Hallo Zusammen, ich habe eine neue Herausforderung und könnte Expertenrat gut gebrauchen. Es geht um einen 230V Linearantrieb bzw. die Steuerung dazu. Ich habe hier 2 Zisternen und habe die Möglichkeit per Knopfdruck die Zuleitung zwischen den Becken zu steuern. Nur damit in etwas die Funktion klar ist, tut aber nicht wirklich zur Sache. Es ist eine Linerantrieb, der auch so bleiben muss, daher muss ich die Steuerung die plötzlich nicht mehr will instandsetzen. Motor wurde ausgebaut und getestet. Alles funktioniert einwandfrei. Motor dreht in beide Richtungen und Antrieb fährt rein und raus. Im Prinzip ähnlich wie bei einem Torantrieb nur hier in eine andere Funktion. Der Antrieb ist simpel. Der Motor dreht 15 Sekunden links dann fährt die Welle raus und bei „Umpolung“ wieder hinein. Der Motor hat nur 3 ausführende Leitungen ( ist wichtig für der Steuerung) die Wicklungen sind also im Gehäuse bereits verbunden. Ist soweit kein Problem. Tausche ich die Anschlüsse der 2 Wicklungen ( also die beiden Zuleitungen einfach umstecken) wechsele ich die Drehrichtung. Aber der Motor hat keine Endschalter deshalb muss eine Zeitgesteuerte Schaltung das übernehmen. Das hat bisher gut funktioniert, aktuell leider nicht mehr. Anbei paar Bilder Ich benötige eine Wegeleitung wie ich prüfen kann welche der Zeitsteuerungen nicht seine Arbeit verrichtet. Als ultima Ratio eine alternative Lösung mit neuen /anderen Bauteilen. Es soll so einfach wie möglich sein und nach Möglichkeit Preiswert ( leicht erreichbare Bauteile), und schnell realisierbar sein. Auf dem Foto nicht sichtbar gibt es 2 Taster die ( wenn es funktioniert) eben den Motor in eine oder in die andere Richtung drehen lässt. Nach 15 Sekunden schaltet es ab, bis dahin ist die Welle ganz raus oder eben reingefahren. Noch was wenn ich die Sicherung abschalte und wieder einschalte wird der Linke Zeitrelais aktiv und gibt 15 sek Saft frei. Drücke ich die Taste zum UMstellen, wird der rechte Zeitrelais aktiv. Normalerweise könnte ich erneut die andere Taste drücken und damit auf das linke Relais wechseln aber das geht nicht. Nur bei (Sicherung) aus und wieder ein. Es könnte bei der Fehlersuche helfen. Ich vermute der weisse Bauteil steuert etwas anderes (evtl generell Sperre um zu schnell umzuschalten oder vor dem Umschalten sicherzustellen dass nichts falsch läuft) das ist eine wage Vermutung meinerseits. Lasse mich gerne korrigieren. Ich tippe darauf dass der defekt ist, habe aber keine Vorstellung wie ich das prüfen könnte. Ist ziemlich alt das Ding, währed die 2 blauen recht modern sind und und auch zu funktionieren scheinen. Jedenfals wenn die rot leuchten wird auch entsprechend Saft freigegeben. Mal zu einem mal zu anderem ( Leitung zum Motor) Für unkomplizierte Vorschläge bin ich dankbar im voraus.
Peter K. schrieb: > Ich benötige eine Wegeleitung wie ich prüfen kann welche der > Zeitsteuerungen nicht seine Arbeit verrichtet. Messen mit dem DMM. Die Zeitsteuerungen haben einen Steuereingang, dort muss erstmal ein Signal messbar sein. Dann am Ausgang. Dann sieht man, was los ist. Siehe Fehlersuche.
Peter K. schrieb: > Der Motor dreht 15 Sekunden links … > Für unkomplizierte Vorschläge bin ich dankbar im voraus. Das weiße Kästchen ist ja augenscheinlich ein Zeitrelais, das auf ca. 3 Minuten eingestellt ist. Mal an dem Schiebeschalter schieben? Oliver
Eventuell sind die Kontakte defekt... Anderes Zeitrelais finden, das Original dürfte schon ziemlich alt sein... Alle Klemmen nachziehen wäre auch gut nach so langer Zeit, im gesamten Schaltkasten...
