafür sorgt dass der Hörer in die richtige Position rutscht, auch wenn man ihn nur grob an die richtige Stelle legt.
Gerd E. schrieb: > auch wenn man ihn nur grob an die richtige Stelle legt. Möchte den TO nicht abhalten davon, aber wimre fing es schon damit an, dass das Kabel unten am Hörer selbigen hochhebt oder hochschiebt. Das erforderte quasi eine Sperrzone für das Telefon (bzw. hat uns tagelang unerreichbar gemacht).
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