Ich wollte euch mal auf ein interessantes Video aufmerksam machen:  The Technics SU-X520 D Amplifier Service - Winter Special! https://www.youtube.com/watch?v=xov57xMNQ5Q Warum ist das interessant? Es ist eigentlich nichts kaputt. Es geht hier um die notwendige uberholung eines Verstaerkers nach 30Jahren. Trotzdem ist das zusammen geschnittene Video 45min lang. In der Realitaet sind das also wohl so 4-5h Arbeit. Gehen wir mal von 100-120Euro pro Stunde aus kann man sich Fragen ob es einem das Wert ist. Zumal das nicht gerade eine Highendkiste ist. .-) Man sieht aber wirklich was man alles machen muss und wo er immer mal wieder Kleinigkeiten entdeckt um die man sich kuemmern muss wenn man will das der wieder 20Jahre laeuft. Aber nach dem Video koennt ihr das ja auch selbst.... Ich hab auch zwei Kritikpunkte. Genauso einen schlechten Kontaktwiderstand wie er an den Schaltern findet, kann man auch an den Kontakten der Kopfhoererbuchse finden. Die muss man genauso putzen. Es ist nicht so doll diese Billoblechschrauben oder selbst schneidende Schrauben mit einem Akkuschrauber reinzuschrauben. Sowas wuerde ich immer von Hand machen um da kein Gewinde kaputt zu machen. Cool finde ich aber seine Cinch-Buchsenpoliermethode. Gleich mal fuer zukuenftige Projekte vormerken! Mark ist ein anderer Level wie diese Elkotauscher und Kontakt60 Ertraenker.... Vanye
Ja, Mark ist seit Jahren in der Szene bekannt für grundsolide Arbeit. Enthusiast halt, Arbeit mit Leidenschaft. Deine Einschätzung über den Arbeits-Geldwert ist eher um die 90€/Stunde -- dennoch hier sieht man das es ihm um die Arbeit an sich geht. Und nicht ob es finanziell sich trägt. Mark ist halt ein begeisterter -- würde sich im Repair Cafe sehr wohl fühlen und andere Enthusiasten treffen.
sehr schön gemacht Ich frage mich halt warum? Bei einem Verstärker der funktioniert und wo nichts kratzt würde ich nicht einfach so alles zerlegen da kann auch - gerade bei so Schiebeschaltern usw - mehr kaputt gehen und es ist dann unreparierbar
> Ich frage mich halt warum? Hast du das Video nicht gesehen oder nicht verstanden? Er findet doch eine ganze Menge von kleinen Fehlern die im Betrieb heute noch nicht aufgefallen sind, aber bereits naechste Woche zum Ausfall fuehren koennen. Bei so altem Kram ist es nicht zielfuehrend nur einen kleinen Fehler zu reparieren. Jedenfalls nicht wenn man moechte das das Teil danach wieder 20Jahre laeuft. Macht man das nicht kann man den vermutlich alle 1-2Jahre zur Reparatur bringen. Wenn bei deinem Auto die Bremsbelaege noch 1mm haben, sagst du dann auch: kann man lassen, macht ja noch keine Geraeusche? > da kann auch - gerade bei so Schiebeschaltern usw - mehr kaputt gehen > und es ist dann unreparierbar Wenn man es nicht kann dann ist das so. Ich wuerde aber keine Schalter haben wollen die schon 2-20R haben weil ich weiss wie es weiter geht. Ausserdem muss man sich keinen wegen tollen Klang in die Tasche luegen wenn man sowas ignoriert. Vanye
> Deine Einschätzung über den Arbeits-Geldwert ist eher um die 90€/Stunde
Haette ich jetzt nicht gedacht. Ich kenne Autowerkstaetten die wollen
mehr und koennen weniger. :-D
Vanye
Ich selbst habe das mit meiner Anlage "Dual International" aus den 80ern, die mich als Schüler eben 3.500DM kostete, beliebig durchexerziert. Weitghehend auseinandergenommen, lange Schalterbatterien von der Platine ausgelötet, Laschen aufgebogen, jeden einzelnen Kontakt gereinigt, etc. Keine Ahnung, wie viele Stunden ich investiert habe, vielleicht 50. Aber es war MEINE Anlage, auf die ich mit 15 stolz war, wie nur was. Da rechnet sich das nicht wirtschaftlich. Und all die Überholung hat auch nur eine Zeitlang geholfen. Beim Cassettendeck C839RC war dann irgendwann nichts mehr zu machen, nutzen konnte ich das eh nicht mehr. Die Verstärker CV1700 (ich habe zwei völlig identische Anlagen davon) haben noch bis vor kurzem gespielt. Nur ist das jetzt halt leider nicht mehr zeitgemäß. Schade, aber unausweichlich.