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Der Schieber fühlt sich so an als ob es nichts tun würde, geht zu leicht. Werde es morgen versuchen auseinander zu bauen. Die grosse Frage ist aber wozu das Bauteil dort sein könnte. Theoretisch könnte ich ja mit einem einfachen Taster die Relays kurz ansteuern um die dann 15 sekunden ( gut eingestellt ist es auf 2x6s sek aber 12s würden auch reichen) eingeschaltet lassen. Ich bin nicht drauf gekommen wozu das Ding da ist. Ausser es verhindert irgendwie, dass man zb bereits nach 5s die andere taste drückt und dann wären beide relays zeitgleich angesteuert. Das würde Sinn machen und ich vermute das Ding macht nicht was es soll. Bin ich mit der Annahme richtig? Irgend eine Funktion sollte die soeben beschriebene falsche Bedienung verhindern. Wäre für den Motor sicher nicht gesund.
Mani W. schrieb: > Eventuell sind die Kontakte defekt... > > Anderes Zeitrelais finden, das Original dürfte schon ziemlich > alt sein... > > Alle Klemmen nachziehen wäre auch gut nach so langer Zeit, > im gesamten Schaltkasten... Du meinst die Schaltkontakte im inneren ? Also verklebt oder verschlissen? sobald ich verstanden habe was das Ding macht könnte ich mich um eine Alternative bemühen. Gerne nehme ich hier Vorschläge entgegen.
Peter K. schrieb: > Im Prinzip ähnlich wie bei einem Torantrieb Das wird so ein Motor sein
1 | ................... |
2 | : : |
3 | L1--o----+--Spule---+ : |
4 | : | rein | : |
5 | : C +-o-- N |
6 | : | raus | : |
7 | L2--o----+--Spule---+ : |
8 | :.................: |
der Kondensator C ist in deinem Schaltkasten und du legst ENTWEDER L1 an Phase zum reinfahren ODER L2 an Phase zum rausfahren Die Eltako MFZ sorgen für 12 Sekunden Zeitbegrenzung und schalten jeweils L1 bzw. L2 Irgendjemand muss nun beim Einschalten den Motor in eine Richtung laufen lassen, und während der Fahrt verhindern dass auch die andere Richtung aktiviert wird. Das macht wohl das CSA. Geht aber natürlich auch anders. Zudem gibt es noch ein Schütz 43 44 etc.
1 | +-TasterA-----+ |
2 | | | |
3 | | EltakoA | |
4 | +-+A1 -A2--N | |
5 | | |
6 | 16-----(-- MotorRein |
7 | L--15 | |
8 | 18--+ | |
9 | | | |
10 | +-TasterB--+ | MotorN--N |
11 | | | |
12 | | EltakoB | |
13 | +-+A1 -A2--N | |
14 | | |
15 | 16-----(-- MotorRaus |
16 | L--15 | |
17 | 18-----+ |
Damit sind die Richtungen gegenseitig verriegelt aber noch nicht erreicht, dass beim Einschalten eine Richtung erst mal losläuft. Dafür braucht es dann einen Ersatz für das CSA.
Danke das hast du perfekt erfasst. Ich habe heut noch was geschrieben aber irgendwie ist es verschwunden. Egal es gibt Weiterungen. Nun habe ich mich wieder an die Arbeit gemacht und das MOdul CSA ausgebaut. Gereinigt geschüttelt etwas am Drehrad gedreht und niedriger eingestellt usw. eigebaut und das Setup getestet. Ohne Motor aber durch messen der L1 oder L1. Die Steuerung scheint jetzt zu funktionieren. ABER Als ich Anfangs dachte der Motor ist hinüber habe ich das auf dem Tisch zerlegt , gereinigt und mit dem Setup laut meine primitive Skizze getestet. Habe die Wicklungen gemessen und meine die identifiziert zu haben. Jedenfalls habe ich es so angeschlossen und mit einem Netzstecker zum laufen gebracht. Richtung drehen auch kein Problem aber dafür habe ich ja anders die Leitungen getauscht als es im Schrank der Fall war. Hat soweit geklappt . Motor läuft links oder rechts alles ok. Ich denke jedoch irgendwo habe ich einen Denkfehler. Im Schaltschrank wird nur wie richtig dargestellt L1/L2 abwechselnd geschaltet . Der Kondensator bleibt fest zwischen L1 und L2 und N bleibt auch fest. Zeiten stimmen Eltako schaltet 12 sek. Mal L1 mal L2. Die Sperre dass man nicht beide gleichzeitig schalten kann geht auch. Jedenfalls konnte ich je nach Taster zwischen N-L1 und N-L2 12s Spannung messen. Nun habe ich den Motor exakt so angeschlossene es war und es tut sich nix. Ich denke deshalb dass ich einen Denkfehler habe. Ich verstehe übrigens nicht wie das funktionieren kann, wenn der Kondensator zwischen L1 und L1 parallel angeschlossen ist, wie findet wo die Phasenverschiebung statt? Was habe ich falsch gemacht? Die Steuerung macht was es soll, der Motor für sich geht auch. Ich muss es gewiss irgendwie anders anschliessen damit das Ding losgeht. Was habe ich übersehen?
