Vorweg: bin blutiger Anfänger in allen µP Dingen 🥺 Während der Suche nach einem plötzlichen Fehler in meiner Haussteuerung HomeMatic (deren eigentliche Ursache sich gestern als Software Bug in allen letzten Versionen herausgestellt hat) wollte ich die Zentrale als Ursache ausschließen und einen nagelneuen Raspberry Pi 3B+ dafür aufsetzen. Mit dem Raspberry Pi Imager habe selbst ich das hinbekommen und der Pi meldet sich auch in der Fritzbox mit einer LAN Adresse. Will man den Pi jedoch darüber ansprechen findet Firefox diese Adresse nicht. Mit etwas Mühe habe ich per Netzwerkleitung direkt von der Fritzbox in den Raspberry SSH nachgeschaut und siehe da: sowohl die LAN Adresse als auch eine WLAN sind richtig vergeben. Was kann ich da falsch gemacht haben? Blockiert die FritzBox 7490 evtl.? OS ist 7.61 und wir sind kurz vor Weihnachten mit Installationscode von Telekom auf Vodafone gewechselt.....
Thomas R. schrieb: > Mit dem Raspberry Pi Imager habe selbst ich das hinbekommen und der Pi > meldet sich auch in der Fritzbox mit einer LAN Adresse. Was hast Du denn mit dem Imager draufgeladen? Um mit dem Firefox einen Rechner ansprechen zu können, muss auf diesem ein Webserver laufen (und richtig konfiguriert sein). Daher ist die oben gefragte Information essentiell.
Der Imager fragt mich Schritt für Schritt ab, auch nach einem Passwort für den SSH Zugang etc. WAS er dann genau installiert: keine Ahnung. Im Anhang ein Screenshot von dem was ich mit einem Windows Rechner auf der SD Karte sehen kann.
Thomas R. schrieb: > Der Imager fragt mich Schritt für Schritt ab, auch nach einem Passwort > für den SSH Zugang etc. Ja, aber solange Du keinen Webserver auf dem Raspberry Pi installierst, kannst Du nicht mit diesem Webserver reden - und das will Firefox.
Harald K. schrieb: > Ja, aber solange Du keinen Webserver auf dem Raspberry Pi installierst, > kannst Du nicht mit diesem Webserver reden - und das will Firefox. Wenn irgendwas auf Port 80 (Standard für HTTP) eines LAN-Teilnehmers antwortet, zeigt das die Fritzbox übrigens an.
Hast du schon mal mit Putty versucht, eine Verbindung zum Raspi aufzubauen? Das sollte immer gehen. Oder auch Ping bietet sich an, Netzwerkteilnehmer zu testen. Die IP kennst du ja.
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Wenn doch der Webserver fehlt? Ich hatte erwartet daß ein originaler Imager der Raspberry Foundation so etwas gleich zu Anfang mit aufspielt? Aber danke für die Hinweise, dann liegt es wohl daran.
Thomas R. schrieb: > Will man den Pi jedoch darüber ansprechen findet Firefox diese Adresse > nicht. Welche Fehlermeldung liefert der Firefox denn? Timeout oder 404? Ich rate mal: Er liefert Timeout. Er sagt damit lediglich, dass unter dieser Adresse kein Webserver antwortet und eine Webseite, also ein Bild zum Anzeigen, liefert. Was für ein Bild erwartest du denn? Selbst wenn der Imager einen Webserver installieren würde, woher kämen denn die anzuzeigenden Webseiten bzw. was sollten die zeigen?
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Firefox sagt nur "Webserver nicht erreichbar" Mittlerweile habe ich die eigentliche Anwendungssoftware aufgespielt und damit antwortet die Homematic GUI unter der Adresse. Mein Fehler: ich hatte erwartet daß zumindest ETWAS als Antwort kommt wenn nur das Basissystem aufgespielt ist. Kann geschlossen werden, danke!
Thomas R. schrieb: > Mein Fehler: ich hatte erwartet daß zumindest ETWAS als Antwort kommt > wenn nur das Basissystem aufgespielt ist. Dann hättest du Ping nehmen müssen oder mit Putty eine Telnet-Session öffnen. Das geht immer.
