Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Generalueberholung Verstaerker


von Vanye R. (vanye_rijan)


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Ich wollte euch mal auf ein interessantes Video aufmerksam machen:

The Technics SU-X520 D Amplifier Service - Winter Special!
https://www.youtube.com/watch?v=xov57xMNQ5Q

Warum ist das interessant? Es ist eigentlich nichts kaputt. Es geht hier 
um die notwendige uberholung eines Verstaerkers nach 30Jahren. Trotzdem 
ist das zusammen geschnittene Video 45min lang. In der Realitaet sind 
das also wohl so 4-5h Arbeit. Gehen wir mal von 100-120Euro pro Stunde 
aus kann man sich Fragen ob es einem das Wert ist. Zumal das nicht 
gerade eine Highendkiste ist. .-)

Man sieht aber wirklich was man alles machen muss und wo er immer mal 
wieder Kleinigkeiten entdeckt um die man sich kuemmern muss wenn man 
will das der wieder 20Jahre laeuft. Aber nach dem Video koennt ihr das 
ja auch selbst....

Ich hab auch zwei Kritikpunkte. Genauso einen schlechten 
Kontaktwiderstand wie er an den Schaltern findet, kann man auch an den 
Kontakten der Kopfhoererbuchse finden. Die muss man genauso putzen.

Es ist nicht so doll diese Billoblechschrauben oder selbst schneidende 
Schrauben mit einem Akkuschrauber reinzuschrauben. Sowas wuerde ich 
immer von Hand machen um da kein Gewinde kaputt zu machen.

Cool finde ich aber seine Cinch-Buchsenpoliermethode. Gleich mal fuer 
zukuenftige Projekte vormerken!

Mark ist ein anderer Level wie diese Elkotauscher und Kontakt60 
Ertraenker....

Vanye

von Andrew T. (marsufant)


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Ja, Mark ist seit Jahren in der Szene bekannt für grundsolide Arbeit. 
Enthusiast halt, Arbeit mit Leidenschaft.

Deine Einschätzung über den Arbeits-Geldwert ist eher um die 90€/Stunde 
-- dennoch hier sieht man das es ihm um die Arbeit an sich geht. Und 
nicht ob es finanziell sich trägt. Mark ist halt ein begeisterter -- 
würde sich im Repair Cafe sehr wohl fühlen und andere Enthusiasten 
treffen.

von Heinz R. (heijz)


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sehr schön gemacht

Ich frage mich halt warum?

Bei einem Verstärker der funktioniert und wo nichts kratzt würde ich 
nicht einfach so alles zerlegen

da kann auch - gerade bei so Schiebeschaltern usw - mehr kaputt gehen 
und es ist dann unreparierbar

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Ich frage mich halt warum?

Hast du das Video nicht gesehen oder nicht verstanden? Er findet doch 
eine ganze Menge von kleinen Fehlern die im Betrieb heute noch nicht 
aufgefallen sind, aber bereits naechste Woche zum Ausfall fuehren 
koennen. Bei so altem Kram ist es nicht zielfuehrend nur einen kleinen 
Fehler zu reparieren. Jedenfalls nicht wenn man moechte das das Teil 
danach wieder 20Jahre laeuft. Macht man das nicht kann man den 
vermutlich alle 1-2Jahre zur Reparatur bringen.
Wenn bei deinem Auto die Bremsbelaege noch 1mm haben, sagst du dann 
auch: kann man lassen, macht ja noch keine Geraeusche?

> da kann auch - gerade bei so Schiebeschaltern usw - mehr kaputt gehen
> und es ist dann unreparierbar

Wenn man es nicht kann dann ist das so. Ich wuerde aber keine Schalter 
haben wollen die schon 2-20R haben weil ich weiss wie es weiter geht. 
Ausserdem muss man sich keinen wegen tollen Klang in die Tasche luegen 
wenn man sowas ignoriert.

Vanye

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Deine Einschätzung über den Arbeits-Geldwert ist eher um die 90€/Stunde

Haette ich jetzt nicht gedacht. Ich kenne Autowerkstaetten die wollen 
mehr und koennen weniger. :-D

Vanye

von Gunnar F. (gufi36)


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Ich selbst habe das mit meiner Anlage "Dual International" aus den 
80ern, die mich als Schüler eben 3.500DM kostete, beliebig 
durchexerziert. Weitghehend auseinandergenommen, lange Schalterbatterien 
von der Platine ausgelötet, Laschen aufgebogen, jeden einzelnen Kontakt 
gereinigt, etc. Keine Ahnung, wie viele Stunden ich investiert habe, 
vielleicht 50. Aber es war MEINE Anlage, auf die ich mit 15 stolz war, 
wie nur was. Da rechnet sich das nicht wirtschaftlich. Und all die 
Überholung hat auch nur eine Zeitlang geholfen. Beim Cassettendeck 
C839RC war dann irgendwann nichts mehr zu machen, nutzen konnte ich das 
eh nicht mehr. Die Verstärker CV1700 (ich habe zwei völlig identische 
Anlagen davon) haben noch bis vor kurzem gespielt. Nur ist das jetzt 
halt leider nicht mehr zeitgemäß. Schade, aber unausweichlich.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


