Warum gibt es kaum Geräte ohne Akku, die mit USB betrieben werden? Als Hersteller könnte man einfach das Netzteil oder die Netzleitung an z.B. einer Tischlampe(ohne Akku). Warum wird das kaum gemacht? Dürfen die USB-Netzteile nur zum Aufladen von Akkus verwendet werden?
Julian B. schrieb: > Warum gibt es kaum Geräte ohne Akku, die mit USB betrieben werden? Da gibt's einige, aber warum sollte man dafür gerade USB-C nehmen, wenn es billige Steckernetzteile gibt, die auch ohne USB-PD-Aushandlung die benötigte Spannung ausgeben? Julian B. schrieb: > Dürfen die USB-Netzteile nur zum Aufladen von Akkus verwendet werden? Nö.
Man könnte das billige Steckerteil einsparen, und der Kunde muss sich um das Netzteil kümmern. Ausserdem kann das Gerät über USB überall auf der Welt betrieben werden, ohne den Stecker für das jeweilige Land mitliefern zu müssen.
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Julian B. schrieb: > und der Kunde muss sich um > das Netzteil kümmern. Merkste. Das können sich nur unangenehme Oligopole leisten.
Julian B. schrieb: > Man könnte das billige Steckerteil einsparen, und der Kunde muss sich um > das Netzteil kümmern. > Ausserdem kann das Gerät über USB überall auf der Welt betrieben werden, > ohne den Stecker für das jeweilige Land mitliefern zu müssen. Hilti hatte da mal etwas in der Entwicklung. Ein Koffer für das Gerät und einen Koffer für die 50 USB-C NT und entsprechende Mehrfachsteckdosen... Keine Ahnung, warum das Projekt abgebrochen wurde, bestimmt irgendwelche Lobbylumpen.
Hast Du vor etwas in der Richtung zu bauen, einen Universal USB-PD zu Hohlstecker DC-DC Wandler?
Ralf X. schrieb: > und einen Koffer für die 50 USB-C NT und entsprechende > Mehrfachsteckdosen. Die Maximal-Leistung von USB-PD sind ja 240W, bei 50 Netzteilen also 12kW - die Mehrfachsteckdosen sind mit CEEE Stecker ausgestattet? Und wie groß ist das Werkzeug das den entsprechenden Akku enthält?
Julian B. schrieb: > Warum gibt es kaum Geräte ohne Akku, die mit USB betrieben werden? Es gibt jede Menge; sogar Ikea verkauft so etwas (z.B. in Form von LED-Streifen). Hmmm schrieb: > aber warum sollte man dafür gerade USB-C nehmen, wenn > es billige Steckernetzteile gibt, die auch ohne USB-PD-Aushandlung die > benötigte Spannung ausgeben? Wenn man nur 5V benötigt, dann reicht der Ansatz; ich bin aber froh, daß mein USB-Lötkolben das PD-Protokoll beherrscht, denn damit kann er seine C245-Lötspitzen auch mit 65 Watt versorgen. Die Zeit von Steckernetzteilen mit Hohlstecker neigt sich dem Ende zu, was auch in Anbetracht der Verwechslungsgefahr nicht schlecht ist. Hier möchte ich nur auf die zahlreichen "Ich habe meine externe Festplatte gekillt"-Threads verweisen, die durch Verwechseln von 12 V und 19 V dank universeller Hohlstecker gespeist wurden. Moderne USB-C-Netzteile sind universeller, da sie eben nicht auf nur eine feste Ausgangsspannung festgelegt sind, sondern neben den fixen Spannungspegeln der älteren USB-PD-Spezifikation oft auch "PPS" unterstützen, was ein Einstellen der Ausgangsspannung in 100-mV-Schritten ermöglicht. Und teuer sind solche Netzteile auch nicht, wie Ikea mit den 45-Watt- und 65-Watt-Modellen der "Sjöss"-Reihe zeigt (ersteres kostet 15, letzteres 13 Euro). Und da das moderne Konstruktionen sind, liegt der Standbyverbrauch bei 0.02 Watt ...
Ist wahrscheinlich oft eine Preisfrage, weil ein USB PD, doch noch etwas komplexer als ein Netzteil mit nur einer Spannung ist. Aber für Hersteller, die weltweit Produkte anbieten wäre USB PD eine große Erleichterung.
Julian B. schrieb: > Warum gibt es kaum Geräte ohne Akku, die mit USB betrieben werden? Es gibt schon einige. Ich habe hier bspw. zwei externe Festplatten, einen ganzen Schwung USB-Sticks, ein SD-Kartenlesegerät, ein Grafiktablett, einen Flachbettscanner, mehrere Raspberry Pi, ein Netzgerät, einen Logicanalyzer. Wenn ich gezielt danach such, finden sich sicher noch einige mehr. Aber natürlich habe ich auch viele USB-Geräte, die mit einem Akku ausgestattet sind. Dass es davon so viele gibt, liegt wohl einfach daran, dass Geräte mit Versorgung über USB meist nur wenige Watt benötigen. Genau solche Geräte sind aber auch für Akkubetrieb prädestiniert. Also baut der Hersteller eben zusätzlich zum USB-Anschluss noch einen kleinen, billigen Akku ein und schafft damit einen zusätzliche Kaufanreiz. Leistungsstärkere Geräte (≥ 10 W oder gar ≥ 100 W), bei denen Akkubetrieb nicht besonders sinnvoll ist, brauchen auch ein stärkeres Netzteil. Da nicht jeder ein 10- oder 100-W-USB-Netzteil frei verfügbar herumliegen hat, liefert der Hersteller das passende Netzteil mit. Da spielt es dann auch keine Rolle, ob dieses einen USB-Steckverbinder hat oder nicht. Ein nicht universell einsetzbares Netzteil liefert dem Hersteller zusätzlichen Umsatz, wenn der Kunde bspw. ein zweites Netzteil (für die Garage) möchte oder Ersatz für ein kaputtes benötigt.
Julian B. schrieb: > für Hersteller, die weltweit Produkte anbieten wäre USB PD eine > große Erleichterung. Dummerweise sehen diese das wohl anders. Woher ich das weiss? Weil sie es überwiegend (noch) nicht machen!
Julian B. schrieb: > Ist wahrscheinlich oft eine Preisfrage, weil ein USB PD, doch noch etwas > komplexer als ein Netzteil mit nur einer Spannung ist. Ist es zwar, wie aber die beiden von mir gerade erwähnten Beispiele von Ikea zeigen, ist USB-PD mit 45 und 65 Watt gar nicht so teuer. Und wenn einem 20 Watt reichen, gibts auch das bei Ikea - für gerade mal vier Euro. Das kann dann aber kein PPS, und liefert maximal 15 V. https://www.ikea.com/de/de/p/sjoess-ladegeraet-mit-1-usb-ausgang-20-w-60609740/ Sowas ist jedenfalls irgendwelcher No-Name-Ware von Aliexpress, Amazon & Co. gegenüber eindeutig zu bevorzugen.
Harald K. schrieb: > Sowas ist jedenfalls irgendwelcher No-Name-Ware von Aliexpress, Amazon & > Co. gegenüber eindeutig zu bevorzugen. Na was denkst du denn wo Ikea das in großen Mengen zu dem geringsten Preis einkauft?!
Hallo Harald, woher weißt das du das Ikea 'name' ist. Für 4 €uro ist das doch auch nur Chinakram mit Ikea Label. Oder meinste nicht? Im Gegenzug entwickelt Anker wirklich selbst. Da gibts nichts für 4 €uro oder so. Anker kommt zwar aus China. Ist aber kein Chinamüll.
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