Vielleicht mit der falschen Sprache angesprochen? Deutsch, statt Englisch? Beim Raspi- Betriebssystem sind die remoten Zugriffe seit einiger Zeit per default gesperrt. Auf der Konsole mit raspberrpi-config musst Du das erst aktivieren.
Nur für später: Ein nmap auf die IP-Adresse zeigt einem was verfügbar ist.
Dieter D. schrieb: > Beim Raspi- Betriebssystem Ohne die Aktivierung erreicht man auch nicht den Webserver von aussen, aber intern ueber lokalhost...
Der Befehl lautet:
1 | sudo raspi-config |
2 | |
3 | Dort unter dem Punkt: |
4 | |
5 | 3 Interface Options Configure connections to peripherals |
6 | |
7 | ───┤ Raspberry Pi Software Configuration Tool (raspi-config) ├──────────┐ |
8 | │ │ |
9 | │ I1 SSH Enable/disable remote command line access using SSH │ |
10 | │ I2 RPi Connect Enable/disable Raspberry Pi Connect │ |
11 | │ I3 VNC Enable/disable graphical remote desktop access │ |
12 | │ I4 SPI Enable/disable automatic loading of SPI kernel module │ |
13 | │ I5 I2C Enable/disable automatic loading of I2C kernel module │ |
14 | │ I6 Serial Port Enable/disable shell messages on the serial connection │ |
15 | │ I7 1-Wire Enable/disable one-wire interface │ |
16 | │ I8 Remote GPIO Enable/disable remote access to GPIO pins |
Helmut -. schrieb: > oder mit Putty eine Telnet-Session > öffnen. Das geht immer. Du meinst, das im Grundzustand des Images ein telnetd gestartet wird? Wird das heutzutage nicht als Sicherheitsproblem angesehen?
Also ich verbinde mich mit meinen RasPis immer über SSH, auf dem Windows-PC aus MobaXTerm heraus. LG, Sebastian
Thomas R. schrieb: > Ich hatte erwartet daß ein originaler Imager der Raspberry Foundation so > etwas gleich zu Anfang mit aufspielt? Warum sollte er? Der aktviviert auch nicht alle möglichen anderen Netzwerkdienste, die auf einem Raspberry Pi laufen könnten - Mailserver, Newsserver, ftp-Server, SMB/CIFS-Server, NFS-Server, DNS-Server, VPN-Server, DHCP-Server etc. pp.
Thomas R. schrieb: > Der Imager fragt mich Schritt für Schritt ab, auch nach einem Passwort > für den SSH Zugang etc. Verzeihung, aber auch wenn ich diesen Imager nicht kenne: nein, das tut er ganz sicher nicht. In Wirklichkeit fragt nach dem Paßwort nicht für den SSH-Zugang, sondern für den Benutzer, den er anlegt, womöglich "root". Das liest sich vielleicht zu pedantisch, ist es aber nicht. Dieses Paßwort gilt nämlich unabhängig davon, wie der Benutzer sich anmeldet: am Terminal oder, wenn die betreffenden Serversoftware eingerichtet ist und läuft, mit einem grafischen Login, oder über das Netzwerk zum Beispiel mit SSH, SCP oder SFTP. Der Raspi kann auf Anfragen aus dem Netzwerk nur antworten, wenn auf dem Raspi die passende Serversoftware läuft und auf dem angesprochenen Port läuft. Die Serversoftware muß die passende sein, damit sie das Protokoll (die Sprache) verstehen und beantworten kann, mit der der Client -- also zum Beispiel Dein Webbrowser -- sie anspricht. Für einen Webbrowser, der HTTP spricht, muß also eine Serversoftware auf dem Raspi laufen, die HTTP-Anfragen verstehen und beantworten kann, solche Software nennt man üblicherweise "Webserver". Das Protokoll HTTP, das Webserver und Webbrowser sich verständigen, wird in der Regel an Port 80 gebunden, die TLS-verschlüsselte Version an Port 443. Es ist aber auch möglich, einen Webserver auf einem anderen Port lauschen zu lassen, der dann aber im Webbrowser spezifiziert werden muß -- aber das würde hier zu