Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Geräte mit USB-C


von Julian B. (julinho)


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Warum gibt es kaum Geräte ohne Akku, die mit USB betrieben werden?
Als Hersteller könnte man einfach das Netzteil oder die Netzleitung an 
z.B. einer Tischlampe(ohne Akku). Warum wird das kaum gemacht?
Dürfen die USB-Netzteile nur zum Aufladen von Akkus verwendet werden?

von Hmmm (hmmm)


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Julian B. schrieb:
> Warum gibt es kaum Geräte ohne Akku, die mit USB betrieben werden?

Da gibt's einige, aber warum sollte man dafür gerade USB-C nehmen, wenn 
es billige Steckernetzteile gibt, die auch ohne USB-PD-Aushandlung die 
benötigte Spannung ausgeben?

Julian B. schrieb:
> Dürfen die USB-Netzteile nur zum Aufladen von Akkus verwendet werden?

Nö.

von Julian B. (julinho)


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Man könnte das billige Steckerteil einsparen, und der Kunde muss sich um 
das Netzteil kümmern.
Ausserdem kann das Gerät über USB überall auf der Welt betrieben werden, 
ohne den Stecker für das jeweilige Land mitliefern zu müssen.

: Bearbeitet durch User
von Lukas T. (tapy)


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Julian B. schrieb:
> und der Kunde muss sich um
> das Netzteil kümmern.
Merkste.

Das können sich nur unangenehme Oligopole leisten.

von Ralf X. (ralf0815)


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Julian B. schrieb:
> Man könnte das billige Steckerteil einsparen, und der Kunde muss sich um
> das Netzteil kümmern.
> Ausserdem kann das Gerät über USB überall auf der Welt betrieben werden,
> ohne den Stecker für das jeweilige Land mitliefern zu müssen.

Hilti hatte da mal etwas in der Entwicklung.
Ein Koffer für das Gerät und einen Koffer für die 50 USB-C NT und 
entsprechende Mehrfachsteckdosen...
Keine Ahnung, warum das Projekt abgebrochen wurde, bestimmt irgendwelche 
Lobbylumpen.

von Alexander (alecxs)


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Hast Du vor etwas in der Richtung zu bauen, einen Universal USB-PD zu 
Hohlstecker DC-DC Wandler?

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Ralf X. schrieb:
> und einen Koffer für die 50 USB-C NT und entsprechende
> Mehrfachsteckdosen.

Die Maximal-Leistung von USB-PD sind ja 240W, bei 50 Netzteilen also 
12kW - die Mehrfachsteckdosen sind mit CEEE Stecker ausgestattet? Und 
wie groß ist das Werkzeug das den entsprechenden Akku enthält?

von Harald K. (kirnbichler)


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Julian B. schrieb:
> Warum gibt es kaum Geräte ohne Akku, die mit USB betrieben werden?

Es gibt jede Menge; sogar Ikea verkauft so etwas (z.B. in Form von 
LED-Streifen).

Hmmm schrieb:
> aber warum sollte man dafür gerade USB-C nehmen, wenn
> es billige Steckernetzteile gibt, die auch ohne USB-PD-Aushandlung die
> benötigte Spannung ausgeben?

Wenn man nur 5V benötigt, dann reicht der Ansatz; ich bin aber froh, daß 
mein USB-Lötkolben das PD-Protokoll beherrscht, denn damit kann er seine 
C245-Lötspitzen auch mit 65 Watt versorgen.

Die Zeit von Steckernetzteilen mit Hohlstecker neigt sich dem Ende zu, 
was auch in Anbetracht der Verwechslungsgefahr nicht schlecht ist. Hier 
möchte ich nur auf die zahlreichen "Ich habe meine externe Festplatte 
gekillt"-Threads verweisen, die durch Verwechseln von 12 V und 19 V dank 
universeller Hohlstecker gespeist wurden.