Angehängte Dateien:

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> Ich frage mich halt warum?
>
> Bei einem Verstärker der funktioniert und wo nichts kratzt würde ich
> nicht einfach so alles zerlegen

Eben.
Ausnahme, wo es auf Zuverlässigkeit ankommt und im Lebenszyklus 
bestimmte Wartungen vorgesehen sind. Kennt man beispielweise von der 
Technik im Flugverkehr (Flugfunk, ILS, ...) oder Medizintechnik und zum 
Teil in Fahrzeugtechnik. Halt Gerätschaften mit Gefährdungspotential für 
Benutzer/Umfeld.

> da kann auch - gerade bei so Schiebeschaltern usw - mehr kaputt gehen
> und es ist dann unreparierbar

Es ist schon notwendig, das man das passende (Service-)Werkzeug und 
Anleitung hat. Dazu Schulung und Fachwissen/Erfahrung. Aber selbst 
damit,
es gibt Baugruppen, die sind halt nicht auf Zerlegung und Jahrzehnte 
andauernde Benutzung ausgelegt. Da gibt es interne Stecker für die 
WLAN-Antenne Typ "dünne Blechhülse" die sind für fünf(!) Steckzyklen 
ausgelegt. Und Kunsstoffe werden halt über die Jahre spröde, die 
zerfallen schon beim "scharfen Hingucken". Wird dann halt wieder zu 
einem Fall von "kaputt repariert durch Möchtegern".

Der Sinn solcher, vom Hersteller unauthorisierten Wartungsaktionen, ist 
halt eher ein psychologischer, der Besitzer der Anlage denkt er hätte ne 
"Wertsteigerung" durch Verlängerung der Lebenszeit beauftragt, der 
Reparateur meint, er hätte seine Zeit sinnvoll verbracht. Aber bei 
anderen hinterlässt das Ganze doch eher den Eindruck einer 
Beschäftigungtherapie wie die Reinigung des Fussbodens mit einer 
Zahnbürste (siehe Anhang).
Aber man könnte auch das Sprichwort "Übung macht dem Meister" 
heranziehen. Und wenn die Reinigung nicht  verläuft wie erwünscht: 
"Schaden macht klug".

> Deine Einschätzung über den Arbeits-Geldwert ist eher um die 90€/Stunde

Mehr als 6-facher Mindestlohn für Reinigungsarbeiten mit fraglicher 
Wertsteigerung
ist IMHO gewaltig übertrieben und wäre höchstens durch Umlage der 
Anschaffungskosten für Werkzeug, messmittel und Verbrauchsmaterial 
gerechtfertigt.

: Bearbeitet durch User
von Mark S. (voltwide)


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Bradward B. schrieb:
> ist IMHO gewaltig übertrieben

90 Euro für eine professionelle Elektronik-Werkstattstunde ist normal.
Es sei denn Du nimmst unversteuerte Hobbyarbeit als Maßstab an.

von Uwe (neuexxer)


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Mein alter, immer noch spielende Edwin-Verstärker hat nun schon
satte 50 Jahre auf dem Buckel
(gebaut mit Teilen aus dem Wühltisch, aber aus deutscher Produktion,
bei >= Arlt und Nadler
-ich war ja schon damals kein Millionär-.)

Ziemlich am Anfang musste ich einen krass rauschenden Widerstand
(im Klangregelverstärker) und eine Z-Diode für die Spannungsversorgung
eben dieses Klangreglers
tauschen, -hat ursächlich nix miteinander zu tun-)

Inzwischen tauschte ich noch zwei Potis wg. Kratzens;
bei weiteren steht das durchaus bevor...

von Andrew T. (marsufant)


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Bradward B. schrieb:
> Mehr als 6-facher Mindestlohn für Reinigungsarbeiten mit fraglicher
> Wertsteigerung
> ist IMHO gewaltig übertrieben

Du warst wohl zu lange in Shenzhen und bist die dortigen Löhne gewohnt.

Schon eine Fachkraft bekommt auf der Gehaltsüberweisung schon brutto 
deutlich mehr als der Mindestlöhner .

Zudem Du wie immer bei Deinen sinnfreien Beiträgen Du äpfel/birnen 
mischt: Du übersiehst das MindestLOHN zggl. der Abgaben die ein 
Arbeitgeber hier (TM) solche abzurechnenden Beträge dem Kunden in 
Rechnung stellt zügig die 90€ erreichen.

