Hallo! Ich habe hier ein Paar Presonus Eris E 3.5 Lautsprecher, etwa 5 Jahre alt. Neuerdings knackt es ordentlich beim Ausschalten. Die übliche Diagnose (Volume 0, nichts am Eingang usw.) ergibt dass das Knacken verschwindet wenn man den passiven rechten Lautsprecher von dem linken aktiven Teil trennt. Es zu vermuten dass da ein Kondensator gealtert ist. Wie identifiziere ich den? Liege ich überhaupt richtig? Vielen Dank!
Attila C. schrieb: > Es zu vermuten dass da ein Kondensator gealtert ist. Sagt wer und warum? Attila C. schrieb: > Es zu vermuten dass da ein Kondensator gealtert ist. Sagt wer und warum? > Wie identifiziere > ich den? Liege ich überhaupt richtig? Dafür ist es zu früh. Noch hat keine Diagnose stattgefunden. Für den Anfang brauchen wir den Schaltplan des Gerätes, und du brauchst ein Oszilloskop und Übung damit. Besorge das, dann melde dich wieder.
Nemopuk schrieb: > Attila C. schrieb: >> Es zu vermuten dass da ein Kondensator gealtert ist. > > Sagt wer und warum? > > Attila C. schrieb: >> Es zu vermuten dass da ein Kondensator gealtert ist. > > Sagt wer und warum? > >> Wie identifiziere >> ich den? Liege ich überhaupt richtig? > > Dafür ist es zu früh. Noch hat keine Diagnose stattgefunden. Für den > Anfang brauchen wir den Schaltplan des Gerätes, und du brauchst ein > Oszilloskop und Übung damit. Besorge das, dann melde dich wieder. Moin! Schaltplan? Es ist 2026, nicht 1991! Anbei Foto, vielleicht hilft es ja. Jo, Oszi hab ich. Was möchtest Du sehen?
Na der Elko nahe am Verstärkerchip sieht aber schon etwas gebläht aus.
Thomas W. schrieb: > Na der Elko nahe am Verstärkerchip sieht aber schon etwas gebläht aus. Oh ja, wo Du es sagst. Du meinst den links oben in der 4er Gruppe, oder?
Attila C. schrieb: > Was möchtest Du sehen? Den Schaltplan. Ohne Plan verleite ich nicht andere zum Murksen. Attila C. schrieb: > Schaltplan? Es ist 2026, nicht 1991! Dann ist dir wohl auch klar, warum es keine Reparaturgeschäfte für solche Geräte mehr gibt.
Nemopuk schrieb: > Attila C. schrieb: >> Was möchtest Du sehen? > > Den Schaltplan. Ohne Plan verleite ich nicht andere zum Murksen. Jitt et nit! Wat willste mache? > > Attila C. schrieb: >> Schaltplan? Es ist 2026, nicht 1991! > > Dann ist dir wohl auch klar, warum es keine Reparaturgeschäfte für > solche Geräte mehr gibt. Das ist mir völlig egal. Ich will das Problem lösen.
Wenn nur ein Kanal knackt, wird es nicht nur dieser Elko sein? Schaltplan wäre nützlich meint Tanya.
Messe die Spannungen an den beiden Lausprechern und vergleiche sie. Vielleicht bekommt der rechte permanent Gleichspannung oder eine hochfrequente nicht hörbare Schwingung. Achtung: Bei Brückenendstufen ist keine der beiden Leitungen GND!
Lu schrieb: > Wenn nur ein Kanal knackt, wird es nicht nur dieser Elko sein? > Schaltplan wäre nützlich meint Tanya. Ich hätte auch gerne einen Schaltplan, nicht nur Tanya! ;-) Es knacken beide Kanäle beim Ausschalten. Wenn man den rechten, passiven Lautsprecher abklemmt knackt es nicht. Wegen möglicher Statik oder anderen Interferenzen habe ich das Ding aber schon komplett woanders aufgebaut. Das wird es wohl nicht sein.
Attila C. schrieb: > Ich hätte auch gerne einen Schaltplan, Dann schau ins Datenblatt des Verstärker-ICs.
Die Herausforderung ist, dass es hier noch keiner aufgetaucht ist, der so einen Verstärker mit identischem Fehlerbild hatte und sagen kann, wie es behoben wurde zum nachprobieren. Als zweites gibt es keinen Schaltplan. Es bleibt daher nur übrig systematisch zu messen, was gemessen werden kann und hoffen die Abweichungen so eingrenzen zu können. Das ist natürlich mühselig.
Nemopuk schrieb: > Achtung: Bei Brückenendstufen ist keine der beiden Leitungen GND! Dazu noch eine Frage Attila, ob das die Boxenversion mit dem zweipoigen oder dreipoligen Netzanschluss ist?
Nemopuk schrieb: > rechte permanent Gleichspannung oder eine hochfrequente nicht hörbare Schwingung. Mit dem Oszi könnte noch gemessen werden, ob beim Knacken bei einer Endstufe in Brückenschaltung beide Halbbrücken der Endstufe einen Spannungssprung aufweisen oder nur eine der beiden.