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Den Hersteller des CSA 3-M gibts ja noch: https://www.comatreleco.com Evtl haben die ja noch Unterlagen zum Multicomat CSA 3-M.
Peter K. schrieb: > Ich verstehe übrigens nicht wie das funktionieren kann, wenn der > Kondensator zwischen L1 und L1 parallel angeschlossen ist, wie findet wo > die Phasenverschiebung statt? Eben der Kondensator macht die. https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor Du hast den Sonderfall, dass der Motor symmetrisch gewickelt ist.
Danke. Dann stellt sich die Frage immer noch, weshalb nichts läuft wenn alles wie ursprünglich angeschlossen ist und sowohl die Steuerung als auch der Motor unabhängig voneinander zu funktionieren scheint.
Peter K. schrieb: > Ich denke jedoch irgendwo habe ich einen Denkfehler. Deine Zeichnung ist verwirrend, sie sieht falsch aus. Es ist für die Drehrichtung egal, wo N und L angeschlossen sind, ob man also N und L verzauscht oder nicht. Relevant ist nur, an welche Leitung der Kondensator geht. Peter K. schrieb: > Im Schaltschrank wird nur wie richtig dargestellt L1/L2 abwechselnd > geschaltet . Der Kondensator bleibt fest zwischen L1 und L2 und N bleibt > auch fest. Das klingt richtig und anders als die Zeichnung.
Sorry. Ich bin kein Zeichnungsprofi und deshalb vermutlich auch falsch gezeichnet. Versuche aber meine Gedankengänge zu erklären... Aus dem Motor kommen 3 Leitungen Rot (R) Weiss (W) Schwarz (S) Davon ausgehend, dass 1 Wicklung zwischen R und W und die andere Wicklung zw. S und W liegt habe ich es entsprechend angeschlossen. Am Arbeitstisch lief alles einwandfrei. Es ist möglich dass das völlig verkehrt war, lief aber wie erwartet. Wenn wir mal für ein Moment meine verwirrende Zeichnung ausser Acht lassen ( ist auch relativ unbedeutend, da es nur zum Test des Motors diente). Wenn alles im Kasten ordentlich zu sein scheint ( L1 und L2 korrekt geschaltzet) und der Motor wieder wie gehabt angeschlossen ist, wieso tut sich nichts? Was könnte ich anders machen als alle Kabel an deren ursprünglichen Platz anzuschliessen? Wohlbemekrt zum testen direkt im Schrank. Die Zuleitungen welche zu Schacht gingen getrennt und Motor exakt so angeschlossen. Nix.
Peter K. schrieb: > Aus dem Motor kommen 3 Leitungen > > Rot (R) > Weiss (W) > Schwarz (S) > > Davon ausgehend, dass 1 Wicklung zwischen R und W und die andere > Wicklung zw. S und W liegt habe ich es entsprechend angeschlossen. Einfach den Gleichstromwiderstand messen.
das steht auf dem Zettel zwischen W und R = 25,6 Ohm und ziwschen W und S = 24,2 Ohm und zwischen S und R = 48,4 Ohm
Wenn ich das auf den Fotos richtig sehe, dann geht vom Schaltkasten zum Motor eine 5-adrige Leitung mit den alten Schweizer Aderfarben. Man wird am Motor dann rot-rot, schwarz-schwarz und blau-weiß klemmen müssen.
Absolut korrekt. Genau so war es angeschlossen und ist es auch jetzt. Rot Schrank zu Rot Motor Schwarz Schrank zu Schwarz Motor Blau Schrank zu Weiss Motor Beim Schalten/Umschalten mal 12s Phase an Rot oder 12s Phase an Schwarz. Also eig korrekt. Trotzdem keine Funktion.