> Ich frage mich halt warum? > > Bei einem Verstärker der funktioniert und wo nichts kratzt würde ich > nicht einfach so alles zerlegen Eben. Ausnahme, wo es auf Zuverlässigkeit ankommt und im Lebenszyklus bestimmte Wartungen vorgesehen sind. Kennt man beispielweise von der Technik im Flugverkehr (Flugfunk, ILS, ...) oder Medizintechnik und zum Teil in Fahrzeugtechnik. Halt Gerätschaften mit Gefährdungspotential für Benutzer/Umfeld. > da kann auch - gerade bei so Schiebeschaltern usw - mehr kaputt gehen > und es ist dann unreparierbar Es ist schon notwendig, das man das passende (Service-)Werkzeug und Anleitung hat. Dazu Schulung und Fachwissen/Erfahrung. Aber selbst damit, es gibt Baugruppen, die sind halt nicht auf Zerlegung und Jahrzehnte andauernde Benutzung ausgelegt. Da gibt es interne Stecker für die WLAN-Antenne Typ "dünne Blechhülse" die sind für fünf(!) Steckzyklen ausgelegt. Und Kunsstoffe werden halt über die Jahre spröde, die zerfallen schon beim "scharfen Hingucken". Wird dann halt wieder zu einem Fall von "kaputt repariert durch Möchtegern". Der Sinn solcher, vom Hersteller unauthorisierten Wartungsaktionen, ist halt eher ein psychologischer, der Besitzer der Anlage denkt er hätte ne "Wertsteigerung" durch Verlängerung der Lebenszeit beauftragt, der Reparateur meint, er hätte seine Zeit sinnvoll verbracht. Aber bei anderen hinterlässt das Ganze doch eher den Eindruck einer Beschäftigungtherapie wie die Reinigung des Fussbodens mit einer Zahnbürste (siehe Anhang). Aber man könnte auch das Sprichwort "Übung macht dem Meister" heranziehen. Und wenn die Reinigung nicht verläuft wie erwünscht: "Schaden macht klug". > Deine Einschätzung über den Arbeits-Geldwert ist eher um die 90€/Stunde Mehr als 6-facher Mindestlohn für Reinigungsarbeiten mit fraglicher Wertsteigerung ist IMHO gewaltig übertrieben und wäre höchstens durch Umlage der Anschaffungskosten für Werkzeug, messmittel und Verbrauchsmaterial gerechtfertigt.
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Bradward B. schrieb: > ist IMHO gewaltig übertrieben 90 Euro für eine professionelle Elektronik-Werkstattstunde ist normal. Es sei denn Du nimmst unversteuerte Hobbyarbeit als Maßstab an.
Mein alter, immer noch spielende Edwin-Verstärker hat nun schon satte 50 Jahre auf dem Buckel (gebaut mit Teilen aus dem Wühltisch, aber aus deutscher Produktion, bei >= Arlt und Nadler -ich war ja schon damals kein Millionär-.) Ziemlich am Anfang musste ich einen krass rauschenden Widerstand (im Klangregelverstärker) und eine Z-Diode für die Spannungsversorgung eben dieses Klangreglers tauschen, -hat ursächlich nix miteinander zu tun-) Inzwischen tauschte ich noch zwei Potis wg. Kratzens; bei weiteren steht das durchaus bevor...
Bradward B. schrieb: > Mehr als 6-facher Mindestlohn für Reinigungsarbeiten mit fraglicher > Wertsteigerung > ist IMHO gewaltig übertrieben Du warst wohl zu lange in Shenzhen und bist die dortigen Löhne gewohnt. Schon eine Fachkraft bekommt auf der Gehaltsüberweisung schon brutto deutlich mehr als der Mindestlöhner . Zudem Du wie immer bei Deinen sinnfreien Beiträgen Du äpfel/birnen mischt: Du übersiehst das MindestLOHN zggl. der Abgaben die ein Arbeitgeber hier (TM) solche abzurechnenden Beträge dem Kunden in Rechnung stellt zügig die 90€ erreichen. Also überdenk mal bevor Du weiter plapperst.
