Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Günstiges und einfaches Mini-Controller Board, was würdet ihr heute nehmen?


von Stefan (elektrostefan)


Lesenswert?

Hi.
Wenn Ihr heute mit Mikrocontrollern anfangen würdet, was würdet ihr 
heute nehmen? Und was würdet ihr nehmen, wenn es günstig und einfach 
werden soll?

Unter günstig und einfach verstehe ich folgendes:
-Hardware leicht und günstig zu beschaffen
-Maximal 50 Euro für 3 Stück inklusive Zubehör was ich zum Starten 
brauche (z.B. Programmierkabel, Adapter etc). Einzelpreis nicht über 10 
Euro pro Stück. Idealerweise Reichelt/Conrad, sehr gerne auch Amazon 
Prime
-Fertige, kleine Platine die man huckepack mit 2,54mm Stiftleisten o.ä 
auf eine eigene Lochraster Platine setzen kann oder auch einfach 
fliegend irgendwo reinfriemeln kann.
-Nicht zu groß. Sollte fliegend angeschlossen in eine UP Schalterdose 
oder Standard Abzweigdose passen.
-Spannungsversorgung der Platine ca 5V DC incl Schutzschaltung gegen 
Verpolung und leichte Überspannungsimpulse (Schutzdiode). 
Eingänge/Ausgänge sollten bereits mit Schutzwiderständen/Dioden versehen 
sein, kurzfristig auch mal gewisse Überspannungsimpulse überleben und 
dauerhaft 5V tolerant sein. Viele Mini UC Boards sind leider nicht gut 
geschützt sondern geben direkt die Chip Pins auf die Stiftleiste.
-Einfache Programmierung, am Besten in-System direkt über ein einfaches 
USB Kabel oder einen fertigen ISP oder Serial Adapter via Pinheader.
-Kein WLAN (oder so deaktivierbar dass es nur zum Programmieren 
aufgeweckt wird z.b. über einen Mini-Taster auf der Platine, Zeitfenster 
nach reboot oder so)
-Entwicklungsumgebung kostenlos / Opensource
-Gute Communitybase für fertigen Code und HowTos usw.

Interessante Kandidaten gibt es ja mittlerweile einige. Man muss nur mal 
nach Einplatinen-Controller googeln. So viele dass man gar nicht weiß 
was man kaufen soll.
Könnt ihr denn da Empfehlungen aussprechen?

von Klaus R. (klara)


Lesenswert?

Ein D1Mini Pro.
mfg Klaus

von Gerd E. (robberknight)


Lesenswert?

du hast noch einen meiner Meinung nach wichtigen Punkt vergessen: der 
Markt ist nicht mit Fälschungen geflutet.

Z.B. die Blue-Pill-Boards waren früher eine gute, günstige und beliebte 
Version von Devboards mit STM32-Controllern. Heute kann man die immer 
noch kaufen, aber man kriegt eigentlich nur noch welche mit 
irgendwelchen "kompatiblen" Controllern wie z.B. GD32, oft mit 
gefälschtem Aufdruck. Die sind zwar so ähnlich, aber halt nicht 
identisch zu den STM32 und das macht dann viel Ärger.

Meine Empfehlung wäre der Raspi Pico oder Pico2. Erfüllt eigentlich all 
Deine Kriterien bis auf die extra Schutzmaßnahmen und Fälschungen sind 
mir keine bekannt.

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

sehr viele Wünsche, aber dann:

Stefan schrieb:
> -Nicht zu groß. Sollte fliegend angeschlossen in eine UP Schalterdose
> oder Standard Abzweigdose passen.

Für alles was in Dosen soll, fertige Shellys

Es gibt heutzutage nicht mehr DEN Controller - schaff Dir eine 
vernünftige Infrastruktur die z.B. über MQTT miteinander kommuniziert

Was Fu mit einem Controller in einer UP-Fose willst, der kein WIFI kann 
- fraglich

Für sonstige Basteleien: ESP8266 oder ESP32

von Stefan (elektrostefan)


Lesenswert?

Arduino ist ja auch ein recht bekanntes System. Dort gibt es auch einige 
Clones, die wohl nicht so einfach funktionieren und die erst mithilfe 
eines originalen Arduino Boards "startklar" gemacht werden muss.

Raspi Pico usw scheint wohl auch recht bekannt zu sein. Genauso wie die 
ESP32 basierten Boards.
Welche sind denn nachher einfacher zu programmieren?
Um z.B. eine Zeitschaltung zu programmieren will ich nachher nicht erst 
noch massig Overhead programmieren müssen um irgendwelche Bibliotheken 
einzubinden oder mit DOM Bäumen und JSON usw hantieren.

Ich will z.b mit einem Controller z.B. von einem vorhandenen Gerät oder 
einem Taster Ausgangssignale auswerten, ein bisschen und/oder/nicht/... 
verknüpfen, ein paar Timer mit rein, und dann ein paar Ausgänge 
ansteuern.
Im Prinzip könnte ich mehrere Shelly Uni2 nehmen und einen Home 
Assistant aufsetzen, um dort dann alles per Script zu zu machen.
Ist aber irgendwie mit Kanonen auf Spatzen.
Oder eben konventionell mit Relais-Grab oder TTL machen, damit hab ich 
sowas schon mehrfach erfolgreich gebaut. Klein und günstig ist aber was 
anderes.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Stefan schrieb:
> massig Overhead programmieren müssen um irgendwelche Bibliotheken
> einzubinden oder mit DOM Bäumen und JSON usw hantieren.

Wo muss man das denn...??

Stefan schrieb:
> Welche sind denn nachher einfacher zu programmieren?

Vermutlich die ESP32 weil es sie schon länger gibt und es unendlich viel 
Beispiele und Libraries dafür gibt.

Stefan schrieb:
> Ich will z.b mit einem Controller z.B. von einem vorhandenen Gerät oder
> einem Taster Ausgangssignale auswerten, ein bisschen und/oder/nicht/...
> verknüpfen, ein paar Timer mit rein, und dann ein paar Ausgänge
> ansteuern.

Das kannst du mit praktisch jedem Controller.

Für Lochraster-kompatibel würde ich noch die Nucleo-32 erwähnen, sind 
zwar etwas teurer (ca 15€) aber haben dafür den Debugger/Programmer an 
Bord, man braucht nur ein USB-Kabel aus der Grabbelkiste. Der Debugger 
funktioniert auch besser als der für die ESP32.

: Bearbeitet durch User
von N. M. (mani)


Lesenswert?

Gerd E. schrieb:
> Meine Empfehlung wäre der Raspi Pico oder Pico2. Erfüllt eigentlich all
> Deine Kriterien bis auf die extra Schutzmaßnahmen

+1
Aber Industrie taugliche IO Pins kenne ich sowieso bei den wenigsten 
Eva-Boards. Muss man halt was dran tüddeln. Preis ist unschlagbar.

von Heinz R. (heijz)



Lesenswert?

Stefan schrieb:
> Ich will z.b mit einem Controller z.B. von einem vorhandenen Gerät oder
> einem Taster Ausgangssignale auswerten, ein bisschen und/oder/nicht/...
> verknüpfen, ein paar Timer mit rein, und dann ein paar Ausgänge
> ansteuern.

ich mache so was seit Jahren nur noch mit ESP8266 oder ESP32 und als 
Software ESPEasy - die Rechenleisting ist echt beachtlich

aktuell stelle ich z.B. meine Heizungssteuerung um, mit Touchdisplay, 
MQTT-Steuerung der Wärmepumpe usw

das komplette Display incl. ESP32 kostet keine 20€

das mag jetzt für die Hardcore-Coder kindisch sein, aber die ganzen 
Sensoren sind halt schon integriert, man hat NTP usw

Ich habe früher auch mit Arduino usw rumgemacht - dann passt wieder 
diese Abhängigkeit nicht, dann hakt es irgendwo, vieles wo man denkt das 
macht man in 20min dauert dann 10 Stunden

Der große Vorteil für mich ist das ich jederzeit per Web-Interface auf 
die Rules zugreifen kann, nie mehr irgendwas neu flashen muss

Raspis habe ich hier auch im Einsatz, werden aber immer weniger
Ist halt ein komplettes Betriebssystem das man auch pflegen muss

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (datenreisender)


Lesenswert?

Stefan schrieb:
> Arduino ist ja auch ein recht bekanntes System. Dort gibt es auch einige
> Clones, die wohl nicht so einfach funktionieren und die erst mithilfe
> eines originalen Arduino Boards "startklar" gemacht werden muss.

Du bist nicht verpflichtet einen Clone zu kaufen. Kauf ein 
Orginal-Arduino und es funktioniert sofort. Ein paar Arduinos haben auch 
ein Funkmodul, so dass das Ding nicht so alleine in der Unterputzdose 
bleibt. Die Bibliotheken sind Mah-Mah zum Teil, Arduino halt. Aber 
zumindest Funk und MQTT funktionieren sehr stabil.

> Raspi Pico usw scheint wohl auch recht bekannt zu sein. Genauso wie die
> ESP32 basierten Boards.
> Welche sind denn nachher einfacher zu programmieren?

Ich (!) finde den ESP32-C6 sehr angenehm,  genuegend Rechenleistung, 
Speicher und Flash auf fuer richtige Anwendungen. Die Boards die ich(!) 
immer benutze haben einen zweiten USB-Anschluss so dass das Debugging 
gemacht werden kann. Und ja, Programmieren via Eclipse und ESP-IDF.

Was ich selbst nicht mehr selbst baue: 230V Interfaces.

von Gerd E. (robberknight)


Lesenswert?

Heinz R. schrieb:
> ich mache so was seit Jahren nur noch mit ESP8266 oder ESP32 und als
> Software ESPEasy

Das ist halt ein komplettes Framework mit allem Drum und Dran. Wenn man 
das mag und möchte - gerne. Aber wenn nicht dann kann sowas einem 
ziemlich im Weg stehen.

> Raspis habe ich hier auch im Einsatz, werden aber immer weniger
> Ist halt ein komplettes Betriebssystem das man auch pflegen muss

Du verwechselst glaube ich die "großen" RasPis mit ihren 
Broadcom-Prozessoren und (normalerweise) Linux. Was ich meinte waren die 
RasPi Picos mit den RP2040 oder RP2350 Mikrocontrollern. Ganz andere 
Liga.

Um für die RasPi Picos zu programmieren braucht es nur das SDK und nen 
GCC und es kann losgehen. Wenn man nicht mag, braucht man weder IDE noch 
Libraries oder großes Framework drumrum und es ist dennoch einfach damit 
zu arbeiten.