Attila C. schrieb: > Oh ja, wo Du es sagst. Du meinst den links oben in der 4er Gruppe, oder? Die Aufwölbung sieht man besser, wenn man nicht von oben guckt, sondern irgendetwas gerades drauf legt und von der Seite guckt. Bei einer Aufwölbung ist es in der Mitte am höchsten ;-)
Dieter D. schrieb: > Nemopuk schrieb: >> Achtung: Bei Brückenendstufen ist keine der beiden Leitungen GND! > > Dazu noch eine Frage Attila, ob das die Boxenversion mit dem zweipoigen > oder dreipoligen Netzanschluss ist? Es ist ein 2 poliger! Ich denke ich verstehe worauf Du hinaus willst. Zudem knacken die Dinger erst seitdem ich in der Türkei bin. ;-) Irgend ein Murks mit der Erdung! Wie kann ich das am besten prüfen?
Attila C. schrieb: > Zudem knacken die Dinger erst seitdem ich ... Also haben die Teile einen längeren Transport hinter sich. Also ein Fehler, der erst nach dem Transportgerüttel auftrat. Es bleibt daher am sinnvollsten erst mal anhand des Aufdrucks auf dem IC den Schaltplan zu suchen. Aus diesem kann dann abgeleitet werden, an welchen Beinchen Du dann messen solltest um den Fehler einzukreisen.
Attila C. schrieb: > Irgend ein Murks mit der Erdung! > Wie kann ich das am besten prüfen? Ohne Eingangssignal betreiben, also entsprechenden Stecker entfernen.
H. H. schrieb: > Attila C. schrieb: >> Irgend ein Murks mit der Erdung! >> Wie kann ich das am besten prüfen? > > Ohne Eingangssignal betreiben, also entsprechenden Stecker entfernen. Stimmt! Natürlich! Und: Leider nicht! :-(
H. H. schrieb: > Ohne Eingangssignal betreiben, also entsprechenden Stecker entfernen. Attila C. schrieb: > nichts am Eingang usw.
Attila C. schrieb: > H. H. schrieb: >> Attila C. schrieb: >>> Irgend ein Murks mit der Erdung! >>> Wie kann ich das am besten prüfen? >> >> Ohne Eingangssignal betreiben, also entsprechenden Stecker entfernen. > > Stimmt! Natürlich! Und: Leider nicht! :-( War ja auch nur so eine Idee unseres Oberspinners Dieter. Was ist denn für ein Verstärker-IC verbaut? Der 11-Beiner, der auf den Kühlkörper geschraubt ist.
Eine ganz einfache Messung wäre noch mit einem Digitalmultimeter durchzuführen, ob am Eingang von einem der beiden Känäle eine unterschiedliche Spannung zu messen wäre. Normalerweise sollte die bei Null sein.
So soll er doch erst mal den offensichtlich defekten Kondensator austauschen. Dann können wir weitersehen.
Ich habe die Dinger auch. Bei mir kam nicht nur knacken sondern auch jaulen aus dem Lautsprecher. Ich habe alle Elkos ausgewechselt, auch die, die nicht dicklich waren, danach lief die Schachtel wieder für 1 Jahr. Seit Monaten ist sie wieder kaputt. Was es diesmal ist? Ich habe, glaube ich, die Lust verloren an den Dingern. Die Kondensatoralterung dürfte der schlechten Belüftung geschuldet sein, in der Schachtel wird es ziemlich warm.
Axel G. schrieb: > Die Kondensatoralterung dürfte der schlechten Belüftung geschuldet sein, > in der Schachtel wird es ziemlich warm. Vermutlich auch noch lausige Qualität der Elkos. Soll der TE doch mal den offensichtlich defekten ausbauen und Fotos davon posten.
H. H. schrieb: > Axel G. schrieb: >> Die Kondensatoralterung dürfte der schlechten Belüftung geschuldet sein, >> in der Schachtel wird es ziemlich warm. > > Vermutlich auch noch lausige Qualität der Elkos. > > Soll der TE doch mal den offensichtlich defekten ausbauen und Fotos > davon posten. Mache ich! Aber nicht heute! Ich halte euch auf dem Laufenden! Danke euch für die Hilfe! :-)
Thomas W. schrieb: > Na der Elko nahe am Verstärkerchip sieht aber schon etwas gebläht aus. auch der mit dem grünen Aufkleber auf dem Dach sieht oben ausgebeult aus, kann aber auch an der Aufnahme liegen. Wenn dann alle Prüfen, also auslöten Kapazität messen, meist reicht dazu ein billiger Komponentester um 11,-€. Schaltbild suchen wäre auch noch eine Möglichkeit, vielleicht finden sich da noch Hinweise. Mir ist es nicht gelungen.