Moderne USB-C-Netzteile sind universeller, da sie eben nicht auf nur 
eine feste Ausgangsspannung festgelegt sind, sondern neben den fixen 
Spannungspegeln der älteren USB-PD-Spezifikation oft auch "PPS" 
unterstützen, was ein Einstellen der Ausgangsspannung in 
100-mV-Schritten ermöglicht.
Und teuer sind solche Netzteile auch nicht, wie Ikea mit den 45-Watt- 
und 65-Watt-Modellen der "Sjöss"-Reihe zeigt (ersteres kostet 15, 
letzteres 13 Euro). Und da das moderne Konstruktionen sind, liegt der 
Standbyverbrauch bei 0.02 Watt ...

von Julian B. (julinho)


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Ist wahrscheinlich oft eine Preisfrage, weil ein USB PD, doch noch etwas 
komplexer als ein Netzteil mit nur einer Spannung ist.

Aber für Hersteller, die weltweit Produkte anbieten wäre USB PD eine 
große Erleichterung.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Julian B. schrieb:
> Warum gibt es kaum Geräte ohne Akku, die mit USB betrieben werden?

Es gibt schon einige. Ich habe hier bspw. zwei externe Festplatten,
einen ganzen Schwung USB-Sticks, ein SD-Kartenlesegerät, ein
Grafiktablett, einen Flachbettscanner, mehrere Raspberry Pi, ein
Netzgerät, einen Logicanalyzer. Wenn ich gezielt danach such, finden
sich sicher noch einige mehr.

Aber natürlich habe ich auch viele USB-Geräte, die mit einem Akku
ausgestattet sind. Dass es davon so viele gibt, liegt wohl einfach
daran, dass Geräte mit Versorgung über USB meist nur wenige Watt
benötigen. Genau solche Geräte sind aber auch für Akkubetrieb
prädestiniert. Also baut der Hersteller eben zusätzlich zum
USB-Anschluss noch einen kleinen, billigen Akku ein und schafft damit
einen zusätzliche Kaufanreiz.

Leistungsstärkere Geräte (≥ 10 W oder gar ≥ 100 W), bei denen
Akkubetrieb nicht besonders sinnvoll ist, brauchen auch ein stärkeres
Netzteil. Da nicht jeder ein 10- oder 100-W-USB-Netzteil frei verfügbar
herumliegen hat, liefert der Hersteller das passende Netzteil mit. Da
spielt es dann auch keine Rolle, ob dieses einen USB-Steckverbinder hat
oder nicht. Ein nicht universell einsetzbares Netzteil liefert dem
Hersteller zusätzlichen Umsatz, wenn der Kunde bspw. ein zweites
Netzteil (für die Garage) möchte oder Ersatz für ein kaputtes benötigt.

von Ralf X. (ralf0815)


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Julian B. schrieb:
> für Hersteller, die weltweit Produkte anbieten wäre USB PD eine
> große Erleichterung.

Dummerweise sehen diese das wohl anders.
Woher ich das weiss?
Weil sie es überwiegend (noch) nicht machen!

von Harald K. (kirnbichler)


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Julian B. schrieb:
> Ist wahrscheinlich oft eine Preisfrage, weil ein USB PD, doch noch etwas
> komplexer als ein Netzteil mit nur einer Spannung ist.

Ist es zwar, wie aber die beiden von mir gerade erwähnten Beispiele von 
Ikea zeigen, ist USB-PD mit 45 und 65 Watt gar nicht so teuer.

Und wenn einem 20 Watt reichen, gibts auch das bei Ikea - für gerade mal 
vier Euro.

Das kann dann aber kein PPS, und liefert maximal 15 V.

https://www.ikea.com/de/de/p/sjoess-ladegeraet-mit-1-usb-ausgang-20-w-60609740/

Sowas ist jedenfalls irgendwelcher No-Name-Ware von Aliexpress, Amazon & 
Co. gegenüber eindeutig zu bevorzugen.

von Rene K. (xdraconix)


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Harald K. schrieb:
> Sowas ist jedenfalls irgendwelcher No-Name-Ware von Aliexpress, Amazon &
> Co. gegenüber eindeutig zu bevorzugen.

Na was denkst du denn wo Ikea das in großen Mengen zu dem geringsten 
Preis einkauft?!

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo Harald,

woher weißt das du das Ikea 'name' ist. Für 4 €uro ist das doch auch nur 
Chinakram mit Ikea Label. Oder meinste nicht?

Im Gegenzug entwickelt Anker wirklich selbst. Da gibts nichts für 4 €uro 
oder so. Anker kommt zwar aus China. Ist aber kein Chinamüll.

: Bearbeitet durch User
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