Vanye R. schrieb: > interessantes Video danke dafür..., dann kann ich mal die Lautsprecher-Auswahl-Schalter am ca. 40-jährigen Gerät vorbereitet putzen, anstatt sie ca. monatlich multizubetätigen. mfG fE
Ich kenne ja viele von Marks Videos. Am besten finde ich das, wo er gefühlt zehnmal das Laufwerk eines Laserdisc-Players (den er übrigens zweimal zur Reparatur hatte) auseinander-/zusammenbaut. 😄 Aber so ist das eben – manchmal klappt’s halt erst beim fünften Anlauf. Klar ist auch, dass man solche Sachen nicht wirklich „rechnerisch“ angehen kann. Da steckt, wie hier schon jemand meinte, einfach Herzblut drin. Ich glaube auch nicht, dass er davon leben muss – das läuft wohl eher so nebenher. Es gibt ein längeres Interview mit ihm (rund eine Stunde), in dem er u.a. von seinem früheren Job als Führungskraft – vielleicht sogar Geschäftsführer (?) – anscheinend in einer Firma für Industrieroboter/Automation (?) erzählt. Er spricht da auch über seinen Burnout und warum er schließlich ausgestiegen ist. Das relativ neue Verstärker-Video habe ich natürlich auch gesehen. Er erwähnt in den Clips manchmal auch „Reparaturen im Bereich von etwa 200–250 GBP“. Außerdem bietet er ja einen Kurs mit Mentoring an, wo man das "alles lernen kann" – vielleicht sogar, um später damit beruflich was zu machen. Hatte mir das Angebot einfach mal interessehalber vor paar Monaten mal angeschaut. Ich bin natürlich weit von Marks beruflicher Ausbildung/Erfahrung, Expertise entfernt, auch wenn ich selbst so 200–300 Vintage-Geräte "restauriert" (oder revidiert, oder wie auch immer) habe – zumal nur hobbymäßig. Die meisten während "Corona" – das war quasi damals meine „Vollzeit-Beschäftigungstherapie“ für knapp zwei Jahre. Da denke ich heute noch gerne dran zurück. Das war schon was: 50 m² Platz und endlos Zeit, keine Störungen... 😅 Vor etwa 3,5 Jahren habe ich mich dann von der Sammlung komplett getrennt (das meiste ging "über die Bucht"). Die Preise waren dafür großteils echt sehr gut. Vieles war eben auch in sehr selten guten Zustand. Aber Profit war da natürlich trotzdem keiner, der Aufwand/Zeit frisst einfach alles auf. Würde umgerechnet nicht mal zu 20% Mindestlohn ergeben. Ich bin da auch ziemlich penibel, vor allem bei der Optik – innen wie außen. Gerade viele Henkelmänner bekommst du ja nur durch „Frankensteining“ wieder in „Near Mint“-Zustand, also aus zwei, drei Kisten eine gute machen. Rechnet sich letzlich null. Und wer schon mal ein komplettes Tapedeck-Laufwerk zerlegt, gereinigt, neu geschmiert und eingestellt hat, weiß: Das ist teils wirklich viel schlimmer als ein Verstärker mit Kratzpotis, Schalterproblemen einem "kontaktarmen" Lautsprecherrelais und nötiger Ruhestromeinstellung. Zudem arbeitet man an den eigenen Geräten auch immer anders, als wenn man das profitorientiert machen würde. Da ich seit meinem 20. Lebensjahr selbstständig bin, habe ich gezwungenermaßen auch etwas Einblick in Wirtschaftlichkeit. Irgendwann hast du dann 200 Vintage-Geräte rumstehen – mehr, als du Racks hast. Also stapelst du sie irgendwie, besorgst dir laufend mehr Steckdosenleisten, mehr Cinch-Kabel und immer noch mehr HiFi-Racks etc. Bei jedem Gewitterverdacht ziehst du panisch alles raus – gern auch mal mitten in der Nacht. 