So einfach kann man starten:
https://github.com/raspberrypi/pico-examples/blob/master/blink_simple/blink_simple.c

: Bearbeitet durch User
von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

Gerd E. schrieb:
> Das ist halt ein komplettes Framework mit allem Drum und Dran. Wenn man
> das mag und möchte - gerne. Aber wenn nicht dann kann sowas einem
> ziemlich im Weg stehen.

ich sag ja, ich bin kein Programmierer - habe da zugegeben zu wenig 
Ahnung und zu wenig Zeit für, ich will und brauche ein funktionierendes 
Ergebnis

Ich sehe das auch eher als Alternative zu Siemens Logo, Technische 
Alternative, Loxone  usw - man kommt damit sehr schnell sehr viel 
weiter, zu weitaus günstigeren Preisen

angefangen habe ich das damals mit Sonoff - aber heute lasse ich auch 
fast alles was mit 230V zu tun hat von Shellys schalten

von Stefan (elektrostefan)


Lesenswert?

Wow, das ESPeasy sieht ja echt schick aus.
Glaub ich bestell mir mal so einen rein zum rumspielen.
Wenn du dir so ein 0815 ESP32 Board bestellst, wie kommt die Software 
initial auf das Board? Per USB?

RasPi Pico wäre für mein Projekt allerdings auch sehr interessant. Ist 
dann nicht so der Overkill.
Vielleicht da auch mal so ein Starter Kit ordern.
Arduino hab ich momentan ehr schon ausgeschlossen.

Für die 230V Anbindung nutze ich fertige Relais/Optokoppler Module bzw 
die schon vorhandene 12V/24V Steuerungsebene.

Achja, um ein 0-22 kOhm Signal möglichst einfach, aber 
potentialgetrennt, mit dem Controller zu generieren, wie würdet ihr da 
vor gehen?
Ich möchte einen vorhandenen Poti von einer Drehzahlregelung simulieren.

von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Ich lass die Finger von ESP. Hab einmal eine Platine damit aufgebau (nur 
weil der ESP ein bestimmtes WiFi-Feature unterstütze) und bin schon beim 
Datenblatt verzweifel. Scheint wohl KI-generiert zu sein, lauter 
Wischiwaschi.

Meine Frage an den TO wäre, ob er in die Tiefe gehen will, oder nur 
irgendwas in einer IDE mit einer obskuren Sprache zusammen clicken will. 
Ja, das ist abwertend.

Ich würde mich auch nicht (all zu gerne) auf Boards von irgendwem 
einlassen, sondern lieber vom Hersteller. Dann wirds schon bissl dünner. 
Aber so kann man davon ausgehen, dass das Board auch vom Hersteller in 
seiner IDE voll unterstützt wird. Allzuteuer sind die nicht und meistens 
ist alles komplett drauf. USB einstecken und loslegen, Kabel ist dabei.
Das zwingt einem dann aber dazu, sich mit C zu beschäftigen. Ja, C++ 
geht oft auch, aber ... ich halt nix davon auf dem µC.

von Waldemar P. (waldi_p)


Lesenswert?

Ich habe durch Zufall vor mehr als einem Jahr den Annex32 RDS entdeckt.
Ist eine leicht erlernbare Interpreter Sprache mit unzähligen 
Erweiterungen.
Läuft auf allen ESP´s von ESP8266 bis ESP32H4 also für jedem was dabei.
Bei der ESP32 Familie werden sehr viele TFT Display´s unterstützt die in 
LVGL
programmiert werden können. Alle meine Projekte rund um Haus und Solar
Steuerung habe ich mit dem System bewältigt.
Schau mal in die Hilfe Datei:
 https://www.cicciocb.com/annex32help
Da es sich um eine Interpreter Sprache handelt ist debugen kein Problem.
Programmiert wird auf einer WEB Oberfläche die das Programm zu Verfügung
stellt. Fehler werden sofort nach dem Start erkannt und was mir wichtig
ist entfällt das kompilieren was einen großen Zeitfaktor darstellt.

Gruß
Waldemar

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Nick schrieb:
> Ich lass die Finger von ESP. Hab einmal eine Platine damit aufgebau (nur
> weil der ESP ein bestimmtes WiFi-Feature unterstütze) und bin schon beim
> Datenblatt verzweifel.

Sehr viele Anfänger kriegen das super hin mit den ESP32. Die benutzen 
entweder einfach Arduino für ESP32 oder das ESP-IDF. Da braucht man das 
Datasheet überhaupt nicht.

Waldemar P. schrieb:
> Fehler werden sofort nach dem Start erkannt und was mir wichtig
> ist entfällt das kompilieren was einen großen Zeitfaktor darstellt.

Beim Kompilieren werden Fehler aber noch VOR dem Starten erkannt.

von Heinz R. (heijz)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Stefan schrieb:
> Wow, das ESPeasy sieht ja echt schick aus.
> Glaub ich bestell mir mal so einen rein zum rumspielen.
> Wenn du dir so ein 0815 ESP32 Board bestellst, wie kommt die Software
> initial auf das Board? Per USB?

ja, beim ersten mal einfach per USB aufspielen

Es gibt mittlerweile auch einen webflasher - aber habe ich selber nie 
getestet

Tip: fang mit einem ESP8266 an - kein ESP32, nicht gleich Display usw 
wollen  - kostet ca. 5€
In den Downloads ist ESPEasy-Flasher dabei - damit flashen - dann ins 
Terminal -blind eingeben:
wifissid - Dein Wifi
wifikey - dein Wifi-PW
save
settings

Dann siehst die IP-Adresse, kannst per Browser drauf zugreifen

hier mal ein Ausschnitt der bereits integrierten Sensoren

von Gerd E. (robberknight)


Lesenswert?

Stefan schrieb:
> Achja, um ein 0-22 kOhm Signal möglichst einfach, aber
> potentialgetrennt, mit dem Controller zu generieren, wie würdet ihr da
> vor gehen?
> Ich möchte einen vorhandenen Poti von einer Drehzahlregelung simulieren.

Ich glaube das ist ein Thema für einen separaten Thread, das hat wenig 
mit dem Thema Controller- und Devboard-Auswahl hier zu tun.

Gerade das Potentialgetrennt macht es komplex. Wenn das nicht zwingend 
nötig ist wird es deutlich einfacher. Auch wenn es nicht allgemein ein 
Poti simulieren muss, sondern nur mit einer konkreten, bekannten 
Drehzahlregelung.

Ansonsten - wieviel Bit Auflösung brauchst Du?

Das bitte alles in dem neuen Thread beschreiben den Du aufmachst.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:

> Sehr viele Anfänger kriegen das super hin mit den ESP32. Die benutzen
> entweder einfach Arduino für ESP32 oder das ESP-IDF. Da braucht man das
> Datasheet überhaupt nicht.

Das ist schon wahr.

Aber: Wenn man Sachen machen will, für die man ein Datasheet brauchen 
würde: es gibt einfach kein brauchbares. Und das ist generell eine ganz 
üble Sache, denn auch Frameworks haben Fehler. Und ohne ein vernünftiges 
Datenblatt hat man keine Chance, denen auf die Spur zu kommen.

von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Stefan schrieb:
> Dort gibt es auch einige Clones, die wohl nicht so einfach funktionieren
> und die erst mithilfe eines originalen Arduino Boards "startklar"
> gemacht werden muss.

Gerüchteküche - ja, gerüchteweise soll es Clones geben, wo noch keine 
Software drauf ist. Dann braucht man einen anderen, der den Bootloader 
drauf hat, um ihn einmalig als seriellen ISP-Adapter zu verwenden und 
den Bootloader drauf zu spielen.

> Oder eben konventionell mit Relais-Grab oder TTL machen

TTL ist tot, seit es CMOS gibt, Relaiscomputer eigentlich auch, wenn man 
von ein paar noch funktionsfähigen Museumexemplaren absieht ;-)

> Ich will z.b mit einem Controller z.B. von einem vorhandenen Gerät oder
> einem Taster Ausgangssignale auswerten, ein bisschen und/oder/nicht/...
> verknüpfen, ein paar Timer mit rein, und dann ein paar Ausgänge
> ansteuern.

Das schafft jeder kleine Arduino mit einem ATmega328. Brauchst du 
wirklich die in Watte eingepackte Lösung mit vollem ESD-Schutz und 
idiotensicherer Stromversorgung?
Platinen, die huckepack auf andere Boards integriert werden, überlassen 
das gewöhnlich der Anwenderbeschaltung. Sonst bist du wirklich bei einer 
SPS.

Stefan schrieb:
> Könnt ihr denn da Empfehlungen aussprechen?

Was soll das Board denn können?
Geht es um einfache Bit-Schubserei und einfache LED-Blinkereien, 
Anwendungen mit BT/WLAN Integration, DSP für Dekodierung von 
Funksignalen oder was soll der Controller so können?

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Da braucht man das Datasheet überhaupt nicht.

Das ändert nichts daran, dass das DaBla unterirdisch ist. Und das ist 
genug für mich.

: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


Lesenswert?

Ich mag immer noch das klassische Arduino Nano Board (ohne Klimbim 
hinter dem Namen). Dessen Nachbauten sind unproblematisch.

Wenn es eine Nummer größer sein soll empfehle ich STM32 Nucleo64 Boards, 
die gibt es mit unterschiedlichen Microcontrollern. Den mitgelieferten 
Debugger kann man abknipsen.

Das einst beliebte BluePill Board kommt wegen gefühlt 99% mangelhafter 
Fakes nicht mehr in Frage.

Boards mit Schutzschaltungen wirst du lange suchen, ich glaube es gibt 
keine. Die Schutzschaltungen müssen immer anwendungs-spezifisch sein und 
treiben die Kosten hoch.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Heinz R. schrieb:
> hier mal ein Ausschnitt der bereits integrierten Sensoren

Gibt es das auch in Form einer anständigen Liste.
Dieser Pixelbrei in Zwischenablage01.jpg hilft nicht wirklich, da 
unvollständig und nicht durchsuchbar.

Waldemar P. schrieb:
> ... den Annex32 RDS entdeckt.

AnnexRDS, mal wieder ein neuer Basic Interpreter mit Erweiterungen?

"What is AnnexRDS ?
AnnexRDS is not your ordinary development system; it’s a powerhouse of 
innovation and efficiency. With Annex Basic at its core, it redefines 
the notion of programming simplicity and versatility."
https://cicciocb.com/

von Rolf (rolf22)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Gerüchteküche - ja, gerüchteweise soll es Clones geben, wo noch keine
> Software drauf ist.

Jedenfalls gibt es welche, die keinen besonders "guten" Bootloader drauf 
haben. Beim Arduino Pro Mini z. B. lief mein Programm zunächst perfekt, 
aber als ich später dann die Watchdog-Funktion aktiviert habe, lief gar 
nichts mehr. Erst mit einem neueren Bootloader lief der Clone wieder – 
musste ich erst in Foren recherchieren. :-(

> Dann braucht man einen anderen, der den Bootloader
> drauf hat, um ihn einmalig als seriellen ISP-Adapter zu verwenden und
> den Bootloader drauf zu spielen.