Also überdenk mal bevor Du weiter plapperst.

von Frank E. (ffje)


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Vanye R. schrieb:
> interessantes Video

danke dafür..., dann kann ich mal die Lautsprecher-Auswahl-Schalter am 
ca. 40-jährigen Gerät vorbereitet putzen, anstatt sie ca. monatlich 
multizubetätigen.
mfG  fE

von Mathias W. (hfb61)


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Ich kenne ja viele von Marks Videos. Am besten finde ich das, wo er 
gefühlt zehnmal das Laufwerk eines Laserdisc-Players (den er übrigens 
zweimal zur Reparatur hatte) auseinander-/zusammenbaut. 😄 Aber so ist 
das eben – manchmal klappt’s halt erst beim fünften Anlauf.

Klar ist auch, dass man solche Sachen nicht wirklich „rechnerisch“ 
angehen kann. Da steckt, wie hier schon jemand meinte, einfach Herzblut 
drin. Ich glaube auch nicht, dass er davon leben muss – das läuft wohl 
eher so nebenher. Es gibt ein längeres Interview mit ihm (rund eine 
Stunde), in dem er u.a. von seinem früheren Job als Führungskraft – 
vielleicht sogar Geschäftsführer (?) – anscheinend in einer Firma für 
Industrieroboter/Automation (?) erzählt. Er spricht da auch über seinen 
Burnout und warum er schließlich ausgestiegen ist.

Das relativ neue Verstärker-Video habe ich natürlich auch gesehen. Er 
erwähnt in den Clips manchmal auch „Reparaturen im Bereich von etwa 
200–250 GBP“. Außerdem bietet er ja einen Kurs mit Mentoring an, wo man 
das "alles lernen kann" – vielleicht sogar, um später damit beruflich 
was zu machen. Hatte mir das Angebot einfach mal interessehalber vor 
paar Monaten mal angeschaut.

Ich bin natürlich weit von Marks beruflicher Ausbildung/Erfahrung, 
Expertise entfernt, auch wenn ich selbst so 200–300 Vintage-Geräte 
"restauriert" (oder revidiert, oder wie auch immer) habe – zumal nur 
hobbymäßig. Die meisten während "Corona" – das war quasi damals meine 
„Vollzeit-Beschäftigungstherapie“ für knapp zwei Jahre. Da denke ich 
heute noch gerne dran zurück. Das war schon was: 50 m² Platz und endlos 
Zeit, keine Störungen... 😅

Vor etwa 3,5 Jahren habe ich mich dann von der Sammlung komplett 
getrennt (das meiste ging "über die Bucht"). Die Preise waren dafür 
großteils echt sehr gut. Vieles war eben auch in sehr selten guten 
Zustand. Aber Profit war da natürlich trotzdem keiner, der Aufwand/Zeit 
frisst einfach alles auf. Würde umgerechnet nicht mal zu 20% Mindestlohn 
ergeben.

Ich bin da auch ziemlich penibel, vor allem bei der Optik – innen wie 
außen. Gerade viele Henkelmänner bekommst du ja nur durch 
„Frankensteining“ wieder in „Near Mint“-Zustand, also aus zwei, drei 
Kisten eine gute machen. Rechnet sich letzlich null. Und wer schon mal 
ein komplettes Tapedeck-Laufwerk zerlegt, gereinigt, neu geschmiert und 
eingestellt hat, weiß: Das ist teils wirklich viel schlimmer als ein 
Verstärker mit Kratzpotis, Schalterproblemen einem "kontaktarmen" 
Lautsprecherrelais und nötiger Ruhestromeinstellung.

Zudem arbeitet man an den eigenen Geräten auch immer anders, als wenn 
man das profitorientiert machen würde. Da ich seit meinem 20. Lebensjahr 
selbstständig bin, habe ich gezwungenermaßen auch etwas Einblick in 
Wirtschaftlichkeit.

Irgendwann hast du dann 200 Vintage-Geräte rumstehen – mehr, als du 
Racks hast. Also stapelst du sie irgendwie, besorgst dir laufend mehr 
Steckdosenleisten, mehr Cinch-Kabel und immer noch mehr HiFi-Racks etc.

Bei jedem Gewitterverdacht ziehst du panisch alles raus – gern auch mal 
mitten in der Nacht. 😅 Und irgendwann wird’s einfach zu viel. Auch mit 
dem Platzbedarf und dem „Geraffel-Stapeln“, den irgendwo rumliegenden 
Schlachtgeräten.

Von radikalen Elko- oder Schalterkuren halte ich übrigens auch nicht 
viel – nur, wenn wirklich was defekt ist oder diese unter hohem 
Verdachtsmoment stehen. Neon- oder LED-Umbauten finde ich meist grausam, 
ich mag’s lieber möglichst original. Bei mir kamen immer die guten alten 
Glühlampen (wieder) rein. Wenn du prophylaktisch jeden Elko tauschst 
oder alle Schalter und Potis zerlegst, steigt das Risiko enorm. Ich bin 
handwerklich/feinwerklich wirklich ziemlich fit. Aber manche Potis oder 
Schalter zu reinigen und wieder funktionsfähig zusammenzubauen, ist 
einfach reines Glücksspiel. Da bricht schnell mal was ab, unrettbar oder 
eine Kohlebahn, Schleifer ist im Eimer – zumal das alles nicht für 
"Service via Öffnen" vorgesehen war.