😅 Und irgendwann wird’s einfach zu viel. Auch mit dem Platzbedarf und dem „Geraffel-Stapeln“, den irgendwo rumliegenden Schlachtgeräten. Von radikalen Elko- oder Schalterkuren halte ich übrigens auch nicht viel – nur, wenn wirklich was defekt ist oder diese unter hohem Verdachtsmoment stehen. Neon- oder LED-Umbauten finde ich meist grausam, ich mag’s lieber möglichst original. Bei mir kamen immer die guten alten Glühlampen (wieder) rein. Wenn du prophylaktisch jeden Elko tauschst oder alle Schalter und Potis zerlegst, steigt das Risiko enorm. Ich bin handwerklich/feinwerklich wirklich ziemlich fit. Aber manche Potis oder Schalter zu reinigen und wieder funktionsfähig zusammenzubauen, ist einfach reines Glücksspiel. Da bricht schnell mal was ab, unrettbar oder eine Kohlebahn, Schleifer ist im Eimer – zumal das alles nicht für "Service via Öffnen" vorgesehen war. Daher hat (meine Meinung) auch das gute alte Kontaktspray seine Daseinsberechtigung – mein Favorit: Oszillin T6 von Teslanol. Das andere Zeug aus der „roten Dose“ kommt mir nirgendwo rein, egal ob „mit oder ohne Nachspülen“. Und „Waffenöl“ bitte da, wo’s hingehört – auf Waffen. 😄 Am Ende muss jeder selbst wissen, wie er was macht. Meine Erfahrung: Nur bei etwa 3–5% der Geräte mit Schalter-/Potiproblemen musste ich die Behandlung innerhalb 2–4 Jahren Beobachtungszeitraum wiederholen. Das war mir lieber/sicherer als irreparable Defekte an Schaltern, Potis usw. Ich hab die Geräte aber auch fast alle immer regelmäßig benutzt – alle ein, zwei Monate mal laufen lassen und dann auch Regler/Schalter durchbewegt. Lange Standzeiten tun meiner Meinung nach auch nicht gut. Egal, wie viel Mühe man sich gibt: Man bekommt kein Vintage-Gerät mehr in Neuzustand. Wirft man alles raus, ist es eben auch nicht mehr "Vintage". Weil, auch gerade „alte Bauteile“ (die noch funktionieren!) machen mit ja mit den Reiz aus. Rifa Knallfrösche und rote Roederstein-Elkos mit "Pubertätspickel" mal ausgenommen! Weshalb es auch „innen“ immer schön sauber sein muss. :-) Ich sehe das als „lauffähige Museumsstücke“. Erschrocken war ich allerdings, als Leute mir alte Tapedecks aus den 70ern zum „Digitalisieren ihrer Kassettensammlung“ abkaufen wollten – die hab ich natürlich nicht dafür hergegeben. Die Geräte sind was fürs noch gelegentliche Hören, nicht zum Abnudeln im Dauereinsatz. Was morgen, übermorgen oder erst in 20 Jahren ausfallen wird kan man so oder so nicht vorhersagen. Bei jemandem wie Mark darf man auch nicht vergessen, dass er ja über 200k Abonennten hat. Da muss man die Videos schon mit ein bisschen „Dramaturgie“ aufbauen – eben was „abliefern“. Ich hab selbst nur einen Mini-Kanal – in Relation rund 133% kleiner 😉 (vom Subscriber-Count) – und weiß, wie viel Arbeit das alles ist. Ich glaube übrigens nicht, dass Marks Videos 1:1 alles immer echte Livemitschnitte von Reparaturen sind – dazu passiert einfach zu viel Unvorhersehbares bei so etwas. Aber er zeigt immerhin auch seine Fehlschläge – im Gegensatz zu so manchem „Guru“. Auch wenn ich manches (wie mit dem bereits angesprochenen Akkuschrauber) nicht so machen würde. Mir stellen sich auch jedes Mal die Haare zu Berge (und meine Fußnägel rollen sich auf), wenn er zur „Reinigung” mal wieder mit seinem „Schaumspray” ankommt. :-) "Voll Kanne drauf" ... Nun ja, er wurde dafür ja auch schon einmal in einem seiner Clip mit sich ablösender Frontplattenbeschriftung "bestraft" ;-). Das wird auch sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, denn er macht es immer noch so. Und klar: In der HiFi- und Vintage-Welt ist viel Voodoo, Snakeoil und persönliche Meinung dabei. Mein Motto: Jeder soll’s machen, wie er mag. Das Beste ist immer, eigene Erfahrungen zu sammeln – und sich bei Bedarf auch mal zu korrigieren.