Oder einen richtigen Programmer, der macht es einfacher. Ein Diamex z. 
B. kostet nur so 20 € und kann auch andere Hardware programmieren.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Gibt es das auch in Form einer anständigen Liste.

ja, z.B. hier:

https://espeasy.readthedocs.io/en/latest/Plugin/_Plugin.html#list-of-official-plugins

und hier gibt es mehr Details:

https://espeasy.readthedocs.io/en/latest/

von Christoph M. (mchris)


Lesenswert?

Was bei dem ganzen hier fehlt: Was soll denn damit gemacht werden? Ohne 
Angabe, für welchen Einsatzzweck der Kontroller verwendet werden soll 
ist eine Auswahl sinnlos.

Ansonsten empfehle ich als Auto einen Kieslaster: Damit ist man für alle 
Transportaufgaben gerüstet.

: Bearbeitet durch User
von Sn60pb38cu2 (sn60pb38cu2)


Lesenswert?

Rolf schrieb:
> Jedenfalls gibt es welche, die keinen besonders "guten" Bootloader drauf
> haben. Beim Arduino Pro Mini z. B. lief mein Programm zunächst perfekt,
> aber als ich später dann die Watchdog-Funktion aktiviert habe, lief gar
> nichts mehr. Erst mit einem neueren Bootloader lief der Clone wieder –
> musste ich erst in Foren recherchieren. :-(

Glaube ich nicht. Eher hast du beim Fuse einstellen was verbockt.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Christoph M. schrieb:
> Ansonsten empfehle ich als Auto einen Kieslaster: Damit ist man für alle
> Transportaufgaben gerüstet.

Ist aber zur Teilnahme an der Formel 1 ungeeignet.

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


Lesenswert?

Sn60pb38cu2 schrieb:
> Glaube ich nicht.
Musst du nicht!
Aber kundig machen könnte helfen.


Das Problem gabs bei einigen Arduino Boards, auch bei originalen.
Außer beim UNO.
Der Nano hat genau deswegen den Bootloader vom UNO bekommen.

Sn60pb38cu2 schrieb:
> Eher hast du beim Fuse einstellen was verbockt.
AVR Arduino Boards werden mit Bootloader und gesetzten Fuses 
ausgeliefert.

von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Rolf schrieb:
> Oder einen richtigen Programmer, der macht es einfacher. Ein Diamex z.
> B. kostet nur so 20 € und kann auch andere Hardware programmieren.

Meinst du in einem Diamex ist etwas anderes als ein passend 
programmierter Mikrocontroller drin?
Welchen Vorteil bietet der für die Programmierung eines Arduinos mit 
ATmega328 gegenüber einem AVRISP?
Für 20 € bekommst du noch eine handvoll Arduino Clones dazu.

: Bearbeitet durch User
von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Für 20 € bekommst du noch eine handvoll Arduino Clones dazu.
Und einen davon kann man zwischendurch zum "Arduino as ISP" machen, wenn 
einem die Bootloader Show nicht so liegt.
Was dann die Adapterkosten auf nahe Null senkt.

: Bearbeitet durch User
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Lesenswert?

Gerd E. schrieb:
> Meine Empfehlung wäre der Raspi Pico oder Pico2.

Das sind mittlerweile auch meine Favoriten, insbesondere die
geschrumpfte Variante namens "RP2040 Zero". Diese setze ich für fast
alle funkfreien Anwendungen ein, da sie ordentlich Rechenleistung und
Speicher zu einem sehr geringen Preis (beim Chinesen oft schon ab 1,49
€) bietet und ohne spezielles Programmiergerät direkt über USB
programmiert werden kann. Anders als bspw. bei den AVR-Arduinos ist der
Bootloader werksseitig und unzerstörbar in einem ROM integriert. Der
Pico-SDK ist IMHO ganz gut gemacht und unterstützt auf einfachste Weise
auch C/C++-stdio (also printf, scanf, cout, cin usw.) über USB.

Stefan schrieb:
> -Nicht zu groß. Sollte fliegend angeschlossen in eine UP Schalterdose
> oder Standard Abzweigdose passen.

Der RP2040 Zero hat etwas die Größe einer Briefmarke: 23,5 mm × 18 mm

Stefan schrieb:
> -Spannungsversorgung der Platine ca 5V DC incl Schutzschaltung gegen
> Verpolung und leichte Überspannungsimpulse (Schutzdiode).
> Eingänge/Ausgänge sollten bereits mit Schutzwiderständen/Dioden versehen
> sein, kurzfristig auch mal gewisse Überspannungsimpulse überleben und
> dauerhaft 5V tolerant sein.

Das geht schon in Richtung Industrietauglichkeit, kostet entsprechend,
braucht Platz und schränkt die Flexibilität ein. Da man meist ohnehin
nicht alle I/O-Pins benötigt, ist es praktischer, die ggf. benötigten
Schutzschaltungen zugeschnitten auf die spezifische Anwendung selber
hinzuzufügen.

Die GPIOs des RP2040 sind ohne externe Beschaltung nicht 5V-tolerant.
Wenn man viel mit 5V-Peripherie zu tun hat, könnte auch der CH32V003
eine Alternative sein. Entsprechende Boards sind sogar noch deutlich
günstiger (so ab 0,60 € beim Chinesen bei Abnahme von 10 Stück), haben
aber auch einige Nachteile gegenüber dem RP2040 Zero:

- etwas größer: 31 mm × 18 mm

- deutlich weniger Rechenleistung und Speicher (für LED-Blinker und auch
  etwas mehr reicht es aber allemal)

- nicht über USB programmierbar, es wird ein spezielles Programmiergerät
  benötigt

von Jack V. (jackv)


Lesenswert?

Yalu X. schrieb:
> Die GPIOs des RP2040 sind ohne externe Beschaltung nicht 5V-tolerant.

Die des RP2350 hingegen schon, und sehr viel teurer ist auch der nicht. 
Gibt möglicherweise noch nicht so viele Angebote auf dem Niveau der 
RP2040-Boards direkt aus CN, aber für 3-4€/Board (und damit weit unter 
der im Eingangsbeitrag genannten Anforderung) hingegen schon (auch im 
Mini-Format, etwa als Waveshare Zero. Gibt da gar eine Variante mit 
abgesetztem USB-Anschluss, die finde ich besonders gelungen).

von Christoph M. (mchris)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Christoph M. schrieb:
>> Ansonsten empfehle ich als Auto einen Kieslaster: Damit ist man für alle
>> Transportaufgaben gerüstet.
>
> Ist aber zur Teilnahme an der Formel 1 ungeeignet.

Bietet aber bei der Kollision mit einem SUV höchste Sicherheit ;-)

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Lesenswert?

Jack V. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Die GPIOs des RP2040 sind ohne externe Beschaltung nicht 5V-tolerant.
>
> Die des RP2350 hingegen schon

Ah, das wusste ich nicht. Danke für die Info.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Christoph M. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Christoph M. schrieb:
>>> Ansonsten empfehle ich als Auto einen Kieslaster: Damit ist man für alle
>>> Transportaufgaben gerüstet.
>>
>> Ist aber zur Teilnahme an der Formel 1 ungeeignet.
>
> Bietet aber bei der Kollision mit einem SUV höchste Sicherheit ;-)

Nix da. Es muss schon eine eierlegende Wollmilchsau sein.

: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Jack V. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Die GPIOs des RP2040 sind ohne externe Beschaltung nicht 5V-tolerant.
>
> Die des RP2350 hingegen schon, und sehr viel teurer ist auch der nicht.

Aber Obacht, es muss sichergestellt werden, dass IOVDD bei 
Beaufschlagung mit 5V Signalen bereits stabil auf 3.3V liegt.
Und die GPIOs im ADC Modus sind (nachvollziehbar) nicht FT.
Und die GPIO 40…47 sind zumindest in meinem Datenblatt (build-date: 
2025-02-20) noch nicht vollständig spezifiziert.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Yalu X. schrieb:
> und ohne spezielles Programmiergerät direkt über USB
> programmiert werden kann. Anders als bspw. bei den AVR-Arduinos ist der
> Bootloader werksseitig und unzerstörbar in einem ROM integriert.

Ist bei den nicht-antiken STM32 auch so, und fast alle GPIOs sind 5V 
tolerant 🙃

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Gut, Picos könnte man nehmen: schlicht + schnell.
Dennoch würde ich mir Boards mit STM32G4xx ansehen, die auch schnell 
sind und im Detail komfortabler als die RPs. Nucleo-Board mit 
integriertem ST-Link sind günstig und lassen sich elegant debuggen.
Es gibt kostenlose Werkzeuge von STM zum Zusammenklicken von Code aber 
auch zum Beispiel Segger Embedded Studio.

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Nucleo-Board mit
> integriertem ST-Link sind günstig und lassen sich elegant debuggen.

Für den RP2040 & Co. gibt es natürlich auch Debugger, alles, was SWD 
kann, kann man verwenden. Und man kann sich sowas auch selbst auf Basis 
eines RP2040 bauen.

Fertig aufgebaut mit Gehäuse:
https://www.raspberrypi.com/documentation/microcontrollers/debug-probe.html

und hier zum Selbstmachen beschrieben:

https://mcuoneclipse.com/2022/09/17/picoprobe-using-the-raspberry-pi-pico-as-debug-probe/

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Für den RP2040 & Co. gibt es natürlich auch Debugger

Ist halt dann separat und in Summe auch nicht mehr wirklich billiger als 
ein Nucleo Board, außer man braucht viele davon

von Nick (b620ys)


Lesenswert?

Ich gehe inzwischen davon aus, dass der TO erkannt hat, dass er am 
Besten alle hier vorgeschlagenen Boards kauft. So kann er sicher gehen, 
dass er dann für alle Fälle gewappnet ist. Falls er noch Zeit und Lust 
hat nachdem er alle Boards durchprobiert hat. Zeit und Lust anhand eines 
realen Projekts Erfahrung zu sammeln und dann seine spezifischen 
Forderungen zu erkennen.

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Für den RP2040 & Co. gibt es natürlich auch Debugger, alles, was SWD
> kann, kann man verwenden. Und man kann sich sowas auch selbst auf Basis
> eines RP2040 bauen.

Dann mach das doch!
Für einen Anfänger ist das Gewurschtel jedoch nichts.
Gleiches gilt für die IDE für den Pico: zu viele Bäume und kein Wald zu 
sehen.

Gerade spiele ich wieder mit einem STM32G031 herum: schöner und recht 
genauer ADC, Timer mit Capture-Eingängen, beim Stromsparen richtig gut.
Der interne RC-Oszilator ist genau genug für eine stabile 
UART-Verbindung und wackelt nicht wie der ROSC.
Der Programmstart ist ab dem /RESET per Debugger gut zu verfolgen und 
wird nicht durch eine zwischengeschaltete Boot-Stufe 'sabotiert'. Und, 
und, und ...
Ja, ja, die 'Experten' stört das alles nicht, aber einen Anfänger kann 
das sehr nerven!