Daher hat (meine Meinung) auch das gute alte Kontaktspray seine 
Daseinsberechtigung – mein Favorit: Oszillin T6 von Teslanol. Das andere 
Zeug aus der „roten Dose“ kommt mir nirgendwo rein, egal ob „mit oder 
ohne Nachspülen“. Und „Waffenöl“ bitte da, wo’s hingehört – auf Waffen. 
😄

Am Ende muss jeder selbst wissen, wie er was macht. Meine Erfahrung: Nur 
bei etwa 3–5% der Geräte mit Schalter-/Potiproblemen musste ich die 
Behandlung innerhalb 2–4 Jahren Beobachtungszeitraum wiederholen. Das 
war mir lieber/sicherer als irreparable Defekte an Schaltern, Potis usw. 
Ich hab die Geräte aber auch fast alle immer regelmäßig benutzt – alle 
ein, zwei Monate mal laufen lassen und dann auch Regler/Schalter 
durchbewegt. Lange Standzeiten tun meiner Meinung nach auch nicht gut.

Egal, wie viel Mühe man sich gibt: Man bekommt kein Vintage-Gerät mehr 
in Neuzustand. Wirft man alles raus, ist es eben auch nicht mehr 
"Vintage". Weil, auch gerade „alte Bauteile“ (die noch funktionieren!) 
machen mit ja mit den Reiz aus. Rifa Knallfrösche und rote 
Roederstein-Elkos mit "Pubertätspickel" mal ausgenommen! Weshalb es auch 
„innen“ immer schön sauber sein muss. :-)

Ich sehe das als „lauffähige Museumsstücke“. Erschrocken war ich 
allerdings, als Leute mir alte Tapedecks aus den 70ern zum 
„Digitalisieren ihrer Kassettensammlung“ abkaufen wollten – die hab ich 
natürlich nicht dafür hergegeben. Die Geräte sind was fürs noch 
gelegentliche Hören, nicht zum Abnudeln im Dauereinsatz. Was morgen, 
übermorgen oder erst in 20 Jahren ausfallen wird kan man so oder so 
nicht vorhersagen.

Bei jemandem wie Mark darf man auch nicht vergessen, dass er ja über 
200k Abonennten hat. Da muss man die Videos schon mit ein bisschen 
„Dramaturgie“ aufbauen – eben was „abliefern“. Ich hab selbst nur einen 
Mini-Kanal – in Relation rund 133% kleiner 😉 (vom Subscriber-Count) – 
und weiß, wie viel Arbeit das alles ist.

Ich glaube übrigens nicht, dass Marks Videos 1:1 alles immer echte 
Livemitschnitte von Reparaturen sind – dazu passiert einfach zu viel 
Unvorhersehbares bei so etwas. Aber er zeigt immerhin auch seine 
Fehlschläge – im Gegensatz zu so manchem „Guru“. Auch wenn ich manches 
(wie mit dem bereits angesprochenen Akkuschrauber) nicht so machen 
würde. Mir stellen sich auch jedes Mal die Haare zu Berge (und meine 
Fußnägel rollen sich auf), wenn er zur „Reinigung” mal wieder mit seinem 
„Schaumspray” ankommt. :-) "Voll Kanne drauf" ...

Nun ja, er wurde dafür ja auch schon einmal in einem seiner Clip mit 
sich ablösender Frontplattenbeschriftung "bestraft" ;-). Das wird auch 
sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, denn er macht es immer noch 
so.

Und klar: In der HiFi- und Vintage-Welt ist viel Voodoo, Snakeoil und 
persönliche Meinung dabei. Mein Motto: Jeder soll’s machen, wie er mag. 
Das Beste ist immer, eigene Erfahrungen zu sammeln – und sich bei Bedarf 
auch mal zu korrigieren.

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Ich frage mich halt warum?

Sagt er gleich zu Anfang, weil es draußen zu kalt für einen Spaziergang 
ist und er halt lieber in der warmen Werkstatt hockt. IMHO 
nachvollziehbar.

> Bei einem Verstärker der funktioniert und wo nichts kratzt würde ich
> nicht einfach so alles zerlegen

Wird in dem Video auch nicht gemacht, da wird schon eine Problemstelle 
(Balance-Einstellung) nach ausführlicher Messung per Generator und Scope 
gefunden. Aber warum er bei der Messung Nägel in die Anschlüsse kloppt 
statt "entschärfte" (abgerundete) Stecker bleibt ein Rätsel. Auch an 
andere Stelle scheint mir die Werkzeugwahl nicht optimal und es grenzt 
schon an ein Wunder, das die Alt-Plastik soviel Druck vom kleinen 
Schraubendreher eth aushält. Aber mancher soll ja ein "Händchen" für 
soliche Feinarbeiten haben und manche nicht.