Wenn Du nach der IC-Bezeichnung schauen solltest und dabei noch etwas mehr Zeit mitbringen solltest, könntest Du nachschauen, ob die Anschlussbelegung der Pins eher dem TDA7292, TDA2009 oder TDA7375 ähnlich wären. https://www.st.com/resource/en/datasheet/cd00000127.pdf https://electro-dan.co.uk/electronics/TDA7292.pdf https://electro-dan.co.uk/electronics/STA540_TDA7375.aspx
Attila C. schrieb: > Schaltplan? Es ist 2026, nicht 1991! Wie jetzt, braucht man heutzutage keine Schaltpläne mehr (um einen Fehler/kaputtes Teil zu finden)? Gruß Uwe
Hallo, Uwe E. schrieb: > Wie jetzt, braucht man heutzutage keine Schaltpläne mehr (um einen > Fehler/kaputtes Teil zu finden)? Doch. Ich glaube eher das er meint das man kaum noch welche bekommt. Hilfreich wäre wenn man wüsste welcher Verstärkerbaustein verbaut ist. Dann könnte man sich mal die Applikationsschaltungen des Herstellers anschauen. rhf
Roland F. schrieb: > Hilfreich wäre wenn man wüsste welcher Verstärkerbaustein verbaut ist. Das hat man dem TE schon vor zwei Tagen gesagt.
Dave vom EEVblog hatte neulich einen aktiven Monitor-Lautsprecher, der auch Knister- und Knackgeräusche ausgab. Nach einigem Herumprobieren hat er dann alle relevanten Elkos getauscht und der Spuk war verschwunden. Die Elkos waren messtechnisch nicht so verkehrt, vermutlich war es einfach nur die lausige Gesamtqualität. Das hieße hier: Einfach mal alle Elkos tauschen und dann weitersehen. Ich hatte im Repaircafe jetzt auch schon einige Elkos, die waren messtechnisch (ESR/Kapazität) in Ordnung, trotzdem waren sie die Ursache. Ich könnte mir vorstellen, dass man nochmal zwischen statischer ESR-Analyse und der Dynamik im tatsächlichen Betrieb unterscheiden muss.
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Es ist ein TDA 7265. Elko tauschen irgendwann nächste Woche. Der "Plopp" lässt sich minimieren wenn ausgeschaltet wird während Audio abgespielt wird. Und wie gesagt: Kein "Plopp" wenn der rechte passive Lautsprecher abgeklemmt ist. Der Knall ist übrigens recht ordentlich, auch gut sichtbar.
Der defekte Elko wird in Reihe mit dem passiven Lautsprecher liegen um in Single Supply die Gleichspannung vom LS weg zu halten.
Th S. schrieb: > Der defekte Elko wird in Reihe mit dem passiven Lautsprecher > liegen um > in Single Supply die Gleichspannung vom LS weg zu halten. Nö, der... Attila C. schrieb: > TDA 7265 ...wird symmetrisch versorgt. Elkos auslöten und zeigen.
TDA7295. Dann mal ins Datenblatt schauen. Der kleine Elko an Pin 5 nach Plus ist für die Stummschaltung beim Aus- und Einschalten zuständig. Eventuell geht am Schalttransistor für Mute auch etwas schief. Aber erst mal ist es zu über 90% der Elko. Und den Elko der den Deckel hebt, auf alle Fälle auch wechseln.
Roland F. schrieb: > das man kaum noch welche bekommt. Danke! O.K.- dann hab' ich das falsch verstanden. Grüße Uwe
Attila C. schrieb: > Es ist ein TDA 7265. Dann wäre hier das Datenblatt: https://electro-dan.co.uk/electronics/TDA7265.pdf
H. H. schrieb: > Th S. schrieb: >> Der defekte Elko wird in Reihe mit dem passiven Lautsprecher >> liegen um >> in Single Supply die Gleichspannung vom LS weg zu halten. > > Nö, der... > > Attila C. schrieb: >> TDA 7265 > > ...wird symmetrisch versorgt. Ich denke der wird nur mit Single Supply versorgt, es gibt nur ein Puffer Kondensator und das Datenblatt zeicht auch diese Versorgung warum ich 2*- bekomme weiss ich auch nicht.. aber egal hier ist genau das gleiche Problem beschrieben [[https://www.reddit.com/r/audiorepair/comments/1hh91zk/could_a_bulging_capacitor_cause_this_issue/?show=original]]
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Th S. schrieb: > Ich denke der wird nur mit Single SUpply versorgt, Auf der Platine sind keine zwei großen Elkos am Ausgang für die Lautsprecher zu sehen. Vermutlich reicht es bereits den schwächsten Elko an den Versorgungesspannungseingängen von Plus und Minus auszutauschen. Wenn beide Lautsprecher angeschlossen sind, dürfte eine von beiden symmetrischen Spannungen zu schnell sinken - bevor ein Signal am Mute-Eingang noch den Plop verhindern könnte.
Harald A. schrieb: > Das hieße hier: Einfach mal alle Elkos tauschen und dann weitersehen. > Ich hatte im Repaircafe jetzt auch schon einige Elkos, die waren > messtechnisch (ESR/Kapazität) in Ordnung, trotzdem waren sie die > Ursache. Das hatte ich schon öfter. Lt. Messung ok, nach Erneuerung Fehler verschwunden. Frage ist auch, ob man die gleiche Messumgebung hat wie z.B. der Elko am Einsatzort bei 40 V.
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