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Ist halt dann separat

Ja, warum sollte man was anderes wollen? Willst Du in jedem Projekt 
einen dann ungenutzten Debugger vergraben? Einen SWD-Debugger (der nur 
teuer ist, wenn man das "offizielle" Raspberry-Gerät mit Gehäuse kauft) 
kann man immer wieder gebrauchen, solange man mit irgendwelchen ARMen 
hantiert. Der ist nicht mit seiner Firmware auf Controller nur eines 
Herstellers kastriert.

Mi N. schrieb:
> Für einen Anfänger ist das Gewurschtel jedoch nichts.

Aha. Na dann.

> Gleiches gilt für die IDE für den Pico: zu viele Bäume und kein Wald zu
> sehen.

Ja, stimmt. Nichts ist schrecklicher als Auswahl. Eine möglichst 
bescheidene IDE als einzige Möglichkeit ist natürlich viel besser. 
Sonst könnte man ja auf Gedanken kommen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Willst Du in jedem Projekt einen dann ungenutzten Debugger vergraben

Ist letztlich auch nur ein Mikrocontroller, und da die kaum was kosten, 
warum nicht...

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Eine möglichst
> bescheidene IDE als einzige Möglichkeit ist natürlich viel besser.

Du bist wie immer schlecht informiert.
STM hat eine hauseigene IDE, die ich nicht nutze. Dagegen nutze ich IAR 
(sehr gutes Debugging) und Segger (unbegrenzt und kostenlos).
Weder bescheiden noch einzig.

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> STM hat eine hauseigene IDE, die ich nicht nutze. Dagegen nutze ich IAR
> (sehr gutes Debugging) und Segger (unbegrenzt und kostenlos).

Und Du willst IAR Anfängern empfehlen? Echt jetzt?

Wenn die genug Geld dafür haben ...

von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Hallo,

also nach einigen Jahren, in denen ich mal mit AVR gebastelt hatte, bin 
ich vor einiger Zeit wieder eingestiegen mit dem ESP32 (mit einem 
inzwischen veralteten Dev Kit V4, ESP WROOM 32D). IMO ist das ein sehr 
gutes Board, der ESP hat sehr vielfältige Peripherals on Board, die alle 
recht gut funktionieren (mit Ausnahme des ADC, der ist scheiße, mit 
"Abgleich" reicht er aber für einfache Aufgaben ;-) ). Ich programmiere 
ihn mit dem ESP-IDF Toolkit von Espressif. Das zentrale Tools ist 
idf.py, mit dem man im Prinzip alles steuern kann. Schön ist, dass der 
ESP sowohl BT als auch WiFi an Bord hat. Wirklich ein toller Prozessor, 
mit viel Potential zum basteln und experimnetieren und einer sehr guten 
Doku. Alles sehr einfach und übersichtlich! Man merkt, dass ich da etwas 
voreingenommen bin. :-)

Also: Zum basteln auf jeden Fall einen ESP32 auf einem Dev Kit, und als 
Toolchain ESP-IDF. Ich werde mit dem Arduino-Zeug überhaupt nicht 
"warm"! Wenn möglich verwende ich stets die vom Hersteller empfohlene 
Toolchain.

ciao

Marci

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Und Du willst IAR Anfängern empfehlen? Echt jetzt?

Ich sehe schon, Du hast nie damit gearbeitet und regst Dich nur über 
Kosten auf. Segger kostet für den prof. Einsatz auch Geld. Sei es ihnen 
doch gegönnt!

Kostenlos ist STM32CubeIDE bzw. -MX, die auch für IAR und Segger 
Codegerüste erzeugt.
Noch ein Pluspunkt für die STMs sind die vielen Varianten und 
Gehäusegrößen, mit denen man von klein bis groß viel Spielraum hat. So 
schön die RP---- für spezielle Verwendung sind, wenn es bei der Hardware 
irgendwo zu knapp wird, gibt es keine Alternative.

von Rahul D. (rahul)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Ich sehe schon, Du hast nie damit gearbeitet und regst Dich nur über
> Kosten auf. Segger kostet für den prof. Einsatz auch Geld. Sei es ihnen
> doch gegönnt!

Bei einem begrenzten Budget darf man das wohl machen.
Übrigens gibt es noch Keil MDK, wenn man einen Haufen Geld über hat.
Deren Compiler ist SIL-zertifiziert...

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Rahul D. schrieb:
> Bei einem begrenzten Budget darf man das wohl machen.

Ich nannte zudem STM und Segger.
Um darüber zu meckern muß irgendwo anders etwas begrenzt sein.
Mit der Demo-IDE von Keil hatte ich auch mal etwas gemacht, die war auch 
nicht schlecht beim Debuggen. Wie es derzeit mit Kosten und Versionen 
aussieht, habe ich nicht verfolgt.

Um mal etwas Konkretes vorzuschlagen: 
https://www.mouser.de/ProductDetail/STMicroelectronics/NUCLEO-G431RB?qs=T3oQrply3y%252BHSoH%2FYfQbYw%3D%3D

von Stephan S. (uxdx)


Lesenswert?

Marci W. schrieb:
> Also: Zum basteln auf jeden Fall einen ESP32 auf einem Dev Kit, und als
> Toolchain ESP-IDF. Ich werde mit dem Arduino-Zeug überhaupt nicht
> "warm"! Wenn möglich verwende ich stets die vom Hersteller empfohlene
> Toolchain.

Für die ESPxx spricht auch, dass es für diese Boards zusätzlich auch 
Micropython gibt für die Leute, die mit C-ähnlichen Sprachen nichts am 
Hut haben.

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Ich sehe schon, Du hast nie damit gearbeitet und regst Dich nur über
> Kosten auf.

Ich kenne IAR, habe selbst einige Jahre lang damit gearbeitet (mit 
MSP430), aber ich käme nicht auf die Idee, eine so teure Software einem 
Anfänger zu empfehlen, der hier nach einem möglichst günstigen Board 
sucht.

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Ich kenne IAR, habe selbst einige Jahre lang damit gearbeitet (mit
> MSP430), aber ich käme nicht auf die Idee, eine so teure Software einem
> Anfänger zu empfehlen, der hier nach einem möglichst günstigen Board
> sucht.

MSP konnte kein SWD, was bei Cortex-Controllern ganz andere Einblicke 
ermöglicht. Auch sonst waren wir hier schon bei STM, Segger und Keil.
Was hast Du daran zu meckern?

Von IAR gab es bis vor einigen Jahren eine auf 32 KB limitierte IDE für 
ARM. Die hat mir für viele Sachen völlig gereicht.
Leider hat man den zunächst unbegrenzten Zeitraum auf 14 Tage 
eingeschränkt.

Was man hier so liest gibt es viele Fans von STMCubeMX, die bestimmt die 
Vorzüge dazu mitteilen könnten. Selber mag ich es nicht, weil ich lieber 
direkt auf die Register zugreife und auch gerne das Ref.-Handbuch zu 
Rate ziehe.

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> MSP konnte kein SWD, was bei Cortex-Controllern ganz andere Einblicke
> ermöglicht.

Das ist überhaupt nicht der Punkt. Es geht um Anfänger, und denen 
willst Du ernsthaft eine hundsteure kommerzielle IDE nahelegen?

von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Jack V. schrieb:
> Gibt möglicherweise noch nicht so viele Angebote auf dem Niveau der
> RP2040-Boards direkt aus CN, aber für 3-4€/Board (und damit weit unter
> der im Eingangsbeitrag genannten Anforderung) hingegen schon (auch im
> Mini-Format, etwa als Waveshare Zero. Gibt da gar eine Variante mit
> abgesetztem USB-Anschluss, die finde ich besonders gelungen).

Hast du dafür mal einen Link? Danke.

Also für die Variante mit abgesetztem USB-Anschluß

: Bearbeitet durch User
von Frank K. (fchk)


Lesenswert?

Stefan schrieb:

> Ich will z.b mit einem Controller z.B. von einem vorhandenen Gerät oder
> einem Taster Ausgangssignale auswerten, ein bisschen und/oder/nicht/...
> verknüpfen, ein paar Timer mit rein, und dann ein paar Ausgänge
> ansteuern.
[...]
> Oder eben konventionell mit Relais-Grab oder TTL machen, damit hab ich
> sowas schon mehrfach erfolgreich gebaut. Klein und günstig ist aber was
> anderes.

Du könntest auch direkt einen der zahlreichen im DIL-Gehäuse 
erhältlichen 5V Mikrocontroller nehmen. Entweder einen der zahlreich 
vorhandenen PICs (8 oder 16 Bit), oder einen AVR, oder einen 8051-Clone.
Beschaltung ist einfach: 100nF an jedes, VCC-GND Paar, 10k an MCLR bzw 
Reset, ICSP-Pins (oder ISP,UPDI,...) beschalten, und los gehts. Wenn Du 
Verpolungsschutz oder ESD-Schutz brauchst - ist nicht das Problem.

fchk

von Jack V. (jackv)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Hast du dafür mal einen Link?

https://www.waveshare.com/product/rp2350-tiny.htm

Wollte erst den Artikel bei Berrybase verlinken, wo ich die auch zuletzt 
gekauft habe. Aber die haben beschlossen, ihre Seite nun völlig 
unbenutzbar zu gestalten, indem sie Drittanbieterdreck so integrieren, 
dass es aufwändig wird, den Browser für eine sichere Benutzung ihrer 
Seite zu konfigurieren. Auch traurig, irgendwie – war mal ’n netter 
Laden.

von Rahul D. (rahul)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Von IAR gab es bis vor einigen Jahren eine auf 32 KB limitierte IDE für
> ARM. Die hat mir für viele Sachen völlig gereicht.
> Leider hat man den zunächst unbegrenzten Zeitraum auf 14 Tage
> eingeschränkt.

oder man verwedet eine aktuelle IDE, die keinerlei Beschränkungen 
unterliegt und auch noch kostenlos ist.
Einem Anfänger (aka "Hobbyist") irgendeine professionelle IDE zu 
empfehlen, ist doch ziemlicher Quatsch: Wer sich professionell mit dem 
Thema beschäftigt, wird auch IAR, Keil etc. finden und evaluieren.

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Rahul D. schrieb:
> Einem Anfänger (aka "Hobbyist") irgendeine professionelle IDE zu
> empfehlen, ist doch ziemlicher Quatsch:

Eine IDE wird professinell durch deren Anwender und nicht durch 
Überschriften der Werbeabteilung.
Was ich so als kostenlose Angebote gesehen habe, kannste teilweise voll 
in die Tonne kloppen. Wir sind die "Guten" aber: lauter Bäume und kein 
Wald.

Eigentlich müßte man beim TO nachfragen, ob er auch Linux verwendet. 
Falls er nicht dieses Betriebssystem nimmt, kann sein Vorhaben sowieso 
nichts werden.

Die Nachteile von ESP.. wurden schon angesprochen. RP2040 wäre eine 
Möglichkeit für den TO oder aber auch ältere oder neuere AVR auch im 
DIL-Gehäuse, aber STM32 sind die Schönsten.