Und viel Schrauberei (das scheint ohnehin die meiste Zeit zu benötigen) 
wird eben nötig, um überhaupt an die Messstellen zu kommen. Aber das 
stimmt schon, einiges wird einfach auf Verdacht vom Alt-Lötzinn 
gereiniget und nachgelötet, weil die Lötstelle "dry" ausschaut. Also so 
wie man das am Monitor bewertem kann, sehen die Lötstellen eigentlich 
ganz passable aus.

Das er den Kontaktwiderstand an Relais und Schalter misst und reinigt 
weil es deutlich größer als 0.1 Ω ist ..., ja mai da geht halt 
elektrische Leistung verloren Und wenn es halt nicht über einen 
Schalttransistor geht sondern 3A direkt drüber gehen .. allerdings ist 
diese Frimmelei an dünnern Kupferblechen, Feder und Plastik wirklich 
nicht für jedermann und auch der Reperateur beschwert sich, das er 
zuwenig Finger/Hände dafür hat. Aber irgendwelche besonderen Hilfs- oder 
Haltemittel hat er sich für die Schaltermontage (die IMHO deutlich 
kritischer als die Zerlegung) nicht gebaut. Bei der Herstellung macht 
das halt eine Maschine über spezielle Einpasswerzeuge und 
Montage-Schlitten. Austausch statt Zerlegung wäre da für die meisten der 
sicherer Weg. Interessanterweise werden nicht alle Poti's geputzt 
sondern nur die mit Schleif-/ Oxid-spuren. Da hätte man sich auch das 
Öffnen derselben sparen können.

Die Elko's werden per ESR-Meter geprüft und da das Ergebniss mit der 
Erwartungshaltung (in Amplifier sind Elkos eh unkritisch) übereinstimmt, 
bleiben die "on-board".

> Ich glaube übrigens nicht, dass Marks Videos 1:1 alles immer echte
> Livemitschnitte von Reparaturen sind – dazu passiert einfach zu viel
> Unvorhersehbares bei so etwas. Aber er zeigt immerhin auch seine
> Fehlschläge

 Hm, in dem Video oben habe ich den Eindruck, das er nur die nicht 
schlimmen "Unfälle" wie "pissenden Flussmittelstift" zeigt und echte 
(demotivierende) Patzer wie abbrechender Alt-Kunststoff rausschneidet. 
Beim Öffnen der Poti's/Encoder sagt er auch selbst, das die Laschen 
nicht häufiges Aufbiegen abhalten.

> Egal, wie viel Mühe man sich gibt: Man bekommt kein Vintage-Gerät mehr
> in Neuzustand.

Eben. Man kann nur "hoffen" das aus dem "Gebraucht-Stück" ein 
"Sammler-Stück" wird, dann übersteigen die Preise den Nutzwert.

>
> Du warst wohl zu lange in Shenzhen und bist die dortigen Löhne gewohnt.

Nee, da ist man eher als ASIC-Designer in Süddeutschland unterwegs und 
da hört man schon Sprüche wie, "also mher als zwei stellen dürfen es im 
Stundensatz nicht sein und vorne soll höchstens ne acht stehen".

Und dann kommt einer auf den durch Angebot und Nachfrage regulierten 
(Consumer-) Markt, der meint, für das "Aufpolieren" eines Gerätes das 
grad mal für 100 .. 200 Euro bei Ebay steht, könnte man 400 bis 600€ 
verlangen... Tja wo kein Markt, da kein Einkommen.

Andrew T. schrieb:
> Zudem Du wie immer bei Deinen sinnfreien Beiträgen Du äpfel/birnen
> mischt:
> Also überdenk mal bevor Du weiter plapperst.

Jaja, hab schon verstanden, da soll der Nick/username ins Kill-file 
wandern und weitere Beiträge dieses Autor ignoriert werden. Also gerne 
-> PLONK

: Bearbeitet durch User
von Uwe E. (uexude)


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Gunnar F. schrieb:
> die mich als Schüler eben 3.500DM kostete

..da musste doch Dein ganzes junges Leben drauf gespart haben?!

Gruß
Uwe

: Bearbeitet durch User
von Uwe E. (uexude)


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Mathias W. schrieb:
> durchbewegt. Lange Standzeiten tun meiner Meinung nach auch nicht gut.

Richtig! Ist so, besonders bei mechanischen Geräten ist eine mehr oder 
weniger
regelmäßige Inbetriebnahme notwendig. Kleinere Teile wie 
Walkman(Professional)
(Analog-)Kameras etc. sollte man auch immer mal umlagern (auf den Kopf, 
Seite oder Rücken legen) damit evt. Fette oder Öle sich nicht irgendwo 
festsetzen.
Das Zeug liegt sich einfach kaputt.

Grüße
Uwe

von Marci W. (marci_w)


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Vanye R. schrieb:
> Es ist eigentlich nichts kaputt. Es geht hier
> um die notwendige uberholung eines Verstaerkers nach 30Jahren.