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> Ich frage mich halt warum? Sagt er gleich zu Anfang, weil es draußen zu kalt für einen Spaziergang ist und er halt lieber in der warmen Werkstatt hockt. IMHO nachvollziehbar. > Bei einem Verstärker der funktioniert und wo nichts kratzt würde ich > nicht einfach so alles zerlegen Wird in dem Video auch nicht gemacht, da wird schon eine Problemstelle (Balance-Einstellung) nach ausführlicher Messung per Generator und Scope gefunden. Aber warum er bei der Messung Nägel in die Anschlüsse kloppt statt "entschärfte" (abgerundete) Stecker bleibt ein Rätsel. Auch an andere Stelle scheint mir die Werkzeugwahl nicht optimal und es grenzt schon an ein Wunder, das die Alt-Plastik soviel Druck vom kleinen Schraubendreher eth aushält. Aber mancher soll ja ein "Händchen" für soliche Feinarbeiten haben und manche nicht. Und viel Schrauberei (das scheint ohnehin die meiste Zeit zu benötigen) wird eben nötig, um überhaupt an die Messstellen zu kommen. Aber das stimmt schon, einiges wird einfach auf Verdacht vom Alt-Lötzinn gereiniget und nachgelötet, weil die Lötstelle "dry" ausschaut. Also so wie man das am Monitor bewertem kann, sehen die Lötstellen eigentlich ganz passable aus. Das er den Kontaktwiderstand an Relais und Schalter misst und reinigt weil es deutlich größer als 0.1 Ω ist ..., ja mai da geht halt elektrische Leistung verloren Und wenn es halt nicht über einen Schalttransistor geht sondern 3A direkt drüber gehen .. allerdings ist diese Frimmelei an dünnern Kupferblechen, Feder und Plastik wirklich nicht für jedermann und auch der Reperateur beschwert sich, das er zuwenig Finger/Hände dafür hat. Aber irgendwelche besonderen Hilfs- oder Haltemittel hat er sich für die Schaltermontage (die IMHO deutlich kritischer als die Zerlegung) nicht gebaut. Bei der Herstellung macht das halt eine Maschine über spezielle Einpasswerzeuge und Montage-Schlitten. Austausch statt Zerlegung wäre da für die meisten der sicherer Weg. Interessanterweise werden nicht alle Poti's geputzt sondern nur die mit Schleif-/ Oxid-spuren. Da hätte man sich auch das Öffnen derselben sparen können. Die Elko's werden per ESR-Meter geprüft und da das Ergebniss mit der Erwartungshaltung (in Amplifier sind Elkos eh unkritisch) übereinstimmt, bleiben die "on-board". > Ich glaube übrigens nicht, dass Marks Videos 1:1 alles immer echte > Livemitschnitte von Reparaturen sind – dazu passiert einfach zu viel > Unvorhersehbares bei so etwas. Aber er zeigt immerhin auch seine > Fehlschläge Hm, in dem Video oben habe ich den Eindruck, das er nur die nicht schlimmen "Unfälle" wie "pissenden Flussmittelstift" zeigt und echte (demotivierende) Patzer wie abbrechender Alt-Kunststoff rausschneidet. Beim Öffnen der Poti's/Encoder sagt er auch selbst, das die Laschen nicht häufiges Aufbiegen abhalten. > Egal, wie viel Mühe man sich gibt: Man bekommt kein Vintage-Gerät mehr > in Neuzustand. Eben. Man kann nur "hoffen" das aus dem "Gebraucht-Stück" ein "Sammler-Stück" wird, dann übersteigen die Preise den Nutzwert. > > Du warst wohl zu lange in Shenzhen und bist die dortigen Löhne gewohnt. Nee, da ist man eher als ASIC-Designer in Süddeutschland unterwegs und da hört man schon Sprüche wie, "also mher als zwei stellen dürfen es im Stundensatz nicht sein und vorne soll höchstens ne acht stehen". Und dann kommt einer auf den durch Angebot und Nachfrage regulierten (Consumer-) Markt, der meint, für das "Aufpolieren" eines Gerätes das grad mal für 100 .. 200 Euro bei Ebay steht, könnte man 400 bis 600€ verlangen... Tja wo kein Markt, da kein Einkommen. Andrew T. schrieb: > Zudem Du wie immer bei Deinen sinnfreien Beiträgen Du äpfel/birnen > mischt: > Also überdenk mal bevor Du weiter plapperst. Jaja, hab schon verstanden, da soll der Nick/username ins Kill-file wandern und weitere Beiträge dieses Autor ignoriert werden. Also gerne -> PLONK
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Gunnar F. schrieb: > die mich als Schüler eben 3.500DM kostete ..da musste doch Dein ganzes junges Leben drauf gespart haben?! Gruß Uwe