Ich denke gerade daran, ob ich dem TO eine kostenpflichtige IDE schenke, 
dann ist das Thema kostenlos abgehackt ;-)

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Ich denke gerade daran, ob ich dem TO eine kostenpflichtige IDE schenke,

Ehrlich gesagt halte ich es immer noch für sinnvoll, wenn insbesondere 
Einsteiger erst einmal direkt mit den Backend-Werkzeugen wie Compiler, 
Debugger und Co. arbeiten. Alle mir bekannten IDEs sind eh nur grafische 
Frontends für die genannten Tools, und es ist für Einsteiger IMHO schon 
durchaus sinnvoll zu verstehen, wie sie zusammenspielen. Das hilft beim 
Verständnis von Möglichkeiten, Fehlermeldungen und Buildtools.

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> Ehrlich gesagt halte ich es immer noch für sinnvoll, wenn insbesondere
> Einsteiger erst einmal direkt mit den Backend-Werkzeugen wie Compiler,
> Debugger und Co. arbeiten.

Das funktioniert aber nur dann, wenn es auch immer wieder 
Erfolgserlebnisse gibt. Ferner sollte eine gute Dokumentation vorhanden 
sein. Sich für jedes Problem durchs Netz klicken zu müssen, finde ich 
sehr hinderlich, und 'informative' Links auf undokumentierten Quellcode 
helfen nicht die Bohne.
Vielleicht meldet sichder TO ja noch einmal, ob und wie er sich 
entscheiden möchte.

von Georg M. (g_m)


Lesenswert?

Was will man eigentlich lernen? Mikrocontroller? Oder eher C++, Python 
etc.?

Denn die Programmiersprachen kann man auch ohne Mikrocontroller lernen.

Learn to Code:
https://www.w3schools.com/


Und um Mikrocontroller zu lernen, muss man die Datenblätter lesen und 
verstehen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Rahul D. schrieb:
> professionelle IDE

Beispielsweise ST gibt ja zwei Freeware-IDEs für die STM32 raus, die 
STM32CubeIDE auf Eclipse-Basis und STM32Cube for Visual Studio Code. 
Dafür hat ST gleich zwei Hersteller (Ac6 und atollic) von zuvor 
kommerziellen IDEs aufgekauft! Andere Hersteller machen es ähnlich. Das 
machen die ja nicht aus Jux und Dollerei oder für die Handvoll 
Hobbybastler sondern sicherlich auch für kommerzielle Kunden. Und damit 
könnte man sowas schon als professionell bezeichnen.

Sind nicht das Hauptargument für IAR & Co die Zertifizierung für 
sicherheitskritische Systeme, und höchste Compiler-Optimierung? Beides 
Dinge die für Hobbyisten nicht besonders relevant sind. Insbesondere 
sind solche kostenpflichtigen Tools gerne mal recht altbacken und 
umständlich in der Bedienung...

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

IAR übrigens lässt sich nur unter Windows verwenden, das ist für den 
einen oder anderen hier eine Einschränkung.

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

Wieso muss man sich eigentlich dauernd damit beschäftigen ob für 
irgendwelche ambitionsbefreiten Bastler irgendwas einfach oder 
kompliziert ist und wie man den Gaul am besten zum saufen trägt?

Wer will der macht. Wem es zu anstrengend ist lässt es. Ich bin es leid 
dass ständig alles einfach sein muss. Das Leben ist nicht einfach. 
Technologie ist nicht einfach. "Einfach" ist schlicht keine wichtige 
Kategorie.

von Rahul D. (rahul)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Sind nicht das Hauptargument für IAR & Co die Zertifizierung für
> sicherheitskritische Systeme, und höchste Compiler-Optimierung? Beides
> Dinge, die für Hobbyisten nicht besonders relevant sind. Insbesondere
> sind solche kostenpflichtigen Tools gerne mal recht altbacken und
> umständlich in der Bedienung...

Ist mir schon klar. Ich hätte/hatte IAR auch nie empfohlen.


Niklas G. schrieb:
> Beispielsweise ST gibt ja zwei Freeware-IDEs für die STM32 raus, die
> STM32CubeIDE auf Eclipse-Basis und STM32Cube for Visual Studio Code.

Und manche verwenden STM32duino, um STM32-Controller wie alle Arduino zu 
prgrammieren:
https://github.com/stm32duino/Arduino_Core_STM32/wiki/Getting-Started

Das hätte zumindest den Vorteil, dass man sich nicht auf eine 
Controller-Familie beschränken muss.

Manche müssen halt ihre masochistische Ader ausleben...

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Sind nicht das Hauptargument für IAR & Co die Zertifizierung für
> sicherheitskritische Systeme

Bei mir ist es eindeutig der Debugger, der die unterstützen Controller 
sehr transparent macht. (Beim RP2040 kann man z.B. zur Laufzeit die PIO 
Programme verändern.) Ähnliche Funktionalität hatte seinerzeit (und 
aktuell vermutlich noch besser) auch Keil. Bei Segger ist es nicht so 
komfortabel, wobei es auch einen Debugger Ozone gibt, den ich nicht 
verwende.
Wie es dabei mit Kosten aussieht, weiß ich nicht. Wenn teuer, auch egal. 
Ich stehe auf Luxus!
Im Zielsystem zur Laufzeit (fast) vollen Zugriff auf die Hardware zu 
haben, ist gerade für einen Anfänger eine große Hilfe. Bei 8051 oder AVR 
mußte man kreativ mit LED oder Oszilloskope sehen, wo es Probleme beim 
Programm gab.

Georg M. schrieb:
> Und um Mikrocontroller zu lernen, muss man die Datenblätter lesen und
> verstehen.

So sehe ich das auch. Die gibt es in guter Qualität für AVR und STM32 
für Software und(!) Hardware.

von Georg M. (g_m)


Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:
> Wieso muss man sich eigentlich dauernd damit beschäftigen ob für
> irgendwelche ambitionsbefreiten Bastler irgendwas einfach oder
> kompliziert ist und wie man den Gaul am besten zum saufen trägt?
>
> Wer will der macht. Wem es zu anstrengend ist lässt es. Ich bin es leid
> dass ständig alles einfach sein muss. Das Leben ist nicht einfach.
> Technologie ist nicht einfach. "Einfach" ist schlicht keine wichtige
> Kategorie.

"Ein sprunghafter Anstieg von Intelligenz oder Lernwille der heutigen 
Generation gilt realistischerweise aber als unwahrscheinlich."

https://de.wikipedia.org/wiki/Noteninflation

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:

> Für einen Anfänger ist das Gewurschtel jedoch nichts.

Wieso? Die IDE muss er doch sowieso einrichten. Und wenn die erstmal 
läuft, ist es spielend leicht, das Debuggerprojekt auszuchecken und zu 
übersetzen. Und es ist noch leichter, das entstandene *.udf auf den Pico 
hochzuladen. Dann noch drei Drähte anlöten und der Debugger ist fertig 
und hat 4€ gekostet. Genau so viel wie das eigentliche Target halt.

> Gleiches gilt für die IDE für den Pico: zu viele Bäume und kein Wald zu
> sehen.

Kann ich so nicht sehen. Es ist eine Riesenauswahl an Beispielen 
verfügbar, die so ziemlich alles abdeckt, was mit dem Framework machbar 
ist.

Naja, das cmake-basierte Buildsystem ist tatsächlich etwas 
gewöhnungsbedürftig und das Aufsetzen des ersten eigenen Projektes ist 
nicht ganz einfach.

Aber in vielen Anfänger-Fällen dürfte es auch erstmal reichen, eins der 
vielen Beispielprojekte anzupassen. Das ist deutlich einfacher.

> Der Programmstart ist ab dem /RESET per Debugger gut zu verfolgen und
> wird nicht durch eine zwischengeschaltete Boot-Stufe 'sabotiert'.

Das ist beim Pico genau so, wenn der SWD-Debugger erstmal läuft. Dann 
lädt man das Programm natürlich per Debugger hoch und nicht über den 
*.udf-Mechanismus. Übrigens kann man dann den initialen Breakpoint sogar 
beliebig festlegen, wenn man sich z.B. sicher ist, dass die 
Initialisierung schon sauber durchläuft und man "nur" noch einen Fehler 
im eigentlichen Programm sucht, legt man den initialen Breakpoint 
einfach auf den Eintritt in die Hauptschleife.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Rahul D. schrieb:
> Und manche verwenden STM32duino, um STM32-Controller wie alle Arduino zu
> prgrammieren

Wobei man das vermutlich nicht mehr unbedingt als professionell 
bezeichnen würde. Ist aber dennoch zweckmäßig.

Mi N. schrieb:
> Bei Segger ist es nicht so komfortabel,

Kannst du das mal ausführen? Wo macht IAR den Controller mehr 
transparent als z.B. die STM32CubeIDE unter Verwendung von ST-Link oder 
J-Link? Fairerweise muss man natürlich mit dem selben Debug-Adapter 
vergleichen.

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Wo macht IAR den Controller mehr
> transparent als z.B. die STM32CubeIDE unter Verwendung von ST-Link oder
> J-Link?

Dazu müßte ich die STM-Software anwerfen. Das hatte ich vor Jahren mal 
versucht (1.4.0) und nicht geschafft.
Zurück an 'Muttis' Schürze, die Tränen abgewischt und die Welt war 
wieder in Ordnung ;-)

von Bauform B. (bauformb)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Jack V. schrieb:
> Yalu X. schrieb:
>> Die GPIOs des RP2040 sind ohne externe Beschaltung nicht 5V-tolerant.
>
> Die des RP2350 hingegen schon

naja, theoretisch... praktisch kann man das seltenst ohne externen 
Aufwand nutzen.

Edit: außerdem gibt's die nur in QFN-Gehäusen :(

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> Edit: außerdem gibt's die nur in QFN-Gehäusen :(

Besser als BGA. QFN kann man notfalls in "dead bug"-Technik auf 
Lochraster löten, mit BGA macht das keinen Spaß mehr.

Und RP2040/2350 gibt es zigfach auf kostengünstigen fertigen Platinen, 
notfalls lässt man sich die von jlcpcb fertigen und gleich bestücken.

rp2350a und rp2350b kosten bei denen etwas über einen Euro, rp2040 liegt 
noch drunter.

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> praktisch kann man das seltenst ohne externen
> Aufwand nutzen.

Der wirklich überschaubare Aufwand besteht darin, 3.3V an IOVDD 
anzulegen.

von Bauform B. (bauformb)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> Bauform B. schrieb:
>> praktisch kann man das seltenst ohne externen
>> Aufwand nutzen.
>
> Der wirklich überschaubare Aufwand besteht darin, 3.3V an IOVDD
> anzulegen.

Nur kommen die 5V aus einem anderen Spannungsregler und sind dank der 
Elkos relativ undefiniert zu den 3.3V. Oder du machst echtes Power 
Sequencing wie bei den "großen". Wenn die 5V von einer anderen Platine 
kommen, hilft nicht einmal das.

Und die ADC-Pins, wo es wirklich nützlich wäre, vertragen immer nur 
IOVDD+0.3V. Und wahrscheinlich auch, wenn man den ADC garnicht benutzt.