Was ist nur los?! Warum meinen die Leute, sie müssten nur wegen ein paar 
Elkos/Tantals alle ihre alten Geräte zerlegen und alles, was auch nur 
irgend wie altern könnte, tauschen? Das ist IMO einer der Hypes der 
etwas blöderen Art. Besonders lustig wird's, wenn das dann Leute tun, 
die von tuten und blasen keine Ahnung haben. <kopfschüttel>

ciao

Marci

von Marci W. (marci_w)


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Uwe E. schrieb:
> Das Zeug liegt sich einfach kaputt.

Schmarrn!

von Marci W. (marci_w)


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Und wenn ich lese, dass da auch Potis und Releais zerlegt werden, ohne 
dass es damit Probleme gibt, sollte man den Leuten mal kräftig auf die 
Finger klopfen. So einen Unsinn gab's ja noch nie, seit ich denken kann. 
Früher war man froh, wenn die Geräte ohne Probleme funktionierten. Heute 
reißt man den Geräten die Eingeweihde raus, weil es irgendwelche 
DIY-Gurus in ihren Videos rausposaunen und alle wie die Lemminge brav 
folgen. Irrsinn!
In industriellen Anlagen wird in bestimmten Bereichen "vorbeugende 
Instandhaltung" betrieben. Nur wird da halt nicht ohne Verstand die 
komplette Anlage zerpflückt. OK, es gibt noch retrofitting, aber das ist 
eine ganz andere Baustelle. Dort werden technologisch veraltete 
Anlagenteile auf moderne aufgerüstet.

ciao

Marci

von Uwe E. (uexude)


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Marci W. schrieb:
> Schmarrn!

Dann ist Marci W. vielleicht einfach noch nicht alt genug.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Dann ist Marci W. vielleicht einfach noch nicht alt genug.

Auf jedenfall Meinungsstark, von mangelnder Intelligenz und ohne Wissen. 
Denn immerhin sieht man in dem Video ja wieso gerade die Elkos NICHT 
ausgetauscht werden und man sieht wieso es notwendig ist die Potis oder 
Schalter zu ueberholen. Es ist ja gerade der witz von dem Video Leute 
dahingehend aufzuschlauen was man sinnvoll macht oder auch besser nicht.

Vanye

von Gunnar F. (gufi36)


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Uwe E. schrieb:
> ..da musste doch Dein ganzes junges Leben drauf gespart haben?!

Ne das war noch viel netter (sorry, offtopic). Ich hatte 2.500 und 
wollte meine Mutter um 1.000 anpumpen und die lehnt ab. Ich konnte es 
nicht fassen. Hatte so lange ausgesucht, die Serie lief aus und das neue 
Zeug wollte mir nicht gefallen. Eines Tages kam ich heim, da stand die 
Anlage in meinem Zimmer als Geschenk! Und bei Muttern (die es wirklich 
nicht dicke hatte zu der Zeit) eine zweite! Das sind Hintergründe, die 
den idellen Wert von so einem Ding nochmal beeinflussen...

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Auf jedenfall Meinungsstark, von mangelnder Intelligenz und ohne Wissen.

> Denn immerhin sieht man in dem Video ja wieso gerade die Elkos NICHT
> ausgetauscht werden und man sieht wieso es notwendig ist die Potis oder
> Schalter zu ueberholen.

Im Prinzip auch meine Erkenntnis nach Schauen des Videos, allerdings mit 
kleinen Unterschieden bzgl. der Schalter.

In dem Video oben wird die Anlage ausgemessen und grösstenteils nur das, 
was es nötig hat, aufgearbeitet resp. ertüchtigt. Das ist wirklich ein 
bemerkenswerter Unterschied zu den Pauschal-Tauschern von denen sich 
manche in Foren und Repair-Cafe's breit machen.

Bzgl. der Zerlegung der Schalter bin ich skeptischer.
Das Relais scheint es nötig zu haben und es scheint auch auf die Wartung 
hin konstruiert und lässt sich wohl leicht zerlegen und zusammenbauen. 
Nötig war die Wartung, weil über das Relais das Signal zu den 
Lautsprechern geht und der gemessene Kontaktwiderstand deutlich über 0.1 
Ω lag. Als da alles OK.

Die "blauen" Schalter dagegen, scheinen mir nicht auf Wartung hin 
optimiert und falls die eher über eine Schaltstufe/Controller gehen, 
sollten auch nicht unbedingt wartungsbedürftig trotz des gestiegenen 
Kontaktwiderstandes. Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre 
Austausch meine Methode der Wahl.

Bei den Drehencodern/Poti wird auch geschaut, welches es nötig haben, an 
den Drehencoder hätte ich mich auch mit Watte-stäbchen nicht 
drangemacht, eher ein kleines Tauchbad.