weit führen, fürchte ich. Leider ist das, was Helmut -. (dc3yc) sagt, auch nicht richtig. Putty (oder, korrekt: SSH) geht nicht immer, sondern genauso wie beim Webserver nur dann, wenn die passende Serversoftware auf dem RasPi läuft und auf dem betroffenen Port (bei SSH üblicherweise Port 22) auf Verbindungswünsche lauscht. Auch der OpenSSH-Server kann dabei natürlich so konfiguriert werden, daß er auf einem anderen Port lauscht; dieser Port muß dann vom SSH-Client angegeben werden, beim unter Linux üblichen OpenSSH-Client ssh(1) mit dem Parameter "-p", bei den SCP- und SFTP-Clients scp(1) und sftp(1) mit "-P". Selbst wenn die korrekte Serversoftware auf den angesprochenen Ports lauscht, kann die Kommunikation aber noch von einer weiteren Komponente verhindert werden, nämlich einem Firewall. Unter Linux ist immer ein Firewall im Kernel aktiv, ein sogenannter Paketfilter, ohne weitere Konfiguration läßt der aber jeden Datenverkehr normalerweise zu. Nichtsdestotrotz habe ich leider schon Menschen verzweifeln sehen, weil ihre Software völlig korrekt konfiguriert war, aber dennoch keine Verbindungen zustande kamen, weil deren Distributor (Hersteller ihrer Linux-Distribution) standardmäßig den Paketfilter-Firewall aktiviert hatte und der jeden Datenverkehr unterbunden hat.
Rolf schrieb: > Thomas R. schrieb: >> Will man den Pi jedoch darüber ansprechen findet Firefox diese Adresse >> nicht. > > Welche Fehlermeldung liefert der Firefox denn? > Timeout oder 404? > > Ich rate mal: Er liefert Timeout. Er sagt damit lediglich, dass unter > dieser Adresse kein Webserver antwortet Unwahrscheinlich. Wenn der Rechner korrekt konfiguriert ist -- also kein Irrer am Paketfilter herumgeschraubt hat -- dann liefert der IP-Stack des Kernels auf das TCP-SYN-Paket ein TCP-RST-Paket (Reset) zurück, sagt dem Client also klar und eindeutig: "hier lauscht nix, geh weg". Das ist also explizit KEIN "Timeout", sondern ein "Connection refused". Wenn allerdings ein Irrer am Paketfilter herumgeschraubt hat und entweder die Policy der INPUT-Chain oder eine spezifische Regel in dieser Chain auf "DROP" gesetzt hat, weil er Firewalling grundsätzlich nicht verstanden hat, dann wird kein TCP-RST-Paket zurückgeschickt und er Client deshalb nicht benachrichtigt, daß hier keine Verbindung stattfinden kann. Das ist ziemlich dumm, denn die meisten Clients gehen dann davon aus, daß das Paket irgendwo verloren gegangen ist, und versuchen den Verbindungsaufbau noch einige Male. Wenn ein kluger Firewall ausdrücklich keine Kommunikation auf einem bestimmten Port (und womöglich für bestimmte Clients) ablehnen will, kann der Paketfilter so konfiguriert werden (Target REJECT), daß auf Verbindungsversuche ein Fehler über das ICMP-Protokoll zurückgesendet wird, meist vom Typ 3 ("Destination unreachable") mit einem Code wie 9 ("Network administratively prohibted"), 10 ("Host administratively prohibited") oder 13 ("Communication administratively prohibited"). Auch dabei wird der Client korrekt darüber benachrichtigt, daß diese Kommunikation ausdrücklich unerwünscht ist, so daß er keine weiteren Versuche zum Verbindungsaufbau unternehmen wird.
Dieter D. schrieb: > Vielleicht mit der falschen Sprache angesprochen? > Deutsch, statt Englisch? Ehrlich, Dieter... ein bisschen Quatsch sabbeln geht ja noch, aber Anfänger mit solchem Unfug zu verwirren find' ich echt Kacke von Dir.
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