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Bauform B. schrieb:
> Nur kommen die 5V aus einem anderen Spannungsregler und sind dank der
> Elkos relativ undefiniert zu den 3.3V. Oder du machst echtes Power
> Sequencing wie bei den "großen". Wenn die 5V von einer anderen Platine
> kommen, hilft nicht einmal das.

Threadtitel: Günstiges und einfaches Mini-Controller Board
…Wenn Ihr heute mit Mikrocontrollern anfangen würdet…

> Und die ADC-Pins, wo es wirklich nützlich wäre, vertragen immer nur
> IOVDD+0.3V.

Richtig. (Allerdings sind Spannungsteiler nicht explizit verboten)

> Und wahrscheinlich auch, wenn man den ADC garnicht benutzt.

Falsch.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

alles sehr weit abgehoben zu dem was der TO eigentlich will - paar 
Lampen schalten bisschen Logik

von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Heinz R. schrieb:
> alles sehr weit abgehoben zu dem was der TO eigentlich will - paar
> Lampen schalten bisschen Logik

Der TO nimmt ja auch seit 3 Tagen nicht mehr an der Diskussion teil.
Er schrieb er möchte am liebsten fertige Platinen, die man auf 
Lochraster löten kann.
Die RP2350 scheinen mir da keine schlechte Wahl zu sein.

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Er schrieb er möchte am liebsten fertige Platinen, die man auf
> Lochraster löten kann.

Die Eingangsfrage ist voll im Konjunktiv gestellt und der TO selbst 
abgetaucht. Ideal, um über Gott und die Welt zu sprechen.
Wie immer.

von Karl K. (leluno)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Ideal, um über Gott und die Welt zu sprechen. Wie immer.

Ich finde den thread auch ohne TO-Beiträge sehr interessant. Ich arbeite 
mit M328 weil das für mich am einfachsten ist und meist ausreichend ist. 
Wahrscheinlich hoffnungslos veraltet.

"RP2040 Zero" war für mich ganz neu und wäre vielleicht - im Falle der 
Notwendigkeit eines Umstiegs - eine gute Alternative.

von Mi N. (msx)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> Ich arbeite
> mit M328 weil das für mich am einfachsten ist und meist ausreichend ist.
> Wahrscheinlich hoffnungslos veraltet.

Sag das nicht!
Wenn man es braucht: Spannungsversorgung 1,8 - 5 V und Stromsparen sind 
kein Problem.

von Georg M. (g_m)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> Wahrscheinlich hoffnungslos veraltet.

Mi N. schrieb:
> Sag das nicht!

Doch.

von Rahul D. (rahul)


Lesenswert?

Karl K. schrieb:
> Ich arbeite mit M328 weil das für mich am einfachsten ist und meist
> ausreichend ist.
Wenn er ausreicht? Warum nicht? Damit kann man doch z.B. einen Sensor 
mit einer Schnittstelle für größere Distanzen (z.B. Modbus) ausrüsten.
Dafür braucht man keine 100-MHz-Controller.

> Wahrscheinlich hoffnungslos veraltet.
Hättest du jetzt einen 8051 (die mit externem Speicher) empfohlen, würde 
ich dir zustimmen.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Rahul D. schrieb:
> Karl K. schrieb:
>> Ich arbeite mit M328 weil das für mich am einfachsten ist und meist
>> ausreichend ist.
> Wenn er ausreicht? Warum nicht? Damit kann man doch z.B. einen Sensor
> mit einer Schnittstelle für größere Distanzen (z.B. Modbus) ausrüsten.
> Dafür braucht man keine 100-MHz-Controller.

Dafür wäre aber selbst ein Mega328 schon hoffnunglos überdimensioniert. 
Das ist eher was für irgendwelche 6 oder 8 Pin Tinys.

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Ehrlich gesagt halte ich es immer noch für sinnvoll, wenn insbesondere
>> Einsteiger erst einmal direkt mit den Backend-Werkzeugen wie Compiler,
>> Debugger und Co. arbeiten.
>
> Das funktioniert aber nur dann, wenn es auch immer wieder
> Erfolgserlebnisse gibt.
1
echo '#include <stdio.h>' >> main.c
2
echo '' >> main.c
3
echo 'int main(void) {' >> main.c
4
echo '  printf("Hello World!\n");' >> main.c
5
echo '}' >> main.c
6
gcc -o main main.c
7
./main

Erfolgserlebnis, die Erste.

Okay, manche "Entwickler" brauchen für sowas eine IDE.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> Okay, manche "Entwickler" brauchen für sowas eine IDE.

Ich hab mit einer IDE angefangen und benutze auch weiter welche, soll 
ich jetzt "Entwickler" in meine Email-Signatur schreiben?

von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
>> Erfolgserlebnisse gibt.
> echo '#include <stdio.h>' >> main.c
> echo '' >> main.c
> echo 'int main(void) {' >> main.c
> echo '  printf("Hello World!\n");' >> main.c
> echo '}' >> main.c
> gcc -o main main.c
> ./main
>
> Erfolgserlebnis, die Erste.

Also ich brauche dazu keine IDE, aber ein Editor ist mir doch schon 
deutlich lieber als das.
Vor allem wenn ich was ändern will.
Und nein, es muss kein vi sein.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> Okay, manche "Entwickler" brauchen für sowas eine IDE.

Manche Leute brauchen für sowas nen Compiler.
1
echo 'Hello World!'

Gleiches Endergebnis.

: Bearbeitet durch User
von Yalu X. (yalu) (Moderator)


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> echo '#include <stdio.h>' >> main.c
> echo '' >> main.c
> echo 'int main(void) {' >> main.c
> echo '  printf("Hello World!\n");' >> main.c
> echo '}' >> main.c
> gcc -o main main.c
> ./main

Noch einfacher:
1
gcc -xc - && a.out
2
#include <stdio.h>
3
4
int main(void) {
5
  printf("Hello World!\n");
6
}
7
^D

Da die erste Zeile sowieso immer gleich ist, definiert man dafür  einen
Alias in .bashrc:
1
alias run='gcc -xc - && a.out'

In Zukunft dann nur noch:
1
run
2
<C-Code>
3
^D

Selbst mit einer mehrere Tausend Euro teuren IDE schafft man das nicht
einmal ansatzweise so schnell ;-)

Udo S. schrieb:
> Und nein, es muss kein vi sein.

Ja, vim und neovim haben vi weitgehend obsolet gemacht.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Yalu X. schrieb:

> Udo S. schrieb:
>> Und nein, es muss kein vi sein.
>
> Ja, vim und neovim haben vi weitgehend obsolet gemacht.

Nö, das haben wirklich bedienbare Editoren schon lange vorher geschafft.

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Disclaimer: Ich habe mir die vielen Beiträge nicht komplett 
durchgelesen, ich antworte in erster Linie auf den Eingangspost. Wer 
sich auf den Schlips getreten fühlt weil das doch schon alles 
gesagt/ausgeschlossen/verworfen wurde - tut mir sehr leid.

Ich muss doch mal wieder Werbung machen für die genialen tinyAVR. Nicht 
zu verwechseln mit dem uralten ATTINY85 und Co:
https://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/30010176C.pdf

- Direkt als Chip ab Werk Arduino-kompatibel, kein Bootloader
- Sehr guter Arduino-Support
- Interner Taktgeber für viele Anwendungen genau genug
- Ein 100nF als Zusatzbeschaltung reicht
- Ein einziger Pin zum Programmieren, nicht mehr
- Programmieradapter im einfachsten Fall ein USB2UART-Umsetzer für <1€
- 1,x…5.5V
- Tonnen an Peripherie
- Internes „richtiges“ EEPROM
- Viele Bauformen
- Günstig

: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:

> - Direkt als Chip ab Werk Arduino-kompatibel, kein Bootloader
> erforderlich

Das ist Unsinn. Natürlich ist ein Bootloader erforderlich, zumindest 
Host-seitig. Der hat halt gegenüber den Classic-AVR nur den Vorteil, 
dass UPDI sich zumindest zum Programmieren über eine (minimal 
modifizierte) UART bedienen läßt (im Gegensatz zum ISP der 
Classic-Typen). Die Debugging-Features von UPDI liegen dabei aber brach. 
Scheiß Arduino-Dreck eben.

Im übrigen trifft das nicht nur auf die neuzeitlichen Tinys zu, sondern 
auch auf die die anderen neuzeitlichen Baureihen der Mega und AVR-Dx. 
Halt auf alles, was sich per UPDI programmieren läßt.

von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Heinz R. schrieb:
> fang mit einem ESP8266

Warum das denn? WIMRE ist der doch veraltet.

von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Waldemar P. schrieb:
> was einen großen Zeitfaktor darstellt

hmmm, bei mir nicht. Kommt drauf an, was du vor dem make geändert hast. 
Normalerweise dauert es nur lange, wenn der build zum ersten Mal läuft, 
oder wenn an der Projektkonfiguration geändert wird. Aber im Vergleich 
zum schreiben des Programms ist der build zeitlich komplett irrelevant. 
Man macht ja nicht nach jeder Zeile nen build!

ciao

Marci

von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> die Zertifizierung für
> sicherheitskritische Systeme, und höchste Compiler-Optimierung

sind auch für gewerbliche Hersteller in den wenigsten Fällen notwendig.

ciao

Marci

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


Lesenswert?

Marci W. schrieb:
> ist der doch veraltet.

Aha!

von Rahul D. (rahul)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Also ich brauche dazu keine IDE, aber ein Editor ist mir doch schon
> deutlich lieber als das.

DOS-Commandline:
"Copy CON ..."
Wenn fertig, CTRL-Z.

Ohne den Luxus eines Editors ;)

von Georg M. (g_m)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> hoffnunglos überdimensioniert

Mittlerweile gibt es schon deutlich kleinere Mikrocontroller.

von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Rahul D. schrieb:
> Udo S. schrieb:
>> Also ich brauche dazu keine IDE, aber ein Editor ist mir doch schon
>> deutlich lieber als das.
>
> DOS-Commandline:
> "Copy CON ..."
> Wenn fertig, CTRL-Z.
>
> Ohne den Luxus eines Editors ;)

Jetzt fehlt nur noch edlin :-)

Hier sind wieder ein paar Masochisten unterwegs. Ich nehme lieber 
Notepad++ oder EmEditor.
Musste mich früher mit BS2000, VAX und diversen Unix Systemen 
rumschlagen, das brauche ich echt nicht mehr.

von Rahul D. (rahul)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Jetzt fehlt nur noch edlin :-)

Welch Luxus...

Während meiner KEIN-Ausbildung habe ich EPROMs für 8085 per Mäuseklavier 
programmiert - inkl. diverser Gänge zum EPROM-Löschgerät...

von Rainer W. (rawi)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Hier sind wieder ein paar Masochisten unterwegs. Ich nehme lieber
> Notepad++ oder EmEditor.

Warum hat hier noch keine TECO genannt?