Etwas entäuscht bin ich, das kein besseres Werkzeug als ein 
Seitenschneider zum Aufbiegen der Laschen gezeigt wurde. Aber vielleicht 
irre ich mich diesbezüglich.

: Bearbeitet durch User
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Heinz R. schrieb:
> sehr schön gemacht
>
> Ich frage mich halt warum?

Als Betreiber eines Videokanals
mit hunderttausenden Abonnenten liegt das doch auf der Hand

Kontent generieren (oh sorry CREATEN)

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre
> Austausch meine Methode der Wahl.

Man kann nur austauschen was man hat und gerade Schalter waren 
eigentlich immer in irgendeiner Art speziell.

Vanye

von Mathias W. (hfb61)


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Marci W. schrieb:
> Uwe E. schrieb:
>> Das Zeug liegt sich einfach kaputt.
>
> Schmarrn!

Du bist also nicht der Ansicht, dass Schalterkontaktflächen, die 
jahrelang unbewegt in gleicher Position „stehen”, eher dazu neigen, zu 
oxidieren, als solche, die immer mal wieder komplett „durchbewegt” 
werden?

von Mathias W. (hfb61)


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Eine weitere Sache ist beispielsweise, Platinen mit Schaltern, 
Steckverbindern und Potis komplett in einen großen Ultraschallreiniger 
zu geben. Gut, man kann sie anschließend im Backofen oder anderswo bei 
maximal 50 °C trocknen.

Jedoch können Schalter und Potis durch das Reinigungsbad „austrocknen” 
und entfettet werden (Potiachsen usw.). Dann kann es passieren, dass sie 
sich nur noch „unangenehm” bewegen lassen. Man kann sie zwar teilweise 
wieder schmieren, aber sie werden oft nicht mehr wie im Originalzustand 
bzw. zuvor.

Ich habe mit solchen Dingen experimentiert. Das war auch kein 
19,99-Euro-China-„Brillenreiniger“, den ich dazu genutzt habe. 
Großartigen Schwund von Oxidation an versilberten Schaltkontakten konnte 
ich damit aber nicht beobachten.

von Mathias W. (hfb61)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Heinz R. schrieb:
>> sehr schön gemacht
>>
>> Ich frage mich halt warum?
>
> Als Betreiber eines Videokanals
> mit hunderttausenden Abonnenten liegt das doch auf der Hand
>
> Kontent generieren (oh sorry CREATEN)

Klar, es ist zum einen natürlich auch etwas Monetarisierung dabei 
(Seinen Kurs/Kurse) sowie sicher auch etwas mehr Nachfrage für seine 
Reparaturen. Falls dem so ist.

von Mathias W. (hfb61)


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Vanye R. schrieb:
>> Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre
>> Austausch meine Methode der Wahl.
>
> Man kann nur austauschen was man hat und gerade Schalter waren
> eigentlich immer in irgendeiner Art speziell.
>
> Vanye

Absolut korrekt. Und sehr, sehr vieles gibt es ja nicht mehr als Ersatz. 
Schon deshalb ist Vorsicht angesagt.

von Marci W. (marci_w)


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Hi Leute,

und eines möchte ich noch anmerken: wenn ich ein Gebrauchtgerät kaufen 
wollte, und der Anbieter mir eröffnete, das Gerät "ertüchtigt" zu haben, 
dann würde ich da je nach Anbieter eher dankend ablehnen. Ein Gerät, an 
dem an allen Ecken und Enden rumgefrickelt wurde, möchte ich nicht 
haben. Das mache ich dann nach dem Kauf lieber selber. ;-)

ciao

Marci

von Mathias W. (hfb61)


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Marci W. schrieb:
> Hi Leute,
>
> und eines möchte ich noch anmerken: wenn ich ein Gebrauchtgerät kaufen
> wollte, und der Anbieter mir eröffnete, das Gerät "ertüchtigt" zu haben,
> dann würde ich da je nach Anbieter eher dankend ablehnen. Ein Gerät, an
> dem an allen Ecken und Enden rumgefrickelt wurde, möchte ich nicht
> haben. Das mache ich dann nach dem Kauf lieber selber. ;-)
>
> ciao
>
> Marci

Wenn du das besser hinbekommst als der Anbieter, der das Gerät 
„ertüchtigt” haben will, spricht nichts dagegen. ;-) Das würde ich dann 
auch so machen.

von Marci W. (marci_w)


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Gunnar F. schrieb:
> die mich als Schüler eben 3.500DM kostete

wow, als Schüler wäre ich nicht mal im Traum auf die Idee gekommen, so 
viel Geld auszugeben, schlicht, weil ich es nicht hatte. Und wenn du da 
schon 2.500 DM gespart hattest, dann alle Achtung! Aber es kommt 
natürlich immer drauf an, wie wohlhabend die Eltern sind. Aber selbst 
bei meinen Freunden, deren Eltern Ingenieure, Anwälte etc. waren, hätten 
die Eltern denen den Vogel gezeigt, wenn sie allen ernstes 3.500 DM für 
eine Stereoanlage hätten ausgeben wollen. Als Schüler, echt jetzt?
Also meine Eltern wären da sicher sehr sauer gewesen, hätte ich denen 
tatsächlich solche Ideen mitgeteilt...