Peter K. schrieb: > Trotzdem keine Funktion. Also Fehler eindeutig im Schaltkasten. Peter K. schrieb: > mal 12s Phase an Rot oder 12s Phase an Schwarz. Also eig korrekt. Mit dem Lügenstift gemessen? Da wird die Verbindung zum Neutrallleiter fehlen.
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H. H. schrieb: > Also Fehler eindeutig im Schaltkasten. Wirklich ? trotz der Tatsache, das ich an den Ausgängen wie vorgesehen korrekt Spannung messen kann ? Für mich ergibt das keinen Sinn. Ich kann das mit Logik nicht nachvollziehen. Es sind doch alle Voraussetzungen erfüllt. Korrekte Schaltung der Spannung und einwandfrei funktionierende Motor.
H. H. schrieb: > Nochmal: Mit was und wie gemessen? Mit dem Multimeteter;) Zw Blau -schwarz liegt normal Netzspannung an (12s wenn geschaltet wird) Zw Blau -Rot liegt normal Netzspannung an (12s wenn geschaltet wird) Werde immer neugieriger.
Peter K. schrieb: > Mit dem Multimeteter;) Naja, besser wäre was weniger hochohmiges. Und miss an den letzten Klemmstellen beim Motor. > Zw Blau -schwarz liegt normal Netzspannung an (12s wenn geschaltet wird) > > Zw Blau -Rot liegt normal Netzspannung an (12s wenn geschaltet wird) Eigentlich müsste auch am jeweils anderen Motoranschluss deutlich Spannung anliegen, wegen des Kondensators.
Manches Multmeter hat einen Lo-Z-Modus. Oder einen Duspol verwenden. Sonst mißt man unter Umständen Spannung, die aber 'hoch'-ohmig ist, und keine Leistung bringt.
H. H. schrieb: > Eigentlich müsste auch am jeweils anderen Motoranschluss deutlich > Spannung anliegen, wegen des Kondensators. Ehrlich gesagt habe ich gemessen im "Leerlauf" ohne Motor und Kondensator dran. Wollte zunächst sehen ob geschaltet wird oder nicht. Werde messen im leerlauf und mit angeschlossenem Motor inkl Kondensator. Immer N zu L. Der Motor ist 50cm vom Schrank entfernt. Wollte erst dan in die Grube einbauen wenn alles läuft. Duspol habe ich nicht aber wie wäre es mit ne Alternative ( siehe Bild) wäre das gut geeignet?
Peter K. schrieb: > Duspol habe ich nicht aber wie wäre es mit ne Alternative ( siehe Bild) > wäre das gut geeignet? Du kannst statt eines Tempo auch ein Papiertaschentuch verwenden.
Liegt da jetzt geleichzeitig die Spannung an, oder haben die Relais in den 6 Sekunden umgeschaltet ? Hm. Schaut ja in Ordnung aus.
Nein nein. Du arbeitest sehr genau. Finde ich gut .Die Zeiten der Bilder zu vergleichen;) nein da waren mehr als 6s zwischen den Messungen. Bin ein alter Mann so schnell kann ich nicht mal die hand heben. Jetzt mache ich Messungen unter "Last"...
Hallo Peter, auf Bild: Bildschirmfoto_2026-01-13_um_20.40.08.png fehlt der Kondensator - hast du den wieder eingebaut? Gruss Kai
Thomas W. schrieb: > Oder einen Duspol verwenden. > Sonst mißt man unter Umständen Spannung, die aber 'hoch'-ohmig ist, und > keine Leistung bringt. Auf jeden Fall einen Duspol verwenden! Ein DMM ist zu hochohmig (mind. 10M), damit misst man dann Mist! In Industrieanlagen ist für mich immer ein Duspol als sichere Anzeige von Spannungen wichtig gewesen, auch zur Entladung von Kompensationskondensatoren optimal... 30 mA FI lässt sich problemlos auslösen, habe ich oft benutzt für "Fernabschaltung"...
H. H. schrieb: > Peter K. schrieb: >> Duspol habe ich nicht aber wie wäre es mit ne Alternative ( siehe Bild) >> wäre das gut geeignet? > > Du kannst statt eines Tempo auch ein Papiertaschentuch verwenden. Gut ausgedrückt! Meines ist ein BEHA Unitest 660 lange Zeit ein guter Begleiter...
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