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> TECO

Was soll das sein?

von Udo S. (urschmitt)


Lesenswert?

Rainer W. schrieb:
> Warum hat hier noch keine TECO genannt?

Wurde am MIT entwickelt, muss also spitze sein :-)
War der nicht auch für die PDB-11?
Die ist mir zum Glück erspart geblieben.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Georg M. schrieb:
> Ob S. schrieb:
>> hoffnunglos überdimensioniert
>
> Mittlerweile gibt es schon deutlich kleinere Mikrocontroller.

Es dauert nicht mehr lange bis wir "denkenden Staub" haben. Wobei man 
unterm Sofa vielleicht doch lieber den klassischen analogen Staub 
bevorzugen würde.

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Okay, manche "Entwickler" brauchen für sowas eine IDE.
>
> Ich hab mit einer IDE angefangen und benutze auch weiter welche, soll
> ich jetzt "Entwickler" in meine Email-Signatur schreiben?

Kommt drauf an, ob Du schon einmal einen Compiler manuell aufgerufen 
hast. Wenn Du außerdem noch ein Buildtool beherrschst, dann darfst Du 
sogar die Anführungszeichen weglassen! :-)

von Rahul D. (rahul)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Es dauert nicht mehr lange bis wir "denkenden Staub" haben.

Schreib das mal in so einer typischen Schwurblergruppe: Für die ist das 
schon jetzt eine Tatsache.

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Also ich brauche dazu keine IDE, aber ein Editor ist mir doch schon
> deutlich lieber als das.

Ja, mir auch. Wobei es ja Menschen gibt, die den Emacs als 
Betriebssystem bezeichnen, dem nur ein guter Editor fehlt. :-)

Auf Funktionen wie Autocompletion und Syntax-Highlighting möchte ich 
auch nur sehr, sehr ungerne verzichten.

> Vor allem wenn ich was ändern will.
> Und nein, es muss kein vi sein.

Ach, der vi(1) ist schon okay, auch wenn ich ein Emacs-Typ bin.

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Manche Leute brauchen für sowas nen Compiler.
>
>
1
echo 'Hello World!'
>
> Gleiches Endergebnis.

Na Du bist ja mal ein echter Spaßvogel, und so richtig originell! :-)

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Rahul D. schrieb:
> Niklas G. schrieb:
>> Es dauert nicht mehr lange bis wir "denkenden Staub" haben.
>
> Schreib das mal in so einer typischen Schwurblergruppe: Für die ist das
> schon jetzt eine Tatsache.

Wo ist eigentlich der Dieter, wenn man ihn mal braucht? :-)

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

Marci W. schrieb:
> Heinz R. schrieb:
>> fang mit einem ESP8266
>
> Warum das denn? WIMRE ist der doch veraltet.

ja, lohnt preislich kaum noch im Vergleich zum ESP32 - aber es ist für 
einen Anfänger einfacher ihn in Betrieb zu nehmen, Webflasher usw

Ja, gibt es mittlerweile auch für ESP32....

von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Arduino F. schrieb:
> Marci W. schrieb:
>> ist der doch veraltet.
>
> Aha!

sorry, dachte ich. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Sollte 
wohl mal wieder bei espressif vorbei schauen.

ciao

Marci

von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Mi N. schrieb:
> Die Nachteile von ESP.. wurden schon angesprochen.

Na ja, ich sehe nur den mistigen ADC. Und Nick beschwert sich über die 
Doku. Die finde ich jedoch gar nicht so schlecht. Und in der API-Doku 
von ESP-IDF findet man sich doch ganz gut zurecht. Was sind denn die 
weiteren Nachteile? Ist halt kein kleiner Atmel. Allein die Sache mit 
dem IO Mux ist nicht ganz trivial, finde ich. Und ganz ehrlich: ja, in 
Assembler from scratch möchte ich den ESP32 nicht programmieren. Das 
wäre vermutlich etwas mühsam und error prone...

ciao

Marci

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


Lesenswert?

Marci W. schrieb:
> Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Ist eigentlich nicht meine Rolle...

Soweit mir bekannt ist der ESP8266 noch nicht abgekündigt.
Er ist für viele Anwendungen völlig ausreichend.

Und seit das sdk einigermaßen ausgereift ist, ist das programmieren 
sogar fast angenehm.

von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Arduino F. schrieb:
> Ist eigentlich nicht meine Rolle...

dann lass es doch einfach!

ciao

Marcus

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


Lesenswert?

Marci W. schrieb:
> dann

Du hast doch nicht alle Streusel auf dem Kuchen.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Marci W. schrieb:

> Und ganz ehrlich: ja, in
> Assembler from scratch möchte ich den ESP32 nicht programmieren. Das
> wäre vermutlich etwas mühsam

Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: du kannst das Ding mangels 
hinreichender Doku (und includes) nicht vollständig auf Registerebene 
programmieren. Weder in Assembler noch in C oder sonst irgendeiner 
Sprache.

Außerdem sind alle sicherheitskrtischen Sachen (WLAN, BT) closed source.

Wer bei so einer Sachlage nicht wenigstens ein ungutes Gefühl hat, dem 
ist nicht zu helfen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> Wer bei so einer Sachlage nicht wenigstens ein ungutes Gefühl hat, dem
> ist nicht zu helfen.

Massen von Anfängern und Bastlern kommen wunderbar damit klar für jede 
erdenkliche Art von Anwendung. Und ja, auch große Konzerne nutzen den 
ESP32 für ihre Produkte. Denn, Überraschung, die WLAN-Peripherie der 
Infineon-, Qualcomm-, Microchip- usw. Konkurrenzprodukte ist auch nicht 
dokumentiert. Dafür haben die Konkurrenten auch kein nutzbares SDK, 
Espressif hingegen schon. Komisch, dass die so beliebt sind. Das ESP-IDF 
und die IDE sind so gut, da kann sich so mancher West-Hersteller einige 
Scheiben von abschneiden. Das tröstet gut über das knappe Datasheet 
hinweg. Das Datasheet wird übrigens auch ständig verbessert - ist bei 
der Konkurrenz auch nicht gerade Standard.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:

> Ob S. schrieb:
>> Wer bei so einer Sachlage nicht wenigstens ein ungutes Gefühl hat, dem
>> ist nicht zu helfen.
>
> Massen von Anfängern und Bastlern kommen wunderbar damit klar für jede
> erdenkliche Art von Anwendung.

Ja, so verbreitet sich eine Infektionen am effizientesten: sie greift 
bevorzugt zuerst die Schwachen an.

> Und ja, auch große Konzerne nutzen den
> ESP32 für ihre Produkte.

Höchstens für Consumer-Produkte. Ansonsten: Nenn' mir eins. Nur eins.

> Dafür haben die Konkurrenten auch kein nutzbares SDK,

Also mir scheint, dass es durchaus viele Anbieter mit einem 
funktionierenden kostenlosen SDK gibt und mehr oder weniger 
vollständigen Datenblättern.
Angefangen beim STM32H7 über sowas wie RP2040 bis hinunter zum AVR8 
ATtiny.

Aber ja: auch bei denen sind oft zumindest Teile nicht dokumentiert. Ja, 
man glaubt es kaum, selbst Mikrochip macht immer noch ein Geheimnis um 
so ein lächerliches Gerödel wie den aus dem via Atmel-Zukauf erworbenen 
PTC.

Letzterer ist aber zum Glück nicht sonderlich sicherheitskritisch.

Beim STM32H7 z.B. ist aber der Netzwerk-Kram vollständig bis herab auf 
Registerebene dokumentiert. Man könnte also (zumindest theoretisch) auch 
ohne die IDE des Anbieters was mit den Dingern machen. Das macht man 
zwar normalerweise aus praktischen Gründen nicht, aber das schafft 
zumindestens eins: VERTRAUEN.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> Höchstens für Consumer-Produkte. Ansonsten: Nenn' mir eins. Nur eins.

Geht ned, NDA. Kenne mehrere Industrie Spezialgeräte die ESP32 nutzen 
weil man damit am besten arbeiten kann.

Ob S. schrieb:
> Angefangen beim STM32H7 über sowas wie RP2040 bis hinunter zum AVR8
> ATtiny.

Haben alle kein WiFi. Und das ESP-IDF hat Qualitäten, die die anderen 
alle nicht haben.

Ob S. schrieb:
> Beim STM32H7 z.B. ist aber der Netzwerk-Kram vollständig bis herab auf
> Registerebene dokumentiert

Ist aber nur olles Ethernet. WiFi darf nicht dokumentiert sein wegen 
EU Regularien.

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> WiFi darf nicht dokumentiert sein wegen
> EU Regularien.

Hast Du für diese überaus interessante These irgendeine Quelle? Warum 
sollten sich chinesische oder US-amerikanische Firmen an Vorstellungen 
der EU halten, sofern sie für andere Märkte produzieren?

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:

> Ist aber nur olles Ethernet. WiFi darf nicht dokumentiert sein wegen
> EU Regularien.

Selbst wenn das wirklich so wäre (was es nicht ist): Es erklärt nicht 
die BT-Geheimnis...

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Hast Du für diese überaus interessante These irgendeine Quelle

Hab ich vergessen. Ist seit vielen Jahren bekannt. Gleicher Grund warum 
man DSL-Router meist nicht so leicht hacken kann, oder PC-Wifi Karten 
nicht offen dokumentiert sind. Ein böser Hacker könnte mit zu vielen 
Milliwatts senden oder einen nicht freigegebenen Kanal nutzen.

Harald K. schrieb:
> Warum sollten sich chinesische oder US-amerikanische Firmen an
> Vorstellungen der EU halten, sofern sie für andere Märkte produzieren?

Espressif bzw. deren Kunden und die anderen produzieren durchaus auch 
für den EU-Markt.

Ganz nebenbei erschwert die Geheimhaltung auch das Reverse Engineering 
durch die Konkurrenz.

Wenn du ESP so schlimm findest nimm nen Microchip, Infineon, Qualcomm, 
TI WiFi Controller. Die haben ganz tolle Datasheets... ohne 
Dokumentation des WiFi Transceivers.

Ob S. schrieb:
> Es erklärt nicht die BT-Geheimnis...

Ist eben Betriebsgeheimnis. Da hängt sicher auch externes IP dran. Ob 
man mit einem BT oder WiFi Transceiver auf 2.4 GHz stört dürfte 
rechtlich keinen Unterschied machen.

: Bearbeitet durch User
von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> Wer bei so einer Sachlage nicht wenigstens ein ungutes Gefühl hat, dem
> ist nicht zu helfen.