Ich weiß zwar, dass heute viel mehr Geld im Umlauf ist, aber selbst 
aktuell wären 3.500 EUR für mich keine Peanuts, vor allem nicht für eine 
Stereoanlage.

ciao

Marci

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>>> Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre
>>> Austausch meine Methode der Wahl.
>>
>> Man kann nur austauschen was man hat und gerade Schalter waren
>> eigentlich immer in irgendeiner Art speziell.
>>
> Absolut korrekt. Und sehr, sehr vieles gibt es ja nicht mehr als Ersatz.
> Schon deshalb ist Vorsicht angesagt.

Dieses Problem haben bereits die Röhrenradio-bauer gelöst:
https://elektronikbasteln.pl7.de/wellenschalter-und-tastensaetze-alter-roehrenradios-reparieren

Und man es festbekommt, tut es auch ein "kurzer" Schalter den man mit 
ein paar drähten mit dem PCB verbindet, das verschwindet ohnehin unter 
der Haube.
Wobai man sich auch fragen kann, warum man nicht wie die Lehrwerkstätten 
der Firmen der 50er sich nicht die Tasten selbst macht. OK, Blechschere 
und Co gehört nicht mehr zu Werkstattausrüstung, (da liegen jetzt 
Wattestäbchen) und die Haptik/Schaltgeräusche wären auch andere.

Interessant ist auch, ob und wie man das Bruchrisiko mindern kann. 
Manche Plaste wird je mit sinkender Temperatur spröde - gut Wärme in der 
Werkstatt könnte helfen. "Sanftes" Werkzeug? Gegenhalten?

Beitrag #7994515 wurde vom Autor gelöscht.
von Mathias W. (hfb61)


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Bradward B. schrieb:
>>>> Wäre an dieser Stelle eine Aufbereitung nötig, wäre
>>>> Austausch meine Methode der Wahl.
>>>
>>> Man kann nur austauschen was man hat und gerade Schalter waren
>>> eigentlich immer in irgendeiner Art speziell.
>>>
>> Absolut korrekt. Und sehr, sehr vieles gibt es ja nicht mehr als Ersatz.
>> Schon deshalb ist Vorsicht angesagt.
>
> Dieses Problem haben bereits die Röhrenradio-bauer gelöst:
> 
https://elektronikbasteln.pl7.de/wellenschalter-und-tastensaetze-alter-roehrenradios-reparieren
>
> Und man es festbekommt, tut es auch ein "kurzer" Schalter den man mit
> ein paar drähten mit dem PCB verbindet, das verschwindet ohnehin unter
> der Haube.
> Wobai man sich auch fragen kann, warum man nicht wie die Lehrwerkstätten
> der Firmen der 50er sich nicht die Tasten selbst macht. OK, Blechschere
> und Co gehört nicht mehr zu Werkstattausrüstung, (da liegen jetzt
> Wattestäbchen) und die Haptik/Schaltgeräusche wären auch andere.
>
> Interessant ist auch, ob und wie man das Bruchrisiko mindern kann.
> Manche Plaste wird je mit sinkender Temperatur spröde - gut Wärme in der
> Werkstatt könnte helfen. "Sanftes" Werkzeug? Gegenhalten?

Ja, „Plastikbruch” (durch Alterung, Fette/Öle usw.) ist ein übles Thema, 
auch bei manchen Vintage-(HiFi-)Geräten. Sie können schlimmer sein als 
Halbleiter-/Bauteildefekte. Nicht bei allem kann man mit 3D-Druck 
helfen.

Die Röhrenradio-Hobbyisten (zu denen ich nicht gehöre, da ich keine 
Chassis mag, die ggf. unter Spannung stehen ;-), und lieber mit 
Dünnstrom arbeite) müssen oft „kreativ” sein. Da werden auch schon mal 
alte Elkos, Papierkondensatoren oder Widerstände ausgehöhlt und mit 
einem "modernen Innenleben" versehen. Zumal das heute ja immer viel 
kleiner von Bauform ist . Ich finde das gut, weil so die Optik der alten 
Bauteile wenigstens äußerlich erhalten bleibt.

von Gunnar F. (gufi36)


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Marci W. schrieb:
> Aber es kommt natürlich immer drauf an, wie wohlhabend die Eltern sind.

Nicht in meinem Fall. Im Gegenteil, im Alter von 11 waren wir sogar arm. 
Das führte dazu, dass ich sparsam wurde, Ferienjobs machte und das 
Verdiente dann eher für bleibende Werte investierte. Das hat sich bei 
mir bis heute gehalten. Für ein gutes Oszi bezahle ich etwas, aber 
IPhone/IPad und desgleichen käme mir nicht ins Haus.

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