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Mathias W. schrieb: > durchbewegt. Lange Standzeiten tun meiner Meinung nach auch nicht gut. Richtig! Ist so, besonders bei mechanischen Geräten ist eine mehr oder weniger regelmäßige Inbetriebnahme notwendig. Kleinere Teile wie Walkman(Professional) (Analog-)Kameras etc. sollte man auch immer mal umlagern (auf den Kopf, Seite oder Rücken legen) damit evt. Fette oder Öle sich nicht irgendwo festsetzen. Das Zeug liegt sich einfach kaputt. Grüße Uwe
Vanye R. schrieb: > Es ist eigentlich nichts kaputt. Es geht hier > um die notwendige uberholung eines Verstaerkers nach 30Jahren. Was ist nur los?! Warum meinen die Leute, sie müssten nur wegen ein paar Elkos/Tantals alle ihre alten Geräte zerlegen und alles, was auch nur irgend wie altern könnte, tauschen? Das ist IMO einer der Hypes der etwas blöderen Art. Besonders lustig wird's, wenn das dann Leute tun, die von tuten und blasen keine Ahnung haben. <kopfschüttel> ciao Marci
Und wenn ich lese, dass da auch Potis und Releais zerlegt werden, ohne dass es damit Probleme gibt, sollte man den Leuten mal kräftig auf die Finger klopfen. So einen Unsinn gab's ja noch nie, seit ich denken kann. Früher war man froh, wenn die Geräte ohne Probleme funktionierten. Heute reißt man den Geräten die Eingeweihde raus, weil es irgendwelche DIY-Gurus in ihren Videos rausposaunen und alle wie die Lemminge brav folgen. Irrsinn! In industriellen Anlagen wird in bestimmten Bereichen "vorbeugende Instandhaltung" betrieben. Nur wird da halt nicht ohne Verstand die komplette Anlage zerpflückt. OK, es gibt noch retrofitting, aber das ist eine ganz andere Baustelle. Dort werden technologisch veraltete Anlagenteile auf moderne aufgerüstet. ciao Marci
> Dann ist Marci W. vielleicht einfach noch nicht alt genug.
Auf jedenfall Meinungsstark, von mangelnder Intelligenz und ohne Wissen.
Denn immerhin sieht man in dem Video ja wieso gerade die Elkos NICHT
ausgetauscht werden und man sieht wieso es notwendig ist die Potis oder
Schalter zu ueberholen. Es ist ja gerade der witz von dem Video Leute
dahingehend aufzuschlauen was man sinnvoll macht oder auch besser nicht.
Vanye
Uwe E. schrieb: > ..da musste doch Dein ganzes junges Leben drauf gespart haben?! Ne das war noch viel netter (sorry, offtopic). Ich hatte 2.500 und wollte meine Mutter um 1.000 anpumpen und die lehnt ab. Ich konnte es nicht fassen. Hatte so lange ausgesucht, die Serie lief aus und das neue Zeug wollte mir nicht gefallen. Eines Tages kam ich heim, da stand die Anlage in meinem Zimmer als Geschenk! Und bei Muttern (die es wirklich nicht dicke hatte zu der Zeit) eine zweite! Das sind Hintergründe, die den idellen Wert von so einem Ding nochmal beeinflussen...
> Auf jedenfall Meinungsstark, von mangelnder Intelligenz und ohne Wissen. > Denn immerhin sieht man in dem Video ja wieso gerade die Elkos NICHT > ausgetauscht werden und man sieht wieso es notwendig ist die Potis oder > Schalter zu ueberholen. Im Prinzip auch meine Erkenntnis nach Schauen des Videos, allerdings mit kleinen Unterschieden bzgl. der Schalter. In dem Video oben wird die Anlage ausgemessen und grösstenteils nur das, was es nötig hat, aufgearbeitet resp. ertüchtigt. Das ist wirklich ein bemerkenswerter Unterschied zu den Pauschal-Tauschern von denen sich manche in Foren und Repair-Cafe's breit machen. Bzgl. der Zerlegung der Schalter bin ich skeptischer. Das Relais scheint es nötig zu haben und es scheint auch auf die Wartung hin konstruiert und lässt sich wohl leicht zerlegen und zusammenbauen. Nötig war die Wartung, weil über das Relais das Signal zu den Lautsprechern geht und der gemessene Kontaktwiderstand deutlich über 0.1 Ω lag. Als da alles OK. Die "blauen" Schalter dagegen, scheinen mir nicht auf Wartung hin optimiert und falls die eher über eine Schaltstufe/Controller gehen, sollten auch nicht unbedingt wartungsbedürftig trotz des gestiegenen Kontaktwiderstandes. Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre Austausch meine Methode der Wahl. Bei den Drehencodern/Poti wird auch geschaut, welches es nötig haben, an den Drehencoder hätte ich mich auch mit Watte-stäbchen nicht drangemacht, eher ein kleines Tauchbad. Etwas entäuscht bin ich, das kein besseres Werkzeug als ein Seitenschneider zum Aufbiegen der Laschen gezeigt wurde. Aber vielleicht irre ich mich diesbezüglich.