OK, Du bist der Meinung, dass jede nicht komplett auf Registerebene 
dokumentierte HW ein NoGo ist. Und was Du von Entwicklern hältst, die 
solche HW dennoch verwenden, schreibst Du ja oben.
Die meisten Chips, die ich bisher im RF-Bereich genutzt oder angeschaut 
habe, fallen in die Kategorie "nicht vollständig dokumentiert". Auf 
jeden Fall wird es sehr eng, wenn das für Dich ein K.O.-Kriterium bei 
der Auswahl der  Bauelemente ist. Und sowas auf Registerebene zu 
programmieren, hmmm, würde ich mir auf keinen Fall zutrauen(*). Schon 
auf physikalischer Ebene sind solche Sachen wie WiFi überaus komplex, 
jedenfalls für meinen (laut Deiner Aussage) begrenzten Intellekt. Ich 
bin schon froh, wenn meine RF-Anwendungen auf API-Ebene sauber laufen. 
:-)
Ich bin saumäßig froh, dass es APIs gibt, die das Zeug auf sehr hoher 
Ebene abstrahieren! So gesehen ist Arduino teilweise sogar noch "besser" 
als das ESP-IDF, denn dort sind viele Dinge noch ein wenig weiter 
abstrahiert. Aber wie ja an anderer Stelle bereits geschrieben, gefällt 
mir Arduino nicht so gut.

(*) Ich weiß schon, was Du meinst: dass man ganz unten nachschauen 
könnte, wenn man es für notwendig halten würde und sicherstellen will, 
dass da alles mit rechten Dingen zugeht. Aber ehrlich, denkst Du 
wirklich, Du könntest auf unterster Ebene kontrollieren, ob alles passt?

ciao

Marci

von Marci W. (marci_w)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Ein böser Hacker könnte mit zu vielen
> Milliwatts senden oder einen nicht freigegebenen Kanal nutzen.

Ich kann mich auch dunkel dran erinnern, dass es da Reglementierungen 
bezüglich der Zugänglichkeit entsprechender Konfigurationsmöglichkeiten 
gab oder gibt.

ciao

Marcus

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> Wer bei so einer Sachlage nicht wenigstens ein ungutes Gefühl hat, dem
> ist nicht zu helfen.

hast bei einer 50€ WIfi-Kamera, irgendeinem Webradio, 
Wifi-Kinderspielzeug ein besseres Gefühl?

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> Wer bei so einer Sachlage nicht wenigstens ein ungutes Gefühl hat, dem
> ist nicht zu helfen.

Leider haben Menschen grundsätzlich vor den falschen Dingen Angst: WLAN 
Kameras, Elektrosmog, Klimawandel, Erdstrahlen, Entführung durch 
Außerirdische, CIA z.B.

Dabei wird dann aber über wirklich gefährliche Dinge wie mit dem Fahrrad 
an der Ampel neben den LKW stellen, brennende Decken, wacklige Leitern 
oder Motorradfahren meist mit einem Schulterzucken drüber weggegangen.

von Bauform B. (bauformb)


Lesenswert?

Anscheinend haben Menschen vor allem vor unbekannten, nicht greifbaren, 
Dingen Angst. Fahrräder und LKWs sind bekannt und berechenbar, solchen 
Dingen vertraut man viel eher.

Warum vertraue ich z.B. der libc praktisch blind, während ich ein sehr 
ungutes Gefühl habe, wenn ein Arduino-Tutorial sagt "...musst du nur die 
time.h Lib einbinden..."? Es ist das fremdartige, was Angst macht.

von Sebastian W. (wangnick)


Lesenswert?

Der ESP32 ist schon nicht schlecht. Die Idee eines Ökosystems basierend 
auf FreeRtos finde ich gut, und auch die Möglichkeit, den Quellcode des 
IDF einzusehen.

Wo es bei mir immer wieder hakt ist die Unklarheit, ob bestimmte 
IDF-Schichten jetzt für kooperatives, oder für präemptives Multitasking 
designt sind, oder ob sie busy waiting betreiben. Das sollte mMn 
dokumentiert sein, auch damit es sich nicht in der nächsten Version 
kommentarlos ändert.

LG, Sebastian

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Sebastian W. schrieb:
> bestimmte IDF-Schichten

Welche meinst du da z.B.?

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Hab ich vergessen. Ist seit vielen Jahren bekannt.


Oh. Das ist natürlich ein überzeugendes Argument. Und auch so seriös 
vorgetragen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


Lesenswert?

Zumindest von der FCC gibt es eine Vorschrift Endusern das Hochdrehen 
der WLAN-Ausgangsleistung unmöglich zu machen.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Niklas G. schrieb:
>> Hab ich vergessen. Ist seit vielen Jahren bekannt.
>
> Oh. Das ist natürlich ein überzeugendes Argument. Und auch so seriös
> vorgetragen.

Ja, bald bin ich auf dem argumentativen Niveau vom "observer" 
angekommen.

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Ja, bald bin ich auf dem argumentativen Niveau vom "observer"
> angekommen.

Und das erschreckt Dich nicht? :-o

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> Niklas G. schrieb:
>> Ja, bald bin ich auf dem argumentativen Niveau vom "observer"
>> angekommen.
>
> Und das erschreckt Dich nicht? :-o

Ist der Ruf erst ruiniert...

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:

> Haben alle kein WiFi. Und das ESP-IDF hat Qualitäten, die die anderen
> alle nicht haben.

Was genau soll das sein?

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Heinz R. schrieb:

> hast bei einer 50€ WIfi-Kamera, irgendeinem Webradio,
> Wifi-Kinderspielzeug ein besseres Gefühl?

Nein, natürlich nicht. Deswegen kommt sowas auch nicht in mein (W)LAN.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> Was genau soll das sein?

Implementier mal ein Projekt mit FreeRTOS, welches blockierend per I²C 
Daten überträgt ohne die CPU in Warteschleifen rotieren zu lassen, und 
das außerdem eine custom USB-Klasse implementiert. Einmal mit STM32, 
einmal mit ESP-IDF. Dann vergleiche mal wie sauber das Projektsetup und 
Sourcecode sind, und wie viel Fummelei und Intergrationsaufwand nötig 
war.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:

> Leider haben Menschen grundsätzlich vor den falschen Dingen Angst:

Klimawandel

Nun, der passiert tatsächlich und ist ein durchaus ein Grund zum Angst 
haben. Nicht für mich persönlich, denn wenn der wirklich 
existenzbedrohend wird, bin ich längst unter der Erde.

Aber für die folgenden Generation wird das tatsächlich ein Problem 
werden. Ob existenzbedrohend? Keine Ahnung. Auf jeden Fall wird 
zumindest der Umgang mit den Auswirkungen Änderungen in der Gesellschaft 
erfordern.

Aber deine Afd-Mischpoke will ihn trotzdem totreden. Ignorantes 
Dreckspack. Kommt mir vor wie die katholische Kirche im 15. bis 20. 
Jahrhundert. Dogmen, Denkverbote, Inquisition. Wissenschaftliche 
Erkenntnisse=Häresie/Ketzerei.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Falls es interessiert, hier der Januar-"Klima"verlauf, da ich es eh 
gerade nach telegram schickte.

Interessant der Einbruch am "Ende" 1945. Hat da keiner mehr geheizt oder 
war Krieg weil das Dasein gerade so mies war??

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:

> Implementier mal ein Projekt mit FreeRTOS

Würde ich nie machen. Wenn man Interrupts verstanden hat, braucht man 
kein RTOS, so einfach ist das eigentlich. RTOS ist nur die Krücke für 
die, die Interrupts nicht verstanden haben.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> RTOS ist nur die Krücke für
> die, die Interrupts nicht verstanden haben.

Na dann implementier mal eine WLAN-Verbindung ohne RTOS.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Falls es interessiert, hier der Januar-"Klima"verlauf

1) Klima != Deutschland
2) Wie bei jeder Messung sind lokale Ausreißer immer möglich. Man muß 
u.U. sehr viel Aufwand treiben, um den Ursachen für den jeweiligen 
Ausreißer auf die Spur zu kommen. Was aber aussagekräftig ist, ist der 
Trend des Durchschnitts. Wobei da natürlich noch die Bildung der 
Durchnitts-Intervalle diskussionswürdig ist. Wenn allerdings der 
Durchschnittstrend in fast jeden gewählten Intervall steigend ist, dann 
kann man wohl durchaus von einer Signifikanz ausgehen...

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Niklas G. schrieb:
> Ob S. schrieb:
>> RTOS ist nur die Krücke für
>> die, die Interrupts nicht verstanden haben.
>
> Na dann implementier mal eine WLAN-Verbindung ohne RTOS.

Das liegt aber nur daran, dass ich eben nicht bis "unten" selber 
durchprogrammieren kann, sondern mir das SDK (bzw. der undokumentierte 
Lib-Klumpen) das RTOS aufzwingt, wenn ich WiFi verwenden will.

Ich bin jetzt nicht sicher, aber ich meine mich erinnern zu können, dass 
mir das beim PiPico W sogar erspart bleiben würde. Da geht das durchaus 
auch ohne RTOS.

von Christoph M. (mchris)


Lesenswert?

Abdul K. schrieb:
> Falls es interessiert, hier der Januar-"Klima"verlauf, da ich es eh
> gerade nach telegram schickte.
> Interessant der Einbruch am "Ende" 1945. Hat da keiner mehr geheizt oder
> war Krieg weil das Dasein gerade so mies war??

Öl- und Gas Verkäufer finden ihren Beitrag gut.

von Heinz R. (heijz)


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
>> hast bei einer 50€ WIfi-Kamera, irgendeinem Webradio,
>> Wifi-Kinderspielzeug ein besseres Gefühl?
>
> Nein, natürlich nicht. Deswegen kommt sowas auch nicht in mein (W)LAN.

Und Du gehst auch nicht mit Deinem Rechner in andere WLANs wie Hotel, 
Flughafen?

Beitrag #7995439 wurde vom Autor gelöscht.
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


Lesenswert?

Heinz R. schrieb:

> Und Du gehst auch nicht mit Deinem Rechner in andere WLANs wie Hotel,
> Flughafen?

Doch klar mache ich das. Baue dann halt nur das VPN "nach Hause" auf und 
benutze alles andere nur darüber. Das Problem ist eigentlich nur, dass 
man damit früher(tm) auch viele willkürliche Traffic-Beschränkungen 
umgehen konnte. Heute leider oft nicht mehr, da werden die 
Beschränkungen providerseitig weiter unten im Stack durchgesetzt, auf 
L2.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


Lesenswert?

Ob S. schrieb:
> sondern mir das SDK (bzw. der undokumentierte
> Lib-Klumpen) das RTOS aufzwingt, wenn ich WiFi verwenden will.

Dafür ist das mit dem ESP-IDF aber super integriert und einfach zu 
nutzen. Was man selbst von den gewöhnlichen HAL-Libraries der 
Konkurrenten nicht behaupten kann.

Ob S. schrieb:
> Ich bin jetzt nicht sicher, aber ich meine mich erinnern zu können, dass
> mir das beim PiPico W sogar erspart bleiben würde. Da geht das durchaus
> auch ohne RTOS.

Der WLAN-Controller CYW43439 vom PiPico W kann ohne RTOS programmiert 
werden? Dessen SDK ist aber bei weitem nicht so angenehm zu nutzen wie 
das ESP-IDF.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.