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Heinz R. schrieb: > sehr schön gemacht > > Ich frage mich halt warum? Als Betreiber eines Videokanals mit hunderttausenden Abonnenten liegt das doch auf der Hand Kontent generieren (oh sorry CREATEN)
> Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre > Austausch meine Methode der Wahl. Man kann nur austauschen was man hat und gerade Schalter waren eigentlich immer in irgendeiner Art speziell. Vanye
Marci W. schrieb: > Uwe E. schrieb: >> Das Zeug liegt sich einfach kaputt. > > Schmarrn! Du bist also nicht der Ansicht, dass Schalterkontaktflächen, die jahrelang unbewegt in gleicher Position „stehen”, eher dazu neigen, zu oxidieren, als solche, die immer mal wieder komplett „durchbewegt” werden?
Eine weitere Sache ist beispielsweise, Platinen mit Schaltern, Steckverbindern und Potis komplett in einen großen Ultraschallreiniger zu geben. Gut, man kann sie anschließend im Backofen oder anderswo bei maximal 50 °C trocknen. Jedoch können Schalter und Potis durch das Reinigungsbad „austrocknen” und entfettet werden (Potiachsen usw.). Dann kann es passieren, dass sie sich nur noch „unangenehm” bewegen lassen. Man kann sie zwar teilweise wieder schmieren, aber sie werden oft nicht mehr wie im Originalzustand bzw. zuvor. Ich habe mit solchen Dingen experimentiert. Das war auch kein 19,99-Euro-China-„Brillenreiniger“, den ich dazu genutzt habe. Großartigen Schwund von Oxidation an versilberten Schaltkontakten konnte ich damit aber nicht beobachten.
.● Des|ntegrator ●. schrieb: > Heinz R. schrieb: >> sehr schön gemacht >> >> Ich frage mich halt warum? > > Als Betreiber eines Videokanals > mit hunderttausenden Abonnenten liegt das doch auf der Hand > > Kontent generieren (oh sorry CREATEN) Klar, es ist zum einen natürlich auch etwas Monetarisierung dabei (Seinen Kurs/Kurse) sowie sicher auch etwas mehr Nachfrage für seine Reparaturen. Falls dem so ist.
Vanye R. schrieb: >> Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre >> Austausch meine Methode der Wahl. > > Man kann nur austauschen was man hat und gerade Schalter waren > eigentlich immer in irgendeiner Art speziell. > > Vanye Absolut korrekt. Und sehr, sehr vieles gibt es ja nicht mehr als Ersatz. Schon deshalb ist Vorsicht angesagt.
Hi Leute, und eines möchte ich noch anmerken: wenn ich ein Gebrauchtgerät kaufen wollte, und der Anbieter mir eröffnete, das Gerät "ertüchtigt" zu haben, dann würde ich da je nach Anbieter eher dankend ablehnen. Ein Gerät, an dem an allen Ecken und Enden rumgefrickelt wurde, möchte ich nicht haben. Das mache ich dann nach dem Kauf lieber selber. ;-) ciao Marci
Marci W. schrieb: > Hi Leute, > > und eines möchte ich noch anmerken: wenn ich ein Gebrauchtgerät kaufen > wollte, und der Anbieter mir eröffnete, das Gerät "ertüchtigt" zu haben, > dann würde ich da je nach Anbieter eher dankend ablehnen. Ein Gerät, an > dem an allen Ecken und Enden rumgefrickelt wurde, möchte ich nicht > haben. Das mache ich dann nach dem Kauf lieber selber. ;-) > > ciao > > Marci Wenn du das besser hinbekommst als der Anbieter, der das Gerät „ertüchtigt” haben will, spricht nichts dagegen. ;-) Das würde ich dann auch so machen.
Gunnar F. schrieb: > die mich als Schüler eben 3.500DM kostete wow, als Schüler wäre ich nicht mal im Traum auf die Idee gekommen, so viel Geld auszugeben, schlicht, weil ich es nicht hatte. Und wenn du da schon 2.500 DM gespart hattest, dann alle Achtung! Aber es kommt natürlich immer drauf an, wie wohlhabend die Eltern sind. Aber selbst bei meinen Freunden, deren Eltern Ingenieure, Anwälte etc. waren, hätten die Eltern denen den Vogel gezeigt, wenn sie allen ernstes 3.500 DM für eine Stereoanlage hätten ausgeben wollen. Als Schüler, echt jetzt? Also meine Eltern wären da sicher sehr sauer gewesen, hätte ich denen tatsächlich solche Ideen mitgeteilt... Ich weiß zwar, dass heute viel mehr Geld im Umlauf ist, aber selbst aktuell wären 3.500 EUR für mich keine Peanuts, vor allem nicht für eine Stereoanlage. ciao Marci
>>> Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre >>> Austausch meine Methode der Wahl. >> >> Man kann nur austauschen was man hat und gerade Schalter waren >> eigentlich immer in irgendeiner Art speziell. >> > Absolut korrekt. Und sehr, sehr vieles gibt es ja nicht mehr als Ersatz. > Schon deshalb ist Vorsicht angesagt. Dieses Problem haben bereits die Röhrenradio-bauer gelöst: https://elektronikbasteln.pl7.de/wellenschalter-und-tastensaetze-alter-roehrenradios-reparieren Und man es festbekommt, tut es auch ein "kurzer" Schalter den man mit ein paar drähten mit dem PCB verbindet, das verschwindet ohnehin unter der Haube. Wobai man sich auch fragen kann, warum man nicht wie die Lehrwerkstätten der Firmen der 50er sich nicht die Tasten selbst macht. OK, Blechschere und Co gehört nicht mehr zu Werkstattausrüstung, (da liegen jetzt Wattestäbchen) und die Haptik/Schaltgeräusche wären auch andere. Interessant ist auch, ob und wie man das Bruchrisiko mindern kann. Manche Plaste wird je mit sinkender Temperatur spröde - gut Wärme in der Werkstatt könnte helfen. "Sanftes" Werkzeug? Gegenhalten?
Beitrag #7994515 wurde vom Autor gelöscht.
Bradward B. schrieb: >>>> Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre >>>> Austausch meine Methode der Wahl. >>> >>> Man kann nur austauschen was man hat und gerade Schalter waren >>> eigentlich immer in irgendeiner Art speziell. >>> >> Absolut korrekt. Und sehr, sehr vieles gibt es ja nicht mehr als Ersatz. >> Schon deshalb ist Vorsicht angesagt. > > Dieses Problem haben bereits die Röhrenradio-bauer gelöst: > https://elektronikbasteln.pl7.de/wellenschalter-und-tastensaetze-alter-roehrenradios-reparieren > > Und man es festbekommt, tut es auch ein "kurzer" Schalter den man mit > ein paar drähten mit dem PCB verbindet, das verschwindet ohnehin unter > der Haube. > Wobai man sich auch fragen kann, warum man nicht wie die Lehrwerkstätten > der Firmen der 50er sich nicht die Tasten selbst macht. OK, Blechschere > und Co gehört nicht mehr zu Werkstattausrüstung, (da liegen jetzt > Wattestäbchen) und die Haptik/Schaltgeräusche wären auch andere. > > Interessant ist auch, ob und wie man das Bruchrisiko mindern kann. > Manche Plaste wird je mit sinkender Temperatur spröde - gut Wärme in der > Werkstatt könnte helfen. "Sanftes" Werkzeug? Gegenhalten? Ja, „Plastikbruch” (durch Alterung, Fette/Öle usw.) ist ein übles Thema, auch bei manchen Vintage-(HiFi-)Geräten. Sie können schlimmer sein als Halbleiter-/Bauteildefekte. Nicht bei allem kann man mit 3D-Druck helfen. Die Röhrenradio-Hobbyisten (zu denen ich nicht gehöre, da ich keine Chassis mag, die ggf. unter Spannung stehen ;-), und lieber mit Dünnstrom arbeite) müssen oft „kreativ” sein. Da werden auch schon mal alte Elkos, Papierkondensatoren oder Widerstände ausgehöhlt und mit einem "modernen Innenleben" versehen. Zumal das heute ja immer viel kleiner von Bauform ist . Ich finde das gut, weil so die Optik der alten Bauteile wenigstens äußerlich erhalten bleibt.
Marci W. schrieb: > Aber es kommt natürlich immer drauf an, wie wohlhabend die Eltern sind. Nicht in meinem Fall. Im Gegenteil, im Alter von 11 waren wir sogar arm. Das führte dazu, dass ich sparsam wurde, Ferienjobs machte und das Verdiente dann eher für bleibende Werte investierte. Das hat sich bei mir bis heute gehalten. Für ein gutes Oszi bezahle ich etwas, aber IPhone/IPad und desgleichen käme mir nicht ins Haus.
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